Ausgabe 
20.4.1943
 
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lüftiateit auf Xlibt Ran-l Weisung der WäßrigenL aus ber

fei.

Kunst und Wissenschaft

Unvergeßliches Erlebnis der Lugend.

Aufnahme der Pimpfe und Iungmädel. lleberweifung in die Partei.

und dem Bund Deutscher Mädel in die Partei galt.

Nach dem feierlichen Einbringen der Fahnen leitete Streichmusik die Feierstunde ein. Anschlie­ßend sang ein gemischter Chor frischer Stimmen das LiedEure Herzen sollen leuchten". Nachdem ein Hitlerjunge ein Wort des Führers an die deutsche Jugend verlesen hatte, sprach der Stand­ortführer der Hitler-Jugend des Standorts Gießen,

die Fernsprechleitungen mit privaten Gesprächen verstopft, gefährdet die Betreuung der durch Luftangriff Geschädigten!

Zeitgenössische Komponisten im Rundfunk.

Im Anschluß an Konzertwerke von Marcello, Joh. Ihr. Bach und Cnnarosa hören wir im Deutschland­sender am Mittwoch von 17.45 bis 18.30 Uhr zeit- len'össische Konzertmusik. Don Fritz von Bor­ries, der als Schöpfer des BühnenwerkesMa- Wus Fahlander" hervorgetreten ist, erklingen Lieder inb Klavierstücke, gespielt von Walter G'.eseking. Den Abschluß bildet eine Sinfonie -für Blasorchester oon Alfred Wilhelm Beckerath, Schüler von sIüfeph Haas.__

vielleicht mehr Berechtigung hatten, den Posten zu bekommen. Aber du chast dich für Dos Passos eingesetzt, weil du gewußt hast, daß er Pejer Fischer ist."

Ich habe bis heute nicht einmal gewußt, daß er noch lebt."

Das soll ich dir glauben ja? Warum hast du mir dann heute nachmittag nichts gesagt? Warum wolltest du verhindern, daß ich ihn treffe? Warum sollte ich unbedingt fortfahren?" steigert sich Lewis in Wut, er schreit sie an:Du sollst mir antworten, Virgin!"

Was kann ich antworten, wenn du kein Ver­trauen hast, Bob?" .

Vertrauen? Ich will die Wahrheit wissen. Was habt ihr vor?"

Willst du meine Handgelenke nicht loslassen, Bob?"

Lewis gibt ihre Hände frei.Ihr wolltet fort sein, wenn ich zurückkomme ja?"

Ich habe dir mein Wort gegeben, Bob, und ich habe immer gehalten, was ich versprochen habe. Aber du machst es mir sehr schwer!"

Lewis verliert seine Beherrschung.Du, Virgin, wenn du vergessen, haben solltest, daß Peter Fischer ein Mörder ist, ich habe es nicht vergessen. Nehmt euchün acht!" Damit macht er kehrt und geht fort.

Virginia sieht ihm erschrocken nach und zuckt zusammen, als seine Tür ins Schloß fällt.

Bob ist horchend hinter seiner Tür stehen ge­blieben in der Hoffnung, Virginias Schritt und ein zages Klopfen zu hören. Als nichts geschieht, gießt er sich ein Glas Whisky ein, trinkt es hastig. Er setzt sich in seinen Schreibtischsessel und beginnt zu schreiben. Schon nach wenigen Worten hält er inne und betrachtet mit sorgenvollem Gesicht ein auf dem Schreibtisch stehendes Photo Virginias, dos ihn versöhnlich anlächelt. Das Bild erweckt einen neuen Gedanken in ihm, erregt den Federhalter aus der Hand.

Durch ein paar Wände von ihm getrennt sitzt Virginia unbeweglich in Gedanken versunken. Alles in ihrem Zimmer erinnert sie plötzlich unangenehm an Bob. Die Radierung über dem Bett ist ein Geburtstagsgeschenk, die Blumen auf dem Tisch brachte er ihr gestern mit, zum Ueberfluß beginnt auch ihr Papagei, der, als sie das Licht einschaltete, aufgewacht ist:Bob liebt Virginia" zu krächzen, Still", fährt sie ärgerlich ihren Liebling an. Die Drohung, die in den letzten Worten von Lewis gelegen hat, beunruhigt sie. Ihre Gedanken kreisen immer um denselben Punkt: Was kann ich tun, um ein Unglück zu verhindern?

