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Nr. 2 Zweiter Blatt

Freitag, 19. Zebruar 1943

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberhessen)

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^^E>lai" Sießen. Mr werden siegen - weit uns Adolf Hitler führt!

Die gesamte Bevölkerung ist eingeladen.

Eintritt frei!

Be-

3n der Wunderwelt der Südsee

u.

r Burg*

ZurSicherunq der Landbewirtfchastung

Fortsetzung.

(Nachdruck verboten.)

Staatlich anerkannte

Wochenpflegerinnen.

bekannt gemacht, die der Taucher unter Wasser zu bestehen hatte und nur durch Glück und Kaltblütig­keit zu seinem Besten wandte; u. a. hörte man da von Kämpfen mit zwei Haifischen in der Ttmorsee und ebenso mulmigen Begegnungen mit dem Schwert­fisch oder dem Teufelsfifch usw. Nicht minder inter­essant waren die Erlebnisberichte von den Wände-

. Die Anforderungen, die an die Bewirtschaftung des landwirtschaftlichen Badens gestellt werden, laben sich im Krieg aesteigert. Die Maßnahmen, die k^aen die Mißwirtschaft einzelner zu treffen sind,

.Ach was! Das wäre ja reiner Unfug! Ich habe skwiß jede Hochachtung vor den Leuten, die hier 6tf Hammerkott an verantwortlicher Stelle stehen.

er die meisten von ihnen sind doch würdige, be« torte Herren, die sich ihr Leben lang in den aus»

ahrenen Gleisen einer überwundenen Zeit be- Di<jen. Ein junger Mensch mit neuen Ideen, mit ^en und brauchbaren Ideen, der dazu noch Lust ürd Liebe zur Sache hat und der sein Fach von varnd auf versteht einen solchen Menschen jagt doch nicht einfach davon, nur weil er ab und W mal ein wenig vorlaut ist. Er weiß eben, daß fr etwas leistet, und das ist doch kein Fehler. I

Ihrer Stelle würde chn durch eine Gehaltsauf- jeFerung oder Beförderung noch fester an Hammer- binden."

terbrüggen lachte spöttisch auf.

.Natürlich? Warum auch nicht! Ich kann ihn ja ^auf meinen Posten setzen!"

Neinders blinzelte ihm zu.

) vermute, daß er auch damit fertig werden ^de", bemerkte er trocken.

»Unb, daß er allem Anschein nach die Leute in der hjbe gegen mich aufwiegelt, halten Sie womöglich

ganz in der Ordnung?"

Auch das sehen Sie meiner Meinung nach falsch. Herr Direktor Terbrüggen", sagte Meinders mit ironischer Betonung.Es hat ja immerhin seinen guten Grund, daß dieser Doktor Hellingrath den Leuten da draußen nähersteht, als Sie oder ich oder Hammerkott selbst. Denn soviel ich gehört habe, hat er noch vor einigen Jahren hier auf der Zeche Ham­merkott als armer Werkstudent wie ein einfacher Arbeiter seinen Mann gestanden. Er hat mit den anderen Kumpels unter Tage Schulter an Schulter vor der Kohle gelegen, ohne auch nur einmal den studierten Herrn herauszubeißen. Und so etwas ver­gessen ihm die Leute so leicht nicht, auch er jetzt ihr Vorgesetzter ist. Kein Wunder, daß sie zu chm hallen."

Terbrüggen triumphierte.

Na, also? Das eben meine ich ja. Es führt nie zu etwas Gutem, wenn man solchen Leuten die Züoel zu locker läßt. Aber damit geben Sie ja selbst zu, daß ich mit meinen Vermutungen durch­aus im Recht bin."

Im Gegenteil", fuhr Meinders auf.Damit wollte ich Ihnen nur sagen, daß die Leute alle zu­sammen wie ein Mann zu ihm halten würden, wenn er jetzt so ohne sichtbaren (Brunb entlassen würde."

Das rft mir ganz gleichgültig", lehnte der an­dere mit einer überlegenen Bewegung ab. . Seien Sie unbesorgt, ich weiß schon, was ich will und was ich tue."

