ie ein Mann!"
Bisher Hausfrau und Schneiderin — jetzt Kraftfahrerin der Reichspoff
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in5 i tetrachter der .Kölnischen Zeitung" Dr. Karl Heinz
N'> 1 u p p e l wies in einem Vortrag dem Niebergall-
S ßen „Datterich" eine wichtige Verbindungsstelle wischen der Berliner und der Wiener Volkskomödie p । z, und ruckte ihn in die Reihe der besten deutschen
der Jahresfeste, also gerade auch beim Frühlings-
Ivt-L Ajuyic3|t|ic, UIJU ytiuuc uuuj ueuii yiuyuny:?- beginn, zum Kulttage erkoren, an dem die Opfer Largebracht wurden: daher gilt er heute noch dem
am
B.
empfohlen werden.
(Nachdruck verboten.)
ö. Fortsetzung.
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auch eine
Darmstadt beging den 100. Todestag Ernst Elias Uebergalls mit einer Reihe von Veranstaltungen, h deren Mittelpunkt neben A u s st e l l u n g e n der Ltadtbücherei, des Stadtmuseums und der Hefsi- shen Landesbibliothek eine Morgenfeier im Heinen Haus des Landestheaters stand. Der Kunst-
* ) 6 n Hü n bk! sr non rgenik -ritistz
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-i und rückte ihn in die Reihe der besten deutschen ; Lustspiele. Gleichzeitig unterzog er den Darm- Mer Humor, der zwar drastisch, aber nicht s'ump, spöttisch, aber nicht verletzend sei, einer ^gehenden Analyse. Die Hessisch eSpielge- l ein schäft führte in einer besonders gut durch- c»arbeiteten Wiedergabe Niebergalls „Datterich" rit Eduard Göbel in der Titelrolle auf.
rm Leopold Mozart, dem Vater Wolfgangs, ;infonia da caccia (Jagdsinfonie).
Sinfonische Musik im Rundfunk.
Das Hauptwerk des NachmittagskonzerLes
Die kleine Palme am Ufer des Dschungel-Flusses hat der älteste Sohn des Häuptlings Je-crois-en- Dieu bestiegen. Der Name Paulus ist so ziemlich das einzige, was der entlaufene- Missionsknabe Je-crois-en-Dieu an Zivilisation mit in die Wildnis nahm. Er vergaß im Laufe der Zett albe ihm mühsam in der Missionsschule beigebracht^n guten Sitten und wurde wieder ein echter Buschneger mit Leopardenschurz, vergifteten Pfeilen und großem Mißtrauen gegen alle Weißen. Paulus äugt v gespannt den Fluß entlang und entdeckt in einiger Entfernung zwei Boote: das Außenbord-Motor- schiff des Hygiene-Departements und ein Kanu in seinem Schlepptau. Paulus rutscht den glatten Stamm herunter und rennt ins Dickicht der Dschungel.
An der Landungsstelle klettern Dos Passos und Lewis aus ihrem Boot. Sie sind dschungelmäßig ausgerüstet und stark bewaffnet. „Ausladen! Habt ihr verstanden?" ruft Dos Passos den drei Negern im Kanu zu. „Yes, Mr. Doc!“ klingt es einstimmig zurück.
,Hier geradeaus gcht's zur Statton", meint Lewis. „Wollen Sie oorgehen?" Dos Passos nickt. Vorsichtig betritt er den dicht verwachsenen Weg. Lewis folgt ihm, er wendet sich noch einmal zurück. „Ihr kommt mit den Kisten nach, verstanden?" Langgezogen ertönt die Antwort der Neger: „Yes, Mr. Doc.“
Sie heben Holzkisten aus dem Kanu und die Koffer der beiden Aerzte. Von Zeit zu Zett unterbrechen sie ihre Arbeit und lauschen ängstlich. Schließlich schultert einer der Schwarzen eine Kiste uni) verschwindet ebenfalls in der Dschungel.
Plötzlich liegt vor Dos Passos die Lichtung mit der Station. Er atmet auf. „Na, bis fetzt ist ja alles gut gegangen."
Lewis lacht ironisch. „Bis hier ist immer alles gut gegangen."
.Hetzt seien Sie mal ein bißchen optimistisch, Lewis."
Ohne eine Erwiderung klopft Bob dreimal mit dem Knöchel gegen die Stirn. Der andere lächelt. „Sogar rundes Holz, wenn das nichts hilft!"
