Sir werden siegen - weil uns Adolf Hiller führt!
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met Worten,
tzaftkchen Hochschule Berlin. Sein Hauptarbeits- mui* Nia fVkomnthfiVAM»» CC« 11 r ■
Uhr. ..Zum Taunus
Brüsseler Hof'
Theater der Universitätsstadt Gieße«
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schon erreicht...
Knöpfen Sie ihm die Jacke auf", Brandstetter!
(Nachdruck verboten.)
der Staatsanwalt noch vervollständigen wirt!"
Herr Kommissar! Und diesen Menschen hab' ich in
(erbringen?
Es wirt immerhin noch zwei
Atzten G-sicht-r der übrigen Düste. Zu gleicher @uftrDm öffne'k fd)n)eigenb bie Xjir Jum Speisc- s"°l und machte Licht, und Rauchei,en gab etepu-
Sllu6m a tat und Brandstetter -inen Mnk, den Gefangenen
re.chbch ubertr.bener Au-druck-. hmeinzuMran. . . ' . . . I
dort hineinzuführen.
weise — das Haus „umstellt" hatte.
„Ich würde Ihnen empfehlen, hei ifterte Raucheisen, „sich wieder Ihr«
-rr Güstrow",
e war rauh und Das laute Stimmengewirr in der Halls ging in sich. Surfte Entschlos- erregtes Gemurmel über. Jutta, die inzwischen Rw QU® wieder zu sich gekommen war und heftig schluchzte, Tur 1
und sein Gesicht drückte
w NÄ kritischen Sekunden hatte niemand auf wurde non Sigrid aua der -alle geführt. Justus
r als Ordinarius Leitung der Merit und des Phar-
TNusch (Ohlendorf).
Nieder-Völlsiadt: 21.2., 15
im Ära ert$ ftl
nach Erlangen berufen, wo er dizinischen Poliklinik, der Äinbei makologischen Instituts übernahm. Dom September 1906 bis zum April 1907 war er Ordinarius und Direktor der Medizinischen Klinik in Basel. Don dort kam er am 1. April 1907 nach Meßen, wo er bis zu seinem Uebertritt in den Ruhestand am 1. Oktober 1933 als Inhaber des Lehrstuhls für innere Medizin und Direktor der Medizinischen Klinik wirkte. In Anerkennung feiner Verdienste wurde ihm im November 1917 der Titel Geh. Medizinalrat verliehen. Außer einem Lehrbuch über physikalische und chemische Untersuchungsmethoden hat Geheimrat Doit eine Reihe von Arbeiten namentlich auf dem Gebiete der Pathologie des Stoffwechsels veröffentlicht. Durch feine ärztliche Kunst und durch seine gewinnenden persönlichen Eigenschaften hat sich der Gelehrte während der langen Jahre seines Wirkens in Gießen nicht nur einen Namen von Klang und Geltung in der wissenschaftlichen Welt gemacht, sondern sich auch weit über unsere Stadt hinaus großes Vertrauen und allgemeine Wertschätzung in breiten Devölkerungsfchichten erworben.
aus L-. ,,—,.— - Knurren und gefletschten Zähnen über ihm, bereit,
fahren.
Axel schnellte vor ..
Waffe beiseite und riß den Hund zurück. Gleichzei- tig war Brandstetter schon heran und warf sich auf Lertzeck ... Raucheisen kam ihm zu Hilfe, und wenige Sekunden später schnappten bereits die Handschellen um Lertzecks Gelenke ...
„Bitte, meine Herrschaften, beruhigen Sie sich!" dröhnte Raucheisens schwingender Bariton durch die lärmerfüllte Halle. „Zur Auftegung besteht jetzt nicht mehr der geringste Anlaß ... Der junge Mann hier hat nur eine kleine Schießübung veranstaltet —
mein Haus ausgenommen! Toll, daß mir so etwas passieren muß!"
„Na, Sie sind ja fein Hellseher, Herr Güstrow", tröstete Raucheisen lächelnd. Er beugte sich etwas herab und fragte flüsternd: „Wo könnte ich den Gefangenen denn vorläufig wohl am besten un=
Lertzeck wurde von dem wuchtigen Anprall des schweren Tieres umgeriffen
Morgenrock bekleidet war.
„Nichts zu finden, Herr Kommissar'/ Brandstetter.
