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Schanghai, 20. Jan» > (DNB.-Funkspruch.)
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im 3m sind
Japanische Erfolge im Raum von Hankau.
19. 3oil Das Oberkommando der Wehrmacht bekannt:
Deutsche und rumänische Truppen wiesen Westkaukasus feindliche Angriffe ab. Tlordkaukafus und im Dongebiet
Oer Dichter Wilhelm Schäfer.
Jur Vollendung des 75. Lebensjahres.
Ms der Dichter, selbst nun ein Patriarch, seinem Vater zur Vollendung des neunten Lebensjahrzehn- tes in Honnef am Rhein ein Fest bereitete, saß er mit dem würdigen Greis an der Schmalseite des Hufeisens. Auf der einen Seite hatten die Mitglieder der Familie Platz genommen, auf der andern Seite die Freunde des Dichters aus dem Bereich des Schrifttums und der Wissenschaft — und beide Half, ten der Gesellschaft saßen sich etwas befangen gegenüber. _
Da erhob sich Wilhelm Schäfer, klopfte ans Glas und begrüßte die Geladenen, indem er in einer humorigen Rede die eine Seite der festlichen Versammlung der andern vorstellte: und wie er das machte, jeden einzelnen aus feinem Lebenskreis heraus würdigend, so daß es weder Böcke noch Schafe gab, überkam mich der Gedanke: hat er, Wilhelm Schäfer, je etwas anderes getan?
Als ein Kind des Volkes hat er von je die Kluft verkannt, die, als er heranwuchs, die Schichten der Nation voneinander trennte.— und er schrieb von Anbeginn an so, daß die einfachen Menschen ohne den damaligen Bildungsgang sich an sein Wort halten, daß aber auch die Gebildeten, dies Wort einmal ohne kritischen Hintersinn genommen, daran ihre helle Freude haben konnten. Mit dem ZaNbermittel seiner Sprache, einer klaren, blanken und reichen Sprache, hat er, mehr wohl als manch anderer, gerühmter Dichter, die auseinanderstrebenden Schichten des Volkes wieder zufammengerafft und über der Lektüre seiner Bücher geeint; ihr Gehalt entsprach solch anspruchsvoll schlichter Gestalt, die nicht „das Einfache bedeutend, sondern das Bedeutende einfach" zu sagen weiß.
Und so, als einen Menschen, der stiftet unb verbindet, haben wir Rheinländer Schäfer von je begriffen — auch und erst recht in Tagen, in denen eine süßliche Vorstellung von unserer Heimat (mit Wein, Weib und Gesang) das Bild dessen, was wir so liebten, weithin verfälschte. Schäfer verstand in der Zeit des Werkbundes und des Wandervogels die Länder am Rhein bereits als eine Einheit. Der „Verband der Kunstfreunde in den Ländern am Rhein", hinter dem Schäfers bauende Kraft stand, war» unS fcwä ktoe MitÄiMr U» der KchwÄ
feind, und den Höflingen galt er als eine Marotte des neuerungssüchtigen Kaisers.
Aber in blinkenden Nächten, von Jten Plagegeistern der Tage, von Sorgen und Süchten umlauert, riß seine Seele die Sterne vom Himmel und barg ihre ewige Tröstung in seiner Musik.
Als sie in Wien die Hochzeit des Figaro spielten, das fröhliche Stück von dem frechen Barbier im Perlengewand Mozartfcher Töne, da flog dem Zauberer aus Salzburg anderer Beifall und Ruhm zu, denn da er als Wunderkind am Klavier die Herren und Damen der Höfe mit flinken Fingern entzückte.
Da hörte das leichtgeschürzte Jahrhundert den gläsernen Ton seiner Schalmei, da war die Marquise von Pompadour seine schelmische^ Göttin geworden: der Zauberer hielt ihr das Schellenband hin, mit schlanken Beinen hinüberzuspringen.
Ihm aber, der ihr und der Zeit mit seiner hellen Musik das Schellenband hielt, ihm lagen schon andere Töne im Ohr; aus der Tiefe stieg die Vergeltung mit steinernen Schritten: der Boden barst, und die Zeit versank mit ihren Lüsten und Lastern, mit ihrem Gelächter und gläsernen Glück in den Abgrund, als Mozart den Don Juan schrieb.
