ir werden siegen - weil uns Adolf Hitler führt!
T<1
in Hast genom-
detDot
nen n)^'
AUF MÖNCKEBER6
ie
• ber >
ii Washington erklärte, Tschiangkaischek habe sich Mit einverstanden erklärt, daß die nach dem Pacht- irt) Lerhvertrag für Tschungking bestimmten Liefe- nrgen mit Indien geteilt würden, um den singenden Bedarf in den Bereinigten Staaten und i^rdafrrka zu decken.
Die Versammlungen im Kreisgebiet finden statt: Vad-Nauheim: 20.2., 20 Uhr, Kurhaus (Aßling). Buhbach: 21.2., 20 Uhr, Hotel „Hess. Hof (Jäger). Dortelweil: 21.2„ 20 Uhr, „Deutscher Hof (Minke). Friedberg: 19.2„ 20 Uhr. Hotel Trapp (Ohlendorf). Gießen: 20.2., 20 Uhr, Aula der Universität (Prinz zu Schaumburg-Lippe).
Großen-Buseck: 18.2„ 20 Uhr, „Germania- (Jäger).
Groh-Karben: 21.2., 20 Uhr, Hans-Schemm-Saal (Ohlendorf).
Grohen-Linden: 21.2..20 Uhr, Saal Schaum (Aßling). Grünberg: 20. 2., 20 Uhr, Turnhalle (Jäger).
Harheim: 20.2„ 20 Uhr, „Darmstädter Hof (Minke).
Hungen: 19.2., 20 Uhr, „Darmstädter Hof (Prinz zu Schaumburg-Lippe).
Lang-Göns: 21.2.. 15 Uhr, Turnhalle (Aßling).
Lollar: 18.2., 20 Uhr, „Zur Linde- (Aßling).
In den Tagen vom 18. bis zum 21. Februar 1943 führt die Kreisleitung Vetterau der VSDAP. lu zahlreichen Ortsgruppen des Kreisgebietes große politische Versammlungen durch, in denen der Reichs- redner Prinz zu Schaumburg-Lippe und die Reichseinsahredner Jäger. Aßling, Oyleudors sowie der Gauredner Minke über die heutige Lage sprechen werden. Die gesamte Bevölkerung wird heute mehr denn je das Bedürfnis haben, sich über die gegenrrartige Lage ans berufenem Munde unterrichten zu lassen. Deshalb versäume niemand, die Versammlungen zu besuchen.
te die R js unMI I E
die f>try ain« >r vieles
n *ir,. arintl?!
lln«
n, nie»%.
ftwC
> der S»
3 M it in Q
inder » m 6ii>; - ömt? W lonB
„Ach, das ist es nicht, Sigrid! Aber daß ich einem Menschen mein ganzes Vertrauen geschenkt habe, und daß dieser Mensch mich dann in der gemeinsten und schmutzigsten Weise hintergehen kann — das ist etwas, worüber ich nicht so schnell hinwegkomme!"
„Sie müssen es, Frank! Denken Sie an Ihre Arbeit, an Ihre Zukunft ... denken Sie daran, daß das große lange Leben noch vor Ihnen liegt und daß Sie in diesem Leben eine der schönsten und vornehmsten Aufgaben zu erfüllen haben! ... Ein Stückchen Gold wird doch dadurch nicht schlechter, weil es einmal eine Zeitlang neben wertlosem, rostzerfressenem Eisen gelegen hat!"
Er warf mit einer trotzigen Gebäre den Kopf zurück und drückte ihr die Hand.
„Ja, Sie haben recht, wie immer, Sigrid. Ich danke Ihnen für dieses Wort!"
Seine Brust weitete sich; war ihm doch, als hatte Sigrid mit ihren verständnisvollen Worten den Alpdruck von ihm genommen. Er konnte wjeder frei atmen. Doch schon fiel ihm sein anderes Leid ein: Sigrid.
