,'e Charkow erstürmt wurde.
Die Bezwingung des Panzergrabens. — Der Kampf um die Stadtmitte und die Loban-Llebergänge.
die sich durch Gewalt in den Besitz des größten Teiles der Schätze der Erde gesetzt haben, ihren Anteil an den Entwicklungsmöglichkeiten besitzen, sondern alle nach Maßgabe ihrer Leistung.
Die Tatsache, daß diese Fundamente einer neuen Weltordnung, in der Kriege keinen Platz mehr haben, vom Nationalsozialismus bereits gelegt sind, oerschweigt Wallace seinen Zuhörern.
Und ebenso wie mit seiner Philosophie steht es auch mit der Politik. Während er die konstruktiven Ideen des Nationalsozialismus, die allein Kriege für die Zukunft verhindern können, bewußt fälscht, möchte er f ü r d i e bolschewistische Klasse n ka m p fd o k t r i n in der Welt eine „Atmosphäre des Vertrauens" schaffen. Das wundert uns bei Herrn Wallace nicht, denn wer den Kapitalismus bejaht, kann den Klassenkamps nicht verneinen. So muß er schließlich als der Weisheit letzten Schluß ein Abkommen zwischen Kapitalismus und Bolschewismus propagieren, wobei die kapitalistischen Ausbeuter die eine Hälfte der Welt und die Bolschewisten die andere erhctlten sollen, damit sie sich nicht in einem neuen Weltkrieg gegenübertreten. Aber die Hoffnung, daß der Bolschewismus dadurch, daß man ihm Europa zum Fräße vorwirft, bewogen werden könnte, auf seine Meltrevolution zu verzichten, dürfte schnell von der rauhen Wirklichkeit aufs furchtbarste zerstört werden. Denn die Idee der Weltrevolution ist die Grundlage i^s Bolschewismus überhaupt. Wer sich mit ihm verbündet, wird ;um Handlanger dieser Weltrevolution und kann sie nicht mehr aufhalten. Diese furchtbare Gefahr des Weltbolschewismus kann nur durch die Kraft einer Idee gebannt werden, die sowohl den kapitalistischen wie den marxistischen Klassenkampfgedanken auf der Ebene einer höheren Ordnung des menschlichen Zusammenlebens überwindet. Der nationale S o - zialismus hat den klassenlosen Staat praktisch verwirklicht. Und wie er dem deutschen Volk den inneren Frieden gegeben hat, so wird auch der äußere Friede unter seinen Prinzipien gesichert sein.
Herr; Wallace scheut sich nicht, selbst die christliche Religion für seine Geschäfte zu mißbrauchen. „Die Demokratie" — so erklärt Herr Wallace, ohne mit der Wimper zu zucken — „ist der einzig wahre Ausdruck des Christentums." Welch ungeheuerliche Blasphemie! Welch ein Mißbrauch religiöser Begriffe zu politischen Zwecken und welche Zumutung an das menschliche Denkvermögen! Die christliche Religion also gebietet es, sich mit dem Bolschewismus zu verbrüdern? Mit dem gleichen Bolschewismus, dessen Grundsatz lautet: „Religion ist Opium für das Volk", mit dem gleichen Bolschewismus, der alle verbrecherischen Instinkte des Menschen gegen das Göttliche entfesselt hat, gegen den gleichen Bolschewismus, der die christlichen Priester gemordet, 'die Altäre' geschändet und die Kirchen niedergebrannt hat und an die Stelle des Kreuzes den lUziferischen Sowjetstern gesetzt hat. Und zu solchem „christlichen" Beginnen hat das Edelchristentum der nordameritanischen Dernokratte Beifall geklatscht.
„Wo der Kommunismus", so heißt es in der päpstlichen Enzyklika vom 19.3.1937, ,Hie Möglichkeit hatte, sich feftzufetzen, da hat er sich mit allen Mitteln bemüht, die christliche Kultur und Religion radikal zu zerstören. Die erste, größte und allgemeinste Gefahr ist der Kommunismus in allen seinen Formen und Abstufungen. Er bedroht und bekämpft und.belauert hinterlistig die Würde des einzelnen Menschen, die Heiligkeit der Familie, die Ordnung und die Sicherheit der bürgerlichen Gemeinschaft. Mele lassen sich täuschen oder wollen den Feind nicht sehen. Ja, viele unterstützen chn durch Gleichgültigkeit oder stillschweigendes Einverständnis." Das ist aus autorattvem christlich-kirchlichem Munde das eindeutige Urteil über die Politik der Demotrate Ihrer Art, Herr Wallace, gegenüber Ihrer Zusammenarbeit mit dem Bolschewismus!