(Fortsetzung folgt.)

Aus der Gtadi Gießen.

Oie Baumblüte.

In unseren Gärten und auf den Obstbaumstücken grünt und blüht es, daß es eine Pracht ist. Mit aller Macht hat jetzt der Frühling seinen Einzug gehalten. Man sieht blühende Bäume und Sträu­cher, die das Entzücken jedes Naturftemzdes sind. Selbst in den Schrebergärten sieht man ein blühen­des Bäumchen neben dem anderen. Neben dem leuchtenden Weiß der Pflaumenbäume steht der zarte rosafarbene Hauch der Pfirsichblüte. Auch die Kirschbäume haben tausendfältige Blüte angesetzt. In der Gegend von Ober-Rosbach am Taunus, wo Zehntausende von Kirschbäumen ein Blütenwunder seltener Art entfalten, meint man in ein Farben- poradies versetzt zu sein. Auch in den geschützten Tälern blüht es in allen Farben, während die Höhenlagen allerdings noch zurück sind. Im zartesten Grün stehen auch die vielen Birkenwäldchen, wie man sie in mehr oder weniger großen Beständen in unserer engeren Heimat findet.

In den Gärten arbeiten Frauen und Jugendliche und bestellen die Beete, säen, stecken Pflanzen und jäten. In der wärmenden Aprilsonne wird es ihnen heiß bei der Arbeit, und die Jugend hat es sich schnell mit der Kleidung leicht gemacht.

So hat gerade recht zur Osterzeit unsere Land­schaft ein schönes und festliches Frühjahrsgewand angelegt. In Scharen werden, selbstverständlich in diesem Jahre mehr zu Fuß denn sonst, die Ein­wohner der Städte an den Osterfeiertagen in die

hing der höchste Preis winke, nämlich die Aufnahme in die Partei, des Führerordens des deutschen Vol­kes, um dort weiter zu bauen an dem/. Werk des Führers für das deutsche Volk. Unter Hinweis auf das Prinzip der 'Auslese der Führerschaft der Be­wegung hob Kreisleiter Haus hervor, daß sich vielleicht auch in diesem Jahrgang der Jugend künf­tige Führer und Führerinnen befänden, die durch ihre Leistung, ihre Einsatzbereitschaft und ihre Treue zu höchsten Aufgaben und Stellungen in der Be­wegung und im Reiche emporsteigen könnten. Ge­rade in der nationalsozialistischen Bewegung gelte das Wort, daß jeder den Marschallstab im Tor­nister trage. Zahlreiche führende Männer der Partei und des Staates hätten noch vor 20 Jahren als ein­fache Arbeiter der Stirn und der Faust, in einer Werkstatt oder als Bauer hinter dem Pflug ihre Pflicht erfüllt, und sie seien auf ihrem Marsche mit dem Führer durch ihre Treue und Einsatzbereit­schaft, durch ihre Leistungen und ihre Haltung zu den hohen Stellungen aufgerückt, auf die sie das Vertrauen des Führers berufen habe. An diesen Beispielen könne die Jugend ersehen, daß der Auf­stieg im nationalsozialistischen Reich nicht von dem Geldbeutel und Vermögen der Eltern, nicht vom Stand, Herkommen ober Beruf des Vaters ab­hänge, sondern einzig und allein von der persön­lichen Bewährung des einzelnen, seiner Einsatzbe­reitschaft und seiner Treue in der Arbeit für unser Volk, in der Treue zum Führer und seinem Werk.

