Die Vorbereitung der Afrika-Invasion
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Sven Hedin.
Bon Dr. Curt Trertschke.
Sven Hedin erhielt, wie schon berichtet, anläßlich der Münchner Universitätswoche die Ehrendoktorwürde, ferner die Goldene Medaille der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.
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rauds für zivile Fragen gilt, hatte unter stlllschwel- gender Duldung von General Mast mehrere hundert Angehörige der französischen Streitkräfte in Algier für seine Pläne gewonnen und sie in der Nacht vor der nordamerikanischen Invasion an str a te - gische Punkte verteilt. Diese Truppen besetzten sofort nach der Invasion alle öffentlichen Gebäude und Raviostationen und verhafteten s ä m t l i ch e A n h ä n g e r D i ch y s, die sich ihren Anordnungen widersetzten. Roosevelts Beauftragter in Nordafrika, der damalige nordamerikanische Generalkonsul Murphy, spielte hierbei eine führende Rolle. Er begab sich sofort nach der Invasion zu Sarian, um Liesen um seine Mitarbeit zu bitten. Sowohl Sarian wie Murphy wurden zunächst von den Truppen Debreuils verhaftet, dann aber von den nord amerikanischen Soldaten befreit, worauf Darlan Eisen- Hower seine Dienste anbot.
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Hitler hat den schwedischen Forscher und Deutschem freund Sven Hedin mehrmals empfangen.
Nun steht Deutschland wieder im schweren Kamp für seine Freiheit und die ihm gebührende Stelluni in der Welt. Im Vorwort seines Buches „Fünfzig Jahre Deutschland" sagt Hedin: „Für die Ungerechtigkeit, die in Versailles herrschte, hat die Stund« der Rechenschaft geschlagen. Jetzt werden die künf' tigen Grenzen, die eine dauernde Kriegsgefahr bib deten, in ihre natürliche Lage gebracht. Ueber das grandiose Schauspiel erhebt sich höher als anderen die Gestalt Adolf Hitlers, des unbekannte Soldaten." Sven Hedin hofft, „daß das Großdeutf land der Zukunft ein Bürge für den Weltfried und für die Stärkung und Erhaltung der abe ländischen Kultur wird und bleibt!"
Wegen tteberlastung Jugendlicher verurteilt.
Wegen Vergehens gegen das Iugendschutzgefetz und Verstoßes gegen die Vorschriften über das Arbeitsbuch wurde ein Betriebsführer in Essen zu neun Monaten Gefängnis und 5000 RM. Geldstrafe verurteilt. Er hatte Jugendliche eines anderen Betriebes von kriegswichtiger Bedeutung nach ihrer ordnÄtgsmähigen Arbeitszeit von 6 bis 14 Uhr in seinem Betriebe von etwa 17 bis 23 Uhr beschäftigt. Die Jugendlichen hatten infolgedessen nur eine Nachtruhe von fünf Stunden. Der Angeklagte hatte sich daher in grober Weise an der Gesundheit und Arbeitskraft der Jugendlichen vergangen. Dieses Urteil bedeutet aber auch eine Warnung für die Eltern, die mit der Mehrarbeit einverstanden märe n: Sie begehen eine ebenfalls strafbare Verletzung ihrer Aufsichtspflicht.
Kleine politische Nachrichten.
Aus Anlaß der Unterzeichnung des deutsch-japanischen Wirtschaftsabkommens empfing der Führer in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop den kaiserlich- japanischen Botschafter in Berlin, O s h i m a, und hatte mit ihm eine längere herzliche Aussprache. Aus dem gleichen Anlaß fand zwischen Reichsaußenminister von Ribbentrop und dem japanischen Außenminister Tani ein Telegrammwechsel statt.
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Der Führer übersandte dem Dichter Wilhelm Schäfer zu seinem 75. Geburtstag ein in herzlichen Worten gehaltenes Glückwunschtelegramm und gedachte seines stets vom deutschen Geiste getragenen schriftstellerischen Schaffens.
