(95. Jahrgang Nr. 64 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags '
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gruppe.
Das Eichenlaub
Das Opfer an der Front rüst die Heimat zur Tat
Oberst HörGein wurde 1893 Westpriegnitz) als Sohn eines
in Bluethen (Kr. Superintendenten
Berlin, 16. März. (DRB.) Der Zührer verlieh dem ^Obergruppenführer und General der IDaf- fen-ff Sepp Dietrich, Kommandeur der ff-pan- zer-Grenadier-Division „Leibstandarte-^-Adolf Hiller" das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes und sandte ihm folgendes Telegramm: „3m Ansehen Ihres immer bewährten Heldentums verleihe ich Ihnen als 26. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler."
Tapferkeit, Standhaftigkeit und Aufopferung find die Grundpfeiler der Unabhängigkeit eines Volkes.
Scharnhorst.
einigten Staaten zu Hause sei, aber auch bei den Juden, den Hindus, den Mohammedanern und den Anhängern des Konfuzius, sei die demokratisch christliche, die behaupte, daß die Menschheit auch ohne Krieg und Klassenkampf auskomme, weil für sie letzten Endes der Friede unvermeidlich sei, da alle Menschen Brüder sind und Gott ihr Vater.
Wallace umgibt sich mit einem Schein der Sachlichkeit. Aber schon mit seiner ersten Philosophie, die er als die nationalsozialistische vorgibt, präsentiert er uns eine glatte Fälschung. „Macht geht vor Recht" — wo, Herr Wallace, steht dieser Satz in der nationalsozialistischen Doktrin? Wohl aber finden wir ihn an der Spitze der britischen Lebensgrundsätze. Er lautet: „Right or wrong my country“, das heißt „Tue unrecht, wo es England nützt".
Weiter erklärt Wallace, die „nationalsozialistische Philosophie" strebe dahin, daß eine Herrenrasse die Welt beherrscht. Selten ist eine Lüge dreister ausgesprochen und hartnäckiger wiederholt worden als diese. Im Gegensatz dazu vertritt der National- sozialismus die Lehre des in sich geschlossenen Volksstaates. Er ist v o n G i? u n d a u f a n t i imperialistisch und lehnt jedes Weltherrschaftsstreben ab.
-Obergruppenführer und General der Waffen- jj Sepp Dietrich wurde 1892 in hawang in Bayern geboren. 1911 trat er als Freiwilliger in das 1. Ula>- nen-Regiment ein, mit dem er 1914 ihs Feld rückte und sich hohe Auszeichnungen erwarb. Nach dem Kriege gehörte er von 1920 bis 1926 dem Freikorps Oberland an. In den Jahren 1920/23 tat er Dienst in der Landespolizei in München. Der 9. November 1923 sah ihn im Sturm-Bataillon Oberland. Am 1. 5.1923 trat er bereits in die NSDAP, und gleichzeitig in die Schutzstaffel ein. 1928 war er zum Führer der ^-Standarte 1 München aufgerückt, 1929 wurde er Brigade-Führer der ^-Brigade Bayern und 1930 ^-Oberführer Süd. Später wurde er mit der kommissarischen Führung des ^-Abschnittes IV „Nord" beauftragt. Ende 1931 wurde er ^-Gruppenführer und 1932 Führet der Gruppe „Nord". 1932 wurde Dietrich im Wahlkreis 24 „Oberbayern-Schwaben" als Reichstagsabgeordneter gewählt. Seit März 1933 gehörte er zur per- sörckichen Begleitung des Führers und wurde noch im gleichen Jahre Führer der ff Gruppe „Ost". 1934 zum ff-Obergruppenführer befördert, wurden ihm in den folgenden Jahren die Aemter eines Ratsherrn der Reichshauptstadt Berlin sowie eines Ehrenrichters für den Obersten Ehren- und Diszspli- narhof der Deutschen Arbeitsfront übertragen. Seit 1933 widmete er sich dem Aufbau der Leibstandarteff „Adolf Hitler". Als Kommandeur dieser Truppe zog er in den Polenfeldzug, nahm an den Feldzügen im Westen und Südosten teil und führt nun im Kampf gegen den Bolschewismus gleichfalls die jetzige ff^Zänzer-Grenadier^Dioifion „Leibstandarteff „Adolf Hitler" gegen den Feind.