Der Redner erinnerte die Jüngsten weiter an die Schwere des jahrelangen Ringens, das die alten Stampfer der Bewegung in der Kampfzeit zu be­stechen hatten und vielfach nur unter Einsatz ihres Lebens und ihrer Gesundheit siegreich für die Be­wegung vollenden kannten. Derartige Gefahren seien jetzt beim Einsatz für Adolf Hitler und fein Werk ausgeschlossen. Dafür müsse die Jugend ihre Einsatz- bereitschaft auf anderen Gebieten immer erneut un­ter Beweis stellen, z.B. bei dem vielfältigen Dienst der Hitler-Jugend im Sport, bei Sammlungen, spä­ter im Arbeitsdienst und in einer der Gliederungen der.Partei. Auf diesem Wege erwerbe sich die Ju­gend die Voraussetzungen für ihre Aufnahme in den Führungsorden des deutschen Volkes, die NSDAP., in den nach dem Willen des Führers nur die Besten des deutschen Volkes aufgenommen wer- den sollen. Kreisleiter Haus lenkte in diesem Zu­sammenhänge die Gedanken der Jugend zu den Männern hin, die im Kampfe für Führer und Volk höchste Einsatzbereitschaft, jetzt im Kampfe unserer Wehrmacht, vorher aber schon in der Kampfzeit der Bewegung und in den Jahren des nationalsozia­listischen Aufbaues, vielfach bekundet haben, die auch ihr Leben Hingaben in opferbereitem Einsatz für den Führer und sein Werk, für unser GroDeutschland. Am Beispiel dieser Männer machte er der Jugend klar, daß es auch für sie, für jeden einzelnen, neben der Einsatzbereitschaft und der Treue vor allem immer wieder auf die Tat ankommt und daß sie mit der Aufnahme in die Partei noch größere Pflich­ten zu erfüllen hat als bisher.

Die Zukunft werde. ebenso wie die bisherigen Jahre den deutschen Menschen gewaltige Aufgaben stellen. Auf Generationen hinaus werde es in Deutschland kein Ausruhen geben, immer wieder müßten alle Kräfte für unser Reich eingesetzt wer- den und die Besten als Motor des deutschen Volkes wirken. Mit diesem Blick auf die Gegenwart und dem Ausblick auf die großen zukünftigen Aufgaben stellte Kreisleiter Haus den Jungen und Mädchen, die nun als jüngste Parteigenossen und Parteige­nossinnen in der Bewegung Mitarbeiten werden, die weitgesteckte Größe ihrer Pflichten vor Augen, und er brachte ihnen dabei die im Frühjahr 1927 von dem Führer selbst festgelegten Richtlinien über die Pflichten der Parteigenossen zur Kennt­nis. Mit dem Hinweis auf das hohe und allezeit verpflichtende Vorbild des Führers als des besten Mannes unseres Volkes und des treuesten und wertvollsten aller Deutschen schloß der Redner

In Gegenwart zahlreicher Ehrengäste und vieler Eltern führte die Partei am gestrigen Montagabend in der vollbesetzten Aula der Universllät eine ein­drucksvolle Feierstunde durch, die der Ausnahme der zehnjährigen Jungen und Mädel in das Deutsche Jungvolk bzw. den Jungmädelbund und der lieber»

..Eigentlich nur die Tatsache, daß mein Dampfer »ier für vierundzwanzig Stunden Swtwn m ch, Exzellenz!" erwidert Rubber schlagfertig.

Und uneigentlich - Mr. Rubber?

.Die ewige Hoffnung eine- Reporters,

iinmal die große Sensation zu finden. s »enn plötzlich sieht er ein Gesicht. da- chm bekanM -orkommt. Diese großen brennenden Lugen, dielen Mund hat er Loch schon irgendwo einmal gesehen.

Er meint Virginia Larsen, die mteresselo z h und dem Gouverneur hinüberblickt.__ m^mier

. Rubber kann seine einmal erwacht- Neugier nicht zügeln:Wer ist die Dame, fragt ^°Das"ist^Miß Larsen chyMme-Departement.

Miß Larsen?" grübelt Will Rubber.

Oberstammführer Dr. Schneider zu der Jugend, die sich in dieser Stunde in die Ge- me-inschaft der Hitler-Jugend einreihte. Er machte sie darauf aufmerksam, daß diese Gemeinschaft nichts anderes kenne als höchste Pflichterfüllung gegen­über dem Führer und seinem Werk, und er gab zur Bekräftigung dieses Hinweises die Verpflich­tungsformel bekannt, zu der sich der jüngste Jahr­gang der Gefolgschaft des Führers zu bekennen habe. Er hob weiter hervor, daß dieser Jugend der Weg leichter gemacht sei dadurch, daß sie im nationalsozialistischen Deutschland geboren wurde, nachdem die alten Kampfgefährten unter dem Füh­rer die Macht im Reiche bereits erobert hatten. Weiter wies er die Jüngsten auf die große Ent­scheidung hin, um die es in dem jetzigen gewaltigen Ringen gegen die äußeren Feinde des- Reiches gehe, bei der der Führer mit feinen tapferen Sol­daten für eine große Zukunft des Reiches, vor allem für ein glückliches Leben der Jugend kämpfe, wäh­rend der Sieg unserer Feinhe Not urtb Untergang unseres deutschen Volkes bedeuten würde. Die Ju­gend müsse heute dem Führer versprechen, durch jj)re Leistung und Haltung ihm immer Freude zu bereiten, und damit ehre sie zugleich die Helden an der Front und die Schaffenden in der Heimat. Mit dieser verpflichtenden Ermahnung übernahm Oberstammführer Dr. Schneider die Jüngsten der Gefolgschaft des Führers in Gießen in die Reihen der Hitler-Jugend, und er rief ihnen zu, daß sie von nun ab nichts anderes kennen dürften als ihre Pflicht und als einziges Recht nur das^Bewußtsem, ihre Pflicht getan zu haben.