(Fortsetzung folgt.)
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Vom Schicksal verweht
Roman von Holla Gutkelch
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cuf Urlaub gehen." .
„Meinetwegen brauchen Sie nicht auf I ren Urlaub zu verzichten", wehrt Dos Passos ab.
, „Ich glaube. Sie unterschätzen die Schwierigkeiten
•«der Dschungel doch etwas." - <?ruTe
„Nein, nein, ich habe gerade eben wieder Ihre
Berichte gelesen. Ich weiß, es ist eine verdammt schwierige Angelegenheit."
„Weniger schwierig als gefährlich!"
Der andere lächelt. „Daran bin ich gewöhnt. Aber ich weiß noch nicht genau, worauf Sie hinauswollen. Wollen Sie mich warnen?"
„Im Gegenteil, ich möchte Ihnen vorschlagen, daß wir zusammen auf die Station fahren."
„Sie wollen mit in die Dschungel?"
„Ja!"
Da klopft es wieder. Forschend blickt Dos Passos zu Lewis, aber dessen Gesicht, verrät keine Bewegung. „Bitte!" Ein Klubdiener tritt ins Zimmer und gibt Dos Pasios eine Visitenkarte. Der Arzt lieft den Namen und entschuldigt sich dann bei dem Kollegen: „Einen Augenblick, bitte, ich bin gleich wieder da."
Schon von weitem sieht Dos Passos im Foyer Virginia warten. Die Tanzmusik aus der Halle macht sie noch nervöser, als sie ohnehin schon ist. Sie ist nicht mehr die ruhig-überlegende Dr. Larsen vom Hygiene-Departement, nur noch ein armes kleines Mädchen, das um das Leben des geliebten Mannes ^",Miß Larsen?" Virginia schreckt auf, Dos Passos steht vor ihr.
„Bob hat dich erkannt. Er glaubt, daß du meinetwegen gekommen bist." Eilig nimmt sie aus chrer Tasche den Brief.
Dos Pasios überfliegt die wenigen Worte. „Glaubst du, daß er mich angezeigt hat?" x
„Ich weiß nicht."
„Merkwürdig — er ist bei mir."
„Bei dir?" Sie kann es nicht begreifen.
„Er hat mir nicht einmal gesagt, daß er mich erkannt hat?"
„Ich habe so Angst, Peter. Er war sehr aufgeregt. Bob ist kein schlechter Mensch, nur furchtbar eifersüchtig. Du hättest nicht hier bleiben sollen!"
„Mach dir keine Gedanken, Virgin, wir können -Nichts mehr ändern. Danke, daß du gekommen bist!"
Eine Träne läuft über ihr blasses Gesicht. „Gib acht auf dich, Peter!" flüstert sie. Er sieht ihr nach, wie sie aus der Halle geht.
Die Tür, die von den Klubräumen in die Halle führt, wird geöffnet. Der Professor erscheint in Begleitung des Gouverneurs und WM Rubbers. Auch ein Herr in Polizeiuniform ist dabei. Forster stellt ihn als Major Seegrave, den Polizeigewaltigen von Puntamarra, vor und wundert sich, daß Dr. Dos Pasios noch nicht schlafen gegangen ift ,Hch denke, Sie wollen um drei Uhr schon cmfbrechen?"
-ber hundert Vertreter aus Japan, China, Man- iMkuo, der Mongolei, den Philippinen, Thailand ‘tü) Französisch-Jndochlna teil. Die Tagung gilt vor . illem der Bekämpfung tropischer Krankheiten.
Kunst und Wissenschaft.
Darmstadt feiert Riebergall.