Vielleicht darf man Sie — zur Steuer der Wahrheit — bei dieser Gelegenheit daran erinnern, daß in Ihrem Staat, den Sie eine christliche Demokratie zu nennen belieben, Staat und Kirche streng voneinander getrennt sind, ja daß sogar die nord- amerikaniscke Bundesverfassung ausdrücklich unterlagt, irgendein Gesetz zu erlassen zur Errichtung einer Staatsreligion, während in dem angeblich so unchristtichen Nazideutschland die christlichen Kirchen jährlich rund 600 Millionen Reichsmark Zuschüsse vom Staat beziehen! In Deutschland ist von den Nationalsozialisten auch keine Kirche zerstört worden. Die Ruinen der Kirchen und Klöster; die heute ihre randgeschwärzten Mauern anklagend zum Himmel recken, p1? wurden von Ihren „christlichen Soldaten" im AuftraHe Ihrer „christlichen Dernokratte" in Schutt und Trümmer gelegt. So sieht die Praxis der „christlichen Grundlage der Weltordnung" aus, die Sie, Herr Wallace, mit falscher Zunge predigen.
Und nicht anders steht es mit Ihrer zweiten Behauptung.
3n einei^ Augenblick, in dem die Kriegführung Ihrer Demokratie wahre Orgien der Barbarei feiert, wie sie in der mensckAchen Geschichte noch nicht dagewesen finb&le einem Augenblick, in dem Sie bewußt und-fMematisch Ihre Bomber auf die Jahrtausende alten, ehrwürdigen Kulturstätten Europas ansehen, und die unsterblichen Werke europäischer Kultur der Vernichtung preisgeben, in einem Augenblick, in dem Sie IHbrb und Brand in die Wohnstätten wehrloser Menschen tragen, sinnlos die Heimstätten von grauen und Kindern zerstören, Krankenhäuser und Schulen vernichten, in einem Augenblick also, in dem Ihre Demokratie die unmenschlichste Barbarei vollbringt, die in der menschlichen Geschichte gewütet hat, in einem solchen Augenblick haben Sie die Stirn, den Sah auszusprechen: „Die Demokratie ist die. Hoffnung der Zivilisation."
Um ein solches Maß von Unwahrhaftigkeit und Heuchelei zu brandmarken, dafür fehlen der menschlichen Sprache bisher die Worte. Aber , die Steine werden reden, und die hingemordeten Frauen und Kinder sind die stummen Zeugen Ihrer Schande! Sie, Herr Wallace, mögen das christlich und demokratisch nennen, die Welt weiß, daß es sich in nichts unterscheidet von dem bolschewistischen Mordbrenner- tum, mit dem Sie sich verbündet haben. Um dieses satanische Bündnis zu verewigen, drohen Sie, Herr Wallace, der Menschheit einen dritten Welt- t r i e g an. Aber Sie möaen versichert sein, die Katastrophe eines dritten Weltkrieges wird über die Völker nicht mehr hereinbrechen. Die heute im Kampf gegen den Bolschewismus vereinigten Nationen, die für das Leben ihrer Völker und die Zukunft Europas zu den Waffen gegriffen haben und sich Schulter an Schulter den heranflutenden Horden der Steppe entgegenstemmen, sie werden diese Gefahr durch-ihren heldenhaften Einsatz für immer beseitigen und durch ihren Sieg allen Völkern einen Frieden her Gerechtigkeit und Dauerhaftigkeit erkämpfen.
