Llnser Weg zum Sieg: Die Bee des Führers
Wir werden siegen, weil Adolf Hitler uns führt.
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Das Heer rüst die Jugend!
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schloß Kreisleiter---_
der Versicherung, daß die Heimat alles zur Stärkung unserer Front tun und dadurch an der Erringung des Sieges michelfen werde.
Wäsche tm Freien während der Äbend- und Nachtstunden, sei es auf Hosen, Vleichplätzen, Dachgärten oder Dalkonen, verboten ist. Die weiße Wäs^ muß, auch wenn sie noch nicht trocken geworden ist, mit Einbruch der Dunkelheit innerhalb des Hauses unterbracht werden.
siziersbewerder des Heeres" oder an das zuständige Wehrbezirkskommando. Auskünfte erteilen die Annahmestellen und ihre Nachwuchsoffiziere sowie alle Wehrbezirkskommandos.
Beratungen beim Arbeitsamt
auch am Abend und an Sonnlagen.
NSG. Das Landesarbeitsamt Hessen teilt mit:
Dienst. , .
Solange wir unsere Nahrung zubererten, mei weiche und gekochte Speisen zu uns nchmen und mundgerechte" Dissen verabreichen, kommen wir ohne Zahnpflege nicht aus. Bereits mit dem dritten Lebensiahr können unsere Kinder mit der wstema- tsscheu Zahnpflege beginnen. Der Erfolg wird der sein daß die Zahngesundbeit immer mebr erhalten wird. Vergessen wir nie die bedeutsame Erkenntnis 'der modernen Zabnheilkunde. daß ein reiner Zahn nicht zugrunde geht. Dies in die Tat EZmeßen, ist jeder zu feinem Teile berufen und verpflichtet.
Dr. Holzhauer.
Wäsche nachts hereinnehmen.
Verschiedene Beobachtungen zwingen zu dem erneuten Hinweis, daß das Hängenlassen weißer
Wie einst die innerpolitischen Gegner, so wundero sich heule die feindliche Welt über die Ursache unserer Kraft, und sie suche Überall nach des Rätsels Lösung. Diese Lösung sei aber sehr einfach.. Unsere Kraftquelle sei allein der unbedingte Glaube an die Idee Adolf Hitlers, die alle deutschen Menschen stark mache. Aus diesem Glauben und aus der Treue zum Führer allein komme die Unüberwindlichkeit der Gefolgschaft Adolf Hitlers. Einst war die SA. als Trägerin des Kampfes der Partei nur deshalb fo stark, weil Adolf Hitler sie führte, und wenn heute unsere Soldaten gegen die feindlichen Armeen Sieg auf Sieg erringen und unsere Feinde auch befieaen werden, dann nur, weil sie einen Mann an her Spitze haben, der Adolf Hitler heißt und dem sie blindlings vertrauen und folgen. Um diesen Glauben an die Idee und die daraus erwachsene Kraft zu verstehen, müsse man allerdings nur Deutscher sein. Das deutsche Volk habe das Glück, daß es in der Idee des Führers eine wahrhaft revolutionäre Idee besitze, und in dem Führer den Mann fein eigen nenne, der diese Idee verkörpere. Wie einst die alten Kämpfer der Bewegung ^von fanatischem Glauben an die Idee erfüllt waren, so sei unser Volk in diesem Kriege eine fanatische Gemeinschaft des Glaubens an die Idee des Führers. Wenn unsere Feinds auch zahlenmäßig überlegen feien, unser Glaube an die Idee Adolf Hitlers und unsere Treue zu ihm und zu dem von ihm geführten Deutschland werde uns immer überlegen machen und uns den Sieg über alle unfeye Feinde erringen lassen.
Nach dem langanhaltenden stürmischen Beifall schloß Kreisleiter Backhaus die Kundgebung mit
Aus -er Siadi Gieherr.
Dein bester Zahnarzt — du selbst!
Dem modernen Menschen steht zur Zahnpflege die Zahnbürste zur Verfügung, der als Universalmittel zur Säuberung des Mundes größte Bedeutung zukommt. Jeder sollte regelmäßig seine Zähne putzen, nachdem alle Schäden an seinem Gebiß beseitigt worden sind, und er wird an seinem Teil dazu beitragen, neue Schäden zu verhindern.
