Si-gerstaaten war die Wirtschaft zerrüttet. Die Dollarplutokratie tonnte nach Kriegsende in dem wirschastlich ausgebluteten Europa genau so billige Triumphe feiern wie der ausgeruhte, gut ernährte und mit überlegenem Material ausgestattete $an= keesoldat an der Westfront. An der Gesamttotenzahl des Weltkrieges von 8,5 Millionen Gefallenen hatte Amerika nur den bescheidenen Anteil von 50 000, am Kriegsgewinn und am Geschäft noch dem Kriege hatte es den Löwenanteil, während die europäischen Staaten vom Jnflationsfieber geschüttelt wurden. Neben. das Zauberwort Amerika trat der Gott Dollar und verlieh den Vereinigten Staaten einen Nimbus, der weit weniger auf der amerikanischen Leistung als vielmehr auf der sich selbst zerfleischenden europäischen Uneinigkeit beruhte.
Am meisten wurde dieser Nimbus in Amerika s e l b st geglaubt. Es ist kein Zufall, daß im Land der hemmungslosen Reklame auch die stärkste Selbstüberschätzung gedeiht. Rian wird kaum einen Amerikaner finden, der nicht alle amerikanischen Erzeugnisse für die besten der Welt hält. „American is best“, dieses Schlagwort ist in das Gehirn jedes Amerikaners so lange eingehämmert worden, bis die klare Urteilsfähigkeit beseitigt war. So erklärte auch Präsident Roosevelt in feiner letzten Rede, mit der er den Kongreß durch astronomische Rü- stungszi'ffern. bluffte, in echt amerikanischer Bescheidenheit: „Wir gehören zu den Leuten, die sich nur mit Wundern zufrieden geben." So ist auch zu verstehen, daß die Bevölkerung der Vereinigten Staaten sich diesmal beim Kriegseintritt keine Dorftelluna von den möglichen Folgen machen konnte und in der Vorstellung lebte, daß sich die Ergebnisse von 1917 und 1918 in ähnlicher Form wiederholen würden.
Nun hat sich aber in diesem Kriege gar nichts wiederholt, was im Weltkrieg geschah, und auch für die USA. stützt der Kriegseintritt diesmal unter u mg ekehrten Vorzeichen. Das gleichzeitige Losschlaaen Japans zwingt Herrn Roosevelt zu einem Zweifrontenkr^eg Über die Riesenräume zweier Ozeane hinweg, so daß der Krieg für die USA. mit einer Halbierung ihrer Kräfte begann. Die Ergebnisse aus dem ostasiatischen Kriegsschauplatz haben inzwischen bewiesen, daß die Anglo-Amerikaner dort schon im ersten Kriegsjahr entscheidend zurückgeschlagen wor- den sind, und auch auf europäischem Boden laufen die Kriegsereignisse anders ab als 1917. Damals konnten die Amerikaner in Brest und Le Havre ungestört Truppen ausladen, diesmal aber find alle Landungsverfuche in Europa gescheitert, so daß die Amerikaner schließlich in Nordafrika einen billigen .„Sieg" durch die Hintertür des Verrats suchen mußten, um her Welt wenigstens einen Erfolg vorzutäuschen. Im übrigen haben aber die amerikanischen Truppen auch in diesem Kriege noch nicht bewiesen, daß sie unseren Soldaten überlegen sind, und sie werden es auch nicht sein.
(Schluß folgt.)
Oie LlGA.
und der Beveridge-Plan.
