Ausgabe 
16.3.1943
 
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Der Architekt Wilhelm Kreis.

Zum 70. Geburtstage.

21m 17. März vollendet einer der führenden deut­schen Architekten, Wilhelm Kreis, sein 70. Lebens­jahr. Der in Eltville a. Rh. geborene, einer altein­gesessenen Familie im Taunus entstammende Künst­ler, begann seine Architektenlausbahn als Assistent von Paul Wallot, dem Erbauer des Reichstags­gebäudes in Berlin. Nach seiner Lehrtätigkeit an der Kunstgewerbeschule in Dresden, die seinem leb­haften Geist besonders zusagte, leitete er von 1908 bis 1920 die Kunstgewerbeschule in Düsseldorf, in der er eine Abteilung für Architektur schuf und wurde dann Professor an der dortigen Kunst­akademie. Seit 1926 lehrte Kreis an der .Kunst­akademie in Dresden, deren Rektor er 1938 bis 1941 gewesen ist. Am 16. März 1941 berief ihn der Führer auf Vorschlag des Generalbauinspektors Al­bert Speer, mit dem ihn eine herzliche Freund­schaft verbindet, zum Generalbaurat für die Gestal­tung der deutschen Kriegerfriedhofe.

Das ist in kurzen Umrissen der äußere Werde­gang dieses, großen Baumeisters, dessen Verdienste der Führer 1938, anläßlich seines 65. Geburtstages, durch die Verleihung des Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft geehrt hat. Am Anfang diyses schöpferischen Lebens steht eine große monumentale Arbeit, der Entwurf des Völkerschlachtdenk­mals in Leipzig, für das der 23jährige Student den ersten Preis im Wettbewerb bekam. Die drei ersten Preise, die Kreis 1899 erhielt, als die Deut­sche Studentenschaft nach dem Tode des Kanzlers Entwürfe für Bismarcksäulen und Bismarck­turme anforderte, leiteten fein Baudenkmals- Frühwerk ein. lieber 50 Bismarcktürme hat der junge Architekt im ersten Jahrzehnt des 20. Jahr­hunderts geschaffen. Schon damals wirkten feine Bauten monumental. Durch die werkgerechte Be­handlung des Materials, durch die von starkem

Raumgefühl zeugenden Abmessungen erschienen sie größer und gewaltiger, als sie maßstäblich waren. Die Augustusbrücke in Dresden und das Museum für Vorgeschichte in Halle, ein ganz neuer Museumstyp, gehören zu den bedeutend­sten Vorkriegsbauten von Kreis.'

Nach dem Kriege erwuchsen dem hervorragend befähigten Architekten eine Reihe neuer Aufgaben, vorwiegend in Düsseldorf. Hier schuf er eines der ersten deutschen Hochhäuser. 1926 entstanden die städtebaulich zu einer Einheit verschmolzenen neuen Museums- und Ausstellungsbauten am Rheinufer, die sog.G e so le i", 1927 bis 1930 das Hy giene- museum in Dresden. Die verschiedenen Büro- häuser, das Kraftwerk Rheinmetall, der Kokskohlen­turm der Zeche Hannibal gehören zu den Arbeiten von Kreis, mit denen er den von der Architektur bis­her vernachlässigten Zweckbau künstlerisch gestaltet hat. Die größten Kräfte des Meisters hat erst die gewaltige Wendung der deutschen Geschichte zum Grohdeutschen Reich freigemacht. Sein erster großer Bau im neuen Stil war das Dresdner Luft- gaukommando, dem 1936 ein Wettbewerb unter zehn namhaften Architekten vorangegangen war. Preis und Ausführung wurden Kreis über­tragen. Das Gebäude (ein Hauptbau mit sechs Flügeln) mit einem Gesamtraum von 200 000 Kubik­metern, wurde hn Laufe von zehn Monaten er­richtet.

