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Der Schwur des Volkes

wurde das feit Tagen lau-

Ein einziger Willensblock

Billigt ihr, wenn nötig, Maßnahmen gegen von Drückebergern und im Krieg Frieden spielen

Küstenorte in 5üb- unb sowie Vorpostenboote in den

in die deutschen Stellungen zurück. Der Feind verlor und hatte schwere blutige

Tage überraschend S ü d o st e n g t a n d Küstengewässern an.

Front zu helfen?

Ich frage euch 9.: d i e radikal st en einen kleinen Kreis Schiebern, die mitten

sende Angrlffsunternebmen erfolgreich fortgesetzt. Verbände der Luftwaffe griffen in die Erdkämpfe ein und fügten dem Feind empfindliche Ausfälle an schweren Dassen und motorisierten Fahr­zeugen zu.

In den Gewässern westlich Algier ver­senkte ein Verband deutscher Kampfflugzeuge einen Transvorter von 8000 VRT. und be­schädigte ein weiteres Schiss gleicher Größe durch Bombentreffer. In der A e g ä i s scho"z ein deut­scher U-Voot-Iäger von drei anareifenden Tor­pedoflugzeugen zwei ab und beschädigte das dritte so schwer, daß mit seinem Verlust gerechnet wer­den kann.

Vor der norme gischen Küste versenkte eine Küstenbatterie der Kriegsmarine durch mehrere Volltreffer ein feindliches Unterseeboot bei einem erfolglosen Angriff auf ein deutsches Geleit.

Einige britische Flugzeuge warlen in der letzten Nacht bei Störflüaen über westdeutsches Gebiet planlos einige Bomben.

Schnelle deutsche Kampfflugzeuge griffen bei

vergeblich versuchten, einzudringen, erneut weitere 38 Panzer Verluste.

In Rordafrika

Truppen nach planmäßiger Zerstörung kriegswich­tiger Anlagen geräumt Südlich der Stadt zer­sprengten deutsche Panzer im Gegenstoß ein feind­liches Regiment Die Luftwaffe griff im Raum um Lharkow in rollenden Einsätzen feindliche Stoß- gruppen und Marschkolonnen an.

Zahlreiche Angriffe und Vorstöße des Feindes im Raum nördlich Kursk scheiterten unter hoben Verlusten des Gegners.

In der Abwehrschlacht südlich des Ladoga­sees schlugen unsere Truppen die Sowjets, die

zu führen. Der Gegenbeweis wird vom kämpfenden und arbeitenden deutschen Bolt jeden Tag aufs neue erhärtet.

Äch möchte aber zur Steuer der Wahrheit an euch, meine deutschen Volksgenossen und Volksgenossin- nen, eine Reihe von Fragen richten, die ihr mir nach bestem Wissen und Gewissen beantworten, müßt Als mir meine Zuhörer auf meine Forde­rungen vom 30. Januar spontan chre Zustimmung bekundeten, behauptete die englische Presse am ande­ren Tag, das sei ein Propagandatheater gewesen und entspreche in keiner Weise der wahren Stim­mung des deutschen Volkes. Ich habe heute zu dieser Versammlung nun einen Ausschnitt des deut­schen Volkes im besten Sinne des Wortes ein­geladen. Vor mir sitzen reihenweise deutsche Ver­wundete von der Ostfront, Bein- und Armampu­tierte mit zerschossenen Gliedern, Kriegsblinde, die mit ihren Rotkreuzschwestern gekommen sind, Män­ner in der Blüte ihrer Jahre, die vor sich ihre Krücken stehen haben ... Dazwischen zähle ich an die fünfzig Träger des Eichenlaubes und des Ritter­