,Neroon bin ich überzeugt. Das haben Sie ja stets aewußt. Aber an die Unruhe, die Sie damit in die Gefolgschaft hineintragen, denken Sie nicht."

Redensarten! Sie vergeßen die Generalvollmacht, die mir in jeder Hinsicht freie fianb gibt", rief er erregt.Es soll mir gar nicht darauf ankommen, einmal recht ausgiebig davon Gebrauch zu machen!"

Er wollte, er mußte diesen Hellingrath loswerden. Wenn er ihm auch nichts Bestimmtes nachweisen konnte, inftinttin suhlte er vom ersten Tage an, daß ihm von dieser Seite ein Unheil drohte, das möglicherweise einmal alle ferne Pläne über den Haufen werfen konnte.

Meinders hörte sich diesen Aufbruch seines Vor­gesetzten gelassen an.

Diesen Hellingrath werden Sie aber trotzdem nicht entlassen", sagte er bestimmt.

Lächerlich. Ich wüßte nicht, wer mich daran hindern sollte", begehrte Terbrüggen wütend auf.

Ich!"

Ein zwingender Blick aus kühlen, grauen Augen begleitete dieses Wort Terbrüggen hatte schon zu einer heftigen Antwort angesetzt. Doch tarn, er nicht mehr dazu, sie auszusprechen. Denn in diesem Augenblick öffnete sich die nur angelehnte Tür, und raschen Schrittes trat ein blonder Riese in blauem Monteur-Kittel ein. Seine hellen, blauen Augen wanderten belustigt von einem zum anderen.

Verzeihung, wenn ich vielleicht störe. Aber die Herren waren wohl ein wenig laut und haben mein bescheidenes Klopfen vermutlich überhört."

Terbrüggen streifte den Eindringling mit einem wenig fteundlichen Blick.

Dann war es an Ihnen, zu warten, bis man Sie hört, Herr Hellingrath."

Er vermied es stets geflissentlich, dem Ingenieur den ihm zukommenden Doktortitel zu geben.

Doch der zuckte über diese Zurechtweisung nur gleichmütig die Achseln.

Es ist nun einntal nicht meine Art, den Hor­cher an der Wand zu spielen. Auch dann nicht, wenn ich so unfreiwillig dazu komme, wie eben jetzt. Im übrigen ... meine Zeit ist gerade jetzt sehr bemessen, Herr Direktor." Der ruhige, bestimmte Ton in Esen Worten reizte den anderen nur noch mehr. Tr suchte Meinders Blick, als wollte er sagen: da nebst du selbst, wie recht ich mit meinem Mißtrauen diesem Menschen gegenüber habe. Aber Meinders war scheinbar so in feine Arbeit vertieft, daß er nicht zu bemerken schien, was um ihn her vorging.

So ...?" gab Terbrüggen von neuem verärgert zurück.Da muß ich Ihnen vermutlich noch dank­bar fein, daß Sie auf meinen Anruf überhaupt gekommen sind?"

Aus diese Frage vermag ich Ihnen keine Ant-

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Glück auf, Renate!

Roman von Ernst Grau.

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berg) hatte auf Veranlassung des 47jährigen Kauf­manns Hermann St. aus Offenbach vier Ferkel fchwarzgeschl achtet und die geschlachteten Tiere kartenfrei mit Gewinn an diesen verkauft. Das Sonderaericht in Darmstadt verurteilte K. wegen Vergehens gegen die Verbrauchsregelungs­strafoerordnung und das Schlachtsteuergesetz zu fünf Monaten Gefängnis und 50 RM. Geldstrafe, den St. als treibende Kraft dieser kriegs­wirtschaftlichen Verfehlungen zu sieben Mona­ten Gefängnis. Ein weiterer Angeklagter, von dem K. die Ferkel bezogen hatte, wurde wegen er-

Oie Ansiedlungöwünsche der Kriegsteilnehmer.

