3m vorletzten Meisterschaftsspiel am von»
Gießen
16. Februar 1943
01017/
Danksagung.
Statt Karten.
Schanzenstraße 18.
556D
schätzten Mitarbeiter.
668D
01013
Burk
557 D
[«61C
Kriegswichtiger und lebendiger Einsatz:
Breslau Tauentzienstr. 66
Familie Wilhelm und Geschwister.
Climbach, den 15. Februar 1943.
Ihre Vermählung geben bekannt
KarPHeinz Boer Leutnant der Luftwaffe und Frau Christel geb. Herbert ,
Für die herzliche Teilnahme und schönen Blun/enspenden bei dem Heimgang unserer lieben Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elisabeth Noll, geb. Bechthold sagen wir auf diesem Wege vielen Dank.
Otto Knörr und Fran, geb. Bechthold Wilh. Nachtigall und Fran, geb. Bechthold Helmut Nachtigall.
Gießen, im Februar 1943-
Vorstand und Gefolgschaft der Reichsbankstelle.
5672.
MI.MM in Einfam.-Haus (Zentralheiz.), sofort zu verm. Schr. Ang. unt. 01032 a.d.G.A.
werden mutz:
11. Rate Grundsteuer 1942.
4. Rate Gewerbesteuer 1942.
4. Rate Hundesteuer 1942.
Gießen, den 15. Februar 1943.
Der Oberbürgermeister (Stadtkaft'e).
Filmvorführer
zumVorführen von Schmalfilmen gesucht. Vorführerprüfung ist nicht erforderlich'. Die Deutsche Arbeitsfront NSG. ,Kraft durch Freude* Kreisdienststelle Gießen
Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst
Heinrich Rinn und Frau
Erna, geb. Hofmann
Heuchelheim, 15. Febr. 1943
_________________________01023/
Gebr. und neue
ftinöeme
Grötze 20, gegen Gr. 21—22, und ein Paar blaue Damenschuhe,
Grötze 38, gegen gleichw., Gr. 39, z. tausch, gesucht Wolfstraße 16p.
Oeffentliche Mahnung.
Folgende Rückstände werden hiermit, zur.umgebenden Zahlung gemahnt, andernfalls ein Säumniszuschlag berechnet und die Beitreibung eingeleitet
Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren verstorbenen, von uns allen sehr ge-
Goldener Trauring mit Buchstaben H. d. A. 1925 verloren von Neustadt bis Seltersweg.
Geg. Bel. auf d. Fundbüro abzugeven. boiD
Plötzlich und unerwartet verschied am 13. Februar 1943 mein lieber, herzensguter Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel
Karl Burger, Reichsbanksekretär
im 65. Lebensjahr.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Elly Burger, geb. Albold
Erich Burger und Frau Aenne, geb. Hall
Karl Weingärtner und Frau Anni, geb. Burger
Adolf i.löhl jun und Frau Mariechen, geb. Burger Fritz Albold und Frau Marie, geb. Ruppel
Georg Albold und Frau Leni, geb. Löffert.
Gießen (Schloßgasse 5), Neuyork, Philadelphia, Wetzlar, den 13. Februar 1943.
Die Trauerfeier findet am Mittwoch, dem 17. Februar, 13.30 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt.
Von Beileidsbesuchen wolle man bitte absehen.
fahttw.
zur Reichsbahn!
Für die vielen lieben Glückwünsche zur Geburt unseres Ulrich sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank
Danksagung.
Allen denen, die uns beim Heimgang unserer lieben, teuren Entschlafenen ihre aufrichtige Teilnahme erwiesen haben, sagen wir auf diesem Wege unsren innigsten Dank.
' Die trauernden Hinterbliebenen:
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die Kranzspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Schmidt bei dem Heimgange unseres lieben, unvergeßlichen Entschlafenen
Wilhelm Kettaor, Lokomotivftthjer i. R. sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank.
In stiller Trauer: Barbara Kettner, geb. Lämmer Max Kettner und Familie, und alle Angehörigen.
Gießen (Steinstr. 48), den 15. Februar 1943.