Eine kurze Pause entstand, und Sigrid räusperte sich verlegen.
„Es tut mir so leid, Frank, daß ich Ihnen gerade in dieser Stunde auch noch einen Schmerz zufügen muß! ... Ich muß Ihnen sagen, daß ... daß ich—"
„— daß Sie Axel Holm lieben!"
„Ja —" flüsterte sie. „Wir haben uns heute abend verlobt ... aber woher wißen Sie das, Frank?" fragte sie überrascht.
,Lch vermißte Sie heute abend, Sigrid, und suchte Sie im Park ... und da sah ich zufällig--Ich
wünsche Ihnen aus ganzen Herzen soviel Glück, Sigrid, wie ich es Ihnen gern bereitet haben würde!"
„Frank", sagte sie herzlich, „wir wollen trotzdem die guten Freunde bleiben, die wir auch bisher gewesen sind! Versprechen Sie mir das?"
„Gern, Sigrid ... Aber bitter ist es doch, wenn man plötzlich keinen Menschen hat, dem man —" Er wandte den Kopf zur Seite und schwieg.
iQfS
ROMAN VON OLAF BOUTERWECK
(Schluß.)
Mer ich fürchte, es geht nicht ohne .Geräusch tb, gab Axel zu bedenken, „und es tft gleich «tternacht —" v .. .«
.Das ist für Schatzgräber gerade me richtige fct!" lachte Güstrow. Er klingelte Justus herber p gab ihm den Auftrag, das nötige Werkzeug , Ägrid^d^Jiktta in deren Zimmer Gesellschaft Weiftet hatte, kam beunruhigt dre Treppe herab p wandte sich an Justus, der in der vereinsamten Kelle die umherstehenden Flaschen und Glaser zu- prcmenräumte. ,, . . „ ...
Was ist denn das im Keller fdjcm wieder Tur fr Klopfen und hämmern, Justus?"
' Der Herr Kommissar ist in Begleitung.Herrn Stroms und Herrn Holms gerade dabei, oen ?^atz zu heben, gnädiges Fräulein!' erklärte Iu- pv-'ohne eine Miene zu verziehen.
,iUnb Herr Duderstädt, Justus? Ist er schon m
! .Nein, gnädiges Fräulein. Herr Duderstädt ve- Met sich immer noch im Wintergarten.
s gigrib ging mit schnellen Schritten ^vuber.
cranf, der den Kops in die Hände gestutzt hatte, werkte sie erst, als sie dicht vor ihm stand und mit f "r sanften Bewegung über sein haar fuhr.
Er zuckte unter der Berührung ein wenig zu- M-Men und hob mit einem gequälten Gestchtsaus- den Kopf. . .,, ,
.Frank", sagte sie weich, „nehmen Sie es nicht fo komisch ... Dieser Lertzeck ist es nicht wert, daß Sie > auch nur eine Minute nachtrauern."
^rank erhob sich schwerfällig.
nd M Dlärttt 11| iden, ni* | : sich, nsl rftanbs'/l - B i rnfhn^. nmb?rfi!
noch V in unbl* hnen fiel )t hindcrl in W nmer n$| e un|fit| luchen es ik ihlen trid
Cl
s Aem s Zeichen•' I ; MNük j bei ein!-' intung c i zuM
Londorf: 19.2., 20 Uhr, „Stadt Marburg- (Aßling).
Massenheim: 21.2.. 15 Uhr, „Zum goldenen Löwen" (Minke).
Rieder-Erlenbach: 19.2„ 20 Uhr, „Frankfurter Hof (Minke).
Rieder-Florstadt: 20.2„ 20 Uhr, Gasthaus Fritz Musch (Ohlendorf).
Rieder-Wöllstadt: 21.2., 15 Uhr, „Zum Taunus (Ohtendorf).
Ober-Eschbach: 18.2., 20 Uhr, „Brüsseler Hof (Minke).
