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wie auch für die Vererbungslehre einen bedeutsamen Befund dar. 1896 ging Borgert an die Universität Bonn, der er tystz verschiedener ehrender Rufe die Treue hielt. Forschungsreisen führten ihn in die Schlafkrankheitsgebiete von Aequatorialafrika, nach Indien und in Vie oberen Nilländer. In Bonn ge- langte ein zweibändiges Werk mit mehr als fünzig Tafeln zum Abschluß: die Bearbeitung einer Radio- lariengruppe aus dem Material der Deutschen Planktonexpedition. Den Protozoenarbeiten gesellten sich Schriften über die freischwimmenden Manteltiere sowie solche über Plankton- und Hormon- forschung hinzu. Borgert hat zahlreiche neue Tier- arten entdeckt, von denen eine ganze Reihe seinen Namen erhielten.
Ferdinand Liebermann.
In diesen Tagen vollendet der Münchner Bildhauer Ferdinand Liebermann sein 60. Lebensjahr. Der in Koburg geborene Künstler studierte an der Kunstschule und an der Akademie in München. Studienreisen nach Paris und Rom ließen ihn seinem klassischen Schönheitsideal nachstreben. In seinen Arbeiten zeigt sich der Wandel von der individuellen Formgebung zur Monumentalität. In seiner Früh- zeit hat er Entwürfe für Porzellan geschaffen, die von den Manufakturen in Selb und Berlin aus- geführt wurden. Sehr individuell aufgefaßt sind die Porträtbüsten, unter denen die des Führers und Alfred Rosenbergs hervorragen. Biel Anerkennung fanden die schlanken Mädchengestalten aus Bronze, eine der schönsten ist die „Sonnenwend" aus dem Jahre 1939. Den Monumentalstil repräsentieren die letzten Werke Liebermanns: die Plastik „Kampf", eine Männergestalt mit Fackel und Adler aus Muschelkalk, ist für die Architektur des Reiches bestimmt. A. von Oertzen.
Der Adalbert-Sllfler-Vrels.
Der von der Monatsschrift „Böhmen und Mähren" geschaffene „Adalbert-Stifter-Preis", der im Jahre 1940 gestiftet und im August 1941 zum erstenmal in Höhe von 5000 NM. verteilt wurde, ist auf Vorschlag des Preisgerichts für 1942 so verteilt morden, daß fünf Erzählerpreise und drei Lyrikpreise verliehen wurden. Erzählerpreise 1. Preis Heinrich Bachmann (Freiburg i. Br.) für die Erzählung „Der Privatlehrer"; 2. Preis Dr. Josef Schneider (Reichenberg) für „Cargo"; 3. Preis Dr. Leo Hans M a l l y (Karlsbad) für „Das Epatzenparadies"; 4. Preis Heinrich Zerkaulen (Dresden) für „Die Begegnung zu Teplitz"; 5. Preis Hans Lerch (Dresden) für „Der schwarze Reiter von Eger". Lyrikpreise: 1. Preis Dr. Leo Hans Ma Hy (Karlsbad) „Sonette um Prag": 2. Preis Ven6 Schwachhofer (Leipzig) für das Gedicht „Böhmerland": 3. Preis Ingenieur Hans Lev S i t-
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tau er (Altenburg, Thüringen) für das Gedicht ^Böhmische Heimat". Fünf weitere Arbeiten sind iom Verlag angekaust worden.
Hochschulnachrichten.