Die Vereinigten Staaten haben eine Frau als Arbeitsmimster. Sie heißt Frances P e r k i n s. Sie hat in diesen Tagen erklärt, daß der Beveridge- Pl an — der englische Versuch der Schäftung einer zusammenhängenden und innerlich geschlossenen Sozialversicherung, wie wir sie in Deutschland längst haben — im Vergleich zu den gegenwärtigen Zuständen in den USA. her USA.-Negierung eine moralische Verpflichtung aujerleae. Wir zweifeln gar nicht daran, daß Frau Perkms es ehrlich meint. Sie ist in der privaten und gemeindlichen Wohlfahrtspflege groß geworben und verficht seit langem die Einführung einer Arbeitslosenversicherung in den Vereinigen Staaten, ohne auch nur bisher eine zuverlässige ... Arbeitslosenstatistik durchgesetzt zu haben. Sie ist seit zehn Jahren als Arbeitsminister tätig, wurde wegen Duldung kommunistischer Umtriebe viel angefeindet, aber vom Präsidenten immer gehalten, weil sie in Worten stark und in Taten schwach ist und sicherlich her Morgan-Clique feinen Zahn zieht. Ihr jetziger Hinweis, daß der Beveridge-Plan — wenn er erst einmal in England eingeführt sei — auch die Vereinigten Staaten moralisch zum sozialpolitischen Fortschritt verpflichte, ist nichts als ein verzweifelter Versuch, die völlig steckengebliebene Sozialreform in den Vereinigten Staaten „vorzutreiben" und die Gemüter aufzu- pulvern.______________________________________
Oie Gage vom Walfisch.
Von Richard Gerlach.
0n der Nähe des ewigen Eises des Südens durch- furcheu noch immer Blauwale das Meer, die das Gewicht von taufend Menschen und eine Länge von dreißig Meter haben. Aber der eigentliche Walfisch, der Grönlandwal, dessen Fischbein und Tran die Holländer ihren Reichtum verdanken, scheint während des letzten Menschenalters unvermerkt in die ewigen Walgründe hinübergewechselt zu fein, aus denen es keine Rückkehr mehr gibt. Ganz sicher kann man nicht sagen, ob er endgültig ausgestorben ist, vielleicht gibt es doch noch einige unzugängliche Stellen im nordischen Polarmeer, wo ihn keine Harpune erreicht hat. Aber seit vielen Jahren haben die Walfänger feinen mehr gesehen.
Der Grönlandwal, her am Anfang des achtzehnten Jahrhunderts eine Flotte von dreihundert Scyif- fen Sommer für Sommer anlockte, wurde zuletzt in der Bsffinsbucht und in der nördlichen Behringstraße erbeutet. Einst hatte man Zehntaufende zur Strecke gebracht. Die verwegensten Männer aus aller Welt hatten sich zu dem ertragreichen Vernichtungswerk zusammengefunden, und wenn sie heim^ kamen, waren ihre Taschen prall von Goldstücken. Aber das war schon zu den Zeiten Friedrichs des Großen vorbei, und die Schiffe, die er ausrüsten ließ, kehrten mit spärlicherem Gewinn zurück. Als die Harpunenkanonen Stahlgeschosse auf die Kolosse schleuderten, die in ihrem Leibe explodierten, waren die großen Walfische des Nordens rasch verschwunden, und erst wenn die Schiffe um die halbe Erdkugel in die Antarktis gefahren waren, stießen sie auf ähnliche Riesen.
Es gibt kaum eine photographische Ausnahme des Grönlandwals. So können mir uns nur ein Bild von ihm machen, wie es uns die alten Naturhistoriker nach den Beschreibungen der Walfänger gezeichnet haben. Die Länge des eigenllichen Walfisches betrug zwischen achtzehn und oierundzwanzig Meter; doch soll einmal einer dreiundreißig Meter bmg gewesen sein. Wenn das stimmt, wäre der GrönlaNdwcü das Krößts Saugetier überhaupt.
Schwere Gowjeiangn'ffe im Oongebiet iv harten Kämpfen zum Stehen gebracht.
Der Wehrmachcherichi.
DRV. Aus dem Hührerhauplquarlfer, 20. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Jm Nordweftteit des Kaukasus schlugen deutsche, rumänische und slowakische Truppen örtliche Angriffe der Sowjets zurück. Einsehendes Tauwetter erschwerte zwischen Kaukasus und Don die Kampfhandlungen auf beiden Seiten. Schwächerer Feind wurde, zum Teil im Gegenstoß, abgewiesen und ein feindliches Bataillon vernichtet.