Reichelsheim (wellerau): 18.2., 20 Uhr, Gasthaus „Zur post" (Ohlendorf).
Reiskirchen: 19. 2., 20 Uhr, Gasthaus „Zum Hirsch (Jäger).
Rockenberg: 21.2„ 15 Uhr, Saal horst (Jäger).
Aus der Stadl Gießen.
»Ei schrick bitte nicht.. .*
Der Briefkastendeckel klappt. Ellig läuft Frau Müller zur Tür, sie erwartet Post von chrem Jungen, der an der Wasserkante dienstverpflichtet ist. Wirklich, eine Karte vom Fritz! Mutter Müller holl die Brille aus dem Kasten und setzt sich, Freude im Herzen über ihren Einzigen. Da — ein Schreck fährt ihr in die Glieder — lieber Himmel, was ist mit dem Fritz?! „Liebe Mutter", schreibt er, „erschrick bitte nicht ..."
Der Mutter klopft das Herz bis in den hals hinauf, die Buchstaben tanzen vor ihren Augen. Ist der Junge krank, hat er sich etwas zuschulden kommen lassen? Schreckliche Vermutungen stürmen in Augenblicksschnelle auf sie ein. Aengstlich liest sie weiter, „... ich werde vom nächsten Monat ab woanders eingesetzt, komme fort von hier — wahrscheinlich an die ..." Ein Stein fällt vom Mutterherzen. Der dumme Bub, denkt sie, einen so zu erschrecken.
Wie oft ergeht es vielen ebenso! Im Bestreben, den andern auf irgend etwas vorzubereiten, was ihm überraschend kommen und unangenehm oder schmerzlich sein könnte, wird vorsichtig die Bemerkung vorausgeschickt: „Erschrick bitte nicht!" Und prompt erschrickt der Betreffende, oftmals mehr als über die Sache selbst. Jedenfalls ist diese Bemerkung kein Beruhigungsmittel, sondern eher das Gegenteil davon, es alarmiert geradezu!
Was man tun soll? Nicht zu lange vorbereiten wollen, sei es schrifllich oder mündlich. Denn an einer betrüblichen Tatsache können wir ja doch nichts ändern, das muß jeder selbst mit seinem Schicksal ausmachen. G. K-H.
Sprechstunde des Kreisleiters.
Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, 18. 2., von 15 bis 17 Uhr, in Gießen, Alicenstrahe 10, statt.
Aml für das Landvolk.
Die Sprechstunde des Amtes für das Landvolk findet am Donnerstag, 18.2., von 15 bis 17 Uhr, in Gießen, Alicenstrahe 10, statt.
Für unsere Sert»: ndeten.
„Frank, Sie sollten sich mehr um Jutta kümmern —"
„Ach, Jutta —!" sagte er unwillig. „3utta ist ein eitles, kokettes Ding! Erst hat sie mit Lertzeck geflirtet, und dann hat sie Axel Holm ebenfalls schöne Augen gemacht —"
,Aa, und warum, Frank? Weil Jutta Sie gern ein wenig eifersüchtig machen wollte! Denn Sie waren immer nur bärbeißig und unfreundlich zu ihr — und dabei hat Jutta Sie vom ersten Augenblick an gern gehabt, Frank!"
Er wandte sich jäh herum.
„3ft das wirklich wahr, Sigrid?"
„Sie hat es mir selbst gesagt, Frank! ... Sie sitzt oben in ihrem Zimmer und weint, denn sie kommt sich so grenzenlos einsam und verlassen vor ... Fr nt ich bitte Sie: gehen Sie hinauf und sagen Sie ihr ein paar tröstende Worte!"
Zum ersten Male stahl sich ein kleines Lächeln in sein Gesicht. Noch schwankte er; aber schließlich: ein junger, tapferer Mensch ist wohl fähig, eine unglückliche Liebe zu begraben, wenn es gilt, mit dem Leben Schritt zu halten.
