Ausgabe 
22.3.1943
 
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(9£ Jahrgang Nr. 6 8

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Ltnsere gefallenen Helden werden als Pioniere eines besseren Zeitalters in unseren Reihen weiterleben.

Der Führer sprach am Heldengedenktag bei -er Feier im Berliner Zeughaus.

Berlin, 21.März. (DNB.) Inbrünstiger denn je, aber erhobenen Hauptes beging das deutsche Volk den Heldengedenktag. Der Heldengedenktag 1943 ist für immer mit dem heiligen Blutopfer verbunden, das den Nomen Stalingrad trägt. Starken Herzens dankte das deutsche Volk den Männern der 6. Armee und allen seinen Helden, die chm durch ihr unver­gängliches Beispiel unüberwindbare Kraft für das Weiterbestehen des Schicksalskampfes gaben. Eine hohe Weihe erhielt die Heldengenkfeier des deutschen Volkes an historischer Stätte im Berliner Zeughaus durch die Gegenwart des Führers. Hier on der Nuhmesstätte deutschen Soldatentums neigte sich der Führer und mit ihm das ganze deutsche Volk in Ehrfurcht vor den unsterblichen Helden dieses Krieges.

Es war eine soldatische Feier, und soldatisch einfach war auch der Ehrenhof des Zeughauses für diese Feierstunde hergerichtet. Die Stirnwand schmückte das mächtige Eiserne Kreuz, flankiert von den Neichskriegsslaggen an hohen schlanken Masten. Im Ehrenhof, in den das Licht der ersten Frühlings-

f tages hell hineinflutet, standen die ehernen Waffen per ruhmreichen deutschen Armee. Zu beiden Seiten des mst der Reichskriegsflagge geschmückten Redner- > Podiums hatten Fahnen der Wehrmacht und Waffen- ff Aufstellung gefunden, darunter viele Fahnen der alten Armee und Kriegsmarine. Offiziere aller Waffen, Reichsminister und Reichsleiter, Gau­leiter und Staatssekretäre und die führenden Män­ner der Gliederungen hatten sich versammelt. 300 Verwundete nahmen an der Feierstunde teil.

Ehrfurchtsvolles Schweigen grüßte den Führer, als er, gefolgt von Reichsmarschall Göring, Ge­neralfeldmarschall Keitel, Großadmiral D ö n i tz, Reichsführer- ff Himmler, Generalfeldmarschall Milch, Generalfeldmarschall Bock und Reichs- . kriegsopferführer Ober^lindob er den Ehrenhof des Zeughauses betritt. Nach Len Klängen des ersten Satzes von Anton Bruckners 7. Sinfonie, gespielt von der Staatskapelle unter Leitung des Staats- kapellmeisters Johannes Schüler, ergriff der, Führer das Wort.

Heiße Liebe zur Heimat brennender Haß gegen denFeind leiten das deutstheDolk in seinemKomps.

Die Rede des Führers.

Zum viertemnal begehen mir den Heldengedenktag un> er es Volkes in diesem Raume. Die Verlegung der Frist fand statt, well ich glaubte, erst jetzt die Stät­ten meiner Arbeit, an die ich seit Monaten gebun­den war, mit ruhigem Gewissen verlassen zu können, denn dank dem Opfer- und Hell>entum unserer Sol­daten der Ostfront ist es gelungen, nunmehr end­gültig die Krise, in die das deutsche Heer durch ein unverdientes Schicksal/ gestürzt worden war, zu überwinden, die Front zu stabilisieren und jene Maßnahmen emzuleiten, die den vor uns liegenden Monaten wieder den Erfolg bis zum endgültigen Sieg sichern sollen. Daß es unter diesen Umständen verantwortet werden kann, die n'nmehr seit vielen Monaten bestehende Urlaubsperre mit dem heutigen Tage aufzuheben, um in den kommenden Monaten iit steigendem Maße unseren braven Männern wie­der den Weg zu ihren Lieben in der Heimat zu er­schließen, macht es auch mir seelisch leichter, am heutigen Tage hier zu fein.