Jn den Kampfabschnitten des D o n g e b i e t e s brachten deutsche Truppen mit Unterstützung der Luftwaffe feindliche Angriffe in stellenweise sehr harten Kämpfen zum Stehen. Eine Infanterie- Division vernichtete dabei zehn Panzerkampfwagen.
Die Verteidiger des Raumes von Stalingrad wehrten trotz harter Entbehrungen unerfchüttert sämtliche Angriffe der Sowjets ab.
Südöstlich des Ilmensees wurde eine einge- schlosfene Kampfgruppe des Gegners aufgerieben. 3m Angriff wurden Teile einer weiteren abgeschnittenen Gruppe der Bolschewisten aus ihren Stellungen geworfen und Entlastungsversuche abgewiesen.
Starke feindliche Angriffe südlich des Ladogasees scheiterten in harten Kämpfen, wobei örtliche Einbrüche im Gegenstoß abgeriegelt oder bereinigt wurden.
3n Rordafrika halten die Bewegungskämpfe an der Front der deutsch-italienischen Panzerarmee an. Die deutsche und italienische Luftwaffe fügten den Briten schwere Verluste an Panzerkampfwagen und Kraftfahrzeugen zu.
Der Angriff deutsch-italienischer Kampfgruppen im tunesischen Raum wurde mit wirksamer Unterstützung durch die Luftwafte fortgesetzt, wichtige Stellungen genommen und über 1000 (Befangene eingebracht. 3n Luftstützpunkten des Feindes entstanden nach Luftangriffen ausgedehnte Brände. Bei Rächt wurden die Hafenanlagen von B o n e erneut bombardiert. Die gestern vor B o n e als beschädigt gemeldeten Zwei handelsschiffe sind gesunken. Damit verlor der Feind durch den Luftangriff in der Rächt vom 18. zum 19. Januar vier Handelsschiffe mit zusammen 20 000 VRT.
Ein deutsches Unterseeboot versenkte westlich O.r a n aus einem stark gesicherten Geleitzug einen Dampfer von 4000 BRT.
Neue Gegensätze in Nordasrika.
Tanger, 19.Jon. (Europapreß.) Der ehemalige französische Botschafter in Buenos Aires Marcel Peyrouton ist von General Giraud zum Generalgouverneur von Algerien ernannt worden. „United Preß" schreibt aus Algier, wen man sich auf .das neue französische Regime stützen wolle, müsse man den Posten eines Gene- rolgouverneurs von Algerien demjenigen eines Chefs her gesamten zivilen Verwaltung von ganz Nordasrika gleichstellen. Peyrouton sei bereits einige Monate vor her Landung der Anglo-Amerikaner in Algier gewesen, jedoch sei feine damalige Mission auch heute noch mit dem Schleier des Geheimnisses umhüllt. — Tarde he Saint Hör- douin erhielt hie Funktion eines Bevollmächtigten für auswärtige Angelegenheiten im Range eines Gesandten in Algier. Er gehörte bei Kriegsausbruch her Botschaft m Berlin an, später der Waffenstlllstandskommission in Wiesbaden und wurde schließlich zweiter Generalsekretär Weygands in Nordasrika.
Die offenbar durch die Amerikaner lancierte Ernennung von Peyrouton stößt in England bereits jetzt auf Mißtrauen. Die Ernennung werde laut „Daily Expreß" nach Auffassung der Gaullisten den Zusammenschluß zwischen Giraud und de Gaulle
nicht erleichtern. „Times" berichtet, daß die Ernennung die heikle Situation in Norha'frika u n - lösbar machen dürfte. Seine Ernennung werde auch von denjenigen Amerikanern bedauert, hie die bisherige Politik des Staatsdepartements guthießen. „Daily Herold" bezeichnet die Ernennung Peyrou- tons als einen Kardinalfehler, der trotz Warnungen und Protesten begangen worden sei. Es stehe nicht fest, ob Peyroutons Ernennung vom britischen Minister Mac Millan in Nordasrika gebilligt wurde. Offizielle Londoner Kreise hätten es ab gelehnt, diese Frage zu beantworten. Ein bekannter amerikanischer politischer Kommentator habe aber angedeutet, daß hie Verantwortung beim USA. -Staatsdepartement liege. „Daily Herald" erklärt, daß die Ernennung Peyroutons die schlechteste Wahl varstelle, hie getroffen werden konnte, ha er auf das Mißtrauen aller französischen Parteien stoßen werde und von den Gaullisten verabscheut werde. Eden wurde im Unterhaus gefragt, ob hie britische Regierung befragt worden sei, bevor Peyrouton die Ermächtigung zur Reise nach Nordasrika erhielt, und ob er wisse, daß die Ernennung in Großbritannien große Besorgnis hervorgerufen habe. Eden bat, man möge ihm diese Fragen schriftlich einreichen.