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Der Führer hat den Ministerialdirektor a. D. Dr.- Ing, e. h. H. Paul Presse in Berlin-Wilmersdorf aus Anlaß der Vollendung seines 75. Lebensjahres
Mit den Worten: „Glücklich der Knabe, der schon in den ersten Schuljahren seinen späteren Beruf entdeckt. Dieses Glück war mir beschert", beginnt Sven Hedin sein Buch „Mein Leben als Entdecker." — In jener Frühlingsnacht des Jahres 1880 hat sich des jungen Hedin Schicksal entschieden. Nordenskjöld war von seiner Fahrt mit der „Vega" nach Vollendung der Nordostdurchfahrt in Stockholms „Strom" einr-f—-e—
in Anerkennung seiner Derdienste um den deutschen Kriegsschiffbau die Goethe-Medallle für Kunst und Wissenschaft verliehen.
Kunst und Wissenschaft.
Der 1Q0. Geburtstag Otto Heubners.
Zum Gedenken des großen Kinderarztes und Mitbegründers der modernen Kinder- heil künde, Dr. Otto Heubner, fand am Tage seines 100. Geburtstages im Berliner Langenbeck-i Virchow-Haus eine Festsitzung statt. Reichsaefund- heilsführer Dr. Conti würdigte Heubners Lebens, werk das der Welt die Grundlagen der Kinder. Heilkunde gegeben habe. Als Heubner 1886 feine Lehrtätigkeit aufnahm, stellte sich die Säuglings» sterblichkeit in Deutschland auf über 24 v.H., um dis 1926, Heubners Todesjahr, auf 10 v.H. zu sinken. Auch die Tatsache, daß in jenem Zeitraum^ die Lebensdauer der Menschen fast verdoppelt werden konnte, sei als Auswirkung der Kinderheilkunde zu werten. Dr. Conti dankte Heubner und allen jenen, die mit und nach Heubner diese großen Aus- gaben weiterführten. Nach der Ansprache des Reichs. gesundheitsführers würdigte Prozessor Dr. Nog. gerate (Freiburg) das Lebenswerk Heubners.
„Wildvogel", eine ungarische Komödie.
Die Komödie „Wildvogel" des Ungarn Ernst Jnnocent-Vincze, die im Homburger Tha- lia-Theater uraufgeführt wurde, ist von Paul Mun- dorf für die deutsche Bühne bearbeitet worden. Die Komödie handelt vom Schicksal einer schönen Frau, die vor ihrer zweiten Hochzeit mit einem Gelehrten steht. Durch eine fingierte Notlandung des von dem ersten Ehemann heimlich gesteuerten Flugzeugs, das das junge Paar anstatt zur Hochzeit nach Budapest in der öden Pußta in der Nähe eines Magnatensitzes, auf dem das getrennte Ehepaar unvergessene Flitterstunden verlebt hatte, absetzt, kommt es zur Entscheidung. Die Frau, die in der neuen Ehe Schutz sucht, wird von den Erinnerungen in eben der Äunde bezwungen, in der sie sich dem zweiten Mann vermählen will. Der Bräutigam wird verabschiedet und der Mann triumphiert zum zweitenmal. Die Komödie schlug dank der hervorragenden k Aufführung zündend ein. Hans Hauptmann. ;
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Männer der Motorgruppe Hessen eingesetzt wurden — ob bei der Wehrmacht oder den Transportbrigaden —, haben sie sich auf das beste bewährt. Diese Tatsache darf der von seinen Männern verehrte Obergruppenführer beim Abschied aus seinem Wirkungskreise als schönstes Ergebnis seiner mehr als zehnjährigen Arbeit mit nach München nehmen.
Eine Ausbildungslaufkarte der HL.
Eine Ausbildungslaufkarte der Hitler-Jugend enthält Angaben über Art und Stand der Ausbildung des Hitlerjungen in den Leibesübungen und der Wehrertüchtigung. Damit dient sie auch der Unterrichtung der Wehrmacht bei der Musterung und Untersuchung der Freiwilligen sowie als Unterlage zur Bestimmung der Waffengattung, für die der Hitlerjunge vorgebildet ist. Ab 1. April 1943 hat jeder Jugendliche — beginnend mit dem Geburtsjahrgang 1936 —, der eine Aufforderung zur Musterung oder Freiwilligen-Untersuchung erhält oder aus der Iugenddienstpflicht entlassen wird, bei der Standortführung der Hitler-Jugend die Ausbildungslaufkarte zu beantragen, unabhängig davon, ob er von der Hitler-Jugend erfaßt ist oder nicht. Sämtliche Bescheinigungen über Abzeichen der Leibesübungen und Wehrertüchtigung sind vorzulegen, ebenso der Jugendpaß. Die Ausbildungslaufkarte hat der Jugendliche bei der Musterung ober Frei- willigen-Untersuchung abzugeben.