Wenn es noch notwendig gewesen märe, um unserem Volk den ganzen Ernst dieser gigan­tischen Auseinandersetzung zu Lande, auf den Meeren und in der Luft auf Leben und Tod >u erläutern, dann hat vor allem der zurückliegende Winter auch die letzten Zrneifel darüber beseitigt. Die Steppen des Ostens haben noch einmal ihre Millionenmassen sich gegen Europa wälzen lassen, vorwärts gepeitscht von der gleichen Macht, die seit altersher Kriege organisiert, an ihnen profitiert und damit gerade im heutigen Zeitalter ' kapitalistische Interessen und bolschewistische In­stinkte dem gleichen Ziele dienen läßt. Wie groß - die Gefahr einer Ueberrennung des ältesten Kultur­kontinents der Welt in diesem Winter war, bleibt der Darstellung der späteren Geschichtsforschung . überlassen. Daß sie nunmehr gebrochen und damit von Europa abgewendet wurde, ist das unvergäng­liche Verdienst jener Soldaten, deren wir heute gedenken.

Aber schon der Blick in die gigantischen Vorberei­tungen, die-der Bolschewismus zur Vernichtung un- I serer Welt getroffen hat, läßt mit Schaudern er­kennen, wohin Deutschland und der ganze übrige Kontinent geraten würden, wenn nicht die natio­nalsozialistische Bewegung vor 10 Jahren die Macht im Staate erhalten hätte und mit der ihr eigenen Entschlossenheit nach zahllosen fehlgeschlagenen Be­mühungen einer Rüstungsbeschräntung den Wie­deraufbau der deutschen Wehrmacht emgeleitet haben würde. Denn das Weimarer Deutschland unserer zentrümlerisch-marxistisch-demo- kratislyen Parteiwirtschaft wäre durch diesen An­sturm Jnnerasiens hinweggefegt worden wie Spreu vor einem Orkan. Immer klarer erkennen wir, daß die Auseinandersetzung, in der sich seit dem ersten Weltkrieg Europa befindet, allmählich den Charakter eines Kampfes annimmt, der nur mit den größten geschichtlichen Ereignissen der Vergangen­heit verglichen werden kann. Ein Mitleid- und er- barmungsloser Krieg wurde uns von dem ewigen Judentum aufgezwungen, der, wenn er nicht vor den Grenzen Europas den Elementen der 3erfto» rung Einhalt zu gebieten vermöchte, diesen Konti­nent in ein einzige« Ruinenfeld verwandeln würbe. Aber nicht die verbrannten Städte waren es. Die zerstörten Kulturdenkmäler, die als schlimmste Folge dieses Kampfes dann übriablieben, sondern die be­stialisch niedergemetzelten Menschenmaßen, die dieser innerasiatischen Flut genau so zum Opfer tollen würden, wie es in der Zeit der Hunnen- und Mon­golenstürme einst schon der Fall war.

Was bet deutsche und die mit ihm verbünde­ten Soldaten heute im Osten beschirmen, ist nicht das steinerne Antlitz oder das soziale und geistige Gepräge dieses Kontinents, sondern es find die ewigen menschlichen Sub­stanzen, von denen seit grauen Vorzeilen olle Werte ausgegangen sind, die nicht nur Eu­ropa und Amerika, sondern darüber noch weit hluaus der menschlichen Kultur überhaupt ihren heutigen Ausdruck geben.

