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Geologie. In der schweren Zeit 1922/23 war er
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„Jawohl, Herr Kommissar! Wir fahren fort ab!"
Stallings! — Zustand der Künstlerin los ..." Er sah verwundert auf. „Nun sehr bedauerlich, aber —"
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31.12. Uhr 8.11 15.55
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6.3). Alfred' Luce (Eschborn bei Ffm.) für seine cngjährige Tätigkeit im alten Reichsbund der Pyila' elften, für seine Mitarbeit am Handbuch der Bries- irnrfentunbe und beim Aufbau der Organisation
storben. Er war auch schriftstellerisch und verlege- jsch tätig. Ein besonderes Verdienst erwarb er sich ird) die Herausgabe der „Tempelklassiker"; er war
Das mässen Sie schon mir.überlassen!" erklärte stsl gereizt. ,Zch verlange jedenfalls, daß «re ugendlicklich mit dem Kommissar telephonieren!
Ohne weitere Fragen zu stellen, trat Raucheisen an den Fernsprecher und rief das Krankenhaus an, das Axel ihm genannt hatte. Er ließ sich mit dem leitenden Arzt verbinden und fragte, oo Frau Stallings vernehmungsfähig sei.
Der Arzt gab anscheinend einen längeren Be- richt, denn eine Weile hörte Raucheisen schweigend zu.
,Lch danke Ihnen sehr!" sagte der Kommissar endlich und legte den Hörer auf. Er sah sehr ernst aus.
„Nun?" fragte Axel nervös.
Räucheisen zuckte die breiten Schultern:
»Zu spät, Herr Holm! Frau Stallings ist bereits
von benr eugs, bQ3‘ Budapp Agnaten, "ergessm tt es zuy
.Verzechung!" murmelte Steputat.
.Ich muß sofort den Kommifsar Raucheisen
-iLchen!" rief Axel erregt. „Können Sie ihn her- n-ufen? Es ist ungeheuer wichtig!"
.Warum? Wenn Sie etwas zur Sache mttzu-
uttyieu'ben Schritt unb wandte sich schnell iti. Er winkte den Mann ans Gitter und kaufte
; seine ß* x Äiinfttlti» fünfen d:i ebztgjähchi i „Aus d«i robe M
24.1. Uhr 7.54 16.30
Aber geben Sie gut auf Herrn Holm Obacht, Ste- putat! Sie haften für iyn! — Alles klar?"
entzückt. Da die kleine Tänzerin eine nette Freundin hat und ihr gutherziger Beschützer einen energischen Freund, finden sich zwanglos die unumgänglich notwendigen Partner zur Berichtigung der vorschnell getroffenen Entschlüsse, und nach einem abgesagten Verlobungsessen für vierundzwanzig Personen, nach verschiedenen Küssen, verschiedenen Ohrfeigen und ganz erstaunlichen Zwischenfällen auf der Eisenbahn und beim Wintersport ist es so weit, daß die für einander bestimmten Paare sich gesunden haben und außerdem die Tänzerin noch einen, diesmal minder improvisierten Erfolg in der neuen Revue erzielt. Das Drehbuch von Johann von Vaszary und Georg Jacoby (unter Mitarbeit von Kurt Bortfeld und Herbert Witt) sieht so aus, als ob es geradezu für Marika Rökk geschrieben sei: es gibt ihr Gelegenheit, ihre vielseitigen Talente als Revuestar und als routinierte Steptänzerin zu entfalten — wie bei manchen früheren Gelegenheiten auch; außerdem aber, das ist eine neue Note, erweist sie sich als halb trockene, halb exzentrische Komikerin, deren Wirkung teils auf die Situation zielt, teil aus dem Dialog kommt und jedenfalls das Publikvm in die heiterste Stimmung versetzt, zumal ihr in Viktor Staat ein Partner von männlicher Geduld und eigensinniger Zielstrebigkeit zur Seite steht. Sehr drollig wirken auch, jeder auf feine Weise, in diesem von Harald Braun mit beträchtlichem Aufwande inszenierten Durcheinander, Hans Brausewetter, Aribert Wäscher, Günter Lüders und Ursula H e r k i n q. Mady Rabl, eine kleine, zärtliche Freundin, und Paul Henckels, ein gemütvoller, älterer Kollege vom Bau vervollständigen das spielfreudiae Ensemble. Franz Grothe schrieb die Musik dazu. (Ufa.) —
Im Beiprogramm gibt es die Wochenschau, eine Belehrung über Luftschutz und farbige Bilder aus Würzburg, Veitshöchheim, Schwetzingen und Salzburg. Hans Thyriot.