„Doch unsere nordamerikanischen Brüder verlangen mehr von uns", erklärte der chilenische Staatspräsident Rios in einer Rundfunkrede, in der er den Regierungsbeschluß, die Beziehungen zu den Achsenmächten abzubrechen, zu begründen versuchte. Der Präsident fuhr fort: „In Erfüllung unserer bestehenden amerikanischen Verpflichtungen können wir uns dem dringlichen Ruf nicht verschließen." Der Präsident zeigte, wie Chile von Jahr zu Jahr durch die USA. in seinen Verpflichtungen immer ftärjer beansprucht worden ist und der Kreis seiner Souveränität immer enger wurde. Mit dieser deutlichen Herausstellung der ungeheuren Pression, der Chile seit Jahr und Tag durch Roosevelt ausgesetzt war, versuchte der Präsident seinen Entschluß zu rechtfertigen, der, *wie die Meldungen über Unruhen in Chile beweisen, vom chilenischen Volk in keiner Weise gebilligt wird. Dies gab der Präsident selbst zu, wenn er in seiner Rundfunkerklärung sagte: „Diese Maßnahme berührt drei Länder, mit denen uns stets die herzlichsten Beziehungen jeder Art verbanden." Trotzdem hat der Präsident diesen für Chile verhängnisvollen Schritt getan, nachdem der Innenminister Morales Beltrami, ein intimer Freund des Präsidenten, als Einpeitscher Roosevelts von seiner Reise nach Washington zurückgekehrt ist. Die neue Lage, für die allein Chile die Verantwortung trägt, wirft in militärischer Hinsicht keinerlei neue Probleme auf. Sie schafft nur insofern eine Erleichterung, als sie einen Schwebezustand beseitigt, und durch den Wegfall der bisherigen weitgehenden Rücksichtnahme auf Chile die Kriegführung im Pazifischen Ozean erleichtert.
Oie Haltung Argentiniens.
Buenos Aires, 21.Januar. (Europapreß.) Dr. Ramon S. C a st i l l o, der Präsident der argentinischen Republik, gab der Presse eine Erklärung ab über die Haltung Argentiniens zu dem Bruch Chiles mit den Achsenmächten: „Der Abbruch der Beziehungen zwischen Chile und den Achsenmächten wird die Haltung Argentiniens in keiner Weise beeinflussen." Die Stellung Argentiniens sei bekannt und werde auch keine Aenderung erfahren.
Stockholm, 21.Jan. (Europapreß.) Ueber die Vorgeschichte der britisch-nordamerikanischen Invasion Nordafrikas macht der Londoner Vertreter von „Nya Dagligt Allehanda" Enthüllungen, bie sich nach Angabe des Blattes auf „absolut zuverlässige nordamerikanische Quellen" stützen. Danach ist bie Invasion und die lleberrumpelung der Vichy- Behörden in engster Zusammenarbeit zwischen nordamerikanischen Agenten und Geanern Vichys auf das genaueste von langer Hand vorbererket worden. Das Hauptwerkzeug der Nordamerikaner war der Delmagnat Marquis Lemaigre De- breuil, ein naher Freund des stellvertretenden Kommandanten der Vichy-Streitkräfte in Algier, General Charles Mast, zugleich ein Ve r - trau ensmann Girauds, in dessen Auftrag er vor der Invasion zwischen Frankreich und Nord- afrifa hin- und herreiste, um „angeblich feine Geschäfte wahrzunehmen".
Debreuil, der heute als engster Mitarbeiter Gi-
Aus dem Reich.
Lu die Korpsführung des 7ISKK. berufen.
