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jy3. Jahrgang Nr. 40 toitoeim lagurh, außer Sonnmas und ^eiertaaS «Betlaneiit

Stehen er ^nmiltenblätter Heimat imBild-DieScholle

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Monatlich, ....RM.1L0

AusteUaebüör .. -.28 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern intolae böberer Gewalt

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Mittwoch. N.8ebruarlO4r

Gießener Anzeiger

Anuakme von Anäeiae« für die Mittagönummer bi» 8'/, Uhr ben^inniittön» tüueioett»t:reife

für die Millimeter-Zeil« von 22 Mittmeter Brette: 7Nvi. für fVomiltennn»

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Selenenbeit^orweioen

Vlavvorichnit (vorbenot Berembaruna) 28% mebt

General-Anzeiger für Oberhessen

deutschen Volke!"

0. G. F.

ien, dem 7. Januar, zu

ewegliche KampfWrung erhält die Kampskrast

Höchster Einsatz für -en höchsten Preis!

Tapferkeit, Standhaftigkeit und Aufopferung sind die Grundpfeiler der Unabhängigkeit eines Volkes. Scharnhorst.

Besuch kommt, gilt als Glücksbringer und wird alten Gebräuchen gemäß geehrt und bewirtet. Der

worum alle Deutsche Gott bitten müssen: daß er ihnen nicht allein den Geist der Tapferkeit und Männlichkeit gebe, sondern vor allen anderen Din­gen den Geist der Eintracht, wodurch sie mit Freu­den erkennen, daß alle Deutsche von Natur Brüder sind und Kinder eines Volkes, die gegen fremde Tyranney einmütig und trotzig alle für einen Mann stehen wollen. Dies muß die Lehre werden, die uns gegen alle Feinde zu einer eifernen und undurch­dringlichen Mauer macht."

Wie Arndt prägte auch Fichte das heroische Glaubensbekenntnis des Deutschen in einem totalen Kriege:(Es gibt nur eine Tugend: die, sich selber zu vergessen, und nur ein Laster: das, an sich selbst zu denken!" Wie kaum eine andere Zeit in unserer Volksgeschichte steht das Beispiel dieser Zeit mah­nend und verheißend vor uns, einer Zeit,in der nichts mehr gefürchtet wurde als die Schmach, in diesen großen Augenblicken hinter den Erwartungen und Leistungen anderer zurückzubleiben". Die Hei­mat war damals in Gesinnung und Leistung der Helden an der Front würdig, und aus dem ein­heitlichen gläubigen und tatbereiten Siegeswillen des kämpfenden Volkes wuchs der Sieg. Arndt hatte ihn vorausgesehen, und sein prophetisches Wort steht auch über dem Ringen unserer Tage:Tausend Zeichen sind da und sind schon seit Jahren da, daß Gott Großes will mit der Menschheit und dem

ndlicken Geschütze ie Angriffsversuck

Rationalisierte Wirtschaft im Dienste des totalen Krieges.

Reichswirtfchastsminister Funk über den (Sinn der Betriebsstillegungen.

(Sich selber vergessen."

Mächtiger als je zuvor riß der Freiheitskampf Reußens im Jahre 1813 das ganze Volk zur iemeinsamen opferbereiten Tat empor. Die wechsel- ollen Kämpfe des Frühlings, in denen Napoleon Mötzlichanderen Preußen als denen von Jena" pgcnüberftanö, brachten noch nicht den Sieg, aber jas soldatische Heldentum, das aus ihnen aufleuch, ite, schuf jenen Willen im Herzen jedes Preußen, h>r den Sieg herbeizwang.

Ernst Moritz Arndt berichtet aus jenen Tagen: ,5s kämpften nicht allein die, welche unter den Lassen standen, das ganze Volk arbeitet, wirkt und M nur für den Krieg. Frage nach der Bekleidung, r Besatzung, der Verpflegung des Heeres, besuche e Rüsthäuser und Waffenplätze, besuche die Kran- nhäuser und Lazarette das Volk, das ganze rchherzige Volk handelt, wirkt, sorgt und erhält..

Unzählige Berichte künden von dem Opfermut iefer Zeiten des völkischen Erwachens, erzählen )ti den Freiwilligen aus allen Ständen und Le- i Maltern, von Spendenopfern, die wirklich Opfer raren, von den Frauen, die sich von den Männern pcht beschämen lassen wollten und für die Aus- r. stung der Soldaten und die Pflege der Derwun- trten ihre letzte Habe hergaben.

