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naß, und sein Herz tat ihm weh.
Angehörige des Geburtsjahrganges 1925, die sich
Obst- und Gartenbauverein Gießen.
Im Saale des „Burghof" trafen sich am Sonntagnachmittag die Mitglieder Les Obst- und Gartenbauoereins Gießen zur diesjährige« stark be
darf, sondern alle Kräfte dis zum letzten einsetzen muß. Er wies darauf hin, daß unsere landwirtschaftlichen Produktionsstätten nicht nur durch den starken Schutz unserer siegreichen Wehrmacht gesichert sind, sondern auch durch die umfassenden und weitreichenden Maßnahmen der vom Reichsnährstand geschaffenen Marktordnung ihre wirtschaftliche Sicherung erfahren haben. Für den Nutzen der Marktordnung führte der Redner eine Reihe oon Beispielen an, wobei er betonte, daß der Grundsatz der gerechten Verteilung in dieser Regelung ihren stärksten Niederschlag findet. Weiterhin^ beschäftigte sich der Redner mit den Anordnungen über die Getreideablieferung, mit der weiteren Bereitstellung von Kartoffeln zur Versorgung der städtischen Der- braucherschaft, mit Fragen der Hausschlachtungen, wobei er seinen Hörern die Vorteile der in unserem Gaugebiet getroffenen Regelung klar vor Augen führte. Hinsichtlich des Einsatzes fremder, d.h. ausländischer Arbeitskräfte gab er bedeutsame Hinweise und Ratschläge, vor allem betonte er, daß gegenüber solchen Arbeitskräften der Bauer bzw. die Bäuerin unter allen Umständen ihren Autoritätsstandpunkt aus dem Hof und bei der Arbeit durchsetzen müssen. Beherzigenswerte Raffchläge gab er ferner hinsichtlich des künftigen Einsatzes der Gespannmittel, der Verwendung von Traktoren und der Anschaffung von Maschinen, zum letzteren Punkt warnte er nachdrücklich vor nicht genügend überlegten Käufen. Nach einigen Betrachtungen über die Frage der Preise für wichtige landwirtschaftliche Produkte, insbesondere auch der Milch und einer im Zusammenhang damit stehenden Neuordnung des Leistungszuschlages, beschäftigte sich der Redner schließlich noch eingehend mit der großen Zukunftsaufgabe der West-Ost-Siedlung zur Besiedlung und Sicherstellung des von unserer siegreichen Wehrmacht errungenen Ostraumes, um in diesem Zusammenhang auch wichtige Hinweise auf die künftige Gestaltung der bäuerlichen Lehre des Nachwuchses zu geben, durch die das Problem der Landflucht und Nachwuchslenkung eine gedeihliche Lösung erfahren soll.
Im Anschluß an die mit lebhaftem Beifall aufgenommenen beiden Vorträge gab Kreisbauernführer O t t dem Landesobmann die Zusicherung, daß unser oberhessisches Landvolk auch im neuen Erzeugungsjahr voll und ganz seine Pflicht im Dienste unserer Volksgemeinschaft erfüllen wird.
Dersamm!«ng in Gießen.
Für den Kreis Gießen findet am morgigen Mittwoch eine Versammlung in Gießen statt, in der Kreisbauernführer Ott und Oberlandwirtschaftsrat Dr. Lung sprechen werden.
Gießener Konzertn'ng.
Orchester-Konzert: Liszt — Wagner — Oöoräf.
Truck uno Verlag: Brühl«che Unlversüätsdruckerei R. Lange K. <3« Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; ülnzeigealeiter: Haas Ötd»
Hmrptschriftleiter: Tr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Haupt'christleiters: Ernst Blumschem. Verantwortlich für Politik unb Bilcer: Tr. Fr. W. Lange; für bas Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot- iur Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumjchetn.
Im Beiprogramm sieht man die neue Wochenschau, die hier schon gewürdigt wurde, und einen naturdokumentarischen Kulturfilm mit schönen und seltenen Aufnahmen aus dem Leben des Seeadlers.
Hans Thyriot.
Gießen-Kiein-Linden.