In der Geschichte der Architektur der Gegenwart in welcher der Geist unserer Zeit sich am stärksten manifestiert, wird der Name von Wilhelm Kreis an erster Stelle stehen. Die schöpferische Phantasie des Meiste^, verbunden mit einem ungewöhnlichen Formgefühl, plant' grandiose Bauten, deren Aus­führung erst der Frieden bringen kann. Deutsche Nationaldenkmäler zu schaffen, das wird die Er­füllung dieses reichen Lebens fein. An feinem 70. Geburtstage, auf der Höhe feiner Schaffenskraft, erscheint Kreis berufener Deuter und Künder des germanischen Paugedankens in der Welt. Die Idee des Heldenmahnmals, die der junge Stu­

die den hannöverschen Bauernsohn Scharnhorst während des Rückzuges von Jena und Auerstedt anfiel, aus feinem Geiste den schöpferischen Funken zur Einführung der allgemeinen Wehrpflicht, zur Gründung des Volksheeres. Es trat von nun ab als dritte große geschichtliche Macht neben Volk und Reich. Was es bedeutete, zeigten die Zeiten, in denen sich alles gegen uns verschworen zu haben schien", wie vor Leuthen, so 1914 und wieder heute.

Aus der Erkenntnis der unumstößlichen Tatsache, daß dieser unser Krieg der Freiheitskrieg für eine neue Weltordnung gegen das Chaos ist, erhellt, daß Vergleiche etwa zum Siebenjährigen Kriege Fried­richs des Großen oder zum Freiheitskriege gegen Napoleon zu nichts führen. Nur in einem Punkte sind sie gestattet: Es geht dort wie hier um Ehre und Freiheit, um Sein oder Nichtsein und gegen eine Uebermacht. Um dessentwillen aber ist heraus­zustellen, was eingangs angeschlagen wurde. Die Freiheit war für Friedrich den Großen ein so gewaltiger Kampfpreis, daß ein Stein da­von beseelt werden könnte". Ohne Sieg gibt es keine Ehre. Diese beiden Begriffe für feinen Staat machte er zum höchsten Gesetz seines Lebens. Um ihretwillen kämpfte er, der von der Natur dem Geifttgen und der Kunst zugewandt war, den Kampf um die Gleichberechtigung feines Landes als Groß­macht in Europa in jenem für ihn so erbarmungs­losen Kriege. Die Idee des Imperiums, für welche Napoleon kämpfte, galt für Friedrich nicht.Einen guten, dauerhaften und ehrenvollen Frieden" will er, und er beruft sich dabei ausdrücklich in feinem Briefe an Voltaire vom 2. Juli 1759 auf die Philo­sophen Sokrates und Plato, als auf die Schöpfer der Idee des wahren und ^gerechten Staates. Seine Philosophie ist geboren aus der geschichtlichen Not­lage eines Volkes.Sie ist der Wille zum Staat." Daraus aber zog er die Kraft, der Gefahr, ja dem oft vor Augen stehenden Untergang Widerpart zu bieten und sie zu überwinden.

Immer ist die Erkenntnis derNatur der Dinge", d. h. der Wahrheit der Lage, die Voraussetzung für ihre Meisterung. Erst jene von Goethe so klar formu­liertePhantasie zur Wahrheit des Realen", die aus einer Zusammenschau aller geschichtlichen Kräfte und Mächte, moralischen Größen und Möglichkeiten erwächst, erzeugt in uns jene totale Haltung, deren wir bedürfen, um in Epochen stürmischer weltge­schichtlicher Entwicklungsphasen so zu bestehen, wie das Schicksal dies von uns fordert, nämlich heldisch. Auch der große Erzieher unseres Heeres zu dieser totalen (preußischen). Haltung, Clausewitz, er­kennt in her ,Mürbe und Freiheit des Daseins des Volkes" das höchste Gesetz. Auch sein, des großen Kriegsphilosophen Werk, dessen geistiger Gehalt ent* scheidend wurde, hat seinen Ursprung in der großen No^ der außenpolitischen Lage um das Jahr 1807. Demmoralischen Gesetz in uns" Kants gibt er einen Inhalt.Mich hat noch nie ein religiöses Ge­fühl durchdrungen", schreibt er,und gestärkt, ohne mich zu einer guten Tat anzufeuern, zu einer gro­ßen mir den Wunsch, ja selbst die Hoffnung zu geben. Hieraus gründe ich meiye Rechtfertigung, wenn ich meinen Blick von der Erde, der' Profan­geschichte nicht abwenden kann."