Er erhob sich und trat näher heran. „Hübsche .Verzierungen' haben Sie da angebracht!" sagte er spöttisch ... „Und was ist bas hier?"
Raucheisen hatte auf Lertzecks Brust zwischen, der aufgemalten vierten und fünften .Rippe' eine Tasche entdeckt, aus der er mit geschicktem Griff ein vergilbtes Pergament hervorholte.
„Das durfte ja wohl der bewußte Plan aus dem Buch des Raimundus Lullus fein!"
| ging mit feierlichen und gemessenen Schritten um- Brandstetter einen Wink:
' her, als sei nicht das geringste geschehen, und die Taschen, Brandstetter!"
I reichte mit unbewegtem Gesicht Likör und Ziaarren Die Durchsuchung dauerte nicht lange, da Lertzeck herum, während Frink in einen Sessel gesunken ja nur mit einem Schlafanzug und einem seidenen
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Verdunkelungszeit:
15. Februar von 18.33 bis 7.08 Uhr
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** Morgen Fischverteilung. Am morgi- Sen Dienstag werden Fische verteilt, wte im heutigen Anzeigenteil bekanntgegeben wird.
Die Versammlungen im Kreisgebiel finden statt:
Vad-Nauheim: 20.2.. 20 Uhr. Kurhaus (Aßling). Butzbach: 21.2., 20 Uhr, Hotel »Hess. Hof- (Jäger). Dortelweil: 21.2., 20 Uhr, „Deutscher Hof- (Mknke). Friedberg: IS. 2.» 20 Uhr. Hotel Trapp (Ohlendorf). Gießen: 20.2.. 20 Uhr, Aula der Universität (Prinz zu Schoumburg-Lippe).
Großen-Vuseck: 18. 2- 20 Uhr, „Germania- (Jäger).
Groß-Larben: 21.2.. 20 Uhr, Hans-Schemm-Saal (Ohlendorf).
Großen-Lioden: 21.2..20 Uhr, Saal Schaum (Aßling). Grünberg: 20. 2m 20 Uhr. Turnhalle (Jäger).
Harheim: 20.2„ 20 Uhr, „Darmstädter Hof" (Minke).
Hungen: IS. 2., 20 Uhr, „Darmstädter Hof- (Prinz zu Schanmbnrg-tippe).
Lang-Gons: 21.2., 15 Uhr, Turnhalle (Aßling).
Lollar: 18.2.. 20 Uhr. »Zur Linde- (Aßling).
oben ei nten <
3q den Tagen vom 18. bis zum 21. Februar 1943 führt die Kreisleitung wetterau der NSDAP, in zahlreichen Ortsgruppen des Kreisgebiekes große politische Versammlungen durch, in denen der Reichs- redner Prinz zu Schaumburg-Lippe und die Reichseinsahredner Jäger» Aßling. Ohlendorf sowie der Ganredner Minke über die heutige Lage sprechen werten. Die gesamte Bevölkerung wird heute mehr denn je das Bedürfnis haben, sich über die gegenwärtige Lage aus berufenem Munde unterrichten zu lassen. Deshalb versäume niemand, die Versammlungen zu besuchen.
(Minke).
Reichelsheim (Metterau): 18.2., 20 Uhr, Gasthaus „3ur poft* (Ohlendorf).
Reiskirchen: 19.2., 20 Uhr, Gasthaus „Jum Hirsch" (Jäger).
Rockenberg: 21.2., 15 Uhr, Saal Horst (Jäger).
Unioersttätsklinik in Straßburg mit. Sodann war er Assistent an der Medizinischen Klinik in München, Wo er sich im Juli 1893 für innere Medizin habilitierte. Im Jahre 1902 wurde er zum außerortent- lichen Professor und Direktor der Medizinischen Poliklinik in München ernannt, Wh er bis^ zum Oktober 1903 leitete. Dann wurl
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(Ohlendorf).
Ober-Lschbach: 18.2.. 20 Uhr,
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Londorf: 19.2., 20 Uhr, »Stadt Marburg- (Aßling).
Massenheim: 21.2., 15 Uhr. »Zum goldenen Löwen" (Mtnke).
Rieder-Lrlevbach: 19.2.» 20 Uhr. »Frankfurter Hof (Minke).