,3)err Kommissar, setzten Sie sich Frau Stallings in Verbindung! Sie muß bestätigen, wo ich mich in der vergangenen Nacht aufgehalten habe! Aber bitte, beeilen Sie sich — bevor es zu spät ist!"
gleituna des Kriminalsekretärs Steputat Rauch, eisens Dienstzimmer.
Auf einen Wink seines Vorgesetzten zog Ste. putat sich sofort zurück, und Raucheisen wandte sich an Axel:
„Nun, Herr Holm, was haben Sie mir mitzu- teilen?"
„Zu langen Erklärungen ist jetzt keine Zeit, Herr Kommissar!" rief Axel in äußerster Erregung. Er zog eine Zeitung aus der Tasche und hielt sie dem Kommissar hin:
„Hier, bitte, lesen Sie!"
Raucheisen las laut vor:
„Selbstmordversuch der Schauspielerin Brigitte
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!?rtin und leitete später als Generaldirektor die iebeckschen Montanwerke in Halle. 1927 trat er in ren Aufsichtsrat über. Die T. H. Berlin ernannte n wegen seiner Verdienste um den mitteldeutschen raunkohlenbergbau zum Ehrendoktor, die Univer- öt Halle-Wittenberg zu ihrem Ehrenmitglied.
Aus aller Wett.
Bestrafte Fahrlässigkeit.
oi3“ h inben übt >lle spiel! 'X begann m lobis« meinen
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Rechte des Dienstverpflichteten.
Oie Bindungen an den Abgabebetrieb. — Unbegrenzte Dienstverpflichtung endet das alte Arbeitsverhältnis.
vor einer Stunde verstorben! — Sie hätten die Dame eher erwähnen sollen!"
10. Kapitel.
Axel ließ sich schwer auf einen Stuhl fallen, stützte den Kops in die Hände und starrte schweigend auf den Fußboden. In seinem Kopfe gingen die Gedanken wild durcheinander, und immer wieder glaubte er, das Wort „zu spät!" zu vernehmen.
Raucheisen hatte sich wieder auf seinem Platz am Schreibtisch niedergelassen. Er griff nach der Zeitung und las noch einmal aufmerksam den kurzen Bericht:
„Bei Redaktionsschluß erreicht uns gerade noch die erschütternde Nachricht, daß die bekannte und allgemein beliebte Schauspielerin Brigitte Stallings in der vergangenen Nacht einen Selbstmordversuch unternommen hat.
Als die Zofe von Frau Stallings heute früh nach einem dreitägigen Urlaub zurückkehrte, fand sie ihre Herrin bewußtlos im Bett liegen. Aus einem kurzen Schreiben der Künstlerin ging hervor, daß sie in der Absicht, freiwillig aus dem Leben zu scheiden, Gift genommen hatte. Der herbeigerufene Arzt ordnete die sofortige Ueberführung der Künstlerin in das benachbarte Friederiken-Krankenhaus an. Obwohl nach Ansicht der Aerzte leider das Schlimmste zu befürchten ist, geben m’r' dennoch der Hoffnung Ausdruck, daß es der ärztlichen Kunst gelingen möge, das Leben der großen Schauspielerin zu erhalten.
Wie wir weiter hören, ist der Grund zu der Tat in einem Nervenzusammenbruch zu suchen. Wir werden in unserer heutigen Abendausgabe noch einen ausführlicheren Bericht darüber bringen."
Raucheisen warf einen prüfenden Blick zu Axel hinüber: bann holte er eine Kognakflasche aus einem Schränkchen hervor, goß ein Glas voll und reichte es Axel:
„Hier, Herr Holm, trinken Sie mal!"
(Fortsetzung folgt.)
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a bekannt jribern auf den Fußboden gestellt. Beim Spielen
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im Dienstpflichtbetrieb nach Betriebszugehörigkeitsjahren bemißt, dem Dienstoerpstichteten die Dienstjahre aus dem Abgabebetrieb angerechnet werden müssen. Die Zahl der Urlaubstage selbst aber bemißt sich nach den für den neuen Betrieb bestehenden Vorschriften, es kann also im Einzelfall selbst bei Anrechnung der Dienstjahre auch ein geringerer Urlaubsanspruch bestehen.