kreuzes, eine glänzende Abordnung unserer kämpfenden Front. Hinter ihnen erhebt sich ein Block von Rüstungsarbeitern und -arbei- terinnen aus den Berliner Panzerwerken, wieder hinter ihnen sitzen Männer aus der Parteiorgani­sation, Soldaten aus der kämpfenden Wehrmacht, Aerzte, Wissenschaftler, Künstler, Ingenieure und Architekten, Lehret, Beamte und Angestellte aus den Aemtern und Büros, eine stolze Vertreterschaft unseres geistigen Lebens in all seinen Schich­tungen, dem das Reich gerade jetzt im Kriege Wun­der der Erfindungen und des menschlichen Genies verdankt, lieber das ganze Rund des Sportpalastes verteilt sehe ich Tausende von deutschen Frauen. Die Jugend ist hier vertreten und das Greisen­alter. Kein Stand, kein Beruf und kein Lebensjahr blieb bei der Einladung unberücksichtigt. Ich kann also mit Fug und Recht sagen: Was hier vor mir sitzt, ist ein Ausschnitt aus dem ganzen deutschen Volk an der Front und in der Heimat. Stimmt das? Ja oder nein! (Stürmische Kundgebungen und nicht endenwollender Beifall. Ein vieltausendstimmiges Ja tönt dem Minister entgegen.)

das ist schlecht und- muß beseitigt und abgeschnitten werden. Mit heißem Herzen und kühlem Kopf wol­len wir an die Bewältigung der großen Probleme dieses Zeitabschnittes des Krieges herantreten. Wir beschreiten damit den Weg zum endgültigen Sieg. Er liegt begründet im Glauben an den Führer. So stelle ich denn an diesem Abend der ganzen Nation noch einmal ihre große Pflicht vor Augen. Der Füh­rer erwartet von uns eine Leistung, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. Wir wollen uns seiner Forderung nicht versagen. Wie wir stolz aus ihn sind, so soll er stolz auf uns sein können.

3n den großen Krisen und Erschütterungen des nationalen Lebens erst bewähren sich dje wahren Männer, aber auch die wahren Frauen. Da hat man nicht mehr das Recht, vom schwachen Ge­schlecht zu sprechen; da beweisen beide Geschlechter die gleiche Kampfentschlossenheit und Seelenstärke.

Die Ration ist zu allem bereit. Der Führer hat befohlen, wir werden ihm folgen. Denn wir je treu und unverbrüchlich an den Sieg ge­glaubt haben, dann in dieser Stunde der natio­nalen Besinnung und der inneren Ausrichtung. Dir sehen ihn greifbar nahe vor uns liegen; wir müssen nur zufassen. Dir müssen nur die Entschlußkraft aufbringen, alles andere seinem Dienst unterzuordnen. Das ist das Gebot der Stunde. Und darum lautet die Parole: Run. Volk, steh' auf und Sturm brich' los!

Die letzten Worte des Ministers gehen in nicht endenwollenden stürmischen Beifallskundgebungen

und amtlich bestätigt wurde, an einer Erkältung er­krankt fein. Allerdings gibt es in London Leute, die vermuten, daß Churchill angesichts der SB e d e « ridge-Debatte im Unterhaus wohl nurpar­lamentarisch krank" ist. Die Bevevibge-Krise hat nämlich am Donnerstagvormittag eine dramatische Zuspitzung erfahren. Die Regierung will ihre Hal­tung nicht ändern, und auch in der Frage der Er­richtung eines Ministeriums für soziale Sicherheit hat sie sich zu einem Nachgeben nickt bereit erklärt. Andererseits beschloß die Labour-Partei für den Abänderungsantrag, der praktisch einem Mißtrauens­antrag gleichkommt, zu stimmen.

Gandhi« Zustand immer ernster.

Bangkok, 19. Febr. (DNB. Funkspruch.) Nach Berichten aus Puna ist Gandhi am Donnerstag durch das Aerztekonsilium nochmals gründlich unter-- Acht worden. Während des ganzen Tages sprach er ncht und zeigte auch kein Interesse mehr für Be­ll cher. In der ärztlichen Verlautbarung heißt es: ,Obwohl Gandhi insgesamt neun Stunden geschla­fen hat, ist er nicht erfrischt. Es liegen weitere An­zeichen einer fortschreitenden Uraemie vor; die Herz­tätigkeit ist schwacher. Die Befürchtungen bezüglich eines Zustandes nehmen zu." Der von den Eng­ländern ebenfalls in Haft gehaltene Sohn Gandhis, Deoabas Gandhi, hat bei der Regierung in Bombay um die Erlaubnis nachgesucht, seinen Vater besuchen zu dürfen.