Rieder-Alorstadt: 20.2., 20 Uhr, Gasthaus Friß
Nehmen Sie die Waffe weg, Lertzeck.Qfagte «mcheisen energisch: und mit kaltblütigem Lächeln rstte er hinzu: „Hinaus kommen Sie doch nicht, bas Haus ist von meinen Beamten umstellt.
Das werten wir sehen!" knurrte Lertzeck m ^issener Wut. Seine Stimme war raub uno
nur in dringlichsten Fällen benützt werden. Man kann sich auf die Gewohnheiten unserer Großmütter umstellen, die sehr wohl verstanden, auch ohne Staubsauger ihre Wohnung in Ordnung zu halten. Die Teppiche und Vorleger, Decken und Brücken werden auf dem Hofe geklopft, und die Polster» möbel klopft man mit einem glatten, biegsamen — nicht splitternden! — Stock, nachdem man ein ganz wenig feuchtes Tuch über sie gebreitet hat. Dem Fußboden tut ein feuchter Wischlappen gut, dem ein trockenes Nachwischen zu folgen hat, damit die Farbe des Ansttichs nicht leidet. Sehr kluge Hausfrauen fegen vor dem Naßwischen in den gepflegten Zimmern nicht, da sie sonst nur den Staub aufwirbeln, Umbern haben einen Flicklappen aus weichen, dicken Stoffen, mit dem sie den Staub aufnehmen.
Die gesegneten Gegenden, in denen es keinen ober nur geringen Staub gibt, sind leider ebenso ab» gelegen wie unwohnlich. Es sind die Polargegenden, die Hochsee, das Hochgebirge und die Luft über den tropischen Urwäldern. G. W.
Geh. Medizinalrat Professor Or. Boit 80 Jahre alt
Am kommenden Mittwoch, 17. Februar, vollendet der in München im Ruhestand lebende frühere In» ternist der Universität Gießen, Geh. Medizinalrat Professor Dr. Fritz Voit, sein 80.Lebensjahr. Der Jubilar stammt aus München, wo er am 17. Februar 1863 geboren wurde. Nach dem Besuch des humanistischen Gymnasiums in München studierte er in München und Kiel Medizin. Nach der Approbation und Promottan tm Jahre 1889 war er als Assistent am Krankenhaus m Köln tätig. Hierauf arbeitete er im Physiologischen Institut und an der
Fox geachtet, der mit gesträubtem Nackenhaar einige Schritte vorwärts machte, um sich dann, von der Seite her, mit unerwarteter^ Plötzlichkeit mit t , ,
einem gewaltigen Sprung auf Lertzeck zu stürzen. herum, wahrend Fr^nk in emen Sessel gesunken
Lertzeck wandte sich blitzschnell herum und schoß:! war, wo er den Kopf m die Hande stutzte und finaler in demselben Augenblick hatte der Hund ihn **~K kA‘ wr Ar‘ *'*'** ' "
Der unsterbliche und doch immer hoffnungsfroh verfolgte Feind des Hauses, vor allem der Feind der Hausfrau, ist der Staub. Ganze Lebensläufe großer Wisienschaftler sind dem Staub, seiner (Ent- stehung, Zusammensetzung und Vernichtung gewidmet worben, gleichwohl ist er nicht auszurotten.
Woraus besteht eigentlich der Staub? Soweit er sich in unseren Zimmern ansammelt, setzt sich der Staub zusammen aus feinsten Sandteilchen, die an unseren Füßen und durchs Fenster ins Zimmer gelangen, aus Fäserchen der Gewebe, die sich tm Zimmer selbst abscheue'rn (Gardinen, Polster, Kleidung), aus Ascheteilchen unserer Heizungsanlagen, aus winzigen Pflanzenresten und Kalktetlchen, die sich von der Decke und von den Wänden lösen. Allerdings, wurde sich die Hausfrau wissenschaftlich vorgebildet mit einem Mikroskop an den Staub ihrer Wohnung machen, dann wurde sie wohl auch seltsame Fremdlinge antreffen. So besteht der Staub unserer Erde auch zum Ten aus kosmischen Bestand» teilen, aus Meteorstaub, und auch Vulkanasche reist in hohen Luftschichten über Länder und Meere.