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der Reichsstraßenoerkehrsordnung usw. angeeignet. Arn heutigen Mittwoch hoffen beide ihre Abschlußprüfung bestehen zu können, und dann wollen sie, wie die Heuchelheimerin uns mit frohem Gesicht erklärte, „wie ein Mann" ihre Arbeit als Kraftfahrerin der Reichspost erfüllen. Rach allem, was wir bei unserem gestrigen Besuch in der Kraftpostwerkstatt von der Ausbildung und der Arbeit der beiden jungen Frauen hörten und sahen, darf ihnett für ihre Tätigkeit als »Kraftfahrerin volles Vertrauen entgegengebracht werden. Ihre Motoren- , kenntnis ist umfassend und, wie einige Beispiele zeigten, gegenüber allen Erfordernissen der Praxis jederzeit „guf Draht". Zur Durchführung leichterer Reparaturen, Jnstondhaltungsarbeiten, Auswechslungen von Rädern usw., kurzum zu allen unterwegs plötzlich vorkommenden Arbeiten zur Sicherung der Betriebsbereitschaft des Fahrzeugs, sind beide in der Lage, denn ihr theoretisches Wissen und ihr praktisches Können geben ihnen die erforderliche gute Grundlage. Die elementaren Vorschriften der Straßenverkehrsordnung sind ihnen gleichfalls geläufig, so daß sie sich auch in dieser Hinsicht allen Situationen gewachsen zeigen können. Und im Fahren selbst haben sie unter der Leitung des Werkmeisters und Fahrlehrers auch schon vielfache Hebung hinter sich, so daß ihre Sicherheit in der Führung der Kraftwagen außer Zweifel steht.
Beide junge Frauen erzählten uns mit großer Zuversicht und frohem Arbeitseifer von ihrer Ausbildung, und sie ließen erkennen, daß sie nun auf den verantwortlichen selbständigen Einsatz in der prakttschen Arbeit brennen. „Wie ein Mann" wollen sie ihre Arbett zur Zufriedenheit ihres Dienststellen- leiters und der Bevölkerung verrichten. Dazu werden -beide wohl schon von morgen ab täglich Gelegenheit haben; die eine ist zunächst für eine Landkraftpost-Tour als Fahrerin vorgesehen, die andere wird in den Kraftpostbetrieb in der Stadt eingesetzt.
Die Kraftpoststelle bringt den beiden Frauen alles Vertrauen zu ihrer Arbeit entgegen, und sie hofft, daß sich bald noch mehr .Frauen bereitfinden werden, als ,/Frau am Steuer" im Kraftpostdienst der Reichspost kriegswirtschaftlich wichtige Arbeit für unsere Volksgemeinschaft zu leisten. Nach unseren Eindrücken * ei unserem gestrigen Besuch in ber Kraftpostwerkstatt kann diese Frauenarbeit nur
Donnerstag von 17.15 bis 18.30 Uhr im Deutsch- irdsender ist „Variationen und Fuge über ein chema vön Beethoven" von Max Reger. Hans } osbaub an der Spitze des Theaterorchesters Straß- utg bringt ferner die kleine D-ck ur-Sinfonie von Robert und die „Oktett-Suite" des Straßburger Organisten und Pädagogen Joseph Maria Erb. —
Reichsprogramm bietet von 20.20 bis 22.00 Uhr e Aufführung des Oratoriums „Die Schöp - u n g" von Haydn unter musikalischer Leitung von mens Krauß.
Dom Film.
,Ler ewige Klang", ein Terra-Film, der unter ter Spielleitung von Günther Rittau mit Olga Schechowa, Elfriede Datzig, E. W. Borchert und Rudolf Prack in den Hauptrollen entstand, erhielt tas Prädikat „künstlerisch wertvoll". — Maria Landrock spielt in dem von Paul Verhoeven insze- r-erten Tobis-Film „D er tolle Professor" de jüngste Tochter des Professors Lorenz (Ewald 5alf6>), die tapfer auf ihren Traum, einmal eine rofte Schauspielerin zu werden, verzichtet, als des Katers wirtschaftliche Lage unhaltbar wird. — Theodor Loos wird in dem von Paul Verhoeven inszenierten Tobis-Film „Philharmoniker" die Rolle cnes großen Dirigenten spielen, dem die Mitglieder lines Orchesters auch in schwerster Zeit und unter nanziellen Schwierigkeiten die Treue halten. — ustav Fröhlich sieht man in dem Tobis-Lust- iel „Tolle Nacht" (Regie Theo. Lingen) als den reund des Komponisten, der sich in die schöne loria (Marte Harell) verliebt und sie mit feiner versucht verfolgt. — Werner M al b r an , in ssen Herstellungsgruppe der Tobis-Film „Akrobat .....z ' mit Charlie Rivel entsteht, hat ,üe Produkttonsleitung des Films übernommen.
licher Nachrichten an nächste Angehörige in der Heimat auf schnellstem Wege. Die Dringlichkeit wird vom Disziplinarvorgesetzten geprüft. Für dienstliche Mitteilungen, wie Rückruf vom Urlaub oder Urlaub sv erlängerung, Mitteilung von Beförderungen usw. ist das Fronttelegramm nicht zugelosstn. Auf den Netzen der Wehrmacht wird das Fronttelegramm gebührenfrei befördert. Telegrammgebühren für die Beförderung über das öffentliche Netz zieht die Deutsche Reichspost vom Telegrammempfänger ein.