Aus der Vielzahl der Meinungen über die beste Anwendung der Zahnbürste hat sich allmählich eine' eine Auffassung herauskristallisiert, die als die sinnvollste und zweckmäßigste angesehen werden muß. Danach fol£ die Bürste beim Putzen stets so geführt werden, daß sie sich vom Zahnfleisch zur Zahnkrone bewegt und auf diese Weise die Speisereste aus den Zahnzwischenräumen hervorholt. Völlig verkehrt ist es, in horizontaler Richtung an den Zahnreihen entlangzuscheuern. Soweit man bei diesem Vorgehen Beläge löst, treibt man sie in die Zwischenräume hinein, wo sie haften bleiben und vergären. Verkehrt ist auch zu starker Druck auf die Bürste, da die Beläge schon bei leichter Handhabung sich lösen wie der Staub miter einem Pinsel. Schwierigkeiten in der Handhabung werden dadurch überwunden, daß man nicht streng senkrecht bürstet, sondern mit leicht kreisenden Bewegungen, wie bei der Kolbenstange einer Dampfmaschine. Wer ein übriges tut unb mit dem Zahnstocher die groben Nahrungsrückstände entfernt, der übt die Zahnpflege nahezu vollkommen aus.
Voraussetzung für eine sinnvolle Zahnpflege mit der Bürste ist zunächst, daß jeder feine eigene Dürste besitzt. Die „Familienzahnbürste", die reihum von allen Familienmitgliedern benutzt wird, bringt, da sie stets mit Schleim und Bakterien verunreinigt ist und somit massenhaft Krankheitskeime überträgt, mehr Schaden als Nutzen. Wichtig ist ferner, daß der Bürstenkörper nicht zu groß ist, da sonst die durch Kaumuskeln beengten Backenzähne nicht gereinigt werden können. Selbstverständlich sollte fein, daß die Bürste nach dem Gebrauch zumindest unter fließendem Wasser gut ab gespült und an der Lust zum Trocknen aufgehängt wird. Die Auswahl m der Härte der Borsten hat sich nach der Empfindlichkeit des Zahnfleisches zu richten; zu harte wie zu weiche Borsten sind gleichermaßen schädlich und in ihrer Wirkung unvollkommen.
Zur Beschleunigung des Einsatzes der Meldepflichtigen und sonstigen Personen hat der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz Ungeordnet, daß ab sofort — vorerst bis Mitte März — in allen Arbeitsämtern und in ihren Nebenstellen auch am Spätnachmittag und Abend bis 21 Uhr und an Sonntagen zwischen 9 und 15 Uhr Arbeitsberatun gen und Einweisungen in Arbeit stattfinden. Wer, für diese Zeit zum Arbeitsamt vorgeladen wird, muß deshalb auch zu diesen Terminen der Vor-
Glück aus, Renate!
Roman von Ernst Drau.
3. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
Terbrüägens Arbeit galt ausschließlich dem sichtbaren Erfolg, dem zahlenmäßigen Endergebnis.
Dar, als wollte er jeden Augenblick „3 na veiß beweisen können, wie es unter seiner teitu g ! ergauf ging. Er steckte keinen Pfennig in 3er?, der sich nicht entsprechend rentierte ganz leichgültig, ob es sich habet um Menscheti oder Maschinen handelte. Er war ein kalter Rechner, M fehlte die Liebe zu seinem Wer, das Gefühl ür die innere Schicksalsoerbundenheit mit all Den ielen anderen, denen die Zeche Hammerkott - ensmöglichkeit gab, die auf Gedeih und Verderb niteinander verbunden waren.
Cs geschah häufig, fast täglich s°g°r. d°ß> D'rek. at Terbrüggen in diesem oder jenem Wfchmtt der 3rube unter Tage erschien. Aber er kam dann n ch , m den Leuten dort unten zu zeigen, daß er emer er Ihren war, daß er die Gefahren der Tiefe mit hnen teilen wollte. Sein Gegengruh aus .dav ,Muck -ufr der Steiger und Kumpels zeigte immer: nur venig Verbundenheit, seine fch^rf umhersp h 3lick§ galten weniger dem im dunkel der chassendeu Menschenbruder. Seine Augenputzen vor liem den Fortschritt de- Abbaues, das V°rttetb°n teuer Strecken, die Zahl der vom Füllort laufenden 3agen. Er kontrollierte die Schlepper, ob 3agen das volle Gewicht hatten, er rechnet Pmm-rhäu-rn vor, daß sie beim Streckenverbau -Hier Meinung nach zuviel ^olz verbrauchten. E- Tagte in allen Dingen zuerst nach den Kosten, den ! möglichen Einsparungen an Material und L >h - konnte jeden Schacht, lebe Sohle, leben Qu^ chlag, er konnte die Arbeit der Hauer und Schlep-
General Catroux gab in Kairo bekannt, daß er um „ständigen Verbindungsoffizier" zwischen den !: Gaulle-Franzosen und General Giraud ernannt [Mjrtien ist.
