Ausgabe 
18.2.1943
 
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Donnerstag. 18. zebrnarWZ

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Gietzener Anzeiger

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©er neue deutsche Geist

Mr Deutschen haben in der Welt immer eine

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Talen Einzelner hervor, welche diese Talen als Glied-

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i der Werde des Nachbarn bas Pferd stiehlt, weil eines Volkes, in dem Geiste, in den Gesin glaubt, der Dorfgendarm bringe es nicht übers I nungen ihres volkts tun. Friedrich Fröbel.

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Lieber die Stützpunkifirategie zur Welidikialur

Don unserer Berliner Schristleitung.

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Veues. frisches Leben gehl nur ans Tal und Talen hervor. Neues, junges Volksleben gehl nur aus den

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Erbitterte Abivehrkämpfe zwischen dem sovschen Meer und dem Gebiet südöstlich Orel

ist, laß dich ruhig nieder, böse Menschen ha- keine Lieder..." Allen Ernstes: Unsere Gegner Im uns für sentimental. Die Bolschewiken speku- dabei nach der Methode eines Rüpels, der

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g, wieder nach Hause fahren durfte. Wir löschen verstehen eben unser Fach, wir können or- visieren, wir sind grundehrlich und anständig und ki?mals auf den eigenen Vorteil bedacht. Diese Ei- 'chaften waren vor dem Krieg« den Ausländern on so bekannt, daß sie uns denMichel" nannten d in der Karikatur uns mit einer Gelehrtenbrille b Zipfelmütze zeichneten, was bedeuten sollte, daß r zwar über viel Wissen und Können verfügten, sonsten aber gutmütige Schlafmützen wären, lleberhaupt die Gutmütigkeit! Sie ist charakteri- stch zweifellos eine lobenswerte Veranlagung, ob aber in der Gegenwart angebracht ist,'wo eine elt von Juden, Bolschewiken und Plutokraten sich nur erdenkliche Mühe gibt, uns gutmütigen utschen den Hals umzudrehen, darf füglich bezwei- r werden. Di« Engländer halten uns beispiels- ise auch jetzt noch für sentimental und weich. Wir selbst daran schuld, denn gerade gegenüber den gländern haben wir uns in der jüngeren Ge- chte immer dann weichherzig und sentimental ae-

wenn eiserne Härte und Entschlossenheit besser Platz gewesen wären. Mr sind also wirklich st schuld, wenn unsere Gegner es dann und nn noch einmal mit der gefühlsduseligen Tour achten. Selbst die Bolschewiken kommen rnanch- 1 auf diese Weise: sie lassen an ihrer Front ein s Grammophon mit einem gehörigen Lautspre- auffcrhren, legen irgendein« rührselige Platte gar Wagner-Musik aus und wundern sich dann, die Germanskis weder in Hellen Scharen noch zeln übergelaufen kommen, wo sie doch vorstel- gsgemäß von den Klängen einer schönen Musik igeloctt werden müßten nach dem Motto:Wo

Oer Bolschewismus muß satten wenn Deutschland leben soll.

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Beim Tagesangriff eines VSA.-Bomberver- bandes auf eine Hafenstadt an der französischen At­lantikküste wurden in Luftkämpfen 8 viermotorige Flugzeuge abgefchofsen.

Die Luftwaffe griff am Tage mit gutem Erfolg einen hafeuort in Südeugland au und belegte in der vergangenen Nacht das Hafen- und Industrie­gebiet Swansea mit einer großen Zahl von Spreng- und Brandbomben.

Bulgarien gegen den Gowjetimperialismus.

Sofia, 17.Febr. (Europapreß.) Der bulgarische Eisenbahnminister Radoslawoff erklärte, in einer Versammlung vor etwa 10 000 Eisenbahnern und Postbeamten in Sofia, in dem Kampf zwischen dem kapitalistischen England und dem bolschewisti­schen Rußland auf der einen Seite und den Ländern des Dreierpaktes, die für soziale Gerechtiakeit kämp­fen, anderseits, habe sich Bulgarien für die Achsen­mächte entschieden. Sie hätten die Einigung des Bulgarentums ermöglicht. Gewiß fühlten sich, die