Mele sind gefallen in dem heiligen Streite, viele tzrben noch fallen", schrieb Arndt nach den ersten tätigen Schlachten des Krieges.Unsere Pflicht irb nun fein, diesen ersten Kämpfern auf der ichchen Ehrenbahn mit gleichem Sinn und Mut chzufolgen. Das aber ist das Erste und Größte,

manchen serbischen Weihnachtstisches überzeugen. Gerade am Weihnachtstag ist der Gast in einem serbischen Haus besonders gern gesehen. Wer als erster am Weihnachtsmorge Besuch kommt, gilt als Gl

Berlin, 16. Febr. (DNB.) Aus einer Arbeits- tagung der Leiter der Reichspropaganüaämter sprach neben Gauleiter' S a u ck e l Staatsminister a. D. R i e rf e , Reichsgesundhettssührer Dr. Conti, Ge­neralmajor Specht und Oberbesehlsleiter Hil- g e n s e l d t auch Reichswirtschastminifter Funk über die im Zusammenhang mit dem totalen Kriegs­einsatz der Heimat notwendig gewordenen Maß­nahmen im Wirtschaftsleben, insbesondere über die Schließung zahlreicher Betriebe. Die Mobilmachung vorhandener Kräftereserven für den totalen Kriegs­einsatz schafft nicht nur für Industrie, Handel und Handwerk den Zwang zur rationellsten Gestaltung des W i r t s ch a f t s p r o ze s se s und der Wirtschaftsstruktur. Das gleiche gilt für die von diesem kriegsbedingten Rückgriff auf die für den Krieg nicht voll eingesetzten Arbeits- und Wirt­schaftskräfte ebenfalls erfaßten Wirtschaftszweige, wie dem Bank- und Versicherungsgewerbe. Somit hat dieser für den einzelnen sicherlich vielfach schwer empfundene Vorgang auch eine sehr bedeutende po­sitive wirtschaftliche Seite, weil wir auf diese Weise in unserem Bemühen, auch im Kriege eine konse­quent nationalsozialistisch.geführte aud aufgebaute Wirtschaft zu verwirklichen, einen guten Schritt vor­wärts kommen.

Es wird aber auch noch eine wesentliche Erspar­nis an volkswirtschaftlicher Energie erzielt, indem die stillgelegten Betriebe in Zukunft keinen elettri- schen Strom, kein Gas, keine Kohle und keine Pack-, Schreib- und andere Materialien mehr verbrauchen, weder Reichsbahn, Post, Spediteure und sonstige Arbettskräfte in Anspruch nehmen und gewisse für die kriegswichtige Wirtschaft notwendige Geräte, wie Schreibmaschinen, Telephonapparate fteigemacht wer­den können. Schließlich werden auch für die Rü­stungsproduktion geeignete Räumlichkeiten frei, z. B. durch die Stillegung üop Warenhäusern, es werden Büroräume für kriegswichtige Verwaltungen in still­gelegten Geschäften eingerichtet werden können, wenn bisher von diesen Stessen der so dringend be­nötigte Wohnraum oder Hotelzimmer in Anspruch genommen wurden.

Bei den Waren, die als kriegswichtig und lebens­notwendig zu gelten haben (und nur noch solche

Feind an mehreren Stellen in Bataillons- bis igimentsftärfe vor. Er konnte sich aber gegen den foerstand unserer Truppen nicht durchsetzen, ndliche Kampfgruppen, die vorübergehend in die uptkamvflinie einbrangen, wurden im Gegen­griff zusammengeschlagen. Kampfflugzeuge klärten Raum nördlich Krasnodar auf und bombardier- ' einen größeren Verkehrsknotenpunkt. Coger- lippen und viel rollendes Material gingen ngch [fern in Flammen auf.