Kehrt bei zeitlich begrenzter Verpflichtung der Dienstverpflichtete in seinen alten Betrieb zurück und hat er im Dienstpflichtbetrieb im laufenden Urlaubsjahr Urlaub nicht erhalten, dann kann der Unternehmer des alten Betriebes bei Gewährung des Urlaubs vom Dienstpflichtbetrieb anteilige Erstattung des Urlaubsgeldes verlangen. Ein solcher Erstattungsanspruch besteht für. den Abgabebetrieb auch bann, wenn der Dienstpflichtige bereits vor der Dienstverpflichtung Urlaub im alten Betrieb gehabt hat und wenn die Dienstverpflichtung mindestens zwei Monate gedauert hat.
Soweit im Dienstpflichtbetricb Gratifikationen gezahlt werden und sich deren Höhe nach der Be- ttiedszugehörigkeit bemißt, sind auch in diesem Falle die Dienstjahre aus dem Abgabebetrieb zu berücksichtigen. (Urteil des RAG. 89/42 vom 22. 9. 1942.)
Sofern demgegenüber im alten Betrieb Gratifikationszahlungen üblich find, der Dienstpflichtbetrieb dagegen solche Sonderleistungen nicht kennt, hat der Dienstverpflichtete einen Anspruch auf Gratifikation weder gegenüber dem alten noch gegenüber dem neuen Betrieb; denn es gelten, wie gesagt, grundsätzlich die Arbeitsbedingungen der neuen 2(rbeits= stelle. Dieses Opfer muß dem Dienstverpflichteten zugemutet werden, denn er kann unmöglich sowohl urlaubsmäßig als auch bezüglich der Gratifikation besser gestellt werden als feine jetzt mit ihm zusammenarbeitenden Arbeitskameraden.
Bei zeitlich unbegrenzter Dienstverpflichtung endet das Arbeitsverhältnis des Dienstpflichtigen zum Abgabebetrieb. Beim Ausscheiden aus dem früheren Betrieb find alle Ansprüche, also auch etwa bereits erworbene Urlaubsansprüche abzugelten. Im übrige gelten wegen der Anrechnung der alten Dienstjahre die gleichen Grundsätze wie bei zeitlich begrenzter Verpflichtung. Hat ein für unbegrenzte Zeit Verpflichteter mindestens drei Jahre Beiträge für eine betriebliche Pensions- oder Unterstützungskasse usw. geleistet, so ist er durch den 2lbgabebetrieb angemessen zu entschädigen. In solchen Fällen ist den dienstverpflichteten Arbeitskameraden zu empfehlen, sich Rat und Auskunft bei der Deutschen Arbeitsfront einzuholen.
1 öweiitn, ektor der Universität. — Der Bibliothekar an der oWnbfli tfabemie der bildenden Künste in Leipzig, Professor )tmann- fr. Julius Zeltler, ist im Alter von 69 Jahren
Das Amtsgericht Erfurt verurteilte eine 20jährige »usgehilfin wegen fahrlässiger Tötung zu zwei i onaten Gefängnis. Im November v. I. war im ’ifetn der Angeklagten ein 1^jähriger Junge, den । zu betreuen hatte, tödlich verunglückt. Die fünfen hinfltai ichrige Schwester des ums Leben gekommenen Kin- (bis hatte auf Geheiß der Angeklagten einen Topf f.t kochender Milch vom Feuer genommen, aber icht, wie ihr gesagt worden war, auf die Kochkiste,
Steputat und Schnitter sahen sich unschlüssig an.
„Aber so beeilen Sie sich doch, Mann!" schrie Axel wütend, „ßos! Telephonieren Sie! Jede Minute ist kostbar!"
Und ohne die Antwort abzuwarten, drehte Axel sich um und rannte ins Haus, gefolgt von seinen beiden Wächtern.
Raucheisen saß gerade bei seinem Vorgesetzten, dem er einen ausführlichen Bericht über die Mordsache Beierfeld gegeben hatte, und mit dem er sich jetzt über die zu ergreifenden Maßnahmen beriet, als der Fernsprecher läutete.
