Ausgabe 
15.3.1943
 
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Wie bekämpft man Entstehungsbrände?

oben!)

mit:

yolung folgen, um den frischen Eindruck beim Publikum zu befestigen. Die Studien, die stilistisch

Das Handelsgesetzbuch gibt (§ 63) einem

des Eintritts der Verhinderung voraus.

(Nachdruck verboten.)

^1. Fortsetzung.

Oer rassische Aufbau der hessen-darmfiädtischen Bevölkerung

Ich weiß nicht, was Sie damit sagen wollen, 5 Fräulein Reni. Ich habe in Köln nichts zu suchen. Aber trotzdem ich bringe Sie sehr gern Yin . sagte er einfach.Das heißt, wenn Sie wollen."

Angenommen. Aber warum hat sich Ihre Reise wch Essen inzwischen erledigt?-Waren Ihre Ge- schäste dort nicht so wichtig?" '

Im Gegenteil! Lebenswichtig sogar. Ich wollte Dort die Spur eines gewissen Fräulein Reni auf- lehmen. Aber wie gesagt das hat sich jetzt er-

Glück auf, Renate!

Roman von Ernst Srau.

Nein, das natürlich nicht. Ich bin im Hannover­schen zu Hause. Aber als es mir damals wahrend meiner Studienzeit so hundsmiserabel schlecht ging, da habe ich mir als Werkstudent auf Hammerkott mein Brot verdient und meine Studiengelder dazu.

Auf Hammerkott? Als Bergmann?"

Immer neue Neberraschungen erlebte sie cm diesem

Ich kann mir beinahe denken, um was es Ihnen jetzt geht, Fräulein Reni"

Sie hob den Blick. Ein frohes Leuchten lag in den braunen Augen.

Sagen Sie es", bat sie, und ihre Blicke lagen fest ineinander.

Sie möchten einmal einen Blick in das Leben unter Tage tun ist es so?" Seine Worte atmeten eine wohltuende, natürliche Zärtlichkeit, die ganz rückhaltlos und ohne Absicht zu ihr kam.,

Ja", gab sie freudig zurück, und es überfiel sie überströmend wie eine heiße Welle, als sie sah, wie gut der Mann an ihrer Seite in ihren Gedanken zu. lesen wußte.Aber ich weiß -nicht geht es überhaupt?"

G^wiß. Wenn Sie sich mir anvertrauen wollen. Die Verantwortung übernehme ich schon. Es ist so wenig alltäglich, daß eine Frau einen solchen Wunsch äußert Sie konnten mir keine größere Freude machen."

Und Sie werden keine Unannehmlichkeiten da­durch haben? Es ist doch offiziell verboten?"

Sie denken an Terbrüggen" Er lachte herzlic' auf.Keine Sorge. Wir sind die besten Feinde unter der Sonne. Warum? Ja, das könnte ich Ihnen nicht einmal so genau sagen. Reine Gefühlssache. Beruht wohl auf Gegenseitigkeit. Als Fachmann ist er viel­leicht nicht zu übertreffen, das gestehe ich ihm gern ehrlich zu. Aber als Mensch halte ich ihn für einen nicht so ganz einwandfreien und uneigennützigen Charakter. Ihn und seinen Freund Meinders dazu."

Die beiden sind befreundet miteinander? Ich hätte eher das Gegenteil angenommen."

Hellingrath hob die Schultern. Er wußte jetzt, daß Hammerkotts Tochter diese Frage gestellt hatte.

Freund ist vielleicht nicht ganz das richtige Wort für dieses Verhältnis. Ich, kann eben das Gefühl nicht loswerden, daß die beiden irgend etwas Ge­meinsames in ihrer Vergangenheit haben, das viel­leicht nicht ganz stubenrein ist. Nun, mich geht's nichts an, uni) Sie werden das wahrscheinlich bald

0er Arbeitseinsatz muß bestätigt werden. NSG. Das Landes arbsitsamt Hessen teilt

zu befestigen. Die Studien, die stilistisch auf t)er ßtnic der letzten Klavierstücke, op. 47, liegen, stellen zugleich jeweils ein technisches Problem in den Mittelpunkt des Interesses, wie den wechselnden Anteil beider Hände an der Melodielinie, die Heran­ziehung des dritten bis fünften Fingers zum Ak- bordspiel, die Uebung des Trillers und des figuralen Üankwerks. Don solchem Erziehunaszweck bleibt aber die künstlerische Bekenntniskraft der Stücke anberührt. Wie in den vergangenen Werken der rüngften Schaffensepoche Pfitzners macht sich auch hier die Altersklärung der Vereinfachung geltend.