„3a, dann sagte er, indem er Sigrid die Hand reichte.
Sie beugte sich etwas vor, gab ihm einen flüchtigen Kuß auf feine narbenbedeckte Wange und huschte dann schnell hinaus ...
Sigrid ging durch die Halle und betrat die Terrasse. Sie lehnte sich an einen Pfeiler und blickte mit glücklichem Lächeln in das Dunkel.
Die Bäume der Ulmenallee rauschten leise im Nachtwind, irgendwo rief mit klagendem Ton ein Käuzchen, und aus meiter Ferne klang das tiefe, langgezogene Brummen einer Kuh herüber ...
Lange stand Sigrid so, als sie plötzlich chren Namen rufen hörte. Gleich darauf kam Axel auf die Terrasse herausgestürmt, und es hatte fast den Anschein, als wollte er Sigrid vor lauter Begeisterung in die Lust schleudern.
Dann nahm er sie lachend in feine Arme ...
„Sigrid! Denk nur, wir haben tatsächlich die Kaj«
haften irt Landbauernaenossenschaften umgewan- ML Das Ziel ist, in diesem Jahre weitere 20 o. H. \i Gemeinwirtschaften in Landbauerngenossenschaf- trt ober geschlossene Ein^elhöfe umzuwandeln.
♦
Der Führer verlieh die Goethemedaille für jknst und Wissenschaft dem Chemiker Professor Dr. Hns Euler-Chelpin in Stockholm sowie dcm Chi- Jr.rgen Professor Dr. med. Rudolph Klapp in Marburg anläßlich ihres 70. Geburtstages.
Mterkreuzträaer Oberst Schmidt gefallen.
Berlin, 16. Febr. (DNB.) Am 28. Sanitär 1943 ■fab bei den schweren Kämpfen im Raum von koronesch Ritterkreuzträger Oberst Josef i Mmidt, München, Kommandeur des Gre - 1,. d i e r-R e g i m e n t e s „List", den Helden- i k Er zeichnete sich besonders im Juli 1942 bei dm Vorstoß zum Don aus. Nach kühner Erkun- -ng griff er mit feinem Regiment den nach Süden erbrechenden Gegner an und vernichtete ihn. Da- tzc-ch wurde die Einschließung starker feindlicher Achte vollendet, deren verzweifelte Durchbruchsver- fcge sodann das Regiment „List" in erbitterten Impfen und Gegenstößen abwies. Für seine Tap- frkeit wurde Oberst Schmidt mit dem Ritterkreuz -s Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.
Kunst und Wissenschaft,
hochschulnachrichlen.
Der Berliner Staatsrechtslehrer Geheimrat Prof. D. Heinrich T r i e p e l vollendete fein 75. Sehens* «r. Seinen internationalen Ruf begründete er Wrch fein 1899 erschienenes Buch „Völkerrecht und ! Lndesrecht", das in verschiedene Sprachen übersetzt | Nrde. Seit 1908 gibt Triepel das Sammelwerk I jfecueil des Traites“ heraus. In Leipzig geboren, i rvmonierte Triepel an der Universität seiner Dater- Hdt, habilitierte sich dort 1893 und folgte 1900 Kem Ruf die Universität Tübingen, 1909 ging ß «nach Kiel. Von 1913 bis zu seiner Emeritierung I «hörte er der Berliner Universität an, deren Rek- piat er 1926/27 bekleidete. Er ist Mitglied des Liiser-Wilhelm-Jnstituts und Dr. h. c. der Univer- |ji:t Tübingen. — Der o. Professor für Chirurgie 1 ir der Universität Breslau Dr. med. Karl Heinrich j 8i u e r ist als Nachfolger Kirchners an die Univer- fe Heidelberg berufen worden. Bauer wurde 1890 m Schwärzdorf (Oberfranken) geboren. Er studierte in Erlangen, Heidelberg, Würzburg und München, fn-chte dann den erfien Weltkrieg als Truppenar^ , m: und promovierte 1916 in Würzburg. 1923 habili- jjcrte er sich in Göttingen und kam 1933 als Ordi- M-ius nach Breslau. — Lic. theol. Dr. phil. habil. Mtz Fischer in Berlin ist zum außerordentlichen iHiofeHor für mittlere und neuere Geschichte an der il diioerfität Hamburg ernannt worden. Fischer wurde
