Ausgabe 
15.4.1943
 
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vonnerstag. 16 April M5

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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Erbitterte Abwehrkämpfe in Tunesien

Der Massenmord im Walde von Katyn

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Erweiterter Radius der japanischen Luftwaffe

und der deutsche General beim Oberkommando der rumänischen Wehrmacht, General Ansen, nahmen

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der Zusammenkunft teil.

Das Echo in Bukarest.

Rumäniens Kriegsanstrengungen ein Beitrag zum Liege.

> Unter, ' Lauch. I

Das Schicksal ihrer Offiziere ift dieser Tage im Walde von Katyn geklärt morden. Sie liegen dort in riesigen Massengräbern, in neun bis zwölf Reihen übereinander geschichtet, von den GPU- Mördern erbarmungslos niedergeknallt. Das pol­nische Führerkorps, seine Intelligenz, ist auf den Mordbefehl Stalins hin ausgerottet wurden. Ein­zelheiten, die von den Gräbern enthüllt werden, ind so scheußlich, daß sich die Feder sträubt, sie wie­derzugeben. Die ganze Teufelsfratze des Bolsche­wismus grinst aus ihnen die Menschheit an. Allein, man mag im einzelnen denken, was man will, im ganzen offenbaren diese Mordstätten das wahre Gesicht Stalins. Damit steht er und mit ihm seine Verbündeten in London und Washington am Pran­ger der Welt. Wie lasen wir doch erst jüngst in der amerikanischen ZeitschriftLife"?Die Bolschewiken sehen aus wie Amerikaner, kleiden sich wie Ameri­kaner und denken wie Amerikaner." Sind die Yan­kees auch heute noch dieser Auffassung? Gerade Vizepräsident Wallace unternimmt eine Propagan- frareife, um dem Bolschewismus in Mittel- und Südamerika Tür und Tor zu öffnen. Als diploma- stischer Mordgier einen Damm entgegenzustellen, auf daß die Amerikaner mit den Sowjets ein dauer­haftes Freundschaftsbündnis abschließen. Diese poli­tische Zielsetzung ist sehr auftchlußreich, nicht minder bedeutsam und treffsicher ist in,diesem Zusammen­hang aber auch unser attes deutsches Sprichwort: Sage mir, mit wem du umgehst, und ich sage dir, wer du bist.

Diese Schlußfolgerung ist auch sur die Briten zu ziehen. Obwohl Churchill die Mordpoüttk der Mos- kowtter genau kannte feine eigenen Schriften be­weisen es, hat er durch seinen Außenminister Eden mit der Sowjetunion ein Bündnis geschlossen, das diesen Krieg noch 25 Jahre überdauern soll. Alle politischen Parteien Englands sind sowjethörig. Nw-

DRV. Ausdem Aührerhauptquarlier, 14. WpriL Der Führer empfing am 12. April den Staatsführer Rumäniens, Marschall Antonescu, zu einem zweitägigen Besuch.

Die Besprechungen, an denen der Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, und Ge- neralfeldmarschall Keitel teilnahmen, umfaßten die allgemeine politische Lage und die Fragen des gemeinsamen Kampfes gegen den Bolschewismus und die mit ihm verbündeten englisch-amerikanischen Plutokratien; sie sanden im Geiste der deutsch-ru­mänischen Freundschaft und der unerschütterlichen Kampfgemeinschaft der im Dreimächtepakt verbün­deten Rationen statt.

Der Führer und der Staatsführer Rumäniens bekräftigten ihre feste Entschlossenheit, den Kampf gegen die Feinde Europas unbeirrbar unter Linfah aller Kräfte bis zum kompro­mißlosen Siege fortzusehen. Das rumänische Volk wird Seite an Seite mit den Völkern der Achsenmächte den Kampf bis zum Endfieg führen und mit diesem historischen Beitrag zur Befreiung Europas die Grundlage schaffen für die Sicher­stellung der Zukunft der rumänischen Ration.