Frau Katharine Germer, geb. Jung, Wetzlarer Straße 33 wohnhaft, feiert am kommenden Donnerstag, 21. Januar, ihren 80. Geburtstag. Sie ist die Witwe des vor roenmin Jahren verstorbenen Landwirts und Wagners Wilhelm Germer II., Trägerin des Ehren kreuz es der deutschen Mutter, und kann auf 4 noch lebende Kinder, 9 Enkel und 14 Urenkel blicken. Von ihren Enkeln stehen 6 und von ihren Urenkeln 1 bei der Wehrmacht. Der hochbetagten Frau gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche zum Geburtstag und für einen schönen Lebensabend.
Verdunkelunyszell:
19. Januar von 17.43 bis 7.52 Uhr.
Die Erzeugongsschlachl 1943 in Oberheffen
Versammlungen der Krersbauernschast Oberheffen West.
ist verhältnismäßig sparsam; es gibt Momente, wo die Hand fast ruht und nur noch sein Wille führt, oder wo sich der innere Urrhythmus, wie im Alle- gretto graziöse der Dvoräk-Symphonie, in körper- liches Mitschwingen umsetzt. So gewinnen die Werke unter seiner Leitung ein eigenes Gesicht.
Der ausbrechende Beifall war überall herzlich und wohlverdient. Es wäre sehr erwünscht, wenn
An der Spitze des Programmes stand Liszts!die Besucher solcher Veranstaltungen, ihre Platze SymphonischeDichtung„Tasso", Lamento | pünktlich einnehmen würden, um unliebsame *eto= e trionfo, die nach des Komponisten Aeußerung । nrtrgen und unnötiges Hinausziehen des Beginnes „in Tönen die große Antithese des im Leben oer-1 zu vermeiden. Dr. Hermann Hering.
Iahresappell der alten 116er.
Die Gießener Kameradschaft ehemaliger 116er im NS.-Reichskriegerbund hielt am Sonntagnachmit- tag ihren Iahreshauptappell unter Leitung des Kameradschaftsführers Bill im Kameradschafts- Heim bei Kam. Waßmuth ab. Don der Kreiskrieger- führung nahmen Kreispropagandawart Kam. Die- I e I und der Kreisfchießwart Kam. Merlau an dem Appell teil.
Kameradschaftsführer Dill gedachte zunächst nut ehrenden und dankenden Worten der im 1942 verstorbenen Kameraden. Anschließend erM» tete der Kassenwart Kam. K o r e l l den Bericht über den Stand der Kameradschastskasse am Iah- cesschluß und über den Mitgliederstand. Die Kam. Storck und Müller als Kassenprüfer konnten die ordnungsmäßige Führung der Kassengeschäfte unb einen guten Bestand der Kasse feststellen. Dem Kassenwart wurde daraufhin vom Kameradschasts- rübrer mit herzlichen Dankesworten Entlastung erteilt, ferner wurde auch den übrigen Angehörigen des Fichrerrats für ihre treue Mitarbeit Dank gesagt , -
Der Schießwart Kam. Kern erstattete hierauf Bericht über das Schießwesen und dehnte dobei, daß die Kameradschaft beim Kreis-Wettkampfichle- ßen die dritte Stelle erreicht habe. Krelsschießwärt Kam. Merlau überreichte sodonn im Auftrage des Kreiskriegerführers die durch gute ochießlei- 'tungen im Jahre 1942 erworbene Ehrenna^l an wlgende Kameraden: die große gotbene Ehrennadel an Hch. Kern; die goldene EhrennÄrel an Hch. Koch, R. Glagow, PH. Muhl Hch. Sanger A. Götz, G. Pfeiffer, Hch. Gerbig, Gg. Korell; bie silberne Ehrennadel an O. Beuler, O. Scheller, H. Paul, K. Bechtoldt. Kreisfchießwart Merlau ermahnte zum Schluß, den Schießbetrieb auch m Zukunft mit allem Eifer zu pflegen. __
Anschließend hielt Kreispropagandawart Kam. Diesel einen mit großer Spannung aufgenom- menen Lichtbildervortrag über den Kamps im Westen, wobei er die Kameraden gleichzeitig aus- mrderte, wie bisher so auch in Zukunft alle Kräfte für den deutschen Sieg einzusetzen. Danach wurde der Appell mit dem Gruß an den Führer und btt Wehrmacht geschloffen.