Neben dieser aus dem Osten drohenden Welt der Barbarei erleben mir nicht weniger die satanische Zerstörungswut des mit ihm verbundenen sogenann­ten W e st e n s. Die Kriegsziele unserer Feinde sind uns aus zahllosen Publikationen, Reden und offenen Forderungen bekannt. Das Geschwätz einer Atlantik- Charta wiegt dagegen genau so viel wie die einsti­gen 14 Punkte Wilsons gegenüber der dann gekom­menen realen Gestaltung des Versailler Diktats. So wie der Kriegshetzer Churchill in der parlamentari­schen englischen Demokratie, als er 1936 noch nicht verantwortlicher Leiter Großbritanniens war, mit seinem Ausspruch, daß Deutschland wieder^ er Nichtet werden müßte, der kommenden Entwicklung den Weg gewiesen hat, so projektieren in diesen gleichen Demokratien die Elemente der jetzigen Friedensfor­derungen schon heute den von ihnen angestrebten Zustand Europas nach dem Kriege.

Und ihre Ziele decken sich vollständig mit den uns nicht nur bekannten, sondern erlebten Demon­strationen ihrer bolschewistischen Verbündeten: Aus­rottung aller nationalbewußten kontinentalen Völker und an der Spitze unseres eigenen deutschen Volkes. Ob dabei englische oder amerikanische Blätter, Par­lamentarier, Volksredner und Literaten die Zerstö­rung des Reiches, die Wegnahme der Kinder unse­res Volkes, die Sterilisierung der männlichen Ju­gend usw. als erstes Kriegsziel fordern, oder ob der Bolschewismus kurzerhand die Abschlachtung ganzer Völkerschaften von Männern, Frauen und Kindern in der Praxis betreibt, ist ein und dasselbe. Denn die letzte treibende Kraft ist ohnehin der ewige Haß jener verfluchten Rasse, die seit Jahrtausenden als wahre Gottesgeißel die Völker so lange züchtigt, bis sich diese in Zeiten der Selbst­besinnung ihrer Peiniger wieder erwehren.

Ich spreche dies nicht aus für das deutsche Volk, es braucht heute keines Zuspruchs in feiner moralischen Haltung. Die Front beweist ihr stilles Heldentum seit über tausend Tagen, und chr zür Seite steht heute die deutsche Heimat, die selbst in großen Teilen des Reiches Kriegsgebiet geworden ist. Nicht nur daß sie sie arbeitend und schaffend un­seren Soldaten die Waffen liefert. Nein: sie ist gezwungen, ihren eigenen Kampf zu kämpfen, und im Erdulden und Ertragen der feindlichen Zer­störungswut wachsen Frauen, ja Kinder empor zu einem Heldentum, das sich oft in nichts mehr von dem an vielen Teilen der Front unterscheidet. Was aber die sogenannteneutrale Welt" betrifft, so ist die Voraussetzung für die dort beliebte über­hebliche, bald beschauliche, bald belehrende Betrach­tung der Ereignisse doch nur ausschließlich in der Opferbereitschaft derjenigen zu sehen, die sie davor bewahren, die harte Wirklichkeit am eigenen Leibe selbst kennen und spüren zu lernen, denn eines ist sicher,

in einer solchen Zeit können Völker auf die Dauer nur mit klarer Haltung bestehen. Wir dürfen deshalb den Gegnern nur dankbar sein, daß sie mit eigener Hand den Geist falscher Objektivität im deutschen Volk auslöschen und an Stelle dessen die natürlichen Instinkte sehen: heiße Liebe zür Heimat und zu unserem Volk, hinweggehend über alle Schranken der Herkunft und Geburt, und brennenden haß gegen jeden Feind. Die Feuer in unseren Städten und Dör­fern werden immer mehr jene Entschlossenheit unseres Volkes Härten, die nicht mehr getrübt durch weltbürgerliche Empfindungen, sondern genährt von der Erkenntnis einer tödlichen Ge­fahr und erfüllt von grimmigem Fanatismus, gewillt ist, diese Gefahr nun einmal für immer aus Europa und von unserem eigenen Volke selbst zu entfernen.