01018
Wir danken herzlichst für die erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche anläßlich unserer goldenen Hochzeit
Wilhelm Kipper und Frau Emilie, geb. Bertram
Gießen, im Februar 1943
___________________ 01009/
Aufsichtsbeamte
Fahrkartenverkäuferinnen Kräfte für Fernmeldediensf Wagenreinigungspersonal Bürokräfte
Berücksichtigung Deiner Fähigkeiten und Vorbildung beim Einsatz I Deine Meldung nimmt jede Stelle der Deutschen Reichsbahn entgegen. Wenn das Arbeitsamt Dich ruft, melde Dich bei der Reichsbahn.
Alle Kräfte fürdieVolksgemeinschaft!
Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Damm: Kleinan» zeigen in die Heu matzeitung, den DieBenerAueiger
Sonntag mußte der Luftwaffensportv^ein Gießen in Friedberg, von dem dortigen Reichsbahn-Sportverein eine empfindliche Niederlage hinnehmen. 3n 1 Friedberg ist zwar nicht leicht zu gewinnen, aber ; immerhin ist eine Niederlage mit 11:2 Toren für Gießen niemals erwartet worden und bedeutet die große Ueberraschung des vorigen Sportsonntags. Die Mannschaft Friedbergs zeigte ein crusgezeich- I netes Spiel und war dem LSV., Gießen vor allein in der zweiten Spielhälfte klar überlegen. Dagegen war das Spiel der Flieger lustlos und^ohne Kraft 1 und Schwung, jedenfalls durfte der LSV. Gießen, gemessen an den bisherigen Leistungen, eine solche Niederlage niemals zulassen. Die Mannschaft des LSP. Gießen leidet im Augenblick wohl stark unter Aufstellungsschwierigkeiten, dennoch hatte man mit ■ einem günstigeren Ergebnis gerechnet, vor allem des« halb, weil durch dieses Spiel unter Umständen die Frage nach dem Meisterschaftsanwärter entschieden^ ist. Vorerst ist jedenfalls der DfB.-R. Gießen der lachende Dritte, er ist nunmehr ernster Anwärter auf die Meisterschaft geworden.
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B eim Leichtathletik-Hallen fest der Fran kfurter Eintracht siegten Dr. L u h (Gieße n) im Kugelstoßen mit 14,92 Meter und Köster (Frankfurt) im 1 Sprinter kämpf. Beste KurzstreckenNuferin war die Kasselerin Kirchhoff, während Frl. Staudt (Limburg) mit 1,46 Meter das Hochspringen vor der deutschen Meisterin Schall (SV. 98 Darmstadt) gewann.
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Sonntagabend entschlief nach kurzer Krankheit mein innigstgeliebter Mann, unser guter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager, Onkel und Vetter
Bahnhofsmeister i. R.
Wilhelm Henrich
im 79. Lebensjahre. .
Im Namen
der trauernden Hinterbliebenen:
Luise Henrich, geb. Heinz.
I Treis a.d.Lda., Gießen, Gleiwitz, IS.Febr. 1943.
I Die Beerdigung findet am Mittwoch, 17. Fe- I bruar, um 14.30 Uhr statt.
01022
Heute nacht verschied nach kurzer, schwerer Krankheit mein lieber Mann, unser guter Vater und Schwiegervater
x Friedrich Wagener
Reichsbahnzugführer a. D.
im Alter von 74 Jahren.
Im Namen
der trauernden Hinterbliebenen:
Margarethe Wagener, geb. Nüsch.
Gießen, (Stephanstr. 21), 15. Februar 1943.
Die Beerdigung findet Donnerstag, 18. Febr., 14% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.
Das Seelenamt ist am Donnerstag, morgens 7% Ufir, in der Pfarrkirche. — Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen.
01030
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Dmct unv Vertag: Brühlsche Universttätsdructerei R. Lange K. E. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann- An^eigenleiter: Hano BeL
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fern zur Unterstützung des Luftschutzwartes, auf der Straße, in Gaststätten, Theatern usw. sofort auf der Wache der nächstgelegenen Wehrmachtanlage oder zur Unterstützung des Luftschutzwartes des nächsten öffentlichen Luftschutzraumes. Alle Wehrmachturlauber erhalten auf dem Urlaubsschein oder Marschbefehl die Anweisung, sich sofort unaufgefordert an ihrem Aufenthaltsort zum Luftschutzdienst zur Verfügung zu stellen. In 'den öffentlichen Luftschutzräumen und Luftschutzbunkern wird durch Aushänge auf die Hilfspflicht der Urlauber hingewiesen.