Aus -er Giadt Gieße«.
Waldspaziergang.
Auf einem Waldweg, der an hohen Kiefern und dunklen Tannen vorbeiführt, geht der Vater mit dem kleinen Herbert entlang. Es ist still in dem großen Wald, und es duftet nach Holz und Tannen. Aber der Vater merkt nicht die Stille und spürt auch nicht den Duft — er denkt an Kauf und Verkauf —, unb seine Stirn hat tiefe Falten.
Herbert tappelt burd) bas weiche Moos, bie kleine Hand in des Vaters Faust, unb quält sich mit unzähligen Bildern ab, bie in ihm sind. Er wird nicht fertig mit dem Vielen und fragt:
„Vati!"
RM. betrugen; es verblieb mithin ein Ueberschuß von 1508,13 RM. Der Geschäftsverkehr, der durch die Buchführung des Vereinsführers lief, belief sich auf 2778,71 RM. und erbrachte einen, sehr stattlichen Ertrag, so daß der Gesamtüberschuß der Vereinskasse den Betrag von 2000 RM. weit überstieg. Die Jahresrechnung wurde genehmigt und dem Rechner Entlastung erteilt.
Sodann wurde über die Errichtung einer vereinseigenen Süßmostanlage und über das hierfür notwendige Konzesfionsgefuch beraten. Die Versammlung kam zu dem Entschluß, die Konzessionie- rung vorerst nicht zu beantragen. Einstimmige Annahme fand dagegen der Vorschlag des Vereins» führers, die neu angeschafften Rückenspritzen und die schon vorhandenen größeren Spritzen gegen eine geringe Gebühr an die Mitglieder zu verleihen. Die Weitergabe an Nichtmitglieder darf unter keinen Umständen erfolgen. Es wurde ferner noch beschlossen, eine Dezimalwaage für den Verein zu kaufen. Um die Arbeit der Gießener Gärtnereien zu erleichtern, wurden von dem Verein gemeinsam Bestellungen von Frühgemüsepflanzen für die Mitglieder entgegengenommen, die von dem Dereinsfuhrer weitergeleitet werden.
Vereinsleiter Junker hielt sodann einen lehr«, reichen Vortrag über die ersten Arbeiten im Ge« müfegarten beim beginnenden Frühjahr. Der Redner gab u. a. Raffchläge über die Anlegung von Komposthaufen, über die Herstellung von Schnell- Komposterde durch Torfmull unter Zusatz »oon WirtschaftSdünqer und klärte eingebenb über die Aussaat der Küchenkräuter, wie Petersilie, Ewige Zwiebeln, Schnittlauch, Sauerampfer, Lauch, Sellerie, Pimpernelle, Dill usw. auft Ein reger Gedankenaustausch schloß sich an. Zum Schluß sand eine Verlosung von Torfmull statt.
Kur Tapferkeit vor öem Kemöe.
Für hervorragende Tapferkeit an der Front in Finnland wurde der Unteroffizier Otto Schneid- müller aus Ruppertsburg (Kreis Gießen) mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet.
