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15.5.1943
 
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tetzener Anzeiger Zs

BrfiI)ItoeUntüetfitatii>nidettiB.£aNge General-Anzeiger für Oberhessen TssssBr* ZWW

Oertliche Stoß- und Spähtrupptätigkeit im Offen

von

Einsatz nicht zurück.

Generaloberst von Arnim.

Der

Die auf den Schlachtfeldern Afrikas und Ruß­lands erprobte deutsch-italienisch« Waffenbrüder­schaft wird in ihre letzte und höchste Bewährung treten,wo immer der Feind die Südfront angreift. Praktisch kann sich dies um so eher auswirken, als durch den vorläufigen Abschluß der Kämpfe in Nordafrika eine sehr beachtliche Konzentration der Achsen st reitkräfte im Mittelmeer­raum möglich geworden ist. Das gilt vor allem für den Luft- und Seekrieg. Die zur Sicherung des Nachschubs nach Libyen und Tunis eingesetzt ge­wesenen Luft- und Seestreitkräfte der Achse werden nunmehr für andere Aufgabe n frei. Wel­cher Natur diese sind, braucht hier nicht angedeutet zu werden. Es mag der Hinweis genügen, daß das Mittelmeer nach wie vor ein Niemands­land ist. Die Gefahr, es zu passieren, ist für den Feind nicht geringer geworden. Die Annahme, daß nach dem Fall von Tunis der Seeweg durchs Mit­telmeer nach Aegypten und dem Nahen Osten frei geworden wäre, ist eine Illusion, die daran vor­beisieht, daß die gesamte Nordküste des Mittelmeers in der Hand der Achse ist. Die Lage am Aermelkanal zeigt, daß ein Durch­gangsmeer nur dann ungehindert benutzt werden kann, wenn beide Anrainer dies gestatten.

11 w n t h t u c Bildung der Süd front und ihre Erhärtung von der Pyrenäen grenze bis nach Thessalien ermöglicht zu haben, ist das Verdienst der deutsch-italienischen Streitkräfte in Nordafrika gewesen. Sie haben den Feind Jahre hindurch und nach der Landung der amerikanischen Streitkräfte noch- einmal sechs Monate in Afrika festgehalten und es damit verhindert, daß er die europäische Südf-tont in einem Augenblick angreifen konnte, wo dies mit geringerem Risiko allenfalls möglich gewesen wäre. Der berühmte Autobus, der in der angelsächsischen Kriegführung eine so große Rolle spielt, der Jnoasionsautobus nach Stifte uropa, ist um viele Monate verpaßt worden. Sollte er doch noch in Bewegung gesetzt werden, so steht alles zu seinem Empfang bereit..

Diese europäische Südfront ist nicht, wie Stra­tegen am grünen Tisch in London sich einmal aus­zudrücken beliebten, der weiche Unterleib der Achse, den au'zureißen es keiner großen Anstrengung bedarf. Wie M Kundgebungen in Italien zum Fall von Tunis zeigen, ist der fanatische Wille des um sein Lebensrecht ringenden italienischen Volkes nur noch härter geworden. Neben der italieni­schen Millionenarmee stehen an der Süd­front die Truppen der deutschen Wehr­macht. Sie werden jeden Zoll italienischen Bodens genau so verteidigen wie den ihrer eigenen Heimat.

Oer Wehrmachtbericht.

DRV. Aus dem Führerhauptquartier. 14.2Hai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

An der Ostfront verlief der gestrige Tag bis auf örtliche Stoß- und Spählrupplätigkeit im all­gemeinen ruhig.

Schwere Artillerie des Heeres schoß Speicher­anlagen von Leningrad in Brand.

Del Tagesvorstößen britisch-nordamerikanischer Fliegerverbände gegen die besetzten w e st - gebiete und in Luftkämpfen über dem Atlantik wurden 14 feindliche Flugzeuge abgeschossen.