Kunst und Wissenschaft.
Hochschulnachrlchlen.
Dozent Dr. Theodor Schieber, der seit Som- imr 1942 mit der Vertretung des Lehrstuhls für
■euere Gescktzchte an der Universität Königsberg beitragt war, ist zum o. Professor ernannt worden. Wieder wurde 1908 in Dettingen (Bayern) gebo- !*n Er studierte in München uvd Berlin und pro- itoDierte 1933 in München. 1939 habilitierte er sich ti Königsberg. Er ist Herausgeber der „Altpreu- jischen Forschungen":»— Der Ordinarius für Pharmakologie an der Universität Leipzig, Dr. mea. et jhil. Oskar Gros, ist auf feinen Antrag von den antlichen Verpflichiungen entbunden worden. Gros wurde 1877 in Werneck (Unterfranfen) geboren. Er
; fixierte in Würzburg und Leipzig, promovierte ,901 in Leipzig und habilitierte sich auch dort 1909
[ 1315 wurde er n. b. a. o. Professor und halb daraus ls Ordinarius nach Halle berufen. Spater,lehrte er
! !I Köln und Siel und folgt« 1925 dem Rm auf den i leipziger pharmakologischen Lehrstuhl. — Im Alter
:on 42 Jahren starb der Direktor der Universttats- Sternwarte Posen Prof. Dr. Joachim Stobbe och einem schweren Leiden. Stobbe wurde m omv ’tmünbe geboren. Er absolvierte feine Studien m
- Berlin, war Kriegsfreiwilliger in einem Biomer- lotaiüon, und nahm an der Niederwerfung kommu- istischer Unruhen teil. Nach längerer Tätigkeit an
| ler Universitäts-Sternwarte in Berlin-Babelsberg | am er 1925 an die Hamburger Sternwarte Er l ing dann an die Kieler Sternwarte und ncchm 1929 I m der Sonnenfinsternis-Expedition nach Thallano I :*& 1931 habilitierte er sich m Kiel, 1938 wurde er I " eiter der Uebungsabteitung an der Unwersttats- I Sternwarte Berlin-Babelsberg unb 1939 außer plan- I mäßiger Professor an der Universität Berlin. 194p I aurbe er Direktor der Universitäts-Sternwarte tn I ^ofen. ____
Lorbereitungsdienstes um sechs Ntonate vor, Lnll her Referendar nach Kenntnissen, Fähigkeiten
Leistungen hinreichend vorbereitet ist und durch inen Kriegswehrdienst einen über die gewöhnliche huer seiner aktiven Arbeits- und Wehrdienstpflicht Ausgehenden Ausbildungsoerlust von wenigstens j. Monaten erleidet. In Einzelfällen —' etma für -.chlich besonders geeignete Referendare bei heroor- Ugenber Bewährung unb Auszeichnung vor dem q»,nde — kann der Minister weitere Abkürzungen tzwilligen. In der Prüfung soll bei der abschließen-
Bewertung auch die Gesamtpersönlichkeit des Kriegsteilnehmers nach einheitlichen Grundsätzen würdigt werden. Deshalb wird die Prüfung irmdsätzlich vor dem Reichs-Justizprüfungsamt in z^lin von Prüfern abgenommen werden, die selbst Sontfolbaten sind. Sie besteht aus drei sachlichen jüf icytsari)eiten, aus einer Hausarbeit mit Bear- bitungsfrift von zwei Wochen und aus der münd- lÄen Prüfung mit einem Aktenvortrag. ^Die erst- küig nicht beftamiene Kriegsteilnehmerprüfung gilt c- nicht unternommen und kann in der gleichen Sri einmal, bei erneutem Mißerfolg ein zweites I ; al wiederholt werden. Bestimmungen über Neu. hgelung unb Abkürzung des Studiums für die llegsdienstleiftenden Rechtsstudenten, find in Vor- treitung.