Das Eichenlaub für Generalfeldmarschall von Manstein.
Der Sieger in der Winterschlacht.
Berlin, 16.März. (DRV.) Dem Generalfeld- marfchall Erich vonlHanftein, Oberbefehlshaber der Heeresgruppe, die den hauplansturm der sowjetischen Winteroffensive 1942/43 auszuhatten hatte, wurde vom Führer das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Der Führer sandte ihm folgendes Telegramm: „3n dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 209. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler."
Generalfeldmarschall v. Manstein, 1885 in Berlin als Sohn eines Generals geboren, trat 1906 in das 3. Garderegiment zu Fuß ein. Im ersten Weltkrieg stand er in vorderster Front, bis er 1917 in den Generalstab versetzt wurde. 1935 wurde er Abte,- lungschef und ein Jahr später Dberquartiermeifter im Generalstab des Heeres, 1937 Kommandeur der 18. Division in Liegnitz, 1938 Genera utnant. Am Feldzug gegen Polen nahm er als Chef des General > stabes einer Heeresgruppe tsil, in dem Krieg gegen Frankreich führte er ein Armeekorps. Im September 1941 trat er als Oberbefehlshaber an die Spitze einer Armee, die unter feiner tatkräftigen Führung nach harten Kämpfen den Sowjets die Festung Sewastopol entriß. Am 1.1.1942 wurde er Generaloberst und sechs Monate später Generalfeldmarschall. Als solcher steht er jetzt an der Spitze einer Heeres-
sahes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 213. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Li- ernen Kreuzes. Adolf Hitler."
für Generalleutnant Hörnlein.
Berlin, 16. märj. <DNV.> Der Führer hal dem Kommandeur der Infanteriedivision „Großdeutschland". Generalleutnant Walter Hörnlein, als 213. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen und folgendes Telegramm an ihn gecichlet: „In dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Lin-
Der Sieg gehört den jungen Völkern
Der Gauleiter auf einem Betriebsappell.
geboren. Nach der Erziehung im Kadettenhaus Ploen und in der Hauptkadettenanstalt Großlichterfelde wurde er 1912 Fähnrich im I. R. 140. 1914 geriet er verwundet in französische Gefangenschaft. Als Oberleutnant im 100 000-Mann-Heer mar er Kompanieführer, wurde 1927 Hauptmann, 1934 Masor im Jnf.-Regt. 69, 1937 Oberstleutnant und 1939 Kommandeur eines Inf.-Regiments. Am 16.3.1940 wurde er Oberst. Generalleutnant Hörnlein ist jetzt Kommandeur der Infanteriedivision „Großdeutschland".
Beklommenheit in London
Zürich, 16. März. (Europapreß.) Zur Wiederbesetzung von Charkow durch die Deutschen schreibt die Londoner „Times": „Man darf nicht verschweigen, daß der Rückschlag, den die sowjetischen Truppen durch den Fall von Charkow erlitten, bei unseren Verbündeten im Osten eine Enttäuschung auslösen muß. Vom militärischen Gesichtspunkt aus betrachtet, muh der Belitz von Charkow stets eine wichtige Quelle der Kraft darstellen. Das Unternehmen, das im Februar zur Eroberung der Stadt durch die Sowjets geführt hatte, erweist sich
jetzt als ein Wagestück. Es erscheint jetzt als möglich, daß sich die deutsche Offensive mit der Einnahme von Charkow noch nicht erschöpft hat. Der Druck des Gegners ist nach wie vor schwer, beispielsweise gegen den verletzbaren Frontvorsprung vor Kursk. Man muh daher damit rechnen, daß weitere Gebiete, die die Sowjets vor kurzem zurückerobert hat. ten, preis gegeben werden.