M in Ludwigstadt im Frankenwald geboren. Er fixierte in Erlangen und Berlin, promovierte 1934 in Berlin zum Die. theol., habilierte sich 1935 in 8rlin und erwarb die Dozentur für Kirchen- MSchichte. 1937 promovierte er zum Dr.phil. und Ißirbe als Dozent für mittlere und neuere Geschichte in die Philosophische Fakultät der Universität Berlin /l&mommen. Fischer hat an der Aufhellung der Zu- illiaiimenbänge des politischen Geschehens und dem ifttgiös kulturellen Lebensgrund der modernen Bol- jik! gearbeitet. 1939 ist Fischer in den Arbeitskreis ■bat Professor Walter Frank (Reichsinstitut für Ge- Mchte des neuen Deutschlands) eingetreten und mit jlei Bearbeitung bes Themas „Die Auswirkungen Mi konfessionell-lutherischen und der pietistisch-angel- Mdsifchen Welt im deutschen politischen Raum 'm iWfchluß an eigene Arbeiten über englisch-vietistische Miflüsse auf dis deutsche Politik (von Kronprinz M edrich bis Wilhelm II.) betraut worden.
gestellter Dortragsfolge unter Stabführung des stellvertretenden Chorleiters Hermann Urhan Chöre und Volkslieder zu Gehör. Ein Sologefana von Herrn Urhan, Duette von Herrn Roehm und Urhan gesungen, sowie Lieder im Doppelguartett bereicherten das Programm. Herr Roehm ließ durch einen Vortrag in oberhessischer Mundart den Dialekt der Heimat ans Ohr klingen. Reicher Beifall dankte den Sängern.
lleverflüssige Lerufsreisen untersagt.
Don den Bestimmungen über die Kriegslenkung des Fremdenverkehrs sind an sich Personen ausgenommen, die sich nachweislich aus beruflichen Gründen vorübergehend in einem Orte aufhalten. Zur Ausschaltung überflüssiger Berufsreisen hat jedoch der Reichswirtschaftsminister Bestimmungen erlassen. Danach wird die Vornahme von Reisen zum Zwecke der Entgegennahme von Aufträgen und zur Aufrechterhaltung der Fühlung mit Lieferanten und Abnehmern, gleichgültig, ob derartige Reisen von Inhabern, leitenden Angestellten oder besonders bestimmten Angestellten ausgeführt werden, ab sofort untersagt, sofern nicht dringende Erfordernisse der Rüstungs- oder Kriegswirtschaft solche Reisen zwingend gebieten. Die Handelsvertreter werden durch diesen Erlaß nicht unmittelbar betroffen, zumal von ihnen schon seit geraumer Zeit Reisen der nun verbotenen Art nicht mehr durchgeführt werden. Die Handelsvertreter haben sich vielfach für. andere Ausgaben ihrer Betriebe bereit- gestellt, für technische Arbeiten, Rohstoffbeschaffung usw. Außerdem werden die Handelsvertreter gegenwärtig auf die Notwendigkeit ihrer weiteren Tätigkeit überprüft, so daß nach der Ueberprüfung nur noch kriegswichtige Handelsvertreter im Beruf stehen werden. Dagegen werden durch die jetzige Anordnung des Reichswirtschaftsministers u. a. die Reisen zu den Lieferanten untersagt, die vielfach unternommen wurden, um eine bessere Versorgung mit Ware zu erreichen. Durch die Einstellung der überflüssigen Berufsreisen^, werden nicht nur Arbeitskräfte frei, sondern auch Verkehrsmittel, Gaststätten und Beherbergungsbetriebe wesenllich entlastet.