Nie hatte die Kühnheit heller geprahlt, als da der freche Verführer Himmel und Holl« zum Troß sein Champagnerlied sang: nie hatte die Ewigkeit so ihren Donnermund aufgetan, als da der steinerne Gast den Lästerer holte.
So rief er der Zeit den Tag seines Zorns und war doch ihr eigenstes Kind: zwischen Himmel und Hölle tapfer ein Mensch zu sein, ließ Mozart zuletzt die Zauberflöte erklingen.
Da hing die irdische Liebe gläubig der eigenen Glückseligkeit an, Schuld und Bedrängnis vermach- ten nicht, ihren Weg zu beschatten: wie die Sonne am Mittag schritt ihre Allgewalt über die Ströme und finsteren Wälder, über die Felsen und Ab- gründe in seligen Tönen hinüber.
Ms Mozart der Menschheit solche Musik schrieb, hatte der Tod sein Herz schon berührt; noch konnten die ftebernden Hände sein Requiem schreiben, dann sank er selber hinein in die ewige Ruh«.
Er war ein Kind seiner Zeit wie keiner: alles, was sie zu lächeln vermochte, lächelte er; als ob die Erde ein Blühegarten der Freude, als ob der Mensch aller Blüten und Freuden Nutznießer wär«, (p machte Mvssrt, der Meister des Wohllauts, MrM
Mozart.
Von Wilhelm Schäfer.
Zum 75. Geburtslage des Dichters Wilhelm Schäfer entnehmen wir seinem Werk „Die dreizehn Bücher der deutschen Seele" mit Genehmigung des Verlages Albert Langen/ Georg Müller in München den folgenden Abschnitt.
Ein Wunderkind kam nach Wien; ein Knabe aus Salzburg, Mozart geheißen, spielte der Kaiserin auf dem Klavier, und alle die Herren und Damen Maria Theresias staunten, wie solch ein Kind schon ein Zauberer wäre, mit seinen Tönen den süßen Genuß der Gefühle zu lenken.
Und wie in Wien geschah es in London, im Haag, in Paris: überall staunte das Kerzenlicht um den Knaben aus €>al3burg, der das Klavier gleich einem Großen zu meiftern verstand.
Lärmender Beifall und lockender Ruhm war um den Knaben, aber der strenge Vater ließ ihn nicht locker in der Zucht seiner Kunst: Beifall und Ruhm sollten seiner Musik nicht die Quellen verschütten.
Dor den Herren und Damen der Höfe zu spielen, war nur ein Gauklergewerbe: aber den Menschenseelen Gesang und Wohllaut der Geigen, Flöten und Hörner harmonische Fülle zu geben, hieß ein Musikmeister der Ewigkeit sein.
So wurde das Wunderkind Mozart ein Jüngttnq und ein Mann, der seiner Musik den echten Zauberstab hielt: so wuchsen dem Rosenjahrhundert der Pompadour Flügel, in den Himmel der Töne zu fliegen.
Als Maria Theresia starb, rief Joseph, ihr schwärmender Sohn, Mozart nach Wien, daß er sein Kammermusikus würde; doch hatte der hitzige Schmied kühner Herrscherpläne kein Ohr, das Wunder der Töne zu hören.
Indessen der Kaiser den Blasebalg zog, das störrische Eisen der Herkunft zu schmieden, indessen sein Hof ein kühner Gedankenplatz war, indessen die Stadt an der Donau, unbesorgt solcher Gedanken die Fröhlichen lockte mit reichen und rauschenden Festen, saß Mozart in mancher Bedrängnis.
Er hatte die schöne Konstanz« gefreit, und fein Klavier stand nicht still, um die Gulden zu erspielen, die feine Frau fröhlich verbrauchte; auch waren tit welschen Musiker W Neuling aus Salzburg
„Maßstäbe -er Filmkunst/'
6in Vortrag von Wolfgang Liebeneiner.
und dem alemannischen Raum bis in den fränkisches und niederdeutschen im Delta des Stromes.