Die Bekämpfung des Staubes im Haushalt führte zur Erfindung des Staubsaugers und zur Behänd» lung der Fußböden mit allerlei Deien. Aus kriegswirtschaftlichen Gründen wirt sich die Hausfrau auch auf diesen Gebieten umstellen. Der Staubsauger ist ein entfernter Verwandter von Kohlenklau und follte
In Jerusalem ist eine Sowjetabordnung einge* vfrffen, die in Palästina Zweigstellen der bolsche- Wäschen Handelskammer in der Türkei einrichtet. Inertem wird ein bolschewistischer General- und fti Dizekonsul in Jerusalem eintreffen. Auch in 8tsra wurde eine weitere Sowjetmission errichtet.
Das wutverzerrte Gesicht Lertzecks und jetne blut-- .^erlaufenen Augen zeigten deutlich, daß er nicht eine leere Drohung aussprach: und aHe gleiten «für geraten, dem Befehl unverzüglich nachzunmi- Rtt Selbst Otto, der den verwundeten rechten llm in der Schlinge trug, hob gehorsam die Linke. I 3utta stieß einen schrillen Schrei aus unb fiel in Pfirmadjt. Sigrid fing sie auf, ließ sie m einen Msel gleiten und hob dann ebenfalls die Hände Lertzeck, in der Hand die schußbereite Pistole, wich x>ritt um Schritt rückwärts, während seine fun» liliben Augen gehetzt und in stummer Drohung aus frten einzelnen der Anwesenden gerichtet zu fern Renen.
Hng war ein von jugendlichem Ungestüm bewegter Pausanias, Iosesine Lenzen die zärtlich unb schmerzlich ergebene Panthea. Herr Fischer gab dem Hermokrates dis angreifende Schärfe des Wi« dersachers, Herr Sauerland der roiebergängerh schen Erscheinung des Greises am Aetna ein etwas übersteigerte« Pathos. Anja Rau (Delia), die Her« ren Mund (Krittas) und Bosny (Bauer) be* währten sich im kleinen Ensemble ferner als sorgsam beflissene Sprecher.
Richard Heuberger: „Der Dperuball".
„Der Opernball" kann als ein Beispiel dafür gelten, wie Theater und Film sich wechselseitig an» zuregen vermögen. Die Operette, seit langem fast vergessen, feierte vor einiger Zeit durch die recht populär 'geworbene Verfilmung eine kaum voraus- zusehende Neubelebung, und vermutlich hat der breite Erfolg nicht wenig dazu beigetragen, daß man sich — nicht nur bei uns — bei der Aufstellung des Operettenrevertoires wieder an das Stück erinnert hat. Die Musik von H e u b e r a e r ist in der Hauptsache von einem leitmottoisch durchgeführten Walzer und einigen, wie das Seetadettenchanson, auch durch den Funk neuerdings des öfteren verbreiteten Gesangs nummern bestimmt. Das Libretto geht auf ein Lustspiel „Die rosa Dominos" von V. Leon und H. von Wald berg zurück, das schon im Titel die entscheidenden Requisiten bezeichnet. Diese rosa Dominos stiften im Verein mit einigen galanten Rendezvous-Briefen und einem verlorenen, nicht minder galanten Armband die theatra- lische Verwirrung auf dem Wiener Opernball, wo zwei Ehefrauen ihre unternehmungslustigen Männer auf die Probe stellen und die Kavaliere ihrerseits .höchst unvermutete Abenteuer zu bestehen haben, die bann Im Schlußakt nach alter Weise unb mit Hilfe eines dritten rosa Domino, in dem die Zofe am Opernball teilnimmt, ihre heiter versöhnliche Aufklärung unb Lösung erhalten.
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Die Inszenierung, von Herrn Payer geleitet, hatte die Operette mit reicher, von Herrn Löffler besorgter Ausstattung im Stile eines musikalischen Situationsschwankes aufgezogen unb entwickelte vor altem im Mittelakt unter Benutzung der Drehbühne ein von buntem Maskentreiben bewegtes, durch die Einbeziehung der Tanzgruppe (Leitung: Inge Berg) auch rhythmisch auf gelottertes Spiel. Vielleicht wäre es angezeigt gewesen. In der Kostüm- eintteibung eine gewisse Distanz zu wahren unb auf diese Weise naheliegenben Betrachtungen über den Grab der Zeitgemäßheit der Bühnenvorgänge entgegenzuwirken. Die musikalische Leitung hatte Kapellmeister C. W. H a h n.
