Ausgabe 
19.4.1943
 
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Angriffe auf britische Stutzpunkte auf den Orkney-' Inseln. Bei einem Angriff auf britische Kriegsschiffe, die bei den Orkney-Inseln lagen, war am 16. März 1940 die erste deutsche Bombe auf britisches Gebiet gefallen. Sie traf eine beim Kampf beteiligte englische Flak­batterie, die dadurch zum Schweigen gebracht wurde. Die britischen Bomben beschädigten auf Sylt nur zivile Objekte, u. a. eine Kranken­station, was seinerzeit auch von Auslandsjourna­listen bezeugt wurde. Am 10. Mai erfolgte der voll­kommen unmotivierte totale Luftangriff auf die offene Stadt Freiburg mit ihrem ehrwürdigen Münster, die keine militärischen Anlagen aufweist. Die Bomben fielen u. a. auf einen Kinderspiel­platz, wo 13 Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren getötet wurden. Von weiteren 71 in der Zeit vom 10 bis 13. Mai erfolgten Angriffen feindlicher Flie­ger auf deutsches Reichsgebiet erfolgten nur sechs unmittelbar auf militärische Ziele, vierzehn auf Ziele, die man vielleicht als kriegswichtig bezeich­nen kann, dagegen 51 auf ausgesprochen nicht­militärische Ziele.

Diese Terrorangriffe wurden dann planmäßig fortgesetzt. Erst in der Nacht vom 19. zum 20. Juni begann die deutsche Luftwaffe mit der Vergel­tung gegen Großbritannien, die sich jedoch aus­schließlich auf militärische Ziele be­schränkte, während die Engländer am 20. Juni bei mondheller Nacht aus geringer Höhe Bomben auf den Dom zu Speyer warfen, am 22. 6. die Weihestätte auf dem Bückeberg bombardierten, in der Nacht zum 17. 8. Bomben schweren Kalibers in den Park des Goethe-Hauses in Weimar nieder- gchen ließen, am 22. 8. 1940 das Bismarck-Mau­soleum in Friedrichsruh aufs Ziel nahmen usw. In der Nacht zum 26. 8. griffen feindliche Flug- ,zeuge Berlin an und warfen Bomben auf Wohnviertel der Außenbezirke. Er st nachdrei­monatigem Warten und nach bereits acht britischen Luftangriffen auf das ausgesprochene Wohngebiet der Reichshauptstadt entschloß sich am 6. 9. 1940 die deutsche Luftwaffe zum Vergeltungs- angrisf auf London.

Diese Tatsachen müssen der Weltöffentlichkeit noch einmal ins GÄächtnis zurückgerufen werden, weil diezuständigen Londoner Stellen" die Stirn be­sitzen, zu behaupten, die ersten deutschen Bomben seien am 16. August 1940 auf Groß-London ni-eder-

geprasselt, und erst daraufhin seien die evsten briti­schen Bomben in der Nacht vom 26. zum 27. August auf Berlin geworfen worden. An dieser notorischen Lüge kann man den Wahrheitsgehalt der ganzen britischen Erklärung ermessen, die mit den Worten schließt:Die Behauptung, England habe den Luft­krieg als erstes Land eröffnet und vorbereitet, wird somit hier von zuständiger Stelle mit ebenso gro­ßer Empörung und Entschiedenheit zurückgewiesen." Diese Entrüstung steht den Briten besonders schlecht zu Gesicht, nachdem sie und ihre Bundesgenossen sich jahrelang des Terrors gegen die deutsche Zivil­bevölkerung gerühmt und diese Methode als ihrem Wesen entsprechend noch besonders herausye- stellt haben. Britische und USA.-Minister, Agita­toren, ja sogar Geistliche wetteiferten miteinander in der Forderung, deutsche Wohn- und Kulturstätten durch Bomben zu zerstören. Wir erinnern nur an die Worte des Vikars Cottam von Wootton:Ich sage, zerstört den Kölner Dom, bombardiert St. Pe­ter in Rom", an die Erklärung Harold Balfours, des Unterstaatsfetretärs im britischen Luftfahrtml- nisterium:Wenn man mich fragt, ob die Luft- bombardements den Krieg entscheiden können, ist meine Antwort die, man möge mir eine bessere Art und Weise zeigen, wie man Deutschland heute tref­fen kann", und an die Meldung des USA.-Nach- richtendienstes WRUL. vom 3. März d.J.:Ganze Häuserblocks sind zu Pulver geworden. Die Bom­bardierung Berlins hat ihre Bedeutung darin, daß sie nicht allein sicht, sondern die Krönung einer wo­chenlangen Bemühung der Engländer und Amerika­ner ist." . . ,