' Kleine politische Nachrichten.
Reichsmarschill Göring sandte Ritterkreuzträger s {oerftleutnant Trautloft, dem Kommodore eines Jagdgeschwaders, das am 19.2. mit dem Abschuß pn 33 Sowjetflugzeugen die stolze Zahl von über M Luftsiegen erreichte, aus diesem Anlaß ein !nertennungsfd)reiben. *
In Italien wurde ber Jahrgang 1925 zur Muste- ^irg, auf gerufen.
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Aus einem Geleitzug versenkten japanische Flug- aige östlich der zur Salomonen-Gruppe gehören-
Insel San Christobal am 17. Februar zwei 'indliche Zerstörer sowie einen großen Trans» srter. Die eigenen Verluste werden mit drei Flug- tagen angegeben.
Auf Einladung des Reichspressechefs erläuterte fcr mit wichtigen Aufgaben der totalen Kriegfüh- mg betraute General der Infanterie von Unruh m der Presse bas ihm gesteckte Ziel, jeden irgend- rie entbehrlichen kriegstauglichen Mann für die ront, jede verwendbare Kraft für die Kriegswirthaft frei zu machen. Die von ihm gegenwärtig ^rchgeführten Maßnahmen werden ber Wehrmacht - :>rabe im jetzigen Zeitpunkt neue Kräfte in bebeu- 'nöem Ausmaß zuführen.
per, der Zimmerhäuer und Schrämmeister, Maschinisten und Bremser'beurteilen, wie nur em Mann, der selbst jahrelang unter Tage gearbeitet hatte. Das von ihm ausgeklügelte Lohnsystem h^te aus jedem einzelnen das letzte heraus. Kein Wunder, wenn er dabei finanzielle Erfolge erzielen konnte. Aber auch kein Wunder, daß feine Kontrollgänge nicht sehr geschätzt waren, und daß hier unb dort Stimmen laut wurden, die vor einer allzu straffen Führung warnten. Die Steiger, Betriebsleiter und Obleute hatten häufig genug Gelegenheit, vermittelnd einzugreifen. Auch Werner Hellingrach wußte ein Lied davon zu singen.
Aber bas waren schließlich gewohnte Begleiterscheinungen des täglichen Einerlei geworden, an die er weniger dachte, als er jetzt über das Zechen- aelände schritt und dem Fördertum von Schacht III wftrebte. Vielmehr beschäftigte ihn die Frage, was für ein sonderbares Verhältnis da zwischen dem Direktor und seinem Privatsekretär herrschte, -schade, daß es ihm nicht gegeben war, sich hinzustellen und zu horchen. Wer weiß, was er da noch zu Horen bekommen hätte. Aber- war er trotzdem nicht unfreiwillig Zeuge gewesen, wie Terbrüggen geschrien hatte- Ich wußte nicht, wer mich daran hindern könnte' Und war es nicht Meinders Stimme gewesen die diesem lauten Aufgebehren em ruhiges, bestimmtes „Ich!" entgegengesetzt hatte? Umgekehrt hätte man eine solche Situation schließlich noch verstehen können. Aber ein Privatsekretär, der seinem Chef in dieser Weise begegnen durfte ... nein, Hel- linqrath schüttelte immer wieder den Kops, da stimmte etwas nicht. Hier mußten sehr, sehr dunkle Zusammenhänge bestehen, in die hineinzuleuchten sich bestimmt lohnen würde. Es war Hellingrach auch nicht entgangen, daß Terbrüggen gegen ihn selbst etwas Unerfreuliches im s-inne gehabt hatte, was Meinders durch fein wiÄerholtes Eingreifen verhindert hatte. Mochte dieser dabei noch so vorsichtig zu Werke gegangen fein, er hatte gute Augen und Ohren, tmb vor allem ein untrügliches Gefühl
Adolf Hillers immer das Richtige und Beste für unter Volk erstrebt habe, fei' sie früher von Marxisten und Kommunisten bekämpft worden. Und weil der Nationalsozialismus bas deutsche Volk aus jenep Jahren ber Erniedrigung wieder emporgeführt habe, werde unser Reich heute von außen her bekämpft. In beiden Fällen aber komme als Triebfeder das internationale Judentum in Betracht. Deshalb taten wir recht, auch den jetzigen Kampf als Nation also zialisten zu kämpfen. -