Die Menschenreserven der Sowjetunion sind durchaus nicht unerschöpflich, so warnt der frühere Moskauer Korrespondent der „Daily Mail" seine Landsleute und stellt fest, daß alle, die dieser Täuschung zum Opfer gefallen sind, einen jähen Schreck erlitten, als sie von den neuen militärischen Erfolgen der deutschen Wehrmacht erfuhren. Die totale Mobilmachung Deutschlands, ja ganz Europas habe für die Sowjets zur Folge, daß sie sich wieder einmal einem zahlenmäßig überlegenen Feind gegenüber- gestellt sähen. Denn die Menschenverluste, die die Bolschewisten in den letzten Monaten erlitten hätten, seien „fast untragbar" gewesen. Noch mehr leide man in der Sowjetunion unter den westlichen Verbündeten, die „stets nur in verzehrender Bewunderung machten". So seien die vom englischen Rundfunk veranstalteten Freundschaftssendunqen kaum mehr erträglich, alle in England veranstalteten „Siegesfeiern" täuschten lediglich über die gewaltige Größe oer Gefahr hinweg, in der sich die Sowjetunion in Wirklichkeit befinde.
Der Wehrmachtbericht.
DRV. Aus dem Führerhaupkquarlier, 16. Wärz. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Raum Eharkow—Vjelgorod und nordwestlich Kursk gewann unser Angriff weiter Raum. Südöstlich Charkow wurde eine feindliche Kräftegruppe elngeschlofsen. Starke Gegenangriffe der Sowjets westlich Vjelgorod schaiterten.
Im Kampfabschnitt des Ilmensees versuchte der Feind gestern unter Einsatz starker Kräfte die deutschen Stellungen zu durchbrechen. Die Angriffe wurden im wirksamen Feuer aller Abwehrwaffen, zum Teil In erbitterten Rahkämpsen, zerschlagen.
Die Sowjets verloren gestern 56 Flugzeuge: vier davon wurden durch flowakische Jäger abgeschossen. Vier eigene Flugzeuge kehrten nicht zurück.
An der nordafrikanischen Front verlief der Tag ruhig.
Einzelne feindliche Flugzeuge überflogen am gestrigen Tage westdeutsches Gebiet, ohne Bomben zu werfen. '
In der vergangenen Rächt griffen schwere deutsche Kampfflugzeuge den bedeutenden britischen Versorgungshafen und Marinestützpunkt Grimsby erfolgreich an.
und Besiegte, sondern allein Ueberlebenöe und Vernichtete gäbe. Dieser Entscheidung könne sich niemand entziehen. Die alte Welt habe abgewirtschaftet, ihr Ziel, Europa zu versklaven, werde sie nie erreichen. Es bestehe keinerlei Zweifel darüber, daß der Sieg auf der Seite der jungen Völker sein werde.
Die unerhörte Kraft, die dem deutschen Volke gegeben sei, und der unbändige Glaube zueinander seien in der Well nirgends mehr anzutreffen. Eine verschworene Gemeinschaft werde sich allen Anstürmen entgegenstellen, jeder, der die Hände regen könne, werde in Zukunft in den Betrieben stehen, jede Kraft werde positiv nutzbar gemacht werden und so der Front die Waffen in einem Ausmaße schmieden, das die Entscheidung erzwingen werde. Der Gauleiter schloß seine Ausführungen mit Worten /ber festesten Zuversicht auf den Endsieg, der von den jungen Völkern zur endgültigen Rettung Europas erkämpft werden wird.
Das Bündnis von Demokratie und Bolschewismus
Reichspreffechef Or. Dietrich antwortet dem LlGA.-Vizepräsidenten Wallace.
