Ausgabe 
20.5.1943
 
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195. Jahrgang Nr. Yb Erschein, täglich, außer L>onntags tmb feiertags

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w' d Donnerstag, 20. Mai 1945

Gießener Anzeiger

General-Anzeiger sürGberhessen -Vsss-

raum mit großem runden Steinbecken und vielen

Duschraum sorgen für die nötigd LuropÄsche Vemntivoüung

Bei

Auch bei den heute noch abwartenÄen Menschen

Volschewistenangnffe am Kuban-Brückenkopf und bei Äjum im Gegenstoß zurückgeschlagen

Hähnen sowie ein Sauberkeit.

An der Kanalfront.

Eines der gewaltigen Geschütze, die drohend ihre Rohre zum Himmel erheben und den Feitid mit entsprechendenGrüßen" empfangen werden, falls er einen Landungsversuch wagen sollte.

(Scherl-Bilderdienst. sGarms.s)

Oer Wehrmachtbericht.

DAR. Aus dem Führerhauptquartier, 19. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

An der Ostfront des Kuban-Brücken­kopfes und im Raum von 3 5 j u m griffen die Sowjets mit Panzer- und Schlachtfliegerunterftühung nach starker Artillerievorbereitung die deutschen Stellungen an. Sie wurden im Gegenstoß zurück- geschlagen. Dabei verlor der Feind allein in einem Divifionsabschnitt am Kuban-Brückenkopf 15 Panzer.

3m Küstengebiet Sizilien, im Kanal und an der A t l a n t i k k ü st e schossen gestern deutsche 3äger, Flakartillerie der Luftwaffe und Sicherungs- fahrzeuge der Kriegsmarine insgesamt 25 feindliche Flugzeuge, darunter eine Anzahl schwerer Bomber ab.

Auch in der vergangenen Rächt wurden militä­rische Ziele im Raum von London mit Bomben schweren Kalibers belegt. Lin Flugzeug kehrte nicht zurück.

Die Flakartillerie der Luftwaffe mel­det den Abschuß des 10 000. feindlichen Flugzeuges feit Kriegsbeginn.

Zehn neue Eichenlaubträger.

Berlin, 19. Mai. (DNB.) Der Führer ver­lieh am 17. Mai das Eichenlaub zum Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes an: General bJ3nf. Paul Laux, Kommandierender General eines Armeekorps, als 237. Soldaten: General d. Inf. Gustav Höhne, Kommandierender General eines Armeekorps, als 238. Soldaten: General d. Inf Karl H ö l l i d t, Oberbefehlshaber einer Armee, als 239 Soldaten; Generalmajor Gerhard Graf

im Arbeitseinsatz.

Bon Ministerialrat Dr. Walter Ltothfang, Berlin.

_ heute die Fortsetzung unseres

M.-Berichtes aus Paris:Lebendige

Mauer Atlantikwall" in Nr. 114 desGieß. Anz." vom 18. Mai.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)

Paris, im Mai 1943.

Wir gehen üher die Baustellen der OT. am Kanal, am flachen Strand, auf den Höhenzügen der Steil­küste, wir klettern über Eisenträger und Holzschwel­len, stolpern über Geleise und kneten in der aufge­wühlten Erde, die ein Landregen in Schlamm ver­wandelt hat. Hier wächst der Atlantikwall in atem­beraubendem Tempo. Wir sehen die Kiesgewinnung am Strande zur Aufbereitung des Betons, Die Mischmaschinen, einen Schrägaufzug, der den Kies aus ein löO Meter hoch gelegenes Plateau bringt, auf dem Bunker neben Bunker und Geschützstellung neben Geschützstellung entsteht, und begreifen auf einmal, warum dieses Werk des verstorbenen Reichs- minlstes Todt den Namen Organisation Todt trägt, ja tragen muß. Denn nicht das Technische, die Arbeit an sich ist das Problem, das von der Bau­leitung der OT. gelöst werden muß, sie hat ebenso Schwieriges, wenn nicht Schwereres am Westwall und im Osten geleistet, sondern das Organisatorische. Bon der Organisation hängt das ganze Ergebnis der Arbeit ab. Und wenn wir er­fahren, daß sich in dem Bauabschnitt, den wir zu sehen bekommen, 41 Baustellen befinden, auf denen 24 000 Arbeiter aus 18 verschiedenen Nationalitäten arbeiten, so können wir uns einen kleinen Begriff davon machen, was hier das WortOrganisatton" bedeutet.