Lichtspielhaus:
»Einmal der liebe Herrgott fein?*
Hans Moser, der Liebling ungezählter Kinobesucher, spielt in diesem Film von Hans G. K e r n< map und Fritz Koselka den „Kommissionär" eines großen Hotels, der einmal auch Portier fein möchte. Nach 35 langen Dienstjahren geht jein Herzenswunsch in Erfüllung, und der Kommissionär Karl Gschwandtner reißt die Führung des Hauses mit einer Eigenmächtigkeit an sich, daß nicht nur dem Hoteldirektor, sondern auch den seiner Obhut anvertrauten Gästen vor soviel Gottähnlichkeit angst und bange wird. Dieser Portier ist ein Mann, mit Herz unb Gemüt und will ganz uneigennützig das Beste aller, bie unter dem Dache seines Hotels wohnen; er geht aber dabei weit über die normalen Funktionen seines Amtes hinaus und er oer« wandelt in verhältnismäßig kurzer Zeit die seriöse Gaststätte in ein Tollhaus, so daß man ihn alsbald schnöde auf die Straße setzt. Er kehrt aber entschlossen um, mietet sich selber als Gast ein, und was ihm als Portier nicht gelang, das gelingt ihm als Privatmann — und zwar so gründlich, daß zuletzt nicht nur ein gefährlicher Hochstapler unschädlich gemacht ist, sondern auch verschiedene vom Portier zusammengebrachte Paare im Lift in die oberen Regionen schweben; auch er selber, Gschwandtner, kommt dabei wie von ungefähr unter die Haube. Das beliebte Thema „Menschen im Hotel" wird von den Drehbuchverfassern und vom Spielleiter Hans H. Zerlett nur peripherisch.gestreift, und alles in allem läuft die Geschichte mehr auf den Situationsschwank als auf das Charakter- lustfpiel hinaus. Das ist vor allem um Mosers willen schade, der zwar seine oft erprobte Komik auch hier in den wunderlichsten Lebenslagen zu bewähren vermag, aber die liebenswerten menschlichen Züge seiner darstellerischen Eigenart nur sozusagen im Vorbeigehen an beuten kann. Natürlich bleibt er von Anfang bis zuletzt im Zentrum der Ereignisse; vom Ensemble feien Irene v. Meyen - dorff und Lotte Lang, Anton Pointner, Fritz Dbemar, Hans Zesch-Ballot und Willem Holsboer genannt. — (Bavaria.)
für die aktive Offizierslaufbahn der Lufttvaffe: Fliegertruppe einfchl. Jngenieurlaufbahn, Flakartillerie, Luftnachrichtentruppe, Fallschirmtruppe, Division Hermann Göring bewerben wollen, müssen brr, 31. 1. 1 943 ihr Bewerbungsgesuch bei der nachst- gekgenen Annahmestelle einreichen. Merkblätter mitt Bewerbungsformularen sind anzusordern bet oer Annahmestelle 2 für Ofsiziersbewerber der Luft- Waffe, Hannover, Escherstraße 12.
Dem Konzert des R h e i n - M a i n i s ch e n L a n- desorchesters unter der Leitung von Musikdirektor Willi Naue wurde Felicie Hüni- M i h a c s e k von der Staatsoper München durch den Vortrag der fünf Wes e n d o n ck - L i e d e r von Richard Wagner zum sammelnden Mittelpunkt. Diese Lieder Richard Wagners (er hat deren nicht viel geschrieben) sind das Zeugnis einer idealen Seelengemeinschaft zweier Menschen, die ganz ineinander auf gehen in ihrem Innenleben; an ihrem Ziel aber muß die Entsagung stehen. Die Gedichte der Mathilde Wesendonck weisen mit ihrem Inhalt in engster Bindung auf den Stoff, der in jener Zeit Richard Wagner bis zum Innersten durchwühlt: „Tristan und Isolde". So bezeichnet Wagner selber zwei von diesen Liedern („3m Treibhaus" und „Träume") als Studien zu „Tristan und Isolde".
Diese ursprünglich für Gesang und Klavier geschriebenen Lieder hat Wagner später für ein kleines Orchester instrumentiert und durch die Farbigkeit der Klangmittel eine äußerste Differenzierung des Ausdrucks erreicht. Sie zu erschöpfen unb in ihrer Tiefe völlig wachwerden zu lassen, dazu gehört eine Sängerpersönlichkeit, die über innere Werte verfügt. Wer sich dieser Aufgabe unterzieht, lädt damit eine hohe Verantwortung auf sich.
Wir haben in Gießen bisher selten die Gelegenheit gehabt, eine Bühnenstimme zu hören, deren Organ den letzten klanglichen Ausgleich erreicht hat wie bei Felicie Hüni-Mihacsek. lieber den ganzen Stimmumfang hinweg verfügt sie über ein fein timbriertes, klangvoll durchgebildetes, trag- sähiges Piano voll Weichheit und schimmerndem Glanz, stets von organischer tonlicher Substanz zeugend. Don dieser Basis aus vermag sie in jeder Lage den Ton sich entwickeln unb auf blüh en zu lassen, so wie es die jeweilige seelische Lage fordert. Denn die Solistin singt die Lieder nicht nur, sie läßt sie bis zum Letzten den Hörer miterleben in ihren weihevollen Schauern und entrückten Klängen, die Herzenskräfte zum Nachschwingen erregend. —- Das Orchester unter Musikdirektor Willi Naue folgte mit besonderer Feinfühligkeit unb innerem Nachgeben, und gerade in der Durchsichtigkeit des Klanges hoben sich die beteiligten Instrumente mit der Ausdrucksstarke ihrer Eigenwerte heraus.