Nach einem Lied machte ein Jungvolkführer die

Parker spürt sein Interesse.Kommen Sie, ich telle Sie vor!"

Mit liebenswürdigem Lächeln tritt der Gouver­neur an Virginias Tisch.Miß Larsen, ich möchte Sie mit Will Rubber bekannt machen, dem besten Reporter der Welt!"

Rubber merkt den feinen Spott nicht.No, no Miß Larsen, der Herr Gouverneur übertreibt. Meine Feinde sagen: Einer der Besten!" .

Sehen Sie, Miß Larsen, das ist die wahre Bescheidenheit!" kann sich der Gouverneur nicht enthalten zu sagen. _

Virginia lächelt höflich.Ich freue mich, Sie kennenzulernen, Mr. Rubber."

Ich mich auch. Aber ich glaube, ich habe mich schon einmal gefreut." Mit feinen hellen Augen tastet er förmlich ihr Gesicht ab.Wir müssen uns fenneh, wir haben uns bestimmt schon einmal getroffen!"

Ich kann mich nicht erinnern, Mr. Rubber!" gibt Virginia Larsen ihrer Verwunderung Aus­druck und fügt dann hinzu: ,Zch kenne Sie natür- lich, ich meine Ihren Namen, Ihre Artikel, aber ..."

Doch, Miß Larsen, wir sind uns schon einmal begegnet. Ich vergesse nte^ ein Gesicht, das ich schon einmal gesehen habe."

Ich auch nicht!"

Und da eine Dame immer recht hat, Mr. Rubber, einigen wir uns: Sie haben sich zum ersten Male gefreut!" beendet der Gouverneur das Ge­spräch.Sagen Sie, Miß Larsen", wendet er sich an die Aerztin,was ist eigenllich mit eurem Dr. Dos Passos? Kommt er oder kommt er nicht?"

Ich weiß es nicht!" entgegnet Virginia, errötet und wird deshalb verlegen.

In diesem Augenblick kommt Lewis zuruck. Guten Abend, Exzellenz!" / .

Parker erwidert den Gruß.Uebrigens, Mr. Rubber darf ich Ihnen unseren Dr. Lewis vor­stellen, der morgen auch mit Ihrem Dampfer ..." er unterbricht sich, als er sieht, daß der Journalist den Arzt verblüfft anstarrt.Na, na, na, Mr. Rubber kennen Sie ihn vielleicht auch?"

Wirklich nickt Rubber.Ich glaube, wir haben uns schon einmal.......

Jetzt kommen Sie aber! Das scheint ja direkt eine Krankheit bei Ihnen zu sein!" Er geht mit Rubber zu Mr. Sedgewick herüber.

Lewis sieht dem Journalisten mit leichtem Kopf- schütteln nach.Komischer Kauz!" Dann bittet er: Tanzen wir noch mal?"

Nein, Bob ich möchte jetzt wirklich ...

Gehen! Ich weiß schon, also gut. Komm Virgin!

An der Glastür sehen sie im Foyev Professor

Pimpfe mit ihrer Pflicht im Jungvolk bekannt, in­dem er ihnen das Losungswort des Jungvolks be­kanntgab: Pimpfe sind hart, schweigsam und treu; Pimpfe sind Kameraden; der Pimpsen Höchstes ist die Ehre. Anschließend sprach eine Jungmädelfüh- rerin zu den Jüngsten der Jungmädel und gab ihnen folgende Leitsätze bekannt: Jungmädel sei Kgmeradin, sei tapfer und treu; Iungmädel sei ge­horsam ün'd verschwiegen; Iungmädel wahre deine Ehre!

