Ausgabe 
21.1.1943
 
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Si-gerstaaten war die Wirtschaft zerrüttet. Die Dollarplutokratie tonnte nach Kriegsende in dem wirschastlich ausgebluteten Europa genau so billige Triumphe feiern wie der ausgeruhte, gut ernährte und mit überlegenem Material ausgestattete $an= keesoldat an der Westfront. An der Gesamttotenzahl des Weltkrieges von 8,5 Millionen Gefallenen hatte Amerika nur den bescheidenen Anteil von 50 000, am Kriegsgewinn und am Geschäft noch dem Kriege hatte es den Löwenanteil, während die europäischen Staaten vom Jnflationsfieber geschüttelt wurden. Neben. das Zauberwort Amerika trat der Gott Dollar und verlieh den Vereinigten Staaten einen Nimbus, der weit weniger auf der amerikanischen Leistung als vielmehr auf der sich selbst zer­fleischenden europäischen Uneinigkeit be­ruhte.

Am meisten wurde dieser Nimbus in Amerika s e l b st geglaubt. Es ist kein Zufall, daß im Land der hemmungslosen Reklame auch die stärkste Selbstüberschätzung gedeiht. Rian wird kaum einen Amerikaner finden, der nicht alle amerikanischen Erzeugnisse für die besten der Welt hält.American is best, dieses Schlagwort ist in das Gehirn jedes Amerikaners so lange eingehämmert worden, bis die klare Urteilsfähigkeit beseitigt war. So erklärte auch Präsident Roosevelt in feiner letzten Rede, mit der er den Kongreß durch astronomische- stungszi'ffern. bluffte, in echt amerikanischer Be­scheidenheit:Wir gehören zu den Leuten, die sich nur mit Wundern zufrieden geben." So ist auch zu verstehen, daß die Bevölkerung der Ver­einigten Staaten sich diesmal beim Kriegseintritt keine Dorftelluna von den möglichen Folgen machen konnte und in der Vorstellung lebte, daß sich die Ergebnisse von 1917 und 1918 in ähnlicher Form wiederholen würden.

Nun hat sich aber in diesem Kriege gar nichts wiederholt, was im Weltkrieg geschah, und auch für die USA. stützt der Kriegseintritt diesmal unter u mg ekehrten Vorzeichen. Das gleichzeitige Losschlaaen Japans zwingt Herrn Roosevelt zu einem Zweifrontenkr^eg Über die Riesenräume zweier Ozeane hinweg, so daß der Krieg für die USA. mit einer Halbierung ihrer Kräfte begann. Die Ergebnisse aus dem ostasiatischen Kriegsschauplatz haben inzwischen be­wiesen, daß die Anglo-Amerikaner dort schon im ersten Kriegsjahr entscheidend zurückgeschlagen wor- den sind, und auch auf europäischem Boden laufen die Kriegsereignisse anders ab als 1917. Damals konnten die Amerikaner in Brest und Le Havre un­gestört Truppen ausladen, diesmal aber find alle Landungsverfuche in Europa gescheitert, so daß die Amerikaner schließlich in Nordafrika einen billigen .Sieg" durch die Hintertür des Verrats suchen mußten, um her Welt wenigstens einen Erfolg vor­zutäuschen. Im übrigen haben aber die amerikani­schen Truppen auch in diesem Kriege noch nicht be­wiesen, daß sie unseren Soldaten überlegen sind, und sie werden es auch nicht sein.

(Schluß folgt.)

Oie LlGA.

und der Beveridge-Plan.