Diese Rechtferttgung tft bestimmt durch das Han­deln im Jetzt für die Ehre und Freiheit des Volkes als göttlichem Gesetz. Mit dieser Rechtfertigung für seine Person gibt er gleichzeitig die Rechtfertigung für das deutsche Soldatentum überhaupt, das den Dienst am Ganzen über konfessionelle Bindungen stellt. Es ist kein Zufall, daß ein Soldat, der wäh­rend der Abwehrkämpfe im Winter 1941/42 all diese Gedankengänge in sich durcharbeitete und nieder­schrieb, Generalleutnant Bremer, in. feinem für Front und Heimat geschaffenen BuchFriedrich dem Großen zupi friderizianischen Deutsch­land Adolf Hitlers" (Verlag Mittler & Sohn, Ber­lin 1943) aus jener Rechtfertigung Clausewitz' die große Aufgabe für die Kirchen und ihre Diener in Krieg und Frieden ableitet. Er tut es mit den Wor­ten:Sie haben die starken seelischen Kräfte, die in denen schlummern, die dem Glauben ihrer Väter anhangen, für den Dienst gm Ganzen, für die'Frei­heit und Ehre des Volkes zu wecken und zu stäh­len." Auch hierin dokumentiert sich wieder die Ent­deckung des wahren Clausewitz und die Erkenntnis seiner wahren Wirkung: daß sein Werk weit über den Bereich des Kriegerischen hinausragt, daß es als Philosophie des Handelns zu den höchsten Lei­stungen der menschlichen Geistesgeschichte überhaupt .zahlt.

Durch Clausewitz wurde das deutsche Heerzur Hohen Schule der Natton". Es bewies seine Größe in der Bewältigung seines Auftrages, in den Schlachten des ersten Weltkrieges, dessen Felder es unbesiegt verlieh. Es beweist sie auch heute wieder in einem bis zum Mythos gesteigerten deutschen Heldentum. Hmter ihm steht heute das deutsche Volk eine durch ein erbarmungslos hartes Schicksal und eine große Idee wie kein anderes Volk

3m Raum von Bjelgorod die Sowjets weiter nach Osten zurückgeworfen.

Der Wehrmachtbericht.

DNB. Ausbem Führerhauptquartier, 15. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Wie durch Sondermeldung bekannlgegeben, wurde der Gegenangriff, in dem die Heeresgruppe Süd nach wochenlangen Kämpfen den Feind über den Donez zurückgeworfen hat, gestern durch einen bedeutsamen Erfolg gekrönt. Nach tagelangen, harten Kämpfen haben Verbände der Waffen-^, von der Luftwaffe tatkräftig unterstützt, die Stadt Charkow im umfassenden Angriff von Norden und Osten zurückerobert. Die Verluste des Gegners an Menschen und Mate­rial sind noch nicht zu übersehen.

Südöstlich und nördlich der Stadt bis in den Raum von Bjelgorod warfen unsere angreifenden Divisionen den Feind weiter nach Osten zurück. Westlich Bjelgorod ver­suchten die Sowjets, den fortschreitenden deutschen Angriff mit neu herangeführten Kräften zum Stehen zu bringen. Der feindliche Gegenangriff brach unter hohen blutigen Verlusten zusammen. Dabei vernichtete die Infanteriedivision Großdeutschland" in Zusammenarbeit mit der Luftwaffe 44 von 60 anareifenden Panzern.

Im mittleren Frontabschnitt scheiter­ten zahlreiche zusammenhanglos geführte feindliche Angriffe.

Im Kampfraum Staraja Ruhja trat der Feind nach starker Artillerievorbereitung, von Pan-

ber Erde gestählte Nation. Es ist auch seinerseits bis ins Letzte von dem Wissen um seinen Austrag durchdrungen, mit sich Europa zu retten, weil es muß. Indem wir uns aber vor unseren Vorbildern der Geschichte verbeugen, deren Gestalten sich eben­so gewaltig wie mahnend aus den düsteren Nebeln schwerster Erschütterungen, diese überragend, erheben, haben wir auch teil an ihkem Geiste und wachsen in ihre Maßstäbe der Bewährung hinein. Unser Schicksalskampf für die Würde und Freiheit unseres Volkes hat feine heiligste Rechtfertigung. Aus ihr, durch dis ewigen Worte und Taten unserer Heroen keimt -unsere Kratt. Wir glauben, weil wir sind. Dr. Wilhelm Lothar Diehl.