Das fängt bei der Beschaffung der Rohstoffe an und hört beim Urlaub des letzten Hilfsarbeiters auf. Um sich z. B. von der Kiesanlieferung unab­hängig zu machen, ist bei den größten Baustellen eine eigene Kiesgewinnungsanlage am Strande er­richtet worden, die den Kies aus dem Meer ge­winnt, ihn siebt, zermahlt und ihn von dort aus den Baustellen in der Umgebung zuleitet. Dieser Trans­port geht * mit Lastwagen, Kleinspurbahnen und selbst mit Hilfe von Schrägaufzügen vor sich, die große Höhenunterschiede leichter überwinden und da­bei kostbare Zeit und das mindestens ebenso kost­bare Benzin sparen. Aber solche Anlagen kosten wochenlange Arbeitszeiten, und inzwischen müssen andere Mittel eingesetzt werden, ohne daß die Ar­beit dabei ins Hintertreffen gerät. Der Zement aber kommt zum größten Teil aus den deutschen Fabriken, Holz und Eisen aus den- verschiedensten Teilen Frankreichs. Da ist nun vielleicht gerade die Bahnlinie, auf der das Material ankommen soll, ein paar Tage lang durch Heerestransporte ge­sperrt, oder bi? Geleise sind bei einem Flieger­angriff beschädigt, und das Holz oder die Eisen­träger können nicht zu dem beftimmten Termin da sein. Wenn da nicht von der Bauleitung kluge Bor- ratswirtschast getrieben wird, muß die Arbeit ruhen, und wertvollste Zeit geht verloren. Aber es wird eben vorgesorgt, und trotz aller Schwierig­keiten werden die gesetzten Termine für die Fertig­stellung der einzelnen Anlagen nicht nur eingehalten, sondern meist noch unterboten.

Leistungssteigerung durch Menschenführung.

Zur Organisation des Materials aber kommt die der Menschen, und sie ist gewiß nicht weniger kom­pliziert. Hier aber setzt die Menschenführung ein, die in jedem Bauabschnitt einem Frvntführer und seinen Mitarbeitern anvertraut ist. Bon ihrer

allem Schweren, das dieser Krieg mit sich bringt, führt er doch die verantwortungsbewußten europäischen Völker stärker denn je zusammen. Wie immer im Leben erwachsen aus Not und Gefahr besonders starke Abwehrkräfte. Das erwachte Eu­ropa stemmt sich mit Macht gegen Plutokratie und Bolschewismus, davon überzeugt, daß dieser Kon­tinent und die auf ihm lebenden Völker in einer großen Wiedergeburt begriffen sind, die sie auf allen Gebieten zu hohen Leistungen befähigen wird. Voraussetzung für diese Wiedergeburt ist die Erkennt­nis der Grundlagen völkischer Kraft und Leistung. Es gehören dazu nicht nur die geistigen und willens- mäßigen Kräfte eines Volkes, auch nicht nur feine Wehr- und Wirtschaftskraft, sondern vor allem auch Jeine Arbeitskraft. Ihre sinnvolle Ordnung, ihr Schutz, ihre Betreuung und Fürsorge und nicht zu- letzt ihre planmäßige Lenkung und Steuerung nach den jeweiligen staatspolitischen Notwendigkeiten sichert ein ungeheures Leistungsvermögen.

Deutschland hat den übrigen europäischen Ländern gezeigt, was ein politisches geeintes Volk unter einer starken Führung auf dem Gebiete der totalen Mo­bilisierung seiner Arbeitskraft oermaa. Die Heber» Windung der Massenarbeitslosigkeit, Die Sicherung bes Wiederaufbaues und die Wehrhaftmachung, die Durchführung des Vierjahresplans und endlich die gigantische Leistungsentfaltung der deutschen Kriegs­wirtschaft sind weithin sichtbare und überzeugende Beispiele der hier gegebenen Erfolgsmöglichkeiten. Deutschlands Wiederaufstieg aus Not, Elend, tief­ster Schmach und Ohnmacht ist fein Wunder, son­dern das Ergebnis härtester, zielbewußter Arbeit, getragen von einem fanatischen Glauben an die un­zerstörbare fiebenstrart des deutschen Volkes. Der Gedanke der europäischen Schicksalsverbundenheit will hier und da noch nicht in einige Hirne und Herzen der Menschen unseres Kontinents. Das ist an sich bei der politischen und ideologischen Fehl­entwicklung des europäischen Raumes nicht verwun- derlich. Man kann eine solche Entwicklung nicht von h^ute auf morgen ungeschehen machen und ins posi­tive Gegenteil kehren. Die Weidergeburt Europas braucht Zeit, wenn sie auf die Dauer Bestand haben oll. Sinnlos und unverantwortlich aber ist ein reines Zuwarten, geboren aus Angst, Unentschlossen­heit und dem Wunsch auf Rückkehr der vermeintlich guten, alten Zeit, lieber geschichtslose Naturen, die die.große soziale Ummähung unserer Zeit nicht be= are»fen, geht die Entwicks'mg mitleidlos hinweg. Nicht zuwarten heißt die Parole, sondern anpacken, aufbauen, kämpfen ist die Losung unserer heroischen Zeitenwende.