Sie Schönheiten
der Stubaier und Oetztaler Alpen.
Der Zweig Gießen-Oberhessen des Deutschen Alpenvereins hatte seine Mitglieder mit ihren Fa- Mliien und Gästen am Sonntagnachmiltag in den großen Saal des „Hindenburg" zu einem Lichtbildervortrag über Gipfelfahrten in den Stubaier und Oetztaler Alpen eingeladen. Den Vortrag hielt Oberstaatsanwalt Dr. Müller (Darmstadt), der bei mehreren Reisen die genannten Gebiete eingehend kennengelernt hatte.
Sektionsleiter Direktor W r e d e hieß die vielen Besucher herzlich willkommen und dankte dem Vortragenden für sein Entgegenkommen, im Zweig Gießen-Oberhessen über seine Reiseeindvücke zu sprechen. Oberstaatsanwalt Dr. Müller schilderte dann an Hand von nahezu 150 vortrefflichen farbigen Lichtbildern, die er selbst ausgenommen hat, seine Gipfelfahrten ins Stubai- und Oetztal.
- Im August 1940 trat der Vortragende über München und Kufstein seine Reise nach Innsbruck, der „Stadt der Bergfreunde", an. Prachtvolle Aufnahmen der deutschen Stadt mit ihren schönsten Straßen, mit. ihrem Wahrzeichen dem „Goldenen Dachl" ließen die Herrlichkeiten der Stadt im besten Licht erscheinen. Das Gebiet, das der Vortragende schilderte, ist im Westen und Norden vom Inn, im Osten von der Brennerstraße und dem Passeier Tal und im Süden vom Vintschgau als dem oberen Etschtal begrenzt. Der Sillschlucht, südlich und südwestlich von Innsbruck, aufwärts folgend, führte der Redner nach dem herrlich gelegenen Orte Vulpmes, von wo aus er den Aufstieg zu der im Jahre 1900 erbauten Starkenburger Hütte unternahm, um von hier die schönsten Aufstiege nach den Bergmassiven, der Stubaier und Oetztaler Alpen zu unternehmen, lieber duftige Wiesen mit lieblicher Alpenflora, dann über Almen, Moräne, zuletzt über Firn und Gletscher wanderte der Zuhörer im Geiste mit hinauf auf die Spitze des 3280 m hohen Habichts, des 3500 m hohen Schran-Kogl und des 3511 m hohen Zuckerhütl. Bilder vom Sonnenaufgang, von den mit Alpenrosen geschmückten Bergwiesen, von reizenden Berg- schäslein, von den verschiedenen Hütten, der Dresdener, der Hildesheimer und der Nürnberger Hütte, ließen die Schönheiten der deutschen Alpenwelt erkennen, die den Bergfreund "packen, um ihn immer wieder die Bergwelt erleben zu lassen. Der Vor- ftagende zeigte ferner noch Bilder von einer Wanderung im Jahre 1941, die ihn vom Oetztal über Lengenfeld, Sölden und Zwieselstein hinauf zum zweithöchsten deutschen Bergriesen, der 3774 m hohen . Wildspitze führte. Prachtvoller Blick, vorbei an der Vernagt-Spitze mit ihren 3531 m, über Hoch-Der- nagt-F'erner hinüber zur südwestlich gelegenen 3746 m hohen Weißkugel lohnt den sehr schwierigen, ost
** 8 5. Geburtstag. Am heutigen Dienstag, 16. Februar, kann Frau Elise Rau, Hillebrand- straße 8 wohnhaft, ihren 85. Geburtstag begehet. Der Jubilarin bringen wir unsere herzlichen Wünsche zum Geburtstag und für eilten schönen Lebensabend dar.
** Silberne Hochzeit. Der Tapezierer und Polsterer Karl Kraft und Frau Elisabeth, geb. Schäfer, Teufelslustgärtchen 11 wohnhaft, begehen am heutigen Dienstag ihre silberne Hochzeit. Dem Jubelpaar gilt unser herzlicher Glückwunsch.