Nördlich der Donmündung haben ^ützenschleier bei der planmäßigen Räumung.von Wtoro, ohne angegriffen zu werden, die Fühlung ftdem Feind ausrechterhalten. Sie gingen sodann ihre Abschnitte in der neuen Verteidigungszone rticf. Weiter nördlich und nordwestlich führten die > schewisten zahlreiche Durchbruchsoersuche und tsselungsangrifft aus. Sie scheiterten sämtlich rer sehr schweren Verlusten für den Feind, der 1 Absichten unserer Führung nicht zu durchkreuzen Mochte. Schwere Waffen hatten den Hauptanteil > der Vernichtung dieser Kräfte.

m Raum von Charkow dauern die erbitterten impft gegen überlegene feindliche Kräfte an. Wäh- '2 s ü d l i ch der Stadt von unseren Truppen ein- Ihlossene bolschewistische Kräfte vernichtet wurden, ingen nördlich Teile der feindlichen Angriffs- 'bände in die Außenbezirke ein. Sie trafen auf lünäckigen Widerstand und verloren in den auf- ikernden, heftigen Kämpfen bisher 20 Panzer- kpfwagen. Auch nördlich Kursk hielten die seren Kämpfe an. Feindliche Vorstöße und eigene aenangriffe wechselten in schneller Folge. An "r Stelle, die nur von schwachen Kräften ge- !~rt war, gelang es dem Feind, vorübergehend 1 ubrechen. In energischem Gegenstoß warfen sich zufammengefaßten Sicherungen den Bolsche- en entgegen und schlugen sie mehrere Kilometer $ Südosten zurück. Im Raum von Orel der Feind seine örtlichen Vorstöße nicht

ter fort.

dagegen nahm er südöstlich des IIm en ' feine Angriffe wieder auf. Am ersten Tage

serbische Bauer hängt noch sehr an feinen alten Sitten. Fast in jedem^-B^uernhaus, das wir in jenen Tagen betraten, rbar ein Symbol für die Krippe von Bethlehem StrdH aufgestreut, und tagelang vor dem -Fest sahen wir Kinder, Männer und Frauen mit ihrem Badnjak ziehen, vergilbtem Eichen- oder Buchenlaub, das am Weihnachtsfest am Kaminfeuer verglimmen muh. Auf den Markt­plätzen der Ortschaften aber,-wo deutsches Militär liegt, standen noch die Weihnachtsbäume, die beut« sche Soldaten in Gedanken an die Heimat ausgestellt hatten..

Waren werden in Zukunft hergestellt werden) wird der Käufer zwar vielfach einen etwas weite "n Weg für den Einkauf zurücklegen müssen, dafür aber auch auf reichlichere Auswahl und schnellere Abfertigung rechnen können. Die bisherige Waren­versorgung wird durch Uebertragung von Vor­räten aus geschlossenen Geschäften in solche, die weiterhin geöffnet bleiben, im ganzen sichergestellt werden. Was der Kunde bisher in einem jetzt zur Schließung gelangenden Spezialgeschäft kaufen konnte, kann er in Zukunft in einem Laden erhal­ten, der die verschiedensten Waren führt. Bei grö­ßeren Vorräten ist aber auch die Versuchung zur Zurückhaltung von Waren oder von Tauschgeschäft ten geringer als bei einem ständig größer werden­den Mangel an Waren. Die Arbeitskräfte, deren Tätigkeit jetzt vielfach aus dem Achselzucken gegen­über dem von Laden zu Laden eilenden Kauflustigen besteht, werden in die Läden mit lebensnotwendigen Gütern übergeführt, insbesondere in dft Lebens­mittelgeschäfte, in denen seit langem ein starker Mangel an Arbeitskräften sich unanaenehm bemerk bar macht. Es werden auch scharfe Drosselungen im Energieverbrauch auch bei den offen zu hal­tenden Läden, in den Haushalten und insbesondere in den Büroräumen der Behörden eintreten, well wir mit der Kohle, ttotz stark erhöhter und noch ständig wachsender Produktion weit sparsamer um­gehen müssen als bisher, wenn wir die Anforderun- gen an Kohle und Energie erfüllen wollen, die die Rüstungsproduktion verlangt.