3n der vergangenen Rächt drangen britische Flugzeuge in das Reichsgebiet ein und griffen einige Orte in West- und Mitteldeutschland, vielfach auch kleine Landgemeinden, mit Spreng- und Brandbomben an. Die Bevölkerung hatte Verluste. Bisher wurde der Abschuß von 34 feindlichen Bom­bern gemeldet, hauplmann Luetje erzielte als Rachkjäger gestern sechs Luftsiege.

3m Kampf gegen Großbritannien führte die Luft­waffe in der Rächt zum 14.2Hai einen starken An­griff gegen die 3ndustriestadt Chelmsford. Bombentreffer in Rüslungsbetrieben verursachten

Die europäische Güdsroui.

Lückenlos von der pyrenäengrenze bis nach Thessalien

ausgedehnte Brände. Bier Flugzeuge kehrten diesem .......

Lbero-Amerika als Yankee-Kolonie

Von unserem S.-Korrespondenten.

unter dem Druck dieses Krieges und mit demokra­tischen Phrasen die südamerikanischen Staaten wie Ausbeutungskolonien behandeln. Nur Argentinien, das im Vor­jahre eine von Washington angebotene Anleihe ab- wies, behauptet seine Selbständigkeit. Alle anderen sind in das Netz der Ausbeuter von Washington ge­raten und jammern als Enttäuschte und betteln, wie Camacho oder Peneranda, in Washington jetzt um Linderung ungeahnter, durch Washingtons Politik bewirkter Nöte ...

Aber Roosevelt behauptet dreist und jahwefürch- tig, Washington habe seine Ausbeutungspolitik gegenüber Ibero-Amerika geändert! Dieser Roose-

Neue Landgebiete von Panama jerworben".

Genf, 14. Mai. sDNB.) Nach Meldungen aus Panama stimmte die gesetzgebende Versammlung unter dem Druck der USA. nach mehreren Sondersitzungen dem Regierungsbeschluß zu, wo­nach weitere Landgebiete an die Vereinig­ten Staaten zu Stützp'unktzwecken abgetreten werden.

zichten. Seine Sicherung für alle Zukunft ist ein unumstößlicher Programmpunkt in der Krieg­führung der Achse. Dies hat das Kommunique anläßlich der letzten Begegnung zwischen dem Führer und dem Duce unmißverständlich zum Aus­druck gebracht. Um so.weniger besteht Anlaß, sich eurer nüchternen Beurteilung der durch den Aus­fall von Tunis entstandenen Lage zu entziehen.

Militärisch gesehen, besteht die Möglichkeit, daß nunmehr der Krieg an die europäische Süd- fr'ont herangetragen wird. Nordafrika war das Vorfeld dieser Front. Allein dies charakterisiert die Lage. Die beiden angelsächsischen Weltmächte haben unter Einsatz ihrer vollen Kraft nahezu drei Jahre benötigt, um dieses mit relativ schwachen deutschen und italienischen Kräften besetzte militärische Vor­feld Südeuropas in Besitz zu nehmen. Don der nächsten ungleich stärkeren Bastion, hinter der nicht schwache Expeditionstruppen, sondern die ge­ballte militärische Kraft von über 40 Millionen Italienern und über 80 Millionen Deut­schen und die Millionenzahl ihrer Bundesgenossen steht, wird der Feind durch den breiten Gra­ben des Mittelmeeres getrennt Dieses na­türliche Hindernis, das an Breite und Tiefe mit dem des Aerrnelkanals nicht zu vergleichen ist, muß der Feind überwinden, bevor er an irgend­einer Stelle der europäischen Südfront zum Sturm ansetzen kann.

Der bisherige Verlauf hat die angelsächsischen Mächte, ungeachtet ihrer Macht zur See, nicht als Meister amphibischer Operationen gezeigt. Auf das Gallipoli des Weltkrieges sind in diesem Kriege die Jnvasionskatostrophen von Norwegen, Dün­kirchen, Griechenland und schließlich Dieppe ge­folgt. Die Unternehmungen in Norwegen, Nord­frankreich und Griechenland wurden zu Kata­strophen für den Feind, obwohl die Abwehr zu­nächst nicht vorbereitet war. In Norwegen hatten die Engländer viele Tage, in Frankreich ein halbes Jahr, in Griechenland noch länger zur Verfügung, um militärisch Fuß zu fassen, bevor der Gegenstoß einfetzte, der mit dem schnellen Hinauswurf des Feindes endete. Diese Zeit steht einem Eindring­ling heute nirgend mehr zur Verfügung.