Der außerplanmäßige Professor für organische Che- hie an der Universität Jena Dr. phil. Eugen Müller vurde zum o. Professor an der Universität Frankfurt ernannt. Müller wurde 1905 in Merken bei Düren geboren. Er studierte in Berlin und Freiburg und promovierte 1928 in Berlin. 1933 habilitierte er sich in Danzig. Er kam dann als Dozent dach Jena. — Der emer. o. Professor an der Universität Rostock, Dr. phil., Dr. ehern., Dr.-Ing. e. h., Dr. med. h. c., Dr. sc. h. c. Paul Walden, erhielt tzinen unbesoldeten Lehrauftrag für Geschichte der lkhemie an der Universität Frankfurt. Walden vollendet im Juli dieses Jahres fein 80. Lebensjahr. Leine wissenschaftliche Leistung ist mit den Begriffen ..Waldensche Umkehrung", „optisches Drehungsvermögen", mit der „Waldenschen Regel", den „n-chtwässeriaen Lösungen" und den „obnormen Elektrolyten" verknüpft. — Dr. phil. habil. Albert geltet, Dozent für Psychologie und Philosophie, Äesthetik, Musikwissenschaft und Geistesgeschichte an der Universität Leipzig, wurde mit der Wahrneh- lnung der ordentlichen Professur für Psychologie an der Universität Halle beauftragt Wellek wurde 1904 in Wien geboren. Er kam 1933 als Assistent nach Leipzig, wo er 1939 Dozent wurde. Von seinen Werken nennen wir: „Das absolute Gehör und feine Typen": „Typologie der Musikbegabung im -eutschen Volke" und „Das Problem des seelischen Seins". — In diesen Tagen vollendete der lang- jö'brige Leibarzt des verstorbenen Reichspräsidenten von Hindenburg und emer. Honorarprofessor an der Universität Berlin, Dr. Hugo Adam, sein 70. Lebensjahr. Adam wurde 1873 in Friedederg (Mark) geboren. Er studierte in Berlin, Greifswald, Frei- önrg und Leipzig und promovierte 1899 in Kiel. Er leitete dann lange Jahre die Abteilung für physikalische Therapie (natürliche Heilweisen) und war während der Reichsprasidentenschoft Hinden- fnrrgs dessen Leibarzt. 1937 wurde er Honorarprofessor für natürliche Heilweisen an der Universität Berlin. Er hält auch jetzt nod), Vorlesungen und Kurse über physikalische Therapie.________________
AUF MÖNCKEBERG ist del “Teufelles.
ROMAN VON OLAF BOUTERWECK
L Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
„Mehr als Sie denken, Herr Holm! Denn in dem Koffer befanden sich nach Ihren Angaben außer Ihrer Pistole auch die Schuhe, die Sie gestern getragen haben! — Es waren doch Schuhe mit .Gummiabsätzen, nicht wahr?"
„Allerdings", antwortete Axel erstaunt.
„Sehen Sie: der Täter, der Professor Beierfeld erschoß, hinterließ in der Bibliothek den Abdruck eines Gummiabsatzes. Ein Vergleich mit den von Ihnen getragenen Schuhen und die Untersuchung Obrer Pistole hätte Sie gegebenenfalls sofort entlastet. Durch das Verschwinden dieser Beweismittel ist aber jeder Nachweis Ihrer Schuldlosigkeit un- möglich geworden. Es sei denn, Sie hatten ein ein» mandfreies Alibi!"
Axel war im kriminalistischen Denken zu sehr geschult, um nicht sofort die Tragweite dieser Erkla- nmg zu begreifen. Er ließ den Kopf auf die Brust sinken und starrte einen Augenblick mit finster zusammengezogenen Brauen vor sich hin. Aber plötzlich hellte sich sein Gesicht auf.
„Ich gebe zu, Herr Kommissar, daß das, was Sie da sagen, Hand und Fuß hat. Aber — gesetzt bert Fall, daß ich wirklich der Täter wäre, welche llrsache sollte ich wohl gehabt haben? Denn ohne Trund bringt man doch keinen Menschen um, am wenigsten einen Onkel, von dem man nur Gutes erfahren hat!"
„Nun, was das anbelangt", meinte Raucheisen achselzuckend, „so könnten ja zwischen Ihnen und Ärem Onkel irgendwelche Zwistigkeiten schwerster Krt bestunden haben! Dre Tatsache, daß Sre sich teu
Aus der SkaSt Gießen.
Vergessen.
Wie oft hören wir im alltäglichen Leben, wenn iraend etwas nicht ausgerichtet worden ist, die billige Redensart: „Ach, mein schlechtes Gedächtnis! Ich habe wirtlich n'cht mehr daran gedacht!" Es ist ja so, daß das Gedächtnis nachläht, wenn wir älter werden, und wir brauchen gar oft so kleine Hilfsmittel wie eine Bemerkung im Notizbuch u. a. m. Das ist oft nur ein Wort, aber es ist eine Stütze, über die die Jugend vielleicht lächelt, die sie aber einst auch nötig hat.
Aber es gibt in unserem Leben auch Ereignisse, die wir eigentlich schnell vergessen sollten; denn das immerwährende Denken an irgendeine häßliche Tatsache kann schließlich zur Qual werden. „Ich kann ihm das nicyt vergessen!" gesteht uns jemand, weil ein Bekannter ein hartes Äort über ihn fällte. Nun verbohrt er sich ganz in den Gedanken an diese Beleidigung und sinnt aus alle möglichen Rachetaten. Wäre es hier nicht besser, er würde sagen: „Wie gut, daß ich ein schlechtes Gedächtnis habe! Diese Sache habe ick schon längst vergessen!" Hier sollten wir von der Kunst des Vergessens reden. Der erste Zorn, der in ihm aufwallte, ist ja längst verflogen, und nur das ewige Drandenken verursacht ihm nun Schmerzen.