Der Reichsmarschall und der Reichsführer ff als Reichskommisfar für die Festigung deutschen Volks­tums haben in Zusammenarbeit mit dem Oberkom­mando der Wehrmacht Bestimmungen getroffen, die die bevorzugte Berücksichtigung der im Felde stehenden Soldaten in den von der Wehrmacht erkämpften Siedlungsgebieten nach dem Kriege sicherstellen. Deshalb ist eine Ansiedlung n den neuen Gebieten während des Krieges nur ür Kriegsversehrte und Kriegerhin­terbliebene sowie für solche Volks- und Reichs­deutsche statthaft, die im Zuge der politischen und kriegerischen Ereignisse ihren Heimatsitz verloren haben. Andere werden nur zur Ansiedlung zugelas­sen, wenn dringende wehrwirtschaftliche oder ver- sorgungswirtfchastttche Gründe vorlieoen. Die Be­stimmungen darüber, unter welchen Bedinoungen der Kriegsteilnehmer nach dem Krieae feine Ansted- lungswünsche verwirklichen kann, sind in einem Sonderdruck zusammengefaßt.

Das Testament eines Frontsoldaten.

Ein ostpreußischer Landwirt hatte in einem eigenhändig geschriebenen Testament seine Schwe­ster, die ihm Jahre hindurch die Wirtschaft geführt batte, zu seiner alleinigen Erbin einaesetzt. Der Landwirt fiel im Osten. Obwohl die Testaments­urkunde verlorengegangen war, beantragte seine Schwester die Erteilung eines Erbscheines. Dem Landgericht Braunsberg gelang es durch Ver­nehmung von Zeuaen und durch Aufzeichnungen des Erblassers den Wortlaut der Testamentsurkunde festzustellen. Es wies daher das Amtsgericht zur Erteilung des Erbscheines an. Obwohl grundsätzlich die T-stam-ntsurschrift bei dem Antrag auf Ertei­lung des Erbscheines vorgelegt werden muß, hat hier das Gericht durch Bewe'-austiahrne dem lebten Willen des aefvllenen Erblassers entsprochen. Das Kammergericht hat diese Entscheidung auf die Be­schwerde einer anderen Schwester, die durch das Testament von der Erbfolge ausaeschlofsen war, gebilligt und die Beschwerde zurückgewiesen.

Berbunfehmasieifr

19. Februar von 18.41 bis 7.00 Uhr.

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Am Samstag, 20. Februar, 20 Uhr, in der Aula der Universität

Großkundgebung der NSDAP

Es spricht Reichsredner Prinz zu Schaumburg-Lippe

rungen und Jagden auf den Inseln, von Begegnun­gen mit Tigern, Großaffen und anderem Großwild, von dem Ringen im und mit dem Urwalde, von dem Aufenthalt unter den verschiedensten Volksstämmen, dabei auch von der zeitweiligen Lebensgemeinschaft mit Menschenfressern

Es war ein außerordentlich buntes und erlebnis­reiches Forscherleben, das hier vor der in höchstem - Maße gefesselten Hörerschaft geschildert wurde. Es war zugleich aber auch ein starkes Bekenntnis zu dem unbeugsamen Willen zur Wiedererringung deutschen Kolonialbesitzes, damll unserem Volke draußen m der weiten Welt der Anteil an Recht, Geltung und Besitz wiederverschafft wird, der ihm gebührt. Für die Stärkung und Durchsetzung dieses Willens war der Vortragende mit feinem eiÄrucks- vollen Bericht ein mahnender Werber und Rufer zur Entfaltung aller deutschen Kräfte und ihres Einsatzes nach dem Willen des Führers, der uns der beste Garant für die deutsche Zukunft auch im Kolonialland ist.

Herzlicher Beifall bekundete dem Vortragenden und den Veranstaltern den Dank der Hörer fiir den wertvollen Abend.

Der Gießener Vortragsring (Arbeitsgemeinschaft NSG. ,Kraft durch Freude", Göethe-Bund, Kultu­relle Vereinigung) vermittelte am gestrigen Don­nerstagabend in der vollbesetzten Aula in einer Son­derveranstaltung ein Vortragserlebnis ganz beson­derer Art. Der Abend führte im Geiste in die Wun­derwelt der Sudsee, wobei der bekannte Südsee- forscher Kuno Schweers ein ausgezeichneter Reiseleiter war.