Tränen und Unglück."

Von unserer Berliner Schristleitung.

WiePeople" berichtet, bringt neuerdings das Foreign Office mit Zustimmung der nordamerika­nischen Militärbehörden an die in Großbritannien stationierten USA.-Truppen eine Broschüre zur Ver­teilung, die den vielsagenden Titel trägt:Wie habe ich mich englischen Mädchen gegenüber zu betragen?" In dem Heft wird den Boys des Herrn Roosevelt in nicht mißzuverstehender Weise klargemacht, daß die Engländer von den vielen Tausenden Eheschließungen, die inzwischen zwischen jungen englischen Mädchen und nordamerikanischen Soldaten ftattgefunben haben, gar nicht viel halten, und zwar um so weniger, als diese in der weitaus überwiegenden Zahl der Fälle doch nurzu Trä­nen und Unglück geführt" hätten, und dies schon nach ganz kurzer Zeit. In Zukunft müßten gegen solche übereiligen Eheschließungen Kautelen geschaffen werden, so heißt es in der Broschüre weiter. Eine erste Maßnahme ist die Bestimmung, daß jeder Pankee-Soldat, der in Zukunft ein eng­lisches Mädchen heiraten will, den Bettag von 40 Pfund beim Stanbesamt hinterlegen muß. Ist er dazu nicht in der Lage, muß er sich schriftlich zu einer Verlobungszeit von mindestens sechs Monaten verpflichten. Diese 40 Pfund sind im übrigen als Spesen für die Reise der Braut nach den USA. gedacht für den Fall, bafjjie das Los so vieler anderer junger Engländerinnen teilen muß, sich eines Tages verlassen zu sehen.

Oie Agrarrvirtschast in den USA.

Lissabon, 16. März. (Europapreß.) Auf Ver­anlassung des Gouverneurs Hickenlooper von Iowa versammelten sich dis Gouverneure von zwölf Mit- tel-Weftstaaten, um die wachsenden Nahrungsmit­telansprüche, die von Washington trotz Arbeiter- und Maschinenknappheit gefordert 'würden, zu dis-

zeru und Schlachffliegern unterstützt, erneut zum Angriff an. Die anstürmenden Sowjets wurden in erbitterten Kämpfen zurückgefchlagen.

Die Luftwaffe vernichtete an der Ostfront bei nur zwei eigenen Verlusten 64 Sowjetflug­zeuge.

Deutsche Seestreitkräfte versenkten an der Kaukasuskuste vor Tuapse einen So- wjettanker von 7000 VRT.

Bei feindlichen Vorstößen gegen die Küste der be­setzten Westgebiete wurden in Luftkämpfen vier Spitfire, bei nächtlichen Einzelflügen über dem Ruhrgebiet vier weitere Flugzeuge abgeschossen.

Die Luftwaffe griff mit schnellen Kampfflugzeugen am Tage militärische Ziele an der britischen Ost­küste an und führte in der Nacht zum 15. Rlärz mit einem Verband schneller Kampfflugzeuge einen starken Angriff gegen den Schiffsbauplah Sun­derland. Ein eigenes Flugzeug kehrte nicht zu­rück.

Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, schlu­gen unsere Unterseeboote weiter zu. Sie grif­fen an der O st k ü st e Südamerikas einen stark gesicherten Geleitzug an. Sieben Dampfer mit 49 000 BRT. wurden versenkt, ein weiterer torpediert, dessen Sinken wegen starker Abwehr nicht beobachtet werden konnte. Außerdem wurden weitere sieben Schiffe m t 43000 BRT. in den übrigen Operationsgebieten des Atlantik ver­senkt. Damit beendeten wieder insgesamt 14 Schiffe mit 92 000 BRT. ihre Fahrt für England auf dem Grunde des Meeres.