Neben der Gab«, Menschen und Dinge zu verbm* den, stand die Entschiedenheit, das abzulehnen, was nicht zu ihm und was überhaupt nicht zueinander gehörte. Da gab es denn manchen Sturm und manche Anklage — in welchem Maße Schäfer ost Recht behalten hat, lehrt jede Auswahl aus bet Fülle seiner kritisch sichtenden Arbeiten zur bilbenbeti Kunst, zur Dichtung, zur Geschichte — und woran ihm sonst immer noch gelegen haben mag. Derselbe Mann, der, wenn es ihm notwendig erschien, den Rock auszog und hemdsärmelig seine Anmerkungen machte, trat bis heute Ml und verehrend an die Seite, wo es jemand zu feiern galt, den er übet alles schätzte.
Langsam hat sich die Liebe des Volkes diesem Dichter zugewendet. In einer Stunde tiefster Der« zagtheit hat das deutsche Volk sich aus den „S reif zehn Büchern derdeutschenSeele" Trost gesogen. In Schäfers erzählenden Büchern hat es eine Spiegelung des völkischen Lebens in Ver» gangenheit und Gegenwart vor sich, tief leuchtend wie eine Laterna magica, gestaltenreich wie ein Wandteppich, geheimnisvoll wie eine Einlegearbeit.
So wandern heute unsere Gedanken auf die Som- merhalde zum Schwäbischen Meer. Der Seewein ist so übel nicht, indes hoffen wir, daß sich ein« andere, bessere Flasche im Keller findet. Ein Wein, in dem die ganze Essenz der Länder am Rhein steckt. So, wie im Werk dieses Erziehers und Dichters. Otto Brües.
Zeitschriften.
— Das Januarheft der Zeitschrift „Neues Volk" (Blätter des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP., Verlag Berlin SW 68) wird eingeleitet mit einem wegweisenden Aufsatz von ---Sturnv bannführer Dr. Herbert Grohmann über rassische Auslese. Das Wort des Novalis „Wo Kinder sind, ist das goldene Zeitalter" wird durch eine Reihe schöner Aufnahmen eindringlich veranschaulicht. In einem bebilderten Aufsatz „Nachwuchs am Start" schildert NSFK.-Sturmführer Ernst Ney die Ausbildung im Segelflug im Rahmen der fliegerisch» vormilitärischen Ausbildung. Kurz Feroers gibt einen Einblick in die Berliner jüdischen Säten» unter Friedlich Wilhelm JÄ
Unsere Epoche ist geistig bestimmt von der Suche nach dem Götllichen. Der Wille dazu drückt sich seit mehr als 100 Jahren, seit Goethe den Anfang der Bibel mit dem Wort übersetzt „3m Anfang war die Tat", in dem Wunsche der Menschen aus, in der Wirklichkeit tätig zu fein, selbst einen Teil des- en zu machen, was man Geschichte nennt. Der höchste Weg zu diesem Ziel liegt in der Kunst. Sie macht das Göttliche im Menschen, das Ewige, was man eigenarttgerweise gemeinhin als das Allgemein-Menschliche bezeichnet, in jeder Epoche äußerlich sichtbar und damit beständig, indem sie den Geist, die Idee mit der Materie zu einem Ewigkeitswert verbindet. .
Dies ungefähr war der Sinn der einführenden Worte eines Vortrags, den Staatsschauspieler Wolfgang Lieben einer vor einem Kreis von Filmschaffenden hielt. Liebeneiner stellte sodann die Forderung, man müsse diesen allgemeinen Maßstab der Kunst auch auf den Film an- wenden, sobald man ihn mit Recht als Kunst - werk ansprechen wolle. Es sei ein häufiger Fehler der Filmschaffenden, die Wertmaßstäbe für ein Filmkunstwerk immer nur aus den Bereichen des Films selbst zu nehmen. Dies aber fei falsch, denn es wäre nicht einzusehen, wesbalb der Film, der doch im Zelluloid ein Material besitze, das beständig
hie übrigen Kreditinstitute durste danach ein «e- trag von etwa JC Mrd. RM. verbleiben. Man schätzt hie getarnte Barablösungssumme auj 3 Mrd RM.. soweit sie erfaßbar ist. Wie sich der Rest von U: bis 15 Mrd. RM. auf die direkten, nicht über Kredit- Institute geleitete Barablösungen und auf Restanten verteilt, ist eine offene Frage.