Meine politische Nachrichten.

Admiral Sir Studholm Brownrigg, zuletzt Be- ehlshaber eines britischen Geleitzuges, wird von der Admiralität als vermißt gemeldet.

*

Ministerpräsident Laval hat Botschafter B ri n o n zum Präsidenten des Zentralkomitees der französi- chen Freiwilligen-Legion gegen den Bolschewismus ernannt.

folgen! Eine nicht abebbenbe Doge von Heil­rufen auf den Führer brauff auf. Die auf ein Kommando erheben sich nun die Fahnen unb Standarten, höchster Ausdruck des weihevollen Augenblicks, in dem die Blaffe dem Führer huldigt.) Ist eure Bereitschaft, ihm auf allen seinen Degen zu folgen und alles zu tun, was nötig ist, um den Krieg zum siegreichen Ende zu führen, eine absolute und uneingeschränkte?

Ich frage euch als 6.: Seid ihr bereit, von nun ab eure ganze Kraft einzusetzen und der Ostfront die Menschen und Waffen zur Ver­fügung zu stellen, die sie braucht, um dem Bolschewismus den tödlichen Schlag zu ver­sehen?

Ich frage euch 7.: Gelobt ihr mit heiligem Eid der Front, daß bi e Heimat mit starker Moral hinter ihr steht unb ihr alles geben wirb, was sie nötig hat, um ,ben Sieg zu er­kämpfen?

Ich frage euch 8.: Wollt ihr, insbesondere Ihr Frauen selbst, daß die Regierung da­für sorgt, daß auch die deutsche Frau ihre ganze Kraft der Kriegführung zur Verfügung stellt und überall da, wo es nur möglich ist, einspringt, um Männer für die Front frei zu machen unb bamit ihren Männern an der

Somit sind wir, wie von der ersten Stunde un­serer Macht an und durch all die zehn Jahre hin­durch, fest und brüderlich mit dem deutschen Volk vereint. Der mächtigste Bundesgenosse, den es auf dieser Welt gibt, das Volk s.e lb st, steht hinter uns und ist entschlossen, mit dem Führer, koste es was es wolle, und unter Aufnahme auch der schwer­sten Opfer den Sieg kämpfend zu erstreiten. Welche Macht der Welt könnte uns jetzt noch hindern, alles das durchzusetzen und zu erfüllen, was wir uns als Ziel gesteckt haben. Jetzt wird uizd muß es uns ge­lingen! Ich stehe hier vor euch nicht nur als Spre­cher der Regierung, sondern auch als Sprecher des Volkes. Um mich herum sitzen meine alten Freunde aus der Partei, die hohe Aemter in der Führung von Volk und Staat bekleiden. Neben mir sitzt Par­teigenosse Speer, der vom Führer den geschicht­lichen Auftrag erhalten hat, die deutsche Rüstungs­wirtschaft zu mobilisieren und der Front Waffen in Hülle und Fülle zu liefern. Neben mir sitzt Par­teigenosse Dr. Ley, der vom Führer den Auftrag erhalten hat, die Führung der beutfdjert Arbeiter­schaft durchzuführen und sie in unermüdlichem Ein­satz für ihre Kriegspflichten zu schulen und zu er­ziehen. Wir fühlen uns verbunden mit unserem Parteigenossen Sauckel, der vom Fichrer den Auftrag erhalten hat, ungezählte Hunderttausende von Arbeitskräften ins Reich zu bringen, die einen Zuschuß an die nationale Wirtschaft barstellen, der vom Feind überhaupt nicht eingeholt werden kann. Darüber hinaus sind mit uns vereinigt alle Führer der Partei, der Wehrmacht und des Staates.