NSG. In einem Appell des Stabes der M o t o r - gruppe Hessen verabschiedete sich Obergruppenführer Richard Prinz von Hessen, um bei der Korpsführung des NSKK. in München eine neue ehrenvolle Aufgabe zu übernehmen. Der scheidende Obergruppenführer ist mit der Motorisierung in unserem Gau auf das engste verbunden. Es ist ihm vergönnt gewesen, bie motorisierte Gliederung der Partei aus den einfachsten Anfängen der Kampfzeit zielbewußt und stetig zu der stolzen Organisation zu entwickeln, bie heute bie Motorgruppe Hessen innerhalb des NSKK. barstellt. Sein in Friedens- zeiten unermüdlicher Einsatz insbesondere für die Wehrertüchtigung der NSKK.-Männer, seine beispielgebende persönliche Beteiligung bei den großen und schwierigen Geländefahrten des NSKK. haben im Kriege ihre Früchte getragen. Wo immer NSKK.-
gonnen. Die Inszenierung liegt in den Händen tförti Professor Carl Froelich. Die Hauptrolle spielt- IMy. Henny Porten. — Im Grunewald-Atelier begann IP Kurt Hoffmann mit ben Ausnahmen zu dem Tobis-
heute die besten Fertigungsmethoden von einem Betrieb auf den anderen übertragen und damit eine entscheidende Produktionsoerbesserung und Ausstoßsteigerung erzielt, ta kapitcnrstisch-libevalistkfchen Ausland mögen sie über diese Behauptung die Köpfe schütteln, es ist doch so; sie werden es nuy= ken, wenn in den kommenden Monaten Zahl und Qualität der 1942 geschaffenen Kriegswaffen für Deutschland und Europa eingesetzt werben können.
Gerade bie deutschen Wirtschaftsfühker wissen aus den Erfahrungen nach dem Zusammenbruch von 1918, was ein verlorener Krieg für die deutsche Wirtschaft bedeuten würde. Sie haben damals gesehen, was die Anglo-Amerikaner unter wirtschaftlicher Zusammenarbeit verstehen, und verzichten auf eine Wiederholung. Sie wissen, baß das Wohlergehen des eigenen Betriebes und das persönliche Vorwärtskommen vollkommen vom deutschen Sieg abhängen, deshalb sind sie zu einem Denken gelangt, das für jeden amerikanischen Kapitalisten stets weltenfern bleiben wird. Die USA. liefern selbst den Beweis dafür. Denn zur gleichen Zeit, da wir die persönliche Initiative und die Eigenver- anhndrtung der Wirtschaft voll zum Einsatz und zur Auswirkung bringen konnten, sind sie m die krassesten Formen der Planwirtschaft verfallen. Das geschieht nicht aus weltanschaulicher Ueberzeugung, sondern nur deshalb, weil die amerikanische Unternehmerschaft und bie Dollarwirtschaft nie freiwillig ihren Eigennutz den Kriegsnot- wenbigkeiten unterorbnen werden.
Im Weltkrieg steuerte die deutsche Kriegswirtschaft der Jude Rathenau, diesmal lenkt sie Adolf Hitler. Die Wirtschaft der USA. aber wirb wie damals von Juden geführt, und wir können uns darüber freuen, daß unzählige jüdische Emigranten das Heer derjenigen, die am Krieg verdienen und am Krieg gewinnen wollen, in USA. verstärkt haben. Sie alle wollen ja nicht dem amerikanischen Volk bienen, sondern als Kriegsgewinnler für die eigenen Taschen verdienen.
Die jetzige Völkerauseinanbersetzung wirb aber nicht von Geschäftemachern gewonnen werden, sondern von Männern, die auch in der Kriegswirtschaft nur ein Mittel zum Sieg sehen und ihr deshalb selbstlos mit allem Einsatz bienen. Diese völkische, uneigennützige und leistungsfähigste Rüstungsindustrie steht allein Deutschland und seinen Verbündeten zur Verfügung. Ihre Betriebsführer, Ingenieure, Chemiker und Arbeiter sind Soldaten. Sie unterschätzen die Mittel und Möglichkeiten des Gegners, gerade auch der Amerikaner, nicht, sondern sehen ben Tatsachen nüchtern ins Auge, zu jeder Kraftanstrengung und allem Einsatz ihres Willens und ihrer Fähigkeiten bereit, entschlossen alles, was in ihrer Kraft steht, in diesem Kriege aus Leben und Tod des Volkes, zu vollbringen. Und sie werden beweisen, daß Soldatengeist, wie immer über ben Krämergeist siegen wird.
Linier dem Druck Roosevelts.
Chile bricht die Beziehungen zu den Dreiermächten ab.