Nach dem gemeinsamen Gesang des Liedes der Hitler-Jugend erfolgte die Aufnahme von 423 Jun­gen und Mädel in Gießen in das Jungvolk bzw. den Jungmädelbund durch den zur Zeit wegen Er­krankung des Kreisleiters B a ck h a u s miit der Füh­rung des Kreises Wettevcvu beauftragten

Krei6leiterBereichSleilerHaus,Wetzlar

Er sprach anschließend zu der Jugend, der er zu­nächst die große Bedeutung dieser Doppelfeier der Aufnahme der Jüngsten in die Hitler-Jugend und der Ueberroeifung der 18jährigen in die Partei nahe­brachte und hen Pimpfen und Iungmädeln die Ver­sicherung gab, daß der Weg, den sie mit ihrer Auf­nahme in die Hitler-Jugend nun beschritten hätten, bestimmt zum Führer führe. Diesen Weg würden in jedem Jahre immer aufs neue deutsche Jungen und Mädel beschreiten, und so werde Generation um Generation den Weg zum Führer und seinem Werk finden. Mit ihrer Hingabe bringe die Jugend dem Führer das schönste Geschenk zu seinem Ge­burtstag dar, denn aus ihrem Marsch zu ihm und seinem Werk könne der Führer immer wieder ent­nehmen, daß er nicht umsonst gelebt und gearbeitet habe. Er wisse, daß für das oon ihm gestaltete Deutschland Jahr um Jahr eine Jugend eintrete, die gewillt und bereit sei, in heißer Liebe zu diesem Lande, das uns so teuer ist, ihr Leben einzusekSn und ihm ihre Arbeit zu widmen. Und mit dem Füh­rer freue sich die nationalsozialistische Bewegung, denn sie wisse, so lange Jahr um Jahr deutsche Jun­gen und Mädel antreten auf der Straße, die deut­sche Menschen wandeln, so lange werde die natio­nalsozialistische Bewegung in der Lage sein, dem deutschen Volke immer wieder neue Impulse zu ge­ben.

Der Redner wies sodann die Jüngsten daraus hin, daß ihnen nach achtjährigem treuen und eifrigen Dienst in der Hitler-Jugend für ihre Pflichtersul-

Lissabon, 20. April. (Europapreß.) Solange Nordamerika sich nicht auf den totalen Krieg ein- jefteQt habe, werde es auch nicht begriffen haben, norum es diesmal gehe. Die Kriegführung in frer Heimat noch mehr a' F "

ine erstaunliche Gleichgültigkeit, auf, schreibt Ray-

Vom Schicksal verweht

Roman von Holla Gutkelch

9. Fortsetzung. (Nachdruck verSoten.)

Aber Professor Forster hat mir extra gesagt.

i)u darfst gehen. Außerdem, wenn etwas Wlch- nges ist, wird man dich schon anrufen.

Trotzdem, Bob, ich möchte nicht mehr lange

Forster im Gespräch mit Dr. Dos Passos. Vir­ginias Hand tastet unwillkürlich nach ihrem Herzen. Bob faßt sich schneller als Virginia.

Was denn, wollt ihr schon gehen?" spricht Pro­fessor Forster die beiden freundlich an.Na, dann kommen wir ja gerade noch recht." Er hat nicht die Absicht, Lewis und Virginia fortzulassen.Lie­ber Doktor", wendet er sich an Dos Passos,Miß Larsen kennen Sie ja schon, und dieser glückliche junge Mann hier ist Dr. Lewis, Ihr Vorgänger auf der Dschungel-Station."

Dos Passos hat sich völlig in der Gewalt. Er schüttelt dem Kollegen die Hand.Hallo, Dr. Lewis ich bebaure, daß Sie morgen schon fortfahren."

,Zch bebaure es auch, Dr. Dos Passos."

Ja, ich hätte Sie in ein paar Dingen gern um Rat gefragt", fährt Dos Passos höflich fort.Aber Ihre Berichte- sinb ja ausgezeichnet, bie werden mir auch so viel helfen."

Sie wollen auf bie Station?" fragt Lewis kühl.

Ja, ich werbe wahrscheinlich auch nicht mehr erreichen als Sie, aber .. versuchen muß man es doch, nicht?"