Keine andere Bewegung als die des Führers habe einst Deutschland vor dem Bolschewismus retten können. Bei der Machtergreifung habe ber Zeiger der Uhr bereits auf 5 Minuten vor 12 Uhr gestanden. Die NSDAP, habe jenen Kampf als Trägerin einer revolutionären Idee geführt und als solche kämpfe sie heute mit dem ganzen deutschen Volke gegen die äußeren Feinde. Bei ihrem früheren Kampfe sei jeder Gefolgsmann von unverbrüchlichem Glauben an die Richtigkeit der Idee' des Führers erfüllt gewesen und dadurch für den Kampf stark geworden. Dieser vorbehaltlose Glaube erfülle heute unser gesamtes Volk und mache es unüberwindlich. Wie einst in der SA., so müffe und werde heute einer dem anderen beistehen im Kampfe und sich dadurch als Nationalsozialist und mir allesamt als Gemeinschaft bewähren. Die ersten Gefolgsmänner des Führers, ein kleines Häuflein, feien Habenichtse gewesen, denen eine gewaltige Uebermacht ihrer Gegner gegenübergestanden habe. Dennoch hätten diese Habenichtse allein durch ihren Glauben an die Idee Adolf Hitlers den Sieg errungen. Unser Volk fei ebenfalls ein Habenichts im Vergleich zu unseren Feinden mit ihren gewaltigen Besitztümern. Aber wie damals im Lande die Gegner der NSDAP, überwunden worden feien, so würden auch in diesem Kriege unsere Feinde niedergerungen werden.
In der überfüllten Aula, in der sich viele nur mit einem Stehplatz begnügen mußten, sand am Samstagabend eine große Kundgebung der Gießener Bevölkerung statt, zu der die Partei aufgerufen hatte. Nach der Eröffnung durch den Kreisleiter Oberbereichsleiter B a ck h a u s und dem gemeinsam gesungenen ersten Vers des Liedes „Volk ans Gewehr" sprach der Reichsredner
Prinz zu Schaumburg-Lippe unter lebhafter Spannung feiner Hörer, die feine Worte oft mit starkem Beifall unterstrichen. Einleitend verwies er auf die jüngsten Reden der füh- renben Männer der Partei, die dem Volkern aller Offenheit unsere Sage geschildert und aufgezeigt hätten, wo wir stehen. Er gab bann eine eindrucksvolle Gegenüberstellung ber Jahre des innerpolitischen Freiheitskampfes der NSDAP, und der jetzigen Zeit des Ringens gegen die äußeren Feinde unseres Reiches und Volkes. Diese Parallele leitete er ein mit einer persönlichen Erinnerung, die ihm nach seinem (Eintreffen in Gießen bei einem Besuche am Grabe des früheren Gießener SA.-Stan- dartenführers Graf Solms-Laubach gekommen fei und ihm ins Gedächtnis zurückgerufen habe, wie klein doch damals in der ersten Zeit ber Bewegung die Schar jener SA.-Männer war, die durch ihren unverbrüchlichen Glauben und ihre Opferbereitschaft ein Rad in Bewegung setzten- das niemals wieder zum Stillstand kommen sollte. Ihr Ausgangspunkt war der felsenfeste Glaube an die Sendung Adolf Hitlers, und dieser Glaube führte die damals kleine Schar von Sieg zu Sieg, die Nee Adolf Hillers erfüllte immer mehr mehr Menschen und führte zur Machtergreifung durch Adolf Hitler.
In jenen Jahren habe die Bewegung nicht gegen andere deutsche Menschen gekämpft, sondern sie habe sich immer bemüht, diese Volksgenossen zu gewinnen. Der Kampf habe immer nur dem einen Gegner gegolten: dem internationalen Judentum, das die deutschen Menschen verhetzte und gegen die NSDAP, als Vorspann benutzte, während der Jude immer nur die Zerstörung alles Deutschen im Auge hatte. Heute fei unsere Lage ähnlich wie damals. Derselbe Gegner wie einst, nämlich das internationale Judentum, kämpfe wiederum gegen unser Volk und Reich. Der Unterschied gegen früher sei nur der, daß der Jude heute ganze Völker gegen uns vorschicke und ein Volk gegen bas andere ausspiele, die anderen Völker nur als Mittel zum Zweck, als Werkzeug für feine Politik des infernalischen Hasses gegen Das nationalsozialistische Deutschland betrachte.