Berlin, 16. März. (DNB.) Mit dem Sturm a u f W a l k i am 6. März war der Weg nach Charkow frei gemacht. Der Kampf um Charkow begann am 10. März. In tiefer Nacht stießen auf vereisten Feldwegen schnelle Abteilungen nördlich an der Stadt vorbei. Als der eigentliche Angriff auf die Stadt begann, operierten diese Kräfte bereits tief im Rücken der Bolschewisten und hinderten den Feind am Heranführen von Verstärkungen. Im Morgengrauen des 10. März griffen die Divisionen des ---Panzerkorps die Stadt an, deren brennende Hochhäuser durch die Sömerung leuchteten. In zwei großen Sturmkolonnen führten sie den Angriff von Norden und Westen her. Die Bolschewisten verteidigten die zur Festung ausgebaüte Stadt zäh und verbissen. ,
Bis zu dem mächtigen Panzergraben am Stadtrande waren unsere Panzer bereits vorgedrungen. Dort schlug ihnen jedoch pausenloses Feuer schwerer Waffen entgegen. Die Panzer konnten, von dem tiefen Graben behindert, nicht weiter vorwärts. In der Dunkelheit trat der Chef einer Pionierkompanie mit 21 ---Männern an, um jenseits des Grabens einen Brückenkopf zu erkämpfen. Im heftigsten feindlichen Feuer arbeiteten sich die Pioniere an den Panzergraben heran, obwohl ihnen im Schein der Leuchtkugeln unaufhörlich Granaten und MG.-Garben entgegenschlugen. Um die steile Böschung zu überwinden, stiegen sich die ---Männer gegenseitig auf die Schultern und gewannen die andere Seite. Trotz des feindlichen Sperrfeuers mit lauten „Hurra"-Rufen vorwärtsstürmend, dtangen sie bis an die feindlichen Befestigungen vor, rollten sie mit Handgranaten und blanker Waffe auf, entrissen den Sorgtets mehrere Häuser und sicherten so den Brückenkopf. In mühevoller Arbeit sprengten sie die steilen Wände des Grabens, der zwei Stunden später von den folgenden Panzern glattgewalzt wurde.
So entstand die Bresche, durch die der Angriff weiter vorgetragen werden konnte. Den ganzen Tag über tobte der Kampf zwischen den Häuserreihen, um Widerstandsnester und Barrikaden, um Bunker und schwere Sowjetpanzer. Langsam schlugen sich unsere Panzerverbände weiter zum Stadt- innern durch und nahmen dort die Verbindung mit den vonNorden vorstoßenden Truppen auf. Von dieser Seite aus bietet das auf Hügeln liegende Charkow mit seinen großen Betonhäusern ein nahezu amerikanisches Stadtbild. Der Kampf um diese Betonkästen war hart. Nur als Ruinen kamen sie in unsere Hand. Die am weitesten östlich vordringenden Abteilungen unterbrachen zunächst die Rückzugsstraße des Feindes nach Tschugukew. Gleichzeitig drangen die Panzergrenadier-Reg'l'menter von
Nord westen in die Straßenschluchten em und gewannen an Boden. Kurz vor Erreichen des Platzes im Stadtinnern gelang es den zum äußersten entschlossenen Bolschewisten, eines der angreifenden Bataillone durch überraschenden Stoß aus der östlichen Flanke heraus anzugrelfen. Blitzschnell wandelte sich der Angriff der ©renabiere in erbitterte Abwehr. Das Bataillon geriet \in Gefahr, abgeschnitten zu werden. In diesem Augenblick durchstieß ein weiteres Bataillon weit westlich ausholend die feindlichen Häuserstellungen und Barrikaden und erreichte für den Feind vollkommen überraschend den Platz von Süden her. Von hier brachen einige Panzer nach Norden durch und lösten ihre bedrängten Kameraden aus der drohenden Umfassung. Im gemeinsamen Angriff gelang es dann, die in die Flanke eingedrungenen Bolschewisten zu vernichten. Damit war der Platz gewonnen und die Schlüsselstellung zum weiteren Vorgehen in unserer Hand.
Aus ebenso erbitterten Widerstand trafen weitere Einheiten der nördlichen Stoßgruppe, die zunächst in kühner Umfaffung einen sowjetischen Regimentskommandeur und 400 Mann gefangennahmen. Sie stießen dann am 13. März unter Zusammenfassung des Feuers aller verfügbaren schweren Waffen aus den nächsten Stadtteil weiter zum Lob an - Fluß vor. Sämtliche Flußbrücken waren gesprengt. Um den in der Nacht notdürftig . hergestellten Brückensteg entspann sich am nächsten Morgen ein erbitterter Kamps. Die Bolschewisten schossen aus allen Fensterhöhlen, sie kämpften oft in Zivil, um nach Eroberung des Häuserblocks in Hinterstuben scheinbar harmlos beim Kartenspiel zu sitzen.
