Ausgabe 
16.4.1943
 
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Hessische Bauernsöhne am Polarkreis.

Bon Kriegsberichter Arthur Stubbenhag.ru.

NSG. (PK.) Mit rüttelnden Stößen treibt der Sturm hartgefrorene Schneekristalle ms Gesicht. Kaum ist ber schmale Pfad zwischen den vom Wind zerzausten, Jahrhunderte alten Fichten und Kiefern des Lappland-Urwaldes zu erkennen, Augenblicke später ist jede Spur verweht. Vorn treibt die Schlittenkolonne. Munition und Ver­pflegung haben die braven Pferdchen in die Stel­lung der Grenadiere gebracht. Jetzt fühlen die Tiere die Nähe des wärmenden Stalles. Kaum können die Fahrer mit ihnen Schritt Halten.

In der Troß-Stellung streichelt der Kompanie­führer zwei, drei Tieren die vom Atemdampf be­reiften Nüstern. Ueberoll hängen im zottigen Fell die zu Cis gefrorenen Schneeklumpen.Das ist ihr Lappland-Winterpelz", sagt lächelnd der Oberleut­nant, als die ersten Tiere abgeschirrt und in den großen als Stall hergerichteten Erdbunker geführt werden. Aus einem 'Bauernhof in der Nähe von Michelstadt stammt der Oberleutnant. Don zu Haufe hat er die Liebe zu den Tieren mitgebracht. Und so wie er sind ein großer Teil seiner Grenadiere Söhne hessischerBauern.

In der grenzenlosen Einsamkeit der Wälder, Seen und Sümpfe dieser Urwald-Front im höchsten Nor­den, in der es keine Städte und Dörfer, nicht ein­mal Siedlungen gibt, wo nur auf der einzigen Straße Motorfahrzeuge verkehren können, ist das Pferd der beste Helfer unserer deutschen Soldaten geworden, die hier vor Kandalakscha in der glei­ßenden Sonne des Hellen Polarsommers und in Kälte und Schnee der monatelangen Winterzeit die Front gegen Osten halten. Ob als Tragtiere beim Marsch durch tückischen Sumpf und über steile, steinige Felsenhöhen oder im Winter als Vorspann für eine lange Schlittenreihe, niemals haben Die braven Pferdchen versagt. So sind sie unseren Grenadieren wirkliche Kameraden geworden, auf die sie sich verlassen können.Erst das Tier, dann der Mann", dieser Grundsatz ist für unsere Soldaten eine Selbstverständlichkeit. Trotz Polar­kälte und langer Winterzeiten sind die Pferde stets tadellos gepflegt und in gutem Futterzustand.

Wie sehr sich aber die Männer mit ihren Tieren verbunden fühlen, mag die kleine Geschichte des Oberleutnants enthüllen. Es war in den ersten Tagen des Krieges, als mit dem damaligen Leut­nant d. R. auchLott e" eingezogen wurde, eine dunkelbraune Stute, die fast 15 Jahre auf dem väterlichen Hof gearbeitet hatte und gleichsam mit ihm ausgewachsen war. Irgendwo tatLotte" bei der gleichen Division Dienst. Im Wirbel des Polen­

feldzuges, der Einsätze am Westwall und nach dem Frankreich-Feldzug konnte er nur gelegentlich Aus­schau nach Lotte halten. Nach dem harten Kampf um Salla, den schweren Gefechten im Lappland- Urwald, sprachen die hessischen Grenadiere manchen Abend in den Wintertagen, wenn hoch droben am Himmel das Polarlicht sein phantastisches Spiel trieb, van der fernen Heimat. Immer wieder klang dabei auch die Frage nachLotte" aus. Vielleicht war sie im Westen gut durchgekommen, aber mag sie nicht auch wie so viele der braven Tiere auf den steinigen Pfaden der Urwaldhöhen, im tiefen Sand und Morast der Sowjetstraße vor Erschöpfung zu­sammengebrochen sein? Und der Oberleutnant dachte an die tückischen Sümpfe dieses Waldes am Polar­kreis, an die steten Ueberfälle auf Trägtierkolon- nen während des Vormarsches, an die klirrende Kälte des ersten harten Winters hier in Lappland. Es war wirklich wenig Hoffnung auf ein Wieder­sehen mitLotte", das mußte er selbst zugeben, und er schrieb nach Hause, daß er den Ettern wohl kaum Nachricht über seinen Kriegskameraden geben könne.