Handlungen wurde eine abschließende Vereinbarung nicht erzielt, so daß das am 31. Dezember 1942 abgelaufene und bis 15. Januar 1943 vorläufig verlängert gewesene Derrechnungsabkommen erlosch e n ist. Zur Ermöglichung eines weiteren Warenaustausches werden trotzdem die Verrechnungskonten einstweilen fo rtgeführt und der Zah- lungsverkehr zwischen beiden Ländern auch weiterhin unter den bisherigen Bedingungen abgewickelt.
OarlanS Mörder ein verratener Verräter.
Rom, 20.Jan. (Curopapreß.) Don als zuverlässig bezeichneter Seite hörte der römische Rundfunk Einzelheiten über die Aburteilung und Hinrichtung des Mörders des Admirals Sarian. Der junge Mann wahrte von Anfang bis Ende eine zuversichtliche Haltung. Er weigert« sich, zu sagen, wer er war, und es gelang ihm durch zweideutige Antworten zunächst, die Unklarheit darüber auf- rechtzuerhalten, ob er auf Anstiftung von englischer oder nordamerikanischer Seite gehandelt hatte oder von allen beiden. Seine Haltung erklärt man sich mit seiner fteberzeug-ung, daß er unbestraft bleiben würde, da ihm sein Auftraggeber offenbar gesagt hatte, daß es sich bei dem Prozeß und der Verurteilung um eine reine Formsache handeln würde. Es müsse lediglich di« öffentliche Meinung zufriedengestellt werden. Auch nach Fällung des Todesurteils behielt der Mörder seinen Gleichmut. Er äußerte bis zuletzt seine Zuversicht, daß man nur mit Platzpatronen auf ihn schießen würde. Er glaubte den lügenhaften Zusagen seiner Auftraggeber und wurde so zum verratenen Verräter.
weitere wechselvolle Kämpfe im Gange, in deren । Verlauf am 17. und 18. Januar 62 Sowjelpanzer vernichtet wurden. Die Truppen im Raum von Stalingrad verteidigten sich standhaft in harten Kämpfen gegen immer neue Angriffe des Feindes.
Oertliche Angriffe der Sowjets im mittleren Frontabschnitt und südöstlich des Ilmen - fees blieben ergebnislos. Südlich des Ladoga- fees griff der Feind mit starker Artilterieunter- stühung immer wieder an. Er wurde in schweren Kümpfen unter hohen blutigen Verlusten abgeschlagen. In den beiden Kampfabschnitten wurden 32 Panzer vernichtet.
In Luftkampfen, bei denen auch slowakische Jäger erfolgreich beteiligt waren, wurden 16 Sow- Zetflugzeuge ohne eigene Verluste abgeschossen.
In Rordafrika leistete die deutsch-italienische Panzerarmee dem Feind weiterhin hartnäckigen Widerstand. Deutsche Kampfgruppen in InnefUn durchbrachen an mehreren Abschnitten die feindlichen Stellungen und erstürmten vom Gegner zäh verteidigte höhen. Kampfflieger versenkten in der vergangenen Nacht im Seegebiet von Voue zwei Transportschiffe mit zusammen 12 000 DRT^ beschädigten außerdem zwei Frachtschiffe mittlerer Größe. 10 feindliche Flugzeuge wurden über N o r d- afrika zum Absturz gebracht.
Im Kanalgebiet, in der Deutschen Bucht und an der norwegischen Lüste verlor die britische Luftwaffe acht Flugzeuge.
Stadt und Hafen Dover wurden In den Abendstunden des 18. Januar von einem deutschen Sampf- stlegerverband mit Spreng- und Brandbomben angegriffen. Alle Flugzeuge kehrten zurück.
Oer Lustangriff auf Dover.
