Das Volk fordert radikale Maßnahmen
Der Appell an die deutsche Frau
3n den öffentlichen Aemtern wird in Zukunft , was schneller und unbürokratischer (»arbeitet werden. Es ergibt durchaus kein Heg Bild, wenn dort nach achtstündiger Arbeits- , ,-t auf die Minute genau Schluß gemacht wird. , fafft das Volk ist für die Aemter, sondern die femter sind fürdas Volk da. Man arbeite i"o solange, bis die Arbeit erledigt ist. Das ist das fehot des Krieges. Wenn der Führer das kann, • werden auch die Diener des Staates das können. !rt für eine längere Arbeitszeit nicht genügend Inrbeit da, so gibt man 19 oder 20 oder 30 Prozent ir Mitarbeiter an die kriegswichtige Wirtschaft o> und stellt damit wieder eine entsprechende An-- lhl Männer für die Front frei. Das gilt für alle lienststellen in der Heimat. Vielleicht wird gerade ■ luburd) auch die Arbeit in den Aemtern etwas
Weller und etwas weniger schwerfällig vor sich ei)en. Mr müssen im Kriege lernen, nicht nur öEndlich, sondern auch prompt zu arbeiten. Der cwDat an der Front hat auch nicht wochenlang ;$rt, sich eine Maßnahme zu überlegen, sie von !«and zu Hand wetterzugeben oder in den Akten ' erstarren zu lassen. Er muß sofort handeln, t eil er sonst sein Leben verliert. Wir in der Hei° . iwrt verlieren zwar durch schwerfälliges Arbeiten ücht unser eigenes Leben, aber wir gefährden Inmit aus die Dauer das Leben unseres Volkes, l uch alberne Arbeiten, die mit dem Kriege über- hupt nichts zu tun haben, müssen bei Industrie ■.mb Verwaltung abgestellt werden. Vieles, was Im Frieden schön und erstrebenswert war, wirkt im ! riefle nur lächerlich. Wenn sich beispielsweise, wie uir oerichtet wurde, eine Reihe von Stellen wochen- !ing mit der Frage beschäftigen, ob man das Wort Akkumulator durch das Wort Sammler ersetzen »He, und darüber sogar umfangreiche Aktenvor- änge anlegen, so habe ich den Eindruck, und ich laube, das deutsche Volk teilt diesen, daß Personen, e sich im Kriege mit solchen Kindereien beschäfti- 2n, nicht ganz ausgelastet sind und zweckmäßiger- »eise in eine Munitionsfabrik gesteckt oder an tne
Das alles will auchdie Fron k. Das for- betf mit stürmischer Zustimmung das ganze deutsche Volk. Ls will jetzt nichts mehr hören von kriegsunwichtiger Betriebsamkeit und ähnlichen Wichtigtuereien, die Zeit und Aufwand erfordern. Ls will nichts mehr hören von einem überspannten Umständlichen Fragebogenunwesen für jeden Unsinn. Es will sich nicht in tausend Kleinigkeiten verzetteln, die für den Frieden vielleicht wichtig waren, für den Krieg aber keine Bedeutung besitzen. Ls braucht auch nicht unter dauernder Erinnerung an das schwere Opfer unserer Soldaten in Stalingrad an seine Pflicht ermahnt zu werden. Ls weiß, was es zu tun und zu lassen hat. Es will eine spartanische Lebensführung für alle, für hoch und niedrig und arm und reich. So wie der Führer dem ganzen Volke sein Beispiel gibt, so muh das ganze deutsche Volk in allen seinen Schichten sich dieses Beispiel auch zum Vorbild nehmen. Wenn er nur Arbeit und Sorgen kennt, so wollen wir ihm Arbeit und Sorgen nicht allein überlassen, sondern den Teil, den wir ihm abnehmen können, auch auf uns nehmen.