ist zum Großad-
Sir Charles
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Zeitschriften
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<m Land, Strandet doch dla Kiste fa EnMana nahm, «icf) glaube nicht, daß. verlchiedenen europäischen Landers.
Befehlshaber des Tovy wurde Ad-
Vor einigen Wochen kam ein Landwirt mit einer Kiste Sommeräpfel zu einer Station im westlichen Jütland, deren Privateisenbahn einen besonderen Ruf für „sanfte Beförderung" genießt. Die Kiste sollte nach Kopenhagen geschickt werden, und der Landwirt fragte den diensttuenden Beamten, was dies wohl an Fracht kosten würde.
„Einen Augenblick mal", sagte der Beamte, der
Gewissenhafte Bedienung.
Das kleine Dänemark besitzt eine geradezu unglaubliche Menge von Privateisenbahnen, die sich zu einem nicht geringen Teil in ziemlich antiquiertem Zustand befinden, so daß man eine Fahrt auf diesen kleinen Nebenstrecken noch wochenlang in den Knochen spürt.
Admiral Sir Andrew Cunningham, der Befehlshaber der anglo-Omerikanischen Seestreitkräfte im Gebiet Franzöfifch-Nordafrikas, m r -*■
miral befördert worben^ Der Heimalgeschwaders
Die Nahrung des Grönlandwals besteht aus Medusen, Tintenfischen und winzigen Weich- und Schaltieren, die er aus dem Wasser schöpft. Zähne fehlen ihm. Aber an einer Rinne im Gaumen sitzen zwei lange Reihen von Barten, schmale, hornige Blätter, die dicht herabhängen. Wird die Mundhöhle geschlossen, so sieben sie die Rückstände aus, das Wasser fließt ab. Die Zunge, die so groß wie ein Ochse ist, hebt fick und preßt das Zurückgehaltene durch den Schlund. Der Rachen hat keine Verbindung mit den Lungen, aus denen eigene Atemröhren zu den Nasen- ober Spritzlöchern emporführen; aus diesem dampft beim Auftauchen die Sprühluft gleich einer Fontäne auf. Die Augen sind sehr tief neben den Mundspalt gerückt. Obwohl sie nur klein sind, können sie im klaren Wasser scharf genug blicken.
die Walfische gehe« nie
die Kiste stabil genug ist, um heil in Kopenhagen anzukommen, aber das können wir gleich feftfteUen. Ehe her Besitzer es verhindern konnte, hatte dep Beamte die Kiste ergriffen und sie mit einem Bum§ auf den Boden fallen lassen. „So geht's ihr, wentt sie eingeliefert wird", murmelte er vor sich hin, „und das geschieht, wenn sie in den Waggon eingelaberi wird!" Wieder ließ der gewissenhafte Mann bid Seifte auf den Boden knallen, „und s o geht es jedem Paket, wenn es auf die Fähre, die über den Großen Belt fahrt, verladen wird ..." Zum drittenmaß landete die Kiste mit einem Krach auf hem Stein« boden. Aber diese letzte Kraftprobe war zuviel die Kiste platzte auseinander, und die Aepfel rollteri munter im Raum umher.
