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Samstag, 20 /Sonntag, 2k. Märzl^S

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Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhesien

Kraft des Opfers

Adolf Hiller.

feiern, als das deutsche!

Hjelgorod in überraschendem Vorstoß genommen

aiiSrbemuftt^braÄt mürbe'9 Im Laufe \ Offiziers ist, wirb im Kriege als Führer seiner auch gebracht, bewußt gebracht wuroe. .jm wai « A? . . « Vorkämofer seiner

Das Vaterland darf jedes Opfer fordern

Zchriftleitung und Geschäftsstelle: Sieben, Zchulstrahe 7-9

Groß ist die Zahl der Gräber, wo deutsche Hel­den dem großen deutschen Sieg entgegenschlafen, für den sie ihr Leben einsetzten. Gewaltig aber ist auch die Kraft, die von ihren Gräbern ausgeht. So ist Stalingrad für uns der Wendepunkt zum totalen Krieg, zur Entfaltung unserer ganzen physischen und seelischen Kraft geworden.

Und das ist es, was uns auch der Heldengedenk­tag sagen will: Er ist kein Tag der Trauer, sondern ein Tag des Dankes, des Stolzes und des Glaubens. Diesen Glauben gewinnen wir aus dem Opfer un­serer Helden. So ehren wir unsere Toten der Schlachten als die Wegbereiter unserer Freiheit, als die Stürmer zum deutschen Siege. Aus solcher Hel­denehrung schöpfen wir neue Kraft und neues Ver­trauen.

Der OKW.-Bericht vom Freitag enthält den in­haltsschweren Satz, daß unsere Untersee­boote im Atlantik in schweren Geleitzug­kämpfen stehen. Dabei handelt es sich um großräu­mige Operationen, die noch im Gange sind. Es ist das Kennzeichen der militärischen Operationen, die man als dieSchlacht auf den Weltmeeren" bezeich­net, daß die Kämpfe sich über große Räume hin- ziehen. Wer seine strategischen Auffassungen an den Verhältnissen des Landkrieges ausgebildet hat, muß für den Seekrieg vollkommen umlernen. Gewiß, auch im Landkriege haben wir uns an ganz andere Größenordnungen und Entfernungen gewöhnen müssen, nachdem der Krieg im Osten und in Afrika einen weiträumigen Charakter angenommen hat. Die Kriegführung in den Weiten der Ozeane ist aber etwas grundsätzlich anderes. Denn auf den Ozeanen gibt es keine Fronten. Vielmehr operieren die gegnerischen Flotten von ihren eigenen Stütz­punkten aus auf dem freien Meer, und es kommt nicht auf die Besetzung einer bestimmten Linie, son-

Gruppe und seines Zuges zum Vorkämpfer seiner Kameraden. Von der hervorragenden Bewährung des Unteroffizierkorps zeugt, daß nicht nur eine sehr große Zahl von ehemaligen Berufsunteroffizieren heute als Bataillons- und Regimentskommandeure im Kampf stehen, sondern auch die Verleihung höch-

Die Luftwaffe unterstützte mit starken Kräf­ten in mehrfach wiederholten Einsätzen die Angrlsfs- und Abwehrkämpfe des Heeres.

An der nordtunefifchen Front verläuft ein eigenes örtliches AngriffsunternehMen erfolg­reich.

Ein Verband von USA.-Vombern griff am Tage nordweftdeutschetz Küstengebiet an. Die Bevölke­rung, vor allem in Bremen, hatte Verluste. Deutsche Jäger schossen zum Teil weit über See sieben vier­motorige Flugzeuge ab, drei weitere Flugzeuge ver­lor der Feind über den besetzten Westgebieten.

Nach einem erfolgreichen Tagesvorstoß schneller deutscher Kampfflugzeuge gegen einen Hafen in Südengland griff die Luftwaffe in der ver­gangenen Nacht die Industriestadt Norwich und den Hafen Great Yarmouth an. Beim Ab­flug wurden starke Brände beobachtet. Drei Flug­zeuge werden vermißt.