Ein Ueberfall ist es beinahe:Ich habe eure ,Latte' gesehen!" Im ersten Augenblick kann der Oberleutnant es kaum begreifen, was der Schul­kamerad und Jugendfreund, ein Unteroffizier aus feinem ehemaligen Zug, vor freudiger Ueber- raschung heroorsprudett. Es kann nurLotte" fein, im Vorbeifahren sah er sie bei der Kolonne einer Fahr-Ersatz-Abteilung. Ein paar Minuten später braust das Krad mit dem Oberleutnant ab. Er hat wirklich seineLotte" wiedergefunden. Der Regi­mentskommandeur, der Veterinär und der Kom­mandeur der Fahr-Ersatz-Abteilung lassen sich van der Freude anstecken und vielleicht auch ein wenig von seiner Begeisterung überrumpeln. Er will seine Lotte" in seine Kompanie haben, und sie sind ein­verstanden. Gegen eine vierjährige Stute wird die alteLotte" eingetauscht. Heinrich, der älteste Fah­rer und beste Pferdepfleger aus der Kompanie des Oberleutnants, erhält dieLotte" zur Betreuung. Im warmen Stall streichelt der Oberleutnant über das zottige Winterfell feines Lieblings.Die Freude hätte ich erleben mögen", meint er lächelnd,als die Eltern zu Hause meine Nachricht vom ersten Wiedersehen mit ,Lotte' erhielten! Jetzt tut sie treu ihren Dienst, fährt jeden Tag den Verpflegungs­schlitten nach vorn. Das Gnadenbrot aber, schrieb der Vater, soll sie dereinst im heimatlichen Stall erhatten."

nreln sich mit ihren jüngsten Kameraden und Kame­radinnen die Einheiten der Hiller-Jugend und die Eltern dieser Jüngsten. Die Appelle sind zeitlich so gelegt, daß alle Jungen und Mädel bei Einbruch der Dunkelheit wieder im Elternhaus sind.

Der Großdeutsche Rundfunk unterstreicht die Be­deutung dieser Appelle mit einer Reichssendung am Abend des 19. April aus der Marienburg, in der Reichsjugendführer Artur Axmann zum jüngsten Jahrgang der Hitler-Jugend sowie zur Jugend und Elternschaft überhaupt sprechen wird. Fanfarenrufe, Chöre oder gemeinsame Lieder der angetretenen Einheiten werden die örtlichen Auf­nahmeappelle einleiten. Ein Wort des Führers soll die jüngsten Pimpfe und Jungmädel daran er­innern, daß ein Deutschland der Kraft, der Ehre, der Ordnung und der Treue nur dann bestehen kann, wenn diese Tugenden des Reiches von den Jungen und Mädeln vorher selbst geübt und gelebt werden, daß die Größe unseres Reiches in der Disziplin der Jugend ihre Wurzel hat und daß die Jugend die Erfüllung der Wünsche und Erwar­tungen des Führers für ein kommendes Deutsch­land bringen muß. Ebenso wird sich der Reichs- jugendführer mit einer persönlichen Botschaft an den Jahrgang der Zehnjährigen wenden, die vom Standortfichrer im Rahmen der örtlichen Auf- nahmeappelle bekanntgegeben wird.

Nach dem gemeinsamen LiedEin junges Volk steht auf" begrüßen der örtliche Jungvolkführer und die örtliche Jungmädelführerin ihre jüngsten Pimpfe und Jungmädel und geben ihnen die Schwertworte des deutschen Jungvolks bzw. die Jungmädelleitsätze auf den Weg, die für die kommenden vier Jahre über ihrem Leben in der Gemeinschaft stehen. Die Schwertworte des Jung­volks heißen:

Pimpfe sind hart, schweigsam und treu, Pimpfe sind Kameraden!

Der Pimpfe Höchstes ist die Ehre!" Die Leitsätze der Jungmädel lauten:

Jungmädel, fei Kamerad, sei treu, gehorsam, tapfer und verschwiegen. Jungmädel, wahre deine Ehre."