Wir alle, Kinder unseres Volkes, zusammenge­schweißt mit dem Volke in der größten Schicksals­stunde unserer nationalen Geschichte, wir geloben euch, wir geloben der Front, und wir geloben dem Führer, daß wir die Heimat zu einem Willens­block zusamm enschweißen wollen, auf den sich der Führer und seine kämpfenden Soldaten un­bedingt und blindlings verlassen können. Wir ver­pflichten uns, in unserem Leben und Arbeiten alles zu tun, was zum Siege nötig ist. Unsere Herzen wollen wir erfüllen mit jener politischen Leiden­schaft, die uns immer in den großen Kampfzeiten der Partei und des Staates wie ein ewig brennen­des Feuer verzehrte. Nie wollen wir in diesem Kriege jener falschen und scheinheiligen Objektivi­tätsduselei verfallen, der die deutsche Nation in ihrer Geschichte schon so viel Unglück zu verdanken hat.

Als dieser Krieg begann, haben wir unsere Augen einzig und allein auf die Na­tion gerichtet. Was ihr und ihrem Lebenskampf dient, das ist put und muß erhallen unb gefördert werden. Was chr und ihrem Lebenskämpfe schadet.

unb bie Rot bes Volkes zu eigensüchtigen Zwecken ausnuhen wollen? Seid ihr damit einverstanden, daß, wer sich am Kriege ver­geht, den Kopf verliert?

Ich frage euch 10. und zuletzt: Wollt ihr, daß, wie das nationalfozialistifche Parteiprogramm es gebietet, gerade im Kriege gleiche Rechte und gleiche Pflichten vorherrschen, daß die Heimat die schweren Belastungen des Krieges solidarisch auf ihre Schullern nimmt und daß sie für hoch und niedrig und arm und reich in gleicher Weife verteilt werden?

Ich habe euch gefragt; ihr habt mir eure Antwort gegeben. Ihr seid ein Stück Volk, durch euren Wund hat sich damit die Stellung­nahme des deutschen Volkes manifestiert.

Ihr habt unseren Feinden das zugerufen, was sie wissen müssen, damit sie sich keinen Illusionen und falschen Vorstellungen hin­geben.

eiterhin schwere Abwehrkämpfe an der Eüdfront.

Charkow planmäßig geräumt. - Erfolgreiche Fortsetzung der Angriff«, unternehmen in Nordafrika.

Eiimson gibt ernsten Rückschlag in Tunesien zu.

Buenos Aires, 18. Febr. (Europapreß.) Kriegsminister Stimson erklärte der Pressekonferenz, daß die nordamerikanischen Streitkräfte in Tunesien während der gegenwärtigen Kämpfe erhebliche Verluste an Mannschaften unb Gerät erlitten haben.Viele unserer Panzer wurden durch Stukas zerstört. Man vermutet, daß die Deutschen zwei Panzerdivisionen eingesetzt haben. Wir sind in die­sem Gebiet zahlenmäßig unterlegen. Die Kämpfe gehen weiter. Wir haben in Tunesien einen em« sten Rückschlag erlitten, dessen Bedeutung weder vermindert noch übertrieben werden sollte."

Churchill erkrankt.

Stockholm, 18. Febr. (Europapreß.) Premier- mimster Churchill soll, wie bereits bekanntgegeben

den her durch eiligst vorgeworfene Panzer unb mo­torisierte Kräfte weiter, so daß unsere Truppen das Innere der brennenden Stadt räumten. Die hart­näckige Verteidigung wurde erst nach Vernichtung sämtlicher kriegswichtigen Anlagen abgebrochen. Un­unterbrochen gingen die Sprengungen hoch, mit denen unsere Pioniere eine Feuer- und Trümmer- zone vor die Angreifer legten. Rings um Charkow geht der Kampf weiter, Südlich der Stadt fingen unsere Panzer ein marschierendes Sowjetregiment ab und zersprengten es.