Die Vereinigten Staaten haben eine Frau als Arbeitsmimster. Sie heißt Frances P e r k i n s. Sie hat in diesen Tagen erklärt, daß der Beveridge- Pl an der englische Versuch der Schäftung einer zusammenhängenden und innerlich geschlossenen Sozialversicherung, wie wir sie in Deutschland längst haben im Vergleich zu den gegenwärtigen Zu­ständen in den USA. her USA.-Negierung eine mo­ralische Verpflichtung aujerleae. Wir zweifeln gar nicht daran, daß Frau Perkms es ehrlich meint. Sie ist in der privaten und gemeindlichen Wohl­fahrtspflege groß geworben und verficht seit langem die Einführung einer Arbeitslosenversicherung in den Vereinigen Staaten, ohne auch nur bisher eine zuverlässige ... Arbeitslosenstatistik durchgesetzt zu haben. Sie ist seit zehn Jahren als Arbeitsminister tätig, wurde wegen Duldung kommunistischer Um­triebe viel angefeindet, aber vom Präsidenten im­mer gehalten, weil sie in Worten stark und in Taten schwach ist und sicherlich her Morgan-Clique feinen Zahn zieht. Ihr jetziger Hinweis, daß der Beveridge-Plan wenn er erst einmal in Eng­land eingeführt sei auch die Vereinigten Staaten moralisch zum sozialpolitischen Fortschritt verpflichte, ist nichts als ein verzweifelter Versuch, die völlig steckengebliebene Sozialreform in den Vereinigten Staatenvorzutreiben" und die Gemüter aufzu- pulvern.______________________________________

Oie Gage vom Walfisch.

Von Richard Gerlach.

0n der Nähe des ewigen Eises des Südens durch- furcheu noch immer Blauwale das Meer, die das Gewicht von taufend Menschen und eine Länge von dreißig Meter haben. Aber der eigentliche Walfisch, der Grönlandwal, dessen Fischbein und Tran die Holländer ihren Reichtum verdanken, scheint wäh­rend des letzten Menschenalters unvermerkt in die ewigen Walgründe hinübergewechselt zu fein, aus denen es keine Rückkehr mehr gibt. Ganz sicher kann man nicht sagen, ob er endgültig ausgestorben ist, vielleicht gibt es doch noch einige unzugängliche Stellen im nordischen Polarmeer, wo ihn keine Har­pune erreicht hat. Aber seit vielen Jahren haben die Walfänger feinen mehr gesehen.

Der Grönlandwal, her am Anfang des achtzehn­ten Jahrhunderts eine Flotte von dreihundert Scyif- fen Sommer für Sommer anlockte, wurde zuletzt in der Bsffinsbucht und in der nördlichen Behring­straße erbeutet. Einst hatte man Zehntaufende zur Strecke gebracht. Die verwegensten Männer aus aller Welt hatten sich zu dem ertragreichen Vernich­tungswerk zusammengefunden, und wenn sie heim^ kamen, waren ihre Taschen prall von Goldstücken. Aber das war schon zu den Zeiten Friedrichs des Großen vorbei, und die Schiffe, die er ausrüsten ließ, kehrten mit spärlicherem Gewinn zurück. Als die Harpunenkanonen Stahlgeschosse auf die Kolosse schleuderten, die in ihrem Leibe explodierten, waren die großen Walfische des Nordens rasch verschwun­den, und erst wenn die Schiffe um die halbe Erd­kugel in die Antarktis gefahren waren, stießen sie auf ähnliche Riesen.

Es gibt kaum eine photographische Ausnahme des Grönlandwals. So können mir uns nur ein Bild von ihm machen, wie es uns die alten Naturhisto­riker nach den Beschreibungen der Walfänger ge­zeichnet haben. Die Länge des eigenllichen Wal­fisches betrug zwischen achtzehn und oierundzwanzig Meter; doch soll einmal einer dreiundreißig Meter bmg gewesen sein. Wenn das stimmt, wäre der GrönlaNdwcü das Krößts Saugetier überhaupt.

Schwere Gowjeiangn'ffe im Oongebiet iv harten Kämpfen zum Stehen gebracht.

Der Wehrmachcherichi.

DRV. Aus dem Hührerhauplquarlfer, 20. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Jm Nordweftteit des Kaukasus schlugen deut­sche, rumänische und slowakische Truppen örtliche Angriffe der Sowjets zurück. Einsehendes Tauwetter erschwerte zwischen Kaukasus und Don die Kampfhandlungen auf beiden Seiten. Schwächerer Feind wurde, zum Teil im Gegenstoß, abgewiesen und ein feindliches Bataillon vernichtet.