B e r l i n, 19. Jan. (DNB.) In den Abendstunden des 18. Januar griffen Kampfflugzeuge Stadt und Hafen Dover an. Gegen 19.30 Uhr überflogen die deutschen Verbände in mehreren Wellen be Hellem Mondschein den Kanal. Kurz darau erfolgten die ersten Bombenwürfe, die etwa 20 Minuten lang ohne Unterbrechung andauerten. Bei der guten Sicht konnte das von Sperrballons und heftigem Flakfeuer geschützte Stadtgebiet einwandfrei erkannt werden. Die Flieger durchbrachen die Ballonsperre und warfen ihre Bomben auf die befohlenen Ziele. Mehrere heftige Brände brachen im gesamten Stadtgebiet aus. Der Feind hatte auch eine beträchtliche Zahl Nachtjäger eingesetzt. Sämtliche deutschen Kampfstugzeuge kehrten von dem erfolgreichen Angriff zurück.— Don den sechs deutschen Flugzeugen, die nach dem Wehrmachtbericht vom 18. Januar^ von den Angriffen aufLondon nicht zurückgekehrt waren, ist inzwischen eines auf einem abgelegenen Flugplatz im besetzten Gebiet gelandet.
Oie Protektoratsregierung ein Lahr im Amt.
Prag, 19. Jan. (DNB) Zum ersten Jahrestag der Amtsübernahme der Protektoratsregierung erklärte der Minister für Volksaufklärung Mora- oec vor Pressevertretern, die Zeit habe bewiesen, daß die nach dem Willen des stellvertretenden Reichsprotektors ---Obergruppenführers Heyd - rich durchaeführten Maßnahmen ein aroßarttges Werk geroejen seien, die dem Großdeutscben Reich Nutzen und dem tschechischen Volk vielversprechende Möglichkeiten gebracht hätten. Der Minister kennzeichnete das verräterische Doppelspiel der vorigen Regierung und zeigte das schlechte Erbe auf, das die neuen Männer vor einem Jahr vorgefunden hätten. Man müsse sagen, daß das Reich sich dem tschechischen Volk gegenüber stetsverständnis- voll gezeigt habe. Die neue Protektoratsregierung fei von Anfang an überzeugt gewesen, daß es für das Protektorat keinen anderen Weg zum Leben gebe als den mit dem Großdeuffchen Reich. Mit der Regierung marschierten die Jugend, die selbstbewußten Bauern und Arbeiter. Ihre erste Aufgabe sei die Wiederherstellung des Vertrauens des Reiches zum tschechischen Volk gewesen. Dem tschechischen Volk stehe eine glänzende Zukunft von dem Zeitpunkt an bevor, mit dem es die Zugehörigkeit zum Reich zur Grundlage seiner gesamten Arbeit mache. Das tschechische Volk glaube an den Sieg der nationalsozialistischen Revolution, der Europa eine dauernde Ordnung, neuen Wohlstand und für Jahrhunderte den ersehnten Frieden schenken werde.
Auf der Prager Burg sand ein Empfang der Regierung bei Staatspräsident Dr. Hacha statt. Der Vorsitzende der Protektoratsregierung, Justiz- m'mister Dr. Krejci, richtete eine kurze Ansprache an Dr. Hacha, der in seiner Antwort der Regierung den Dank für die geleistete Arbeit aussprach. Aus dem gleichen Anlaß wurde die Protektoratsregierung auf der Prager Burg vom stellvertretenden Reichsprotektor, ---Oberstgruppenführer und Generaloberst der Polizei D a l u e a e, in Gegenwart von Staatssekretär ---Gruppenführer K. H. Frank und führender Persönlichkeiten von Partei und Wehrmacht empfangen. In seiner Ansprache erneuerte der Vorsitzende der Regierung das Treuegelöbnis zum Reich. Der stellvertretende Reichspro- tektor wies in feiner Antwort auf die Pflichten des tschechischen Volkes hin, das für den Sieg keine Blutopfer zu bringen brauche und daher durch unermüdlich« Arbeit feinen Kriegsbeitrag leisten müsse.
Oer deuisch-fchweizerische Verrechnungsverkehr.