Tödlich verbrüht.
NSG. Den Tod chres Kindes durch Gedankenlosigkeit oder Unachtsamkeit verschuldet zu haben, ist für die Eltern ein schwerer Vorwurf, zu dem sich noch der große Schmerz gesellt, den sie durch den Verlust des Kindes an sich erleiden. Drückend schwer aber lastet die Schuld auf der Mutter, denn sie weiß, daß das Unglück hätte vermieden werden können, wenn sie am Waschtage in der Küche die nötige Umsicht hätte walten lassen. Die Reichsarbeitsgemeinschaft Schadenverhütung richtet daher an alle Mütter die dringende Mahnung: Fußböden, primitive Gestelle ober Böcke sind kein Standort für Waschgefäße mit heißem Wasser. Lassen es die örtlichen Verhältnisse glicht anders zu, dann müssen die Räume entweder abgeschlossen oder die Gefäße mit einem Deckel gesichert werden. Am allerwenigsten sind Räume, in denen mit heißem Wasser gearbeitet wird, ein Tummelplatz für spielende Kinder. Denkt daran: Kleinkinder ohne Aufsicht sind in der Waschküche großen Ge'ahren ausgesetzt. Schützt eure Kinder vor dem Verbrühungstod!
- Verdunkelungszeit:
17. Februar von 18.37 bis 7.05 Uhr.
Heimarbeit
für unsere hilfsbereiten Frauen.
Bei unseren Soldaten werden naturgemäß viele Strümpfe notleidend. Jede Frau und Mutter wird einsehen, daß es unbedingt nötig ist, für unsere tapferen Soldaten die zerrissenen Strümpfe wieder instandzusetzen. Die Wehrmacht bringt die Strümpfe der NS.-Frauenschaft zum Stopfen und Anstncken. In der Nähberatung, Kaiserallee 6, können jeden Montag und Donnerstag, von 9 bis 12 und 15 bis 18 Uhr, Socken abgeholt werden, die nach Fertigstellung dort wieder abgeliefert werden. Flickwolle wird gestellt. Zur, gleichen Zeit und an gleicher Stelle kann man sich auch zu einem Pantoffelkursus anmelden. In allen Lazaretten werden Pantoffel dringend benötigt. Es kann sich aber auch jede Frau zum eigenen Gebrauch Pantoffel anfertigen. gis.
Denkmäler des Rechts im deutschen Dorf.
Jrn Oberhefsischen Geschichtsoerein sprach vor einigen Tagen Prof. Dr. Frölich über ,^:nkmäler des Rechts im deutschen Dorf". Er wies dabei auf die zahlreichen Erscheinungen hin, die im heutigen Dorfbild, aber auch in den Ueberbleibseln nicht mehr vorhandener Ortschaften die Erinnerung an das Rechtsleben der Vergangenheit wach erhalten. Unter Vorführung einer größeren Anzahl von Lichtbildern schilderte er den Dorfplatz in seinen verschiedenen Formen (mit einfachen, ummauerten und aufge-- mauerten, gestützten und geleiteten Linden), mit Steintischen und »hänfen, mit Bauernsteinen, als Stätten bäuerlicher Rechtspflege, ferner als Ort des Strafvollzuges mit Halseifen und Prangern, sowie die Anbringung von Normalmaßen auf dem Dorfplatz und die Äufitellung von Steinkreuzen auf ihm. . Er erwähnte weiter die Rechtsdenkmäler, welche die untergegangenen Ortschaften, die sog. Wi'istungen, bieten. Nach einem Ueberblick über den Stand des Wüstungsproblems im allgemeinen wurden die Spuren verschwundener Ortschaften im Gelände, ihr Nachwirken in den erhaltenen Flurnamen, eine Anzahl von Dorflinden und Dorfgerichten auf Wüstungssturen sowie die Schicksale und Ueberreste der in Hessen und seinen Nachbargebieten noch zahlreich überlieferten Wüstungskirchen (Feldkirchen, stumpfe Kirchen, Kirchenstümpfe) beschrieben.