DasGichenlaub mitSchweriern fürSeppDieirich
Für die Wiedergewinnung von Eharkow.
NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenge r sprach am Dienstagnachmittag in Ober- Ramstadt zu den Arbeitern und Arbeiterinnen mehrerer Betriebe, die sich zu einem gemeinsamen Appell versammelt hatten, über die Aufgaben, die der Heimat durch den totalen Kriegseinsatz gestellt sind. Nach einer ausführlichen' Darlegung der weltanschaulichen Hintergründe unseres Frecheitskamp- fes hielt der Gauleiter scharfe Abrechnung mit dem internationalen Judentum als dem eigentlichen Drahtzieher des gegenwärtigen Völkerringens. Von Neid und Haß erfüllt haben die Juden in den plutokra tischen M ä ch t ^n gleick- gesinnte Partner gesunden, die in ihrem Vernichtungswillen gegen alles Deutsche keine Grenzen kennen.
Für das deutsche Volk gebe es nur einen Weg, die Zusammenfassung aller Kräfte und die Erhärtung absoluter Siegeszuversicht. Es gelte, klar zu erkennen, daß es am Ende dieses Ringens zweier Welten nicht Sieger
Berlin, 16. März. (DNB.) In einer Ansprache über die deutschen Kurzwellensender hat Reichspressechef Dr. Dietrich dem amerikanischen Vizepräsidenten Wallace auf dessen mit philosophischen Thesen getarnte Agitationsrede eine schlagende Antwort erteilt. In der Ansprache des Reichspressechefs heißt es:
Wallace hat in feiner Rede den Versuch unternommen, den Bolschewismus von feinen blutigen Untaten reinzuwaschen. Er hat der Menschheit auch noch einen dritten Weltkrieg angedroht, falls es beiz. Demokratien nicht gelinge, eine Atmosphäre des Vertrauens zu den bolschewistischen Methoden, zu schaffen. Wallace hat für feine Zwecke drei Philosophien erfunden. Von der ersten — die er die preußische nennt — sagt er, sie huldige dem Grundsatz, daß der Krieg zwischen den einzelnen Nationen unoerpieibbar sei, bis es nur eine einzige Herrenrasse gebe, die die ganze Welt beherrscht. Als zweite Philosophie bezeichnete er die marxistische, die dem Grundsatz huldige, daß der Klassen- kämpf unvermeidlich sei, bis das Proletariat überall in der Welt die Oberhand hat. Die dritte Phi-lo- fchhie, von der Wallace sagte, daß sie in den Ver-
groß, und nicht geringe die Zahl und die Mittel unserer Feinde. Aber welche Opfer auch von einzelnen gefordert werden mögen, sie wiegen die heiligen Güter nicht auf, für die wir sie hinge'ben, 'für die wir siegen und streiten müssen, wenn wir nicht aufhören wollen, Preußen und Deutsche zu seyn. Es ist der letzte entscheidende Kamps, den wir bestehen für unsere Existenz, unsere Unabyängigkeit, unseren Wohlstand; keinen anderen Ausweg gibt es, als einen ehrenvollen Frieden oder einen ruhmvollen Untergang. Auch diesem würdet Ihr getrost entgegengehen um der Ehre willen, weil ehrlos der Preuße und der Deutsche nicht zu leben vermag. Allein, mir dürfen mit Zuversicht vertrauen: Gott und unser fester Wille werden unserer gerechten Sache den Sieg verleihen, mit ihm einen sicheren glorreichen Frieden und die Wiederkehr einer glücklichen Zeit."