Echießwehrkämpfe der EA. 1943.
Als Trägerin des Wehrgedankens eines freien Volkes werden von der SA. im ganzen Reich die Schießwehrkämpfe 1943 durchgeführt. Sie umfassen einen Teil der außermilitärischen Wehrerziehung, die als Hauptaufgabe der SA. während des Krieges ganz besonders gefördert wird.
Neben dem Einzelschießwehrkampf, der auf dem Stand zur Durchführung kommt, wird bei den Schießwehrkämpsen der SA. 1943 erstmalig der Mannschaftsschießwehrkampf im Gelände durchgeführt. Hierbei werden an den Schützen ganz besondere Anforderungen gestellt. Nach einem Marsch von 3 Kilometern hat jeder Schütze der Mannschaft 15 Schuß auf drei verschiedene Ziele abzugeben.
Die Schießwehrkämpfe der A. 1943' sind nicht nur eine Angelegenheit der SA., sondern des gesamten wehrbereiten Volkes. Außer der SA. nehmen teil Wehrmannschaften, Gliederungen der NSDAP., Politische Leiter, angeschlossene Verbände der NSDAP., Bettiebssportgemeinschaften der NSG.
perfonaloeränberungen im Film.
Der Reichsminister für Volksausklärung und Propaganda hat den Staatsschauspieler Professor Mfgang Liebeneiner zum Produktionschef ter Ufa-Filmkunst G. m. b. H. berufen .Professor üebeneiner wird damit in Zukunft seine Hauptamt dem Film widmen,. Zu seinem Stellver- rder und Firmenchef der Ufa wurde Dr. Hein- -ch Ionen, der bisherige Produktionschef der Berlin Film G. m. b. H. berufen. Der bisherige
Mroduktionschef der Ufa, Otto Heinz Jahn, über- -mmt die künstlerische Leitung der Berlin Film l . m. b. H.
Alte Salzburger Meister.
Die Zett des Barock wird in der Sendung ,Lille i-alzburger Meister" im Deutschlandsender am Mittwoch von 20.15 bis 21 Uhr lebendig. Willem
überlieferungstreuen Landmanne als heilig, so daß man am Gründonnerstag keine grobe Arbeit, wie Stallmisten, Holzschlagen und derlei vornimmt; um o mehr achtet man aber auf seinen klimatischen Verlauf: „Ist Gründonnerstag heiter, hilft der Bauer sich weiter!", und im besonderen heißt es: „Wie der Gründonnerstag sich hält, so ist das Erntewetter bestellt." Auch diese Bauernregel ist ziemlich verbreitet: „Gründonnerstag Tau und Sonnenschein bringt Gärtnern und Bauern manchen Taler ein."
In Schwaben sagt man vom folgenden Tage: „Karftittgsrege bringt fei Frücht zuwege", und in Niedersachsen heißt es seit alters: „Karfreitagsregen läßt die Gößeteljungen Gänse) sterben."
Auch für die eigentlichen Ostertage sieht man mancherorts Regen nicht gern, denn man meint: „Regnet es zu Ostern, so spült's die Hälfte vom Winterkorn fort"; anderseits gilt in Westdeutschland dies Sprichwort: „Regen in den Ostertagen macht große Heuwagen." In der Eifel sagt der Volksmund: „Wenn Ostertt die Sonne scheint, der Bauer auf dem Speicher weint, ist der Dftertag ähnlich der Nacht, er sich ins Fäustchen lacht!" Aber im allgemeinen will man doch helle Ostern haben, so daß Bauernregeln wie folgende überwiegen: „Wo die Ostersonne segnet, man zur Ernte frohen Bauern begegnet" und „Goldene Ostersonne schafft volle Scheunen und volle Tonne!"
Küc Tapferkeit vor dem Keinüe.
Der Matros en gef reite Alberi Wirth aus Harbach (Kreis Gießen) wurde für Tapferkeit vor dem Feinde bei den Kämpfen im Atlantik mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.
Steuerung im Verkehr Front-Heimat.
Das Fronttelegramm.