Als er den Hörer auf nahm, meldete sich der Kriminalsekretär Steputat; er schien etwas außer Atem zu sein: r
„Herr Kommissar, Herr Holm erklärt, daß. er Sie sofort in einer dringenden und äußerst wichtigen Angelegenheit sprechen müsse! Er lehnt es ab, uns feine Aussagen zu machen."
„Aha!" sagte Raucheisen. „Endlich ist er also so weit! Lassen Sie Herrn Holm mal an den Apparat, Steputat!"
Nach einigen Sekunden meldete sich Axel, er schien erregt und gleichfalls etwas atemlos zu sein:
„Hier Holm! Herr Kommissar, ich muß eie sofort sprechen! Es ist unerläßlich, glauben Sie mir's!"
„Ja — bitte? Mas ist denn geschehen?'
„Das — kann ich hier am Telephon nicht sagen. Ich muß Sie so-'ort persönlich sprechen! Es ist dringend, Herr Kommissar, sehr dringend sogar!"
„Hm!" Raucheisen überlegte einen Augenblick. „Na, bann möchte ich erst Steputat noch einmal sprechen!"
„Ja, hier Steputat! Herr Kommissar — ?"
„Hören Sie gut zu, Steputat: Herr Holm kommt mit seinem Wagen sofort hierher ins Präsidium! Und Sie begleiten ihn; Schnitter bleibt bis auf weiteres für alle Fälle dort auf feinem Posten!
tfjer Nau» ^fallen und hatte sich dabei tödliche Verbrühungen ;enjelbbni -gezogen. Die Angeklagte hätte dem kleinen Mäd- tätig rni en den Topf abnehmen bzw. sich von der richngen Die BesiM Iisführung ihrer Anordnungen überzeugen müssen.
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Mainz geboren und entstammt dem Pottiziergeschlecht der Gensfleisch. Urkundlich erwiesen 4ft auch, daß Gutenberg 1434 und auch noch 1444 in Straßburg lebte, wo er, wie aus Prozeßakten hervor- geht, bereits Druckversuche unternommen hat. Gutenberg ist vermutlich über seine Metall- und Goldschmiedearbeiten zur Anfertigung von Stahlstempeln und Metallmatrizen sowie seines Gießinstrumentes gekommen. Die Erfindung des Druckes mit beweglichen Lettern ist eine der bedeutendsten Taten in der Geschichte der menschlichen Kultur. Die Erfindung der Buchdruckerkunst ist der hervorragendste Scheidepunkt zwischen Mittelalter und Neuzeit.
Die Bildnisse der Gebrüder Grimm und Gutenbergs können wir am kommenden Wochenende erwerben. Sie gehören mit in die Bildserie großer Männer des Gaues, die uns innerhalb der Gau- sttaßensammlung am 23. und 24. Januar zom Kauf angeboten werden.
Gloria-palast: „Hab mich lieft!*
Ein kleines Ballettmädel, welches zu spät zur Premiere kommt und sich in Angst und Aufregung heimlicherweise hinterrücks auf die Bühne schmuggelt, wird Anlaß zu einem improvisierten Heiter- keitserfolg und vom erzürnten Direktor auf der Stelle hinausgeworfen. Nicht genug damit, wird sie daheim, weil sie ihre Miete nicht bezahlen kann, an die Luft gesetzt und fällt auf der Treppe mit Sack und Pack einem mitfühlenden Hausbewohner in die Hände, der sich ihrer annimmt und noch in der gleichen Nacht mit ihr verlobt. Aus diesem stürmischen Vorspiel entwickelt sich eine Kette zwar unwahrscheinlicher, aber stellenweise unwiderstehlich komischer Szenen. Die Verlobung erweist sich als psychologischer Mißgriff, aber auch der Hinauswurf beim Theater war übereilt, denn die Presse ist > anderntags über die spaßige „Einlage" aufrichtig
Dann ging er langsam zum Hause jurutf. Mit r nnenden Augen starrte er auf die cd)lag3eilen. & las sie immer wieder, murmelte die Worte - ’ . . . « , . ti. x „ .4. «tnirFhm
Vom 20. Dezember bis zum Silvestertag verschiebt sich also der Sonnenuntergang um 8 Minuten, aber Oer Sonnenaufgang erfolgt 3 Minuten später. Zu Neujahr liegt der Sonnenaufgang am spätesten, während der Sonnenuntergang zeitlich schon hinausrückt. Am Dreikönigstag, dem 6. Januar, der herkömmlicherweise als der Beginn des „eigentlichen" Winters gilt, liegt der Sonnenaufgang nur um eine einzige Minute früher, der Sonnenuntergang aber schon um eine genaue Viertelstunde später als am 20. Dezember. Am nächsten Sonntag, 24. Januar, erscheint die Sonne zwar schon 17 Minuten früher über dem Horizont als am Silvester- oder Neujahrstag. Aber der Sonnenuntergang liegt bereits 35 Minuten später als um die Jahreswende. Das Mißverhältnis zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang ist am krassesten am 2. Februar, an „Mariä Lichtmeß", einem Tag, der ebenfalls im Volksmund eine besondere Bedeutung als Stichoder „Lostag" hat. Die Sonne gehl an ihm genau eine halbe Stunde früher auf als zu Jahresbeginn, aber wiederum akkurat eine Stunde später unter als am 20. Dezember. Der Fortschritt des Tageslichts am Morgen ist also halb so groß wie am Abend.