Nach Erstürmung des großen Platzes in der Stadtmitte stieß die Waffen--- weiter nach Süden vor. Noch einmal entstand in der Nähe des Panzergrabens eine schwierige Lage. Da die Nacht den weiteren Häuserkampf unmöglich machtzss und die Bolschewisten immer stärker gegen die westliche Flanke der Angriffsfront drückten, igelte sich die am weitesten vorgedrungene Stoßgruppe ein, zog die Troßfahrzeuge durch die Bresche bis in den Panzergraben hinein nach und verteidigte während der Nacht mit Panzermännern und Troßfahrern die gewonnenen Häuserblocks. In den frühen Morgenstunden bragen die Panzer von neuem los und schlugen in 24stündigem ununterbroHenen Kampf den immer wieder aufflackernden Widerstand nieder. Der zurückweichende Feind setzte sich am 14. März im Süden der Stadt noch einmal in einem Traktorenwerk und am Bahnhof fest, bis schließlich am Abend die in dem neuen erbitterten Ringen zum Trümmerfeld gewordene Stadt völlig in unserer Hand war.
Sepp Dietrich und Oie Leibstandarte.
Von ---Kriegsberichter Alfred Langenberger
DNB. .. 16. März. (PK.) Sepp Dietrich gilt, seit im Polenfeldzug zum erstenmal sein Name weit über die Kreise der -- hinausdrang, als ein Typ des politischen Soldaten, der unbeirrt durch zahlen- oder waffenmäßige Ueberlegenheit des Gegners für das als einzig richtig erkannte Ziel mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln und unter Einsatz des eigenen Lebens unerschrocken eintritt. Wer aber glaubt, daß hier die Siege einfach einem Draufgänger jn den Schoß fielen, verwechselt die Kühnheit des verwegenen Soldaten mit der Skrupellosigkeit eines Hasardeurs. Die Siege waren nur Krönung einer jahrelangen zähen Arbeit. Die Leib- tanbarte war die ureigenste Schöpfung des Panzerwagenführers des ersten Weltkrieges, des ersten Sturmführers der -- und ältesten Mitarbeiters des Reichsführers -- überhaupt^ Er hatte sie aufgeftellt, hatte in langen Jahren des Aufbaues ihre Ausbildung überwacht, er hatte mit mancher Tradition gebrochen, um dann in der schweren ProbS dieses zweiten Weltkrieges eine neue Tradition zu schaffen. Es ist nicht feine Art, sich mit Problemen herumzuschlagen. Aus feinem naturnahen Instinkt handelnd, packt er rasch zu und ergreift das Richtige.
Und so wurde es zur Tradition, daß überall dort, wo die Lage schwierig war und nur rasches Handeln sie lösen konnte, auch die Ceib ft anbarte in den Kampf geworfen wurde. Sie durchstieß Polen, oftmals von ihren rückwärtigen Verbindungen völlig abgeschniiten, bis Modlin und stiftete Verwirrung in den Reihen der Feinde, die auf eine derartige Kampfführung nicht gefaßt waren. Als stählerne Spitze des deutschen Angriffskeiles eilte sie i m Westfeldzuge den Truppen voraus und entsetzte die in Rotterdam kämpfenden Fallschirmjäger. Dann wandte, sie sich jäh nach Süden. Hier traten ihr in Flandern britische Eliteregimenter entgegen. Sepp Dietrich setzte sich an die Spitze. Durch die Weygand-Linie über die Marne bis Dichv, Riom und Clermont-Ferrand führte er die Leiv- stand arte. Damals erhielt er das Ritterkreuz. Wenige Monate später schon stand der Obergruppenführer mit seiner in der Zwischenzeit zur Brigade ausgebauten Standarte in Griechenland. Der für uneinnehmbar gehaltene Klidipaß wurde, überwunden, die Panzer brausten mitten in das britische Aufmarschzentrum von Kozani. Und wenige Tage später kapitulierte die griechische Nordarmee. Während man die Leibstandarte noch mit ihrer Entwaffnung beschäftigt wähnte, stieß sie bereits über den Golf von Patras und beschloß den gesamten FeD- zug mit der Säuberung des Peleponnes von den Ueberreften der flüchtenden Engländer.