In dieser Woche führt die Kreisbauernschaft Ober» bessen-West in den größeren Orten ihres Bezirks Versammlungen durch, in deren Mittelpunkt die Aufgaben der Erzeugungsschlacht 19 4 3 stehen. Am gestrigen Montagnachmittag sand die erste dieser Versammlungen im vollbesetzten Saale des Hotels Trapp in Friedberg statt, die zu einer eindrucksvollen Kundgebung des tatfrohen Einsatzwillens unseres Landvolkes auch im neuen Erzeugungsjahre wurde.
Krelsbauernführer O t t dankte zunächst den Bauern und Landwirten, ihren Frauen unb Helfern für den starken und erfolgreichen Einsatz ihrer Arbeitskraft im verflossenen Jahre. Er betonte, daß auch die Parolen für die neue Erzeugungsschlacht T a t werben würden unb das Landvolk weiterhin seine Pflicht tun werde.
Anschließend sprach Oberlandwirtschaftsrat Dr. Graeber von der Landesbauernschaft Hessen- Nassau über die wichtigsten agrarwirtschcfftlichen Gesichtspunkte der Erzeugungsschlacht 1943, gleichzeitig gab er den Bauern und Landwirten wertvolle Winke, die ihnen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben von großem Nutzen fein werden. In erster Linie ist der B r o t g e t r e i d e v e r s o r g u n g unseres Volkes auch in diesem Jahre durch weitgehenden Anbau von Roggen und Weizen größte Beachtung zu widmen und dafür zu sorgen, daß diese Versorgung vollkommen sichergestellt wird. Zum Anbau von Hackfrüchten wurde die Parole ausgegeben, den Kartoffelanbau mindestens in gleichem Ausmaß wie im Vorjahre durchzuführen, wenn irgend möglich aber noch zu steigern. Besondere Aufmerksamkeit ist auch dem Anbau von Frühkartoffeln zu widmen. Mit dem vorhandenen Saatgut sind möglichst große Flächen zu bestellen. An Zuckerrüben sind bisher 20 v.H. mehr als vor dem Kriege angebaut worden, es ist dringend erforderlich, diese Steigerung im neuen Anbaujabre mindestens zu halten, möglichst aber noch zu erhöhen. Auf dem Gebiete der Oemüf eoerf or gung hat sich der Kreis Friedberg bisher besonders aktiv betätigt Es ist notwendig, den Gemüsebau organisch in den Betrieb einzugliedern und vor allem den Anbau von Dauergemüse stärker als bisher in den Vordergrund zu stellen. Den Gärtnereien ist die Aufgabe der Gemüsepflanzenanzucht zur Versorgung der kleinen bäuerlichen Gemüsegärten und der Hausgärten als vordringliche Verpflichtung zugewiesen. Beim Obstbau empfahl der Redner für den Kreis Friedberg stärkere Beachtung des Beerenobstan- baues, um die bisherigen Verluste in "ber Obstver- forgunq durch die Schäden an Obstbaumbeständen nach Äö glich Lett aufzuheben. Mit besonderem Nack- druck wurde die weitere Steigerung des O e l - fruchtanbaues in den Vordergrund gestellt. Dabei legte der Vortragende den großen Nutzen des Anbaues von Mohn, Sommerraps und Flachs überzeugend dar. In der Milcherzeugungs- s ch l a ch t, in der unser Landvolk bisher seine Pflicht voll und ganz getan hat, sind die bisherigen Leistungen ebenfalls mindestens aufrechtzuerhalten, besser aber noch weiter zu steigern. Für den Wiederaufbau der Schweinezucht muß der Bauer und Landwirt alle Möglichkeiten seines ^Betriebes einsetzen, damit hier der Wandel zum Besseren mög- lichst bald erzielt wird. Schließlich behandelte der Vortragende noch eine Reihe von Fragen, die mit Verknappungen von Betriebsmitteln Zusammenhängen. Dabei gab er hinsichtlich der Düngemittel und der Bodenbearbeitung eine Reihe wertvoller Hinweise, vor allssm betonte er die Notwendigkeit, zur Bestellung der Aecker nur gutes Saatgut, vor allem auch beim Kartoffelanbau, einzusetzen..