G;ehen-Klein-Linden.
In der Wirtschaft von Fritz Weller versamtnelten , sich am Samstagabend die Mitglieder des Schweine- versicherungsoereins Gießen-Klein-Linden zu ihrer Jahreshauptversammlung. Vereinsführer Friedrich Weller gedachte zunächst unserer Soldaten, im besonderen der Helden von Stalingrad. Dem Geschäftsbericht war zu entnehmen, daß im verflossenen Geschäftsjahr 2 Austritten 12 Neuanlneldungen gegenüberstehen, wodurch sich der Stand der Mitglieder gegenwärtig auf 268 beläuft. Die Zahl der versicherten Schweine betrug im letzten Vierteljahr 294. Geimpft wurden 225 Tiere, die Kosten hat der Verein übernommen. Kassenwart Reinhold W e l - l e r verlas die Jahresrechnung, die mit einem beachtenswerten Ueberschuß abschloß. Die Rechnung wurde genehmigt. Ortsbauernführer Heinrich Bechtold als Vertreter der Partei sprach bann über die Aufgaben der Gegenwart.
ft s
"e h i)en J rerM ‘-onw es, J nten isi ■en d batnenjl WfaJi ird), J iräoflji die y tb, HU ier ehr-il tenerä
!
oeröfti t W
äuf«"
.'M
W\ ti
3n Brasilien hat sich die afrikanische Malaria, di in letzter Zeit durch die zwischen Monrovia und w verkehrenden Flugzeuge der Panamerican Lrways eingeschleppt wurde, immer stärker ausge-
EM
Japanische Unterseeboote haben Mitte ?:nuat und Anfang Februar in ostaustralischen Gewissem sechs feindliche Schiffe mit einer Gesamten age von 54 000 BRT. versenkt.
Die NS.-Gemeinschaft „Straft durch Freude" führte im Laufe der vergangenen Woche im Auftrag des Oberkommandos der Wehrmacht und. in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferat „Truppenbetreuung" im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda in hiesigen Lazaretten folgende Veranstaltungen durch: In einem Lazarett brachte die Vortragsfolge „Virtuose Musik" ein gutes Konzert, das dankbaren Beifall fand. Die Konzertsängerin Erna Stoll (Alt) sang vier Zigeunerlieder aus op. 55 von Dvorak und Lieder von Trunk und H. Jürgens. Konzertmeister Otto Drumm fpieüe die Violinsoli Etüde Nr. 24 von Paganini, Scherzo von A. Bazzini und den Spanischen Tanz von Sarasate. Albert Hempsling (Saxophon) gefiel mit Valse triste von Wengler und Illusionen von Dorflinger besonders. Professor Fritz Malata hatte die Begleitung am Klavier übernommen und brachte Polonaise von Chopin und Ungarische Rhapsodie von Franz Liszt zu Gehör.— „Etwas für dich, Kamerad" nannte sich die Programmfolge, die den Verwundeten eines Lazarettes eine frohe Stunde brachte. Die Sprecherin Maria Hilburg vom Sender Frankfurt verstand es durch ihre verbindenden Worte und Rezitationen von Morgenstern und Busch sowie Erinnerungen an Raimund und Nestroy Humor zu schenken. Madlen Janda (Sopran) und Herta Jäger (Alt) fangen Duette von Schubert, Schumann und Brahms. Madlen Janda erzielte mit ihren Liedern „Draußen in Sievering" und „Drunt in der Löbau" reichen Beifall. Herta Jäger gefiel mit Liedern von Schubert und Schumann. Die Künstler begleitete Ilse Krell am Klarer, die auch die deutschen Tänze von F. Schubert und einem böhmischen Tanz spielte. — In zwei