An Hand einer großen Zahl hervorragender far­biger Lichtbilder berichtete der Forscher in etwa an- derthalbstundigem außerordenlich fesselnden Vortrage über seine Erlebnisse während 23 Jahren Aufent­halts in den Ländern und Gewässern der Südsee. Seine Reisen führten ihn u. a. nach Sumatra, Java, Borneo, Bali, Samoa, Neuguinea usw. und galten in erster Linie der Erforschung der Tierwelt der Südsee. Von diesen Forschungsfahrten und seinen Entdeckungen, die er als Taucher, der bis zu 56 Meter Tiefe in das Wasser hinab stieg, hatte, berich­tete er in sehr anschaulicher und fesselnder Art, au­ßerdem machte er in ebenso interessanter Weise mit Land und Leuten jener tropischen Gebiete bekannt. Als Naturforscher und Tropenmaler hat er niete Hundert Inseln, bewohnte und unbewohnte, kreuz und guer durchstreift, sich überall mit dem Auge des naturfrohen und für die Herrlichkeiten jener Welt besonders empfänglichen Menschen und Künstlers umgesehen; die von ihm in mehr als zwei Jahr­zehnten aufgenommenen LichtbMer hat er selbst koloriert und damit für die Mit- und Nachwelt einen Besitz geschaffen, der wegen seiner einzigartigen, vielfältigen Schönheiten besonders wertvoll ist.

Im Geiste bealesteten die Hörer den Forscher Zunächst auf seiner Ausreise nach den fernen. Zonen der Südsee. Kurze Stationen gab es am Suez- Kanal und in der Sahara. Dann ging es mit einem gewaltigen Sprung hinüber nach Sumatra und von dort über die Inseln und durch die Meere dieser Zonen. Mit dem Forscher saßen sich die Hörer in den Wundern zwischen den Korallenriffen und in

Äriege ergangene Verordnung zur Sicherung der Landbewirtschaftung mit Wirkung ab 1. Mörz ge- kvorden. Nach den Erläuterungen, die im Recht des Reichsnährstandes" veröffentlicht wer­den, bestehen nunmehr folgende Möglichkeiten der Einwirkung auf einen schlecht bewirtschafteten Be- trieb: Der Nutzungsberechtigte wird vom Amtsge­richt zu einer entsprechenden Wirtschaftsführung aufgefordert; es erfolgt Wirtschaftsüberwachung durch einen Vertrauensmann; es kann ein Trew- fjänber für die Bewirtschaftung eingesetzt werden; das Grundstück kann verpachtet werden, oder es roirb auf dem Wege der Zwangsvollstreckung ver­äußert. Die Bewirtschaftung durch einen Treuhänder letzt voraus, daß die ordnungsmäßige Weiterfüh­rung ohne allzu große Geldmittel möglich ist. Die neue Verordnung sieht die Beschaffung und Sicher- stellung von Reichsgeldern in Höhe bis zu 10 v. H. bes steuerlichen Einheitswertes vor. Wenn die ord­nungsmäßige Führung des Betriebes trotzdem nicht me^r möglich ist, dann ist die Verpachtung zweck­mäßiger, für die die Vorschriften wesentlich verein­facht werden. Veräußern darf der Treuhänder das Grundstück nicht mehr. Dieses Recht steht jedoch nach der neuen Verordnung dem Eigentümer zu, wodurch der Uebergang schlecht bewirtschafteter triebe in andere Hände erleichtert werden soll.