Das ist Organisation!

Hier wächst der Atlantikwall in atemberaubendem Tempo.

Von unserer E. M-Berichterstatterin.

Lösung hängt mindestens das gleiche ab wie von der Lösung der technischen Probleme, denn ohne die willige Arbeitsleistung dieser nach Hunderttausen­den zählenden Menschen wäre das giganttsche Werk des Atlantikwalles nicht zu schaffen. Darum ist auch das Hauptaugenmerk der Frontführung darauf ge­richtet, in dieser großen Masse, in der nur noch die Facharbeiter Deutsche sind, den Willen zur Leistung zu stärken und zu erhalten. Es ist wichtig, daß diese Menschen, von denen viele ursprünglich nicht frei- willig gekommen sind, sondern bei der allgemeinen Mobilisierung der Arbeitskraft hier eingesetzt wur­den, begreifen, daß sie hier nicht eine Fronarbeit leisten für Deutschland, sondern daß sie bauen r Europa, für die Sicherheit ihres Volkes, ja ihrer | eigenen Familie, die bei einer Invasion bedroht wäre. Und hie Franzosen, Flamen, Wallonen, Dä­nen, Tschechen, Rotspanier haben dies in ihrer über­wältigenden Mehrheit begriffen.Fälle von Unbot- i Mäßigkeit", so erzählt uns der Frontführer,find nicht häufig und durch richtige Behandlung schnell W beizulegen.' Sabotageakte sind in meinem Abschnitt I bisher'fo gut wie überhaupt nicht 'vorgekommen."

Vorbild und Beispiel spielen hier wie übearü eine große Rolle Wenn der ausländische Arbeiter steht, wie der deutsche Ingenieur im strömenden Regen V; oder bis tief in die Nacht hinein mit ihnen zusam­men aushält, bis der Betonguß fertig ist, so tut auch er willig seine Pflicht. Dazu weiß er, daß bei solchen Gelegenheiten eine besondere Belohnung auf I ihn wartet: heute abend kommt bfeftimmt der Front- sichrer und bringt für jeden ein paar 3igaretten I extra oder es gibt einen doppelten Schluck Rum ij in den Tee, oder vielleicht gar beides? Und für

mehr geleistete Arbeit gibt es Prämien. Vuukersuppe" ist nicht zu verachten.

Schließlich ist auch dieBunkersuppe", die deut- sche und ausländische OT.-Arbeiter täglich neben ß ihrer eigentlichen Ration bekommen, keineswegs 0 zu verachten, denn wir haben diese gute Bohnen- 8 suppe einmal waren es auch Nudeln fribft jj.ju Mittag gegessen und uns von ihrer Nahrhaf- M- tigfeit überzeugen können. Und nach einem guten

Mittagessen und einer Zigarette tragen sich die Zementsäcke dann wieder leichterJonny - sagt der Frontführer zu dem einzigen Neger der Baustelle bcr gerade wieder zur Mischmaschine zuruckkehrt heute wird sich aber mal gewaschen! ' denn der Zement hat auf seiner Haut eine Helle Puderschicht