Die Zeit, die wir heute durchleben, hat in ihrer ganzen Anlage für jeden echten Nationalsozialisten eine verblüffende Aehnlichkeit mit der Kampfzeit. Da und immer haben mir so gehandelt. Wir sind immer mit dem Volke durch dick und dünn gegangen, und darum ist das Volk uns auch auf allen Wegen gefolgt. Wir haben immer mit dem Volk gemeinsam alle Lasten getragen, und deshalb schienen uns die Lasten nicht schwer, sondern leicht zu sein. Das Volk will geführt werden. Noch niemals gab es in der Geschichte ein Beispiel dafür, daß in einer kritischen
Stunde des nationalen Lebens das Volk einer tapferen und entschlossenen Führung die Gefolgschaft ver-
Am was des Volkes Kamps- und Arbeikskrast stählt, ist kriegswichtig.
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agt hätte. ...
Ich möchte in diesem Zusammenhang auch über einige praktische Maßnahmen des totalen Krieges, die wir bereits getroffen haben, ein paar Worte verlieren. Das Problem, um das es sich dabei handelt, heißt: Freimachung von Soldaten für die Front, Freimachung von Ar- beitem und Arbeiterinnen für bte Rüstungs wirtschaft. Diesen beiden Zielen müssen alle anderen Bedürfnisse untergeordnet werden, selbst auf Kosten unseres sozialen Lebensniveaus während des Krieges. Das soll nicht eine endgültige Stabilisierung unseres Lebensstandards darstellen, sondern gilt nur als Mittel zur Erreichung des Zweckes, nämlich eines totalen Sieges. Es müssen im Rahmen dieser Aktion Hunderttausende von U.-K.-Stellungen in der Heimat aufgehoben werden. Diese U.-K.-Stellungen waren bisher notwendig, weil wir nicht ausreichend Fach- und Schlüsselkräfte zur Verfügung hatten, die die durch Aufhebung der U.-K.-Stellungen leerwerdenden Plätze besetzen konnten. Es ist der Sinn der getroffenen und noch zu treffenden Maßnahmen, die dafür benötigten Arbeitskräfte zu mobilisieren. Darum geht unser Appell an die noch außerhalb der Kriegswirtschaft stehenden Männer und die bisher noch außerhalb des Arbeitsprozesses stehenden Frauen. Sie werden sich diesem Appell nicht versagen wollen und auch nicht versagen können. Die Arbeitspflicht für Frauen ist sehr weitschichtig gefaßt worden. Das heißt aber nicht, daß nur diejenigen, die tm Gesetz genannt worben sind, arbeiten dürfen. 3eber ift uns willkommen, und je mehr sich für den großen Umschichtungsprozeß in der inneren Wirtschaft zur Verfügung stellen, um so mehr Soldaten können wir für die Front frei machen. (Stürmischer Beifall.)
Ich müßte mich sehr in den deutschen Frcmen täu= iheS wenn ich annehmen sollte, daß sie den hiermit an sie ergangenen Appell überhören wollten. Sie werben sich nicht in engherziger Weise an das Gesetz antiammern ober gar noch versuchen durch eine Maschen zu schlüpfen. Im übrigen würben die wenigen, die solche Absichten verfolgen, barmt bei uns nicht landen. Aerztliche Atteste werben statt der aufgerufenen Arbeitskraft nicht als vollwertig an- genommen. Auch eine etwaige Aübi-Arbeit, bie man sich beim Mann ober beim Schwager oder bei einem guten Bekannten verschafft, um sich unbeaufsichtigt weiter an der Arbeit vorbeidrucken zu können, wirb von uns mit entsprechenden Gegenmaßnahmen beantwortet werben. Die wenigen, die olche Pläne verfolgen, können sich damit m der öff^itlichen Wertung nur selbst erledigen. Das Volk wirb ihnen die größte Verachtung zollen. Niemand
schwere Opfer bringen müssen. Ich habe Verstand» nie für diese Opfer, und die Volksfuhrung ist bemüht, diese auf ein Mindestmaß zu beschranken» aber ein gewisser Rest wirb übrig bleiben, ber ge^ tragen werben muß. Nach bem Kriege merben wir das, was wir heute auflösen, größer und schon^ denn je wieber neu aufbauen, und ber Staat wir© dazu seine helfende Hand leihen.
