Ausgabe 
15.5.1943
 
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Kämpfer in Jtotbafrifa.

hohe Auszeichnungen für

mir

Tasso", an derIphigenie beitete, vor weiterem Verse

erfoH gesichert.

Das Ergebnis

Am Freitag traf bie Leiterin der finnischen Cotta.

zwischen Japan und den Vereinigten Staaten schwach bevölkert.

hochfchulnachrichten.

Im Alter von 79 Jahren ist Geheimrat Dr. Karl Diehl, Professor der Nationalökonomie an der Universität Freiburg, gestorben. Er war 1864 in Frankfurt geboren. Seit 1908 wirkte er an der Frei« burger Universität. Er gehörte zu den angesehen« sten Lehrern der nationalökonomischen Wissenschaft und war ein gründlicher Kenner der klassischer. Na­tionalökonomie. Sein Hauptwerk ist dieTheore- tische Nationalökonomie" in vier Bänden.Der Film­schauspieler Earl Ludwig Diehl ist ein Sohn non Geheimrat Diehl. Prof. Dr. Wilhelm Bocke­müller, Konservator am Chemischen Institut der Universität Würzburg und Leiter der organischen Abteilung dieses Instituts, wurde als Ordinarius für Chemie an die Luftkriegsakademie berufen. Bockemüller wurde 1901 in Würzbürg geboren, ftu« dierte in seiner Vaterstadt, promovierte dort 1926 und habilitierte sich ebenda 1934 für Chemie. 1941 wurde er außerplanmäßiger Professor. Seine Ver­öffentlichungen liegen auf dem Gebiet der organi­schen Chemie. Im 71. Lebensjahre starb m Marburg der Landesobermedizinalrat und Direktor der Landesheilanstalt a. D. Pros. Dr. Maximilian Ja h r m ä r k e r. Er stannnte aus Hessisch-Lichtenml und war 1898 in den Dienst der Landesheilanstan Marburg getreten, deren Direktor er 1914 wurde. Seine wissenschaftlichen Arbeiten liegen vornehmlich auf dem psychiatrisch-klinischen und forensischen biet. Besondere Anerkennung fand Prof. Jahrmar« ker als Gutachter auf gerichtlich-psychiatrischem Gri biet 1937. Mac er m den Ruhestand getrelM

Für hervorragende Tapferkeit bei den Kämpfen in Nordafrika verlieh der Führer das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an General­major Willibald B o r o w i e tz (links), Komman­deur einer Panzerdivision, als 235. Soldaten und an Hauptmann Hans-Günther Stetten (rechts), Abteilungskommandeur in einem Panzerregiment, als 236. Soldaten der deutschen Wehrmacht.

(Scherl-Bvlderdienst-M.)

demlieben Fluß", sechs Jahre wohnte, die nörd­liche Seitenwand erneuert. Dadurch wird das Weimarer Parkkleinod, in dem Goethe am Tasso", an derIphigenie" und amFaust" ar-

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Italiens Glaube an seine Stärke.

Oer Feind wird auf einengewaltigen Abwehrwall des Willens und der Waffen«' stoßen.

rationen beyanmn mit einer Beschießung der Insel durch Schisssartillerie und gleichzeitiger Bombar« dierung durch Flugzeuge.

Die Aleuten-Jnsel Attu wurde von den Ja- panern im Verlauf ihrer am 7. Juni 1942 begonne­nen Operationen gegen die westlichen Inseln der Aleuten-Gruppe besetzt. Seitdem bauten die Ja­paner die Insel zu einem Stützpunkt aus. Lor einiger Zeit meldeten nordamerikanische Luftaus- klärer, daß die Japaner mit der Anlegung von Flug- rlätzen auf den Inseln Attu und Kiska beschäftig seien. Da die USA.-Marine hierin eine außer­ordentliche Gefährdung ihrer Positionen im Noch- Pazifik sah, wurde mit regelmäßigen Luftangriffen auf die japanischen Stützpunkte auf den Alöuten be­gonnen. Da diese nicht zu dem gewünschten Erfolg einer Lähmung der japanischen Aktivität geführt haben, soll das auf der Insel Attu gelandete Expe­ditionskorps der USA.-Wehrmacht nun offenbar versuchen, die japanische Bedrohung auszuschalten.