Roland Tenschert.

sich in der Nähe des Fußbodens immer noch die beste Luft befindet. Nach Möglichkeit Fenster und Türen öffnen, damit der Qualm abzieht. Hierbei ist jedoch Vorsicht zu üben, da durch den Luftzutritt das Feuer stark angefacht werden kann. Also vorher das Löschgerät zum sofortigen Angriff bereichalten. Die Luftschutzhandspritze wirkt bei richtigem Einsatz oft Wunder. Einer hält das Strahlrohr, ein zweiter pumpt, andere tragen in Eimern Wasser herbei. Der Löschstrahl darf nicht ziellos m die Flammen ge­spritzt, sondern muß besonnen auf den eigentlichen Brandherd gerichtet werden.

Ist Wasser nicht ausreichend oder gar nicht vor­handen, so muß versucht werden, das Feuer mit Feuerpatschen auszuschlagen oder mit Sand zu er­sticken. Gelingt es nicht, das Feuer zu bekämpfen, so darf nicht gleich die Flinte ins Korn geworfen werden. Türen zum Brandraum schließen und be­obachten, wie sich das Feuer weiter entwickelt. Das Uebergrekfen des Feuers in andere Räume nebenan oder ober- und unterhalb muß unter allen Umstän­den verhindert werden. Dazu müssen die Nachbar­räume Übermacht, leicht brennbare Gegenstände in Türnähe fortgeschasst, und, wenn die Fenster im Drandraum zerstört sind, im Zimmer darüber die Vorhänge, Derdunkelungseinrichtungen usw. ent- fynt werden, damit das Feuer nicht auf das nächste Äockwerk üb ergreift In der Regel gehen bereits nach zehn Minuten die Flammen im Brandraum zurück, so daß man nun erneut einbringen und ab­löschen kann.

Der Einsatz der zahlreichen meldepflichtigen Männer und Frauen in den Betrieben und die weitere Zu­weisung Meldepflichtiger durch das Arbeitsamt kann nur bann reibungslos vonftatten gehen, wenn die Betriebsführer die von den Zugewiesenen über­brachten Zu weisungs karten sofort mit dem Vermerk über die Einstellung ober die Mchteinstellung dem Arbeitsamt übersenden. Dies muß auch dann un­verzüglich, in der siegel am gleichen Tage, geschehen, wenn die zugewiesene Arbeits­kraft aus persönlichen oder betrieblichen Gründen erst zu einem späteren Zeitpunkt di§ Arbeit ausneh- men kann. Betriebs führ er, die das Arbeitsamt nicht rechtzeitig über die Besetzung des freien Arbeits­platzes unterrichten, hemmen den Fortgang der Ak­tion, weil unter Umständen weitere Meldepflichtige dem Betrieb zugewiesen werden, obwohl die Stel­len bereits besetzt sind. Um den Meldepflichtigen unnötige Gänge und Enttäuschungen zu ersparen, ist es deshalb notwendig, daß die Bestätigung der Einstellung oder die Mitteilung von der Ablehnung dem Arbeitsamt noch am gleichen Tage zuge­sandt wird. / f

DasKranlenqehatt" de« entlassenen Soldaten.

hcn seines Gaues Einblick in die Probleme, die mit 'Ser totalen Mobilmachung der Heimat zusammen- )ängen. Den hohen Ausbildungsstand der Truppe gewiesen Feldübungen der Ersatz-Brigade mit den neuesten Waffen. In einer Ansprache vor der Bri­gade sprach der Reichsleiter über den Sinn des Ringens und den Auftrag der DivisionGroß- Deutschland".