Südöstlich Drei entwickelten sich schwere Ge> fechte. Obwohl unsere Soldaten bereits fast zwei Wochen unter schwierigsten Witterungs- und Ge­ländeverhältnissen bei Tag und Nacht im Kamps gegen überlegene feindliche Kräfte stehen, schlugen sie sämtliche Angriffe ab. Oft kam es gegen die immer wieder anrennenden Sowjetdivisionen zu erbitterten Nahkämpfen, die aber jedesmal unter sehr schweren Verlusten zusammenbrachen. Innerhalb der letzten zehn Tage verlor der Feind allein im Abschnitt eines deutschen Korps rund 12 000 Tote, 1000 Gefangene und 30 Panzer. An den Brennpunkten der Abwehr­schlacht im Norden der Ostfront wiederholte der Feind seine vergeblichen Vorstöße. Südöstlich des Ilmensees endeten seine fünfmaligen An- griffe gegen einen Divisionsabschnitt mit dem Ab­schuß von 13 Sowjetpanzern. Südlich des La­dogasees wurden die dort sogar achtmal hinter­einander anstürmenden feindlichen Regimenter von Verbanden des Heeres und der Waffen-^ nach Ab­schuß von weiteren 18 Panzern z rückgeschlagen. Bei Einzelkämpfen verlor der Feind noch sieben Panzer­kampfwagen.

Der Rektor der Kaiserlichen Universität Tokio, Dr. Pururu Hiraga. einer der bedeutendsten japanischen Schiffsbau er, starb im Alter von 65 Jahren. Er hatte großen Anteil an der Schaffung der neuesten japanischen Schlachtschiffe.

Kunst unb Wissenschaft.

Gerhard Schumann:Gudruns lob.

Gerhard Schumann hat seinem ersten in der Spartakistenzeit spielenden DramaEntscheidung" ein zweites folgen lassen, das, in ferne germanische Sagenwelt zurückführend, dem heutigen Weltgefühl ehr nahe bleibt. Denn bas Schicksal der jungen Hegelinger Königin wird zu einer Tragödie verdich­tet, die den Widerstreit zwischen Pflicht und Nei­gung zu dramatischer Höhe steigert. Die Gudrun des Liedes wird hier zur großen tragisch Liebenden: von der Treupflicht gegenüber ihrem Königtum bestimmt, hat sie sich in der Schicksalsstunde des großen Krie­ges entschieden, Herwig, dem nicht geliebten Helden, das Treuwort zu geben. Von Hartmut, dem ersehn­ten Geliebten geraubt, bleibt sie bei ihrem Wort, im Widerstreit zwischen der Treue, der Ordnung und der Stimme der Natur, der übermächtig eben­falls bindenden Liebe. In tragischer Ausweglosigkeit greift sie an Hartmuts Bahre zum Dolch. Es zeigt sich, daß die Auseinandersetzung eines heutigen Bühnendichters mit altgermanischem Mythos durch den gewichtigen Rhythmus der Sprache, die diffe­renzierende Verfeinerung und Vertiefung der menschlichen Beziehungen, die klar erhellende Un­mittelbarkeit der dramatischen Form und durch die feste Verdichtung auf das ausweglose tragische Ende Leuchtkraft erhall. Die dichterischen Werte der Ira-

»

Berlin, 18. Febr. (DNB.) Südlich Nowo. rossijsk lagen die gelandeten bolschewistischen Kräfte im schweren Feuer unserer Artillerie uni Sturzkampfflugzeuge. Die Granaten und Bomben zertrümmerten die im Gestrüpp und Geröll der Steilküste angelegten Kampfgräben, zermürbten be« Widerstand der feindlichen Infanterie und zwangen, sechs mit Verstärkung sich der Küste nähernde Schnellboote zum Abdrehen. Unsere Sturmgruppen warfen den Feind in Richtung auf die Küste zurüg.