„Das hab' ich mir doch gedacht", schrie der Beamte begeistert, „die Kiste kommt nie im Leben heil nach Kopenhagen. Sie können wirklich von Glück fagem daß Sie vorher zu mir gekommen sind, ein anbered hätte die Kiste vielleicht zur Beförderung angenom« wen — ynb dann wäre die Schweinerei unterwegs
melk. Erstmalig nehmen auch die Landesfrauen, schaftsleiterinnen und die Landesjugendführer der | Landesgruppen teil. Jm Dienstgebäude der AO. fand z eine Ehrung für die auslandsdeutschen Blutzeugen | der Bewegung und die gefallenen Frontkämpfer j statt. Dann sprach der Leiter der AO. der NSDAP, Gauleiter Bohle.
Aus dem Reich.
Ein neuer Ritterkreuzträger im Gau.
Berlin, 20.Jan. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: ff« Houptsturmführer Hugo Eichhorn, Kompanie* chef in einem Pionierbataillon her Waffen-ff. — Eichhorn, am 11. Februar 1911 als Sohn des Ma« schinenheizers Friedrich E. in Weilmünster im Taunus geboren, warf sich während der Kämpfe im Dongebiet Anfang Januar an der Spitze von nur zwei Kompanien rasch entschlossen einem an« greifenden bolschewistischen Regiment entgegen, wehrte dadurch den feindlichen Vorstoß ab und fügte dem Gegner schwere blutige Verluste zu. Eichhorn war nach dem Besuch der Volks- und Gewerbeschule und nach Abschluß seiner kaufmännischen Lehrzeit in Frankfurt und Gießen als Derwaltungsbeamter in Wiesbaden tätig,. Von dort — er gehört der NSDAP, feit 1931 an —■ kam er auf die Ordensburgen Kröffinfee und Vogelfang. Nach Besuch her ff-Junkerschule Tölz wurde er 1940 ff-Untersturmführer und 1942 ff* Hauptsturmführer.
Frauen im Kriegseinsah außerhalb der Iieichsgrenzen.
Die außerhalb der Reichsgrenzen tätigen Frauey und Mädchen arbeiten in den Dienststellen der Wehrmacht bzw. bei der ff, dem Sicherheits- und Hilfsdienst, der Organisation Todt, dem Rotetz Kreuz, aber auch bei der Reichspost, her Reichsbahn, hem Ostministerium unb sonstigen Behördeq sowie in der freien Wirtschaft von Frankreich bis zur Ukraine, von Norwegen bis zum Balkan. Dij Betreuung dieser deutschen weiblichen Arbeitskräfte in den besetzten Gebieten oder Gastländern hat dij Reichsfrauenführerin übernommen. Die Beschäftig' gung deutscher weiblicher Kräfte unter 21 Jahren wurde in allen besetzten Gebieten mit vorwiegend nichtdeutscher Bevölkerung verboten, wenn diese Jugendlichen nicht bei Angehörigen wohnen. Für di- Betreuung her heutschen weiblichen Kräfte sind vor allem die besonders für sie eingerichteten 870 Wohnheime wertvoll, zahlreiche weitere sind im Aufbau« Jeweils 30 bis 50 Frauen finden hier ein wirk» liches Heim. Es wird angestrebt, Einzelzimmer zil schaffen. Jedes Wohnheim enthält außerdenl Räume zur Pflege der Geselligkeit. Für die Freu» geitgeftaüung sind Kurse und Arbeitsgemeinschaften eingerichtet, die mit her Sprache und den Verhältnissen der Gastländer vertraut machen. Aber auch Kochen, Nähen und andere hauswirtschaftliche Fertigkeiten werden gepflegt
Oie Aufgabe
der Wehrertüchtigungslager.