Marschall Antonescu war begleitet vom Lhes des Mlilärkabinetts, Oberst Davidescu, und von Offizieren des rumänischen Generalstabes. Der deutsche Gesandte in Bukarest, von Killinger,

gends ist der Einfluß des Kreml und feiner Botschaft größer als in London. Selbst die anglikanische Hoch- kirche, an der Spitze der Erzbischof von Canterbury, ctzt sich für das bolschewistische Verbrechertum ein und betet für diese Bestien in Menschengestalt. Die Drachensaat wird aufgehen.

Der Wald-von Katyn hat seine Geheimnisse preis- gegeben. Sie berühren an erster Stelle Sikorski, den Chef der polnischen Flüchtlingsregievung in London. Er weiß jetzt, daß Stalin zielbewußt einen wesent­lichen Teil der polnischen Intelligenz hinmordete. Auch darüber besteht kein Zweifel mehr, daß die 300 000 Polen, die in den asiatischen Teil der So­wjetunion verschleppt wurden, zum größten Teil un­tergegangen sind durch die Schuld der Sowjets. Das Schicksal ganz Ostpolens ist trotz aller englischen Versprechungen besiegelt. Dos heuchlerische Doku­ment der Atlantik-Charta ist von Wallstreet und Downing-Street während der letzten Wochen in den Verhandlungen mit Moskau als unbequemes Doku­ment in Fetzen zerrissen worden. Was für Sikorfti übrigbleibt, ist die Erkenntnis: Belogen, betrogen und verraten. Pilsudskis heiliges Vermächtnis ist ruiniert. ..

Katyn ist ein Mahnruf an die Volker, diesem System höllischster Tyrannei und/bolschewi­stischen Mordgier einen Damm entgegenzustellen, auf daß die barbarischen Pläne des Bolschewismus zer­brechen und seine ungeheuerlichen Untaten die ver­diente strenge Sühne finden. Wenn dieTimes" offen sagt, die englische Politik denke gar nicht dar­an, dem Ausbreitungsbestreben Stalins Schranken zu setzen, wenn im Oberhausfreie Bahn für Mos­kau" gefordert wird, nun, dann wissen alle Völker Europas: Diese freie Bahn bedeutet die Neuauf­lage der ungeheuerlichen Greuel von Katyn, sie wäre gleichbedeutend mit dem Untergang unseres Kontinents. Und nur einer hält feinen Schild vor das Leben und Eigentum, vor alles, was den Euro­päern das Leben lebenswert macht: Adolf Hitler und feine Heerscharen. Sie werden den Bolschewis­mus und seine jüdischen Mithasser in London und Washington zu Boden zwingen.

B e r 1 i n , 14. April. (DNB.) AmOstrandder tunesischen Gebirgsschwelle stieß der Feind mit starken Panzerkräften vor, brach an einigen Stellen schließlich ein und setzte feine Pon- zerkeile zur Umfassung an. Unsere Grenadiere bhe= 'bcn in ihren Kampfständen, überschütteten den Feind aus ihren Hügelstellungen mit Maschinen­gewehrfeuer und zwangen den Angreifer, seine Panzerspitzen zurückzunehmen. Wo es den britischen Panzern gelungen war, weiter vorzustoßdn, griffen unsere Grenadiere die rückwärtigen Verbindungen an, so daß sich die vorgepreschten feindlichen Pan­zerkolonnen nicht halten konnten. In erbitterten Nah kämpfen zwischen deutschen und feindlichen Panzern, die der Gefahr abgeschnitten zu werden, auswichen und sich zurückzogen, verloren die Briten bei Fonduck allein 60 Panzer/ Die eigenen Panzer­verbände faßten trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit die feindlichen Panzerkolonnen in der Flanke und fügten den Briten schwerste Verluste zu.

Bei den' bewealichen Gefechten an der sud-

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ermam i [im j,. . ehenm f tdrei' 1 freund- . -rzlichn L gesund! - hrunz | umer t lien gti ( inntmi' leteiti.