Auch im Ostfeldzug waren die Manner Sepp Dietrichs in erster Linie wieder beteiligt. Nach den Kämpfen um’bie Rollbahn Nord begann ihr Siegeszug durch die Südukraine. Noch sind die'Tage, die sie in ihrem Vormarsch oft bis 100 km täglich über Cherson und Melitopol bis Taganrog und Rostow führten, in aller Gedächtnis. Seit damals trägt Sepp Dietrich das Eichenlaub. In dem darauffolgender- furchtbaren Winter bewies er, daß er mehr war als ein schneidiger Draufgänger. Auch in den Ab wehrkänipsen blieb die Leibstandarte der Schrecken der Feinde. Als es in diesem Winter den Bolschewisten gelungen war, ihre Angriffskeile mit einem ungeheuren Aufgebot an Material und Menschen- maffen in die deutschen Linien zu treiben, und die Gefahr aufs höchste gestiegen war, betrat die Leib- standarte, die inzwischen im Westen eingesetzt war, wieder den östlichen Kampfplatz. Die Wiedereinnahme von Charkow durch Verbände der Waffen-4-, das, drei Wochen in den Händen der Bolschewisten gewesen war, steht auch als Markstein für die Leib- ftandarte--- „Adolf Hitler" am Beginn dieses Einsatzes. Man darf aus der Schnelligkeit, mit der dieses Ziel erreicht wurde, nicht auf die Schwierigkeit des Kampfes schließen, der auf beiden Seiten erbittert geführt wurde. Der Angriffsschwung, beh Sepp Dietrich seinen Männern verleiht, und ihr todesmutiger Einsatz brachen die. Befestigungen, die die Bolschewisten in der Zwischenzeit in und um diese Stadt errichtet hatten. Das ist die neue Tradition, die Sepp Dietrich seinen Männern gab. Sie ist der Dank des politischen Soldaten an seinen Führer' für das in ihn gesetzte Vertrauen.
willig auf sich zu nehmen. Böhmen und Mähren gehört auf- Grund seiner tausendjährigen Geschichtc unlöslich zum Deutschen Reich und zu Europa. Die deutschen Waffen haben bisher yon den Ländern Böhmen und Mahren jede unmittelbare Kriegswirkung ferngehalten und damit Ihre vorausfchau- ende politische Entscheidung vom 15. März 1939 im höchsten Maße gerechtfertigt. Möge damit gerade der heutige Gedenktag- jedem Tschechen eine erneute Mahnung fein, Ihrer und Ihrer Regierung Politik vorbehaltlos und mit letztem Opfer zu dienen.
Kleine politische Nachrichten.
In der Reichsschule Donndori bei Bayreuth trafen sich in Anwesenheit von Stabsführer Möckel die Schulbeauftragten für die erweiterte Kinderlandverschickung. Nach den Erfahrungsberichten der Schul- beauftragten gab Gauleiter Wächtler als Reichsbe- auftragter für die schulische Erziehung in den KLV.° Lagern gemeinsam mit Stabsführer Möckel Richtlinien für die zukünftige Arbeit der Erzieher in der erweiterten Kinderlandoerschickung.
Eine unter Führung von Ministerialrat Dr. Sato stehende Delegation des kaiserlich-japanischen Innenministeriums weilte in der Reichshauptstadt, um Einrichtungen des deutschen' Hochschul-, Schul- und Unterrichtswesens zu besichtigen.
Der direkte Telephcmverkehr zwischen Lissabon und Buenos Aires rmrd am Montag aufgenommen. Dieser drahtlose Transatlantik-Sprechverkehr wird wird von der portugiesischen Radio-Marconi-Gesell- schäft abgewickelt werben.
Kunst und Wissenschaft.
Rudolf Siegels komische Oper „Herr Dandolo*.