Der 47. März vor430Lahren
Am 17. März 1813, vor nur vier Menschenaltern, begannen die Freiheitskriege. Der Startschuß wurde gegeben mit den königlichen Aufrufen ,,2ln' Mein Volk" und „An Mein Kriegsheer". Ihr Verfasser war Theodor Gottlieb von Hippel, der sich in einer glücklichen, gnadenreichen Stunde mit diesem einzigen Akt in die Geschichte des deutschen Volkes unb der deutschen Sprache eingeschrieben hat. Die Aufrufe sind gedrungen und wuchtig, einfach und leidenschaftlich. Sie gehören zur wahr' haft klassischen Literatur der Deutschen.
Untere eigene Zeit ist viel zu ernst, auch viel zu zukunftsträchtig, um uns bei bloßen geschichtlichen Erinnerungen aufzuhalten, so bedeutsam sie auch sein mögen. Deutsche Millionenheere, an die fein Zeitgenosse von 1813/15 auch nur im entferntesten zu denken wagte, -machen Geschichte in einem Stil, der alle Vorbilder zurückläßt, und an Kampffronten, die über den geistigen Horizont der Kämpfer in dem Deutschen Befreiungskrieg einfach hinausgehen. Und trotzdem: Der Befreiungskrieg uon 1813/15 gehört zu unserer Zeit. Wenn unsere Zeit in ihren stofflichen Abmessungen so unendlich viel größer ist als der Umkreis, in dem sich der Freiheitskrieg bewegte, so ist es ddch nicht minder wahr, daß in dem Freiheitskrieg die geistigen Grundlagen für die Entfaltung des deutschen Volkes in allen folgenden Jahrzehnten bis auf unsere Tage gelegt wurden. Wer die unmittelbaren Zeugnisse der Freiheitskriege mii offenem Herzen und bereitem Verständnis auf sich wirken läßt, findet Vergleichspunkte in Hülle und Fülle, oft bis in die Einzelheiten des täglichen Lebens, des sprachlichen Ausdrucks, ja selbst der mili- tärifchen Verhältnisse. Mag der äußere Umfang des Freiheits krieg es hinter unseren heutigen Kriegsvor- ftellungen zurückbleiben, fo war doch die geistige Kraft, die sittliche Energie, mit der er geführt wurde, gleichwertig den höchsten Anstrengungen, die das viel geprüfte deutsche Volk in seiner tausend' jährigen Geschichte hinter sich gebracht hat.
Das deutsche Volk? In den 165 Jahren vom Westfälischen Frieden bis 1813 war der Begriff eines deutschen Volkes überhaupt verlorengegangen Erst die außerordentliche Tat Friedrichs des Großen wirkte weit über die preußischen Landesgi'enzen bin aus und gab dem Deutschgefühl einen um so mächtigeren Auftrieb, als sich gleichzeitig in den Künsten. Wissenschaften und in der Literatur alle guten fruchtbaren Geister unseres Volkes regten. Goethe selbst erzählt davon eindringlich in „Dichtung und Wahrheit". Aber dieses Deutschgefühl schwebte über der Erde. In den Freiheitskriegen wurde es auf die Erde heruntergeholt: aus der dünnen Himmelsluft der schonen Künste in den Pulvergeruch der Schlachten, mit denen Geschichte gemacht wurde. Der Ausruf vom 17. März 1813 greift schon in seinem ersten Satz über den preußischen Bereich hinaus. Da heißt es: „So wenig für Mein treues Volk als für Deutsche, bedarf es einer Rechenschaft, über die Ursachen dieses Krieges, welcher jetzt beginnt." Und im Schlußabsatz wird dieser Appell an alle Deutschen wieder ausgenommen: „Aber welche Opfer auch von einzelnen gefordert werden mögen, sie wiegen die heiligen Güter nicht auf, für die wir sie hingeben, für die wir streiten und siegen müssen, wenn wir nicht aufhören wollen, Preußen und Deutsche zu seyn." Diese Anrufung des deutschen Volkes war damals unerhört kühb und mobilisierte die Sachwalter sämtlicher „legitimer" Fürstenrechte. Darum wurden die eigentlichen Träger der preußisch-deutschen Erhebung — die Schamhorst und Gneisenau, die Stein unb Arndt und unzählige andere — als „Jakobiner" verschrien, die nichts anderes als französische Revolutionäre, nur mit umgekehrten Vorzeichen seien. Die „Demo gogenverfolgungen" der nachfolgenden Jahrzehnte, unter denen selbst ein so liebenswürdig-humoriger Mensch wie Friß Reuter schwer leiden mußte, haben in dieser Anrufung des ganzen deutschen Volker. durch die geistigen Erwecker und Führer der Freiheitskriege ihre Wurzel. •
Wenn Deutschland heute an den Grenzen Europas mit dem Aufgebot feiner ganzen Volkskraft einen wahrhaftigen Volkskrieg führt und durchsteht, fo dankt es da?Lern,©eift, der in den Freiheitskriegen zum erstenmal feine weiten Schwingen regte, jenem Geist, den auch die Demagogenverfolgungen nicht verkümmerten, sondern vielmehr zur höchsten und zugleich innersten Entfaltung brachten. Dr Ho.