Darauf erfolgt die Aufnahme der Zehnjährigen durch Handschlag und unter namentlichem Aufruf. Dieser feierndje Akt klingt mit einem Chor oder einem gemeinsamen LiedNun trag die Trommel vor uns her" aus.

Der Hoheitsträger der NSDAP., der die Be­deutung dieses feierlichen Aufnahmeappells für die nationalsozialistische Bewegung durch seine An­wesenheit unterstreicht, wird am Schluß dieser Ver­anstaltung einige Grußworte an die jüngsten An­gehörigen der Hitler-Jugend richten und ihnen die besten Wünsche der nationalsozialistischen Bewegung für die kommenden acht Jahre auf den Weg geben.

Die Transportschlacht auf den Meeren.

Stockholm, 15. April. (Europapreß.) Als Richter über Leben und Tod tausender Soldaten' der USA. außerhalb der westlichen Hemisphäre be- Mchnete der Vizeadmiral Viceroy Matrosen und Werftarbeiter. Er sprach auf der Marinewerft von Brooklyn über die Bedeutung der Transportschlacht auf den Weltmeeren. Nur durch ständigen Bau neuer Transporter, welche die von der deutschen U-Boot-Waffe gerissenen Lücken ausfüllen, könnten die. Lebenslinien zu den nordamerikanischen Trup­pen in Ueberfce aufrechterhalten werden. Die in Nordafrika eingesetzten Flugzeuge benötigten je Tag bei intensivem Einsatz 1500000 Gallonen Ben­zin und je Woche 1 Million Pfund Sprengstoff. Jeder Soldat gebrauche täglich 80 Pfund an Le­bensmitteln und Dingen des allgemeinen Bedarfs. Angesichts dieser Anforderung müsse die Belegschaft der Brooklyner Marinewerft Tag und Nacht arbeiten.

Oie Wahrheit Über die Kaiser-Schiffe.

Stockholm, 15. April. (Europapreß.) In schar­fen Worten geißelt L. R. Hussa, der Vizepräsident der nordamerikanischen SchiffsmaschinenfabrikAl­bina" in Portland (Oregon) in der ZeitschriftPic" den USA.-Schiffsbauer Kaiser und seine Schiffe. Es ist höchste Zeit" so sagt Hussadaß end­lich d i e Wahrheit über diese sogenannten Schiffsbaurekorde bekannt wird. Die USA-Presse und der USA.-Rundfunk sind dafür verantwortlich, daß dem Durchschnittsamerikaner über die Bauzeit eines 10 000-Tonnen-Schiffes völlig falsche Vorstel­lungen eingeredet werden. SelbstverstäiMich muß die Arbeit, die zur Herstellungdereinzel- neu Teile benötigt wird, als Teil der Schiffs- bauzeit mitgerechnet werden. Dies muß gesagt wer-

Vompuukko".

Eine uralte finnische Waffe.

Wieviel Tausende deutscher Soldaten haben nicht schon eines der reihenweise in den Schaufenstern Helsinkis ausgestellten finnischenPuukko"-Messer eingehandett, um es als die für Finnland charakte­ristische Waffe mit nach Hause zu nehmen. Doch der alte finnische Puukko und der heute in millionen­facher Ausführung verkaufte haben recht wenig ge­meinsam, von den durch den Krieg hervorgerufenen Veränderungen in Ausführung, Qualität und Form ganz abgesehen. Denn lange vor dem Kriege schon war der Puukko leider bereits bei Touristen be­liebt und erlitt das Schicksal, das Touristenware so oft ereilt. Wie sieht wohl nun einechter" Puukko aus?