Annahme von fl tuet nett für die Mittagsnummer bt-8'/,UbrdesBormittagS

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cir allgemein als tüchtig. Wenn früher ein" füd- merikanifcher Farmer mit seinem Riesenbesitz nicht frtig wurde, verschrieb er sich einen deutschen Der- ratter mit dem Erfolg, daß ein Jahr später die Hazienda als Musterwirtschaft galt. Meistens erregte per dann der tüchtige deutsche Mann den Neid der erberen. Was blieb dem Deutschen übrig? Er mußte $en. Wenn die Engländer vor dem Kriege in srika oder in Indien neue Bergwerke erschl'ie- v wollten, konnte man gewiß sein, daß als leiten- r Ingenieur zunächst ein Deutscher angestellt rde, der selbstverständlich später, wenn der Loden

zugewiefenen Abschnitt in der neuen Hauptkampf­linie.

NordöstlichOrel stürmten unsere Stoßtrupps feindliche Stellungen, rollten die Gräben in 2400 m Breite auf und sprengten 36 Kamvfstände. Im Nach­barabschnitt wurde ein angretfenoes feindliches Ba­taillon im Nahkampf mrückgeworfen. Südöstlich des Ilmensees setzten die Bolschewisten mit frischen Infanterie- und Panzerkräften ihre Angriffe fort. Mehrere Sowjetbataillone wurden bis auf Reste, die in Gefangenschaft gerieten, aufgerieben oder durch Geschützfeuer zersprengt.

Im hohen Norden standen die deutschen Truppen im Louhi-Abschnitt und an der Murman- Front in Gefechtsberührung mit dem Feind. Starke Stoßgruppen drangen in die bolschewistischen Stel­lungen ein, zerstörten die Kampfanlagen und fügten dem Feind schwere Verluste zu.

©er Wekrmachiberichi.

DNB. Aus dem Führerhauplquartier, 17. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

An der Nordfront des Kuban-Brücken­kopfes wurde ein stärkerer Angriff unter hohen Verlusten für den Feind abgewiesen.

3m Raum zwischen dem Asowschen Meer und dem Gebiet südöstlich Orel, besonders in und um Charkow, gehen die erbitterten Kämpfe weiter. Nördlich Kursk ließ die feindliche Angriffs- lätigkeit gegenüber den Vortagen etwas nach. Vor­stöße der Sowjets wurden abgeschlagen, örtliche Einbrüche abgeriegelt.

Südöstlich des Ilmensees und zwischen Wol­chow und Ladogasee setzte der Feind seine An­griffe mit neu herangeführten starken Infanterie- und Panzerkräften fort Unsere in diesem Frontabschnitt kämpfenden Divisionen erzielten einen neuen Abwehr­erfolg. Mehrere angreifende Kräftegruppen wurden aufgerieben. Artillerie zerschlug durch zusammen- gefahtes Feuer feindliche Angriffsreserven schon in der Bereitstellung. 4 3 Panzer wurden allein süd­östlich des Ilmensees vernichtet. Insgesamt ver­loren die Sowjets 101 Panzer.

Im Rahmen des Angriffsunternehmens an der tunesischen Front wurden gestern abge- schuiktene feindliche Gruppen aufgerieben und zahl­reiches weiteres Kriegsmaterial zerstört oder erbeutet Schnelle deutsche Kampfflugzeuge führten über­raschende Tiefangriffe gegen motorisierte britische Kolonnen und zerstörten >sie.

Bulgaren als Slawen, doch seien sie in erster Linie Bulgaren und verttäten ihre eigenen, Interessen. Unter jenen, die Bulgarien, durch das Diktat von Neuilly belasteten, hätten sich auch slawische Völker befunden, ebenso in der Balkan-Entente, die gegen Bulgarien gerichtet gewesen sei. Bulgarien wünsche von niemandem ein Stück Land, werde aber auch niemandem gestatten, in feindseliger Absicht die" Grenzen des vereinten Vaterlandes zu überschrei-- ten. Sein Heer fei bereit, die Freiheit, Unabhängig­keit und Dynastie zu verteidigen. Der Minister schloß mit einem Aufruf zur Geschlossenheit der Nation.