Neben der allgemeinen Regelung des privaten Telegrammverkehrs für die Wehrmacht ist durch eine Verfügung des Oberkommandos der Wehrmacht jetzt ein Fronttelegramm eingeführt worden. Das Fronttelegramm bleibt ausschließlich den Angehörigen und Gefolgschaftsmitgliedern der deutschen Wehrmacht Vorbehalten, die im Operationsgebiet eingesetzt sind. Sinn und Zweck des Fronttelegramms ist die Durchgabe dringender persän-
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Nach einer Weile geht Virginia zu dem Stuhl, Der dem chr weißer Kittel für den Nachtdienst liegt, und hängt ihn sich über den ^Irm. Sie rill in dem Bade duschen, um leidlich frisch zu -erden. Aber im selben Augenblick ängstigt sie Seans’ Drohung so furchtbar, daß sie Herzsttche tekommt. Du mußt chm gleich klarmachen, daß ferne Vifersucht unbegründet ist und sich bereit erklären, vit ihm, wenn er es wünscht, morgen m die Hei-
„Das werbe ich auch tun", versichert er.
Major Seegraoe möchte dem Neuling etwas Freundliches sagen. „Ich habe heute abend soviel von Ihnen gehört, Doktor, wir sind direkt schon alte Bekannte."
„Das sage ich ja immer", meldet sich Rubbers Stimme, „ich erinnere mich zwar nicht an den Namen Dos Pasios, aber Ihr Gesicht, Doktor, kenne ich ganz bestimmt!"
„Fangen Sie schon wieder an!" Der Gouverneur gerät in eine komische Verzweiflung.
Dos Passos ist bei den Worten des Journalisten gleichmütig geblieben. „Ich erinnere mich zwar nicht, aber warum sollen wir uns eigentlich nicht schon einmal begegnet sein, Sennor Rubber? So groß ist doch dieser ulkige Globus gar nicht. In Europa vielleicht ober in Südamerika?"
Rubber schüttelt den Kopf. „Ich glaube in den Staaten. Sie waren doch in den Staaten?"
Dos Passos ist dieser Schwätzer lästig. „Leider noch nicht." Und sich Forster zuwendend: „Darf ich Sie einen Augenblick zu mir heraufbitten?" Verwundert ob der späten Stunde, aber freundlich stimmt ihm der Professor zu.
„Meine Herren!" Dos Passos verbeugt sich vor den anderen. „Hals- und Beinbruch, mein Lieber!" winkt ihm der Gouverneur zu. „Danke Exzellenz!"
Oben in dem Hotelzimmer sitzt Lewis noch in derselben Haltung, wie ihn Dos Passos verlassen hat.
Schritte- auf dem Flur. Dos Passos und Forster kommen ins Zimmer.
Mit strahlendem Gesicht geht ber Professor auf Bob zu. „Was höre ich da? Sie wollen wirklich auf Ihren Urlaub verzichten und Dr. Dos Pasios begleiten?"
„Ja, Herr Professor."
„Sie sind ein famoser Kerl! Was sagt aber Miß Larsen dazu?"
Bob wird ein bißchen unsicher. ,Lch habe ihr noch gar nichts gesagt, ich will nicht, daß sie sich Sorgen macht. Vielleicht sprechen Sie morgen mit ihr, Herr Professor, wenn wir fort sind?"
Forster ist ganz seiner Ansicht. „Ja, ich glaube auch, das wird das Vernünftigste sein, ich will es gern tun!"
Dos Pasios ist zum Tisch gegangen, er betrachtet scheinbar aufmerksam die dort liegenden Karten, hört aber in Wirklichkeit gespannt zu.
„Haben wir sonst noch etwas Wichtiges zu besprechen?" fragt ihn jetzt Lewis.
Dos Pasios deutet auf eine Dschungelkarte. „Sie kennen diesen Fluß genau?"
,Hch denke schon."
„Kann man hier nicht ein großes Stück abschneiden, wenn man hinter den Stromschnellen in den Nebenarm abbiegt?"
Lewis macht mit dem Bleistift ein ftreuA an einer bestimmten Stelle des Flusses. „Hier ist unser Landeplatz. Der Nebenarm führt direkt zu ihm. Ich bin den Weg oft gefahren."
Aus der Siadi Gieße«.
Osterzeit im Dolkssprichwbrt.