Die Insel ist eine der größten Inseln der west­lichen Aleuten, 104 Kilometer lang, 52 Kilometer breit und von über 1000 Meter hohen Bergen be» deckt. Infolge der ungünstigen klimatischen Lage macht die Insel einen äußerst unwirtlichen Eindruck. Sie war bis zum Ausbruch der Feindseligkeiten

Gin geheiligtes Recht Italiens

Wir wissen, daß wir zurückkehren werden/'

Einheitliche zentrale ReichswirtschastspolM

Eine Rede des ReichswirtschastSministerS.

Reichs Hauptstadt ein. Sie erwiderte einen Besuch von Frau Scholtz-Klink in Finnland und wird die Gelegenheit benutzen, mit führenden Frauen der deutschen Frauenorganisation Erfahrungen auszu- taulschen. *

Der ehemalige Ministerpräsident von. Sindh, Khan Bahadur Allah Bakhsh, wurde am Freitag- morgen in Schikarpur erschossen, wie amtlich be­kanntgegeben wird. Die Hintergründe zu diesem neuen politischen Mord des Secret Service werden offenbar, wenn man sich daran erinnert, daß der Ermordete vor kurzem zum Protest gegen die eng­lische Politik in Indien den TitelSir" an die bri­tische Reaierung zürückgab. Bald darauf erfolgte ein Ausscheiden als Ministerpräsident von Sindh. Dieser aufrechte indische Nationalist war den eng­lischen Machthabern in Indien ein äußerst gefähr­licher Gegner.

Kampfe auf der Lusel Atiu.

Landung der Nordamerikaner.

Tokio, 14.Mai. (Europapreß.) Das Kaiserliche Hauptquartier gab am Freitagnachmittag bekannt: Starke amerikanische Einheiten begannen am 12. Mai Landungsoperationen auf Attu, der west­lichsten Insel der Alöuten-Grupp e. Die auf der Insel stationierten japanischen Truppen ver­wickelten die Amerikaner in heftige Kämpfe, die noch andauern."

Die 9borbameritaner näherten sich am 12. Mai unter dem Schutze dichten Nebels, der gegenwärtig das gesamte Seegebiet um Mtu bedeckt. Die Ope-

Der Reichswirtschaftsminister streifte dann die S t i l l e g u n g s m a ß n a h m e n und betonte ihre absolute Notwendigkeit im Hinblick auf die Er­fassung und Mobilisierung aller Arbeitsreserven im Einsatz für den totalen Krieg, des Arbeitseinsatzes und der Stille

Kunst und Wiffenschast.

Wattraub Schüttler und Heinz Schröter koyzerkieren in Berlin.

Die aus Gießen stammend^ Geigerin Waltraud Schüttler und der Pianist Heinz Schröter konzertierten in Berlin. Die Presse schreibt zu diesem Konzert, wie man uns mitteilt, u. a.:Waltraud Schüttler ist unter den jungen geigerischen Bega­bungen eine der außerordentlichsten und zukunfts­reichsten. Auf eine sehr bezwingende Art entzündete fick bas temperamentvolle Spiel der mit ungewöhn­lichem Erfolg aufgenommenen Künstlerin, die von Heinz Schröter in seltener Hebereinstimmung be­gleitet wurde."

hutten-Feier in Trier.

Eine Reichsfeier zum Gedenken an Ulrich von Hutten, die der Bedeutung des vor 455 Jahren geborenen mannhaften Streiters für das deutsche Nationalbewußtsein Gerechtigkeit widerfahren ließ, wurde in Trier durchgeführt.

Goethes Gartenhaus wird erneuert.