Die schönsten Exemplare des Puukkos aus der Zeit, als er noch Schlachtenmesser und allgemeine Waffe des Volkes war, wurden vor Ende der Heidenzeit in Finnland geschmiedet. Damals war der Puukko mit einer über zwanzig Zentimeter langen, schmalen, einfachen Klinge versehen, deren breitester Punkt auf etwa halber bis zwei Drittel Länge der schmal zulaufenden Spitze lag. Eine Blutrinne hatte er nicht. Solche alten Puukkos mit ihrem Bronzegriff mit dem Wulst in der Mitte zur besseren Griffigkeit, wie man sie in den alten Brandgräbern vom 8. Jahrhundert findet, sprechen dem Altertumsforscher Bände von einer Perspektive des Nordens, wie man sie erst heute wieder zu sehen beginnt: Von rheinischer Esse, gottändischer Schmiede ober den Werkstätten des finnischen Stammreiches Perm am Ural könnten sie Her­kommen, wenn auch die überwiegende Mehrzahl Produkt der hochentwickelten Schmiedekunst Finn­lands selbst ist.

Solch eine schlanke Klinge war ebenso geeignet

den, weil die USA.-Jndustrie jetzt vor der größten Aufgabe feit Pearl Harbour stecht. Die Schiffsver- senkungen erfolgen augenblicklich in einem Tempo, bas schneller ist als die Ablieferungen von 10 000= Tonnen-Dampfern durch die USA. und England zusammen.

Oie Stellung Argentiniens.

Buenos Aires, 15.April. (Europapreß.) Ar­gentinien wttd stets seine Hoheitsrechte und seine Selbstbestimmung zu verteidigen wissen, erklärte der argentinische Außenminister Dr. Ruiz G u i n a z u in einer Radiobotschaft an Regierungen und Völker der beiden Amerika anläßlich des Panamerika-Ta- ges. Dr. Guinazu betonte Argentiniens Solidarität mit allen Nationen des amerikanischen Kontinents sowie die traditionelle argentinische Politik der Ach­tung der Rechtsgrundsätze und des Friedens. Argen­tiniens Friedensliebe bedeute jedoch keinesfalls einen schwächlichen Pazifismus um jeden Preis. Argen­tinien habe stets das panamerikanische Ideal geför­dert, soweit es das Streben nach Frieden und Ge­rechtigkeit bedeute. Es verhüte aber auch, daß sich Ideologien einschlichen, die dem Gedanken der Frei­heit her Familie, des Eigentums und der Vater­landsliebe abträglich seien. Argentinien vergesse auch die Achtung nicht, die es Ländern außerhalb des amerikanischen Kontinents schulde, denn Panamerika verdanke dem kultivierten Eropa fein Da­sein.

Wirtschastskrisis in Venezuela.

Stockholm, 15. April. (Europapreß.) Eigene Produktionsschwierigketten, der durch Schiffsraum- mangel entstandene Einfuhrrückgang und das dar­aus resultierende Anwachsen von Dollarüberschüssen bei der venezolanischen Zentralbank sind Zeichen einer Wirtschaftskrisis. Venezuela war bis Ausbruch des Krieges der drittgrößte Petroleumerzeuger der Welt. Sein Petroleumexport erlitt jedoch einen erheblichen Rückschlag durch die Zerstörung der Raf­finerien auf der Insel Aruba im Karibischen Meer beim Angriff deutscher U-Boote im vergangenen

Aurn tödlichen Stich wie zum Schneiden, Abhäuten und Zerlegen des Wildes, Schnitzen, Aeste abhacken oder Bohren von Löchern. Erst, wenn man selbst ein solches Messer in der Hand hält wie man es heute noch mit den Reproduktionen des Na­tionalmuseums in Helsinki tun kann merkt man; wie gut der Griff in der Hand sitzt und sie stützt, wie die anscheinend sinnlosen Schmuckringe das Abrutschen über die Schneide bei kräftigem Stoß verhindern und wie handlich das ganze Messer ist. Es war ja auch das zum Gebrauch geschaffene Produkt vieler Generationen von Waffenschmieden, die jede ihren Teil daran gegeben hatten, die Form zu verfeinern. Solch ein Puukko wurde früher waagrecht an der Seite an Ringen an der Scheide hängend getragen wie es die finnischen Stämme Sibiriens heute noch tun, da sonst beim Bücken bie Schneide zu leicht durch die weiche Lederscheide stoßen könnte.