Bern, 19.Januar. (DNB.) In den seit einigen Wochen in Bern zwischen der deutschen und der schweizerischen Regierung geführten Wirtschaftsver-
mehrtagigen, EUde letzter Woche begonnenen Einzeloperationen, die sich über weite Gebiete im Raum von Hankau erstreckten, haben die japanischen Truppen bedeutende Erfolge erzielt. Tschung- kina-Divisionen erlitten schwere Verluste. Der Tschungking-General Wuh Wawen hat sich mit 40 000 Soldaten im Raum von Schantung und
Das Raffenpolitische Amt im Jahre 1942.
NSG. Don besonderer Bedeutung war im Rahmen der Aufgaben der Partei im Jahre 1942 auch die der biologischen Zukunft unseres Volkes verpflichtete Arbeit des Rassenpolittschen Amtes. Die dem Rassenpolittschen Amt gestellten Krregsausga- ben bestanden in erster Linie sowohl m der Schu- lungs- und Aufklärungsarbeit unserer Volksgenossen über die von uns eingeschlagene Fremdvolkpolittk und die Haltung des deutschen Menschen den Völkern gegenüber, mit denen mir in ständigen Beziehungen stehen, als auch in der Propagierung unserer bevölkerungspolitischen Forderungen, die gerade jetzt im Kriege in besonderem Maße herausgestellt werden müssen, um die biologischen Voraussetzungen für die Erfüllung unserer zukünftigen Aufgaben zu schaffen. Neben dieser Schulungs- und Propagandaarbeit wurden durch das Gauamt zahlreiche Gutachten bei Ehege- nehmigungsanttägen, Anträgen auf Befreiung von den Vorschriften des Blutschutzgesetzes, Anträgen oirf Gewährung von Kinderbeihilfen usw. abgegeben und rassenkundliche Untersuchungen auf Anforderung des Reichsfippenamtes sowie anderer staatlicher oder parteiamtlicher Dienststellen durchgeführtt Don der beim Gauamt eingerichteten rassen- und bevölkerungspolitischen Auskunfts- und Rechtsberatungsstelle wurde ebenfalls in noch stärkerem Maße als in den Vorjahren von deitz Volksgenossen Gebrauch gemacht. Die Zusammen« arbeit mit dem Reichsbund Deutsche Fa« mili« gestaltete sich insofern in diesem Jahr- enger, als in einer Reihe von Kreisen die Kreise amtsleiter des Rassenpolittschen Amtes die Leitung des Reichsbundes Deutsch« Familie mit übernah» men und so durch die herbeigeführte Personalunion eine einheitlich« Ausrichtung der Arbeit gewährlei» stet ist. Vom Gouamt wurden etwa 300 Anträge auf Ausstellung des Ehrenbuches für die kinder» reiche deutsche Familie bearbeitet Die »erarbeite« für die praktische und gesetzliche Regelung des Asozialenproblems, mit denen sich ba$ Gauamt feit Jahren beschäftigt, wurden auch int vergangenen Jahre »eiter vorwärtsgetrieben.
Kunst und Wisfenschast.
Hochschulnachrlchten.
Zu Mitgliedern der Leopoldina sind ernannt worden: der Geologe Professor Dr. Dai« nelli, Florenz, der Geologe Professor Gortani, Bologna, die Chemiker Professor Dr. Krauch, Hei« beiberg, Direktor Dr. Pier, Heidelberg, und Dirck« tor Dr. Repp«, Ludwigshafen, die Hygieniker Professor Dr. Rimpau, München-Solln, und der Ober« regierungsrot Professor Dr. Schloßberger, Jena. — Der Dozent für mittelalterliche und neuere Ge« schichte an der Universität Greifswald, Dr. phiL habil. Ulrich Noack, wurde zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Noack wurde 1899 in Darmstadt geboren, studierte in Berlin, Göttingen und München und promoviert« 1925 in Berlin. 1929 habilitierte er sich in Frankfurt. 