Besondere Aufmerksamkeit ist der Ausschmückung des Gemeinschaftssaales gewidmet, der mit einer kleinen Bühne versehen zu Vorführungen aller Art geeignet ist und von französischen Künstlern ober solchen, die sich dafür hielten mit luftigen volks­tümlichen Figuren und Versen ausgemalt wurde. Hier finden die Arbeiter nach ihrem anstrengenden Tagewerk Entspannung und Belehrung in einem Geiste, der sie zu einem Stoßtrupp macht, zu einem Vorbild und Ansporn für die anderen. Auch für den kranken Arbeiter ist gesorgt, der im Revier durch den OT.-Arzt die nötige Behandlung erfährt. Und auch hier, wie überall, werden die Einrich­tungen ständig verbessert und rationeller gestaltet Da ist ein Revier umgezogen. Gestern erst ist ihm das neue Quartier angewiesen worden: ein herrliches altes Schloß, das unter Denkmalsschutz der deut­schen Wehrmacht steht. Aus den Fenstern geht der Blick auf einen Teich, dahinter Park und Wald. Ein paar Schwäne ziehen über das grüne Wasser, hier draußen scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. 2(ber nicht drinnen, denn schon sind ein paar Zimmer eingerichtet, die Betten mit weißem Leinen bezogen, und das Behandlungszimmer steht fertig da, bis auf die letzte Pinzette.Organisation" Todt, denken wir wieder und äußern dann dem uns führenden Oberarzt unser Bedenken, daß hier vielleicht mancher Kranke gar nicht so schnell wieder fort möchte. Aber er meint, dafür werde er schon sorgen, denn er habe sich gerade vorgenommen, hier auch Operationen zu machen, um die langwierige Verschickung ins Reich zu vermeiden und wertvolle Zeit zu sparen.

So greift ein Glied ins andere, logisch folgt eine Maßnahme aus der anderen. Hinter dem Wall von Eisen und Beton steht ein zweiter, die lebendige Mauer der Einsatzbereitschaft aller derer, die ihn schaffen und die zu seiner Verteidigung angetreten sind. Und daß dieses Bollwerk Europas gegen jed- roeöen Angriff feiner Feinde standhalten wird, da­für werden sie schon sorgen.

rung als nicht so hoch erwiesen haben, wie ursprüng­lich angenommen werden mußte. Die Zahl der Toten beträgt nach den nunmehr vorliegenden amt­lichen Feststellungen 3 70 Reichsdeutsche. Außerdem kamen 341 Kriegsgefangene ver­schiedener Nationalität ums Leben. Auch die durch den ersten Wassersturz verursachten wirtschaft­lichen S ch ä ö e n' für die betroffene Bevölkerung haben erfreulicherweise nicht das befürchtete Aus­maß erreicht und werden gegenwärtig durch um­fassende Hilfsmaßnahmen ausgeglichen.

Frankreich und Tunesien.

Vichy, 20. Mai. (Europapreß.)Tunesien wird in guten und in schlechten Tagen mit Frankreich vereint bleiben", erklärte der bisherige französische Generalresident in Tunis, Admiral Esteva, am Mittwochabend in seiner Rundiunkanfprache an die französische Bevölke­rung. Admiral Esteva erinnerte die Bevölkerung daran, daß Marschall P 6 t a i n und seine Regie­rung die gesetzlich gewählten Vertre­ter Frankreichs, seien, denen alle Gehorsam schuldeten, und schloß seine Ansprache mit den auf­richtigsten Wünschen für das Glück und Wohler­gehen Tunesiens.

Meutereien in Südafrika.

Rom, 19. Mai. (DNB.) Bei der Versenkung eines englischen 5000 BRT.-Dampfers au einem nicht genannten Ort durch ein italienisches U-Boot wurde als einziger Ueberlebenber ein von den Eng- länbern an der Alamein-Front am 18. Juni des ver­gangenen Jahres gefangener italienischer Militärarzt, der mit dem Dampfer nach Eng­land gebracht werden sollte, von seinen Landsleuten gerettet, der über seine Erfahrungen während der Gefangenschaft folgendes berichtet:

In einem südafrikanischen Gefangenenlager, in dem er untergebracht war, brach wegen schwerer Mißhandlungen eine Meuterei der Neger- truppen aus. Der das Lager kommandierende englische Kapitän wurde von den Negern mit Stockschlägen getötet, und zahlreiche Öffhiere wurden schwer verletzt. Zur Unterdrückung der Meu­terei wurde eine motorisierte südafrikanische Brigade eingesetzt, die auf Panzerwagen im Lager eintraf. Die meuternden schwarzen Truppen nahmen die ein- treffenden südafrikanischen Truppen unter Feuer. Hierbei wurden der Kommändierende Ge­neral, zahlreiche Offiziere und Soldaten getötet. Es kam bann zu einer längeren heftigen Schießerei, in beren Verlauf mehrere Eingeborene getötet würben. Die übrigen meuternden Zulu-Sol- baten würben verhaftet, vor ein Militärgericht ge­stellt unb kurz darauf wegen Meuterei hingerichtet.