Bis in den letzten Tag hinein waren tm deutsch­feindlichen Lager diese Ausbrüche alttestmnenta- rischen Hasses, dessen Methode der Luftterror Eng­lands und der USA. ist, zu verzeichnen, und jetzt spielen diezuständigen Londoner Stellen" in den Baseler Nachrichten^ mit einemmal den Unschul- digen. Wie peinlich muß Churchill und seinen Bun­desgenossen die wachsende Kritik der Weltöffentlich­keit an den ebenso verbrecherischen wie militärisch erfolglosen Terror angriffen der britischen und USA.-Luftwaffe sein, wenn sie einen so verzweifel­ten und schließlich nur lächerlichen Versuch machen, die Schuld cm Taten zu bestreiten, zu denen sie sich jahrelang bekannt haben und die ein für allemal auf ihrem Konto stehen.

Ausgaben des Erziehers.

Oer Gauleiter vor den Leitern der Höheren Gchulen Hessens.

Oer Schöpfer desDatterich".

Zu Niebergalls 100. Todestage am 19. April.

Als der Darmstädter Dialektdichter Ernst Elias Niebergall, der am 18.Januar 1815 geboren wurde, am 19. April 1843 mit 28 Jahren einer Lungenerkrankung erlag, hat er kaum annehmen oder ahnen können, daß fein letztes Werk, aus dem Jahre 1840, derDatiert ch" sich als ein immer wieder vorn Theater und vom Publikum dankbar aufgenommenes Stück erweisen würde. Dieser Ruhm Niebergalls, der ihm für die Charakter­komödie vollauf gebührt, ist spät über ihn gekom­men. Solange er lebte, lernte man ihn vor allem durch seine Erzählungen und Novellen kennen, die in der Unterhaltungsbeilage zumFrankfurter Journal", den berühmtenDidaskalia", erschienen und erst ein halbes Jahrhundert nach seinem Tode in Buchform herausgegeben worden sind. Aber nicht in den GeschichtenReue versöhnt",Mond­scheinnacht in den Ruinen" oderDas Griesheimer Haus" liegt Niebergalls lebendige Bedeutung be­gründet, sondern ausschließlich in seinemDatte- rich". Zeigte sein erstes Stück, das er noch als Gießener Student verfaßt hatte,Des Burschen Heimkehr oder Der tolle Hund", schon seine Be­gabung für mundartlich-volkstümliche Szenenfüh­rung, so hat er imDatterich" glänzend und un­übertroffen die kleinbürgerliche Welt Darmstadts mit einer Fülle wirklich beobachteter Typen ge­zeichnet.

,Hch versicher' Sie, ich bin besser als mei Ruf! An dieses beinahe geflügelte Wort konnte vor zwei Jahren wieder einmal erinnert werden, als zehn Jahrzehnte vergangen waren, daß Niebergall feinen Datterich" schuf. DerDatterich", 1802 erstmals durch das Darmstädter Sommertheater aufgeführt, hat sich im Laufe der Jahrzehnte die deutsche Bühne schlechthin erobert. Wer wollte bestreiten, daß hier ein Stuck Heimat geschaffen wurde, das im Volke wurzelt und aufgsbaut ist auf unverfälschtem Dolks- empfinden?