Die alten Geschäftsleute werden unschwer an anderer kriegswichtiger Stelle, z. B. im Lebensmit- telhandel eingesetzt werden können. Man wird hin- sichtlich der Art der Schließung und der Verwertung der noch vorhandenen Warenbestände behutsam vor­gehen. Soweit cs geht, soll dem Inhaber des still- gelegten Betriebes die Gewißheit erhalten bleiben, daß er fein Geschäft nach dem Kriege wieder er­öffnen kann. Soweit als möglich soll ihm also die

Berlin, 16.Febr. (DNB.) Im südlichen Ab- .mtt der Ostfront versucht der Bolschewist mit allen itteln noch vor Eintritt der Schlammperiode eine itscheidung zu erzwingen. Seinen massierten Kräft i stellt die deutsche Führung die Weite des Rau- und den Kampfwillen unserer Truppen entge­lt. Mit diesen Heiden Faktoren werden dem Feind »mer wieder seine Vorteile aus der Hand gewun- n, die dahin zielen, durch Umfassungen und Durch- üche Dernichtungsschlachten herbeizuführen Es ist litärisch unwesentlich, ob um diesen oder jenen t gerungen wird, denn die Tieft des russischen rumes läßt weitgespannte Bewegungen zu. Ent- eidend ist die E r h a l t u n g d e r K a m p f k r a f t rsererVerbände. Die sich allmählich abzeich- nde Frontverkürzung verstärkt zudem un- :e Kräfte und bringt die Versorgungszentren dich- r an die Kampflinien heran. An solchen Frontab- dritten, die nach dem Plan unserer Führung ver- folgt werden sollen, sind unsere Truppen aus den >Dehrkämpfen zu entschlossenen Gegenangriffen I er gegangen.

Das Ringen an der Süd front ist schwer, da der "Inter den hieran gewöhnten Feind begünstigt, und !- Bolschewisten an Schwerpunkten, wie zum Bei- d kürzlich am Donezdogen. mit viel- her Uebermacht angriff en. Fast zwei fow- iiche Armeen konzentrierten sich im Lauft der hrtägigen Kämpfe auf diesen wichtigen Brücken- Jf. Aber die deutschen Kampfgruppen und Pan- 'verbände schlugen die feindlichen Massen zurück. e die Bolschewisten überraschend mit starken Pan- fräften vorbrachen, konnten nur energische Fäh­ig und rücksichtsloser Kampfwille unserer Sol­len die Lage meistern. Mit wenigen Panzern und urmgeschützen und mit rasch zusammengezogen en mpfverbänden wurde der Feind in erbitterten rnzerschlachten und Straßen kämpfen Zug um Zug

3m Auto durch Serbien

Von unserem S-l.-Korrespondenten.

rückgeworftn.

Sei Noworossijsk -bombardierten unsere !hrfach angreifenben Kampfflugzeuge die sich an i Steilhängen festklammernden Bolschewisten, r zerschlugen vor allem die an Land gebrachten Jtidjen beschütze und verhinderten dadurch wei- "ngrifssverfuche der Sowjet-Infanterie. Im irden des Kuban-Brückenkopfes stieß

dieser seit dem 28. November 1942 nun zum dritten­mal wieder auflebenden Abwehrschlacht hatten die Bolschewisten äußerst schwere Verluste. Wenn unsere Grenadiere infolge des üorangegartgenen Tauwet- ters auch oft bis zum Knie im Schmelzwasser stehend kämpfen mußten und die Sowjets ihre angreifenden sechs Divisionen und vier Panzerregimenter mit starkem Artilleriefeuer und zahlreichen Flieger­staffeln unterstützten, konnte der Feind doch keinerlei Erfolge erzwingen. Kleine örtliche Einbrüche wur­den sofort abgeriegelt oder im Gegenstoß beseitigt. Die auf ihre Ausgangsstellungen zurückgeworfenen Sowjets verloren bei diesen erbitterten Kämpfen 52 Panzer. Weitere 41 Panzerkampfwagen büßten die Bolschewisten an der Front zwischen Wol­chow und Ladogasee ein. Auch dort scheiterten die mit starken Infanterie- und Panzerkräften unter­nommenen erneuten Versuche, die Front zu durch­brechen, am zähen Widerstand unserer Truppen. Mit den neuen Abschüssen haben unsere Trupven zwi­schen Wolchow und Ladogasee seit Beginn dieser er­bitterten Abwehrkärnpft am 12. Januar bisher 605 Sowjetpanzer vernichtet.

hervorragende Führer der Lustwaffe befördert.

DNV. Aus dem Aührerhauplquartler, 16. Febr. Der Führer hat den Chef einer Luftflotte. Generaloberst Freiherrn von Richthöfen, zum Generalseldmarschall befördert Außerdem be­förderte der Führer die Generale der Flieger Rit­ter von Greim und LSrzer zu General obersten.

sie von der Straße betrachtet, einen schlichten Ein­druck. Im Inneren ist aber manches von ihnen prunkvoll eingerichtet.