Dann freilich merkt auch unsere liebe Sonne, daß es Zeit wird, sich auf den Frühling zu besinnen. Zwischen dem 2. Februar und dem 21. März beeilt sie sich. Am 21. März, dem ersten Tag des (astronomischen) Frühlings geht sie um 6.02 Uhr auf und um 18.14 Uhr unter. Der Tag hat am Morgen 2 Stunden und 9 Minuten, am Abend 2 Stunden und 27 Minuten gewonnen. Ein kleiner Erdenrest der Unordentlichkeit vom Januar haftet also der Sonne beim Beginn ihres Frühlingswandels noch an. Aber wir find großzügig, und die Sonne rechtfertigt unsere Nachsicht. Sie macht alles wieder gut und — den Mai wunderschön. Dr. Ho.
Das Ritterkreuz für einen Gießener.
Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes dem Oberstleutnant i. G. Ulrich B ü r k e r in einer Panzerdivision. Oberstleutnant i. G. Ulrich Bürker, am 21.11.1903 als Sohn des jetzt in Gießen wohnhaften Universitätsprofessors Dr. med. Karl Bürker in Tübingen geboren, setzte bet den Kämpfen westlich Tunis in Abwesenheit seines Divisionskommandeurs eine Kampfgruppe zum weiteren Vorstoß an, übernahm selber die Führung, erzwang im starken Feuer den liebergang über einen Fluß und trieb zahlenmäßig vielfach überlegene feindliche Kräfte unter Zurücklassung von sechs Panzern, acht Geschützen und über 100 gepanzerten Mannschaftswagen zu wilder Flucht. — Oberstleutnant i. G. Bürker trat nach Ablegung der Reifeprüfung am Gymnasium zu Gießen 1921 als Freiwilliger in das J.-R. 13 ein, in dem er 1924 Leutnant wurde. Nach dem Besuch der Kriegsakademie wurde er 1938 in das Panzer-Regiment 3 versetzt. 1941 wurde er zum la einer Panzer-Division ernannt und 1942 zum Oberstleutnant befördert. Oie deftrüfter Grimm und Gutenberg.
NSG. Seit Generationen sind die Märchen der Gebrüder Grimm die Freude unserer Kinder. Ader auch Erwachsene greifen immer wieder gern einmal zu jenen köstlichen alten Geschichten, in denen wir stets aufs neue Weisheiten zu entdecken vermögen, wenn sie auch nur im Gewand eines Märchens einher geh en.
Die Gebrüder Grimm, 1785 und 1786 in Hanau geboren, haben dem deutschen Volke mit der Sammlung der schönsten deutschen Märchen und Heldensagen einen großen Dienst erwiesen. Jakob Grimm war der Begründer der germanischen Philologie und legte gemeinsam mit seinem Bruder durch die Aufzeichnung und Bearbeitung der Kinder- unb Hausmärchen den Grund zur Märchen- forschung.