Ich wende mich in diesem Zusammenhang eindringlich gegen die Behauptung, daß mit unseren Maßnahmen eine Stillegung des Mittefftandes ober eine Monopolisierung unserer Wirtschaft bezweckt mürbe. Nach bem Kriege wirb ber Mittel« stand sofort wieder in größtem Umfange mirt* schaftlich unb sozial wieberhergestellt. Die augenblicklichen Maßnahmen sind ausschließlich Notmaßnahmen für die Kriegszwecke und Kriegsbedursmsse. Sie streben nicht nur eine strukturelle Veränderung ber Wirtschaft an, sondern sind lediglich auf das Ziel ausgerichtet, den Sieg so schnell und so grmid- lich wie möglich erkämpfen zu helfen, denn hiev liegt der Weg zum Siege. 9lur, wenn wie ausreichend kämpfende Männer und Waffen haben» können wir uns der Bedrohung aus dem Osten und einer von den angelsächsischen Mächten provozierten Bedrohung aus bem Westen ober Sudosten mit allen Mitteln entgegenwerfen. Man soll sich m Lonbon und Washington keinem Zweifel hingeben über den Empfang, den die deutsche Wehrmacht einem Invasionsversuch, werde er an einer Shells in Europa wo auch immer unternommen, ent-
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rung unserer Bequemlichkeit kämpfen. Auch unb ge-' rabe die Kriegerfrauen werden das verstehen. Sie werden es für ihre höchste Verpflichtung halten, ihren Männern draußen an der Front dadurch zur Seite zu treten, daß sie sich einer kriegswichtigen Arbeit zur Verfügung stellen. Das betrifft vor allem die Landwirtschaft. Dis Frauen der ßanbarbeiter haben hier ein gutes Beispiel zu geben. Es gilt für alle Männer und grauen der Grundsatz, daß es für niemanden angebracht ist, im Kriege sogar nod) weniger zu tun als im Frieden. Die Arbeit muß auf allen Gebieten vermehrt werben. Man darf übrigens nicht den Fehler machen, alles, was jetzt nötig ist, auf die Regierung zu schieden. Die Regierung kann nur die großen Rahmengesetze schaffen. Dem Rahmengesetz Leben unb Inhalt zu geben, ist Ausgabe bes arbeitenden Vokes, unb zwar soll das unter ber befeuernden Führung der Partei geschehen. Schnelles Handeln ist hier erstes Gebot.
Unsere Feinds behaupten, die deutschen Frauen seien nicht in ber Lage, ben Mann in der Kriegswirtschaft zu ersetzen, bas mag für bestimmte schwere körperliche Arbeiten unserer Kriegsfertigung zu- trefsen. Darüber hinaus aber bin uf> ber lieber^ zeugung, bah bte deutsche Frau fest entschlossen ift, ►ben Platz, ben der Mann, ber an die Front geht, frei macht, in kürzester Frist voll auszufüllen. Wir brauchen uns da gar nicht auf bolschewistische Beispiele zu berufen. Auch in der deutschen Kriegswirtschaft sind fett Jahren schon Millionen bester deutscher Frauen mit größtem Erfolg tatH, und sie warten mit Ungeduld darauf, daß ihre Rechen baldigst durch neuen Zuzug vermehrt und ergänzt werden. Alle die, die sich für diese Arbeit zur Verfügung stellen, erfüllen damit nur eme Dankespflicht )er Front gegenüber. Hunderttausende sind schon gekommen, Hunderttausenbe werden noch kommen. In kürzester Frist hoffen wir damit rechnen zu können, Armeen von Arbeitskräften frei zu machen, die ihrerseits wieder Armeen von kämpfenden Frontsoldaten frei stellen werden.
rtont geschickt würden.