Wo immer in Europa die Angelsachsen den Versuch einer 3nvasion auch unternehmen mögen, sie treffen auf eine vorbereitete Ver­teidigung.

In Nord- und Westeuropa schirmt der Allan- tikwall die europäischen Küsten. An der

Berlin, 14. Mai. (DNB.) DieDeutsche Di-,europäischen Südfront hat dieser seine plomaUsche Korrespondenz" schreibt: Durch den Fortsetzung in «einem M i tt e lm e e r w a ll qe- Derlust des Brückenkopfes von Tunis ift [fünften, der, aus Beton, natürlichen Hindernissen der Vorhang über dem afrikanischen Kriegsschau-! und hunderttausender lebender Leiber zusammen­platz zunächst medergegangen. Daß er eines Tages gesetzt, sich dem Angreifer entqegenstellt. Die wieder hochgehen wird, steht a u ß e r ! l ü ck e n l o s e Bildung der Südfront und Zweifel. Europa braucht den afrikanischen " Raum. Es kann und wird nicht auf ihn ver-

tfnfere Afrikaner.

Von Dr. Ernst Bayer.

Der Verfasser dieses Artikels kämpfte selbst längere Zeit in den Reihen des Afrikakorps und würdigt somit die Leistung unserer Afrikakämpfer aus eigener Erfahrung und persönlichem Erleben.

Als zu Beginn des Jahres 1941 zum ersten Male, und da noch ganz vereinzelt, die olivgrüne Uniform des deutschen Afrikakorps im Straßenbikd Deutsch­lands erschien, trug sie an sich den Reiz der Neu­heit und man umkleidete sie in den eigenen Ge­danken mit dem Fluidum der Abenteuerlichkeit und des Geheimnisvollen. Alles, was diese Uniform versprach, war ja bis zu einem gewissen Grade un­bekannt und geheimnisvoll. Als dann die ersten stolzen Meldungen von dem afrikanischen Kriegs­schauplatz die Heimat erreichten, wurde für die Männer in den neuen Uniformen jener hohe Ehren­titel geprägt, der für alle Zeiten seine Gültigkeit hat: Unfere Afrikaner. Immer wenn heute die! Uniformen auftauchen, die die afrikanische Sonne bis zu einem Weiß grau ausgelaugt hat, so sehen die Augen der Heimat auf diese Mänenr mit Ehr­furcht und stolzer Bewunderung. Diese Ehrfurcht gründet sich nicht so sehr auf das Wissen um das- - was die Hochachtung vor ihrer Leistung ausmacht, sondern sie wurzelt mehr in der Ahnung dessen, was diese Männer im Laufe der vergangenen zwei Jahre auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz ari körperlicher und seelischer Bereitschaft in ihrem zer­mürbenden Doppelkampf gegen den Feind und die vernichtenden Kräfte der Natur in ihrem Einsatz für die Heimat aufgebracht haben.

Die Welt verfolgt die Ereignisse im afrikanischen Raum seit zwei Jahren mit größter Spannung, nur sachlich interessiert an. den rein militärischen Vor­gängen. Die deutsche Heimat tut es mit dem Her­ren. Nur meterweises Vordringen habest unsere eolbaten der anglo-amerikanischen Heb erwacht ge­stattet. Es gibt keinen Meter Boden zwischen El Alamein und Bizerta, der nicht von deutschen Sol­daten in treuer Waffenbrüderschaft mit ihren ita­lienischen Kameraden mit der ganzen Leidenschaft eines tapferen Soldatenherzens verteidigt worden wäre.