Jn den Kampfabschnitten des D o n g e b i e t e s brachten deutsche Truppen mit Unterstützung der Luftwaffe feindliche Angriffe in stellenweise sehr harten Kämpfen zum Stehen. Eine Infanterie- Division vernichtete dabei zehn Panzerkampfwagen.

Die Verteidiger des Raumes von Stalingrad wehrten trotz harter Entbehrungen unerfchüttert sämtliche Angriffe der Sowjets ab.

Südöstlich des Ilmensees wurde eine einge- schlosfene Kampfgruppe des Gegners aufgerieben. 3m Angriff wurden Teile einer weiteren abgeschnit­tenen Gruppe der Bolschewisten aus ihren Stellun­gen geworfen und Entlastungsversuche abgewiesen.

Starke feindliche Angriffe südlich des Ladoga­sees scheiterten in harten Kämpfen, wobei örtliche Einbrüche im Gegenstoß abgeriegelt oder bereinigt wurden.

3n Rordafrika halten die Bewegungskämpfe an der Front der deutsch-italienischen Panzerarmee an. Die deutsche und italienische Luftwaffe fügten den Briten schwere Verluste an Panzerkampfwagen und Kraftfahrzeugen zu.

Der Angriff deutsch-italienischer Kampfgruppen im tunesischen Raum wurde mit wirksamer Unterstützung durch die Luftwafte fortgesetzt, wich­tige Stellungen genommen und über 1000 (Be­fangene eingebracht. 3n Luftstützpunkten des Fein­des entstanden nach Luftangriffen ausgedehnte Brände. Bei Rächt wurden die Hafenanlagen von B o n e erneut bombardiert. Die gestern vor B o n e als beschädigt gemeldeten Zwei handelsschiffe sind gesunken. Damit verlor der Feind durch den Luftangriff in der Rächt vom 18. zum 19. Ja­nuar vier Handelsschiffe mit zusammen 20 000 VRT.

Ein deutsches Unterseeboot versenkte westlich O.r a n aus einem stark gesicherten Geleitzug einen Dampfer von 4000 BRT.

Neue Gegensätze in Nordasrika.

Tanger, 19.Jon. (Europapreß.) Der ehemalige französische Botschafter in Buenos Aires Marcel Peyrouton ist von General Giraud zum Ge­neralgouverneur von Algerien er­nannt worden.United Preß" schreibt aus Algier, wen man sich auf .das neue französische Regime stützen wolle, müsse man den Posten eines Gene- rolgouverneurs von Algerien demjenigen eines Chefs her gesamten zivilen Verwaltung von ganz Nordasrika gleichstellen. Peyrouton sei bereits einige Monate vor her Landung der Anglo-Ameri­kaner in Algier gewesen, jedoch sei feine damalige Mis­sion auch heute noch mit dem Schleier des Geheim­nisses umhüllt. Tarde he Saint Hör- douin erhielt hie Funktion eines Bevollmächtig­ten für auswärtige Angelegenheiten im Range eines Gesandten in Algier. Er gehörte bei Kriegs­ausbruch her Botschaft m Berlin an, später der Waffenstlllstandskommission in Wiesbaden und wurde schließlich zweiter Generalsekretär Weygands in Nordasrika.

Die offenbar durch die Amerikaner lancierte Er­nennung von Peyrouton stößt in England be­reits jetzt auf Mißtrauen. Die Ernennung werde lautDaily Expreß" nach Auffassung der Gaullisten den Zusammenschluß zwischen Giraud und de Gaulle