Gespannt beobachtet Virginia bie beiden Männer. Ihr ist nicht klar, ob Bob Peter Fischer erkannt hat.

Also Doktor, gute Ueberfatjrt", verabschiedet sich Dos Passos,und kommen Sie gesund wie­der. Auf Wiedersehen, Miß Larsen!" Auch Forster nickt den beiden zu.Ich sehe Sie ja morgen früh noch, Lewis!" Die beiden Herren verschwin­den durch die Glastür.

Ruhig, als fei nichts vorgefallen, fragt Bob: Gehen wir?"

Ja." Virginia ist ganz sicher, daß Lewis reicht Dos Passos mit Peter Fischer identifiziert hat.

Ziemlich schweigsam legen sie den kurzen Weg vom Klub bis zum Hygiene-Departement zurück. Virginia ist glücklich und bereit, Bob jede Bitte zu erfüllen, aus Dankbarkeit dafür, daß er den ge­liebten Mann nicht wiedererkannte.

Vor Virginias Zimmer bleibt Bob Lewis stehen. ^.Gute Nacht." Als sie ihre Hand wieder aus feiner wfen will, läßt er sie nicht los.

Hast du wirklich geglaubt, ich würde ihn nicht erkennen?" fragt er hart und packt Virginia bei den Handgelenken.

Sie ist wie gelähmt. .

Seit wann weißt du, daß er Dos Passos ist?

Bob Lewis Stimme ist rauh vor Zorn.

Virginia will dem Menschen gegenüber, den sie heiraten will, ehrlich sein.Seit heute nachmittag."

So? Und du hast Forster überredet, ihn kom­men zu lassen, ohne zu wissen, wer er ist? Warum? Es haben sich genug andere Aerzte beworben, die

Walder und Felder hinausziehen, um die gesunde Luft zu atmen und sich neue Kraft für die weitere harte Arbeit im Dienste der Heimatfront zu ver­schaffen.

Privatquartier für die Angehörigen Verwundeter.

Bellwäsche und Handtücher milbringen.

Dielen tausenden von Angehörigen Verwundeter hat die Deutsche Frauenorganisation bisher Privat­quartier gestellt und ihnen dadurch ermöglicht, Sohn, Vater oder Bruder im Lazarett ju besuchen. Die Deutsche Frauenorganisation sieht weiterhin eine besonders schöne Aufgabe darin, die Unttrkunfts- frage für die Verwandten der Verwundeten kame­radschaftlich zu regeln. Sie erwartet allerdings Ver­ständnis dafür, daß die Gastgeber bei der sehr star­ken Inanspruchnahme nicht mehr in der Lage sind, Bettwäsche und Handtücher zu geben. Es empfiehlt sich daher, in Zukunft Wäsche mitzubringen. Außer­dem ist es wünschenswert, die Besuche auf die näch­sten Angehörigen zu beschränken. Wenn ganze Fa­milien mit Kindern, die kaum laufen können, ange­reist kommen, wird die gern gewährte Gastfreund­schaft zu einer untragbaren Belastung, und es be­steht die Gefahr, daß für die Frau oder Mutter des Kameraden kein Quartier mehr vorhanden ist. Die Deutsche Frauenorganisation bittet darum, diese Wünsche und Anregungen zu beachten, da nur so das taMfofe Funktionieren des allen zugute kom­menden Ouartierdienstes gewährleistet werden kann.

Verdunkelungszeit:

20. April von 21.27 bis 5.44 Uhr.

tzrid, wie bei den Anichlägen, die in letzter Zeit auf intge bekannte politische Persönlichkeiten Bulga- iens unternommen wurden. Es scheint sich jedoch ach diesmal wieder um einen politschen Mord zu mndeln, da Dimkoft in seinem Stadtviertel als aus- -,esprochener Gegner der Kommunisten be- xrnnt war.

Verlorene Seelen."

Die sozialen Mißstände in England.