Drei Dinge sind es, die den Ruhm der in Afrika kämpfenden deutsch-italienischen Soldaten begrün­det haben und für alle Zeiten als leuchtendes Bei­spiel eines übermenschlichen Heroismus voranleuch­ten werden: Angreifen, ausharren und nie verzagen. Unter diesen drei Leitsternen stand von der ersten Stunde an das ganze Kamps­geschehen im afrikanischen Raum. Vielleicht würde es unglaublich erscheinen, wenn man die Zahl der Männer nennen würde, die in den ersten Monaten

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Lissabon, Mai 1943.

! Die Balken in Ibero-Amerika und die Bäume bogen sich, als Roosevelt kürzlich in seiner ! Pressekonferenz behauptete, er habe wegen der ; früheren Finanzmethoden Washingtons gegenüber Ibero-Amerika den bolivianischen Präsiden- ien Penaranda um Entschulftigun g gebeten 'M der mexikanische Präsident Avila Camacho habe ihm bestätigt, daß jetztdie Zeit der Aus­beutung Jbero-Amerikas durch die USA. vorüber sei".

Roosevelt pflegt feine Reden und Äußerungen auf der Pressekonferenz stets von anderen ver- ' fertigen zu lassen. Er hat nach amerikanischen Zeug- : nissen niemals selbst eine Rede verfertigt. Er sei, so wird weiter gesagt, auch gar nicht dazu in der £age. Aber hat sich jetzt ein Verfertiger der Roosevelt-Speeches mit ihm einen Scherz erlaubt auf den dieser kuriose Präsident hereingesallen ist? Denn alle Tatsachen sprechen ganz anders, und sogar der von Washington ausgehaltene Präsident Boliviens, eben jener von Roosevelt zitierte Penaranda, hat bei seinem Besuch in Washington geradezu die Ausbeutung Boliviens durch den notdamerikanischen Dollarimperialismus zu- oeben müssen. Er sagte am Tage, bevor Roosevelt sich diese Irreführung erlaubte, in Washington auf einer Pressekonferenz: ,Infolge der Kriegszustands­erklärung durch Bolivien kann die Zinnproduktion um 20 v. H. erhöht werden, da weitere 10 000 (bo- lwianische) Arbeiter für die Förderung eingesetzt werden."

Bolivien fördert im Catavi-Gebiet etwa ein Viertel der Weltproduktion an Zinn: die Gruben tehen unter ftem Finanzdiktat der Yan­kees. Nun brach anfangs Dezember 1940 gerade Jort ein Grubenarbeiteraufstand aus, der den Cha­rakter eines Generalstreiks annahm und von Pena- sanda mit der Verhängung des Belagerungszustan­ds beantwortet wurde. Die bolivianischen Sklaven bes Yankeekapitals klagten über zu schlechte Ent- lohnung, ferner darüber, daß in den Warenhäusern her den nordamerikanischen Grubenbesitzern ge­hrenden Pa tinjg-Gesellschaft geradezu Wucherpreise von ihnen gefordert wurden. DieUltima Hora" n der bolivianischen Hauptstadt La Paz aber flachte einen Aufsatz, der Roosevelt direkt o r t b r u ch vorwarf. Roosevelt hatte den Boli- nanern versprochen: eine Anleihe von 25 Millionen Dollar, ferner weitere 5V2 Millionen zur Erschlie­ßung der bolivianischen Erdölquellen und 2 Millio- 5en zur Stabilisierung der bolivianischen Währung. Lichts sei gehalten worden, und die versprochenen vieferungen von USA.-Stahlwaren und (Eifern rzeugnissen seien auch ausgeblieben. Es hat etwas Lragifomitoes, daß Bolivien auf Geheiß Roofe- selts den Achsenmächten den Krieg ankündigte und 1 den Hoffnungen auf die Yankees so betrogen Mirfte, daß jetzt in Washington Penaranda um die -uleihe betteln und erzählen muhte, wie weit er Wie Bolivianer in die Zwangsarbeit für den Wa- tingtoner Profit eingefpannt hat.