nicht erleichtern.Times" berichtet, daß die Er­nennung die heikle Situation in Norha'frika u n - lösbar machen dürfte. Seine Ernennung werde auch von denjenigen Amerikanern bedauert, hie die bisherige Politik des Staatsdepartements guthießen. Daily Herold" bezeichnet die Ernennung Peyrou- tons als einen Kardinalfehler, der trotz Warnungen und Protesten begangen worden sei. Es stehe nicht fest, ob Peyroutons Ernennung vom britischen Minister Mac Millan in Nordasrika gebilligt wurde. Offizielle Londoner Kreise hätten es ab gelehnt, diese Frage zu beantworten. Ein be­kannter amerikanischer politischer Kommentator habe aber angedeutet, daß hie Verantwortung beim USA. -Staatsdepartement liege.Daily Herald" erklärt, daß die Ernennung Peyroutons die schlechteste Wahl varstelle, hie getroffen wer­den konnte, ha er auf das Mißtrauen aller fran­zösischen Parteien stoßen werde und von den Gaul­listen verabscheut werde. Eden wurde im Unter­haus gefragt, ob hie britische Regierung befragt worden sei, bevor Peyrouton die Ermächtigung zur Reise nach Nordasrika erhielt, und ob er wisse, daß die Ernennung in Großbritannien große Besorgnis hervorgerufen habe. Eden bat, man möge ihm diese Fragen schriftlich einreichen.

ist zum Großad-

Sir Charles

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Zeitschriften

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<m Land, Strandet doch dla Kiste fa EnMana nahm, «icf) glaube nicht, daß. verlchiedenen europäischen Landers.

Befehlshaber des Tovy wurde Ad-

Vor einigen Wochen kam ein Landwirt mit einer Kiste Sommeräpfel zu einer Station im westlichen Jütland, deren Privateisenbahn einen besonderen Ruf fürsanfte Beförderung" genießt. Die Kiste sollte nach Kopenhagen geschickt werden, und der Landwirt fragte den diensttuenden Beamten, was dies wohl an Fracht kosten würde.

Einen Augenblick mal", sagte der Beamte, der

Gewissenhafte Bedienung.

Das kleine Dänemark besitzt eine geradezu un­glaubliche Menge von Privateisenbahnen, die sich zu einem nicht geringen Teil in ziemlich antiquiertem Zustand befinden, so daß man eine Fahrt auf diesen kleinen Nebenstrecken noch wochenlang in den Knochen spürt.

Admiral Sir Andrew Cunningham, der Befehls­haber der anglo-Omerikanischen Seestreitkräfte im Gebiet Franzöfifch-Nordafrikas, m r -*

miral befördert worben^ Der Heimalgeschwaders

Die Nahrung des Grönlandwals besteht aus Me­dusen, Tintenfischen und winzigen Weich- und Schal­tieren, die er aus dem Wasser schöpft. Zähne fehlen ihm. Aber an einer Rinne im Gaumen sitzen zwei lange Reihen von Barten, schmale, hornige Blätter, die dicht herabhängen. Wird die Mundhöhle ge­schlossen, so sieben sie die Rückstände aus, das Wasser fließt ab. Die Zunge, die so groß wie ein Ochse ist, hebt fick und preßt das Zurückgehaltene durch den Schlund. Der Rachen hat keine Verbin­dung mit den Lungen, aus denen eigene Atem­röhren zu den Nasen- ober Spritzlöchern empor­führen; aus diesem dampft beim Auftauchen die Sprühluft gleich einer Fontäne auf. Die Augen sind sehr tief neben den Mundspalt gerückt. Obwohl sie nur klein sind, können sie im klaren Wasser scharf genug blicken.

die Walfische gehe« nie

die Kiste stabil genug ist, um heil in Kopenhagen anzukommen, aber das können wir gleich feftfteUen. Ehe her Besitzer es verhindern konnte, hatte dep Beamte die Kiste ergriffen und sie mit einem Bum§ auf den Boden fallen lassen.So geht's ihr, wentt sie eingeliefert wird", murmelte er vor sich hin,und das geschieht, wenn sie in den Waggon eingelaberi wird!" Wieder ließ der gewissenhafte Mann bid Seifte auf den Boden knallen,und s o geht es jedem Paket, wenn es auf die Fähre, die über den Großen Belt fahrt, verladen wird ..." Zum drittenmaß landete die Kiste mit einem Krach auf hem Stein« boden. Aber diese letzte Kraftprobe war zuviel die Kiste platzte auseinander, und die Aepfel rollteri munter im Raum umher.