Die in Sofia lebenden Armenier veranstalte­ten eine große Kundgebung gegen den Bolschewis­mus. Der Redakteur der armenischen ZeitschriftKe° workjan" forderte die Armenier auf, mit dem bulga« rischen Volk im Kampf gegen Plutokratie und Bol­schewismus zusammenzuarbeiten. So, wie in frühe­ren Kriegen, würden die Armenier auch dieses Mal Schulter an Schulter mit den bulgarischen Soldaten marschieren und bereit sein, ihr Blut jür jenes Land zu vergießen, das den Armeniern zur zweiten Hei­mat geworden fei >

Finnlands Präsidentenwahl

Von unserem Jm.-Korrespondenlen.

Erwägungen lagen also ganz auf dem Gebiet der in­neren Organisation und keineswegs auf dem der außenpolitischen Orientierung. Die Persönlichkeiten Mannerheims und Rytis stellen in keiner Weiss Gegensätze dar. Der außenpolitische Kurs beider Männer, der durch den Kampf gegen den bolsche­wistischen Imperialismus bestimmt ist, ist vielmehr der gleiche. Daher war es auch möglich, daß die Parteien dem Wink des Marschalls zur Wahl des bisherigen Staatspräsidenten ohne Zaudern folgten. Die Wahl vom 15. Februar 1943 ist somit eine cm di« ganze Welt gerichtete Kundgebung für Finn­lands Staatsoberhaupt ebensowohl wie für seinen ruhmreichen Feldherrn in ihrem gemeinsamen Kampf gegen den östlichen Feind der Freiheit Finnlands.

Das andere -Symptom der Wahl war durch den Versuch der Bolschewisten gekeninzeichnet, durch Lust- demonstrationen den Wahlgang zu stören. Nach Wochen der Ruhe, deren sich die finnische Hauptstadt erfreute, setzten am Sonntagabend plötzlich die bol­schewistischen Störungsunternehmungen ein und hiel­ten bis zum Wahlbeginn an, der auf diese Weist ein«'kleine Verzögerung erlitt. Man darf jetzt ge­spannt sein, wie diejenigen Staaten, die sich so lär­mend vor aller Wett als die Hüter der demokratt- scheu Heiligtümer.aufführen, diese sinnlosen Stö­rungen einer demokratischen Staatshandlung durch ihren bolschewistischen Freund zu entchuldigen ver­suchen Verdeck. Vermutlich wird.man in betretenem Schweigen über diese Dinge hinwegzukommen su­chen. Für alle aber, die frei von Vorurteilen die Dinge sehen, wie sie sind, steht es fest, daß es sich hier wieder um einen jener Erpressungsversuche handelt, an denen die Geschichte des Bolschewismus fo reich ist. Darüber hinaus bedeutet di« mißglückte politische Lustunternehmung der Sowjets klar und unmißverständlich die erneute Anmeldung der bol­schewistischen Ansprüche auf die zukänfttge Gestal­tung Finnlands. In Finnland hat man das durch­aus verstanden. Sehr fraglich dagegen bleibt, ob dies auch jenseits des Aermelkanals und des Atlan­tischen Ozeans der Fall ist, obwohl man dort in seinerdemokratischen Auffassung" ein so großes Herz für die kleinen Völker zu höben behauptet.

auf Gedeih und Verderben zur Verfügung stehen, wenn er sie benötigt

Wir meinen, sehr original ist der Rdosevettsche Weltbeherrschungstraum nicht. Er hat in mancherlei Beziehung sehr starke Aehnlichkett mit dem System des britischen Weltreichs, das auch in der ganzen Wett Stützpunkt« «rrichtet und die unterjochten Völ- ker sich wirtschaftlich und militärisch unterstellt hatte. Die Welt ist dabei weder zufrieden noch glücklich ge» worden. In einem weicht Roosevelts Plan von dem englischen ab: Die Engländer dürfen in Zukunft mitmachen, aber nicht mitbeftimmen. Sie stehen auf der gleichen Rangstufe wie die Niederlande, Portw gal und andere. Roosevelt gibt sich also überhaupt kein« Mühe mehr zu verheimlichen, daß er ein bri­tisches Weltreich nach dem Kriege nicht mehr duldet Ob es allerdings durch ein Roosevelt-Weltteich ab­gelöst werden wird, darüber wird nicht in Washing­ton entschieden werden.