futteren und praktische Auswege zu suchen. Hicken­looper sagte, die Saatzeit nahe heran, ohne daß irgendein Programm aus Washington komme. Eine gewaltige -Ackerfläche sei noch vom letzten Herbst her im Mittel-Westcn ungeerntet, da man keine Maschi­nen habe. Zum Teil sei die Maschinenknappheit verursacht durch falsche Verteilung, denn viele Agrar- maschinen würden ein'ach von der Regierung auf Vorrat gekauft. Andere seien dorthin geschickt, wo man solche Typen nicht benötige. Angesichts der heutigen Entwicklung sei es unmöglich, die Agrar­produktion so zu erhöhen wie es gewünscht werde.

LlGA.-Kapilal

in Kranzösisch-Nordaftika.

Madrid, 15. März. (DNB.) Wie EFE. aus Algier erfährt, wurde auf der letzten Sitzung des Obersten Wirtschaftsrates in" Nordafrika unter­strichen, daß die Eigenproduktion wesentlich gesteigert werden müsse. Don den 40 000 Tonnen, die Französisch-Nordafrika in normalen Zeiten all- monatlich einführe, könnten die Anglo-Amerikaner trotz aller Anstrengungen infolge des Schiffsraum- mangels nur 1800Ö Tonnen heranschaf­fen, so daß ein Defizit von 22 0£0 Tonnen zu überbrücken sei. Besonders schwierig gestalte sich die Getreideversorgung, wo unter Be­rücksichtigung des Heeresbebarfes 120 000 Tonnen Weizen eingeführt werden müssen.

Der EFE.-Korrespondent fügt hinzu, daß die ge­forderte Steigerung, der Eigenproduktion in Fran­zösisch-Nordafrika große Kapitalien erfordere, die wegen der Trennung vom Mutterlands nur von den USA. und England kommen könnten. So hät­ten beispielsweise die Nordamerikaner zahlreiche Güter aufgekauft und neue Industrien ge­gründet, was eine steigende Verdrängung der fran­zösischen Wirtschaft in Nordafrika mit sich bringe.

Aus dem Arbeiterparadies Roosevelts.

Von unserer Berliner Schriftleitung.

Zahlreiche Arbeitergruppen in den Vereinigten Staaten sind unter bezahlt, stellt ein Artikel der schwedischen ZeitungAftontidningen" fest, her sich eingehend mit dem Lebensstandard der Arbeiter im Reiche Roosevelts beschäftigt. Einegeschickte Propaganda", so nenyt das schwedische Blatt die USA.-Agitation, habe .es verstanden, allgemein Unklarheit über das Einkommen der USA.- Arbeiterschaft zu verbreiten und zum Teil sogar den Eindruck zu erwecken, der Lebensstandard des nordamerikanischen Arbeiters liege hoch über dem des europäischen. Das ist ein Irrtum, erklärt die

Der ungedeckte Blankoscheck.

England ist davon überzeugt, daß es ohne die Sowjetunion nicht siegen kann, und es ist bereit, für die sowjetische Unterstützung jeden Preis zu zahlen, einschließlich der zukünftigen Vorherrschaft über Europa." Diesen Satz formuliert die Londoner ZeitschriftNew Statesman and Nation", eine Zeit schrift, die etwas gilt. Der Satz spricht so für sich selbst. Die - englische Hilflosigkeit schreit aus feiner knappen Formulierung. Der Ertrinkende, der nach dem Strohhalm greift, um sich zu retten, kümmert sich nicht um den roten Hahn auf des Nachbarn Dach. Aber der Nachbar, dem der rote Hahn auf das Dach gefetzt werden soll, hat allen Anlaß, dar­über seine eigenen Gedanken zu haben. Die englische Perfidie ist offenbar: nur ist es nicht die Perfidie eines Großen, der überlegen spielt, sondern eines kleinen Schächers, der nach Luft japst. Ist es nicht lächerlich bis zur Groteske, wenn England mit groß­zügiger Geste den Sowjets das Europa offeriert aus dem es hinausgeworfen ist? Jenes Europa, an dessen Wehrgrenzen im Westen, im Süden, im Nor­den und im Osten die dertschen Heere stehen. Eng­land unterschreibt mit großer Geste einen Blanko­scheck: aber ob der Blankoscheck auf einen europäischen Heller oder auf eine europäische Million lautet: in jedem Fall ist er u n g e d e ck t.