Berlin, 14. Mai. (DNB.) Auf einer Tagung der Reichswirtscha stskammer aus Anlaß der in­zwischen vollzogenen Bildung der Gauwirtschafts­kammern und Wirtschaftskammern sprach Reichs­wirtschaftsminister Funk über die Neuordnung der deutschen Wirtschaftspolitik. Der "Minister führte u. a. aus: Das mit den Gauwirtschaftskammern fertiggestellte Haus der Wissenschaft werde sich als festgefügter Bau erweisen, in dem die deutsche Wirtschaft die Aufgaben erfüllen könne, die ihr der Krieg in immer höherem Maße stellen müsse. Die Gauwirtschaftskammern hätten der Organi­sation der gewerblichen Wirtschaft eine neue Form und einen neuen Inhalt gegeben. Die Form würde einfacher und klarer und der Inhalt politisch ver­tieft. Für die politische Führung ist es von beson­der Bedeutung, in den Gaumirtschaftskammem und Wirtschaftskammern nun ein Instrument zur ein­heitlichen Wirtschaftsführung in den Gauen zu besitzen. Zugleich bildeten die Gauwirt­schaftskammern ein wichtiges Mittel zur Durch­setzung einer einheitlichen Reichswirtschaftspolitik, da sie ihre politischen Richtlinien vom Gauleiter und ihre sachlichen Direktiven vom ReichswirtschaftS' Minister erhalten. Der Reichswirtschaftsminister unterstrich, daß alles, was regional geschaffen wer­den könne, regional geregelt werden müsse. Fragen, die aber nur die zentrale Wirtschaftsführung regeln könne, müßten dieser überlassen bleiben. Eine ein heitliche zentrale R e i ch s w i r t s ch a f t s - Politik sei im übrigen für einen autoritären Staat eine Selbstverständlichkeit und im Zeichen des totalen Krieges eine unabdingbare Notwendigkeit.

Goethes berühmtes Gartenhaus am Park in Weimar, das dem Dichter 1776. vom Herzog Karl August zum Geschenk gemacht wurde, war in den letzten Jahren durch unterirdisches Ouellwasser stark in Mitleidenschaft gezogen roorben. Jetzt wird an dem Hause, in dem Goethe mit besonderer Vor­liebe inmitten der Stille der Natur an der Ilm,

Nom, 15. Mai. (DNB. Funkspruch.) Der Haus­halts- und Wehrmachtausschuß des italiemschen Senats genehmigten unter dem Vorsitz des Senats­präsidenten Graf Suardo die Voranschläge der drei Wehrmachtministerien durch Akklamation, nachdem sie Rechenschaftsberichte der drei Unter» taat^fefretäre für Heer, Marine und Luftwaffe entgegengenommen hatten.

Der Unterstaatssekretär im Kr iegsministerium, General Sorice, hob den jüngsten heldenhaften Einsatz der italienischen Truppen in Tunesien und den Beitrag der italienischen Armee zum Feldzug gegen Sowjetrußland hervor, der, wie er be­tonte, wiederholt auch in den deutschen Wehr­machtberichten anerkannt wurde. Er beschäftigte ich sodann mit den Maßnahmen zur Verteidi­gung der i tal i e n i s ct> e n Inseln und Küsten.Die hohen Fähigkeiten der Führung und der Heldenmut der Truppen", so betonte So­rice,bieten die sichere Gewähr, daß jeder An-- griffsversuch des Feindes auf einen gewalti­gen Abwehrwall des Willens und der Waffen stoßen würde. Das italienische Volk verfolgt heute die in jedem Krieg unvermeidlichen Wechselfälle der Kriegführung mit begreiflicher Spannung, aber mit dem unerschütterlichen ©tauben der Stärke, weil es die Gewiß­heit hat, daß seine tapferen Soldaten unter dem befehl des 'Duce die italienische Flagge zum Siege führen werden."