Es ist nicht ohne Interesie, daß selbst in Amerika jetzt Stimmen gegen den Wettdiktaturtraum Roose­velts laut werden. So erschien kürzlich in derNew Pork Post" ein Arttkel von Dorochy Thompson, der sich mit dem Plan einer Kontrolle des Luft» raum 5 durch Amerika beschäftigt. Et sieht vor­aus, daß bei einer Durchführung einer derartig weltumspannenden Luftkontrolle die ganze Welt sich gegen ihr« Urheber, also gegen die Amerikaner, aus­lehnen würde. In dem Artikel wird erklärt, daß ein internationales Recht nicht von einer einzigen Na­tion ober dou einer Allianz gewisser Staaten gegen ander« Nattonen geschaffen und crufgezwungen wer­den könnte.

Besorgnis in London.

Stockholm, 17. Febr. (Eurovapreß.) In Lon­don verfolgt man mit großer Besorgnis die immer weiter ausgreifenden Pläne nordamerikanischer Politiker und Journalisten, die die USA.-Einfluß­zone nach dem Kriege behandeln. Beträchtliches Auf­sehen erregt der neueste Aufsatz Walter Lippmans. in dem er schreibt, daß die USA. in Zukunft nicht mehr von den Bermudas und sonstigen atlantischen Inseln verteidigt werden könnten, sondern daß die

General-Anzeiger für Oberhessen

Herz, ihn deswegen einzubuchten und unglücklich zu machen, weil mit dem Dieb Aeichzeitig das treue Weid und di« sieben unschuldigen Kinderlein un­glücklich werden müßten.

Aber unsere Gegner können überzeugt sein, daß wir heute, nachdem sie uns immer wieder erklär­ten, ihr Kriegsziel fei die Ausrottung des deutschen Volkes und die Vernichtung der germanischen Rasse überhaupt, keine gefühlvolle Anwandlung mehr be­kommen. Unsere Soldaten stehen, seit dem Juni 1941 der größten Militärmacht der Wett und dem brutalsten weltrevolutionären Begriff, den die Ge­schichte jemals gekannt hat, dem Bolschewismus, gegenüber. In den Weiten des Ostens, an der ge­waltigen Front gegen den asiatischen Monaolen- sturm ist ein Typ des deutschen Soldaten und mit ihm auch des- deutschen Volkes in der Heimat von unbeugsamer Härte entstanden, der keine Gnade gegenüber dem Gegner mehr.kennt. Auf den briti­schen Inseln weiß man, daß mit dem deutschen Soldaten und der deutschen Volksseele eine Wand­lung zum schärfsten Realismus vor sich gegangen ift, man erkennt, daß ein militärisch und politisch gehärtetes Volk sich entwickelt hat, das das Ent­weder Oder diese» Krieges weiß und eine Ab­rechnung vornimmt, vor der es kein Entweichen und fein Ausweichen gibt. Unsere Vergangenheit ist uns eine bittere Lehre geworden, ob es sich um das Mittelalter handelt oder um die jüngere Zeit. Das Deutschland von heute versetzt sich nicht selbst einen Dolchstoß, wie es 1918 möglich sein konnte.

Eine alte Frau, die in ihrem Leben schon viel gesehen und selbst auch hat ertragen müssen, nannte dieser Tage diesen Krieg einen heiligen Krieg. Und sie hatte, wie sie die Welt sieht und in ihrer Sprache, Recht damit: Nennen wir nicht auch die Vernunft göttlich, und ist nicht auch das Denken das Werkzeug eines höheren Willens? Dieser höhere Wille, bedeutet die Herrschaft über die Gegenwart. Die Herrschaft über die Gegenwart aber ift gleich­zeitig die Herrschaft über Leben und Freiheit. Um beides zu behaupten und zu erringen, müssen wir ein heißes Herz und einen klaren Kopf bewahren. Das WortWeichheit" gibt es für uns nicht mehr, wir werden, wie der Führer in einer seiner Reden sagte, diesmal als Letzte und nur als Sieger den Kampfplatz verlassen.