Lazaretten führte Lehrer Appelmann im Auftrage der Kreisbildst'lle den Film .Kampf gegen^England" vor. Die schöne Schau zeigte Bilder unserer Marine im Dienst. — In den Vorstellungen im Laufe der Woche hatte die Intendanz des Theatexs der Universitätsstadt Gießen Verwundete zu Gast geladen. — Zu dem Vortragsabend der Kulturellen V^reiniaung im Rahmen des Vortrags- ringes über „Farbiges Spanien 1942" von der Urania Berlin waren Verwundete aus den Lazaretten geladen. — In einem Lazarett zeigte der Mundmaler Karl Schuldis, Berlin, seine Kunst. Bei der von Kindheit an bestehenden Bein- und Armbehinderung war durch Wille, Fleiß und Ausdauer von Schuldis ein Teil des für bas Leben Notigen erlernt worden. — Am Sonntag gab der Gesangverein „Cacilia" aus Lich in einem Lazarett ein Konzert. Die Sänger brachten in gut zusammen-
sette mit dem Schmuck gefunden! Komm, Liebling, du mußt ihn dir ansehen — es sind wunderbare Stücke darunter! Beispielsweise Perlen ..."
„Ach, Axel, laß doch den verwünschten Schmuck! Ich mag ihn gar nicht mehr sehen! Und außerdem gehört et jetzt Herrn Güstrow; denn er hat das Schloß mit allem Zubehör gekauft!"
„Nein, Sigrid! Güstrow behauptet mit Recht, daß es sich hier um Mönckebergschen Familienbesitz handelt ... und darum bist du die alleinige und rechtmäßige Eigentümerin!"
,äch will ihn aber nicht haben!" sagte sie fast heftig; aber dann wurde ihre Stimme weich und zärttich: .Lieber Axel, versteh doch, daß dieser Schmuck nicht glücklich machen kann! Immer wieder würde er mich an all diese schrecklichen Dinge erinnern ... an den tragischen Tod deines Onkels, den ich wie einen Vater geliebt habe — und an all das andere! Axel, verstehst du nicht, daß ich einen Widerwillen gegen diesen Schmuck habe, und daß ich ihn deshalb nicht nehmen kann und auch nicht nehmen werde! Am wenigsten die Perlen."
,La, aber —, sagte er kleinlaut, „was soll denn nun damit geschehen, Sigrid? Er ist ein kleines Verwogen wert!"
Sigrid blickte sinnend zum Himmel hinauf. Dann erwiderte sie:
,Lch denke an folgenden Ausweg: Perlen bedeuten ohnehin Tränen. Daher verkaufen wir diese und geben den Erlös dem Winterhilfswerk. Da müssen sie Tränen trocknen helfen, und die üble Vorbedeutung wird kraftlos. Den Rest ... nun, den magst du meinetwegen gegen einige neue Stücke, an denen keine schlimmen Erinnerungen hasten, umtauschen. Die will ich dann dir zuliebe tragen."
Sie legte die Hände auf feine Schultern und sah ihm mit einem glücklichen Lächeln in die Augen:
„Axel .... lieber Axel, habe ich nicht heute abend einen unendlich wertvolleren Schatz gefunden, von dem ich weiß, daß er mich wirklich und wahrhaftig glücklich machen wird!"
Dann nahm er sie lachend in feine Arme
ftko, bri den ti ameriti
■ning M lleisqy ntillen - ntees l ieren, 1k igen eilen. Ä t gtti >, Pml Ltr wm nt (legal l Proch as baril ;t - « i in 3®
llÄ Der ägyptische Ministerpräsident Nahas Pascha a:'b im Parlament zu, daß der ehemalige G.'neral- ; Mschef Aziz Ali Pascha neuerlich
M wurde.
Zer Beauftragte des Pacht- und Leihprogramms