Der Redner gab bann eilte interessante persönliche Erinnerung bekannt, aus der die eiaentkichen Ursachen des jetzigen Krieges gegen uns ersichtlich waren. Er berichtete von dem Besuche eines englischen Bankers in Berlin in der Zeit vor dem Kriege. Dieser Engländer, der durchaus ablehnend' gegen den Na- tionalfozialismus eingestellt mar, wurde von dem Redner in dienstlichem Auftrag an zahlreiche Stätten des nationalsozialistischen Aufbaues geführt, um ihm zu zeigen, welche guten Früchte das Aufbauwerk nach der Idee unseres Führers damals bereits gebracht hatte. Der Engländer mußte sich unter dem Eindruck des Geschauten und Erlebten schließlich zu dem Eingeständnis, bequemen, daß diese 1 Aufbauarbeit gut und anerkennenswert fei, er fügte aber hinzu, gerade die Tatsache, daß bas beutsche 1 Volk mit ber Idee Adolf Hitlers auf dem rechten 1 Wege sei und dadurch besseren Zeiten entgegengehe, ■ bedeute für England nur eine Antwort, und die ‘ heiße Krieg. Weil die NSDAP, mit der Idee
Obwohl die Zahnpasta sich wegen ihrer bequemen Benutzung und ihres angenehmen Geschmackes großer Beliebtheit erfreut, ist sie doch zur Pflege der Zähne nicht unumgänglich notwendig. Gleiche Dienste tun gutes Zahnpulver ober fein zermahlene Schlämmkreide. Man hüte sich nur, Zigarrenasche, pulverisierte Holzkohle oder ähnliches als Putzmittel zu benutzen. Bei diesen Hausmitteln" ist die schleif- wirkung so groß, daß sich bald Defekte am Schmelz zeigen. Wenn kein geeignetes Putzmittel zur Hand ist, begnüge man sich nrU der leicht angefeuchten Zahnbürste. Zahnerfatzträger müssen felbstverstand- lich vor der Reinigung den Zahnersatz entfernen, da sonst eine geordnete Pflege des Gebisses nicht möglich ist.
Eine angenehme Beigabe zur täglichen Zahnpflege ist lauwarmes Wasser. Zu heißes oder zu kaltes Wasser schädigt die Zahnharigewebe, sprengt ferne Risse und Sprünge in den Schmelz und schafft so Retentionsstellen für Speisereste unb neue Brutstätten für Bakterien.
Dein bester Zahnarzt — du selbst! Diese Feststellung hat Do zellt Dr. Schwarz getroffen und sie im Sinne der Vorbeugung und persönlichen Hygiene gemeint. Möglichst nach jeder Mahlzeit greife man zur Zahnbürste. Am wichttgsten aber ist bie Zahnpflege abends nach der letzten Mablzeit, weil in ber Nacht der neutralisierende Speichel zu fließen aufhört und die Zunge die Reinigungsbew^ttaen ein- stellt. Wer darum nach der abendlichen Gebißr^im- qung noch ißt ober seinem Kind das Einschlaren durch Verabreichung eines Bonbons ^aubt erleichtern zu müssen, erweist den Zähnen einen schlechten
ür bie Dinge, hinter denen offensichtlich eine unbekannte Gefahr lauerte.
Eigentlich ist es ein wahrer Jammer, daß solche Menschen hier das Heft in der Hand haben, dachte er im Weftergehen, während fein Blick über die ausgedehnten Anlagen der Zeche Harnmerkott ntit ihren wuchtigen Fördertürmen, qualmenden Schornsteinen, die vielen rauchgeschwärzten Hallen und Gebäude der Kokereien mit ihren eisernen Brücken und Laufkränen dahinglitt. Alles war erfüllt von dem Gelärm emsigen Lebens und Treibens, die von Rauch und Qualm gesättigte Luft zitterte unter dem heißen Atem der Atbeit, Tausende von Händen fleißiger, pflichtgetreuer Menschen schafften hier oben und unsichtbar unter der Erde, den meisten von ihnen war bie Zeche Nährmutter und Heimat zu- gleich. Nur ber Mann, der vom Schicksal berufen war, Kopf und Herz dieses vielgestaltigen Werkes zu fein, er ließ sich nur gelegentlich sehen, er lebte anderen Interessen, die weitab lagen von dem, was ihn natürlicherweise an dieses Stück Erde fesieln sollte.