Und ich wiederhole meine einstige Prophezeiung, daß am Ende dieses Krieges nicht Deutschland oder die mit ibm verbündeten (Staaten dem Bolschewis­mus zum Opfer gefallen sein werden, sondern nur jene Länder und Völker, die, indem sie sich immer mehr in die Hand des Judentums begeben, eines Tages am bolschewistischen Gift, gegenüber dem sie selbst am allerwenigsten schon infolge ihrer überlebten

Um die ewigen menschlichen Substanzen

Von unserer Berliner Schristleitung.

Welch eine andere Welt! Der Führer spricht, und seine Worte klingen wie Erz. Drüben aber im feindlichen Lager jagen sich die Konferenzen. Staatsmänner und solche, die es zu sein glauben, ergreifen zu allen möglichen und unmöglichen Ge­legenheiten das Wort. Sie prahlen, sie höhnen, sie lügen, und können doch nicht die innere Unsicherheit verbergen, die bei ihnen das Ergebnis der harten Schläge unserer tapferen U-Boote auf den Meeren der Welt, des unerbittlichen Zupackens unserer un­vergleichlichen Luftwaffe und des zähen und aus­dauernden Ringens -unserer Armeen ist.

Diese innere Unsicherheit ist aber und bleibt em Zeichen des infernalischen Geistes, mit dem die feind­lichen Mächte gegen den ältesten Kulturkontinent grundlos zu Felde gezogen sind. Grundlos? Viel­leicht hoch nicht. Es liegt schon ein tieferer Grund in diesem vom Zaune gebrochenen Kriege, der, wie der Führer sagte, zu einer gigantischen Auseinander­setzung auf Leben und Tod geworden ist. Und dieser tiefere Grund ist der satanische Haß gegen den Geist der Kultur und der Sittlichkeit, der von Europa ausgegangen ist und die ganze Welt befruchte^ hat. Dse Träger dieses Hasses sind seit Jahrtausenden die Juden, denen nichts an einem geistigen und kul­turellen Aufbau der Welt liegt, die mir ein Ziel kennen, zu erraffen, zu verwüsten und zu morden, und das alles nur, um ihre Weltherrschaft zu er­richten und die Völker, die höheren Geistes sind, deren Wesen von Idealismus getragen ist, unter die Füße zu treten. Deshalb haben sie, wie der Füh­rer sagte, die Steppen des Ostens mobil gemacht und die Millionetz-Massen gegen den ältesten Kul­turkontinent anftürmen lassen. Deshalb haben sie sich zu einem Mitleid- und erbarmungslosen Kriege bereit gefunden, weil sie nur auf der Vernichtung alles des Großen, das die europäischen Kulturvöl­ker geschaffen haben, die Knechtung der Welt auf­bauen könnten. Erst wenn der Jude imstande ist, den Völkern die Seele zu nehmen, erst dann ver­mag er sein Reich zu gründen. Die lebenden Leich­name sind das Fundament, auf denen die jüdische Weltherrschaft nur sich aufbauen kann.

Der Geist der östlichen Steppen ist der Bolsche­wismus, das blutlose Gebilde fanatischer Iuden- gehirne. Der Kampf der Mächte der Ordnung in Europa gilt nicht bloß dieser Spottgeburt jüdischen Denkens, er gilt auch dem Urheber, dem Judentum selbst. Und mit diesem jüdischen Bolschewismus, der alles, was edel, gut und wahr ist, verneint, hat sich der Plutokratismus des Westens verbunden und