llederhaupt müssen alle, die im Dienste des ' Lölkes tätig sind, dem Volk in der Arbeit sowohl ( lie in der äußeren unb inneren Haltung stets ein ächtendes Beispiel geben. Auch an Kleinigkeiten entzündet sich manchmal der öffentliche Unmut. Es 'it beispielsweise aufreizend, wenn junge Manner uÄ Frauen morgens um 9 Uhr in Berlin durch •«en Tiergarten reiten unb dabei vielleicht ^ner Arbeiterfrau begegnen, die eine zehnstündige Nacht- thicht hinter sich hat und zu Hause drei oder vier Iber gar fünf Kinder betreuen muß. Das Bild einer nie im vollen Frieden vorbeigaloppierenden.Kaval- Itibe kann in ber Seele dieser braven Arbeiterfrau ■ ur Bitterkeit erregen. Ich habe deshalb bas Netten nrf öffentlichen Straßen und Plätzen ber Reichs •auptftabt für die Dauer des Krieges verboten. Ich Tage auch damit, glaube ich, den psychologischen Forderungen des Krieges Rechnung unb wohl auch >en Forderungen der Rücksichtnahme auf die Front. 2er Soldat, der für ein paar Tage von der Ost- cront nach Hause in Urlaub fährt und vielleicht m Berlin einen Tag Pause macht, wirb durch den Am lick eines solchen Schauspiels einen ganz falschen Eindruck von der Reichshauptstadt bekommen, er ieht ja nicht die in den Rüstungsfabriken täglich 2, 14 unb manchmal 16 Stunden werkenden hun- erttaufenbe fleißiger unb anständiger Arbeiter un Arbeiterinnen, sondern eine fröhliche Nettgesellschaft 31 an kann sich denken, welche Eindrücke aus der Öeimat er an die Front weiten)ernittett. ueber- wiupt muß jeder es sich zu einem selbstverftand- ichen Gebot der Kriegsmoral machen, aus-Vie ve- ved)tigten Forderungen des arbeitenden und kamp- »nben Volkes die qrösite Rücksicht zu nehmen. Wm , önd keine Spielverderber, aber wir lassen uns auch
iid)t das Spiel verderben.
Wenn beispielsweise gewisse Männer und grauen üch wochenlang in den Kurorten Herumrakeln sich wrt Gerüchte zutratschen und Schwerkrieg> - . xn und Arbeitern und Arbeiterinnen, die nach em lährigem, hartem Einsatz auL,„orh"nn»
: hoben, den Platz wegnehmen, >st ist
uch und deshalb obgestellt worden. Der Krieg
1 nicht die richtige Zeit für einen -'mii
Unsere Freude ist bis. Z- I-'n°m Ende m°
I Arbeit und der Kamps. Dar.n fmden w,r unstre i -ii-fe innere Genugtuung. Wer das ‘ m
nsm Pflichtgefühl versteht, der muß zu
litten lieber ein paar Jahve geflickte Kleider tra= als einen Zustand heraufbeschwören, in bem Her Volk ein paar Jahrhunderte in Lumpen lrumlaufen müßte. Was sollen heute noch Mode- l ons, bie Licht, Heizung unb menschliche Arbeits- hfi verbrauchen ... Sie werben nach dem Kriege, t;nn wir wieder Zeit und Lust dazu haben, neu Stehen. Was sollen Friseursalons, in denen ein Lchöicheitskult gepflegt wird, ber ungeheuer viel kü unb Arbeitskraft beansprucht, ber für den Sieben zwar sehr schön unb angenehm, für ben heg aber Überflüssig ist. Unsere Frauen und lachen werden einmal unseren siegreich heim- tzrenden Soldaten auch ohne ftiebensmäßige Auf- ,2chung gefallen. (Beifall.)
an seine egoistischen privaten Bebürfmsse denken unb nicht an bie über alledem stehenden Notwendigkeiten des Krieges?