schwedische Zeitung, und belegt ihre Auffassung durch eine gründliche Untersuchung amtlicher 3iffem über die Einkommensverteilung in den USA. Dar­aus ergibt sich, daß ein erheblicher Teil der Haus­haltungen unter jedem Existenzminimum liegt, daß andere Arbeiter wohl das Minimum verdienen, daß aber die Ausgaben für die not wendigsten Bedürfnisse, zum Beispiel für Wohnung und Kleidung, sehr hoch sind. Dazu kommt fer ner, daß die Lebenshaltungskosten gerade während des Krieges erheblich mehr gestiegen sind als die Löhne, so daß der Lebensstandard sich allge­mein verschlechtert hat, und daß durch die Umstellung der Industrie auf Kriegsproduktion Mib lionen Arbeiter arbeitslos wurden oder min­destens in einen anderen Beruf übergehen mußten, in deip sie schlechter bezahlt werden als bisher.

Wenn man diese sachlich begründeten Feststellun­gen lieft, versteht man, warum Roosevelt jetzt plötz­lich mit einem Sozialplan an die Öffentlichkeit tritt. Er hat es dringend nötig, die katastrophalen Unterlassungssünden seiner Sozialpolitik vergessen 511 machen.

Oie Araber

hoffen auf ven Sieg der Achse.

Sofia, 16. März. (Europapreß.) Der ägyptische Prinz Nabil Mansur Baoud, ein Vetter des Königs Faruk, der mit feiner Familie auf der Reife nach Rom in Sofia eintraf, erklärte, daß der zwischen Aegypten und Großbritannien bestehende Verttag von den Engländern nur als ein Fetzen Papier be­trautet werde. Der Sieg der Achse sei für die Ara­ber ebenso bedeutungsvoll wie für die Achsenländer selbst, weil erst die Niederlage Englands die Auf­richtung der göttlichen und menschlichen.Rechte er­mögliche. England habe bas'ägyptische Volk schlecht behandelt. Dies genüge, um seine Seele mit Haß gegen Großbritannien zu erfüllen. Wie er denke das ganze ägyptische Volk. Die Aegypter fühlten von ganzem Herzen mit den Achsenmächten. Aegypten glaube an den Sieg der Achse.

Oie ifolienifdw Verluste im Jahre 1942/43.

Rom, 16. März. (Europavreß.) Die Verluste der italienischen Wehrmacht an den verschiedenen Fron­ten vom Januar 1942 bis Februar 1943 betragen 20 309 Tote, 52 623 Verwundete und 148 913 Ver­mißte. Davon Nordafrika: Gefallene 6 666, Verwundete 8701, Vermißte 72115; Rußland: Gefallene 6125, Verwundete 34 941, Vermißte 68 347; Balkan: Gefallene 5538, Verwundete 2-599, Vermißte 759; Marine: Gefallene 1232, Verwundete 2599, Vermiße 6338; Luftwaffe: Gefallene 748, Verwundete 948, Vermißte 1354.

Kleine politische Nachrichten.

Die türkische Regierung hat das zur Finanzierung von Waffenlieferungen mit Deutschland abgeschlos­sene Kreditabkommen der Nationalversammlung vor­gelegt. ,

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In den von nordamerikanischen Behörden verwal­teten Provinzen von Italienisch-Eritrea wurden die USA.-Gesetze eingeführt. In die Ver­waltung wurden zahlreiche aus Palästina stant- mende Juden eingesetzt.

*

Auf Befehl der britischen Militärbehörden in Te- heran müssen in Iran alle Vorräte an Seinen und

dent mit seinem Entwurf zum Völkerschlachtdenkmal zum ersten Male gestaltet hat, sie hat ihn durch sein ganzes Leben begleitet. Sie klingt in den zahlreichen Entwürfen und Ausführungen der Bismarcktürme, sie kommt weiter zum Ausdruck in den Soldäten- grabmälern des Weltkrieges, und sie wird aus- klingen in der großen vom Führer gestellten Auf­gabe, als Generalbaurat die deutschen Kriegerftied- hofe unserer Tage zu gestalten. A. v. Oertzen.