Auch von den harten Abwehrkämpfen im Osten gibt die neue Wochenschau ein Bild. Im hohen Norden pirschen sich Spähtrupps an den Geg- ner heran. Ein verwundeter Kamerad wird auf einem Hundeschlitten zurückgebracht. Die Beförde­rung zum Truppenverbandsvlatz übernimmt ein i Sanitätsflugzeug. An unübersichtlichen Stellen des Mittelabschnittes find Wehrtürme errietet worden. Die immer gleiche öde Schneelandfchaft liegt vor uns. Immer wieder rennen die Bolschewisten in dichten Wellen heran. Die Hauptkampflinie ist in Sekunden abwehrbereit. Ein Bataillon des Regi­mentsFeldherrnhalle" stößt in die Flanke des Gegners vor.

dem exotischen Garten unter Master um. Das Leben und Treiben der Meeresfauna konnte an Hand vieler Einzell.Der belauscht werden, dazu hörte Man von dem Vortragenden wunderbare Dinge über seine Erlebnisse, die er im Taucheranzug unter Walser bei seinen unzähligen Abstiegen in die Tiefe des Meeres hatte. Aber nicht nur Idylle auf dem Meeresboden lernten die Hörer kennen, sie wurden auch mit mancherlei brenzligen Situationen bekannt gemacht, die der Tauch, bestehen hatte und nur durch Gl

* G r o ß e n - B use ck, 18. Febr. Auf dem

Grundstück der hiesigen sog. W e i ß m ü h l e des wem m. oie yenei oezogen yaue, muroe wogen er« Mühlenbesitzers Schmidt brach am Mittwoch- wiesener Unschuld freigesprochen, da er über die vormittag Feuer aus, durch das die Scheune mit gesetzwidrigen Absichten des K. nicht unterrichtet den Heu- und Strohoorräten eingeäschert wurde, mar und sie auch aus den Umständen nicht ent- während an den Stallungen geringer Schaden ent- nehmen konnte.

Meinders hatte ihm verwundert zugehört.

Hellingrath entlassenlachte er dann.Aber en Sie doch kein Narr, Terbrüggen. Ich Halle Men Hellingrath für einen der wenigen fähigen topfe, auf die Sie sich verlassen können."

JKag fein ich habe mir trotzdem Dorgenommen, p noch heute zu kündigen", beharrte der andere. v»ch Meinders ließ sich in seinen Ansichten nicht so k"fch beirren.

Bilder aus der neuen Wochenschau.

Di- neu- Wochenschau zeigt in einem -inÄ-uck'-. vollen Bildbericht die Vernichtung eines Geleitzuges durch deutsche U. Boote. Graphische Darstellungen, die in die Bilder emgestreut sind, lassen uns den Verlaus aller Manöver des angreifenden U-Böot- Rudels Har erkennen. Der Ausguck sichtet Schatten an der Kimm. Geleitzug querab. Die Befehlsstelle bes STU wird durch Funk verständigt. GrBmi' ral Donitz setzt sofort weitere U-Boote auf den ge- meldeten Geleitzug an. Ein feindlicher Zerstörer bat iramrf^n uufer funkendes U-Boot ausgemacht. Mit äußerster Kraft versucht das U-Boot, sich dem Verfolger zu entziehen. Der Zerstörer feuert Be- ^gen die Einschläge. Tauchalarm! Stell stoßt das Boot in die Tiefe. In atemloser Spannung verfolgt man am Horchgerät das Näher- kommen des Zerstörers. Wasserbomben dröhnen Durch Kurswechsel versucht der Geleitzuq der drohenden Gefahr auszuweichen. Weitere durch Funk herangerusene U-Boote haben jedoch mit dem Geleit Fühlung bekommen. Und nun erleben wir bie harte Jagd der U-Boote, die sich tagelang bin- Zieht. Im Unterwasserangriff werden die ersten Schiffe herausgeschossen. Auch andere U-Boote sind zum Schuß gekommen. Der Geleitzug ist zersprengt Die wenigen übriggebliebenen Transporter ver­suchen, nach allen Himmelsrichtungen zu entkörn-

D i n g e ld e i n wurde mit Wirkung ab 1. Dezem­ber 1942 zum Ob e r ft befördert.