Ich weife mit Verachtung den Vorwurf, den uns unsere Feinde machen, zurück, daß es eine Nachahmung des Dolscyewismus sei. Wir wollen den Bolschewismus nicht nachahmen, mir wollen ihn besiegen unb zwar mit Mitteln unb Methoben, bie ihm gewachsen sind. Die deutsche Frau wird das am ehesten verstehen, denn sie hat längst erkannt, baß ber Krieg, den heute unsere Männer fuhren, ein Krieg vor allem zum Schutze ihrer Kinder ift Ihr heiligstes Gut wird also in diesem Kriege durch ben Einsatz des kostbarsten Blutes unseres Volkes beschirmt. Mit diesem Kampf der Männer muß die deutsche Frau auch nach außen hin spontan ihre Solidarität bekunden, sie muß sich lieber morgen als übermorgen in die Reihen der Millionen schassender Angestellten und Arbeiterinnen einreihen und das Heer der arbeitenden Heimat auch durch ihre eigene Person vermehren. Es muß wie ein Strom der Bereitschaft durch das deutsche Volk gehen. Ich erwarte, daß sich nun ungezählte Frauen und vor allem Männer, die bisher noch keine kriegswichtige Arbeit taten, bei den Meldestellen melden. Wer sich schnell gibt, der gibt sich doppelt.
Daneben vollziehen sich großzügige Zusammenlegungen in unserer allgemeinen Wirtschaft. Ich Weitz, Strö&a TM unseres Volkes habet
Offensivkraft kennenlernen! Das deutsche Volk ist entschlossen, dem Führer dazu unter- Aufbietung all seiner Energien die nötige Möglichkeit zu verschaffen.
In diesen Tagen hat sich die englische und amerikanische Presse sehr ausgiebig mit der Haltung des deutscher Volkes in der gegenwärtigen Krise befaßt. Die Engländer kennen das deutsche Volk nach ihren Angebereien bekanntlich viel besser als wir, feine eigene Führung. Sie geben uns scheinheilig Ratschläge, was wir zu tun und zu lassen hätten, immer in der irrigen Ansicht, das deutsche Volk von heutg gleiche dem deutschen Volk vom November 1918, bas« auf ihre Derführungskünste hereinsiel. Ich habe es «W nötig, gegen disls Annahme den Gegenbeweis
Sieg", das ganze Volk daraus die Folgerung zieht und keine unnügen Reisen antritt, dagegen arbeitslose Dergnügungsreisende dadurch nur mehr Platz in der Eisenbahn bekommen. Die Eisenbahn dient heute kriegswichtigen Transporten und kriegsnotwendigen Geschäftsreisen. Urlaub hat nur ber zu beanspruchen, der sonst in feiner Arbeits- oder Kampfkraft schwer gefährdet würbe. Der Führer hat seit Beginn bes Krieges und lange vorher nicht einen Tag Urlaub gehabt. Wenn also der erste Mann im Staate seine Pflicht so erbst und so verantwortungsvoll auffaßt, bann muß bas für jeden Bürger und jede Bürgerin des Staates eine stumme, aber doch unüberhörbare Aufforderung fein, sich auch danach zu richten.
Die Regierung tut andererseits alles, um dem arbeitenden Volke in dieser schweren Zeit bie nötigen Entspannungsmöglichkeiten zu erhalten. Thea-
gegensetzen wird.
Ich streite nicht ab, daß uns auch angesichts der Durchführung der eben geschiderten Maßnahmen noch sorgenvolle Wochen beoorstchen. Aber damit schaffen wir jetzt endgültig Luft. Wir stellen diese Maßnahmen auf die Aktionen des kommen^ den Sommers ein unb begeben uns heute, ohne ben Drohungen und Großsprechereien des Fe'ndeS irgendeine Beachtung zu schenken, an bie Arbeit, Ich bin glücklich, bieses Programm des Sieges einem deutschen Volk vortragen zu dürfen, bas' diese Maßnahmen nicht nur willig auf sich nimmt, sondern sie fordert, und zwar dringender, als das je im Verlaufe dieses Krieges ber Fall gewesen ist. Das Volk will, baß durchgreifend und schnell gehandelt wirb. Es ist Zeit! Wir müssen den Augenblick und die Stunde nützen, bamit wir* vor komenden Ueberraschungen gesichert sind.