Verhandlungen zwischen dem deutschen und dem ünnischen Regierungsausschuß haben zu einer Ver­einbarung über den Warenverkehr im Jahre 1943 owie über den Warenverkehr zwischen den lesetzten belgischen, niederländischen und norwegi­schen Gebieten und Finnland geführt. Sie stellen icher, daß weiterhin die sich ergänzenden wirtschaft- ichen Kräfte beider Länder für die Kriegführung auf das wirksamste eingesetzt werden. Dies gilt so­wohl für industrielle Rohstoffe, Chemikalien, Ma- fchinen usw. als auch auf landwirtschaftlichem Ge­biet, wo durch die deutschen Lieferungen die fin­nische Ernährungslage für das Erntejahr 1942/43 nls gesichert angesehen werden kann. Andererseits konnte auch die Ausfuhr hochwertiger finnischer Rohstoffe und industrieller Erzeugnisse trotz- Der aurd) die Kriegsverhältnisse bedingten Schwierig­keiten aus beträchtlicher Höhe gehalten werden.

Der japanische Ministerpräsident Tojo hat in Nan­king den Staatsbesuch des Präsidenten Wangtsching- wei erwidert und ihm den Dank Japans ausge­sprochen für den Kriegseintritt der nationalen Re­gierung gegen England und Amerika. Tojo hatte Besprechungen mit Wangtschingwai und besichtigte japanische Einrichtungen in China.

berüfung zur Wehrmacht den Bestand des Veschäft tigungsverhältnisses nicht berührt. Es ruhen nur die beiderseitigen Rechte und Pflichten; sie leben erst wieder auf mit der Entlassung aus dem Wehrdienst. Im Augenblick der Entlassung, in dem der Gefolas- mann sich wieder auf seinem zivilen Arbeitsplatz meldet, hat auch die Fürsorgepflicht des Unterneh­mers wieder einzusetzen. Das bedeutet, daß dann auch wieder das Gehalt für sechs Wochen bei Er­krankung fällig wird, und zwar unabhängig von der während des Wehrdienstes erfolgten Betreuung. Der Angestellte hat sich auf diesen Gehaltsanspruch auch nicht anrechnen zu lassen, was er an Ver­sehrtengeld usw. als Wehrdienftbeschädigter be­kommt.

selbst merken. Sie haben ja die beiden dauernd um sich."

Papa hält aber sehr viel von Terbrüggen, dachte sie und hätte es in ihrem Eifer beinahe auch aus­gesprochen. Die plötzliche Gefahr, sich zu verraten, jagte ihr das Blut ins Gesicht.

Wie ich gehört habe", versuchte sie, immer noch etroas unsicher, einzuwenden,hat ihm Hammerkott eine Generalvollmacht gegeben. Das bedeutet doch, soweit ich mich darin auskenne, ein grenzenloses Vertrauen. Vielleicht tun Sie ihm also doch un­recht?"

Energisch schüttelte er den Kopf.

Walter Hammerkott ist ein viel zu geradliniger Charakter, aber er chat anderseits wieder viel zu wenig übrig für uns hier auf der Zeche. Er kennt von Terbrüggen nur die glatte Außenseite und sieht nur seine Erfolge, die ihm auch niemand abstreitet. Wir, die wir unter ihm stehen, wir wissen, daß er noch ein anderes Gesicht hat. Auch Sie werden das schon noch erfahren. Doch ich will Sie an diesem schönen Nachmittag nicht mit diesen unerfreulichen Dingen behelligen. Sagen Sie mir lieber, wann Sie mit mir einfahren wollen, Können Sie sich an ein<*m der nächsten Vormittage, sagen w»r am Dienstag, auf ein paar Stunden frei machen?"

Sicher."

Er sah sie etwas erstaunt an.

Sagen Sie das nicht so siegessicher, Fräulein Reni. Bei Terbrüggen kann man oas nie. Vor allem dürfen Sie gegen ihn oder Meinders nichts davon verlauten lassen. Denn nach Dem heutigen Auftritt werden vermutlich alle beide nicht sonderlich gut auf mich zu sprechen sein und würden die Sache ganz einfach verbieten ..." Er sah auf bje Uhr. »Uebri- gens haben Sie heute lange in Köln zu tun?"

Sie verstand diese Frage.

Ich fahre voraussichtlich erst morgen am spaten Abend wieder zurück natürlich mit der Bahn", setzte sie lächelnd hinzu.