Stockholm, 19. April. (DNB.) Das plutokra- i.fdje England hat nicht die geringsten Empfindun- ien für die Not der arbeitenden Bevölkerung, ein geweis dafür, daß alles Gerede um den Deveridge- Zlan nichts als Heuchelei ist. Das muß selbst der londonerNews C h r o n i c [ e" zugeben, der die Fialen Mißstände in einem Artikel behandelt, !<r allerdings schamhaft an versteckter Stelle abge­fuckt wird. Es sei erwiesen, so heißt es in dem Irtikel,daß unsere Industriestädte Millionen verlorener Seelen beherbergen, die unter Zerhältnissen leben, die sich weit unter bem ilementarsten A n st a ndsstandard be­enden". Alle Tatsachen über die unglaublichen iebensbebingungen eines großen Teils der eng- schen Bevölkerung wurden von der Frauengruppe ier öffentlichen Wohlfahrt geprüft, und jetzt in ünem Bericht bekanntgegeben, zu dessen Lesen man, □ie der Verfasser bemerkt,einen guten Magen iahen muß". Viele der Tatsachen wurden von den Ninisterienaus Rücksicht auf die Empfindlichkeit !er Lokalbehörden" zurückgehalten. Alles das ist ichts neues für uns. Der Führer selbst hat ja in iner Rede zu Beginn des Krieges über die sozialen Aißstände in England gefprodjen und darauf hin- fwiesen, daß man in England die sozialen Maß­nahmen des Deutschen Reiches fürchtete, weil sie azu anregen könnten, ähnliches auch in England zu ordern.

OieLlGA. und der totaleKrieg

inond Clepper imNew York World Telegram". Die Herstellung von fehlerhaftem Stahl müsse exem- ilarisch bestraft werden, >um abzuschrecken. Die phantastischen Gewinne der Reedereien seien nicht ingebracht in der Zeit, wo man versuche, Farmer mb Bergleute zir übereilen, ihre Forderungen nicht \\i hoch zu schrauben. Mit der anmaßenden These »er Schiffsbesitzer, sie bewegten sich mit ihren Pro­sten im Rahmen des Erlaubten, liehe sich der Rampf gegen die Inflation keineswegs durchführen. Ein enttäuschender Feldzug."

Wavell über die Lage in Burma.

Lissabon, 20. Äpril. (Europapreß.) Die Rück- sroberungsversuche der bvitischen Streitkräfte in : Burma werden von dem Oberkommandierenden, General Wavell, als sehr enttäuschend bezeichnet. 3n einer Unterredung mit dem Korrespondenten der .New Bork Herald Tribüne" betonte Wavell, daß j !ste Hoffnungen, die sich das britische Kommando Ms einen erfolgreichen Feldzug an der Arakan- iiont gemacht habe, enttäuscht worden seien. We- $en der Verbindungs- und GeländeschVierigkeiten jätten die Briten nicht über Akyab weiter vormar- chieren können. Wavell bestätigt, daß die Japaner über starke Positionen in Burma verfügten und die Engländer sich wiederholt hätten zurückziehen müs-

Meiben!"

Gut, Virgin. Aber ein Glas Sekt trinken wir »och? Ja?" Seine Bereitwilligkeit rührt und ärgert ie gleichzeitig. Nie kann erNein" zu lhr sagen. Doch es ist gut so, denn wenn er es letzt täte. Sonnte es ein Unglück geben. Morgen früh fahrt Lob ab, und wenn er wiederkommt, darf Peter richt mehr da sein. Dafür wird-sie sorgen.

Sieh mal den alten sedgewick! fallt Lewis Stimme in ihre Gedanken. Mr. sedgewick sitzt mit »er Frau des Gouverneurs an einem der Neben Äsche. Er winkt Lewis heftig mit einem Zettel zu. I.OH je wieder eine Liste mit ^sorgmigen.

Wenn das so weitergeht, brauche ich einen- Extta Dampfer für all die Sachen. bie# ich mitbrmgen oll. Entschuldige einen Augenblick! ,

Virginia ist verzweifelt "ber die Verzögerung, rlengstlich beobachtet sie die Tur, durch die letzt »er Gouverneur und Will Rubber emtreten Sie laben draußen auf der Terrasse srische Luft ge chöpft. Der Gouverneur ist ein guter r^P'^ea enner. Er hat Rubber sofort Zl-mlicks rlchligs em- reschätzt und mokiert sich nun auf ^ente W s Iber ihn.Eines müssen Sie mir "°ch erklären, Mr. Rubber: Was verschafft unserer b-Ich-ldenen 3n-el eigentlich bie hohe Ehre, d-n b-mhmten KS. R. von den .London Rewe begrüßen zu