** Nachrichten-Maiden für d i e Waffe^- ff und Polizei. Wie die Wehrmacht, so haben auch die Waffen--- und die Polizei Bedarf an Nachrichtenhelferinnen. Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz hat deshalb die Arbeitseinsatzstellen gebeten, diesen Kräfteanforderungen der Waffen--- und Polizei zu entsprechen und die Dienststellen der Waffen--- und Polizei bei Erfassung und Heranziehung von Frauen als Nachrichtenhelferinnen der Waffen--- und Polizei zu unterstützen.
** Jugendliche beitragsfrei. Der Reichsluftfahrtminister und Oberbefehlshaber der Luftwaffe hat entschieden, daß bei jugendlichen Mitgliedern des Reichsluftschutzbundes unter 18 Jahren von der Einziehung eines Mitgliedsbeitrages Abstand zu nehmen ist. Sie können ohne Betragsleistung Mitglied werden.
Gchwarzschlachiungen und Fleischschiebungen.
Der Haupttäter zum Tode verurteilt.
Lpd. Darmstadt, 15. Febr. Schwarzschlachtungen, Schwarzhandel mit Fleisch, Preiswucher, Steuerhinterziehung und andere Lebensmittelschiebungen waren der Anklagetatbestand einer Strafsache, die vor dem Sondergericht in Darmstadt gegen den Landwirt und Händler August Hamm und seinen c^westersohn Heinrich Jung aus Bechtolsheim, den Metzger Julius R e i s e r aus Nierstein und den Gastwirt Eduard Doerr aus Mainz zur Hauptverhandlung kam.
Der Hauptangeklagte Hamm hat seit Frühiahr 1940 bis zum April 1942 aus krassestem Eigennutz und in rücksichtsloser Gewinnsucht 16 Schweine, darunter 4 schwere, 2 Stück Großvieh, 2 Kälber und 4 Schafe für eigene Rechnung, außerdem noch ein Kalb und einen Schafbock in fremdem AustrSg schwarzgeschlachtet. Er hat dadurch nicht nur eine Fleischmenge von 28 Zentnern Schlachtgewicht der ordnungsgemäßen Kriegsbewirtschaftung entzogen, sondern durch die Schlachtung von zwei
Dr, med. Inßeborß Leidenfrost
geb. Weyl
Oberarzt Dr. Gerhard Leidenfrost
________________________01034/
Für die zahlreichen Glück- und Segenswünsche anläßlich unserer Silberhochzeit sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank.
Karl Schäfer und Frau
Großen-Linden, 15. Febr. 1943 ___________________560 D/
wertvollen Zuchtrindern zugleich auch in unverantwortlicher Weise kriegswichtige Grundlagen für die Nachzucht und Aufrechterhaltung des Viehbestandes vernichtet. Seine unverantwortliche Gewinnsucht ging dabei soweit, daß er bedenkenlos auch solches Großvieh beiseite schaffte, das gar nicht ihm, sondern andern Bauern gehörte und nur vorübergehend in seinem Ptietstall untergestellt worden war. Mih- destens 20 Zentner des schwarzgeschlachteten Fleisches, wahrscheinlich aber erheblich mehr, wurden von Hamm zu Wucherpreisen verschoben, der Rest im eigenen Haushalt verbraucht. Ohne Rücksicht auf die Fleischsorte erzielte der Schieber und Wucherer Erlöse von 2,50 RM. jeweils für V2 kg, während die Preise des gesetzlichen Handels nur durchschnittlich 90 Rpf. betrugen. Nicht genug damit, unterhielt Hamm aber auch einen lebhaften Schwarzhandel mit Butter unb (Siern, wobei er bei seinen Abnehmern in Mainz für das Ei 15 bis 25 Rpf. und für jeweils V2 kg Butter 5 RM. erzielte. Nach vorsichtigen Schätzungen betrug der Umsatz im Laufe der Zeit mindestens 2000 Eier und etwa 1 Zentner Butter. Hamm hat mit diesen Kriegswirtschaftsverbrechen,deren Schwerpunkt auf dem Gebiet der Fleischbewirtschaftung lag, in besonders schwerer und verwerflicher Weise gegen lebenswichtigste Kriegsinteressen der Volksgemeinschaft und gegen die natürlichsten Grundlagen der Wirtschaftsmoral verstoßen, da es ihm bei seinem verbrecherischen Treiben einzig und allein auf die Befriedigung' seines hemmungslosen und verbrecherischen Gewinnstrebens ankam. Er ist darüber hinaus geständig, bereits im ersten Weltkrieg in gleicher Weise das Vielfache der jetzt festaestellten Fleisch- mengen schwarzgeschlachtet und zu Ueberpreisen verschoben zu haben. Das Sondergericht verurteilte diesen jetzt in Hohem Lebensalter stehenden unverbesserlichen Kriegsverbrecher im Hinblick auf seine für die Gemeinschaft völlig untragbare Gefährlichkeit und Gesinnungslosigkeit zumTode,zu 5000 RM. Geldstrafe und zu 2520 RM. Wertersatz. Zugleich wurde der Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit ausgesprochen. Das Wuchergeld der Preistreiberei verfiel in Höhe von 3780 RM. der Reichskasse.