1939 kam er nach Greifswald. — Zum o. Professor für Psychologie und Pädagogik an der Universität Münster wurde Dr. Wolfgang Metzger, bisher außerplanmäßiger Professor an der Universität Frankfurt, ernannt Metzger wurde 1899 in Heidelberg geboren. Er studierte in Heidelberg, München und Berlin, promo* vierte 1926 in Berlin und habilitierte sich 1932 in Frankfurt. In feinem 1941 erschienenen Buch „Psychologie" gibt er die erste umfassende Dorstel» hing der viel umkämpften „Gestaltstheorie", einer experimentell begründeten Ganzheitslehre, in weft cher der Gegensatz zwischen naturwissenschaftlicher und geisteswisfenschaftlicher Richtung überwunden wird. — Der Dozent der Universität Münster, Dv Horst Schröder, ist zum planmäßigen a. o. Pros f-essor ernannt und als Vertreter des SttaftechtS und des Strafprozeßrechts an di« Universität Graz । berufen worden. — Der Dozent für Archäologie an
Obwohl die Sowjets elfmal in die deutsche Stellung einbrachen, gelang es immer wieder in energischen Gegenstößen und erbitterten Nahkämpfen, die Bolschewisten zurückzuwerfen und die Hauptkampflinie in vollem Umfange zu erhalten. Als der erschöpfte Feind von seinen vergeblichen Angriffen abließ, lagen 7500 gefallene Bolschewisten und 20 ausgebrannte Panzer vor und zwischen den deutschen Stützpunkten. Wenn bei einer hauptsächlich aus Berlinern bestehenden Infanteriedivision von den 95 zwischen dem 23.12. und dem 12.1. vernichteten Sowjetpanzern 89 hinter der Hauptkampflinie durch panzerbrechende Waffen abgeschos- fen wurden, so läßt das auf besonders gefahrvolle Lagen schließen, bei denen die Grenadiere der vordersten Stellungen im Vertrauen auf die hinter ihnen stehenden schweren Waffen die Stahlkolosse vorbeiließen, um dann durch ihr Feuer die folgenden feindlichen Schützen von den Panzern zu trennen ukd zu vernichten. So wuchs in dem fchweren Ringen am Ilmensee die Zahl der bisher vernichteten Panzer der Sowjets auf 483 an.
Der Wehrmachtberichi.
DNB. Aus dem Führerhauptquartier.
Kiangsu der überlegenen japanischen Sttettmacht ergeben und über den Rundfunk seine alten Waffenkameraden unter dem Tschungking-Regirne auf« gefordert, die Nutzlosigkeit ihres weiteren Widerstandes gegen Japan nach dem (Eintritt der Nan- king^Regierung in den Krieg zu erkennen.
Die Ablösung der Hauszinssteuer.
Heber das Ergebnis der Hauszinssteuerablösung gibt der Frankfurter Wirtschaftsdienst des DNB. folgende Ziffern bekannt. Die übernommenen A b - geltungsdarlehen bei den Bodenkredittnsti- tuten betragen etwa 1,5 Mrd. RM., bei den Sparkassen rd. L3 Mrd. RM., bei sämtlichen Versicherun- gen rund 0,7 Mrd. RM., zusammen damit rund
sei, nicht auch von ebenso großer Dauer fein tonnte, wie ein Kunstwerk, das aus Stein gehauen oder auf Leinwand gemalt fei
Der Redner stellte damit den Film gleichwertig neben jede andere Kunstart. Er wies nach, daß der Film die Durchschnittsleistungen der Bühne schon übertroffen habe, ihre Spitzenleistungen allerdings noch nie erreicht hätte. Dies habe aber keinen prinzipiellen Grund, sondern seine Ursache nur darin, daß während der kurzen Zeit, in der es überhaupt Filme gäbe, noch keine Film- genies vom Format eines Schlller oder Kleist aufgetreten wären. Er aber glaube daran, daß der große Film, der Ewiakeitswerte habe, kommen würde. Um in bestimmten Filmen den künstlerischen Willen zu erkennen, müsse man es anstreben, zu fest umrissenen Filmgattungen zu kommen. Es ginge nicht an, jedes für die Leinwand poduzierie Werk ohne Unterschied einen Film zu nennen, genau so wenig wie man den „Faust" und die „Fledermaus" unter einem Gattungsnamen zusammenfassen könne. Der einzelne Film könne nur bann zum Kunstwerk reifen, wenn er ein großes Thema in großer Form aufgri'ffe. Inhalt und Sttl seien gleich wichtig. Wenn einem von beDen die Größe fehlt, dann wäre das für ein Kunstwerk zu wenig. Hans-Hubert Gensert.