Admiral Riccardi, der Unterstaatssekretär im Marineministerium, beantwortete in seinem Bericht eine Anfrage über die Rüstung der italienischen Kriegsmarine. Schon die Tatsache, so fuhr er dann

des Kampfes in Nordafrika den Briten gegenüber­gestellt wurden. Es entspricht den Tatsachen, wenn man sagt, es warein lächerlich kleiner Haufen". Aber diese an Zahl und Material unterlegene tap­fere Schar der deutschen Afrikakärnpser hat von der ersten Stunde des Kampfes an unbeirrbar gegen die größte feindliche Uebermacht gefochten und das leuchtendste Beispiel der soldatischen Standhaftigkeit gegeben.

Wer müßte sich in der Heimat nicht aufs tiefste vor unseren Afrikanern schämen, wenn er je klein­gläubig und wankelmütig werden wollte. Sie haben nie verzagt. Sie haben das Recht, von uns das gleiche zu fordern. Sie standen immer unter dem Gesetz der Ueber­macht, geaen das sie zu kämpfen hatten, und sind darüber hinaus zum Symbol des Heldenkampfes auf vorgeschobenem Posten geworden. Es waren und sind nicht gute Soldaten schlechthin, die in Afrika gekämpft haben und bis zur letzten Patrone dort kämpften. Es sind Männer, die um ihre Mis­sion wußten. Männer, die immer und immer wie­der im- Auf und Ab eines wechselvollen Kriegs­glückes sich nicht in das Unvermeidlich Erscheinende fügten, sondern gemeinsam mit ihrem Fekdmar- schall Rommel, der für sie alle die ihm vom Führer verliehene höchste Tapferkeitsauszeichnung trägt, aus jeder Tiefe wieder glorreich aus eigener Kraft und Tapferkeit emporgestiegen, weil sie das Schlachtenglück nicht als etwas Gegebenes hinnah­men, sondern es immer und immer wieder ver­suchten auf die Bahn des eigenen Sieges zu zwingen-

All jene Begriffe, wiefern der Heimat",auf vorgeschobenem Posten" vereinigen sich in dem Be­griffunsere Afrikaner". Sie stehen dem Herzen des deutschen Volkes besonders nahe, denn um sie haben wir in vielen langen Stunden qualvoll ge­bangt. Nicht nur rein militärisch und soldatisch, son­dern auch menschlich. Unsere Männer zogen nach Afrika, ohne eine rechte Vorstellung von dem zu haben, was sie dort erwartete, denn kaum einer aus ihren Reihen kannte Afrika aus eigenem Er- leben, höchstens vielleicht aus der oder jener Er­zählung, aus dem oder jenem Buch. Sie hatten der Vertrautheit der Brite« mit der Wüste nichts ent­gegenzusetzen als ihr trotzdem". Als die ersten Briefe aus Afrika tarnen, die die Spuren der Wüste an sich trugen, und bei deren Oefsnen gelber Sand

Methoden, die den Lebenswerten des deutschen Menschen entsprechen und auf der Synthese der Werte der Vergangenheit mit den neuen, so über­aus erfolgreichen revolutionären Kräften des Na­tionalsozialismus beruhten. Es sei daher grund­falsch, Vergleiche zwischen den Nationalsozialisti- fchen und bolschewistischen Wirtschastsmaßnahmen anzustellen. Für den Nationalsozialismus gehöre die Entwicklung der freien I ni t i ati v kr ä f te und der Selb st Verantwortung der Wirtschaft zu den vornehmsten Aufgaben. Die nationalsozialistische Wirtschaftsführung strebe da­her auch keine Verstaatlichung und Bürokratisie- rung der Wirtschaft an. Der autoritäre Staat lenke die Wirtschaft nicht mit Konkurrenzunternehmun- gen und Beteiligungen, sondern mit den Macht­mitteln des autoritären Regimes.