Von jenem Puukko ist es ein weiter Weg bis zum heutigen. Schon um eines zu nennen, ist ja der heu­tige Puukko um mindestens die Hälfte kürzer Don einigen Auswüchsen des Krieges abgesehen wie es der heutige Gebrauch verlangt. Nur dem Lappen-Puukko ist noch die lange Klinge mit der Verbreiterung gegen die Spitze zu geblieben, aber ansonsten ist auch dieser Puukko, mit dem alten ver- Iüchen, eine plumpe und unhandliche Waffe. Von dem Lappenmesser her ist auch eine der Entartun­gen des Puukkos gekommen: Wie bekannt, ver­fertigen die Lappen seit alten Zeiten die Spitze wrer Messerscheide aus Renntierhorn, um das Durchstoßen zu verhindern. Anscheinend hat dort oben irgendein geschmeidiger Verfertiger von Tou- nftenmaren begonnen, an diesem Horn, der leich­teren Anfertigung wegen, die Verästelungen einfach stehen zu lassen; diese Mode wurde weiter im Suoen m Leder kopiert, und daher stammt die heutige, ganz unzweckmäßige, wenn auchwild" aussehende, mit Einbuchtungen verzierteftsch-

Jahr. Daneben hat sich vor allem der Mangel an Schiffsraum lähmend ausgewirkt. Vene­zolanische Häfen werden von Schiffen aus den Der- einigten Staaten immer seltener angelaufen. Die Versorgungsschwierigkeiten haben bereits zu fühl­baren Störungen geführt. Die Gefahr, die aus dem Anwachsen der Dollarüberschüsse bei der venezolani­schen Zentralbank entsteht, ist so groß, daß man in Caracas bereits von einer kommenden Inflation spricht.

Oie japanische Lustoffensive.

Unterbindung des USA.-Rachschubs im Südpazifik.

Tokio, 15. April. (Europapreß.) Die zuneh­mende Kraft der japanischen Luftangriffe im Süd- paziftk und ihre Auswirkungen auf die strategischen Pläne der Nordamerikaner behandelt die Zeitung Asahi". Das Blatt hebt die neue Taktik der japa­nischen Luftwaffe hervor, die in stärkeren Verbän­den als bisher die Angriffe durchführte, die sich vor­zugsweise gegen die feindliche Schiffahrt im Süd- pazifik richten. Innerhalb der letzten zwei Wochen seien über 100 000 Tonnen feindlichen Schiffsraums den japanischen Fliegern zum Opfer gefallen. Eine weitere Auswirkung dieser starken Angriffe sei die Unterbindung des Nachschubs für die auf den Salo­monen und Neuguinea stationierten nordamerikani­schen Truppen, denn die Mehrzahl der versenkten Schiffe seien voll beladen mit Munition, Brennstof­fen und Kriegsmaterial gewesen Da die geogra­phische Lage alle vom Feind besetzten Plätze wie Guadalcanar, Tulagi, Russel-Jnsel von Seezu­fuhren abhängig macht und auch die Der- pflegung der in Buna stehenden nordamerikanischen Truppen nicht auf dem Landwege möglich ist, dürs­ten die schweren Luftangriffe auf die zentrale Ver- pflegungsbafts des Feindes in der Oro - Bucht an der Ostspitze Neuguineas auf die Operationen besonders auf Neuguinea bedeutenden Einfluß haben.

Japaner haben in dieser Gegend zu viele Flugzeuge", sagte der Chef der britischen und

förmige" Scheide. Auch der Nocken, der am Griff­ende der heutigen Puukkos das Ziehen erleichtert, ist fremd, ist eine Einführung aus Deutschland. Die heute übliche und ganz unnütze Blutrinne ist eine Nachahmung ausländischer Stilette und Bajonette, und der zu krumme Bogen der Spitze stammt von den krummen Halsabschneidemessern der Tuareg in Afrika.

Ja, es ist ein weiter und nicht immer guter Weg gewesen bis zum heutigen finnischen Puukko. In vielem hat er sich durch den Absatz auf den Tandmärkten der Well verderben lassen. Doch wie das finnische Volk sich in immer wachsendem Maße auf sich selbst besinnt, so gewinnt auch der Puukko seine Eigenart wieder. Denn zum Charakteristischen des Finnen gehören drei Dinge: Sauna, Sisu (Mut) und Puukko. Die Sauna kennt er von Kindes­beinen an; den Mut braucht er nicht erst in diesem Kriege zu beweisen; und den Puukko trägt der echte Finne oft sogar zum Frack. Darum sieht man auch heute in Finnland immer öfter Wettbewerbe für schöne und zweckmäßige Puukkos, wobei man lang­sam zurückfindet auf eben jene alten, in der Praxis ausgebildeten und gebrauchsbewährten Formen.