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Die abenteuerlustigen, in Ausreden und Seitensprüngen geübten „Chambreseparatisten" spielten, gesanglich in angenehmer Form und darstellerisch beweglich, die Herrn Hellmers-Hallwegh und Schade. Gabriele P o s s i n k e und Valeska Lange bildeten ein anmutiges Duett listiger Ehefrauen. Sichttich beschwingt unb guter Laune spielten Annemarie Schwind die Soubrettenpartte und Hosenrolle des Seekadetten, Lisel Schröter- Beckers das geschmeidige und kokette Zöschen im dritten Domino. Herr Bosny als der Lebemann Theophil erzielte mit drastischen Pointen besondere Heiterkeit. Auch Hella Henzky (Palmira), Anne-
Professor Älapp-Dlatburg 70 Jahre alt Der Marburger Chirurg Professor Dr. Rudolf Hopp vollendete fern 70. Lebensjahr. Als Schü- lir Biers wurde er frühzeitig ein Vorkämpfer der Alogischen Betrachtungsweise. Besonderes Interesse tat Klapp dem Studium der Schädlichkeiten zuge. ranbt, Ine der Erwerb der aufrechten Körperhal- Rbem Menschen gebracht hat, z. B. den Leiden
Senkung innerer Organe unb dem Krampf» verleiden. Zur Behandlung der Rumpsschwächen pch Rückgratverbiegung hat er eine besondere Form t*r Gymnastik ausgearbeitet, die »Klappsche Kriech, rethode". 1913 Hot Klapp die Drahtzug de« lanbtung mittels direkt am Knochen angreifen, jm Drahtzuges «ngeführt, eine Methode, die schon • h Weltkrieg vielfach erprobt wurde. In feinem Jmgen chirurgischen Wirten hat er die Chirurgie als Fachwissenschaft durch stetiges Betonen biologischer tetrachtungsweise außerordentlich gefördert, nicht .Lletzt durch immer wiederholten Hinweis auf die !Hotwendigkeit der Gewebsschonung bei Operatio- k.n und in der Wundbehandlung. Schon früh hat Rapp sich für die Vervollkommnung des medizini- Anschauungsunterrichts durch Farbenphoto« ie und selbst hergestellte Opera ttonsbilder ein« Die Ausführung des großzügigen Um- und terungsbaues der Marburger Chirurgischen ätsklinik ist seiner Inittative zu verdanken, app wurde in Arolsen geboren. Er studierte in urg, Mützchen und Kiel unb promovierte 1898 Kiel. 1903 habilÄierte er sich in Greifswald, torte später Honorarprofessor in Bonn und 1907 fchrctortmarius in Berlin. 1927 kam er als Ordi- prius nach Marburg, wo er heute noch tätig ist.
vtüzenz A. Prießnitz gestorben.
In Freiwaldau-Gräfenberg ist Vinzenz Alois tteßnitz, der Enkel des Schöpfers der rafenberger Wasserkuren, im 71.Le-
Die eben noch so stille Halle war plötzlich von lauten Ausrufen, von wildem Durcheinander und dem wütenden Gebell des Hundes erfüllt. In ber, teroringen? ... tos wiro immerhin rn Tür zur Bibliothek zeigten sich die bestürzten und Stunden dauern, bis der Wagen kommt!'
! Feindliche Flugzeuge belegten Güter- und Per- , icienjüge in einigen Ortschaften Kalabriens und Bgüiens mit Bomben und MG.-Feuer. Unter dem । L^gpersonal und den Passagieren gab es drei Tote ’ vd zwölf Verwundete. Ein Flugzeug wurde in der [ liihe von Castelvetrano von der italienischen Flak -geschossen.
! Die albanische Regierung ist zurückgetreten. Auf leifung des Königs und Kaisers von Italien hat ik- Statthalter von Albanien, Jacomoni, eine neue l^gierung gebildet. Die zurückgetretene Regierung fllBrem Libohova war am 19. Januar d. I. gebilbet B)rben. Ministerpräsident der neuen Regierung ist kr bisherige Staatsminister Malio Bushati, der sbichzeitig provisorisch die Leitung der national5 rchistischen albanischen Partei übernimmt.
pien^J jebotej ! 1899 g bild«'» 3 innlftS I
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ssbiet war die Chemotherapie. Es find ihm hier Lochtenswerte Ergebnisse zu vertanken, so (in Zu- mmenarbert mit Kvlle und Bauer) das Neo-Sil- tzr-Saloarsan. Das Selektan, ein Mittel zur Be» I mpfung ber Euterkrankheiten ber Rinder, hat in da Kreisen der Landwirte und Tierärzte größte Leachttma gefunden. Der Deutschen Chemischen Ge- fllschast stand der Verstorbene als Bibliothekar und (tetttralfefretär nahe.
bnsiahr gestorben. Er war Verwaltungsrat der lnetznitz'Kuranstalt in Gräfenberg unb hatte den idttrieg als Oberleutnant im österreichischen Heere rtgemacht. Mit ihm ist der letzte männliche Nach- |: Imune des Schöpfers der Wasserkuren dahinge- !tt M i g:ngcn.