Ich wende mich bei diesem Appell an das ganze deutsche Volk, besonders aber an bie Partei als die berufene Führerin der Totalisierung unserer inne» ren Kriegführung. Sie steht nicht zum ersten Male vor einer derartig gigantischen Aufgabe. Sie wirt) diese Aufgabe mit bem an ihr gewohnten revolutionären Elyn Iur Losung bringen. Sie wirb am ehesten mit Trägheit unb Indolenz, bie sich hier und da zeigen mögen, fertig werben. Der Staat hat seine Rahmengesetze erlassen und wird deren in ben nächsten Tagen unb Wochen noch weitere erlassen. Die Nebensächlichkeiten, die in diesen Rahmengesetzen unbeachtet bleiben, müssen vom Volke selbst unter Führung der Partei durchgeführt werden. Heber allem aber, was wir jetzt unternehmen und lassen, steht für jeden gültig das moralische Gesetz, nichts zu tun, was dem Kriege schadet, und alles zu tun, was dem Siege nützt.
Wir haben uns in den vergangenen Jahren oft in unseren Zeitungen und Reden auf das ftide- rizianische Beispiel berufen. Wir hatten gar keine Berechtigung dazu. Friedrich II. stand im 3. Schlesischen Kriege zeitweilig mit fünf Millionen Preußen, wie Schlieffen berechnet, 90 Millionen Europäern gegenüber, unb schon im zweiten der sieben holli» scheu Jahren erlitt er eine Niederlage, die den ganzen preußischen Staat ins Wanken brachte. Er hat niemals genug Soldaten und Waffen gehabt, um feine Schlachten ohne größtes Risiko zu schlagen. Er betrieb seine Strategie als ein System der Aushilfen. Aber er verfolgte dabei den Grund- satzt, den Feind anzugreifen, wo sich ihm eine Gelegenheit dazu bot, und ihn zu schlagen, wo er sich ihm stellte. Daß er Niederlagen erlitt, ist nicht das Entscheidende. Entscheidend ist vielmehr, daß der Große König in allen Schicksalsschlägen ungebrochen blieb, daß er unerschütterlich das schwan-
wenn die Stunde es gebietet, gleichzutun, wie er unerschütterlich zu bleiben in allen Fügungen des Schicksals, wie er den Sieg auch unter den ungünstigsten Momenten herbeizuzwingen unb niemals an ber großen Sache, die wir verfechten, zu verzweifeln.
Ich gebe meiner tiefen Ueberzeugung Ausdruck, baß bas deutsche Volk durch den ttagischsn Schicksalsschlag von Stalingrad innerlich auf das tiefste geläutert worden ist. Es hat bem Krieg in sein hartes unb erbarmungsloses Antlitz geschaut. Es weiß nun bie grausame Wahrheit und ist entschlossen, mit dem Führer durch dick und dünn zu gehen. (Stürmische Sprechchore: „Führer befiehl, mir folgen dir" hindern den Minister minutenlang am Weitersprechen.) An unserer Seite stehen treue und zuverlässige Bundesgenossen. Das italienische Volk wird mit uns unter der Führung seines großen Duce unbeirrt den. Weg zum Siege fortsetzen. Die faschistische Lehre hat es reif für alle großen Schicksalsproben gemacht. In Ostasien fügt das tapfere japanische Volk der angelsächsischen Kriegsmacht Schlag über Schlag zu. Drei Welt- und Großmächte zusammen mit ihren Verbündeten führen den Kampf gegen die plutakratische Tyrannei und bte bolschewistische Bedrohung. (Stürmische Kundgebung für die anwesende italienische Abordnung mit Exzellenz Alfieri an der Spitze.) Was kann uns geschehen, wenn mir uns den harten Proben dieses Krieges mit fester Entschlossenheit unterziehen! An der Sicherheit unseres Sieges gibt es bei uns keinen Zmeifel! Während unsere Fronten im Osten ihre gigantischen Abwehrschlachten gegen den Ansturm der Steppe schlagen, rast der Krieg unserer U-Boote über die Weltmeere. Der feindliche Tonnageraum erleidet Einbußen, die auch durch künstlich noch so hochgeschraubte Ersatz- und Neichauten bei weitem nicht wieder mettgemacht werden können. Im übrigen aber wird ber Feind uns im kommenden Sommer wieder in alter?