Auch Johannes Gutenberg ist ein Kind unseres Gaues. Er ist der Erfinder des Druckes mit gegossenen, beweglichen Lettern. Er wurde um 1400 in
Die umfangreichen Aufgaben, die der Krieg an die Wirtschaft stellt, können sehr häufig mit den dem einzelnen Betrieb zur Verfügung stehenden Kräften nicht bewältigt werden. Zur Befriedigung des dringenden Kräftebedarfs der Rüstungs- bzw. Wehrwirtschaftsbetriebe mußten deshalb Arbeits- fräjte anderer Betriebe frei gemacht und den Rüstungsbetrieben zugewiesen werden.- Diese Sicherstellung des Kräftebedarfs erfolgt in vielen Fällen durch die sogenannte Dienstpflichtveroronung (RGBl. 1939 I e. 206).
Die Dienstpflichtverordnung kennt Dienstverpflichtungen für begrenzte Zeit (bis auf weiteres) und solche für unbegrenzte Zeit. In der Praxis entstehen sowohl bei dienstverpflichteten Arbeitskameraden, als auch bei den Betriebsführern immer wieder Zweifel, rote es sich mit den Rechten verhält, die der Dienstpflichtige im Abgabebettieb erworben hat. Hier ist vornehmlich an die Ansprüche gedacht, die sich auf Lohn, Urlaub, Gratifikationen, Pensionen usw. beziehen. Bei der Be- urteiluna solcher Ansprüche ist zwischen begrenzten und unbegrenzten Dienstverpflichtungen zu unterscheiden.
Am häufigsten sind Dienstverpflichtungen, die „bis auf weiteres" erfolgt sind; hier handelt es sich um zeitlich begrenzte Dienstverpflichtungen. In solchen Fällen löst eine Dienstverpflichtung das zum Abgabebetrieb bestehende Arbeitsverhältnis nicht auf; dieses alte Arbeitsverhältnis besteht vielmehr unter Ruhen der Rechte und Pflichten weiter. Sobald die Dienstverpflichtung aufgehoben ist, lebt das alte Dertragsoerhaltnis wieder auf, d. h. der Ent- pfbichtete muß in feinen alten Betrieb zurückkehren. Die Zeit der Dienstverpflichtung wird auf die Dienstzeit aus dem alten Betrieb angerechnet.
Während der zeitlich begrenzten Dienstverpflichtung steht dem verpflichteten Arbeitskameraden grundsätzlich der Lohn zu, der ihm bei der Dienstverpflichtung bekanntgegeben worden ist oder der sich aus der für die neue Arbeitsstelle gültigen Tarif-, Betriebs- oder Dienstordnung ergibt. (§ 2 der Dienstpflichtverordnung.) Ist dieses Entgelt im Einzelfall geringer als im Abgabeoetrieb, dann ge» währen nach besonderen Richtlinien die für den Wohnsitz der Dienstverpflichteten zuständigen Arbeitsämter auf Antrag Trennungszuschläge oder Härteausgle-iche.
Hängen Ansprüche aus dem Dienstverhältnis von der Dauer der Betriebszugehörigkeit ab, so wird nach § 13 der VO. die Zeit der Bettiebszugehörig- keit im Abgabebettieb auf die Dauer der Betriebszugehörigkeit in der neuen Arbeitsstelle angerech- net Das bedeutet, daß z. B., wenn sich der Urlaub
M 0en[2 sich hin und konnte sie doch nicht wirklich IW &eloM< a en! Seine Hand, die die Zeitung hielt, zitterte jeder ur wenig, und unwillkürlich schritt er schneller .Ährt^E Plötzlich weiteten sich seine Augen in jähem BML. Z-yceck Ruckartig blieb er stehen, so daß emer Huer Wächter, «■* Nuke tolaten, am aii*- ;e: en ihn prallte.
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( fiten haben, können Sie es uns auch sagen! H miin»n Ki«» itfion mir überlassen, eruä
Aus Ker Stadl Gießen !
Don der Sonne.
Im Winter kann unsere liebe Sonne nicht aus den Federn. Von der Schule her wissen wir, daß der 20. und 21. Dezember die kürzesten Tage sind und die längsten Nächte haben. Aber viel weniger bekannt ist, daß sich in den nächsten Wochen nach dem Sonnentiefststand Sonnenaufgang und Sonnenuntergang ganz ungleichmäßig verlagern. Wir geben einige Stichproben nach der mitteleuropäischen Normalzeit.