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:ssor Vonkennel und feinem chemischen Assistenten. !>r. Stimmig, geschaffen. — Professor Dr. Arthur rinz, ehvnaliger Ordinarius für Chemie, ist im Hier von 74 Jahren In Berlin gestorben. Binz parte 1868 in Bonn geboren. Er studierte in Manester, London, Bonn, Göttingen unb Leipzig unb swmovierte 1893 in Göttingen. 1899 habilitierte er sch in Bonn für chemische Technologie. 1906 ging c an die Handelshochschule Berlin. 1918 wurde er Vorstand der chemischen Abteilung des Georg- L»eyer.Hauses in Frankfurt unb drei Jahre später Sirtttor des Chemischen Instituts der Landwirt-
Friedrich Hölderlin:
„Der Tod des Empedolles".
Die mythische Fabel von dem Staatsmann unb Philosophen Empebokles aus Agrigent auf Sizilien, ber seinen Landsleuten wie ein Gott erschien und sich, um den Glauben an seine Göttlichkeit zu wahren, selbstmörderisch in den Aetna stürzte, hat Hölderlin lange Zeit sehr bewegt. Man kann das an den verschiedenen, stark voneinander ab« weichenden Fassungen erkennen, die uni von seiner Gestaltung des Stoffes überliefert sind, und von denen keine die endgültige wurde, weil jede Fragment geblieben ist, jede ein Torso, aus dem, mehr ober minder deutlich, die innere Entwicklung der Konzeption abgelesen und die vermutliche Ausführung wenigstens geahnt werden kann. Was in Goethes Werk die „Iphigenie" bedeutet, mag in Hölderlins Schaffen, wiewohl nur andeutungsweise unb schattenhaft, für den „Empebokles" gelten: dieses 1846 zuerst erschienene Fragment ist ber Beitrag des ,Hyperion"'Dichters zu den mancherlei Versuchen, eine Wiedergeburt der. griechischen Tragödie aus deutschem, humanistischem Geiste zu erzwingen. Das Bruchstück, aus religiösem Urgrunde und einer in anderen Formen unb Gestalten ein Leben lang bezeugten Seelenverwandtschaft mit ber klassischen Welt der Antike erwachsen, wurde bis heute nur selten zu statuarischem Leben auf der Bühne erweckt: als ein Sinnbild der ewigen Tragödie, die aus der feindlichen Spannung zwischen dem Geist unb der Masse erwächst, zwischen dem in strenger, selbstgewählter Einsamkeit verharrenden Genius unb dem blinden und wankelmütigen irdischen Volke. Aus dessen Masse erheben sich bei Hölderlin als die vergleichsweise am deutlichsten profilierten Einzelsprecher die junge Vesta-Priesterin Panthea, die von Empebokles durch einen Heiltrank gerettet wird unb ibn demütig verehrt unb liebt; Pausanias, dem Meister mit jugendlicher Unbedingtheit als sein Jünger verschworen; Hermokrates, ber Priester, als eigentlicher Gegenspieler, welcher den Empebokles verflucht unb sich zwischen ihn unb bas Volk stellt: aus feinen Worten mag man am deutlichsten die tragische Schuld des Empedokles erkennen unb sie mit dem klassischen Begriff ber Hybris benennen, der sträflichen Selbstüberhebung des Sterblichen in die Sphäre des Ueberiroischen unb Göttlichen, was nach ber Vorstellung der griechischen Tragiker mit ber Selbstvernichtung des Verblendeten gleichzusetzen ift —
Der von Oberspielleiter Mund besorgten Aufführung lag bie zweiteilige Bühneneinrichtung von Wilhelm von Scholz zugrunde, die dem Torso eine angemessene theatralische Rundung gibt und dabei dem Original respektvoll nahebleibt. Die Inszenierung war um eine sorgfältige sprachliche Durchformung ber ebeln, gedanklich befrachteten Verse und um die Akzentuierung der inneren Gegensätze bemüht. Das von Herrn Löffler entworfene, von starken Säulen flankierte Bühnenbild entsprach in seiner strengen unb schlichten Stilisierung dem klassischen Schauplatz. — Empebokles war Herr Zeppenfeld: ein gemessener Sprecher, in Haltung unb Gebärde über die gemeine Menge erhoben, ein leidender Held, ber dem Untergange bestimmt ist, weil er weder dem irdischen noch dem überirdischen Bereiche angehören kann. Herr Koch-
i TT-uf Fortsetzung (Nachdruck verboten.)