Schade"

(Fortsetzung folgt)

die Tribvker in Rheinhessen, die später von den ger­manischen Dangionen und Nemetern in das Ober- elsaß abgedrängt wurden. Um Wiesbaden saßen die chattischen Mattiaker. Diese germanischen Stämme wurden von Cäsar aufgehalten. Es scheint durchaus möglich, daß von der keltischen Besetzung unseres 1 Gebietes, die in der Zeit von 600 bis 400 v. d. Z. , ftättfanD, Reste auch in der frühgermanischen Zeit sitzen biteben. Ferner sind auch in der etwa 300- ^ährigen Besetzung des Rhein-Main-Gebietes durch die Römer die obengenannten germanischen Stämme somatisch nicht ganz untergegangen. Waren doch die 1 Mattiaker um Wiesbaden während der ganzen Zeit der römischen Besetzung vorhanden und die frühet eingewanderten Sueben als Civitas im Zehntland am Neckar angesiedelt. Dadurch war rassenmäßig nordisch-fälisches Blut vorhanden, u. a. durch die Kelten auch teilweise ostisches und etwas dinarisches, wohl weniger westisches. Weiterer nordischer Zu­strom kam, als die Alemannen etwa um 200 n. d. Z den Limes durchbrachen und das rechtsrheinische1

In der NSD.-Dozentenakademie der Universität Gießen hielt der Geograph unserer Ludoviciana Professor Dr. Klute, als Vertreter der Arbeitsge­meinschaft Landeskunde einen Lichtbildervortrag über das ThemaUntersuchungen über den. rassi­schen Aufbau der hessen-darmstädtischen Bevölke­rung". Die Darlegungen des Vortragenden sind wie folgt zusammenzufassen.

Das hessen-darmstädtische Gebiet war mit seinen fruchtbaren Landschaften, der Wetterau, Rheinhessen und der Rheinebene schon in vorgeschichtlicher Zeit dauernd ein Gebiet starker' Besiedlung. Wenn wir nur die wichtigsten Siedler nennen, so waren in der jüngeren Steinzeit die Bandkeramiker von bet Donau gekommen und hatten hier gesiedelt, in'der Bronzezeit die Urnenfelderleute und zwischen diesen jeweils Volker anderer Kultur als Hirten und Iägernomaden. Mit der Koberstädter Kultur, die Anklänge an die späteren Kelten hat, zeigte sich ein mehr kriegerisches Element. Die keltische Kultur hat bis zum Jahre 200 v. d. Z. hier gesessen, und um diese Zeit drangen die ersten Germanen gegen das Gebiet vor. Es waren die Sueben in der Wetterau,

Gebiet besetzten, während die Romer noch etwa 150 Jahre lang das linksrheinische Ufer hielten. Schon aus dieser Zeit wissen wir, daß die Aleman­nen bei diesen Kriegen die Gefangenen als Hörige bei sich verwendeten, und dies war auch der Fall, als die Franken durch ihren Sieg über die Ale­mannen im Jahre 476 in unferm Gebiet herrschend waren und besonders in Rheinhessen - sich nieder- ließen. Nördlich der Wetterau saßen durch die gan­zen Jahrhunderte. die Chatten-Hessen, die aller Wahrscheinlichkeit nach nordisch-fälischen Stammes waren.

Aus der Stadi Gießen.

Reich schlafen ... *

Dow, das gibt es; freilich nicht in der Form/ daß man sich mit dem besten Anzug ins Bett legt, ober das durch ersparte Kleiderkartenpunkte bereicherte Sparkassenbuch unters Kopfkissen schiebt nein, es ist sozusagen etwas Ideales. Ich hatte nämlich eine Jugendbekpnnte, die pflegte ehedem, wenn sie ein­mal so richtig mollig zu Bett lag, zum Lesen.zu müde, zum Schlafen noch zu wach, das Licht im Schlafzimmer brennen zu lassen. Sie nannte diesen sacht beleuchteten, zwischen Schimmer und Schlum- mer schwebenden Zustand mit einer gewissen selbst- ironieReich schlafen ..

Beinahe hätte ich diesen reizvollen Kindskopf ge­heiratet; aber sie machte zur Bedingung, daß sie des öfterenreich schlafen" dürste; und da ich lieber arm schlafe, sah ich zu viele techmsche Schwierigkeiten voraus. Und warum soll die Dunkelheit, die näch­tens wohltuende, Gedanken beruhigende Dunkelheit eigentlicharm" fein? Kurzum, ich war da anderer Ansicht; außerdem bin ich überzeugt, daß sie es sich längst abgewöhnt hat. /Von heute will ich erst gar nicht reden; denn das wäre ja noch schöner, so mit der wertvollen Stromkraft umzugehen, wenn jede ersparte Schippe voll Kohlen sich anders nützlich machen kann. Dennoch: Laßt uns einander auf den hohlen und nur teilweise plombierten Zahn des Ge-