Im Atlantik stehen unsere Unterseeboote in schweren Geleilzugkämpfen. Die großräumigen Ope­rationen find noch im Gange.

Druck und Verlag: vrühlscheUniverstlatsdruckereiR. Lange

das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreu­zes verliehen hat, sind Oberfeldwebel Bruno Kohnz, Zugführer in einem Jägerregiment, und Unteroffizier Georg Rietscher, Beobachter in der Panzerjägerkompanie eines Grenadierregiments.

Kohnz, 1914 als Sohn eines Erbhofbauern in Ochtendung (Kreis Mayen, Gau Moselland) ge- uoren, erhielt bei den schweren Abwehrkämpfen im Westkaukasus im September 1942 das Deutsche Kreuz in Gold und drei Monate später das Ritter­kreuz. Im Januar 1943 war sein Jägerregiment massierten Angriffen einer feindlichen Gebirgs- Schutzen-Division ausgesetzt. In Ausnutzung der vielfachen Uebermacht erzwangen die Bolschewisten einen Einbruch und nahmen eine Ortschaft bis auf einen kleinen Teil in Besitz, in dem sich der Stab

Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis 8*/» Ubr desÄormittags

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Wiederholung MlÄstaffell SlbschlüsseMengenstaffelL Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"^ mehr

Oer Wehrmachtvericht.

DNV. Aus dem Fühkerhauplquarlier, 19. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Kampfraum Charkow Vjelgorod und nordwestlich Kursk schreitet der deutsche An­griff auf breiter Front erfolgreich fort. Südöst­lich Charkow wurden dw Reste der dort ain- geschlossenen sowjetischen Kräfte vernichtet. Verbände der Waffen-^ eroberten in überraschendem Vorstoß die Stadt B j e l g o r o d. Die Infanteriedivision Großdeutschland" wehrte feindliche Angriffe bei B o x r i s s o w k a ab und stieß anschließend weit nach Osten vor. 4 7 Sowjetpanz,er wurden vernichtet.

Südlich 0 r el, südlich Wjasma und bei Sta­raja Ruh ja endeten feindliche Durchbruchsver- suche mit einer schweren Niederlage für die Sowjets. Sie verloren neben vielen Menschen und zahl­reichem Material allein im Abschnitt von Wjasma 93 Panzerkampfwagen.

Helden.

wenn das Leben zu seiner Behauptung, soweit wir die Natur überblicken und in ihr walten Eln- icht gewonnen haben, immer wieder Opfer fordert, um neues Leben zu gebären und Schmerzen zufügt, um Wunden zu heilen, dann ist der Soldat in diesem Ringen der erste Repräsentant des Lebens. Denn ec stellt zu allen Zeiten jene beste Auslese der wenn notwendig durch ihre Lebenshingabe das

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iss letzten Jahres sind Namen von Stabten und D örfern, von Flüssen, Tälern und Hohen, von Ge- b.rgen, von Seen unb Meeren genannt moröen. Die Immer mieber die Größe soldatischer Opfer tunbeten, d e uns daran erinnerten, daß Tausende von Kllo- n etem vom Herzen der deutschen Heimat entfernt isutsche Soldaten für deutsche Freiheit deutsches Lsebensrecht. deutsche Größe und deutschen s2ieg limpfen, bluten und sterben. Ihre Opfer sind für uns Verpflichtung, Ansporn, heiligstes Erbe.

foläge ohne Erschütterung zu ertragen.

Dieser Krieg wird gewonnen werden mit Den Mitteln der Technik und der- gesamten Ausrüstung tss deutschen Soldatentums, er wird gewonnen t erben durch den charakterlichen Einsatz der ganzen <J. ation, durch die Festigkeit, mit der die national­sozialistische Bewegung diesen großen Kamps der deutschen Geschichte führt. Vor allem und über dem stehen die Opfer im Osten. Sie sind Berpflich- tng, sie sind Ansporn, sie sind schon heute heilig- fi25 Erbe." Dieses Wort Alfred Rosenbergs muß ins vor Augen stehen, wenn wir am Sonntag un­serer Gefallenen gedenken. Ihr Tod ist Opfer, Treue, ik ereitschatt für das Volksganze.