Der Datterich ift ein liebenswürdig verlumptes Subjekt von Schuldenmacher, Mrtshaushocker, Kartenspieler mid Aufschneider, ein Mann, der der Abscheu der braven Bürgersfrauen ift, dessen Späße aber die Bürger in den Weinstuben, unbeaufsichtigt von ihren besseren Hälften, gern hören und mtt- machen. Auch die übrigen Personen sind alle mit viel Liebe und genauer Beobachtung gezeichnet: die Handwerksmeister, ihre Ehefrauen, Töchter und Gesellen mit ihren engen, aber klaren Vorstellun­gen von Alltag und ehrsamem Leben; da tuscheln

die selbstgefälligen Klatschbasen männlichen und weiblichen Geschlechts; da spreizen sich die Snobs der bürgerlichen Biedermeierwelt, wie sie sich in kleinen Residenzen im Umgang mit dem Hof her­ausbildeten; die ganze Kleinstadt jener Zett und ihr Geist wird aufgezeigt, und nicht zuletzt auch der ewige politische Kannegießer in einer der köstlichsten Figuren der deutschen Lustspielliteratur sozusagen obgemooll".

So hoch wir das Können Niebergalls veranschla­gen dürfen es berechtigte zu den schönsten Hoffnungen so ungünstig war ihm das Geschick gesinnt. Er erreichte nicht einmal das 30. Lebens­jahr, er starb einsam, und fein Grab auf dem Darmstädter Friedhof ist längst verschollen. Nicht allein seine Zeit hatte nichts für ihn übrig,v selbst feine Biographen glaubten es noch der Umwelt schuldig zu fein, das Bild Niebergalls durch An­würfe der Trunksucht zu schwärzen. Erst in neuerer Zett wurde der Ehre des Dichters dadurch Genüge, daß der vor einigen Jahren verstorbene Darm­städter Schrifffteller und Direktor der Hessischen Landesbibliothek, Professor Dr. Karl Esselborn, die vielfach verbogenen, einseitigen, ja mehr als gehässig klingenden Urteile über Niebergall zurück­wies und den Dichter als das hinstellte, was er war: ein schlichter, heiterer Mensch von Herzlich­keit und Frohsinn, aber nicht der üble Trunkenbo^ als den fein Biograph Fuchs Niebergall sehen wollte.

Es spricht auch in Niebergalls Lebensgang alles dagegen. Er hat, als siebentes Kind des Darm- ftäoter Kammermusikers Joh. Georg Niebergall, eine schwere Jugend gehabt, da er die Eltern schon früh verlor. Verwandte und ein Stipendium des Großherzogs ermöglichten ihm das Gymnasium und dann das Theologie-Studium. Er wollte den Beruf des Geistlichen aber nicht ausüben und wurde nach bestandenem Examen Hauslehrer bei dem Forstmeister Christoph Reitz in Dieburg bei Darmstadt (dem Vater des berühmten Aftikafor- schers Konstantin Reitz) und hat 1840 bis 1843 an der Privat schule von Heinrich Schmitz in Darmstadt Latein, Griechisch und Geschichte unterrichtet; an beiden Stellen hätte man einen Trinker sehr bald an die frische Luft befördert. Wenn man zum 100. Todestage des Dichters gedenkt, so fordern Dankbarkeit und Gerechtigkeit, daß wir fein Bild endlich von solchem Makel befreien. D. K. D.

NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Spren­ger sprach am Sonntagvormittag in der Gau- schule desNS.- Lehrerbundes in Bens­heim, zum Abschluß eines achttägigen Schulungs­lehrganges, zu den Leitern der Höheren Schulen in Hessen.