Rudolf Siegels Oper ,^)err Dandolo", unter Hermann Abendroth 1914 auf dem Tonkünstlerfest des Allgemeinen Deutschen Musikvereins in Essen uraufgeführt und später umgearbeitet und durch Furt- wängler in Mannheim zum Erfolg gebracht, erlebte eine Wiederauferstehung in Wiesbaden, Darmstadt und Düsseldorf. Die Oper, aufgebaut auf einem -Stoffe des Goldonischülers (Tonte Giraud, behandelt einen Unglücksvogel, der aus Uebermaß an Herzensgute in tolle und uns belustigende Verwicklungen tommt, die ihn völlig zur Verzweiflung treiben. Am Mittelpunkt steht das Testament seines Freun« des, den er aus Uebereifer totgesagt hat, und sSs
Sie politischen Ausgaben des deutschen Beamten.
Oer Gauleiter bei der Einführung
NSG. Gauleiter und Reichsstatchalter Spren ge r sprach bei der Einführung von Reichsamtsleiter Wo wertes in sein neues Aufgabengebiet als Landrat des Kreises Oberlahn in Weilburg über die politische Aufgabe des deutschen Beamten. Nach der amtlichen Einführung durch den teUoer tretend en Regierungs p räfid enten Ministerialrat Storz begrüßte der Gauleiter in dem Land rat Woweries einen alten treuen Gefolgsmann aus der Kampfzeit und den Aufbaujahren des Gaues Hes- en-Nassau. Dabei erinnerte er daran, daß Woweries in führenden polittschen Stellen des Gaues feine nationalsozialistische Schaffenskraft bewiesen habe, und daß er daher Gewähr biete, sein neues staatliches Aufgabengebiet in der gleichen Halttmg zu bearbeiten.
Mit eindeutigen Ausführungen zeigte der Gauleiter dann auf, daß der Beamte, und hier vor allem der Landrat, ein umfangreiches Aufgabengebiet zu erfüllen habe, das ei(ie einwandfreie nationalsozialistische Haltung voraus- etze. Als vom Führer eingesetzter Treuhänder und Hamit als Mittler zwischen Führer und Volk habe er eine wesentliche politische Aufgabe zu erfüllen. Sie bedinge das engste Einvernehmen mit den Hoheitstvägern der Partei. Die dauernde Wechselwirkung zwischen den staatlichen und den parteiamtlichen Dienststellen sei die erste Voraussetzung für eine gedeihliche Zusammenarbeit, die angesichts des umfangreichen Kriegsaufgabengebietes besonders notwendig fei. Der Gauleiter kennzeichnete dabei die große Aufgabe, die Partei und Staat bei der Durchführung des totalen Kriegseinsatzes zu-
des Landrats Woweries in Weilburg.
fallen Landrat Woweries gab er für seinen Einsatz auf dem staatlichen Sektor den alten Wahlspruch des Gaues Hessen-Nassau mit auf den Weg, nach welchem der Gefolgsmann des Führers seine Treue täglich aufs neue durch die Tat zu beweisen habe.
Landrat Woweries dankte dem Gauleiter für das in ihn gefetzte Vertrauen und behandelte eingehend die Grundlagen des deutschen Beamtentums. Er habe vom Gauleiter in dessen Eigenschaft als Leiter der Nationalsozialistischen BeamteNabtei- lung während der Kampfzeit der Bewegung gelernt, daß sich Aktivismus und Beamtentum nicht unbedingt auszuschließen brauchen. Auch das Beamtentum habe den dynamischen Menschen unbedingt notwendig. Diese vom Gauleiter vermittelte Erkenntnis werde ihn deshalb auch in feinem Aufgabengebiet in der gleichen Haltung sehen wie vordem in wichtigsten Aemtern der Partei.
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Landrat Woweries ist im Gau Hessen-Nassau kein Unbekannter. Iy der Kampfzeit wie in der Zeit des Aufbaues war er maßgeblich an der Durchsetzung des Nationalsozialismus im Rhein-Main- Gebiet beteiligt. Als Redner und Journalist, und hier vor allem als Gaupresseamtsleiter, ist er weiten Beoölkerungskreisen durch seine kämpferische Haltung bekannt geworden. Seit 1935 leitete er das Amt „S ch u l u n g s b r i e f e" im Hauptschulungsamt der NSDAP. Sein Tatbekenntnis zur Bewegung legte er erneut im Einsatz des gegenwärtigen Freiheitskampfes als Oberleutnant und Führer einer Vorauskompanie ab. Seine soldatische Tat wurde mir dem E. K. ausgezeichnet.