A. St.

1-5. Jahrgang Nr. u tincbeim tagHd). außer Sonntags und Fetertag- iBeilanen:

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Helsinki, 16. Februar.

Zwei Symptome charakterisieren die Staatspräsi­dentenwahl, die sechste in der Geschichte des selb­ständigen .Finnlands, und die erste, die in der Kriegszeit vorgenommen werden mußte. Die ge­schlossene Kundgebung der berufenen Vertreter Finn­lands in der Einmütigkeit ihrer Wahl einerseits und der Versuch der Beeinflussung dieser Wahl von außen her anderseits.

Einmütig darf man mit vollem Recht die Wahl nennen. Der bisherige Staatspräsident Ryti hat 269 von 300 Stimmen auf sich zu vereinigen ver­mocht. Von den restlichen Stimmzetteln waren 24 unbeschrieben, die anderen Stimmen waren zer­splittert. Die Wahl ist also als eine klare und über­zeugende Dertrauenskundgebung für den bisherigen Staatspräsidenten und den Kgrs zu bewerten, mit dem er das finnische Staatsschiff durch die wogende Welt der Gegenwart gesteuert hat>Sie bedeutet in gleicher Weise den Dank für feine bisherigen Lei­stungen und den Willen, ihm auf diesem Wege weiter zu folgen. Das ift insbesondere von außenpolitischer Bedeutung. Innen- und Wirtschaftspolitik, so wichtig sie auch im Zeitalter der totalen Kriege sind, treten für Finnland im gegenwärtigen Augenblick doch zurück, da inner- politisch bi« Lage ohnehin klar ist und frei von ernsten Spannungen. Die Wirtschaftspolitik steht in Abhängigkeit von der Außenpolitik. So bedeutet die Wahl Rytis vor allem die Fortsetzung der Politik des Kampfes gegen den Bolschewismus zur Wahrung und Sicherung der Frecheit des finni­schen Volkes und feiner europäischen Kultur.

Im Verlauf der Wahl ist auch die Kandidatur des Marschalls von Finnland, Freiherrn Mannerheim, aufgeworfen worden, her in drei Kriegen die finnischen Fahnen zum Sieg gegen den östlichen Angreifer geführt hat. Eine der Wahl- männergruppen, die Agrarier, hatten ihn zu ihrem Kandidaten nominiert. Aber auch außerhalb dieser Partei haben Presseorgane verschiedenster Richtung diese Parole aufgegriffen. Hier lag der Gedanke zugrunde, ob es nicht unter den besonderen Um­ständen zweckmäßig sei, eine Zusammenfassung der Staatsgewalt in einer Hand vorzunehmen. Diese

Der Krieg ist noch nicht gewonnen, weder für Churchill, noch für Stalin, noch weniger für Roose­velt. Roosevelt kann sich aber von seiner Lieblings­beschäftigung nicht trennen, Pläne zu schmieden über die Welt, wie er sie sich denkt. Er steht selbst­verständlich an der Spitze oer Weltregierung als Wettpräsident ober Weltdiktator. Seinen eigentlichen Titel hat er bisher noch nicht verraten. Die bis­herigen Erfahrungen des jetzigen Krieges haben ihn zu der Ueberzeugung gebracht, daß 3ur Be­herrschung der Welt ein Stützpunktsystem errichtet werden müßte, das die ganze Wett über­zieht und ihn in die Lage versetzt, von diesen Stütz­punkten aus mit seinen eigenen Marine- und Luft­waffen und mtt denen seiner Vasallen dort vorzu­stoßen, wo ihm dieeigene Sicherheit und die seiner Hauptvasallen" bedroht erscheint. So jeden­falls legt der in letzter Zeit mehrfach genannte Rvosevettsche Propagandist Walter L i p p m a n die sogenannte Atlantik-Charta aus. Mt be­sonderer Sehnsucht blicken die Roosevelt-Amerika­ner auf die verlorenen amerikanischen Stützpunkte in der Südsee. Diese und dazu die japanischen Man­dats-Inseln benötigen sie unter allen Umständen zur Abrundurrg ihres Diktatorenglücks. Aber diese Stützpunkte im Pazifik reichen zur Verwirklichung des Wettbeherrschungsttaumes Roosevelts noch nicht aus. Die Niederlande, Frankreich, Portugal und England müssen zu Abmachungen gezwungen werden, die es Amerika erlauben, jederzeit von die­sen Stützpunkten Gebrauch zu machen. Es wird den Hilfsvölkern zwar gestattet, eigene See- und Luftstteitkräfte zu unterhalten, aber nur in dem Ausmaß, das Roofavelt im Interesse der eigenen Sicherheit für notwendig hält. Auf jeden Fall'müs- l?n diese militärischen Stteitkräste aber Roosevelt