Nachdem mehrere Lehrgangsteilnehmer aus ihrem Wirkungsbereich berichtet hatten, ging der Gauletter auf die einzelnen aufgeworfenen Fragen ein und geigte den Leitern der Höheren Schulen Mittel und Wege auf, durch die auftretende Schwierigkeiten überwunden werden. Dann ging der Gauleiter auf den nationalsozialistischen Erzie­hung sauf trag des deutschen Erziehers ein. Das deutsche Volk stehe in einem totalen Umbruch, von dem auch das gesamte Schulwesen erfaßt worden sei. Dii^hohe Verpflichtung des Erziehers, dem das kostbarste Gut die deutsche Jugend in die Hände gegeben ist, sei es, in gemeinsamer Arbeit

mit Elternhaus und Hitler-Jugend eine dem natio­nalsozialistischen Erziehungsideal entsprechende Ein« heit von Körper, Geist und Seele zu formen. Es sei daher auch erste Voraussetzung für jeden Erzieher, daß er sich da s n a t io nal so­zialistische Gedankengut zu eigen mache, damit er der Jugend jederzeit als leuchtendes Vor­bild vorangehen und sie zu Vollstreckern der' gro­ßen Idee des Führers machen könne. Aufgabe des Erziehers fei es weiter, die Jugend dahin zu brin­gen, daß sie einst in der Lage ist, das von uns geschaffene Erbe anzutreten, zu erhalten und zu er­weitern. Nur derjenige Erzieher, der feine Tätigkeit in diesem Sinne auffasse, sie nicht als Beruf, -son­dern als Berufung sche, trage dazu bei, die Zukunft unseres Volkes zu gestalten. Er werde auch von der Jugend anerkannt werden und vor ihr bestehen können.

Schwere feindliche Bomberverluste.

Die britischen Mordbrenner, die fast allnächtlich ausziehen, um deutsches Land mit Bombenterror zu überziehen, weil sie ihn wie sie selbst zu­geben für das einzige Mittel ansehen, die Moral des deutschen Volkes zu untergraben, haben sich in den letzten Nächten besonders blutige Köpfe geholt. Wenn der OKW.-Bericht mitteilt, daß in der Nacht zum 17.4. im Westen nach bisher unvollständigen Meldungen 53, im Osten 2 vorwiegend viermoto­rige Bomber abgeschossen wurden, während am 16. 4. bei Tagesangriffen gegen das besetzte Gebiet 15 und bei Kämpfen im Mittelmeerraum 11 und am Samstag im Mittelmeerraum wiederum 11, bei einem Lüftangriff auf Bremen 20 und an der Küste ebenfalls 11 feindliche Flugzeuge vernichtet wurden, dann weiß jeder, was das für unsere Feinde bedeutet.

123 größtenteils schwere Bomber britischen und amerikanischen Ursprungs innerhalb 48 Stunden durch die deutsche Luftwaffe vernichtet, bedeutet, daß nicht nur die kostbaren Maschinen selbst, sondern auch eine große Anzahl Flieger, für deren Ausbildung Großbritannien viel Zeit und Geld aufgewendet hat, den Feinden unwiederbringlich verloren sind. Somit hat England, das glaubte, in einer Zett, wo die deutsche Luftwaffe i'm schwersten Kampf gegen den bolschewistischen Feind im Osten steht, ungestraft das deutsche Hinterland terrorisieren zu können, das glaubte, ungestraft gegen Flauen, Kinder und Greise, gegen Wohn- und Kulturstätten des deutschen Volkes wüten zu können, einen Vorgeschmack dessen bekommen, was ihm beoorsteht, wenn erst einmal unsere Luftwaffe, von ihren jetzt vordringlichen Aufgaben im Osten befreit, sich ganz dem mord- belasteten England wird widmen können.

Oer Wehrmachtbericht vom Gamstag.

DNB. Aus dem Führerhauptquartier. 17. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Am Kuban-Brückenkopf scheiterten die auch gestern erneuerten Angriffe der Sowjets, wäh­rend der letzten drei Tage wurden im Abschnitt eines deutschen Armeekorps im Zusammenwirken mit der Luftwaffe 5 0 Sowjetpanzer ver­nichtet. An der übrigen Ostfront fanden nur am oberen Donez lebhaftere Kämpfe statt, hier wehr­ten Verbände des Heeres und der Waffen-^ meh­rere starke Angriffe des Feindes ob.