Sie sind schon heute heiligstes Erbe , das wir zo mehren haben. Stalingrad hat die Größe des Op- f rs unserer Soldaten im Licht des unmittelbaren Miterlebens einer ganzen Welt gezeigt. Aber wiegt rcht jedes Heldenopfer genau so schwer wo immer

Die schwere Geleitzugschlacht im Atlantik

Von unserer Berliner Schriftleitung.

$»ftritten hatten, geschaffen war. Der Sieg des Ha- lünkreuzes war zugleich eine Rechtfertigung all die- i r Opfer. Aus dem Opfertod der Weltkriegsfol- taten ist die Kraft heroorgegangen, die unser deitt- sches Volk aus seiner Erniedrigung herausgerissen mb wieder zu einer neuen Höhe geführt hat. Im­mer wieder in der Geschichte bewahrheitet sich die ,<Ete Erkenntnis, daß ein Opfer nicht vergeblich ist, D»enn es reinen Herzens gebracht wird.

In diesem Kriege, der das deutsche Volk zu seiner höchsten Bewährungsprobe aufgerufen hat, mußten r ieberum zahllose Kämpfer ihre Treue gegen Fuh- |i*r und Volk mit dem Leben besiegeln. Der Heiden- ^denktag, den wir heute begehen, ist für das deut­le Volk ein Tag der stolzen Erinnerung an die Taten derer, die Ost und West, in Nord und Süd sch unvergänglichen Ruhm erworben haben, die in jfimberten von Schlachten den Feind besiegt haben inb benen es gelungen ist, den Krieg von den Grenzen unseres Vaterlandes fernzuhalten und weit k das Land der Gegner zu tragen. Mit diesem tz tolz auf den Hel'densinn der Söhne unb Brüber rsrbindet sich der Dank für ihren Einsatz unb ihre Stiftung. Alles das, was das deutsche Volk in der $ eimat an Mehrleistung und an Unbequemlich­keiten, ja auch an Entbehrungen auf sich ZU nehmen hat, ist gering gegenüber dem, was unseren Sol­lten an den Fronten an Opfern zugemutet werden muß. Sie leisten das, was von ihnen verlangt wird, tone darüber ein Wort zu verlieren. Ihr Helden­tum ist phrasenlos und selbstverständlich. Sie be­reisen, daß der Geist der Väter in ihnen lebendig ttt. Sie zeigen sich der stolzesten Überlieferungen fcsr deutschen Soldatengeschichte würdig.

Gerade die Helden der 6. Armee haben uns den beweis dafür gegeben, daß durch ihr Opfer neue Straft sich sammeln konnte, die Ausgangspunkt für rsue Siege sein wird. Nur ein Volk von seelischer (röße mit starkem Willen und letzter Opferbereit» s-hast vermag solche Taten zu vollbringen, wie sie It e 6. Armee in Stalingrad in das Heldenbuch der c eschichte geschrieben hat, vermag auch solche Rück-

bern auf die Vernichtung der feindlichen Streitkräfte allein an.

Einen besonderen Charakter hat dabei der U- Boot-Krieg, bei dem die U-Boote ständig im strategischen Angriff, die gegnerischen Schiffe in der Verteidigung sind. Neben den U-Booten setzen die Flieger der Achse der feindlichen Versorgungs­schiffahrt besonders in den engen Gewässern, also jetzt vorzugsweise im Mittelmeer, kräftig zu. Der italienische Wehrmachtbericht vom Freitag meldet, daß ein Torpedoflugzeug-Derband einen kleineren feindlichen Gcleitzug erfolgreich angegriffen hat. Zwei 5000-BRT.-Dampfer dieses Geleitzuges wur­den versenkt, ein dritter Dampfer von 7000 BRT. blieb nach Sorpebo treff er mit starker Schlagseite liegen. So wirb der feindliche Nachschub nir die Truppen in Nordasrika ständig angegriffen und schwer beeinträchtigt. Die italienischen Torpedoslie­ger haben bei dieser Gelegenheit wieder einmal Proben ihres großen Könnens abgelegt.