Landesobmann Weintz behandelte sodann eine Reihe von agrarpvlittschen Fragen. In erfter Linie betonte er, daß unser Landvolk, das sich durch seine bisherigen Leistungen volles Anrecht auf größte Anerkennung erworben hat, auch im kommenden Arbeitsjahr in seinen Leistungen nicht nachlajsen
kannten, im Tode aber von strahlender Glorie umgebenen Genius schildert, von einer Glorie, welche mit vernichtenden Strahlen in die Herzen der Verfolger trifft". Von der tief erfühlten Einleitung an entwickelte sich das Ganze in organischer Geschlossenheit, besonders heroorgehoben sei hier die Einführung des Hauptthemas (im Anschluß an einen alten venezianischen Volksgesang) durch die Baß- tlarinette. Eine besondere Auflichtung gab der Menuett-Teil (Tcffso am Hofe von Ferrara) m feiner galanten Anmut. Den Schlußteil ließ der Dirigent sich zu großen Steigerungen erheben bei pompöser Entfaltung prunkender Klangmassen.
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Den Ausklang des Abends gab Dvoaraks Achte Symphonie op.88, dem Erscheinen nach als Vierte bezeichnet. Sie zeugte in ihrer Thematik von starker Beziehung zum slavischen Volkslied und damit auch eine innere Echtheit. Zugleich ist dadurch der Symphonie eine frische Farbigkeit des Klanges eigen, die sich dem Ohr in ihrer Unverbrauchthcit einprägt Der zweite Satz „Adagio“ ließ ganz besonders Dvoräks klangseliges Musikantentum offenbar werden mtt den satten, ausdrucksstarken Strei- cherNängen, mit den empfindungsgetragenen Holzbläsern und der poesievollen Solovioline. Das Alle- gretto grazioso durchzog hinreißender Schwung; übrigens führt Dvorak hier ein Thema aus feiner früheren Oper „Die Dickschädel" an. Das Finale, durch die Trompete ein geleitet, mar in seinen wechselvollen Entwicklungen und in seinen Temperamentsausbrüchen von impulsivem Ausdruckswillen getragen.
Musikdirektor Willi Naue zeigte sich als ein versierter Musiker, erfüllt von jener inneren Elastizität, die sein Temperament im Einfühlen den Sinn des Werkes erahnen läßt und die auch imftarÄe ist, das innere Band zwischen ihm und dem Klangkörper zur Durchsetzung seines musikalffchen Wollens unbedingt zu gewährleisten. Seine Zeichengebung
** Deutsches Frauenwerk, Abt. Müt- terdienst. Der Kochkurs des Mütterdienstes im Deutschen Frauenwerk, Beginn 20. Januar, 20 Uhr, Aliceschule, Steinstraße, wird verschoben. Neuer Kursbeginn Donnerstag, 28. Januar, 20 Uhr, Alice« schule, Steinstraße. Anmeldungen können dort noch erfolgen.
*♦ Kein wehrwissenschaftlicher Vortrag. Der für diese Woche von der Universität angekündigte wehrwissenschaftliche Vortrag des Professors Dr. Schultze fällt wegen Erkrankung des Vortragenden aus.
*♦ Reiszuteilung aufheben. In der jetzigen Zuteilungsperiode gibt es eine Reiszutei- lung. Bevor die Hausfrau den Reis verwendet, sollte sie überlegen, daß es sehr zweckmäßig ist, einen Teil davon für besondere Fälle zurückzube- halten. Es gibt Krankheitsfälle, besonders Magen-, und Darmstörungen, bei denen nur leicht verdauliche Speisen vertragen werden, unb hierzu gehört unbedingt der Reis. Als Wasserreis gekocht, hat er außerdem auch eine stopfende Wirkung. Sa wird die Sonderzuteilung an Reis in einem Krankheitsfall bessere Dienste tun, als wenn sie ohne dringenden Bedarf sofort verbraucht wird.
suchten Generalversammlung.