Lpd. Beim Abwurf von Brandbomben wird durch Wachsamkeit und rasches Zugreifen der Selbstschutz- kräfte in den meisten Fällen die Entstehung oder Ausbreitung eines Brandes verhindert werden. Trotzdem gibt es noch genug Fälle, in denen der Einschlag erst später entdeckt wird oder bei denen nur ein Teil abgelöscht werden kann, da die Zahl der Einschläge zu groß ober die baulichen oder be- ttieblichen Verhältnisse ungünstig sind. Man denke nur an die mittelalterliche, verschachtelte Bauweise der Altstadtgebiete vieler Großstädte, an die Hinter- Hofüberbauungen, fehlenden Brandmauern, Notwoh­nungen in Dachgeschossen usw. Hier erwächst für die Selbstschutzkräfte in Wohnhäusern, für den erwei­terten Selbstschutz in Büro-, Geschäfts- und Lager­häusern, für Werkluftschutzkräfte in Fabrikbetrie­ben und für Brandwachen in Wehrmacht- und Ver- kehrsanlagen die wichtigste Aufgabe:

Planmäßige Bekämpfung von Hei­neren Branden (Entstehungsbrän - den), Verhinderung von Großdsrän- den und Brandübertragungen von Haus zu Haus mit allen Mitteln!

Die anfängliche Scheu vor einem ungewohnten Feuer muß dabei überwunden werden und tatkräf- tigem Einsatz weichen. Die Bekämpfung des Feuers ist aus möglichst geringer Entfernung vom Brand­herd vorzunehmen. Zum Schutz gegen Rauch und Hitze benutze man die Volksgasmaske ober ein an= gefeuchtetes Tuch vor Mund und Nase. Außerdem gehe man tief gebückt in den Brandraum vor, da

Aus dieser Sachlage hat das Reichsarbeitsgericht (RAG. 104/42) eine Folgerung zugunsten der Wehr­machtangehörigen gezogen. Ein Wehrmachtangehöri­ger, her bei der Wehrmacht erkrankt war, wurde wegen unverschuldeter Dienstunfähigkeit aus der Wehrmacht entlassen. Seine ärztliche Behandlung muhte aber weiterhin erfolgen. Infolgedessen war der Angestellte nicht in der Lage, sofort wieder in seinem Zivilberuf die Arbeit auszunehmen. Er mel­dete sich jedoch bei seinem Arbeitgeber zurück und beanspruchte die Zahlung des Gehaltes für sechs Wochen auf Grund der erwähnten gesetzlichen Be­stimmung. Es kam darüber zu einem Rechtsstreit, bei dem der Angestellte mit feinem Anspruch in allen Instanzen durchdrang.

Das Reichsarbeitsgericht stellt fest, daß die (Ein«

Manne. Welch ein zäher Wille, welche Fülle an Kraft mußten dahinter stehen, wenn er Das alles auf sich genommen und dabei sein Ziel nicht aus den Augen verloren hatte.

Er sah, wie seine Worte sie bewegten und nickte ihr mit frohem Lächeln zu.

Ja, als ganz gewöhnlicher Kumpel habe ich dort unten gestanden. Tag für Tag zwei lange Jahre hindurch. Und jeden entbehrlichen Pfennig auf Pfennig beiseitegelegt. Glauben Sie mir, Fräulein Reni, ich weiß heute, was es heißt, unter Tage arbeiten zu müssen. Kein Mensch verdient sich fein Brot so schwer und unter so vielen Gefahren, wie der Bergmann, der unten vor der Kohle liegt."

Sie fand im Augenblick nicht gleich die rechte Antwort. Wie wertlos und unwichtig erschien ihr vor diesen einfachen Worten ihr eigenes Tun, mit Dem sie bisher ihre Tage ausgefüllt hatte.

Es hätte sich doch aber vielleicht auch eine leich­tere Arbeit für Sie gefunden?" sagte sie verlegen i^nb empfand gleichzeitig das Bangle ihrer Worte.