Es gab eine Zeit sie liegt jetzt schon viele ahre zurück, da viele tausend guter Deutscher, ?.e im letzten Weltkrieg den Vater, den Mann, den Zahn, den Bruder, den Verlobten verloren hatten, sttt ihrem Schicksal haderten. Sie wähnten, daß das lpfer, das sie gebracht hatten, vergeblich gewesen rare, weil das Reich zusammengebrochen unb zur kchnmacht verurteilt war. Es waren nicht die Schlech­tsten, die so dachten, aber sie waren keines anderen Gedankens fähig, weil sie aus Nacht unb Dunkel j Linen Weg zuin Licht mehr sahen. Adolf Hitler pb ihnen das wieder, was sie verloren und nun r-iefoergefunben hatten: den Glauben an ein neues mb starkes Deutschland, das die Opfer, das die zwei Millionen gefallener Helden gebracht hatten, ehren mb hochhalten werde. So erhielt ihr Tod ebenso I inen tieferen Sinn und seine Weihe wie der Op- j-rgana der Freikorps kämpf er, der Toten des 9. No- | iLmber 1923 und all derer, die ihnen nachfolgten, lüL*das neue Deutschland, für das sie gekämpft und

HervorragendeVewähmngdeeMeroWerkorps

Wiederum zwei Unteroffiziere mit dem Eichenlaub ausgezeichnet.

M. Zahl gang Nr. 57 Tidjetni täglich, außer sonntags und feiertags

Beilagen:

Zießener »Xamilienblättet eimat imBild DieScholle

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des Jäger-Regiments verteidigte. Obgleich Kohnz durch Unterarmschuß zum neunten Male verwundet worden war, stürmte er an der Spitze einer kleinen Schar ein Widerstandsnest nach dem anderen unb warf die Sowjets in härtestem Nahkampf bis auf den Ortseingang zurück.

Rietscher, 1918 als Sohn eines Stein arbeitens in Schweinerden (Sachsen) geboren, erhielt das Rit­terkreuz im Juni 1942 als Richtschütze in einer Pan­zerjäger-Kompanie bei den Kämpfen am Donez. Als bei den Kämpfen im großen Don-Bogen beim An­griff von fünf Panzern die eigenen Geschütze nach Abschuß von drei feindlichen Panzerkampswagen ausgefallen waren, arbeitete er sich durch ein Mi­nenfeld und durch heftiges feindÜches Abwehrfeuer bis in den toten Winkel des einen der übriggeblie- benen Panzer vor, übergoß ihn mit Benzin unb zündete ihn an. Der Kampfwagen brach mit einer gewaltigen Explosion auseinander. Anschließend ver­nichtete er auf gleiche Weise den zweiten durch Mo« torschaden bewegungsunfähigen Panzer, obgleich bieser^sich durch heftiges Feuer aus seinen Maschi­nengewehren unb feiner Kanone zu wehren ver­suchte.

Erbitterter Abwehrkampf im Raum von Wjasma.

Berlin, 19.März. (DNB.) In dem welligen» von zahlreichen Waldungen durchsetzten Hügelland südwestlich Wjasma standen unsere Truppen in har­ten Abwehrkämpfen. Das von anhaltendem Tau­wetter aufgeweichte Gelände zwingt den Feind, feine Angriffe im Bereich ber großen Straßen zu führen. Bisher stützten sich die Bolschewisten hauptsächlich auf die Autobahn Smolensk-^ Moskau. Ihren neuen Vorstoß dagegen verlegten sie weiter nach Süden und setzten ihre Truppen im Raum der ebenfalls gut ausgebauten Straße Roslawl Moskau an.