Daß die Osterzeit als einer ber festlichen Höhepunkte des Jahres und zumal als das rechte Frühlingsfest im deutschen Volkstum sehr stark beachtet wird, ist leicht erklärlich, und so knüpft denn auch das volkliche Sprichwort in seiner Eigenschaft als sogenannte „Bauernregel" an ^iefe Zeitspanne, die gewissermaßen das Tor zur Sommerzeit ist, vielfältig an.
Gleich der erste Tag der Osterwoche gilt als zu- kunstsverkünbend, was Witterung und kommende Ernte anbelangt: ,Lst Palmsonntag hell und klar, bedeutet es ein fruchtbar Jahr", so sagt man in verschiedenen Landstrichen Deutschlands, und die aleiche Erfahrung — denn eine solche liegt diesen Dolksweisheiten immer zugrunde, so problematisch sie auch sonst oft erscheinen mögen! — spricht sich in diesem Volksreim aus: „Ist Palmsonntag Sonnenschein, bringt er viele Früchte ein!" Und der Winzer unserer deutschen Rebbaugebiete stimmt bei: „Hat Palmsonntag Sonnenschein, zieht ein guter Jahrgang ein!" Auch die Bäuerin, die Betreuerin des Hühnerhofs, wünscht für diesen Tag heitere Witterung: „Palmsonntagssonne ist des Federviehs Wonne, aber Palmsonntags regen bringt dem Geflügel feinen Segen!"
Mit Spannung sieht der Weinbauer dem Mittwoch der Osterwoche entgegen, der wie die meisten dieser Karwochentage feinen besonderen Spitznamen hat. Er sagt: „Der krumme Mittwoch schadet oft den Reben , nämlich wenn er den unerwünschten Nachtfrost bringt.
Der Gründonnerstag hat besonders hohes Ansehen, denn der „Donnerstag" war der Wochenfeiertag der Germanen und wurde in den Zeiten
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„Kraft durch Freude", Vereine des Deutschen Schützenverbandes bzw. NSRL., Kameradschaften des NS.-Reichskriegerbundes, Einheiten der Wehrmacht, der Polizei und des Reichsarbeitsdienstes.
Für den Standort Gießen kommen diese Schießwehrkämpfe am 9. Mai 1943 zur Durchführung.
Oekonomieral Müller-Beneckel'.
In der Nacht zum Sonntag verstarb auf feinem Gut Neuhof bei Leih gestern der Oekonomierat Karl M ü?l e r - B e n e ck e im 89. Lebensjahre. Der Verewigte war als Pferdezüchter und tatfroher Vorkämpfer der heimischen Pferdezucht weithin in Hessen und über die Grenzen unserer engeren Heimat hinaus bekannt geworden. Von 1904 bis 1929 wirkte er ehrenamtlich als Vorsitzender des Landes-Pferde-'• zuchtvereins für Hessen an der stetigen und erfreu» lichen Aufwärtsentwicklung ber hessischen Pferdezucht mit. In dankbarer Würdigung seiner großen Verdienste auf diesem Gebiete wurde er im Jahre 1933 von dem Landesverband der Pferdezüchter in Hessen-Nassau, in den der hessische Landes-Pferde- zuchtverem inzwischen eingegliebert worden war, zum Ehrenmitglied ernannt. Bei den Prämiierungen auf den Pferde Märkten der Stadt Gießen war Oekonomierat Müller von 1905—1933 uneigennützig in der Prämiierungskommission mit tätig, ebenso hat er auf Pferdemärkten in benachbarten Städten fein Wissen und seine reichen Erfahrungen als Pferdezüchter bei den Prämierungen ehrenamtlich in den Dienst der Förderung unserer Pferdezucht gestellt. Seine vortrefflichen menschlichen Eigenschaften und seine allezeit bereitwilligeMitarbeit im Dienste der
Die Einsatzfteudigkrit unterer Frauen und Mädchen in der Kriegsarbeit yaden wir schon oft an vielerlei Beispielen feststellen können. Seit einigen Jahren versehen sie bei ber Reichsbahn, der Reichspost, ber Straßenbahn usw. ihren anstrengenden Dienst zur Zuftiedenheit ihrer vorgesetzten Stellen unb ber Bevölkerung. Die Arbeit in den kriegswichtigen Betrieben der Wirtschaft hat seit mehreren Wochen weitere große Scharen von Frauen ausgenommen, die dort ebenso pflichtbewußt wie ihre männlichen Arbeitskameraden und ihre Schwestern in den öffentlichen Betrieben ihre Aufgaben erfüllen. Uns ollen ist „Kamerad Frau" bei der Arbeit eine gewohnte Erscheinung geworden, die wir wegen ihrer bisher meist ungeahnten vielseitigen Leistungskraft besonders schätzen gelernt haben.