Das hab' ich mir doch gedacht", schrie der Beamte begeistert,die Kiste kommt nie im Leben heil nach Kopenhagen. Sie können wirklich von Glück fagem daß Sie vorher zu mir gekommen sind, ein anbered hätte die Kiste vielleicht zur Beförderung angenom« wen ynb dann wäre die Schweinerei unterwegs

melk. Erstmalig nehmen auch die Landesfrauen, schaftsleiterinnen und die Landesjugendführer der | Landesgruppen teil. Jm Dienstgebäude der AO. fand z eine Ehrung für die auslandsdeutschen Blutzeugen | der Bewegung und die gefallenen Frontkämpfer j statt. Dann sprach der Leiter der AO. der NSDAP, Gauleiter Bohle.

Aus dem Reich.

Ein neuer Ritterkreuzträger im Gau.

Berlin, 20.Jan. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: ff« Houptsturmführer Hugo Eichhorn, Kompanie* chef in einem Pionierbataillon her Waffen-ff. Eichhorn, am 11. Februar 1911 als Sohn des Ma« schinenheizers Friedrich E. in Weilmünster im Taunus geboren, warf sich während der Kämpfe im Dongebiet Anfang Januar an der Spitze von nur zwei Kompanien rasch entschlossen einem an« greifenden bolschewistischen Regiment entgegen, wehrte dadurch den feindlichen Vorstoß ab und fügte dem Gegner schwere blutige Verluste zu. Eich­horn war nach dem Besuch der Volks- und Ge­werbeschule und nach Abschluß seiner kaufmänni­schen Lehrzeit in Frankfurt und Gießen als Derwaltungsbeamter in Wiesbaden tätig,. Von dort er gehört der NSDAP, feit 1931 an kam er auf die Ordensburgen Kröffinfee und Vo­gelfang. Nach Besuch her ff-Junkerschule Tölz wurde er 1940 ff-Untersturmführer und 1942 ff* Hauptsturmführer.

Frauen im Kriegseinsah außerhalb der Iieichsgrenzen.

Die außerhalb der Reichsgrenzen tätigen Frauey und Mädchen arbeiten in den Dienststellen der Wehrmacht bzw. bei der ff, dem Sicherheits- und Hilfsdienst, der Organisation Todt, dem Rotetz Kreuz, aber auch bei der Reichspost, her Reichs­bahn, hem Ostministerium unb sonstigen Behördeq sowie in der freien Wirtschaft von Frankreich bis zur Ukraine, von Norwegen bis zum Balkan. Dij Betreuung dieser deutschen weiblichen Arbeitskräfte in den besetzten Gebieten oder Gastländern hat dij Reichsfrauenführerin übernommen. Die Beschäftig' gung deutscher weiblicher Kräfte unter 21 Jahren wurde in allen besetzten Gebieten mit vorwiegend nichtdeutscher Bevölkerung verboten, wenn diese Ju­gendlichen nicht bei Angehörigen wohnen. Für di- Betreuung her heutschen weiblichen Kräfte sind vor allem die besonders für sie eingerichteten 870 Wohn­heime wertvoll, zahlreiche weitere sind im Aufbau« Jeweils 30 bis 50 Frauen finden hier ein wirk» liches Heim. Es wird angestrebt, Einzelzimmer zil schaffen. Jedes Wohnheim enthält außerdenl Räume zur Pflege der Geselligkeit. Für die Freu» geitgeftaüung sind Kurse und Arbeitsgemeinschaften eingerichtet, die mit her Sprache und den Verhält­nissen der Gastländer vertraut machen. Aber auch Kochen, Nähen und andere hauswirtschaftliche Fertigkeiten werden gepflegt

Oie Aufgabe

der Wehrertüchtigungslager.