Daher allerdings steht er in fundamentalem Gegensatz zum Welt-Raubstaat England, zur Weltrevolution der* Sowjets und zum Weltimperialismus Roosevelts, der sich bereits heute Hunderter von Stutzpunkten in allen Erdteilen bemächtigt hat.
Wallace unterstellt der nationalsozialistischen Weltanschauung, sie lehre, daß Kriege für alle Zeiten unvermeidbar seien. Auch hier ist das Gegenteil der Fall. Der Nationalsozfplismus will ja gerade einen Zustand beseitigen, der immer neue Kriege dadurch hervorbringt, daß schrankenlose Wilü für und kapitalistische Machtgier sich das Faustrecht nehmen, die Schwachen zu unterdrücken und auszu- beuten. Demgegenüber hat der nationalsozialistisck)« Volksstaat eine wirtschaftliche und soziale Ordnung gegründet, in der das Wort gilt: „Recht geht vor Macht." In ihr ist jedes Vorrecht der Geburt, des Standes und des Besitzes beseitigt, und jeder einzelne besitzt entsprechend seiner Leistung die gleiche Chance des Erfolges. Auch im Leben der Volker untereinander läßt sich eine Harmonie ihrer Interessen auf friedlichem Wege nur Herstellen, wenn sie Gleichheit der Bedingungen schafft, unter denen sie miteinander im Wettbewerb stehen. Eine gemeinsame Ordnung freier Nationen ist deshalb nur möglich, wenn an Stelle der Bevorrechtung einzelner Volker das Prinzip der gleichen Chance aller tritt, wenn nicht nur wenige
Gott und unser fester Witte.
Aus dem Aufruf Friedrich Wilhelms HI. „An mein Volk".
„So wenig für Mein treues Volk als für Deutsche bedarf es einer Rechenschaft, über die Ursache des Krieges, welcher jetzt beginnt. Wir erlagen unter der Ueberrnacht Frankreichs. Der Frieden, der die Hälfte Meiner Untertanen Mir entriß, gab uns feine Segnungen nicht; denn er schlug uns tiefere Wunden, als selbst der Krieg. Das Mark des Landes ward ausgesogen, die Hauptfestungen blieben vorn Feind besetzt, der Ackerbau ward gelähmt so wie der sonst so hochgebrachte Kunstfleiß unserer Städte. Die Freiheit des Handels ward gehemmt und dadurch die Quelle des Erwerbs und des Wohlstandes- verstopft. Das Land ward ein Raub der Verarmung. Bleibt eingedenk der Güter, bje unsere Vorfahren blutig erkämpften: Gewissensfreiheit, Ehre, Unabhängigkeit, Handel, Kunstfleiß und Wissenschaft. Große Opfer werden von allen Ständen gefordert werden: denn, unser Beginnen ist