Mehrere Divisionen und drei frisch aufgefüHte Panzerbrigaden führten den von starker Artillerie und zahlreichen Schlachtflugzeugen unterstützten An­griff. Ju 87 warfen in Sturzflügen ihre Bomben auf die im Gelände stehenden Sowjetpanzer unb biwakierende Truppen. Als bann die Masse der feindlichen Panzer, von Schützenwellen gefolgt, an- rollte, schlug ihr aus den günstig gelegenen überhöh­ten Stellungen unserer Grenadiere mörderisches Feuer entgegen. Die Granaten rissen die ge­schlossenen Panzergruppen, die über flache, weit­hin deckungslose Hügelhänge an greifen mußten, aus­einander. Von Stunde zu Stunde wuchs die Zahl der qualmenden Wracks im Schnee. Zwischen ihnen häuften sich die von den Maschinengewehren nieder- gemähten bolschewistischen Schützen. Auch während des erbitterten Abwehrkampfes warfen die Sturz- kampfftaffeln ihre Bomben immer wieder zwischen die vorrollenden Panzer und hinderten die sich un­ter den Granaten und Fliegerbomben auflösenden Formationen, sich von neuem zum Stoßkeil zusam­menzuschließen. Neben diesem Hauptangriff führten die Bolschewisten in den Nachbarabschnitten mehrere Fesselungsvyrstöße; die Gefechtsstreifen der benach­barten Division wurden fünf- bzw. siebenmal nach schwerem Artilleriefeuer aus mehr als 30 Batterien von Sturmkolonnen in Bataillonsstärke und einigen

1 Panzern angegriffen. Auch hier mußte xber Feind feine Vorstöße nach empfindlichen Ausfällen afs ergebnislos abbrechen.

Forderung der Toien.

Wir wollen etwas von uns, was man von und noch nicht wollte: wir wollen etwas mehr ..." Dieses Wort Nietzsches muß heute über all unserem Denken stehen, auch über unserem Heldengedenken. Das Gedächtnis unserer Gefallenen aus dem großen Aufbruchskampfe von 1914/18, aus der Kampfzeit der nationalsozialistischen Bewegung und vor allem aus dem gegenwärtigen Kriege ehren wir am ech­testen unb besten durch unseren schweigenden tota­len Einsatz für ihr Vermächtnis: die Freiheit des Reiches, Sie Rettung Europas vor der Dro­hung aus der Steppe. Unb dabei wollen wir aller­dings etwas von uns, was noch keiner vor uns von dem deutschen Volke wollte: einM e h r", ein volles Maß aller Leistung und eine unangreif­bare Haltung und Gesinnung. Die Toten stehen mahnend vor uns, sie -forbern von uns das Beste, das Höchste, was wir geben können. Worte reichen in unseren Tagen kaum hin, um das zu verdeut­lichen, was jetzt notwendig ist. Dennoch ist auch Besinnung mehr denn je notwendig, Besinnung auf bas, was wir von uns forbern müssen.

Es ist eine alte Weisheit, daß grabe unter Men­schen germanischer Art immer wieder alles in Frage gestellt werden muß, um ganz besessen und richtig gewertet zu werden. Erst die totale Infragestellung ergibt die totale Bejahung. Erst das zu verteidi­gende wird zum höchsten Wert. Es muß wohl etwas Ällzusicheres, ein allzu sicherer Besitz, der schwach macht, von uns abfallen, um uns ganz zu uns selber zu bringen. Diese Empfindung beschleicht uns, wenn wir jetzt in die totale Verteidigung eintreten, wenn wir vieles aufgeben, was nicht unbedingt lebenswichtig für uns, für das deutsche Volk, für das Reich ist. Das ist es, was uns in unserem Ge­fühl heute denen innerlich nahebringt, die ihr Leben ür uns, für bas Reich Hingaben. Wir stehen an der Schwelle des Verzichts auf das nur private Ich, wir schicken uns an, in das große Wir einzu­gehen, in dem die Geister der Helden, der Toten des großen Kampfes wesen unb leben. Unb gestehen wir es nur Dem besseren Teil in uns zu: es ist eine große Befreiung, die wir da erleben.