Eine neue Note des Arbeitseinsatzes unserer Frauen und Mädchen werben wir^ in Gießen und Umgegend nun in der Kraftfahrerin der R e l ch s p o st fennenlernen. Die Frau am Steuer von Arbeitskraftwagen war bisher hier noch nicht zu sehen, während man sie in Großstädten schon seit Monaten bemerken konnte. Im Rahmen des Eimsatzes weiblicher Arbeitskräfte bei der Reichspost haben sich auch zwei junge Frauen — hoffentlich bald noch mehr! — freiwillig als Kraftfahrerinnen für den Postautobetrieb zur Verfügung gestellt. Eine der jungen Frauen wohnt in Heuchelheim, die andere hat ihren Wohnsitz in Gießen. Der Ehegatte der Heuchelheimerin ist vor einigen Jahren leider einem Unfall bei der Arbeit zum Opfer gefallen, so daß sich die junge Frau bisher allein durchs Leben kämpfen mußte; der Mann ber jungen Gießenerin steht im Felde. Die Heuchelheimerin war bisher im Haushalt tätig, die Gießenerin arbeitete als Schneiderin. Beide waren also vom Autobetrieb, von Motorenkenntnis usw. wett entfernt. Sie hatten die Wahl, Briefträgerin oder Kraftfahrerin zu werden, sie entschieden sich für den Dienst als Kraftfahrerin, weil sie sich auf diesem Gebiete am nützlichsten zu machen hoffen. Unb fo kamen sie denn von der Houshaltsarbeit und der Schneiderei zum Autobettieb, an dem sie, wie wir-gestern bei einem Besuch an ihrer Arbeitsstätte feststellen konnten, sehr viel Freude haben.
In mehrwöchiger gründlicher Ausbildung unter Leitung des Werkmeisters und Fahrlehrers der Kraftpoststelle unseres Postamts haben die beiden jungen Frauen sich gründliche Kenntnisse des Auto- motor^ des Fahrzeugs unb seiner Einrichtungen,
H: N t
not zu fahren.
Scheu sieht sie sich nach allen Seiten um, ehe an Lewis' Tür klopft. Als er sich nicht meldet, teückt sie die Klinke nieder. Das Zimmer ftt leer. $td)t brennt, der Ventilator surrt, auf benj <Sd)rei‘,s tich steht die Whiskyflasche und ein Glas. Da- itebbn liegt aufgeschlagen die Schreibmappe. Vir- gmas Blick fällt sofort auf den angefangenen Brief tie nimmt das Schreiben in die Hand. Nur vier Sorte stehen auf dem'Bogen: An die PoliM- Ihtion — Puntamarra. Sie nimmt den Brief unb Lust rasch aus dem Zimmer. Sie ahnt nicht oatz $®b sich die Sache anders überlegt hat und auf dr-m Weg zu Dos Pasios ist. dieser scht ani --isch fines Hotelzimmers im Klub und ha. die Karten ter Dschungel unb die Berichte der Dschungelstation tir sich. Aus der Halle tönt gedampft die. Musik herüber. Da klopft es. Das Pasios sieht ver- tunbert auf, überlegt einen Augenblick, wer es zu V später Stunde sein könnte und steht auf, um zu l fnen. ,
„Guten Abend!" sagt Lewis. „Darf ich herem- frrnmen?" — „Bitte!" '
„Ich möchte etwas mit Ihnen besprechen, o - „Bitte — wollen Sie sich nicht setzen?
ist auf ber Hut. „Also, Kollege, roas kann ih für Sie tun?"
Lewis betrachtet angelegentlich seine Ä'S"eUe. .Sie haben es vorhin bedauert daß nfHortM« kch habe es mir überlegt - ich kann auch spater
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i-) ft lüft ne feiner^ issorM er zn i N ! Kitz i an ie zugmö
ian Hoogstraaten, der aus Utrecht gebürtige teiger und Dirigent leitet das Salzburger Mozar- :iim-Orchester unter Mitwirkung zahlreicher Jn- iirumentalsolisten. Zur Aufführung gelangt