Mag sein", nickt er.Warum nicht. Aber gerade dieser Arbeit verdanke ich etwas, was ich heute allen meinen Kollegen voraus habe: ich kenne Die Men­schen, Die jetzt unter mir arbeiten, ich kenne ihr Denken, kenne ihre Seele, ihr ganzes Wesen und Sein. In Diesen Jahren gemeinsamer Arbeit bin ich einer Der ihren geworden. Und ich bin es heute noch. Auch wenn ich heute chr Vorgesetzter bin."

Wieder war es eine Weile still zwischen ihnen, während sie auf der glatten Straße rasch dahin- qlitten.

Ich habe eine große Bitte an Sie, Herr Hellmg- rath", sagte sie nach dieser Pause, und wie aus einem tiefen Sinnen heraus.

Er vernehm sofort den scheuen, etwas befangenen Ton, der über diesen Worten lag unb wußte, was sie in Diesem Augenblick bewegte. Er ließ denLaub­frosch" in ein gemächlicheres Tempo fallen und wen­dete sich zu ihr hinüber, die wieder tn Gedanken versunken geradeaus sah.

Der Vortragende vertrat dann Die Ansicht, daß auch in Der alemannischen und fränkischen Zeit Reste Der gallo-romanischen Bevölkerung sitzengeblieben seien, und Durch diese fei im wesentlichen Das raf« sisch-dunklere Element schon damals in Der Bevöl­kerung vorhanden gewesen. Wenn diese, ursprüng­lich als Hörige verwendeten nichtgermanischen Volks- te'ile auch anfänglich nicht so zahlreich gewesen sein mögen und auch nicht in Den fränkischen Reihen- gräbem auftreten, so waren sie Doch vorhanden und gaben weiterhin Den dunklen Einschlag in un­serer Bevölkerung. Slawische Einwanderung, wie sie etwa in Thüringen und dem oberen Maingebiet vorhanden ist, und Damit neue ostische Zuwande­rung, ist im Mittelalter für unser Gebiet kaum nach­weisbar. Daß Die dunklen Volksteile etwa durch Einwanderungen Der Hugenotten oder Der Schwei­zer, Die nach Dem 30jährigen Kriege in einigen Dör­fern des Odenwaldes nachzuweisen sind, yervorge- rufen wurden, erscheint unmöglich. Da beide Ein­wanderungen zahlenmäßig viel zu gering waren.

Der Vortragende zeigte die Verbreitung blonder, brauner und schwarzer Typen anhand einer Karte, welche Die Haar- und Augenfarbe von 85 000 Schul­kindern von 6 bis 14 Jahren wiebergab, und zwar nur in dörflichen Gemeinden, die gegenüber Den Städten das rassische Erbgut besser erhalten haben. In einer größeren Zahl Lichtbilder wurden mög­lichst reine Typen aus allen drei Provinzen sowohl der nordischen, wie auch der Mischen, ostischen, dinarischen und westischen Rasse gezeigt.

Auf einer Konferenz der Auslandspresse in Tokio gab Der Sprecher Der Regierung Die Unterzeichnung des Abkommens zwischen Japan und China bekannt, wonach die Rückgabe Der japanischen Konzessionen bzw. Sonderrechte in China bereits am 30. März dieses Jahres verwirklicht wird. I

Der Kommandeur Des rumänischen Arbeitsdien­stes, Generaladjutant Palangeanu, weilt auf Einladung Des Reichsarbeitsführers, in Deutschland. Er besichtigte einen Lehrgang für rumänische Ar- beitsdienstftihrer. Die Anregungen für ihre spätere Erziehungsarbeit an der rumänischen Jugend erhal­ten.

*

Der von Der bulgarischen Regierung geplante Heiratszwang für alle Junggesellen bis zum 50. Le­bensjahr ist aus Dem vom Parlament angenommenen Gesetz zur Förderung Des Kinderpeichtums heraus- gestrlchen worben. Das Geseß sieht jedoch Die Unter« ftützung kinderreicher Familien und Die Förderung der Eheschließungen aus Mitteln der neuen Jung- tjefeöenfteuer vor.

Kunst und Wistenschast.

Tttls Petersen gestorben.