Vereinsleiter Junker gedachte zunächst der im verflossenen Jahr verstorbenen Mitglieder Konrad Rübsamen, Heinrich Henkel und Ludwig Schön, deren Andenken in üblicher Weise geehrt wurde. Sodann erstattete er den Derwaltungsbericht über das abgelausene Geschäftsjahr. Die Mitgliederzahl belief sich Ende 1942 auf 319 gegen 196 am Ende des vorhergehenden Geschäftsjahres 1941. Monatlich fanden Schulungsversammlungen statt, die alle aut besucht waren. Auch im neuen Geschäftsjahr sollen die für die Kriegszeit besonders wichtigen Schulungen allmonatlich durchgeführt werden.
Den Rechnungsbericht erstattete Kassenwart Wohlgemuth. Nachdem der Verein am 1.1.1942 mit einem Guthaben von nahezu 1100 RM. ins neue Rechnungsjahr eingetreten war, kamen die , Gesamteinnahmen im verflossenen Jahre auf ____________ _____
4017,71 RM., während bie Gesamtausgaben 2509,301 Av-eigenpreiÄMe Nr. e.
„Dati!"
„Hm?"
„Was ist eine Fee?"
Der Vater geht weiter, stumm, denkt schwer über seine Sorgen, und der Kleine fragt wieder: „Vati — was ist eine Fee?"
„Ouatscb! — Feen gibfs nicht!"
„Aber Anna hat mir doch erzählt — im Walde und auf den großen Wiesen — und am Wasser, da gibt es Feen —"
„Anna ist dumm!"
„Aber Vati, wenn —*
„Sei ruhig. Paß auf, wo du gehst!"
Der Kleine wollte noch fragen, aber er blickte zum Vater hinauf u^d sah, oaß oer ganz fern war. In seinem Kops ging es, beinahe schmerzend, durcheinander. Das war doch nicht zu glauben, was der Vater sagte. Er blieb still und dachte allein über die vielen Dinge nach, die er gern gedeutet haben l wollte.
Doch endlich, für ihn war es eine lange Zett des Schweigens gewesen, fragte er wieder:
„Dati!"
„Dati — aber was ist ein Wunder?"
„So was gibfs nicht!"
„Doch, Vati, ein Wunder —"
„Du sollst jetzt ruhig sein. Paß auf den Weg auf, du stolperst fortwährend!"
Der Kleine schwieg. Die vielen, vielen Fragen taten ihm weh in der Brust — sie stachen und brannten —, und er wußte keine Hilfe.
Lange gingen sie schweigend durch den tiefen Wald. Plötzlich zuckte das Kind zusammen. Fast blieb ihm der Atem fort, und seine Augen starrten gebannt auf einen Punkt in der Ferne. Zitternd streckte es den Finger aus und flüsterte scheu:
„Da! — Vati — da — ist das ein Reh?"
Als der Vater nicht antwortete, flüsterte er noch
einmal:
,Lst das da hinten ein Reh?
Er wollte stehen bleiben, aber der Vater zog ihn mit. Er wollte noch einmal fragen; ungeduldig und schnell, aber als er sah, wie der Vater streng auf den Boden blickte und ihn gar nicht hörte, lief er weiter an der Hand. Er wandte sich noch ein paar Mal um. Da hinten stand ein schönes, wunderschönes Tier, es war rot in der sinkenden Sonne, und schmal. Das sah zu ihm hin.
Der Kleine war ruhig, sah bald auf bie Erde, halb zum Himmel hinauf. Aber seine Augen waren
Das Deutsche Kreuz in Gold.
Dem Hauptmann Hans R e i n e w a l d aus Gießen wurde in diesen Tagen bas Deutsche Kreuz in Gold verliehen. Hauptmann Reinewald ist seit Beginn des Krieges cm der Front. Er hat zuerst den Feldzug gegen Polen mitgemacht, daran anschließend die Kämpfe gegen Belgien, Frankrem) und England, und steht nun feit l1/* Dohren als Staffelkapitän eines Sturzkcmipfgefchwaders an der Ostfront. In mehreren hundert Feindflügen hat er fein fliegerisches Können, sowie Mut und Tapferkeit bei der Bekämpfung feindlicher Ziele stets erneut unter Beweis gestellt.
Die aklive Offiziers-Laufbahn der Luftwaffe.