Giraud und de Gaulle.
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Tanger, 16. März. (Europapreß.) Die von de Gaulle geforderte „Säuberung" der franzö- ischen Verwaltung in Nordafrika hat mit dem Rücktritt von General Bergeret ihren Anfang genommen. Bergeret, ©iraub5 Stellvertreter, ehemals Staatssekretär für Luftfahrt im Kabinett Darlan, wurde von de Gaulle als einer feiner schärfsten Opponenten betrachtet. Aber Giraud ist anscheinend bereit, noch einen weiteren Stein des Anstoßes aus dem Wege zu räumen. Auch der Generalresident von Marokko, N o g u e s , soll veranlaßt werden, seinen Posten zur Verfügung zu stellen. Der 67jährige Jurist und Artillerie-General, ein Schwiegersohn Del- cassss, des Schöpfers der französisch-englischen Entente cordiale von 1904, hatte sich nach dem Waffenstillstand sofort Marschall Petain zur 'Berfügung gestellt. Er war es, der den Versuch Dalabiers, in Marokko eine Emigrantenregierrrng zu errichten, vereitelt hatte.
Aber auch die Skalpe der kleineren Beamten sind nicht sicher. Jean R i ga ub , ein Mitarbeiter Berge- rets, wurde bereits vor einigen Wochen als Pro- pagandachef abgesetzt. Er soll nun völlig verschwinden. In Presse und Rundfunk Algiers ist die Wendung bereits ganz offentunbung. Radio Algier bezeichnete die de-Gaulle-Verbände Montagabend als „Helden-Legionen", General Catroux, de Gaul- les Militärchef in Syrien, soll — wie der Sender weiterhin meldete — einen wichtigen Verwaltungs- Posten in Norbafrika erhalten.
Girauds schrittweises Zurückweichen vor den For- derungen de Gaulle, führt man in Algier in erster Linie auf die mangelnde Unterstützung durch Washington zurück. Staatssekretär Cordell Hüll lobte zwar die Rundsunkansprache Girauds, die die Zusammenfassung aller ftanzösischen Gruppen unter ferner militärischen Führung ermöglicht habe. Es ist jedoch ausgefallen, daß Hüll den allgemeinen
Führun gsanspruch Girauds ein schränkte, indem er bas Wort „militärisch" einflocht.
Eröffnungssitzung der spanischenEortes
Madrid, 17. März. (Europapreß.) Die neuen spanischen Cortes traten zu ihre? konstituierenden Sitzung zusammen. Der Präsident der Cortes, Esto- ban Bilbao, betonte, daß die Cortes den lebendigen Ausdruck - des heutigen Spaniens darstellen. In ihnen seien sämtliche Institutionen des polittschen und sozialen Lebens der Nation vertreten. Die Grundidee der neuen Cortes fei die Solidarität mit der Regierung. Hierin läge der wesentliche Unterschied gegenüber dem vergangenen Regime. Dieses Regime werde niemals wiederkehren. Der alte Parlamentarismus sei einer der Gründe des spanischen Niederganges gewesen. Er habe es. gestattet, daß die Büros der Minister sich in Vorzimmer von Perbrechern verwandelt hätten.
Vier Jahre Protektorat.
Prag, 16. März. (DNB.) Aus Anlaß der vierten Wiederkehr des Jahrestages der Errichtung des Protektorates empfing der Stellvertretende Reichsprotektor ---Oberstgruppenführer und Generaloberst der Polizei Daluege den Staatspräsidenten Dr. Hacha und dankte ihm für das Bekenntnis unbedingter Ergebenheit und unerschütterlicher Treue zum Führer. „Das Ausland", jagte Daluege, „hat davon Kenntnis nehmen müssen, daß die tschechische Bevölkerung von Böhmen und Mahren unter Ihrer Führung gewillt ist, angesichts der Bedrohung der gesamten europäischen und somit auch der Kultur der Länder Böhmen und Mähren durch den verbrecherisches Bolschewismus den Ernst der Lage endgültig und wirklich zu erkennen, danach zu handeln und auch die vorübergehenden Einschränkungen und Opfer