Aber auch Mexiko ist gar nicht zufrieden. Ge- ade jetzt hat das Londoner Fachblatt, derEcono- }ift", einen aufschlußreichen Artikel über die Enttäuschung Mexikos gebracht. Bereits im Juli 1941 hätten die Yankees die ganze Produktion Nexikos an strategischen Materialien, wie Silber, !8lei, Zink, Kupfer, Antimon, Chrom ufro., in tausch und Bogen aufgekauft, und Mexiko habe ^ch dem Kriegseintritt der Yankees weitere Ab- bmmen mit Washington über Lieferungen von öeld und technischer Unterstützung der mexikanischen Cruben und Eisenbahnen usw. abgeschlossen, und B»ar hätten diese Unterstützungen g ra t i 5 erfolgen Klien. Mexiko ist daraufhin in den Krieg eingetre-- «n, aber Washington hat sich jetzt ausgerechnet, H Mexiko ihm viel Geld schulde und daß es feine wen nur auf Kredit, also gegen hohe Zin - I* n, erhalten könne. Daher sei der mexikanische Mfrbent Avila Camacho in Washington gewesen.

was sagte der spaßige Roosevelt über ihn?

Ein drittes Beispiel: Uruguay. Im November J'42 stimmten die Uruguayer über die Beibehaltung

Neutralitätspolitik ab. Unter ungeheurem jhirm der Juden und ihrer Presse stimmten 130 000 Uruguayer für den neutralitätsfreundlichen Kandi­ten Herrera, aber 240 000 für den jetzigen Präst­anten A m e 3 a g a , der im Kielwasser Roosevelts Mt. Damals hatte Washington selbstverständlich Uruguay eine Anleihe von 20 Millionen Dollar füf Deutliche Arbeiten versprochen, aber über die Be­rgungen diesSV Anleihe, die von der nordamerika- ?d)en Export- und Jmportbank gegeben werden Wie, ist jetzt die uruguayische Oeffentlichkeit gerade- entsetzt, und selbst Präsident Amezaga hat da- £gen protestiert. Bereits im März 1943 wurde im Parlament von Montevideo eine Interpellation ein- ^bracht und verlangt, daß die Regierung in direk-

Verhandlungen mit Washington eine Aende- der Kreditbedingungen erstreben oder von dem Ertrag zurücktreten solle. Jetzt, anfangs Mai, hat IjHte Mehrheit der Deputiertenkammer mit 70 ||eKn 68 Stimmen die Regierung Amezagas auf= ||Norbert, sich zu der früheren Interpellation und allem über die neue Form der Kreditbedingun- ||to der USA., die eine Kontrolle über die Ber- ||?;n.^Un9 des Kredits vorsehen, also mit der Sou- llin'änität Uruguays nicht vereinbar sind, zu äußern.

js aber sagt Mister Roosevelt dazu?

II Leiter zu' Venezuela. Der Staatspräsident ||:°» Venezuela, Medina, hat offen »^ebim, ||,Q1 das Land unter dem Krieg schwer leidet, datz k'lle Hoffnungen auf Washington ver-

l i ch waren, daß die Arbeitslosigkeit zunahm, Lebensmittelpreise in steiler Kurve nach oben H^fien und der venezolanische Staatshaushalt mit ll:l3gaben für militärische Zwecke überbürdet sei. li^balb habe man die Steuern um nicht weniger K W v. H. erhöhen müssen, und nuch die Del« IrMtrie müsse jetzt heran, die hauptsachl.ch m den

Händen der Yankees sich befindet Außerdem habe man Anleiheoerhandlungen mit Washington aufge­nommen, aber sie seien noch nicht abgeschlossen. Da­bei könne Venezuela ohne eine sonstige Anleihe finanziell nicht bestehen. Daß die Ursache der vene­zolanischen Nöte die Folgen des von den Yankee- Juden gewollten Krieges und damit die Versklavung oudamevikas bedeutet, das will aber Mister Roose­velt nicht wahr haben.