3n Tunesien verlief der Tag bis auf örtliche Kampftätigkeit in einigen Abschnitten der west- und Südfront im allgemeinen ruhig. Die Luftwaffe griff feindliche Flugstützpunkte an und erzielte Bomben­treffer zwischen abgeslellten Flugzeugen und in Ma­teriallagern. Jäger und Flakartillerie der Luftwaffe schossen im Mittelmeerraum elf feindliche Flugzeuge ab.

In der Nacht zum 16.4. kam es im Kanal zwischen Booten der deutschen Küstensicherung und leichten britischen Seeslreitkrüften zu einem Gefecht.

Ein feindliches Artillerie-Schnellboot erlitt so schwere Beschädigungen, daß es als vernichtet anzusehen ist. Der Versuch des Feindes, eines unserer Schiffe zu entern, wurde im Nahkampf abgeschlagen. Unsere Boote kehrten vollzählig in ihre Stützpunkte zurück.

Bei nächtlichen Angriffen feindlicher Fliegerver­bände gegen Orte in Süd- und Südwestdeutschland, darunter Mannheim und Ludwigshafen, und gegen ostdeutsches Gebiet erlitt der Feind be­sonders schwere Verluste. Nach bisher vorliegenden unvollständigen Meldungen wurden im Osten zwei, im Westen 53 vorwiegend vier­motorige Bomber abgeschossen. Außer­dem wurden am gestrigen L-ge bei Angriffen gegen die besetzten Westgebiete 1? feindliche Flug­zeuge vernichtet. Drei eigene Jagdflugzeuge werden vermißt. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge warfen in der vergangenen Nacht Bomben schweren Kalibers auf das Gebiet von Groß-London.

Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag.

DNV. AusdemFührerhauptquartier. 18. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

An der Front südlich Noworossijsk lebte die Kampftätigkeit gestern wieder auf. Starke Ver­bände der Luftwaffe griffen in wiederholtem Ein­satz feindliche Stellungen mit Bomben schweren Ka­libers an. An den übrigen Abschnitten der Ost­front wurden vereinzelte örtliche Angriffe der So­wjets abgewiesen und eigene Späh- und Stoß­truppunternehmen erfolgreich durchgeführt.

Von der tunesischen Front wird nur bei­derseitige Artillerie- und Spähtrupptäligkeit gemel­det. Auf diesem Kriegsschauplatz vernichleten unsere Truppen in den schpreren Kämpfen vom 1. bis 15.April über 2 0 0 britische und nord­amerikanische Panzer. Zerstörerflugzeuge und Flakartillerie schossen gestern im Mittelmeer­raum elf feindliche Flugzeuge, darunter sieben schwere Bomber, ab. In der vergangenen Nacht führten deutsche Kampfflugzeuge einen schweren An­griff gegen den Hafen von Algier.

Lin USA.-Bomberverband griff gestern die Stadt Bremen an. Bombeneinschläge in Wohnvierteln verursachten Verluste unter der Bevölkerung. Durch Jagd- und Flakabwehr wurden Teile des feind­lichen Angriffsverbandes vor Erreichen des Zieles abgedrängt und nach bishsc vorliegenden Meldun­gen 20 viermotorige Bombenflug­zeuge abgeschossen. Zwei eigene Jagdflug­zeuge gingen im Luftkampf verloren. Auf hoher See und im Küstenraum der besetzten Westgebiete wurden weitere elf feindliche Flugzeuge ver­nichtet.

Hohe Auszeichnungen für hervorragende Marineoffiziere.

Berlin, 17.April. (DJtB.) Der Sichrer verlieh am 15. April 1943 an Sapitänleutnant Wolfgang Lueth, Kommandant eines Unterseebootes, als 29. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichen­laub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Er hat bisher 38 feindliche Han­delsschiffe mit insgesamt 225 000 VRT. und ein Unlerseebvot versenkt sowie zwei Schiffe und einen Zerstörer torpediert. Diese ganz hervorragende Lei­tung erzielte Lueth dank seiner beispielhaften Ener­gie, die auch bei schlimmstem Wetter bei Geleitzug- chlachten mit Windstärke 11 nicht nachlieh, und die gepaart mit großem seemännischem Können ihn zu diesen glänzenden Erfolgen, die er zwischen Grön­land und Kapstadt erzielte, befähigte.