zeigt, seines Lehrmeisters wert, eine satanische Zer­störungswut, die alles Ausdenkbare übersteigt. Allzu deutlich hat dieser Bund von Bolschewismus und Plutokratismus bewiesen, wie die Welt aussehen würde, wenn beide siegen würden. Ja, es kann auch gar nicht zweifelhaft fein, daß der Sieg des Bolsche­wismus und der Plutokratien nur ein Ergebnis haben könnte, daß nämlich die Plutokratien von dem Bolschewismus aufgefreffen würden. Wenn also das Deutsche Reich und alle die Nationen, deren Ideal eine neue Ordnung ist, in treuer Bundesgenossen- schäft miteinander den Kampf gegen den Bolsche­wismus und Plutokratien auf sich genommen haben, so geschieht das nicht, um die Städte vor der Zer­trümmerung, die Kulturdenkmäler vor der Zer­störung, die Menschen vor Hunger und Elend zu schützen. Es geschieht und das sagte der Führer mit seinen ehernen Worten es geschieht, um die ewigen menschlichen Substanzen, von denen, seit grauen Vorzeiten alle Werte ausgegangen sind, die nicht nur Europa und Amerika, sondern- barüber noch weit hinaus der menschlichen Kultur überhaupt ihren heutigen Ausdruck gegeben haben und noch geben, vor Chaos und Vernichtung zu schützen.

Wie anders mutet der Ernst der Worte an, die der Führer zum Gedenken der Helden aus den Reihen Deutschlands und seiner Verbündeten fand, als jene Beratungen darüber, wie man am besten das deutsche Volk ausrotten und die Welt in ein Chaos verwandeln könne, Jdeengänge, um die sich einzig und allein das Denken unserer Feinde be­wegt" Wir müssen der Vorsehung dankbar sein, daß wir einen Führer haben, dessen Wollen Deutschland heißt und dessen Wesen deutsches Wesen ist. Darum ist unser Kampf von tiefem Ethos getragen, und aufrechten Hauptes können wir vor dem Urteil der Weltgeschichte bestehen. Darum können wir uns auch mit tiefer Dankbarkeit vor den 542 (XX) Helden ver­neigen, die dieser Krieg bisher von uns gefordert hat und die ihr Leben Hingaben, damit Deutschland lebe. Mit Recht sagte der Führer, daß alle diese Männer nicht vergeblich gefallen seien, sondern als unvergängliche Helden und Pioniere eines besseren Zeitalters in unseren Reihen für ewig weiterleben werden. Das ist auch unser fester Glaube, und der Dank, der aus diesem Glauben folgt, wird die Tat fein, die Tat, die uns den endgültigen Sieg sichern und damit Europa und die Welt vor dem Unter­gang bewahren wird.

Gesellschaftsordnung immun sind, "den Zusammen­bruch und damit ihr Ende erleben. Nicht vom nationalsozialistischen oder vom faschistischen Re­gime werden keine Fetzen mehr übrig bleiben, son­dern ein altes Weltreich wird sich in Fetzen auf- lösen. Die Sünde gegen das eigene und gleiche Blut wird sich verwandeln in einst zum Himmel schreiendes Elend und Unglück in diesen Ländern selbst.

Der Helden zu gedenken hat zu allen Zeiten nur der das Recht, wer sich vor ihnen nicht zu schämen braucht. Der Winter dieses Jahres hat aber das deutsche Volk nicht nur nicht zum Defaitismus ge­führt, sondern zu einer noch gigantischeren M o ° bilisierung aller seiner Kräfte. Ihr Einsatz findet zur Zeit laufend statt. Die Produktion von Kriegsmaterial ist in-dauerndem Steigen. Der Front strömen an jungen Soldaten, freigewordenen Männern und wiedergenesenden Soldaten Millionen zu. Alte Jahrgänge und junge Knaben werden zu­sätzlich die Abwehrwaffen der Heimat bedienen. Hun- derttousende und aber Hunderttausende Frauen und Mädchen sie dabei unterstützen. So verwandelt sich die deutsche Wehrmacht immer mehr in eine kämp­fende Nation.

Der Nationalsozialismus, der einst in einem er­bitterten Ringen ohne jemals auch nur den leisesten Gedanken an einen Kompromiß gehabt zu haben feine Gegner im Inneren niedergeworfen hat, wird heute und in Zukunft als führende Macht des Reiches auch mit seinen äußeren Gegnern fertig werden. Das Reich wird dabei unterstützt von jenen mit uns verbündeten Völkern, die von Europa bis Ostasien entschlossen sind, ihre blutsmäßigen Sub­stanzen genau so wie ihre kulturellen Werte zu ver­teidigen. Es hat Mitkämpfer, vor allem aber in jenen Nationen, die sich klar darüber sind, daß ihre eigene Zukunft nur im Rahmen einer Ordnung möglich ist, die gegenüber dem Bolschewismus als dem teuflischen Instrument der Zerstörung erfolg­reich standbält.