Auf einer Dienstbesprechung sämtlicher Führer der Wehrertüchtigungslager der Hitler-Jugend iii Prag betonte Reichsfugendsührer A x m a n n dis große Verantwortung, die den Fühvern und Aus­bildern her Wehrertüchtigungslager vor her Front mit 'her Ausbildung unb her Erhaltung der inne­ren Bereitschaft des soldatischen Nachwuchses und vor her Heimat mit her Erziehung einer in Hal­tung unb Geist starken Jugend übertragen worden sei. Der Chef hes ff-Hauptamtes, ff-Gruppenführer Berger, sprach über hie Aufgaben unb den Ein» satz her allgemeinen unb Waften-A. Vor der Füh­rerschaft des Protektorats verabschiedete Reichs* jugenbführer Axmann den zur Front einrückenben! Chef her Befehlsstelle Böhmen unb Mähren der Hitler-Jugenb, Hauptbann'fiihrer Z o g I m a n n। unb dankte ihm für den vorbildlichen Ausbau der Jugendarbeit. Mit der Führung her Befehlsstellg hat fier Reichsjugendführer zwischenzeitlich den Ge- biets'führer Knopf beauftragt

Zehn Jahre prontosil.

Ein Heilmittel, bas in diesen Tagen eine zehn­jährige praktische Anwendung hinter sich hat. ift bas Prontosil, bas die Forscher Domagk, Klarer unb Mietzsch in den Bayer-Laboratorien geschaffen haben. Es zählt zur chemischen Stoffgruppe der Sulfonamihe. Mit seiner Hilfe sinh zahllose schwere Erkrankungen her vollständigen Heilung zugeführi worden, wie man es bis dohin für unmöglich ge§

Zum 10. Jahrestage her Machtergreifung bringt dieneue linie" (Verlag Otto Beyer, Leipzigj mit Photos unb farbigen Zeichnungen eine um­fangreiche Deröffentlichuna über hie Wilhelmstraßo. Wasdie Wilhelmstraße für die Geschichte unb Gegenwart des deutschen Volkes bedeutet, und wis sie für die Welt ein lebendiger Begriff geworden ist, wird hier überraschend sichtbar. Wilfrid Bade leitet das Heft mit einem Aufsatz ein, in dem er zeigt, wie und wo die nationalsozialistische Idee Gestalt geworden ist. Zwei Themen werden besonders Aufmerksamkeit erregen: eine Zusammenstellung bei} wichtigsten deutschen unb auslänbischen Orb en mlj farbigen Tafeln, fernerDie Lanbschaft des Sott baten", eine Veröffentlichung mit Färb- unb Kunst« tafeln von verschiebenen Künstlern unb einem Dich­ter, die sämtlich ben grauen Rock tragen. Weites sinb hervorzuheben: bie herrlichen Photos von einen! Spähtruppunternehmen am Elbrus unb bie Zufantt menfteöung von Bilbem her Staatsjugenh? aus beri

Oie industrielle Kapazität National-Chinas.

Nanking, 20.Jan. (Europapreß.) Die chine­sische Nationalregierung wünscht außer Japan auch die LänderderAchse mit Waren zu beliefern, sobald die normalen Bedingungen wiederhergestellt sind, erklärte Jnbustrieminister Meitseping einem deutschen Pressevertreter, dem er die Ausgaben bar« legte, die fein Ministerium nach dem Kriegseintritt Nationalchinas zu meistern hat. Für den Augen­blick, so sagte er, ist es unsere Aufgabe, bas Roh­stoff-Potential Nationalchinas unb feine industrielle Kapazität zu steigern. Während die Mobilisierung der chinesischen Rohstoffe ruhig fortschreitet, werden unsere Fabriken bann mit Volldampf arbeiten, wenn uns auch die Rohstoffe aus den von Japan neu er­worbenen Gebieten durch bie Schisfahrt geliefert werden können, damit wir die Produktion her chine­sischen Industrie auf den Vorkriegsstand bringen. Der Minister betonte nachdrücklich, daß die gegne­rischen Behauptungen von einem Mangel an Baum­wolle und Eisenerzen nicht den Tatsachen entspre­chen. Mangel an Eisen bestehe für hie japanischen Jnbustrien überhaupt nicht. Die Erzeugung von Eisenerz in Nordchina wie auch in Mandschukuo ^ei^srei^end^um^lle^edür^n^^

Sonst gilt der Blauwal als der längere, doch ist der Grönlandwal massiver als der Blauwal gebaut, und die höchsten Zahlen des für beide Arteni ge­schätzten Gewichtes betragen 150 000 Kilogramm. Selbst wenn dies übertrieben fein sollte, darf man sich doch vorstellen, daß ein Wal soviel wiegt wie eine ganze Elefantenherde.