In gleicher Weise hatte sich der Mitangeklagte Reiser schwer vergangen, weil er für Hamm die Schwarzschlachtung von fünf Schweinen und zwei Stuck Großvieh besorgte und von jeder Schlachtung 10 kg Fleisch als Helferlohn erhielt. Zwei Rinderviertel erwarb er darüber hinaus im Schwarzhandel von Hamm und verschob sie zu Ueberpreisen im eigenen Handel weiter. Zu feinen Gunsten sprechende strafmildernde Umstände traten gegenüber der Tatsache in den Hintergrund, daß er in diesem Krieg bereits drei geringere Vorstrafen wegen Schwarzschlachtens zu verzeichnen hat und sich in die dunklen Geschäfte Hamms einließ, als in anderer Richtung gegen ihn ein Ermittlungsverfahren lief. Das Sondergericht verurteilte Reiser unter diesen Gesichtspunkten wegen fortgesetzter Schwarzschlachtung, Preistreiberei und Beihilfe zur Steuerhinterziehung zu fünf Jahren Zuchthaus, 800 RM. Geldstrafe, 1391 RM. Wertersatz und zu fünfjährigem Ehrverlust. ~ 1
Anreiz und Erleichterung für die Kriegswirt- scha'ftsverbrechen Hamms ergaben sich dadurch, daß der dritte Mitangeklagte Gastwirt Doerr lange
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gefahrvollen Aufstieg. Zum Schluß seiner interessanten Ausführungen sprach der Vortragende den Wunsch aus, daß in der besseren Zeit, der wir in Deutschland entgegensehen, bald wieder der Besuch der deutschen Bergwelt leichter möglich werden möge, damit vielell Bergfreunden die Freuden der Berge wieder zugänglich werden.
Nach dem starken Beifall der Zuhörer sprach Sektionsleiter W r e d e dem Vortragenden herzlichen Dank für die wertvollen und anregenden Ausführungen aus.
Verdunkelungszeit:
16. Februar von 18.35 bis 7.07 Uhr.
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Zett hindurch lausender Abnehmer Im Schwarz. * handel des Hamm war und von diesem zu lieber« preisen 7 Zentner Fleisch sowie Eier und Butter in , nicht mehr feststellbarer Menge kaufte. Doerr kam es dabei darauf an, durch größere zusätzliche Fleischportionen und sonstige Versorgungsvorteile Kund, schäft für feine Gaststätte anzulocken. Er hat auch über zwei Zentner Schokolade und Schokoladenpub ver unter Hinterziehung des Einfuhrzolls aus den besetzten Westgebieten erworben und muß nun sein krieqsschädliches Geschäftsgebaren mit zwei Jahren Zuchthaus, 1400 RM. Geldstrafe und 898 RM. Wertersatz büßen.
Weitgehende Milde erschien hingegen gegenüber dem mitangeklagten Schwesteriohn des Hamm angebracht, da er den wiederholten Zumutungen seines Onkels, ihm bei den Schwarzschlachtungen behilflich zu sein, nur einmal nachgab. Wegen dieser Beihilfe zur Schwarzschlachtung eines Schweines wurden gegen Jung sechs Monate Gefängnis und 50 RM. Geldstrafe neben einem geringfügigen Werterfatz ausgesprochen.
Sämtliche in dieser Strafsache beschlagnahmten Fleischwaren, Felle, Häute, Schokolade und Schoko« ladenpulver sowie die Schlachtwerkzeuge wurden eingezogen.
Vom Fußball. V ,