Je entschiedener diese Auseinandersetzung erfolgt, je kompromißloser sie geführt wird, um so lang- andauernder wird dann der Friede sein, dessen be­sonders unser Kontinent zur Heilung feiner Wunden bedarf. Ueber das Wesen dieser kommenden Zeit aber werden nicht jene Menschen bestimmen, die den Wert des vergangenen Friedens nicht erkannten und in ihrer geistigen Verblendung zum Kriege hetzten und damit ihre eigenen Völker dem Ruin entgegen­führten, sondern nur jene Staatsmänner, die es schon vor diesem Shriege verstanden haben, selbst bei bescheidenen irdischen Reichtümern für ihre Völker trotzdem ein hohes Maß sozialer und kultureller Leistungen zu erzielen.

.Es wird daher die Zukunft der wahren Kultur«

Völker weder jüdisch-bolschewistisch noch jüdisch-kapi­talistisch sein, sondern sie wird im Dienste der na­tionalen Interessen überall immer mehr der wah­ren Volksgemeinschaft als höchstem Ideal zustreben. Der deutsche nationalsozialistische Staat, dem diese Zielsetzung von Anfang an zu eigen war, wird nach diesem Kriege erst recht unermüdlich an der Verwirklichung eines Programms arbeiten, das in feiner letzten Konsequenz zur völligen A u s lös chun g der Klassengegensätze und zur Herstellung einer wahren sozialistischen Gemein­schaft führen muß.

Damit werden die 542 000 IRänner, die dieser zweite Weltkrieg bisher von uns an Toten ge­fordert hat, nicht vergeblich gefallen fein, sondern als unvergängliche Helden und Pioniere eines besseren Zeitalters in unseren Reihen für ewig weiterleben. Der Allmächtige, der uns durch alle Prüfungen hindurch feinen Segen nicht versagt und die uns innewohnende Kraft dadurch gestärkt hat, möge uns daher auch in Zukunft feinen Beistand geben, um das zu er­füllen, was zu tun wir gegenüber unserem Volke bis zum Siege schuldig sind. Damit verneigen wir uns wieder in Ehrfurcht vor den toten Ka­meraden, vor den um sie trauernden Angehö­rigen, vor den hingemordeten Männern, Frauen und Kindern in unserer Heimat und all den Opfern unserer Verbündeten.

Nach den Worten des Führers werden die Fahnen ausgenommen, machtvoll ertönen die Lieder der Nation. Während der Führer und seine Begleitung noch eine Sonderausstellung von Trophäen und Bildern aus dem Mittelabschnitt der Ostfront be-- sichtiqen, verlassen die Ehrengäste das Zeughaus, um sich zu dem Ehrenmal Unter den Linden zu be­gaben.

Oie Kranzniederlegung im Ehrenmal.

Vor dem Ehrenmal sind Doppelposten aufgezogen. Don zwei hohen Masten weht die alte und die neue Kriegsflagge, Verwundete dieses Krieges sowie Kriegsbeschädigte des ersten Weltkrieges haben in ihren Krankenfahrstühlen auf der Westseite Ehren­plätze eingenommen. Auf dem weiten Vorplatz ist mit Musikkorps und Spielleuten ein aus je einer Kompanie des Heeres, der Kriegsmarine, der Luft­waffe und der Waffen-^ bestehendes Ehrenbatoil- Ion angetreten, an dessen rechten Flügel sich nach der Feier im Zeughaus der Fahnenblock mit 60 Fahnen der alten und neuen Armee gesetzt hat.