** Arbeitsjubiläum. Am gestrigen Don­nerstag konnte bei der Firma Bänninger G. m. b. H., Gießen, das Gefolgschaftsmitglied Heinrich M ö b u s, Gießen, Settersweg 77, als Vorarbeiter auf eine 25jährige Tätigkeit zurückblicken. Bei einer Feier an dem festlich geschmückten Arbeitsplatz des Jubi­lars wurden diesem von dem Betriebsführer Karl Bänninger, dem Betriebsobmann sowie ver­schiedenen Abteilungsleitern Dank und Anerkennung für die in den verflossenen 25 Jahren geleisteten treuen Dienste ausgesprochen. Außerdem wurde dem Jubilar das Gaudiplom der Deutschen Arbeitsfront von dem Betriebsobmann überreicht. Der Jubilar erhielt ferner von der Firma zum Andenken an den Jubeltag das übliche Sparkassenbuch und von seinen Arbeitskameraden der Zeit entsprechende Geschenke. Mit einer Dankansprach« des Jubilars endete die Feier.

** Sichtbare Mondfinsternis am 2 0. Februar. In den Morgenstunden des 20. Fe­bruar können wir eine partielle Mondfinsternis be­obachten. Sie beginnt etwa um 5 Uhr MEZ. und ist drei Stunden später beendet, wenn man den Ein- und Austritt des Mondes aus dem Kernschatten der Erde berücksichtigt.

Landkreis Gießen.

Auf Veranlassung des Reichsgesundheitsführers hat der Reichsinnenminister eine Verordnung über Lochenpflegerinnen erlassen, die erstmalig eine ge- gliche Regelung für den Stanb der Wochenpflege« rin und besonders ihre Ausbildung bringt. Auch in dieser Verordnung kommt das starke Interesse zum Ausdruck, das die staatliche Gesundhellsführung >ill:n Maßnahmen widmet, die dazu dienen sollen, Mutter und Kind nach der Geburt, wenn sie beson- lerer Wartung bedürfen, vor gesundheitlichen Schä­den tu bewahren. Zwar ist die Hebamme verpflich- iet die Mutter in den ersten zehn Tagen regel- naßig zu besuchen und zu versorgen. Sie muß ihre Tätigkeit aber auf einige Besuche beschränken, die toi starker Inanspruchnahme nicht einmal regel« näfjig ausgeführt werden können, sodaß die eigen!« iige Pflege der Wöchnerin anderen Personen vor- gehalten bleibt. Hier kann die Wochen Pflegerin, für Jie ein zunehmender Bedarf besteht, eine sehr wert­volle Hilfe bieten. Durch die Verordnung sott ge- 'chert werden, daß sich als Wochenpflegerinnen nur vlche Personen bezeichnen dürfen, die eine ftaat- !ch geregelte Ausbildung genossen und die staatliche ilnerkennung erhalten haben. Auf diese Weise ist lle Gewähr gegeben, daß der Stand der Wochen- fflegerin von ungeeigneten Elementen freigehalten mrd. Die AusbiDung der Wochenpflegerinnen er- ftlqt an staatlich anerkannten Wochenvllegeschulen '^nd wird durch die staatliche Wochenpflegeprüfung «bgeschlofsen.

wort zu geben, Herr Direktor. Auf jeden Fall habe ich aber den Eindruck, daß ich drüben am Schacht nötiger gebraucht werde als hier."

Die Antwort kam diesmal hefttger und wohl auch etwas lauter, als es in feiner Absicht lag. Ter­brüggen hakte denn auch gleich ein.

"2ch verbitte mir diesen Ton, Herr Hellingrath? Ich bin nicht schwerhörig!"

.»Dann bitte ich um Entschuldigung. Es herrscht aber auch nicht überall eine solche Stille wie hier in Ihrem Büro. Im Maschinenhaus und unter Tage geht es etwas lebhafter zu. Das müssen Sie mir schon zugute halten. Doch darf ich wohl anneh­men ... um mir das alles zu sagen, haben Sie mich vermullich nicht herbestellt?"

Terdrügtzen setzte sich wieder an seinen Platz und sah überlegen zu dem anderen auf. Auf diesen Augenblick hatte er sich seit langem gefreut Wenn nur Meinders ihm jetzt nicht wieder dazwffchenfuhr.