Es war zwei Tage vor dem serbischen Weihnachts­fest, als wir auf dem dörflich schmutzigen Markt- platz von Mladenovac standen, wo die Bauern der Umgebung ihre Weihnachtssckweinchen zum Ver­kauf anboten. In früheren Jahren soll es dort hoch hergegangen sein, denn Mladenovac ift_ ein Zen­trum des serbischen Schweinehandels. Heuer sind nur wenige Bauern gekommen. Sie halten ihre quiekenden Schweinchen in Säcken oder an Stricken, die sie ihnen an den Hinterfuß gebunden haben. Man sieht nur wenige Interessenten, denn die Preise für diese leckeren Tierchen sind, verglichen mit denen von einst, sehr hoch.

Auch sonst war der serbische Weihnachtsmarkt, wie es eben der Krieg mit sich bringt, karg. Hier, wie in anderen Orten, in die wir kamen und in Belgrad drängten sich wohl die Leute in den Ge­schäften, aber es gab nicht viele kaufenswerte Waren. Wer es aber von den Bauern irgend konnte, hatte für sein Weihnachtsessen fleißig gespart, und ich konnte mich an den folgenden Tagen noch öfter im Nordwesten des Landes von der Ueppigkeit

Belgrad, Februar.

Wenn man Hunderte von Kilometern im Auto durch Serbien gefahren ist, auf asphaltierten Chaus­seen, aber auch auf schlechten Bezirksstraßen, die weit von den Hauptverkehrsadern wegführen, bet Tage und in später Dunkelheit, dann darf man sich ein Urteil erlauben über die Sicherheitsverhältmsse in dem Land. Um das Ergebnis meiner Eindrücke vorwegzunehmen: Im ganzen ist die Lage ruhig, der Verkehr funktioniert, und die Administrative ist mit Erfolg bemüht, die in manchen Bereichen schwie­rige Situation ins Gleichgewicht zu bringen.

Wir tarnen in Dörfer, wo seinerzeit heftige Kämpfe mit den terroristischen Banden tobten; zer­schossene Wohnhäuser, niedergebrannte Schulen zeu­gen von dem Schrecken jener Ereignisse. Heute ist dort alles ruhig. Das Leben geht wieder seinen nor­malen Gang, die Bauern bestellen die Felder, und abends sitzen sie in der Wirtsstube beisammen, um bei ein paar Gläschen Slibowitz über die Dinge zu sprechen, die sie , bewegen.

Gewiß, es ist nicht überall. Auf den Kämmen der Gebirge im Schutz der Wälder gibt es noch Banden, die nicht gefaßt werden konnten. Von Zeit zu Zeit hört man von einem Ueberfall, einem An­schlag, den sie begangen haben. Dann verhängen die deutschen Militärbehörden strenge Strasmaßnahmen. Tat und Straft werden im ganzen Lande auf gro­ßen Plakaten kundgemacht. In den letzten Mona- ten sind aber solche Fälle selten vorgekommen, und das ist nicht nur auf die Abschtzgckungsmaßnahmen, sondern auch auf die wohlbedachte wirkungsvolle Aufklärungsarbeit der Regierung Nedic zurückzu­führen, die sich besonders unter der bäuerlichen Be­völkerung ein gutes Ansehen zu verschaffen gewußt hat.

Wenn die gegnerische Propaganda die gelegent­lichen Ueberfälle mit Absicht verzerrt und übertreibt, so rechnet sie mit einer weit verbreiteten Unkennt­nis der Lebensgewohnheiten in manchen Gebieten dieses wie anbereif Balkanländer. Man darf die Sicherheitsverhältnisse in jenen Gegenden nicht nach mittel- oder westeuropäischen Maßen beurteilen. Komitadschis hat es dort immer gegeben, auch im tiefsten Frieden, unb in Ostserbien z. B. hat man sich daran gewöhnt, das Bandenunwesen zu den unabänderlichen Unbequemlichkeiten des Lebens zu zählen. Was mir immer wieder auffiel, war das recht gute Verhältnis zwischen den deutschen Sol­daten und der Bevölkerung. Der serbische Bauer beurteilt militärisch bedingte Zwangsmaßnahmen sehr realistisch. Das erleichtert ihm seine Beziehungen zur deutschen Besatzung, deren Korrekcheit er gern anerkennt.