Nach den Aussagen von ehemaligen Angestellten des Kommissariats der GPU. in Smolensk hatten die Führung bei der Erschießung mehrere Kommissare des Kommissariats der GPU. in Minsk. Aus dem Smolensker. Kom­missariat waren vier Bean.ce zur Erschießung der polnischen Offiziere abgestellt, die GPU.-Beamten Lew Rybak, Chain Finberg, Abram Borissowitsch und Pawel Borodinski. Von diesen sind schon an den Namen drei einwandfrei als Juden er­kenntlich. Sie haben die Transporte auf der Bahn­station Gnesdowo in Empfang genommen und von dort zur Mordstätte begleitet. Sie haben sich spater damit gebrüstet, daß 17jährige polnische Fähnriche bet ihrer Erschießung in Schluchzen ausbrachen und ihnen hohe Geldsummen und Wertsachen, die sie in ihre Stiefel eingenäht hatten, als Lösegeld ange­boten hätten. Die GPU.-Angestellten haben auch über die Orgien im sog.Dnjepr-Schlößchen", dem berüchtigten Erholungsheim der GPU. in der Nähe der Mordstätte, im Kreise der Smo­lensker GPU. so widerliche Berichte gegeben, daß es unmöglich ist, sie schriftlich wiederzugeben. Sie charakterisieren die Schamlosigkeit und Verworfen­heit der jüdischen Henker in nicht zu überbietender Weise.

Die Solidarität Europas.

pavoliui über das Gesicht des europäischen Kontinents nach dem Siege der Achse

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8 9 Ubr desBormittags

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aller Völker Europas müsse auf gemeinsamen In­teressen basieren. Diese Interesses bestünden in erster Linie darin, Europa den Frieden zu sichern.

Gayda zur Lage.

Rom, 14. April. (Europapreß.) Die militärische Lage der Achsenmächte und ihrer Feinde nach den letzten Besprechungen des Duce mit dem Führer be­leuchtet Gayda imGiornale d'Jtalia". Er schreibt: Die von der Achse beherrschten Länder des euro­päischen Kontinents genügten sich wirtschaftlich sel­ber. Mit Ausnahme Nordafrikas, das von Europa durch einen hart umkämpften Meeresstreifen ge­trennt sei, behersche die Achse alle ihre inneren Ver­bindungen unumstritten. Es bestehe zwischen den bei­den Achsenmächten volle Einigkeit der Ziele und

(95. Jahrgang Ur. 89 Erscheint täglich, außer Unntags und feiertags

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Monatlich RM.1.80 auck^ bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

Mac Arthur räumt die japa­nische Lustüberlegenheit ein.

Schanghai, 14. April. (Europapreß.) Nach dem USA.--Marineminister K n o x und dem Ober» kommandierenden .der australischen Landtruppen, Sir Thomas B l amt e y , mußte nun auch Marschall Mae Arthur, der Oberbefehlshaber im Südwest- Pazifik, die wachsende Stärke der Japaner im Pa­zifik zugeben. Mae Arthur gestand, daß die japa­nische Luftwaffe die Herrschaft im West-Pazifik und um Australien besitze.Die Kontrolle der Flugwege", , sagte er,hängt nicht allein von der Kriegsmarine ab, sondern von einer Luftwaffe, die von Landstütz­punkten aus operiert. Diese wiederum werden vom Heer und der Kriegsmarine geschützt. Die erste Der- teidigungslinie Australiens besteht in unseren Bom­benflugzeugen. Falls wir diese verlieren, können uns auch unsere Marinestreitkräfte nicht retten."