Völker dar, die durch ihren Lebenseinfah und Leben der übrigen Mil- und Umrodt ermöglichen und ficherstellen. Er tritt daher in den Stunden, in bchen die Vorsehung den Verl der Völker abroägt, vor das Gottesgericht des Allmächtigen.

In ihm werden die Nationen gewogen und ent­weder zu leicht befunden und damit ausgelöfcht aus dem Buch des Lebens und der Geschichte, oder als würdig genug angesehen, um neues Leben zu tra­gen. Nur wer aber selbst Gelegenheit halte, im Kampfe der härtesten Bedrängnis entgegenzutreten, wer selbst den Tod in jahrelangem Bemühen um sich streichen sah, weiß die Gröhe des Einsatzes des Soldaten zu ermessen, die ganze Schwere seines Opfers zu würdigen. Aus dem Instinkt der Lebens­behauptung heraus hat daher die Menschheit allge­meingültige Maßstäbe gefunden für die Bewertung derjenigen, die bereit waren, sich selbst aufzugeben, um der Gemeinschaft das Leben zu erhalten. Gegen den widerwärtigen Egoisten stellt sie den Idealisten, und wenn sie den einen als Feigling verachtet, dann dankt sie um so mehr aus der unbewußten Erkennt­nis der gebrachten Opfer dem anderen. Sie glori­fiziert ihn zum Helden und hebt ihn damit heraus laus dem Durchschnitt gleichgültiger Erscheinungen. Kein Volk aber hat mehr Recht, seine Helden zu

Denen, die starben, auf daß Deutschland lebe!

Oer Heldengedenktag eine Quelle der Kraft für das deutsche Volk in feinem Gchickfalskampf.

Immer sind die Gedanken der Heimat bei den (oltiten an der Front, die durch ihren todesmuti- rcn Einsatz es erreicht haben, daß der Krieg von hn Grenzen unseres Reiches ferugehalten worden it. Jeder Deutsche weiß, daß, wie in der Vergan- crnheit, so auch in der Zukunft dieses gewaltige fingen an die gesamte Nation noch höchste Anfor- brungen stellen wird. Schwere Opfer sind gebracht torben und werden noch weiterhin gebracht wer- i»n müssen. Wir wissen, daß der Kampf an allen /tonten hart ist, am härtesten jedoch im Osten. Der rame Stalingrad bedeutet gerade an diesem Helden- -ebenttag eine besondere Verpflichtung für jeden rutschen: sich würdig zu erweisen dieser Tapferen, l e, von einer vielfachen feindlichen Uebermacht um= (itgelt, ausgeharrt haben, bis die letzte Patrone erschossen war. Wohl noch niemals hat der Ge- anke des deutschen Dolksheeres so sichtbar seinen usbrutf gefunden wie bei dem Kampf um Stalin- l'.ad, wo der General neben dem Grenadier stand, v-o Divisionskommandeure genau so zum Karabiner inb zur Handgranate griffen wie der jüngste Sol- at.

Berlin, 20. März. (DNB.) Nachdem der Füh-s ster soldatischer Auszeichnungen an Unteroffiziere rer Ende Januar dem ehemaligen Oberwachtmeister' ständig zunimmt.

Vrimozic in einer Sturmgeschütz-Abteilung als' Die neuen Unteroffiziere des Heeres, denen der erstem Unteroffizier des Heeres das Eichenlaub zum Führer als 207. und 210. Soldaten der Wehrmacht Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen hatte, hnft (Eirfw-ttfmth M,m Nitterkveu, des Eisernen Kreu- erhielten setzt wiederum Zwei Unteroffi­ziere diese hohe Auszeichnung. Die harten Kämpfe des Feldzuges gegen die Sowjetunion habim in be­sonderem Maße gezeigt, daß neben dem Offizier auch der Unteroffizier entscheidenden Anteil an den großen Erfolgen hat. Der Unteroffizier, der schon im Frieden als Ausbilder und Lehrer der jungen Mannschaft der verantwortungsbewußte Gehilfe des