Die chilenische Regierung hat betanntgegeben, daß sie die Beziehungen zu den Mächten des Dreierpaktes abgebrochen hat. Seit Jahr und Tag hat Roosevelt kein Mittel gescheut, um Chile vor den Wagen seiner imperialistischen Politik zu spannen. Er hat die inneren Spaltungen und Parteizwistigkeiten in Chile gefördert und da- . mit die Schaffung einer geschlossenen inneren Einheit verhindert. Er hat vor allem auch auf außenpolitischem Gebiet bie Gegensätze zwischen Chile, Bolivien und Peru neu zu entfachen gewußt, um bie chilenische Öffentlichkeit unb Regierung unter Druck zu setzen. Starke peruanische Truppencm- fammlungen drängten auf die Rückgabe des strittigen Arica-Gebietes. Das peruanische Heer hat, wie auch die peruanische Luftwaffe unb Marine, nord- amerikanische Offiziere, auch in Bolivien ist eine starke nordamerikanische Militärmission. Die Bewaffnung des peruanischen Heeres wurde schon während des Konfliktes zwischen Peru und Ecuador von Nordamerika vorgenommen, während das chilenische Heer bei dem Fehlen moderner Waffen einem Angriff nichts entgegenzusetzen hatte. So muhte sich Chile auf die panamerikanische Solidarität berufen, da nur die USA. in der Lage waren, ein Machtwort gegenüber den feindlichen Nachbarn Bolivien und Peru zu sprechen. Ob allerdings Chile nun trotzdem dieser panamerikanischen Solidarität durch die Rückgabe von Arica an Peru und die eines Hafens an Bolivien Opfer bringen muß, steht noch dahin.
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blendendes Feuerwerk. , , Hafen stammten im Schein tausender Lampen unb Fackeln. „Mein ganzes Leben lang werde ich an diesen Tag gurütfoenten; er wurde entscheidend für meinen künftigen Weg. So will auch ich einst heim- kommen!" Polarforscher wollte Hedin werden uhb ben Nordpol entdecken. Er las unzählige Bücher über den Kampf mit dem Pol, übte sich im Kartenzeichnen und härtete sich systematisch qb. — Es sollte anders kommen. Statt nach dem eisigen Norden ging die erste Reise nach dem heißen Süden, nach Baku am Kaspischen Meer unb nach Persien. „Ich hatte in Asien Blut geleckt, gab ben Gedanken an frostige Lorbeeren in Nordenskjölds Spuren auf unb wandte meine ganze Sehnsucht dem großen
indochinesischen Flüsse zu erforschen und in die gigantische Welt unbekannter urib verwickelter Ge- ' rings systeme einzübringen, in denen ihre vom Monsun ständig gespeisten Wassermassen ihre gewaltig donnernden Hymnen singen. Hedin hat diese chwere Aufgabe gelöst. — Im Jahre 1890 nahm Hedin als Sekretär an der schwedischen Gesandt- chastsreise zum Schah von Persien teil. Anschlie- ;enb durchstreifte er das Elbrus-Gebiet, bestieg den 5670 Meter hohen Demawend, durchquerte Kau- kästen, Russisch-Turkestan unb drang bis Chinesisch- Turkestan vor. —
Nach der Promotion in Halle trat Hedin feine erste große Forschungsreise nach Zentralasien an (1893 bis 1897). Nur von drei Eingeborenen begleitet,'ritt Hedin bei schwersten Schneestürmen über den Pamir, „das Dach der Welt". Als.er auf dem Gipfel des 7800 Meter hohen Mus-tag-ata, des „Vaters der Eisberge" stand, „war es mir, als stünde ich an der Grenze des unermeßlichen Raumes, in dem rätselhafte Welten von Ewigkeit zu Ewigkeit frei« sett". — In der Wüste Takla-Makan tarn Hedins Karawane im Sandsturm um. Hedin selbst verschmachtete fast vor Durst, und der Tob streifte ihn. Kaum vom Fieber genesen, stieß Hedin in Hagel unb Schneestürmen über den Lop-nor-See in die Einöden des nördlichen Tibet vor. In seinen prachtvollen Werken „Durch Asiens Wüsten" und „Im Herzen von Asien" legte Hedin seine Forschungsergebnisse und furchtbaren Abenteuer nieder. Diese Reise wird stets eine der größten Forschertaten bleiben. — Die zweite Forschungsreise (1899 bis 1902) nach Zentralasien führte über den Kwen-lun und in bie menschenleeren auf 5000 Meter liegenden Wüsten bes nördlichen Tibet. Hedin löste die heiß- umstrittene Lop-nor-Frage durch den Nachweis der Veränderung der Lage des Flusses Tarim. Ein Versuch, als mongolischer Pilger verkleidet in Lhasa einzudringen, mißlang. Hedin nannte diese Reise die schwerste Reise, die er je gemacht habe.