Und schließlich Brasilien. Es hat sich den Yankees verschrieben und erletzt jetzt, wie diese das Land ausbeuten, wie sie die brasilianischen Unter­nehmen oerjüdeln, wie die Schwierigkeiten, unter denen Brasilien steht, seitdem es den Krieg erklärte, in arithmetischer Steigerung zunehmen, nicht nur wfolge des Kampfes der deutschen U-Boote und der Transportschwierigkeiten.

Alle ibero-amerikanischen Republiken stehen heute w Tatsache gegenüber, daß die Finan.zhyänen der Wallstreet in Neuyork und dir Juden um Roosevelt

Der wichtigste Anrainer des Mittelmeers ist nach wie vor d ie A chs e. Sie ist es, die die Mehrzahl der Luft- und Seestützpunkte dort in der Hand hält.

Daß diese Problematik dem Gegner oertraut ist unb daß auch der Fall von Tunis daran nichts wesentliches ändert, zeigt die neuerliche Reise Churchills nach Wa s h i n g t o n. Wenn Roose­velt und Churchill sich in Casablanca darüber einig gewesen wären, was nach dem von ihnen damals als viel früher angenommenen Fall von Tunis ge­schehen solle, so brauchte der britische Premier« minister nicht jetzt zum 5. Male zu Roosevett reifen^ Man kann im Gegenteil annehmen, daß die Er« fahrungen, die die Achsengegner im Tunis-Feldzug gemacht haben, diese ursprünglich für viel spätes geplante neuerliche Aussprache schon jetzt herbeige« führt haben. Dafür spricht das starte militärische Gefolge, das Churchill begleitet. Tunis war der erste Feldzug, in dem die Engländer Gelegenheit hallen, die militärischen Qualitäten ihrer amerika­nischen Verbündeten aus direkter Anschauung kennenzulernen. Erst in Tunis haben die Briten herausfinden können, ob und inwieweit die ameri­kanischen Streitkräfte, ihre Führung, ihre Menschen und ihr Material überhaupt für eine Invasion irt Europa geeignet sind. Den Schlüssen, zu denen die britische Kriegfiihrung gelangt ist, braucht hier nicht vorgegriffen zu werden.

Die gedämpften Kommentare der britischen Presse zu Tunis lassen darauf schließen, daß es in England genügend Leute gibt, die erkennen, daß die eigentlichen Schwierigkei­ten überhaupt er st beginnen.

Auch ist es auffällig, daß Churchill die britischen Militärbefehlshaber in Indien zu den Bespre­chungen nach Tunis hinzuzieht. Dies kann nur da­mit erklärt werden, daß man in London allmählich gelernt hat, den Krieg als ein zusammenhängendes ganzes 3U begreifen. Diese Erkenntnis aber zwingt ftie Angelsachsen dazu, die Lage an den übrigen Fronten zu prüfen, bevor neue Aktionspläne in die Tat umgesetzt werden. In Washington wird also zunächst mal ausgehaüdell werden müssen, wer wen zum nächsten Angriff vorschickt: Churchill die Ameri­kaner gegen Europa oder Roosevelt die Engländer gegen Burma. Der burmesische Kriegsschauplatz ist in der amerikanischen Presse kürzlich als diever­gessene Front" bezeichnet worden. Auch wird der angelsächsische Kriegsrat in Washington kaum da-, durch erleichtert, daß Stalin ihm abermals fern« bleiben wird.

Die Positionen der Achse in Europa und Ja­pans in Oftasien sind heute so stark wie jemals.

Peripherie Ereignisse wie in Tunis oder Neu< Guinea mögen dem Feind gelegentlich einen tat- tischen Erfolg bringen, auf die Gesamtstrategie diei ses Krieges haben sie keinen Cinstuß.

Führer und der Duce haben dem General­oberst von Arnim, der die deutsch-italienischen Truppen m Nordafrika seit einiger Zeit befehligte, unb den Truppen für ihren Heldenkampf in Tune­sien telegraphisch ihren Dank und höchste Aner­kennung zum Ausdruck gebracht.

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