Auf einer Dienstbesprechung sämtlicher Führer der Wehrertüchtigungslager der Hitler-Jugend iii Prag betonte Reichsfugendsührer A x m a n n dis große Verantwortung, die den Fühvern und Ausbildern her Wehrertüchtigungslager vor her Front mit 'her Ausbildung unb her Erhaltung der inneren Bereitschaft des soldatischen Nachwuchses und vor her Heimat mit her Erziehung einer in Haltung unb Geist starken Jugend übertragen worden sei. Der Chef hes ff-Hauptamtes, ff-Gruppenführer Berger, sprach über hie Aufgaben unb den Ein» satz her allgemeinen unb Waften-A. Vor der Führerschaft des Protektorats verabschiedete Reichs* jugenbführer Axmann den zur Front einrückenben! Chef her Befehlsstelle Böhmen unb Mähren der Hitler-Jugenb, Hauptbann'fiihrer Z o g I m a n n। unb dankte ihm für den vorbildlichen Ausbau der Jugendarbeit. Mit der Führung her Befehlsstellg hat fier Reichsjugendführer zwischenzeitlich den Ge- biets'führer Knopf beauftragt
Zehn Jahre prontosil.
Ein Heilmittel, bas in diesen Tagen eine zehnjährige praktische Anwendung hinter sich hat. ift bas Prontosil, bas die Forscher Domagk, Klarer unb Mietzsch in den Bayer-Laboratorien geschaffen haben. Es zählt zur chemischen Stoffgruppe der Sulfonamihe. Mit seiner Hilfe sinh zahllose schwere Erkrankungen her vollständigen Heilung zugeführi worden, wie man es bis dohin für unmöglich ge§
— Zum 10. Jahrestage her Machtergreifung bringt die „neue linie" (Verlag Otto Beyer, Leipzigj mit Photos unb farbigen Zeichnungen eine umfangreiche Deröffentlichuna über hie Wilhelmstraßo. Was „die Wilhelmstraße für die Geschichte unb Gegenwart des deutschen Volkes bedeutet, und wis sie für die Welt ein lebendiger Begriff geworden ist, wird hier überraschend sichtbar. Wilfrid Bade leitet das Heft mit einem Aufsatz ein, in dem er zeigt, wie und wo die nationalsozialistische Idee Gestalt geworden ist. — Zwei Themen werden besonders Aufmerksamkeit erregen: eine Zusammenstellung bei} wichtigsten deutschen unb auslänbischen Orb en mlj farbigen Tafeln, ferner „Die Lanbschaft des Sott baten", eine Veröffentlichung mit Färb- unb Kunst« tafeln von verschiebenen Künstlern unb einem Dichter, die sämtlich ben grauen Rock tragen. Weites sinb hervorzuheben: bie herrlichen Photos von einen! Spähtruppunternehmen am Elbrus unb bie Zufantt menfteöung von Bilbem her Staatsjugenh? aus beri
Oie industrielle Kapazität National-Chinas.
Nanking, 20.Jan. (Europapreß.) Die chinesische Nationalregierung wünscht außer Japan auch die LänderderAchse mit Waren zu beliefern, sobald die normalen Bedingungen wiederhergestellt sind, erklärte Jnbustrieminister Meitseping einem deutschen Pressevertreter, dem er die Ausgaben bar« legte, die fein Ministerium nach dem Kriegseintritt Nationalchinas zu meistern hat. Für den Augenblick, so sagte er, ist es unsere Aufgabe, bas Rohstoff-Potential Nationalchinas unb feine industrielle Kapazität zu steigern. Während die Mobilisierung der chinesischen Rohstoffe ruhig fortschreitet, werden unsere Fabriken bann mit Volldampf arbeiten, wenn uns auch die Rohstoffe aus den von Japan neu erworbenen Gebieten durch bie Schisfahrt geliefert werden können, damit wir die Produktion her chinesischen Industrie auf den Vorkriegsstand bringen. Der Minister betonte nachdrücklich, daß die gegnerischen Behauptungen von einem Mangel an Baumwolle und Eisenerzen nicht den Tatsachen entsprechen. Mangel an Eisen bestehe für hie japanischen Jnbustrien überhaupt nicht. Die Erzeugung von Eisenerz in Nordchina wie auch in Mandschukuo ^ei^srei^end^um^lle^edür^n^^
Sonst gilt der Blauwal als der längere, doch ist der Grönlandwal massiver als der Blauwal gebaut, und die höchsten Zahlen des für beide Arteni geschätzten Gewichtes betragen 150 000 Kilogramm. Selbst wenn dies übertrieben fein sollte, darf man sich doch vorstellen, daß ein Wal soviel wiegt wie eine ganze Elefantenherde.