.Berlin, 17. Febr. (DNB.) An der Nordfront ki Kuban« Brückenkopfes versuchten die övvjets seit zwei Tagen, die deutschen Stellungen w?r Einsatz von vier Schützendivisionen, vier Bri­sen und einem Panzerverband zu durchstoßen. Knobl Tauwetter und Verschlammung schwierige Wänoeverhältnisse schufen, schlugen neumärkische Wnadiere und Panzermänner aus dem mittleren f?gebiet all« Angriffe unter schweren Verlusten ffr'den Feind zurück, lieber 1500 gefallene Bglsche- W?n blieben allein am 16. Februar auf dem Kampf- p liegen. BefNoworossijsk verschütteten die Fiben unserer Sturzkampfflieger die an den Steil- ►gen südöstlich der Stadt eiligst aufgeworfenen Wrdlichen Kampfgräben mit ihren Besatzungen und Mchlugen gut getarnte Artilleriestellungen und be° »gestellte Truppen.

|vn Donezddgen versuchte der Feind, die ^mäßigen Bewegungen unserer He eres verbände Wch Störangriffe zu behindern. Bis auf einen fo- fl abgeriegelten örtlichen Einbruch blieben alle Wl'iöße ergebnislos. Ebensowenig gelang es den pajete, die Verbindung zu dem vor einigen Ta- W abgeschnittenen und immer mehr zusammen- Wttzenden Kavallerieverband wieder aufzunehmem JTit großer Erbitterung rangen unsere Truppen Jini) um Charkow Dort griffen starke bol- Dnistische Kräfte ohne Rücksicht auf Verluste mit <nen von Menschen, Panzern und schweren Waf- F ^n. In den Straßen der Stadt entfesselten- Mi? Angriffe und hartnäckige Gegenwehr sehr |p e r e Kämpfe. Zwischen den vom Feind in Mond geschossenen Häuserzeilen brachten unsere WZerjäger ihre Pak-Geschütze in Stellung und Mkcchteten weitere 15 Sowjetpanzer. Zur Verstär- M>' ihres Druckes führten die Bolschewisten in Eil- Mchen frische Truppen heran. Unsere Kampi- M-k bombardierten diese Kolonnen aber so wirk- M daß der Feind seine Vorstöße gegen eine der M-n Derbindungsstraßen nicht fortsetzen konnte. Mampf- und Tiefflieger vernichteten zugleich weit Ml 100 Fahrzeuge und warfen Iruppenunter- ffjt« und Bettiebsstofflager in Brand.

Raum südostlich Orel war die feindliche e^iffstätigteit geringer als am Vortage. Die Vor- |l)i der Bolschewisten blieben im Sperrfeuer liegen Mr wurden in Gegenangriffen zurückgeschlagen, ff der Vernichtung eines feindlichen Bataillons Ver sämtliche schweren Waffen dieser Stoßttuppe Misere Hand. Harte Kämpfe hatten Grenadiere zu Dktzen, die nach Abriegelung eines Einbruches gpr den Anschluß an die eigene Hauptkampflinie Wl llten. Unter schweren Feuerüberfällen waren Wo^n überlegenen feindlichen Kräften so lange an- IIMen worden, bis sie völlig eingeschlossen waren. Manzerangriffen und zahlreichen kleineren Vor- hielten sie stand und schosien dabei 24 bolsche- W'che Panzerkampfwagen ab. Durch geschickten der in die Feuerlinie vorgezogenen schweren «lsn hatte der Feind weiter sehr beträchtliche Ver-

Als die Sowjets ihre angeschlagenen Verband« D'Sruppieren versuchten, benutzten die GrencMiers Augenblick zum Durchbruch und besetzten ihren

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