Der Führer verlieh am 14.4. an Fregattenkapi­tän Gerhard von Kamptz, Chef einer Minensuch- lottille, als 225. Soldaten, und an Oberleutnant zur See Siegfried wuppermann, Kommandant eines Schnellbootes, als 226. Soldaten der deutschen Wehrmacht, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Fregattenkapitän von Karn p tz hat als Chef einer Räumbootsiottille nut) später als Chef einer Minensuchflottille sicher und ohne Verlust an aus- unb einlaufenden Schiffen und auf Küstenwegen 398 252 BRT. wertvollen deutschen Handelsschisfs- raumes geleitet. Er bestand mit seiner Flottille schwere Gefechte gegen Flugzeuge, Sicherungsstreit-

träfte und Fernkampfbatterien, in bereit Verlauf fünf Flugzeuge und ein Schnellboot vernichtet und wettere Schnellboote beschädigt wurden. Außerdem legte die Flottille zahlreiche Minensperren, die für die Seekriegführung -im Westraum von größter Be­deutung geworden sind. Oberleutnant W u p- »ermann versenkte im Mittelmeer einen briti­schen Bewacher sowie einen Unterseebootjäger icrtfr torpedierte -einen Kreuzer derDido"-Klasse. In einem Gefecht wurden drei kleinere Einhetten von 750 BRT. und vier Fährprahme durch Artillerie und ein durch die Luftwaffe beschädigter 5000-BRT.« Frachter mit Benzinladung durch Torpedotreffer versenkt, außerdem ein großer Motorfährprahm und zwe-i kleine Landungsboote mit 175 Gefangenen ein gebracht. An vielen erfolgreichen Minenunter­nehmungen und Gefechten mit feindlichen Zerstörern war sein Boot beteiligt.

Da« Eichenlaub für einen Jagdflieger.

Berlin. 17.April. (DNB.) Der Führer hat dem Hauptmann Egon Mayer, Gruppenkomman- deur in einem Jagdgeschwader, als 232. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Rit­terkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.

Hauptmann Mayer, ein schwäbischer Bauern­sohn, wurde 1917 in Konstanz geboren. 3m Herbst 1937 als Fahnenjunker in die Luftwaffe einge- treten, wurde er bei Kriegsausbruch Offizier. 3m 3agdgefchwader Richthofen zeichnete er sich im Osten hervorragend aus. 3n harten Luftkampfen rang er zahlreiche britische Flugzeuge nieder und erhielt nach seinem 20. Luftsieg im August 1941 das Ritterkreuz und nun nach dem 63. Abschuß das Eichenlaub zum Ritterkreuz.

Das Gangstertum -er USA.