Auf die Fragen der K r i e g s f i n a n 3 i e r u n g eingehend, wies der Minister darauf hin, daß eine erfolgreiche Preis- und Finanzpolitik die Voraus- setzung für die Stabilhaltung unserer Währung sei. Es gelte, später einen Ausgleich zwischen Sach- gütern und Schuldtiteln herzustellen, und bei der siegreichen Beendigung des Krieges seien auch alle Aussichten vorhanden, daß dieses Problem von der Güterseite her mit Erfolg gelöst werde. Im Ver­trauen auf die Wirtschaftsführung gelte es, den Glauben zu stabilisieren, daß das heute gesparte Geld später einmal güterwirtschaftlich belegt werden könne, d. h., daß derjenige, der im Kriege gespart, sich im Frieden für dieses Geld etwas kaufen kann, und er wird billiger und besser kaufen können als heute.

_ Reichswirtschaftsminister Funk richtete zum Schluß einen Appell an die Wirtschaftsführer, mit fanatischen Glauben und unbändigem Willen alle Kräfte für die Erringung des Sieges einzusetzen, denn in der deutschen Wirtschaftskraft liege ein mit- ml scheid end er Faktor für den Sieg.

Kleine politische Nachrichten.

König Boris von Bulgarien verlieh dem rumä- nischen Staatschef Marschall Antonescu das Groß- kreuz vom Orden des Heiligen Alexander mit Schwertern und Ordensschleife, und dem stellver- tretenden Ministerpräsidenten Professor Mihai An­tonescu das Großkreuz des gleichen Ordens. Die Auszeichnungen wurden durch den Sondergesandten Pomenoff überreicht.

fort, daß die italienische Kriegsmarine drei Jahre lang den Nachschub nack dem Balkan sichergestellt hatte, verdiene höchste Anerkennung. Diese Leistung wirke aber durchaus nebensächlich im Vergleich zu dem Kampf, den die italienische Kriegsmarineum den Besitz Afrikas" geführt habe. Die italienische Kriegsmarine, die bisher alle Berechnungen der Sachverständigen über den Haufen geworfen habe, kenne nur eine Losung:Standhalten bis zum Letzten, standhalten für Italien, den König und Kaiser und den Duce."

Der Unterstaatssekretär im Luftfahrtministerium, Generaloberst F 0 u g i e r, sprach über den Beitrag der italienischen Luftwaffe im gegenwärtigen Krieg. Die italienische Luftwaffe habe dem Feind feit Kriegsbeginn folgende Verluste zugefügt: Versenkt 145 Handelsschiffe mit insgesamt 1060 000 BRT. und 67 Kriegsschiffe, darunter 20 Kreuzer, 21 Zer­störer und sieben U-Boote. Mit Sicherheit 2343 Flugzeuge abgeschossen, darunter 1944 im Luft- kämpf, wahrscheinlich abgeschossen 1000. Ferner habe die italienische Luftwaffe seit Kriegsbegmn 58 000 Lufttransporte durchgeführt und dabei insgesamt über 10000 Personen und 42000 t Material beför­dert.Der Feind", so betonte General Fougier ab­schließend,wird zweisellos seine Luftoffensive verstärken in der Hoffnung, die Widerstandskraft des Landes zu brechen, und er wird dabei auch nicht vor T e r r 0 r a n g r i ff e n gegen die Zivilbevölke­rung zurückschrecken. Die italienische Luftwaffe wird sich ihrer Tradition getreu voll einsetzen, um den Feind zp treffen und abzuwehren, wo immer er angreifen mag."

herausrieselte, da endlich hielt auch die Heimat Worte in Händen, die etwas berichteten von dem, was das Leben und der Kampf in Afrika von dem einzelnen forderte.

Nie klangen diese Briefe verzagt. Sie mochten erzählen von der Sorge um Wasser, von der Last der Hitze, von dem Kampf mit den ungewohnten Lebensbedingungen, von der Not der Seele in 'einem gänzlich fremden Land, nie aber stand ein Wort des Verzagens oder des Kleinmütigwerdens in ihnen. Dort brühen, das fühlte man in jedem Satz, schmiedete sich ein Block der Herzen, verbunden durch eine in fremdem Land um so tie­fer gewachsene und sich immer neu bewährende Kameradschaft, ohne die diese Männer in der Wüste nicht hätten leben und kämpfen können.