Die serbischen Landstädte und auch die Dörfer in den fruchtbaren, wohlhabenden Gebieten find äußerlich bescheiden und unscheinbar; die Häuser sind unansehnlich, meist ebenerdig, und selbst durch größere Orte führt in der Regel nur eine gut ge­pflasterte Straße, auf der der Durchgangsverkehr rollt. Aber hinter dieser scheinbaren Dürftigkeit verbirgt sich oft ein sehr solider Wohlstand. Der ser­bische Bauer, aber auch der wohlhabende Stadtbe­wohner Hebt es nicht, feinen Wohlstand äußerlich, etwa durch ein großes prächtiges Haus erkennen ju lassen. Auch alte Patrizierhäuser in Belgrad sind in der Regel ebenerdig und machen, wenn man

Moskau zielt auf Beherrschung des Balkans

Rumänische Erkenntnisse.

Bukarest, 16. Febr. (Euro pap re HZ Die ent­schlossene Haltung Rumäniens wird im Zusammen­hang mit den Forderungen der Sowjetpresse nach Rückgewinnung Bessarabiens von den Bukarester Blättern unterstrichen.Porunoa Vremii" schreibt: ,^Die Sowjetunivn wünscht, mtt ihren Nachbarn in Frieden zu leben, jedoch unter der Bedingung, daß diese Nachbarn alle etwas von ihrem Eigentum ab-- treten. Wir z.B. müßten, um Frieden mit der Sow­jetunion zu haben, auf Bessarabien, auf die Buko­wina und auf die Donau-Mündung verzichten." Das Blatt betont, daß Bessarabien für die Sowjetunion nichts als ein Sprungbrett zur Beherrschung der Donaumündungen, des Bailkans und der Meerengen sei.Wenn heute in der Sowjetpresse wieder von der sowjetischen Haltung gegenüber Bessarabien ge­sprochen wird, so müssen wir wissen, daß es sich um

Substanz erhalten bleiben, also das Mobiliar, das zum Betrieb des Geschäftes dringend "notwendig ist. Es wird überdies in einigen Gesck-äftszweigen Vor* räte geben, die nicht im Interesse einer kriegsnotwen­digen Verbrauchsversorgung verwertet zu werden brauchen (Juwelen, Schmuck, Gemälde, Kunftgegen- stände, Dinge mit Sammelwert). In diesen Fällen wird bje Bestandsaufnahme genügen und die Vor­sorge, daß in solchen Waren nicht einschwarzer Markt" entsteht. Alle Maßnahmen müssen so ge» troffen werden, daß die davon betroffenen Kreise ihre Notwendigkeit erkennen, aber auch einsehen, daß vernünftig und gerecht vorgegangen wird. Daß die Entschädigung in allen Fällen grofc zügig und schnell geregelt wird, ist bereits bekannt.

Die technischen Voraussetzungen für die Steige­rung der Rüstungsproduktion sind durch den Ratio- nalisierungsprozeß im vergangenen Jahre geschaffen worden. Jetzt kommt es darauf an, für die zur Front einberufenen Arbeitskameraden Ersatzkräste zu beschaffen und neue Arbeitskräfte der Kriegs­wirtschaft zuzuführen, damit die Produktion von Rohstoffen und Rüstungsgütern weiter vermehrt und verbessert werden kann.

*

Zum Beschluß der Tagung gab Reichsminister Dr. Goebbels den für die propagandistische Ar­beit in Partei und Staat verantworttichen Män­nern ein Bild vom Schicksalskampf unseres Volkes und schilderte die sich aus der bolschewistischen Be­drohung und der dagegen angesetzten totalen Mo­bilisierung des Reiches ergebenden Folgerungen und Aufgaben. Dr. Goebbels sprach von der Partei al» der berufenen Führerin der Totalisierqng des Krie­ges. Sie sei es gewohnt, vor gewaltige Aufgaben gestellt zu werden, und fie werde auch in den kom­menden Monaten mit Jyiprooisationskunst, Energie und revolutionärem Plan die Voraussetzungen schäft fen für den totalen Krieg und damit für den totalen Sieg.