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Bukarest, 15. April. (Europapreß.) Das amt­liche Kommunique über den Besuch Marschall An- tonescus beim Führer hat in der rumänischen Oeffentlichkeit insofern überrascht, als die Reise voll­ständig geheimgehalten worden war. Mit Stolz nahm man zur Kenntnis, welche Bedeutung an höchster Stelle des Großdeutschen Reiches dem militärischen und wirtschaftlichen 'Beitrag Rumäniens zur Ver­teidigung Europas begemeffen wird. Nachdem sich die rumänische Presse in den letzten Monaten immer wieder von dem Zurückweichen der Engländer und Nordamerikaner vor den sowjetischen Herrschafts­ansprüchen auf Europa überzeugen konnte, einer Nachgiebigkeit, der Rumänien im Ernstfall als erstes Land zum Opfer fallen würde, zeigt man in rumänischen Kreisen jetzt unverhüllte Freude dar­über, daß die Gleichstellung Englands und der Vereinigten Staaten mit den Sowjetrussen als Feinde Rumäniens in dem Kommunique zum Aus­druck kam. Mit Befriedigung stellt man schließlich fest, daß der rumänischen Nation in der amtlichen Mitteilung eine ihren Kriegsleistungen entsprechende Stellung nach dem Kriege zugedacht wird.

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StaaWhrer Marschall Antonescu beim Führer

Besprechungen im Geiste

der Freundschaft und der unerschütterlichen Kampfgemeinschaft.

Juden dieMSrder der polnischen Offiziere Augenzeugen bekunden, daß die GPU.-Erschießungstrupps im Walde von Katyn von jüdischen Funktionären geführt wurden.

Rom, 14.April. (Europapreß.) Die Frage, wie Europa nach dem Sieg der Achse aussehen wird, be­antwortet der Direktor desMessaggero. Alessandro Pavolini, ehemaliger Minister für Dolkskultur. Er meint, die ersten Anzeichen für die Auffassung, die die Achse von Europa Hat, zeichneten sich schon bei der ersten Begegnung zwischen dem Duce und Ribbentrop ab, und die letzte Begegnung zwischen dem Duce und dem Führer bestätige diese Auffas­sung. Die Erklärungen liehen stets klarer die ein­zelnen Punkte dieses Programms erkennen:kon- tinentale Solidarität". Die praktische Aus­wirkung heiße die gemeinsame Nutzbarmachung der Güter Europas und Afrikas für ganz Europa, und zwar müsse den Europäern ein gleich auf geteiltes Afrika gesichert werden, ferner der freie Verkehr airf den Meeren und schließlich müsse das europäische Rußland ganz Europa zur Verfügung stehen. Als ein weiteres, im gemeinsamen Interesse Euro­pas liegendes Ziel bezeichnet Pavolini die interna­tionale soziale Gerechtigkeit.

Gin Jahr genügt", tagte uns dieser Tage der Sowjetjude GH re n bürg,um den europäischen Kontinent mit feinen 350 Millionen Menschen zu vernichten." Gs mag viele Guropaer gegeben. baben die diejer Aeußerung eines haßtrunlenen lud'schen Bolschewisten noch vor einigen Tagen aut Die leichte Schuller nahmen. An den ossenen Grabern der mehr als 10 000 polnischen Agiere 'M Walde von Katyn, die non den Maschinenpistolen der GPU. medergeknallt wurden, erhalten d e boljche- wistischen Drohungen ' gegen ganz Europa wesentlich ernsteres Gesicht.

Nach dem deutschen Blitzkrieg in Polen entwichen über 60 000 polnische Soldaten mit 'dren Oyizier- über Die sowjetische Grenze Dort wurden non den Bolschewiken g e s a n g eng en o mmen und im Gefangenenlager öuKoselft bei interniert. Bald erinnerten fd) ®rite" Jn 7 verbündeten Flüchtlinge und tunbeten e n p nische Legion >, die nach Ausbruch bes deutsch-sowjetischen Krieges an der S wjets gegen Großbeutschland kampfen wurde. Ab r diese Legion ist nie in Erscheinung ^treten Ihre Führer, das gesamte Ofjizi-rkorps watJangft nor Ausdmch des' Krieges Grobdeutschlands 8eg°n di Sowjetunion im Frühjahr 1940. vernichtet "^erschütternd-Vaus

Wo die über 60 000 E st e n.deren «ch'ck»°l eben ungewiß ist? Wo die über 5««» Llt°.uer ebenfalls von den Sowjets nach Abirie p tiert wurden? Wo die 300 000 P°l°n. d- aus Ostpolen nach.dem Innern der ^b'wetumon zu ziehen gezwungen wurden? Wo die MOM pol Nischen Soldaten, .die -inst 'M -.ager vui Koselsk interniert wurden?..