lieber bie gesetzliche Verpflichtung hinaus also gilt jetzt bie Parole: Freiwillige v0r! Hier appelliere ich Dor allem als Berliner Gauletter an meine Berliner Mitbürgerinnen, eie haben im Verlaufe dieses Krieges schon so v^le ^ble Beffpiele einer tapferen Lebensgesinnung gegeben, daß sie sich gewiß auch dieser Forderung gegenüber nicht be- sckämen lassen wollen, öie haben sich durch ihre praktische Lebensart, die Frische ihrer ^bensauf- fassung auch im Kriege in ber ganzen Welt einen guten Namen erworben. Diesen guten Namen gilt es jetzt durch eine großzügige Handlungsweise zu erhalten und zu verstärken. Wenn ich also meine Berliner Mitbürgerinnen aufrufe, sich schnell, prompt und ohne viel Einwendungen einer kriegswichtigen Arbeit zur Verfügung zu stellen, so weiß ich, daß alle diesem Appell Folge leisten werben. Wir wollen ietit nicht über die Schwere der Zeit klagen oder uns einander etwas Dorr abonnieren, mir wollen, rote das nicht nur Berliner, sondern deutsche Art ist zu- vacken handeln, die Initiative ergreifen, selbst et- was tim und nicht alles den anderen zu tun überlassen. Welche deutsche Frau wollte es übers Herz bringen, sich einem solchen Appell, den ich vor allem für die kämpfende Front an die deutsche Frauenwelt richte, zu entzichen? Wer wollte jetzt eine ftue- ftiae Bequemlichkeit über das nationale Pftichtge- -in- bot stellen? Wer wollte jetzt noch angesichts der
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verlangt, daß eine Frau, die dazu nicht die nötigen körperlichen Voraussetzungen mitbringt, in die schwere Fertigung einer Panzerfabrik geht. Es grbt aber eine Unmenge von Fertigungen auch in der Kriegsindustrie, die ohne allzu starke körperliche Anstrengung geleistet werden können und für die sich eine Frau, auch wenn sie aus bevorzugten Kreisen stammt, ruhig zur Verfügung stellen kann.
Es wäre auch angebracht, daß Frauen, die Dienstpersonal beschäftigen, jetzt schon diese Frage einer Überprüfung unterzögen. Man kann sehr wohl sich selbst dem Haushalt und Kmdern widmen und fein Dienstmädchen freigeben oder ben Haushalt und bie Kinder dem Dienstmädchen oder der NSV. überantworten und sich selbst zur Arbeit melden. Allerdings ist dann das Leben nicht mehr so gemütlich wie im Frieden. Aber wir leben v u v ------........ -----
ja auch nicht im Frieden, sondern im Knege. Ge- ^nbe Kriegsglück auf sich nahm unb sein ehernes müllich werben wir es uns wieder machen, wenn $er$ j^de Gefahr überwand. Am Ende der sieben wir ben Sieg in Händen Haben. Jetzt aber müssen Jah^ stand er, Sljäbrig, ein zahnloser, gichtkranker wir für den Sieg unter weitestgehender Aufopfe- von tausend Schmerzen gepeinigter Greis, doch
' — * »z c— '—>» aj5 Sieger auf dem verwüsteten Schlachtfeld. Was
haben wir denn dem entgegenzusetzen?! Höchstens nur den Willen und die Entschlußkraft, es ihm,
te M .»te des Gemeinschaftsdenkens Rücksicht zu nehmen. Parole ausgeben: ,Ltäder ntussen rollen für den hMU gjnschmecker wollen wir wieder nach dem Kriege ---* " ------------
ifioZi Lben. Heute haben mir Wichtigeres zu tun, als
L Magen zu pflegen. Auch ungezählte Luxus- und b hj/tt aairäsentationsgeschäfte sind mittlerweile zur Auf- Wi* fiuna gekommen. Sie waren für das kaufende er L^^ubütum vielfach ein ständiger Stein bes An- ftfces Zu kaufen gab es bort praktisch kaum noch alC^ ,L5, höchstens einmal, wenn man hier unb da 1 un 1 St mit Geld mit Butter ober mit Eiern bezahlte. einJLfcCs haben Geschäfte für einen Zweck, die keine n ip iore mehr verkaufen und nur elektrisches Licht, lNg Ä Mung unb menschliche Arbeitskraft verbrauchen, inVJÄ 2 un5 anberswo, vor allem in der Rüftungsindu-
L an allen Ecken unb Enben fehlen.