Unter jüdischer Führung der Feind jeder Kultur.- Ein Aufsatz Alfred Rosenbergs

Berlin, 17. April. (DNB.) Reichsminister Al­fred Rosenberg veröffentlicht in der Sonntags­nummer desVölkischen Beobachters" einen Ar­tikel, in dem es u. a. heißt: Die Entwicklung, welche der Luftkrieg der Anglo-Amerikaner genom­men hat, zwingt nicht nur das deutsche Volk, son­dern alle betroffenen Nationen Europas, sich über den Geist Rechenschaft abzulegen, der heute die Vereinigten Staaten von Nordamerika und Großbritannien beherrscht. Die Vereinigten Staa­ten, einmal von tapferen Pionieren erobert, und dann von einer Abenteurer- und Verbrecher welle überschwemmt, haben für den Typus ihrer sozialen Entwicklung selbst einen Begriff geprägt, der heute an der Spitze der Bezeichnungen für die ganze Ge­sellschaftsordnung der USA. steht: der Gang st er. Der Gangster ift die Summe von Verbrechertum, Schiebertum und Erpressertum, das fest organisiert, einen Staat innerhalb des Staates darstellt. Hinzu kommt, daß dieses Gangstertum, besonders vereinigt in dem Hauptquartier der demokrattschen Partei in Neuyork, von jüdischen Schiebern und Bankiers bezahlt und geführt wird. Neu- york ist mit zweieinhalb Millionen Juden das größte Judenzentrum der Wett. Neuyork hat dreimal mehr Juden als München Einwohner zählt. Weiß man, daß Deutschland um 1919 etwas über eine Million Juden umfaßte, und vergegenwärtigt mau sich den Einfluß, den das Judentum damals in Frankfurt und Berlin besaß, dann erst kann man verstehen, was die jüdische Macht allein schon wahlstimmen- mäßig für das politische und wirtschaftlich« Leben Amerikas bedeutet. Auf die jüdischen Stimmen müs­sen alle Parteien hören, und wenn sich nunmehr das jüdische Groß-Schiebertum der Wallstreet unter Bernard Baruch, Kuhn, Löb u. Co. mit der demo­kratischen Partei besonders eng verbindet, die wie­derum ihren Parteischutz in den Gangsterringen be­sitzt, dann erst wird verständlich, was die USA.-Ge- sahr für die europäische Kultur und für den ganzen europäischen Kontinent bedeutet.

Das heutige Nordamerika hat keinen Bauern­stand gebildet, sondern den kapitalistischen Farmer, der ähnlich wie der Bankier und der Großindu­

strielle nur auf Geschäft ausging. Diese Farmer haben unter dem Druck der Weizenspekulanten in wenigen Jahrzehnten die Prärie aufgerissen und ausgebeutet. Die Großunternehmer haben die gro« ßen Wälder abgeholzt. So ergießt sich nunmehr steigernd über das einst so fruchtbare Land der Wassersturz der Riesenflüsse, der den Boden immer weiter aufreißt, lieber die ausgelaugten Weizen­felder aber zieht heute der Tornado und bläst di« letzten ftuchtbaren Krumen in den Atlantischen Ozean. Ein Gebiet, so groß wie Deutschland und Frankreich zusammengenommen, ist von dieser para­sitären kulturlosen Macht in eine Wüste verwan­delt worden, so daß selbst eine Bewässerung alt dieser Dürre kaum noch etwas ändern mürbe. Dieser ganze ausbeuterische Geist ist es, der nun­mehr, gestützt auf 130 Millionen Menschen, Aus­schau hält nach neuen Absatzmärkten und neuen Rohstoffen, um sich ausbeute­risch auch auf diese zu stürzen. Der heutige USA- Staat", unfähig seine ftuchtbaren Riesenräume zu gestalten, unfähig eine wirklich kolonisatorische Tätigkeit durchzuführen, ausgeliefert einem reinen kapitalistischen schmarotzerhaften Denken, terrorisiert vom Gangstertum der Börsen und Spelunken sei­ner Großstädte, das ist die Gefahr, die sich nun­mehr wie ein Scbleimpilz auf Europa stürzt und in Großbritannien, o. h. in seiner heutigen greisenhaft anmaßenden Oberschicht, den willkommenen Helfer gesunden hat.

In Deutschland wächst angesichts dieser organisier­ten Tt orbbreün er fri ege e auf deutsche Städ t» heute ein Haß empor, wie er dem deutschen Wesen schein­bar gar nicht gemäß erschien. Es ist aber notwen­dig, daß dieser Haß selb st verständliches Ge­fühl bei 80 Millionen Deutschen wird, nicht mehr gelöscht werden kann und auch alle übrigen Volker ergreift, die heute unter diesen auf Kinder- und Fruuenmord ausgehenden Gangsterbombern zu lei­den haben. Es ist für ganz Europa lebensnotwendig, diese ganze Gefahr sowohl militärisch und politisch als auch kulturell zu bekämpfen und die Gesamter­scheinung, mit der unser Kontinent es heute zu tun hat, in ein Wort zu fassen, und dieses Wort heißte