Wer ist am schnellsten?

Interessant ist es, einmal die Rekordgeschwindig- kelten unter die Lupe zu nehmen, die von der Vogel­welt erzielt werden. Man hat errechnet, daß der Mauersegler zu den schnellsten Vögeln gehört. Er An m der Sekunde 90 Meter zurücklegen, d.h. 324 Kilometer m der Stunde bewältigen. Unsere Hausichwalbe schasst 60 Meter in der Sekunde oder 216 Kilometer in der Stunde, die Wildente 33 Me­ter je Sekunde oder 122 Kilometer in der Stunde. Der Falke dagegen bringt esnur" auf 21,5 Meter !" der Sekunde oder 78 Kilometer in der Stunde. Dte Brieftaube, die allgemein als schnell gilt, schafft

Das Opfer - die Treue der Heimat!

Das Kriegshilfswerk 1943 hat begänne«.

NSG. Das Vinterhilfswerk 1942/43 gilt mit dem 1. April 1943 als abgeschlossen, während mit dem gleichen Zeitpunkt das kriegshilfswerk für das Deutsche Rote kreuz feinen Au. fang nimmt. Der Erfolg der Opferfonntage und Straßensammlungen des kriegswiuterhltfswerker war fo groß, daß er unseren Feinden die Hoff­nung auf das Nachlassen unserer Widerstandskräfte in der Heimat genommen haben wird.

Während die Erträge des Kriegswinterhilfr- Werkes hauptsächlich dem h ilfs wer k2Ru tter und Kind" zugute kommen, gelten die Samm­lungen des Kriegshilfswerkes für das Deutsche Rote kreuz unseren verwundeten Soldaten. Während der Dauer des Kriegshilfswerkes vom 1.April bis 31.August 1943 finden zwei Stra- 6en- und fünf Haussammlungen statt. Die erste Haussammlung wird am kommenden Sonntag, dem 18. April 1943, durchgeführt. Ml unserer Opferbereitschaft beweisen wir nuferen Sol­daten die Treue der Heimat. Sie wird immer nur ein kleiner Dank fein können, an dem gemessen, was sie für uns tagtäglich an Opfern bringen.

nordamerikanischen Luftsttettkräste im Südwestpa«. fit, Generalleutnant George C. Kenney.derso- eben von einer Dienstreise nach Washington in sem Hauptguartier auf Neuguinea zurückkehrte. ,X£s ist mir unbehaglich, den Japanern zahlemnäßiy unterlegen zu sein. Unser Ersatz kommt auf einem wetten Weg und braucht Zett. Mr müßten, um uns halten zu können, vier von fünf Gegnern ab schießen, das aber ist für meine Leute eine 51t schwere Aufgabe."

Kleine politische Nachrichten.

Die ^-DivisionPrinz Eugen", die sich aus volksdeutschen Freiwilligen zusammensetzt, sammelte in ihren Reihen für Hinterbliebene von Ostfront- Kämpfern die Sum. von 365 040,05 RM.

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In Anerkennung der Verdienste des verstorbenen Reichsministers SA.-Obergruppenführers Hanns Kerrl und des verstorbenen Reichssportführers v. T s ch a m m e r un d Oft en hat der Führer der SA.-Standarte 208, Standort Burgdorf, Gruppe Niedersachsen, die BezeichnungHanns Kerrl" und der SA.-Standarte 103, Standort Bautzen, Gruppe Sachsen, die Bezeichnungvon Tschammer unb Osten" verliehen. Gleichzeitig verfügte der Führer, daß die SA.-Standarte 99, Standort Zabern, Gruppe Oberrhein, zur Erinnerung an den von den Franzosen erschossenen elsässischen Freiheitskämpfer Karl Roos die Bezeichnung SA.-Standarte 99 »Karl Roos" führt.