hchx Mn wende hier nicht ein, die Aufrechterhaltung gefeit >35 holden Friebensscheines imponiere bem Aus- tobe. Dem Ausland imponiert nur ein deutscher if etffe ijeql' Wenn wir gesiegt haben, wird jedermann >t >ßr Freund sein wollen. Würden mir aber einmal einj? r-terliegen, so könnten »ir unsere Freunde an jn yj Fingern einer Hand abzahlen. Wir haben des- , °hji yb mit diesen falschen Illusionen, die das Kriegs- e ’Otö S verwischen, Schluß gemacht. Wir werben die Rt J huschen, die dort untätig in den leeren Geschäften ' Stift drumstanben, einer nutzbringenderen Tätigkeit in ersuch' öffentlichen Kriegswirtschaft zuführen. Dieser tnus l ;-ozeß ist eben im Gange und wirb bis zum mehr'11 März abgeschlossen sein. Er stellt natürlich eine ehe» * Umorganisation unseres ganzen wirtschaft- ; n' * fcnen Lebens dar. Wir gehen dabei nicht planlos 5 M di mir wollen auch niemanden zu Unrecht an-
Lgen, ober Tobel unb Vorwurf nach ollen Seiten tagf erteilen. Mr tun lediglich das, was notwendig ZU 1?^ ü Das aber tun mir schnell und grünblich. Wir rnfei.» lieber ein vaar Jahre aeflickte Kleider tra°
zu erweitern und zu vervollkommnen. Wir haben durchaus nicht di- Absicht über unser Bott tme graue Winterstimmungheraufzubeschmoren. Wasdem Volke bient, mas feine Kampf- unb Arbeitskraft erhält, stählt unb vermehrt, bas ist gut unb kriegswichtig. Das Gegenteil ist abzuschaffen. Ich habe beshalb als Ausgleich gegen bie eben geschilderten Maßnahmen angeorbnet, daß die geistigen unb seelischen Erholungsstätten des deutschen Volkes nicht vermindert, sondern vermehrt werden. Soweit sie unseren Kriegs- anftrengungen nicht schaden, sondern sie farbern, müssen sie auch von feiten ber staats- und Volks- führung eine entsprechende Förderung erfahren. Das gilt auch für ben Sport. Der -Sport ist heute keine Angelegenheit bevorzugter Kreise sondern eine Angelegenheit bes ganzen Volkes. UK.-stellungen finb auf dem Sportgebiet gänzlich sinnlos. Der lluu- Sport hat-ja bie Aufgabe, die Körperkraft zu stah- gen Entspannungsmöglichkeiten zu erhalten. Thea- len, boch wohl in der Hauptsache zu bem 3“^■ Uß ter, Kinos. Musiksöle bleiben voll im Betrieb. Der wenigstens in der schlimmsten Notzett des Volkes Rundfunk wird beftrebt sein, sein Programm noch | 3um Einsatz zu bringen.