Nördlich des Asowschen Meeres und im Donez« decken verloren bie Sowjets bei vergeblichen Der, suchen, unsere planmäßig ablaufenden Bewegungen zu stören, elf Panzer. Durch Gegenstöße beseitigten eigene Panzerverbände bie am Vortage abgeriegelte örtliche Einbruchsstelle und drückten den Feind zu­rück, so daß er zunächst nicht mehr zu größeren An- griffen ansetzen konnte. In Gegend Charkow ver« stärkte der Feind seinen Druck von Süden unb Nor.

Ihr also, meine Zuhörer, repräsentiert in diesem Augenblick bie Nation. Und an euch möchte ich zehn Fragen richten, die ihr mir mit dem deutschen Volke vor der ganzen Welt, insbesondere aber vor unseren Feinden, beantworten sollt (nur mit Mühe kann der Minister sich.für bie nun folgenden Fragen Gehör verschaffen. In äußerster Spannung und be­geisterter Anteilnahme gibt die Masse auf jede ein­zelne Frage die Antwort):

1. Die Engländer behaupten, das deutsche Volk habe den Glauben an den Sieg verloren.

2 ch frage euch: Glaubt ihr mit dem Führer und mit uns an den endgültigen, totalen Sieg des deutschen Volkes?

Ich frage euch: Seid ihr entschlossen, dem Führer in der Erkämpfung des Sieges durch dick und dünn und unter Aufnahme auch der schwersten persönlichen Leistungen zu folgen?

2. Die Engländer behaupten, das deutsche Volk ist des Kampfes müde.

Ich frage euch: Seid ihr bereit, mit dem Führer als Phalanx der Heimat hinter der kämpfenden Wehrmacht stehend diesen Kampf m't wilder Entschlossenheit und unbeirrt durch alle Schicksalsfügungen fortzusehen, bis der Shg in unseren Händen ist?

3. Die Engländer behaupten: Das deutsche Vo'k hak keine Lust mehr, sich der überhand­nehmenden Kriegsarbeit, die die Regierung von ihm fordert, zu unterziehen.

Ich frage euch: Seid ihr und ist das deutsche Volk entschlossen, wenn der Führer es befiehlt, zehn, zwölf und wenn nötig 14 und 16 Stunden täglich zu arbeiten und das letzte herzugeben für den Sieg?

4. Die Engländer behaupten, das deutsche Volk wehrt sich gegen die totalen Kriegsmaß­nahmen der Regierung. Es will nicht den tota­len Krieg, sondern die Kapitulation. (Zurufe: Riemals, niemals!)

3ch frage euch: Wollt ihr den totalen Krieg? Wollt ihr ihn, wenn nötig, totaler und radikaler, als wir ihn uns heute überhaupt noch vorstellen können?

5. Die Engländer behaupten, das deutsche Volk hat fein Vertrauen zum Führer ver­loren.

Ich frage euch: Ist euer vertrauen zum Füh­rer heute großer, gläubiger und unerschütter­licher denn je? (Die Ulenge erhebt sich wie ein ?Hann, die Begeisterung der Waffe entlädt sich in einer Kundgebung nicht dagewesenen Ausmaßes. Vieltaufendstimmige Sprechchöre brausen durch die Halle:Führer befiehl, wir

Oer Wehrmachtbericht.

DRB. Aus dem Führerhauptguartier, 18. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m west kaukasischen Bergland und im Raum von Krasnodar blieben die feindlichen Angriffe überall erfolglos. Bei einem eigenen An­griff südlich Roworoffijfk wurde der Gegner auf die Küste zurückgeworfen.

Zwischen Afowfchem Weer und dem Raum südöstlich von Drei dauerten die erbitterten Kämpfe an. Die Stadt Charkow wurde von unseren '

göbie, bie am Württembergischen Staatstheater, in Stuttgart von Helmut Henrichs inszeniert wurde, kamen mit starker Wirkung heraus. Der Dichter wurde immer wieder von stürmischen Bravorufen auf die Bühne geholt. Hermann Strenger.

Der Landschaftsmaler Fritz Geyer 70 Iahre alt.