Es ist schwer, die Leitungen der deutschen Sol- baten in Afrika in das rechte Licht zu rücken, denn der Ausdruck der Worte ist viel zu arm, um das wirklichkeitsnah umreißen zu können, was diese Männer an Tapferkeit, körverlicher und seelischer Kraft, an menschlicher Größe und Widerstands­willen einsetzen mußten, um das vollbringen zu können, was von ihnen unter den schwierigsten Be­dingungen, wie sie der Europäer überhaupt nicht kennt, gefordert werden mußte. Nur ungefähr ahnt die Heimat die Schwierigkeiten des Lebens, des Kampfes und des Nachschubs. Sandsturm, afrb kanische Hitze, Wassernot sind Begriffe, mit denen man als (Europäer wenig anfangen kann. Mit einer seltenen Nichtigkeit trifft für all dies jenes Wort zu, das unsere Afrikaner so oft auf die Frage, was denn die Schwierigkeit des Lebens und des Kamp­fes in Afrika ausmache, der Heimat sagen muß­ten:Alles! Man kann es nicht schildern, man Muß es erleben."

Wenn nunmehr für unsere Afrikaner nach all den schweren Stunden ihres. zweijährigen Rin­gens in Afrika die schwerste Stunde kam, dann leuchtet über ihr wie in der vergangenen Zeit mit gleicher Kraft und Stärke das Beispiel der ' Standhaftigkeit. Tobruk, Sollum, El Ala- mein, Halfaya-Paß und Tunis sind Namen, die niemals vergessen werden. Sie stehen würdig an der Seite der Heldenkämpfe von Kreta, Narvik und Stalingrad. Weiche Herzen mögen sich von dem harten, soldatischen Schicksal unserer Afrikaner er- schüttern lassen. Für die Starken aber kann es nur ein Ansporn fein, ihnen den Dank in der Heimat so abzustatten, wie sie ihn auf Grund ihrer beispielhaften Tapferkeit allein verdienen und auch fordern können: es ihnen in ihrer Stand­haftigkeit gleichzutun.

Auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz hat in den Kämpfen der letzten zwei Jahre die Tradition des deutschen Schutzkorps unter Lettow-Vorbeck durch unsere Afrikaner neue Impulse bekommen. Die olivgrüne Uniform hat im deutschen Volk einen festen Platz erhalten, der nicht mehr wegzudenken ist und der eines Tages wieder mit neuer Kraft und neuer Tapferkeit so ausgefüllt werden wird, wie es die Leistungen und die unvergängliche Tapferkeit unserer Soldaten in Afrika als fordern­des Vermächtnis hinterlassen.

Angst vor tunesischen Franzosen und Arabern.

Lissabon, 14. Mai. (Europapreß.) Die Be­satzungsbehörden in Tunesien haben nach amt­licher Mitteilung vom Freitag die Einbe­rufung aller wehrfähigen Franzosen angeordnet. Zunächst werden die Jahrgänge 1910 bis 1923 erfaßt. Die Einberufungen sollen, wie man hier erfährt, in erster Linie den Zweck haben, Auf- standsbewegungen der jungen Franzosen gegen die Besatzungsmacht von vornherein zu unterdrücken. Der nordamerikanische Grenz- schütz an der spanisch-marokkanischen Grenze ist be- achtlich verstärkt worden, da ständig Fluchtversuche aus den besetzten Gebieten unternommen werden. Nach einer aus Algier ein getroffenen Meldung hat die nordamerikanische Besatzungsbehörde bereits eine Reihe von Exekutionen vorgenommen. Es handelt sich bei den Opfern neben jungen Fran­zosen hauptsächlich um Araber, die der Sabotage angeklagt waren. Die Verhaftungen in Tunis wer­den fortgesetzt.