Tödlicher Zweikampf zwischen Löwe und Krokodil.

Ein schwedischer Großwildjäger, der sich seit fünf­zehn Jahren am Tanganjika niedergelassen hat, be­fand sich zusammen mit zwei Arabern an einem sehr heißen Novembertage auf dem rechten Ufer des Sigi, zehn Kilometer von der Mündung entfernt, als ihre Aufmerksamkeit durch konzentrische Kreise errevt wurde, die. sich ständig zrergroßernd, auf der Oberfläche des Flusses zu sehen waren. Plötzlich be­merkten sie einen mächtigen Löwen, der die Vorder­pfoten auf eine Sandbank setzte, als etwa Seltsames geschah. Das Wasser wallte wild auf, als ob es von einer übernatürlichen Kraft bewegt würde, der Loipe stieß ein furchtbares Gebrüll aus und sprang ganz auf die Sandbank, während er etwas Langes hinter sich Herzog.Das ist ja ein Krokodil", rief einer der beiden Araber,das ihn an einem Beine gepackt hat!" Tatsächlich erkannte man jetzt sehr gut den Stopf, der mit einer langen Reihe furchtbarer Zähne ausgerüstet war, und den riesigen Körper eines Krokodils.

Eine aufregende Szene folgte. Dem Löwen wav es gelungen, die Sandbank völlig zu erklettern während das Krokodil, besten Körper noch zur Hälfte im Wasser war, ihn an einem Hinterbein gepackt hielt. Der Löwe brüllte, daß die Luft er­zitterte, dann wandte er sich plötzlich um und schlug feine Tatzen gegen den Kopf d-s Krokodils, das jetzt fernen wütenden Angriff mäßigte, weil, wie die

Jager später feststellten, der Löwe ihm die Augen aus ihren Hohlen gerissen hatte. Mit der Schnellig­keit eines Blitzes verbiß sich das große Katzentt?r in den Hals fernes Gegners, und die beiden 'setzten ihren wilden Kampf furchtbar miteinander ver- knault auf der «andbank fort. Es war unmöglich, alle Einzelheiten des Ringens zu verfolgen, aber nach einer halben Minute sahen die drei Männer bereits, daß die Rollen vertauscht waren, weil das Krokodil, besten Stopf nur eine blutige Masse zu sein schien, den tzowen in der Mitte des Körpers mit seinen stählernen Kinnbacken hatte packen können, roabrenb dieser in furchtbarer Qual im Todeskampf brühte, aber immer noch sich bemühte, mit den und mit den Tatzen den Hals des Krokoditt ln ganzen Länge zu zerreißen. Das Ende kam plötzlich. Der Lowe sank auf den Rücken seines tie£n.er5 zurück und stieß ein letztes Gebrüll aus, und das Krokodil rollte, nachdem es einen Augen- unbeweglich gewesen war, langsam auf die

Seite und lag gleichfalls tot da. c. K.

Wer war Buchholh?

. --Da .?ie Buchholtzsn schlecht!" oderDazu ^^uchholtz «ein Geld!" - Diese Redensarten kann "uch heuts noch oft genug hören. Aber mancher, der von Buchholtz spricht, durste in große Verlegen­heit geraten wenn man von ihni wissen wollte, wer denn eigentlich dieser sparsame .Buchholtz fei. Sie überrascht fein, zu hören, daß Friedrich ilt MunH bra Urf,cbAr dieses geflügelten Wortes LinL IS- Dezember 1766 das Mini-

K?FmL an den König eine Anfrage wegen der ^atMt gewordenen Langen " ®Ä'n richtete, entschied dieser in einer 3 " Randbemerkungen:Buchholtz hat kein

Mt-N -2,cfer Vuchholtz, der auch sonst vom Alten Fritz öfters ermahnt wurde, wenn er Geld sorderungen ablehnte, lebte von 1706 bis 1798. war Knegs- und Domanenrat und durch lange Fett der Schatullen Verwalter des Königs.. c, K.