Der dänische Schriftsteller Nils Petersen ist in Seiner jütländi chen Heimat im Alter von 45 Jahren i ejeftorben. Petersen gehörte einmal zu Den Hoff- | üiungen der jungen dänischen Literatur, als er vor H5 Jahren mit seinerSand alsnmacher- ; y a f f e" herauskam, einem Roman, der im alten Rom spielt und gleich ein Welterfolg war. Aber Petersen hatte nicht das Sitzfleischs seine starke Be­gabung in fleißiger Arbeit sich ausmirten zu lassen. Er war ein letzter Nachfahr Der 23agantenDid)ter, öesErzpoeten", dem seine ganze Liebe gehörte. Nach derSandaienmachergasse" ist nur gelegentlich etwas von ihm erschienen, .nie mehr ein großer Wurf. Der RomanVerschüttete Milch" ist in (feiner Formung fragmentarisch. Gedichte und No­vellen sind Beweise seines großen Talents, aber nicht mehr. PetersensSandalenmachergasse"^ ist auch in deutscher Uebersetzung erschienen.

Jteue Klavierstücke von Pfihner.

äbrigt"

Seine Antwort gefiel ihr.

Finden Sie nicht, daß Sie das auf Hammerkott viel bequemer hätten haben können? Warum wäh­len Sie eigentlich nicht im Beamtenhaus?

Sie hatte sich bisher gescheut, noch einmal Danach Bu- fragen, Denn sie fürchtete Die 2lntmort. Nur Die Verheirateten wohnten ja außerhalb. Aber jetzt fiel Diefe Frage ganz wie von selbst.

IJa Fräulein Reni ich Darf Sie doch so nennen, ja?" UnD auf ihr Nicken fortfahrenD: ,Sehen Sie, ich bin nun schon einmal ein anhang- icher Meüsch. Ich hatte früher schon einmal Drüben | in der Kolonie gewohnt und Da"

Früher?" fragte sie verwundert.Sind Sie hier n Hammerkott ausgewachsen?"

wissens fühlen.

Ich sah neulich eine Frau, diereich" bügelte. Während sie nämlich ihr Bügeleisen zischend über einen Kragen gleiten ließ und irgend einem zarten Gewebe die duftigen Kummerfalten vertrieb, muhte Das Rundfunkgerät eine Klaviersonate von Beet­hoven Darüberstreuen. War es nicht Die Mond­scheinsonate, junge Frau? Ober nicht Doch Die Bügel­sonate? In Der Musik rangen alle ernsten und heite­ren Lebensmächte miteinander; Der Mondschein Dämmerte mit allen Rätseln ... Frau Ppsilon aber bügelte Herrn Beethoven zu Tode und den Hemd- freigen ihres Sohnes spiegelglatt. Später kam Frau Zett und berichtete über Den letzten Stand Der Marktgemüse; cs war eine Unterhaltung, wie sie Ä Hausfrauen durchaus ersprießlich sein kann, uhte so erhebt sich Die Frage Des be­kümmerten Zeitgenossen, Der hier einen Stand­punkt wahrzunehmen hat Dieses Korridorge­spräch durchausreich" sein? Mußte im Zimmer Drinnen Der Herr Mozart höchstpersönlich aus dem Rundfunkgerät dringen, von niemand wahrgenom­men als von den geschälten Kartoffeln und einem schon leise Jengerid) riechenden Bügeleisen?

Reich" bügeln,reich" kochen,reich" plaudern, reich" staubsaugen ... es gibt noch so viele Vari­anten merkwürdiger Lebensgewohnheiten; aber eins, ihr lieben Gefährten und Gefährtinnen dieser Zeit, wollen wir bedenken: Seid reich an Gemüt und Nettigkeit, aber sparsam, sparsam mit dem «Strom; Denn jede ersparte Schippe voll Kohlen ... (Siehe

' O. W.

Friedrich Wührer, dem Hans Pfitzners neue­stes Werk, sechs Studien für das Piano forte, op. 51, zugeeignet ist, hob in Der Gesellschaft der Musik­freunde in Wien Diese jünßste Komposition Des Mei- i rters in dessen Anwesenheit aus Der Taufe und ließ Der Wiedergabe nach der Pause gleich eine Wieder-

Das Handelsgesetzbuch gibt (§ 63) einem Ange­stellten, Der durch unverschuldetes Unglück an Der Leistung seiner Dienste verhindert wiro, Anspruch auf Fortzahlung seiner Bezüge für sechs Wochen. Der Anspruch ist unabhängig davon, ob Die Er­krankung jfber das Unglück mit Der Dienstverrich­tung im Zusammenhang steht oder nicht. Er setzt nur das Bestehen Des Dienstverhältnisses zur Zeit