Berlin, 14. April. (DNB.) Das grauenvolle Verbrechen im Wald von Katyn beschäftigt weiter die militärischen deutschen Stellen, die alles daran- etzen, in Zusammenarbeit mit der ansässigen Zivil­bevölkerung, die teilweise Augenzeuge der lieber» ührung der Gefangenen zur Richtstätte war, die Einzelheiten und Hintergründe dieses furchtbaren Massenmordes aufzudecken. Die Bewohner der um­liegenden' Dörfer, die Eisenbahnangestellten der Ver­ladebahnhöfe, die vor drei Jahren die Eisenbahn­wagen mit den gefesselten polnischen Offizieren auf den Abstellgleisen gesehen habensie alle sagen übereinstimmend aus, daß die Mörder der polnischen Offiziere durchweg Juden waren und daß die GPU.-Erschießungstrupps von jüdischen Funktionären befehligt wurden. So er­klärte im Beisein des polnischen Hilfskomitees, nam­hafter Aerzte aus Warschau und zahlreicher pol­nischer Journalisten der Cisenbahnarbetter Alexei Sladkow, daß sich die Bewachungskommandos aus jüdischen Funktionären der GPU. zusammensetzten. Er hat die berüchtigten Gefängnisautos und Arre­stantenwagen vom Bahnhof Gnesdowo zum Wald von Katyn verfolgen können, wie sie vollgepfercht mit gefesselten Offizieren ab fuhren und bald darauf leer zurückkehrten. z

Methoden. ~

Dieser Lage der Achsenmächte stehe die feindliche Koalition mit inneren Gebrechen gegenüber. Mehr als je versuchten die Anglo-Amerikaner, den Ab­schluß des Krieges um jeden Preis zu beschleunigen. Die militärischen Führer sowie die Bevölkerung der feindlichen Länder seien sogar bis zu einem Alarm­zustand gelangt. Auf diesem Hintergrund höben sich die großen 'Versorgungsschwierigkeiten für Eng­land, die USA., und die vielen Kriegsfronten ab. Der U-Boot-Krieg gehe seiner Erweiterung und In­tensivierung entgegen. Die Schiffsverluste über« stiegen die Neubauten.

Unter diesen Umständen würde ein Landungsver­such der Anglo-Amerikaner in Europa erstens die Ueberguerung eines gefährdeten Meeres und die Bloßstellung der rückwärtigen Verbind ungern zwei­tens den Einsatz von Millionen Tonnen ^schifis- raums bei gleichzeitiger Bindung der eigenen Kräfte

Pazifik, drittens ben Kampf gegen eine unnach- ,ige geistige Front der europäischen Länder und

Tokio, 14. April. (Europapreß.) Japanische Flugzeuge sind heute imstande, den amerika­nischen Kontinent anzugreifen, erklärte Generalmajor Sato vom japanischen Kriegs­ministerium in einer Ansprache vor japanischen Er­findern. Die Heimat müsse eng'mit her Front zu- jammenarbeiten, um alle Vorbereitungen für einen Schlag gegen ben amerikanischen Kontinent zu treffen. Die japanische Luftabwehr fei durch ver­schiedene wichtige Erfindungen bedeutend verbessert worden. Die wichtigste Aufgabe der japanischen Rüstungsindusttie bestehe darin, die Produktion von Flugzeugen immer weiter zu erhöhen, wo­bei die reichen Rohstoffoorkornrnen der südostasia­tischen Länder und ihre immer intensivere Ausbeu­tung es Japan ermögliche, seine Produktion all­mählich auf eine völlig autarke Basis zu stellen.