Alle Ehrungen unb Auszeichnungen konnten nicht verhindern, baß Hedin in seinem Arbeitszimmer in Stockholm immer wieder an das feierliche Schweigen in der Wüste, an die große Freiheit in den weiten Ebenen Tibets und an die einsamen
Lustspiel" „Wie finden Sie meinen]] Man n?", dessen Drehbuch Willy Clever und Ellen ! Fechner schrieben. Die Hauptrollen sind mit Hell Finkenzeller, Hans Leibelt u. a. besetzt. — „Ros manze in Moll", ein Tobis-Film, der unter der Regie von Helmut Kautner mit Marianne Hoppe, Paul Dahlke, Ferdinand Marian und Siea- frieb Bräuer entstand, erhielt bas Prädikat „fünft* lerisch wertvoll". — Leny Marenbach stellt in dem unter der Regie von Johannes Meyer in den Holland-Ateliers entstehenden Berlin-Film „Wild< vogel" die Erbin eines großen Jndustriewerke^ bar, die durch ihre Liebe zu einem Ingenieur in große Konflikte gerät. — O. W. Fischer spielt in dem Berlin-Film „Die beiden S ch w e st e r n" unter der Regie von Erich Waschnek einen jungen
lichkeit unb Herzenstiefe des Schwaben, auch da, wd diese Eigenschaften sich hinter feiner Ironie verbergen. Owlglaß hat die Augen des wahren Künst« lers, die in bi» verborgensten Grünbe bes menschlichen Herzens hineinzusehen vermögen; feine Ge* dichte und Erzählungen sind frei von jeder Künstelei, Bekannt wurdet! auch seine Verdeutschungen von De Ctzster und Cervantes. Der Siebzigjährig^ hat erst vor kurzem mit dem Bändchen „Auf den Nachttisch zu legen" wieder eine Probe seines Schaffens gegeben.
. Heinrich Timerbing.
In diesen Tagen vollendet der frühere Mathe» matiker der T. H. Braunschweig, Prof. Dr. Hein» riet) T imerdi n g, fein 70. Lebensjahr. Timer« ding widmete sich schon als Student in seiner burtsftabt Straßburg neben der Mathematik unfr
1 Physik ben gesamten Naturwissenschaften, der Dich«
Wanderzirkus in Grönland
Zirkusdirektor Jens Ebbesen ist heute ein betagte! Herr, ein Veteran der echten „Fahrenden Lemel Mit feinem kleinen Wanderzirkus hat er Jahrzehnt hindurch nicht nur das eigentliche Skandinavien durchreist, — in feinem kleinen Zelt haben LappeN im nördlichsten Schweden und Finnland ober eiiti fame Bergbauern in ben abgelegensten „Fjelden Norwegens zum ersten und vielleicht einzigen Malt^ das Wunder des Zirkus erlebt. Er erzählt gern vo^ feinen Erlebnissen, wenn man auch vielleicht bei deio lustig schmunzelnden alten Herrn nicht jedes Wa« auf die Waagschale legen darf. Sein nettestes lebnis erzählt er von ferner Wanderzirkusfahrt durch] Grönland: „Die Eskimos bezahlen ihr Billett durchweg in Naturalien, mit Seehundsfell, Blaufuchs, Lachs ober dergleichen. Das macht nichts aus, denN diese Sachen haben ungefähr einen festen Kurs, befl man später bei den Aufkäufern bekommen fanM Aber denken Sie sich, was mir einmal in Upernivir an der Westküste Grönlands passierte. Ich hatte vof Beginn der Vorstellung alle Hände voll zu tun, bj Eskimos strömten von weither, das Zelt war iw ausverkauft. Da stürzt mein Kassierer herein, tri allen Zeichen ratloser Verzweiflung. „Was ist los? frage ich. — „Da ist eine Eskimofamilie von brer zehn Personen gekommen, sie wollen alle hereiil Zur Bezahlung haben sie ein ganzes Walroß M« gebracht — wie soll ich darauj rausgeten r<4N »