Der Landschaftsmaler Fritz Geyer vollendete sein 70. Lebensjahr. Sein Vater war ein vorzüglicher Radierer unb hatte lange Jahre bie Fachklasse für Radierer an der Unterrichtsanstalt bes Berliner Kunstgewerbemuseums geleitet. Er selbst wurde Schüler des Berliner Malers Eugen Bracht. Seit der Jahrhundertwende find seine charakteristischen Bilder alter deutscher Städte auf allen großen Kunstausstellungen zu sehen. Seine fränkische Hei­mat Geyer ist geborener Nürnberger die so reich an uralten Städten und Dörfern ist, hat ihm viele herrliche Motive geschenkt, aber auch andere deutsche Gaue hat er mit Pinsel und Palette durch« wandert.

Line Goldoni-Lrstaufsührung des Wiener Vurg- theaters.

i Die deutsche Erstaufführung der Komödie Carlo GoldonisDie Zwillinge aus Venedig" im Burgthegter war eine Huldigung für den vor 1^0 Jahren verstorbenen Meister. Seine Komödie hat als Rollentheater sicherste Wirkung unb gibt überdies einem elementaren Schauspieler wie

Hörbiger Gelegenheit, in einer Doppelrolle zu amüsieren. Goldoni war weder der erste noch der emzige, der die alte Plautus-Komödie von den fa­talen Verwechslungen der beiden Zwillinge wieder heroorgeholt und neu bearbeitet hatte. Schon in der alten Vorlage sind die zwei Zwillinge dadurch vorn emanber unterschieben, baß her eine etwas tölpisch ist, hingegen der andere als ein lebenskundiger unb geistvoller Kavalier erscheint. Goldoni läßt den Ein­saitigen an einem Liebestrank, der ihn gegen alle itrauenDerfübrungen kalt machen soll, wirklich kalt werden, nämlich sterben. Als Ersatz gewinnt der Ueberlebenbe neben einer Ehehälfte auch noch eine als Säugling verlorengegangene Schwester. Philipp Zeska, der die Komödie ins Deutsche übertragen hat, umranbete bie Vorgänge schon durch die Bühnen- bilder tfrifc Judtmanns und bie Musik 2lleranber Steinbrechers ironisch und ließ sie schließlich ganz ms spielerische Theater münden. Paul Hörbiger gibt bem einfältigen Sch le mihi rührende unb ergreifende 3uge und führt den anderen Bruder zur Souverä- nitat eines Sonntagskindes auf Erben. Auch die übrige Darstellung bewies, wie lebendig Goldoni auch 150 Jahre nach feinem Tode auf dem Theater geblieben ist. Oskar Maurus Fontana.

Neue französische llebersehungen deutscher Klassiker.

In dem VerlagEdition Montaigne", Paris, der öur> leme zweisprachigen Veröffentlichungen dichte­rischer Werke bekannt ist, erscheint Grillparzers TrauerspielDes Meeres und der Liebs Wellen" unter dem TitelLes vagues de la mere et de 1 amour in französischer Uebersetzung, nachdem der gleiche Verlag bereits Grillparzers© a p p b o" undKönig Ottokars Glück unb Ende" herausgebracht hat. Der Ueberfetzer, der für die Ausgabe auch ein einführendes Vorwort schrieb, ist Professor Loiseau (Toulouse). In der Sammlung La Bibliotheque de la Pl&'ade erscheint als Theatre complet eine Auswahl von Goethes Dramen in neuer Uebersetzung.

Havvtfchristieiter: Tr. Friedrich Wilbelm Lange. Stellvertreter bei kanptjchriftieiters: Ernst Binmichem. Lerantworriich für Politik unb VUder- Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Tdyriotr iur Stadt Kieken, Provinz Wirtschaft und Sport: Ernü Blumnöeiu.

TrucI und Benag: Brühijche Univeriitätsdruckere, -St. Lange R. S.

Erich Hamann; Anzeigenteiler: Haas Peck.

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