Sato sprach vor 80 japanischen Erfindern, die sich auf dem Gebiet der Rüstungsindustrie Der- dienste erworben haben. Ihre Verbesserungen an Tanks werde» als besonders wichtig bezeichnet.

tunesischen Front bis in den Raum Kai» rouanSousse vernichteten Kampfgruppen zweier leichter deutscher Divisionen vom 9. 'bis 11. April allein 30 britische Panzer und 50 Panzerspähwagen. Als der Feind schließlich erkannte, daß seine Um» sassungsversuche erfolglos blieben, entschloß er sich, auf breiter Front auch frontal anzugreifen. Mit starken Jnfanteriekräften rannte er gegen unsere Djebelstellung an, doch immer wieder brachen seine Sturmwellen im Abwehrfeuer unserer Grenadiere zusammen. Um jeden Meter Boden wurde erbittert gekämpft. Der Feind Mußte seine ganze zahlen- mäßige Ueberlegenheit aufbieten, um unter schwer­sten Verlusten Geländegewinn zu erzielen. Unsere hervorragend kämpfenden Grenadiere und Panzer­grenadiere und unsere immer wieder kühn vor- stoßenden Panzer verhinderten alle Umfassung^ und Dernichtungsabsichten des Feindes und ermög­lichten, daß nach harten Kämpfen die Front auf der jetzigen Linie stabilisiert werden konnte.

Englische Visionen.

Bon Dr. Paul Rohrbach.

Das WortVision" ist im'Englischen doppeldeutig, es heißt zunächst soviel wieErscheinung", aber wenn man von jemandem sagt, er habeVision , so bedeutet das soviel wie Vorstellungskraft. Engländer und Amerikaner tun sich etwas darauf zugute, daß sie ihrer Meinung nach diese Kräft m besonderem Maße und mit praktischer, d. h. geschäft­licher und politischer Adzweckung besitzen. Wir brau­chen keine Diskussion darüber anzufangen, ob und wieweit das richtig ist, wollen aber dafür einen Blick auf einige interessante Aenderungen der englischen Vorstellungen werfen, die der Krieg hervorbringt.

Ein doppelter Alpdruck lastet heute auf dem Eng­länder: erstens Amerika und zweitens das verän­derte Leben nach dem Kriege. Jenes beschäftigt mehr die Regierenden, dieses beunruhigt auch weitere Kreise. Man hat sich viel Mühe gegeben, Ame­rika in den Krieg zu bringen, aber man hat nicht recht bedacht, was'die Amerikaner dafür fordern werden. In der Industrie der Vereinigten Staaten besteht ein Ueberdruck der Produkttonfi der um jeden Preis nach Exporten verlangt. Südamerika, wo England auch große Interessen hat, wird rücksichts» los zu einem Reservat für die nord amen konische Wirtschaft gemacht. Afrika, Indien und Australien werden immer stärker mit amerikanischenStutz­punkten" durchsetzt, die einen dreifachen Zweck ha­ben: militärisch, politisch und wirtschaftlich. Sogar den von England so eifersüchtig gehüteten Persischen Golf hat Washington zu seinem Kondominium ge­macht! Ueberdtf, wo die amerikanische Flagge im Britischen Imperium in den Boden gepflanzt ist, soll ihre in Zukunft der amerikanische Handel folgen

Man findet sich, bezeichnenderweise, in England im voraus damit ab, daß man ärmer aus dem Kriege hervorgehen wird, als man vorher war. Auf einer Tagung des Verbandes der Maschinen» Industriellen ist kürzlich das Wort gefallen, die einzige Rettung vor der Verarmung werde die Zu-

Wenn das Kommunique nach der Begegnung zwi­schen Duce und Führer sagt, daß alle gemeinsamen Ziele bestätigt wurden, die die Achsenmächte für die Verteidigung der europäischen Kultur verfolgen, so heißt das, daß diese Verteidigung sowohl den portu­giesischen Katholiken als auch den bulgarischen Or­thodoxen, die Bibliothekare von Reims und Die Bauern Roms, die Schweizer Hirten als auch die Reeder von Riga angeht, also alle bieienigen tne unter keinen Umständen die Bolsche- wisierung ihrer Länder wollen. Insofern sind die Schlachten der Achsensoldaten glelchzeüig national und doch zum erstenmal auch f/^opaisch . Während die andere Seite den europai]eben Kon-

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