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Reichswirtschastsminister Funk empfing in Gegenwart des Staatssekretärs Dr. Landfttied und des Unterstaatssekretärs von Jagwitz die Wirt- schaftsberater der AO. der NSDAP, aus den euro­päischen Ländern. Er gab ihnen einen Ueberblick über die wirtschaftlichen Notwendigkeiten der to­talen Kriegführung im Reich und in der euro­päischen Wirtschaftsgemeinschaft und verpflichtete sie zum verstärkten Einsatz der wirtschaftlichen Kräfte des Auslcmdsdeuffchtums für die Erringung des Sieges.

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1933 waren die vor der Machtübernahme als Ausdruck der vorangegangenen schweren Krisenjahre entstandenen kurzfristigen Schulden der Gemeinden in Höhe von 3,2 Milliarden RM. in eine langfristigeGemeindeumschuldungsanleihe" umgestattet worden. Diese Anleihe hat sich durch Tilgungen bis heute um 1,1 Milliarden RM. auf 2,1 Milliarden verringert. Die Erfolge des natio­nalsozialistischen Ausbaues kommen auch in diesem starken Schuldenrückgang der Gemeinden deutlich zum Ausdruck.

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Wie in Zürich amtlich mitgeteilt wird, ist in der Nähe von Baden (Aargau) ein britischer Bomber v?m TypWellington" brennend aibgestürzt. Die lünskopfige Besatzung konnte sich mit Hilfe von Fallschirmen retten und wurde von der schweize* rischen Militärbehörde festgenommen.

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Die Festlichkeiten zur 450. Jahrfeier der Rück» kehr des Christoph Columbus von feiner Ent­deckungsfahrt nach Barcelona begannen mit einem Vorbeimarsch der in der katalanischen HauptstÄt liegenden Truppen vor dem Columbus-Denkmal und den Ehrentribünen, auf denen der spanische Außenminister, General Graf Jordana, der Ma-

nur" 19 Meter in der Sekunde, d. h., sie erreicht einen Durchschnitt von 70 Kilometer in der Stunde. Und die Haustaube kann 13 Meter in der Sekunde, d.h. 47 Kilometer in der Stunde zurücklegen. Be­merkenswert ist, daß die glugleiftung, wie man an den unterschiedlichen Fluggeschwindigkeiten von Haus- und Brieftaube ersieht, durch künstliche Zucht­wahl erhöht werden kann.

^^^mrnllch ist auch die Ausdauer, mit der manche Bogel fliegen können. Amerikanische Seeschwalben, die sich während des Sommers im nördlichen Ka- naöa oder an den Grönländischen Küsten aufhalten, umfliegen auf ihren Zügen die halbe Erde und ver- bnngen die Zeit des nordischen Winters in der Antarktis. Sie durchfliegen also zweimal jährlich eine Strecke von je 17 000 Kilometer. Deutsche totoraje hat man während des Winters in Siw- afrifa festgestellt. Möwen und Seeschwalben kreuzen 'M.» ??legentlich den Atlantik. Regenpfeifer fliegen alliahrlich von der Beringsttaße bis nach Neusee- land, das sind runö 12 000 Kilometer!

amerikanischer Flieger, der von einem Flug­platz vei Neuyork nach San Franzisko flog, geriet m einer Hohe von 3000 Meter in einen großen ®oß,re9tnpfetfern, die in gleicher Achtung dahinschwirrten. Obwohl der Pilot seinen tflug mit der größtmöglichen Geschwindigkeit fort« We mufctc ej zu feiner Ueberraschung feststellen, oafc sich dre Vogel immer in seiner Nähe befanden. Allerdings bür te auch der schnellste Vogel heute nicht mehr nut den modernen Jagdmaschmen um fercr öuftmaffe ,schritthalten können, die bei gün- .eine Höchstgeschwindigkeit von faft 800 Kilometer m der Stunde erreichen. Nach Versuchen im Windkanal läßt sich die bisher er­reichte H0chstgeschwindigkett bei Flugzeugen, btt nad) gegenwärtigen Baugrundsätzen konstruiert wer- ^'^eoretisch sogar bis auf 920 Kilometer m dec Stunde steigern.