Trotz feiner fischähnlichen Gestalt ist her Wal ein richtiges Säugetier, dessen Vorfahren einst vom Lande aus ins Wasser zurückgekehrt sein müssen. Daß er von Vierfüßlern abstammt, verraten noch bie Reste her Beckenknochen, die aber keine Funk­tion mehr erfüllen. Die Fortbewegung wird haupt­sächlich durch den Schwanz bewerkstelligt, dessen quergestellte Flosse eine nicht durch das Skelett ge­stützte Verbreiterung der Sckwanzhaut ist. Sie treibt nicht nur wie eine Schiffsschraube den gewaltigen Körper vorwärts, sondern kann auch als Waffe zer­trümmernd zuschlagen. Das Waffer hat dem Körper die zylindrische Gestalt gegeben und hat feine Ober­fläche abgerundet, bie Haut geglättet unb bie Vor­bergliebmaßen zu langen Flossen ober Finnen aus» gezogen. Der Kopf nimmt ein Drittel bes ganzen Körpers ein, unb bas weitaufgerissene Maul ist groß genug, baß ein Ruberboot mit acht Mann barin Platz hätte. Aber verschlucken könnte her Walfisch bieses Boot nicht; benn fein Schlund ist so eng, daß nicht einmal ein Schellfisch hindurchgeht.

Die Anpflanzung von Baumwolle werde gefördert werden. Davon wurden die Baumwollspinnereien profitieren.

Kleine politische Nachrichten.

Die Anzahl her Todesopfer bei bem letzten deut­schen Luftangriff auf London wirb, nach einer Meldung vonAftonbladet" bisher mit 34 angegeben, lieber bie Anzahl her Verletzten unh bie Ausmaße her Zerstörungen liegen noch keine abschließenden Meldungen vor.

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Auf her Strecke FezQuiba explobierte bei der Vorüberfahrt eines USA.-'Militärzuges eine Bombe. 50 Mann wurden getötet und großer Material­schaden angerichtet. Die Besatzungsmächte nahmen zahlreiche VerhaMngen vor.

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Aus 18 europäischen ßänbern sind in Berlin bie ßanbesgruppenleiter her Auslandsorganisation her NSDAP, zu ihrer 3. Kriegsarbeitstagung versam- einmal einer, so wirb ihm von seinem eigenen Ge­wicht her Brustkorb eingebrückt. Die weiblichen Tiere müssen also auch bie Jungen ins Wasser wer­fen. Nach einer Tragzeit von vierzehn Monaten wirb bas Junge geboren, manchmal sinb es auch zwei. Es ist gleich schwimmfähig. Beim Säugen neigt sich bie Mutter etwas zur Seite, bei Gefahr preßt sie sich bas Junge mit einer Vorberfinne an ben Leib unb taucht in bie Tiefe. Auch oerteibigt sie bas Junge unter Selbstaufopferung; Die Mütter­lichkeit ist sehr stark ausgeprägt. Noch währenb her Saugzeit erreichen bie Jungen eine Lange von sechs unb einen Umfang von vier Meter. Erst wenn sie ein Jahr alt sinb, werben sie felbftänbiger. Der Grönlanbwal scheint im Gegensatz zu vielen anberen Walen ein Einzelgänger gewesen zu fein. Nur an ben an Plankton (Pflanzen unb Tieren, bie im Wasser treiben) reichsten Grünben fanben sie sich zuweilen zu größerer Gesellschaft zusammen. Wenn die Ko­losse von her Liebe ergriffen würben, bäumten sie sich hauserhoch aneinanber aus bem Wasser auf, unb bas Getöse ihrer Schwanzschläge scholl meilenweit. Ihre volle Größe erlangen die Wale zwischen dem zwan­zigsten und bem breißigsten Lebensjahr. Einmal wurde einer erlegt, bem eine Harpune im Fleisch stak, bie vor fünfzig Jahren hineingeschossen war. Vielleicht kreuzt solch ein einsamer Alter auch heute noch irgenbwo in ben Gewässern unter bem Norbpol.