Id .Scheck schneMe plötzlich von seinem Sitz auf, ls- ™ »Hing einige Schritte zurück ttnb hatte wie durch Oberei eine schwere SelbsÜadepistole rn ber HanD: Jänbe hoch! Wer sich rührt, hat eine Äugel tm ISgäbel!"
Er setzte sich wieder an den Tisch, faltete das
, ... ,, , , . Blatt vorsichtig auseinander unb fand feine Ver*
flüsterte Raucheisen, „sich wieder Ihren Gästen zu mutung bestätigt.
widmen und sie zu beruhigen . . Noch besser wäre Einen Augenblick starrte er nachdenklich auf bie es freilich, wenn Sie sie zum Verlassen bes Hauses krausen Linien ber primitiven Zeichnung, die an bewegen könnten: benn Ihr schönes Gartenfest ist verschiedenen Stellen mit kurzen Erklärungen wte ja nun doch einmal gestört —" \ „Thür", „Stiege", „Brantmauer" u. ä. versehen
_ „Wirt gemacht!" nickte Güstrow unb entfernte war. Dann faltete er bas Pergament wieder zu- > sammen, steckte es in bie Tasche unb griff nach mcheisen betrat den Speisesaal unb zog die' Lertzecks Waffe, bie Steputat auf den Tisch gelegt
Tür hinter sich ins Schloß. Er setzte sich rittlings I hatte
auf einen Sttchl und gab dem Kriminalassistenten 1 (Fortsetzung folgt)
er“ ich Kleine politische Nachrichten.
il Der ehemalige bulgarische Kriegsminister unb toenwärtige Legionärsührer, Generalleutnant a. D. . fiutoff, wurde vor seinem Hause durch drei un- '(tonnte Täter ermordet. Der Ermordete hat . nh wiederholt für eine aktive Beteiligung Bul- ' 8-riens am Kriege geben den Bolschewismus ein- h r Man nimmt deshalb an, daß feine Ermor- Sy5"9 öen Bolschewisten zuzuschreiben ist.
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IN i ROMAN VON OLAF BOUTERWECK [ UJth
fter unb teilnahmslos vor sich hinstarrte ...
Rauche-isen wandte sich wieder an Lertzeck: „Josef
Lertzeck, ich verhafte Sie wegen Mord, Mortver- ,
di^Diltole' siel ibm luch' Einbruch, Diebstahl, Wechselfälschung, Wider- befahl Raucheisen. „Vielleicht sind innen Brustta- ren Tieres umgensien ... d.ePljtote stet lym ftflnb gegen bie .Staatsgewalt, Bedrohung unb so schen/angebracht!" itor üh»? ihm bJete weiter und so weiter! Eine ganz schöne'Liste, die Brandstetter hatte kaum bie ersten Knöpfe ge-
cT" ~«üi.L.nuin nn hi»' K»bl» ui der Staatsanwalt noch vervollstänbigen wirb!" I öffnet, als er unwillkürlich stutzte: denn unter dem
ihm bei ber leisesten Bewegung an Die Kehle zu @uftrom, b6r mit krebsrotem Gesicht neben Schlafanzug trug Lertzeck immer noch bas schwarze f*nb mit SVuR bie, R°uch°^n ftani), warf Lertzeck, einen oerachtungs- Trikot ...
’ben Aun?Aurütf Gleitete! sollen Blick zu: „Könnte mkf> selber ohrfeigen,! Raucheisen beugte sich vor unb stieß einen Pfiff' durch bie Zähne.
„Aha! Da haben mir ja auch bas letzte Beweisstück, das uns noch fehlte!"