Trotz feiner fischähnlichen Gestalt ist her Wal ein richtiges Säugetier, dessen Vorfahren einst vom Lande aus ins Wasser zurückgekehrt sein müssen. Daß er von Vierfüßlern abstammt, verraten noch bie Reste her Beckenknochen, die aber keine Funktion mehr erfüllen. Die Fortbewegung wird hauptsächlich durch den Schwanz bewerkstelligt, dessen quergestellte Flosse eine nicht durch das Skelett gestützte Verbreiterung der Sckwanzhaut ist. Sie treibt nicht nur wie eine Schiffsschraube den gewaltigen Körper vorwärts, sondern kann auch als Waffe zertrümmernd zuschlagen. Das Waffer hat dem Körper die zylindrische Gestalt gegeben und hat feine Oberfläche abgerundet, bie Haut geglättet unb bie Vorbergliebmaßen zu langen Flossen ober Finnen aus» gezogen. Der Kopf nimmt ein Drittel bes ganzen Körpers ein, unb bas weitaufgerissene Maul ist groß genug, baß ein Ruberboot mit acht Mann barin Platz hätte. Aber verschlucken könnte her Walfisch bieses Boot nicht; benn fein Schlund ist so eng, daß nicht einmal ein Schellfisch hindurchgeht.
Die Anpflanzung von Baumwolle werde gefördert werden. Davon wurden die Baumwollspinnereien profitieren.
Kleine politische Nachrichten.
Die Anzahl her Todesopfer bei bem letzten deutschen Luftangriff auf London wirb, nach einer Meldung von „Aftonbladet" bisher mit 34 angegeben, lieber bie Anzahl her Verletzten unh bie Ausmaße her Zerstörungen liegen noch keine abschließenden Meldungen vor.
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Auf her Strecke Fez—Quiba explobierte bei der Vorüberfahrt eines USA.-'Militärzuges eine Bombe. 50 Mann wurden getötet und großer Materialschaden angerichtet. Die Besatzungsmächte nahmen zahlreiche VerhaMngen vor.
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Aus 18 europäischen ßänbern sind in Berlin bie ßanbesgruppenleiter her Auslandsorganisation her NSDAP, zu ihrer 3. Kriegsarbeitstagung versam- einmal einer, so wirb ihm von seinem eigenen Gewicht her Brustkorb eingebrückt. Die weiblichen Tiere müssen also auch bie Jungen ins Wasser werfen. Nach einer Tragzeit von vierzehn Monaten wirb bas Junge geboren, manchmal sinb es auch zwei. Es ist gleich schwimmfähig. Beim Säugen neigt sich bie Mutter etwas zur Seite, bei Gefahr preßt sie sich bas Junge mit einer Vorberfinne an ben Leib unb taucht in bie Tiefe. Auch oerteibigt sie bas Junge unter Selbstaufopferung; Die Mütterlichkeit ist sehr stark ausgeprägt. Noch währenb her Saugzeit erreichen bie Jungen eine Lange von sechs unb einen Umfang von vier Meter. Erst wenn sie ein Jahr alt sinb, werben sie felbftänbiger. Der Grönlanbwal scheint im Gegensatz zu vielen anberen Walen ein Einzelgänger gewesen zu fein. Nur an ben an Plankton (Pflanzen unb Tieren, bie im Wasser treiben) reichsten Grünben fanben sie sich zuweilen zu größerer Gesellschaft zusammen. Wenn die Kolosse von her Liebe ergriffen würben, bäumten sie sich hauserhoch aneinanber aus bem Wasser auf, unb bas Getöse ihrer Schwanzschläge scholl meilenweit. Ihre volle Größe erlangen die Wale zwischen dem zwanzigsten und bem breißigsten Lebensjahr. Einmal wurde einer erlegt, bem eine Harpune im Fleisch stak, bie vor fünfzig Jahren hineingeschossen war. Vielleicht kreuzt solch ein einsamer Alter auch heute noch irgenbwo in ben Gewässern unter bem Norbpol.