m und der Philosophie. Nachdem er In Münzen und Freiburg diese Studien erweitert hatte, romoDierte er 1894 in Straßburg mit einer magmatischen Arbeit und bestand im nächsten Jahre e Prüfung zum Oberlehrer für Mathematik, Phy- f, Zoologie Botanik, deutsch Sprache und Lite- itur und Philosophie. Er ist von 1895 an als Ma- ■ ematifer an einer großen Versicherung tätig, ist Leiter eines statistischen Büros, ist Oberlehrer an -X Navigationsschule in Elsfleth und Lehrer auf em Schulschiff des Norddeutschen Lloyd. Nachdem -traßburg ihn 1905 als a. o. Professor berufen alte, fugte er seine Einzelstudien zu einem Lehrbuch i ifammen, das auch heute noch eine Fülle von An- ?gungen bietet, der „Geometrie der Kräfte". Zwei ahre später folgt die „Theorie der Kräfteplane", je T. H. Braunschweig beruft ihn 1909 als o. Pro- iffor für darstellende Geometrie. 1915 erschien sein luch über die „Analyse des Zufalls". Neben der Mathematik packen ihn auch ganz andere innere . -vt MWen. So entstehen sein populäres Buch über -no tilin .Sexualethik" und Bücher über die christliche Früh- % N Z >t. Er wird Vorsitzender des Lessing-Bundes und ÄN or Braunschweiger Volkslefehalle.
;crg 9‘ hochschulnachrichlen.
ie ’ Professor Dr. Erik Svenson ist zum außer- ' . rbentlidjen Professor an der Universität Posen ^ 3 Fiter Übertragung des Lehrstuhls'für Mathematik L mannt worden. Svenson wurde 1895 in, Riga ge- rhp* hren. Er studierte in Dorpat, Göttingen und Mar- “ y* Hrg, promovierte 1924 in Marburg, habilitierte sich D25 in Riga und wurde 1940 mit dem Ausbau des Mathematischen Instituts der Reichsuniversität josen beauftragt — Der um die Geschichte der deut- -ien Jugendbewegung besonders verdiente frühere Professor für klassische Philologie an der Univer- ät Erlangen, Geh. Re^ierungsrat Professor Dr. tto Stählin, vollendet fein 75. Lebensjahr. Segen feiner Verdienste um die Erforschung der ristlich-griechischen Literatur in der Darstellung der ossischen Altertumswissenschaft verlieh ihm die heologische Fakultät Erlangen 1927 den Doktor der
gffl M Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
~ ' m1 Big Sigrid die gegenüberliegende Sttaßenseite N* trat, winkte Axel ihr noch einmal lächelnd zu; ienn wollte er sich schnell wieder entfernen unb irü. Hans zurückkehren, weil ihm das neugierige starren der Draußenstehendn lästig fiel.
In diesem Augenblick kam em Zettungsver- . difer über die Straße herüber, der wtt heiserer ein W oimme die Schlagzeilen der neuesten Mittags-
es uni
>s-Ä 5e
86 femt ‘W i» fturr' M. zu fcjtraim
Mitbegründer des Dürer-Bundes und Mitglied des Ausschusses für öffentliche Kunstpflege. — Im Alter on 74 Jahren starb Generaldirektor Dr.-Jng. Lud- -tg Hoffmann. In Auerbach a. d. Bergstraße
Auszeichnung zum Tage bet Briefmarke.
Eine der ältesten Auszeichnungen für Verdienste )ren ftiiiN hi der Briefmarkenkunde ist die im Jahre 1909 von "1 im Gründer der Deutschen Philatelistentage gestif- fcc Hans-Wagner-Medaille. Die Stiftung Her Medaille wird von der Kameradschaft der Hefmarfenfreunbe von 1885 (in der Gemeinschaft ' utscher Sammler), Mainz, verwaltet. Die Ver- khung erfolgt alle drei Jahre einmal, es waren i» Medaillen für 1938 und 1941 zu vergeben: das ^eisgericht bestand aus dem Reichsfammlerwart .üb drei Mitgliedern der Kameradschaft. Die Aus- . chnung für 1938 erhielt Major a. D. Hans von fitb iidolphi (Berlin), der vor 10 Jahren in einer ihr iS ' t nkschrift die Anregung zum Tag der Briefmarke l-iner ö * und sich als Herausgeber des Handbuchs der ‘Lif u-ll E-iefmarfenlunbe große Verdienste um die Phila- leie erwarb. Die Medaille für 1941 erhielt Baurat U, Der i < o Kai 1 fur feine