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wieder hinaus. — Die dritte Reife (1906 bis 1906) sollte der Höhepunkt der Forscherarbeit Hedins werden. Er löste das schwere geographische Problem des Transhimalaja, indem er feststellte, baß es sich hier um ein ganzes System von einander getrennten Bergketten handelt. Sven Hedin entdeckte ferner die Quellen der heiligen Ströme Indus und Brahmaputra. Im Buche „Transhimalaja" schildert Hedin hinreißend die Einzelheiten dieser so ergebnisreichen Reise. — „Die Hauptsache ist, daß man weiß, was man will, an Gott glaubt und an sich selbst und dann weder nach rechts noch nach links ausweicht." — Von 1927 bis 1930 übernahm Hedin die Führung einer großen wissenschaftlichen Expedition mit Schweden, Deutschen und Chinesen durch die Wüste Gobi und Innerasien. Die einzigartigen Bücher „Auf großer Fahrt" und „Rätsel der Gobi" enthalten die überreichen Ergebnisse dieser sorgfältig vorbereiteten, aenial und straff geleiteten Expedition. Hingewiesen sei ferner auf folgende Werke: „Die Seidenstraße" — Abenteuer und Arbeiten Hedins auf diesem uralten Karawanenweg, dessen Ausbau als Autostraße geplant ist, ferner „Die Flucht des großen Pfer- oes" — Schilderung des chinesischen Generals Ma Chung-yin, eines Abenteurers, grausamen Tyrannen, der Sven Hedin und seine Kameraden mit Erschießen bedrohte. —
Alle Reisewerke Hedins zeichnen sich aus durch künstlerische Gestaltungskraft und plastische, oft dichterische Schilderungskunst. Belebt find die klassischen Bücher durch eigene Zeichnungen und Aquarelle Hedins. — Wer das Glück gehabt hat, Sven Hedins hinreißende, oft mit Humor gewürzte, inhaltsschwere Vorträge zu hören ober im kleinen Kreise seinen über den Alltag erhebenden, zum Nachden- ken zwingenden Worten zu lauschen, wird diese Stunden nie vergessen. Wir Deutschen wollen aber auch nicht vergessen, wie mannhaft der Schwede Sven Hedin in schwerster Zeit für Deutschland eingetreten ift Als im Weltkrieg unsere Feinde uns „Hunnen" und „Barbaren" nannten, pries Hedin die Deutschen als „Träger höchster Kultur". An den Kampffronten im Osten und Westen erhielt er die größten Eindrücke seines Lebens. In seinem Buche „Ein Volk in Waffen" schildert er ergreifend die Hekdenleistungen der deutschen Armee. Hedin kämpfte gegen das Versailler Schanddiktat und gegen dis Kriegsschuldlüge. Unser Führer Adolj
Hedin ritt in eisigen Schneestürmen über ben Elbrus nach Teheran, bann weiter durch Persien nach Bagdad. Nach Rückkehr studierte er zwei Jahre in Stockholm. Klar erkannte er alsbald, daß ein angehender Asiensorscher nirgends in der Welt einen besseren unb gründlicheren Unterricht erhalten konnte als bei dem berühmten Chinaforscher Freiherrn von Richthofen. So wurde Hedin im Oktober 1889 Schüler Richthofens in Berlin. In seinem 1939 erschienenen Buche „Fünfzig Jahre Deutschland" widmet Hedin feinem großen Lehrer ergreifende Dankesworte. Richthafen regte den , ......
simgen Studenten Hedw an, den Oberlauk der großem Forlchereileh nicht dis Eitelkeit, trieb ihn immer
Staatsopernkapellmeister.
Dr. Owlglaß 70 Jahre alt.
Der durch seine Mitarbeit am „Simplizissimus* in dessen Blütezeit unter Ludwig Thoma bekannt- $nicr Lyriker und Erzähler Dr. Owlglaß vollendete fein 70. Lebensjahr. Owlglaß, dessen bürgerlicher Nam Hans Erich Blaich ist, lebt in Fürstenfeldbruck bei München, wo er bis 1931 als Arzt tätig war. Seine Werke verraten immer wieder die Besinn»