Es handelt sich allerdings um etwas Besonde» re^ was ich Ihnen zu sagen habe, Herr Helling-

Doktor Hellingrath, wenn ich bitten darf", unter- brach ihn der Ingenieur mit Betonung.Ich bin gewiß nicht eitel, das kann mir niemand nachsagen, aber ich habe um diesen Titel schwer arbeiten und kämpfen müssen. Direktor wird man vermullich leichter."

Meinders hatte bisher mit stillem Vergnügen dieser Auseinandersetzung zugehört. Dieser Helling­rath war doch ein ganz prachtvoller Kerl. Der stand mit beiden Beinen fest auf seinem Platz. Fest wie ein Turm. Und dem Terbrüggen gönnte er eine solche Abfuhr-aus vollem Herzen.

Nun schien es ihm aber an der Zeit, beruhigend emgumreifen, ehe sich Terbrüggen zu einer Torheit hinreißen ließ, die unvorhergesehene Folgen haben konnte. Und 'bas wollte Meinders verhindern. Kam Terbrüggen einmal ins Wanken, dann war es auch um ihn geschehen, und deshalb stützte er Hellingrath.

(Fortsetzung folgt.)

men.

In der Heimat ist die totale Mobili'iie- rung eingeleitet. Bergleute haben freiwillig zusätz- liche Sonntagsschichten übernommen. Den Lohn da- für haben sie zum Bau neuer Panzer zur Ver­fügung gestellt. In einem Hüttenwerk entstehen ge­waltige Maschinen für unsere Waffenschmieden. Interessante Aufnahmen zeigen uns den Guß und die weitere Verarbeitung der mächtigen Einzelteile, die zu den Montagewerken transportiert werden.

stand. Der eifrigen Tätigkeit der Feuerwehr gelang es, das Wohnhaus und die Mühle selbst vor dem Uebergreifen des Feuers zu schützen. Die Ermitt­lungen über die Brandursache sind, im Gange.

Kreis Bübingen.

(D Scho11en , 16. Febr. Bei zahlreicher Betei- llgung der Mitglieder fand bie General-Versamm­lung dex Molkerei-GenossenschaftHo« herodskopf" iiiitt. Die Milchablieferung an die Molkerei betrug im Wirtschaftsjahr 1942 = 4 451 000 Liter, der durchschnittliche Fettgehalt 3,584 v. H. Die Jahresrechnung verzeichnete an Einnahmen 1 005 000 RM., an Ausgaben für Milchgeld 923 000 RM. Der Milchpreis beträgt z. Z. 20,18 Rpf. je Kilogramm; mit diesem Preis ist die Molkerei ,^Hoherodskopf" führend im Gebiet des Verbandes. Am Anschluß an die Generalversammlung tagten die Mitglieder der Bezugs -undAbsatzgenossenschaftVo. g e 15 b e r g" , die auf ihr erstes Geschäftsjahr zu- rückblicken tonnte Auch hier konnte man eine gün­stige Entwicklung feststellen. Den Mitgliedern konn­ten 4400 Zentner Saatgut und Sämereien im Wert von 44 000 RM. geliefert werden; die Lieferung an Waren betrug im ganzen 152 000 RM. Ab geliefert wurden 9000 Zentner (Betreibe, 15 000 Zentner Kar­toffeln und 2500 Zentner sonstige Erzeugnisse. Die Vermögenslage der jungen Genossenschaft ist günstig. Wegen Schwarzschlachtung von Ferkeln bestraft.

Lpd. D a r m st a d t, 15. Febr. Die Schlachtung von Ferkeln unterliegt selbstverständlich der krieasbeding- ten Verbrauchsregelung und Kartenbewirtschaftung. Der 48jährige Josef K. aus Staden (Kreis Fried-

M,nnuiii4iu/u 4 qu uc'icu |uiv, ** Militärische Beförderung. Der in

niüssen deshalb wirkungsvoller und schneller durch- Gießen und darüber hinaus in unserer engeren kifführt werden. Zu diesem Zweck ist die vor dem | Heimat weithin bekannte Oberstleutnant Rudolf