Derartige Vorkommnisse ereigneten sich, wie der italienische Militärarzt berichtet, in verschiedenen Teilen Südafrikas und dauerten bis in den Januar 1943 hinein. Jedesmal wurden die Meutereien von den südafrikanischen Truppen blutig unterdrückt. Der südafrikanischen Presse war strengstens unter­lagt, über die Meutereien zu berichten.

von Schwerin, Kommandeur einer Infanterie- Division als 240. Soldaten; Oberleutnant Wilhelm Niggemeyer, Adjutant in einem Pionier- Bataillon als 241. Soldaten; Oberst Franz Gries­bach, Kommandeur eines Grenadier-Regiments, als 242. Soldaten; Hauptmann Erich Bären- länger, Bataillonskommandeur in einem Gre­nadier-Regiment, als 243. Soldaten: Major d. R. Richard Grünert, Bataillons-Kommandeur in einem Panzer-Grenadier-Regiment, als 244. Sol­daten: Oberfeldwebel Ernst Kruse, Zugführer in einem Panzer-Grenadier-Regiment, als 245. Sol­daten; Oberst Karl Löwerick, Kommandeur eines Grenadier-Regiments, als 247. Soldaten.

Empfang beim Führer. x

Hohe deutsche Auszeichnung für Frau Luuktonen.

DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 19.217ai. Der Führer empfing heute die Präsi­dentin der finnischen Frauenorganisation Cotta Svaerb, Frau Fanni Luukkonen, die sich auf Einladung der Reichsfrauenführerin, Frau Sch 0 lh- klink, zur Zeit in Deutschland aufhätt. Anläßlich dieses Besuches überreichte der Führer Frau Luuk­konen in Würdigung des hervorragenden Einsatzes der finnischen Frauenorganisation im gemeinsamen Freiheitskampf gegen den Bolschewismus den Stern des Deutschen Adlerordens.

Oie Toten bei den Talsperren.

370 Reichsdeutsche und 341 Kriegsgefangene

Berlin, 19. Mai. (DNB.) Zu dem Angriff auf die Talsperren, den der OKW.-Bericht vom 17. Mai meldete, erfährt das Deutsche Nachrichten- Büro, daß sich die Verluste unter der Zivilbeoölke-

abgesetzt. Aber Jonny hat eine schone Ausrede: »Nix savon", sagt er und grinst, daß seine Zähne doppelt weiß blitzen. Auch sonst fehlt der Humor nicht. Da hat ein Franzose auf seinen Bretterver­schlag, aus dem heraus er die Kontrollzettel an die Wahrer der mit Kies gefüllten Lastwagen verteilt, mit, Kxeide die Worte geschriebenVilla Zugluft" denn der Seewind fegt gewaltig über die Hochfläche.

Wie lebt der OT.-Arbeiter?

Wie lebt nun der OT.-Arbeiter? Zum überwie­genden Teil in Lagern; die aus der unmittelbaren Umgebung stammenden Arbeiter aber auch bei ihren Familien. Die Aufsicht und Betreuung in diesen lagern ist ausschließlich ehemaligen Angehörigen der französischen Freiwilligenlegion, die sich schon im Osten bewährten, anvertraut, denn das Haupt- kontingent der Arbeiter stellen naturgemäß die Franzosen. Sie sind aber nicht nur die zahlreichsten, sondern im ganzen gesehen auch die besten Arbeiter, vielleicht weil sie die Notwendigkiet ihrer Arbeit am schnellsten und tiefsten erkannt haben. Sie erleben ja fast täglich, was das Ausgeliefertsein an die anglo-amerikanischenBefreier" bedeutet. Um den Arbeitern aber einen weiteren Anreiz zur Leistungs­steigerung zu geben, sind sog. Musterlager geschaffen worden. Die hier untergebrachten Arbeiter, die unter den besten ausgewählt werden, erhalten nicht nur erhöhten Lohn und noch bessere Verpflegung, sie bekommen auch die Uniform der OT. mit dem je­weiligen Wappen ihrer Landesangehärigkeit und leben in einer Umgebung, die sich von den allge­meinen Lagern dadurch unterscheidet, daß sie mehr bietet als nur das Notwendige. Wir haben in ein solches Musterlager an der Kanalküste einen Blick tun können: In Den sauberen Holzbaracken ist für jeden Arbeiter ein Spind vorgesehen, ein '200^=

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