Die großen internationalen Automobilrennen auf der Avus in Berlin waren in vollem Gange.
Die Prüfungen der kleinen und mittleren Wagen mar^n?bereit5 beendet, man hatte bie Sieger entsprechend gefeiert, unb alles blickte nun gespannt auf die großen, schweren Maschinen, bie eigentlichen Helden dieses Tages, die jetzt langsam aus ihren Boxen an den Starhllatz rollten.
Eine Reche von wuchtigen Kolossen, weiß, grau und silberglänzend, standen sie wie sprungbereite Tiere nebeneinander und warteten, auf bas Flaggenzeichen des Starters, das chnen den Weg frei- geben sollte.
Walter Hammerkott hob noch einmal grüßend die Hand zur Tribüne hinüber, wo Renate am Gitter lehnte und chm leuchterchen Auges zuwinkte. Dann fiel die Flagge, die Motoren heulten au^ rmd in
kurzen Abständen ging das Feld auf bie fünfzehn Runden lange Reise.
Renates Augen folgten erregt dem Wagen des Vaters, bis er in der langen Geraden im Rudel ber anderen Fahrer verschwunden war. Sie war mit vollem Bewußtsein stolz darauf, die Tochter des sieggewohnten Mannes zu sein, dessen Name hier in aller Munde war, und der nach dem Urteil ber Menge die besten Aussichten hatte, auch dieses Rennen an sich zu bringen, das bxi ber scharfen Konkurrenz die höchsten Anforderungen an Menschen und Maschine stellte.
Die Spitzengruppe hatte soeben die erste Runde in rasendem Tempo durchjagt. Harnmerkott lag an dritter Stelle, als aus dem trüben Gewölk der chon feit Stunden drohende Regen in heftigen Güft en herabfiel. Renate flüchtete mit den anderen unter das schützende Dach ber Tribüne, und aller Augen ahen besorgt auf bie Bahn, bie sich rasch in eine endlose Reihe von Pfützen verwandelte. In breiten Strahlen peitschten bie dahinjagenden Maschinen das Wasser nach allen Seiten, der aufgeweichte Boden wurde glitschig und erheischte doppelte Vorsicht. Wagen und Fahrer waren im Augenblick von einer triefenden, grauen Schmutzschicht überzogen. Aber unbeirrt setzten sie ihre Reise fort, und ebenso unbeirrt umstanden auch die Tausende von Menschen die Bahn, denen eine 'Tribünentarte unerschwinglich war, deren Sportbegeisterung aber auch der strömende Regen nicht viel anhaben konnte. Sie hatten an dieser ,,'Wasserpcmtomine" sogar ihre Helle Freude, und manches herzhafte Witzwort flog hinüber unb herüber.
Wieder schossen die Wagen der Svihenfahrer an ber Zieltribüne vorüber. Nummer 8 Hammerkott hatte sich etwas nach vorn geschoben. Seite an Seite mit dem an zweiter Stelle liegenden Franzosen Chiron raste er auf der entfesselten Maschine dahin, beide nur wenige Meter hinter dem führenden Italiener Nuvolari.
(Fortsetzung folgt)
Angehörige des Geburtsjahrganges 192 6, die sich für die aktive Offizier-Laufbahn des Heeres bewerben wollen, können ihr Bewerbungsgesuch jederzeit einreichen. Angehörige des Geburtsjahrganges 19 25, die sich jetzt noch bewerben wollen, müssen ihr Gesuch sofort einreichen. Nur für diejenigen Bewerber, deren Gesuch rechtzeitig vorliegt, ist bie Verwendung im Heere sichergestellt. Es kommen nur Bewerber in Frage, die nach Charakter und Leistungen versprechen, deutschen Soldaten einmal Führer und Vorbild sein zu können. Bewerbungs- muo utsijuiv o“ gesuche sind zu richten an die dem Wohnort des ladung Folge leisten. Auch andere Meldepflichtige Bewerbers nächstgelegene „Annahmestelle für Of-!und sich freiwillig meldende Personen, die zum so-