Unter sieben Terroristen sechs Juden.

Sofia, 14. Mai. (Europapreß.) Die bulgarische Polizei verhaftete eine neue Terroristen- gruppe, die sich aus zwei Männern und fün Frauen zusammensetzte. Von den sieben Ter­roristen waren sechs Juden.

Rom, 14. Mai. (DNB.) Der Minister für Ita­lien isch-Afrika, General Terrazzi, nahm vor dem Finanzausschuß des Senats Stellung zu den Fragen von Italienisch-Afrika.

Italiens Soldaten haben sich in Afrika, und besonders in Nordafrika, heldenhaft geschlagen", so ührte Terruzzi u. a. aus,nicht, weil sie damit einen kürzlich erworbenen Besitz verteidigen woll­ten, sondern weil sie im Innern fühlten, mit ihrem Kampf ein geheiligtes Recht Italiens zu schützen. Italien hat in Afrika Milliarden aus- gegeben, um Städte zu gründen, vollkommen ver­lassene Gebiete fruchtbar zu machen und den Le­bensstandard der (Eingeborenen zu heben. Die Tat- ache, daß Italien während des gegenwärtigen $rieaes von feinen afrikanischen Gebieten abge- chlossen war, während der Gegner, wenn auch nur auf Umwegen, so doch auf sicheren und be­quemen Wegen nach Italienisch-Afrika gelangen konnte, zeigt besser als alles andere die absolute Notwendigkeit, daß Italien Herr des Mit-- telmeeres werden muß. Bitterkeit erfaßt uns, wenn wir daran denken, daß wir der Heber- madyt haben weichen müssen. Wir wissen, daß wir ^urückkehren werden. Dafür ist uns die Stärke Gewähr, mit der sich unsere Sol­daten bis zum letzten Augenblick im äußersten Zipfel von Tunis geschlagen haben. Hiervon sind wir am stärksten überzeugt. Italien und Gott will es, daß nicht nur Afrika, sondern daß auch das Mittelmeer unwiderruflich das unsere wird."

Oie letzten Funksprüche.

Rom, 14. Mai. (DNB.) Am Mittwochabend übermittelte ein Sender der 1. italienischen Armee, nachdem er vom Oberkommando den Be- ehl erhalten hatte, die 'Sendungen einzustellen und den Posten zu vernichten, zum Schluß zwei Funk­sprüche.

des Arbeitseinsatzes und der Stillegungsaktion fci sehr befriedigend, da bisher mehr als eine Million Arbeitskräfte zusätzlich in der Kriegswirtschaft eingesetzt werden konnten. Der Nutzeffekt der Stillegung beziehe sich ober nicht nur auf die Freisetzung von Menschen (allein aus der Still­legung bisher mehr als 130 000), sondern auch auf bas Bepeitstellen von Raum und Materialien sowie die (Einfparung von Energie, Rohstoffen und von Dienstleistungen allgemeinwirtschaftlicher Art. Wir müßten uns jedoch darüber klar sein, daß die Mobilisierung und der erfolgreiche Einsatz auch «cn Bo»-- nur ............ wuu.

erreicht werden könne durch bic Anwendung von nvärd-Opgcm-isation» Fanni LuukomA, in dtt

Der erste Funkspruch enthielt Abschiedsworte an die Kameraden der italienischen Wehrmacht mit der Aufforderung, unerschütterliches Ver­trauen in die Führung und den End­sieg zu bewahren, der zweite forderte die Mütter und Frauen der tunesischen Kämpfer auf, nicht zu trauern, sondern auf ihre Söhne und Männer st 0 l z zu fein, die Übermenschliches geleistet haben.Die Tunesienkämpfer", so schloß die Sendung,sind vom Endsieg überzeugt und haben die Gewißheit, daß er erreicht und daß Italien nach Afrika zu­rückkehren wird."