Wie können wir aber eine böse Geschichte, die uns aufregte und verärgerte, so schnell vergessen? Wir wollen es ja, aber es gelingt sehr oft nicht. Der Wille allein versagt hierbei meistens. Wenn wir uns beständig vorsagen: „Ich will nicht mehr daran denken!", dann stellt sich gerade das Gegenteil ein. Ganz unbewußt vertiefen wir uns in Gedanken in die unangenehme Sache und kommen davon nicht los. Dagegen ist es viel, besser, wenn wir uns vornehmen, noch einmal alles klar zu über- denken. Ganz bewußt rufen wir uns alles ins Gedächtnis zurück, unnd bald merken wir, daß die Ursache der quälenden Vorstellung gar nicht bei einem andern zu suchen ist, sondern ganz allein bei uns. Wenn uns ein spöttisches oder kränkendes Wort getroffen hat, bann geht das sehr oft gar nicht gegen unsere Ehre, sondern gegen unsere Eitelkeit oder Empfindlichkeit. Je mehr ein solches Wort der tatsächlichen Wahrheit entspricht, desto eher sind wir geneigt, es übelzunehmen.
Also, Hand aufs Herz! Ehrlich gegen sich selbst! Dann verfliegt gar oft ein Aerger, der unser Leben überschatten wollte. Haben wir uns aber wirklich stark aufgeregt, bann sollte auch der Humor bisweilen behilflich sein, eine unangenehme Sache zu vergessen. Denken wir nur an bas klassische Zitat aus einer Operette: „Glücklich ist, wer vergißt, was nicht mehr zu ändern ist!" Oder: „Cs geht alles vorüber, es geht alles vorbei!"
Jammern und ewige Klagerei vermindern keines- wegs einen Schmerz. Und ist uns ein lieber Mensch vom Tode entrissen worden, dann denken wir zurück an die schönen Tage, die wir mit ihm verleben durften. Wirke in seinem Sinne! Suche dir ein Ziel und arbeite? Arbeit ist die beste Voraussetzung, um einen liefen Schmerz zu mildern. Ganz vergessen wir ja nie, was uns das Leben zufügte, aber wir wollen auch nicht krampfhaft versuchen, immer wieder daran zu denken. — h.
Kür Tapferkeit vor dem Heinde.
Der Gefreite Albert Sern aus Lang-Göns, der in einem Grenadier-Regiment im Osten kämpft, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet.
Silber aus der neuen Wochenschau.
Es ist das besondere Verdienst der neuen Wochenschau, daß sie dem deutschen Volke wieder einmal in Bildern von außerordentlicher Eindruckskraft nahebringt, in welchem Maße der einzelne Soldat, und vor allem der Infanterist, Tag für Tag mit selbstverständlicher Einsatzbereitschaft ein Heldentum beweist, bas unvergleichlich ist.
Am mittleren Frontabschnitt, wo in Schnee und Eis die große Abwehrschlacht tobt, sehen wir eine Gruppe von Männern eines Stoßtrupps, der den Befehl erhalten hat, einen sowjetischen Graben aufzurollen. Höchste Spannung liegt in den Mienen dieser kampferprobten Soldaten, als sie auf die Minute des Losschlagens warten: zugleich aber auch verbreiten sie eine Ruhe und Gelassenheit um sich, die bewunderungswürdig ist. Da endlich — der Augenblick ist gekommen. Mit einem Satz schwingen sie sich über den Grabenrand, preschen ungeachtet der feindlichen Einschläge nach vorn, und schon nach kurzer Zeit sind die bolschewistischen Stellungen erreicht. Maschinenpistolen knattern, Handgranaten detonieren, verzweifelt ist der Widerstand der Sowjets, doch nach kurzem, erbitterten Kampf ist ein feindlicher Bunker gesprengt, die Grabenstellungen
vier Monaten hier im Hause kaum haben sehen lassen, würde eine solche Annahme noch wahrscheinlicher machen!"
„Sie sind wirklich ein Gemütsmensch, Herr Kommissar!" rief Axel mit einem kurzen, zornigen Auf- lachen.
„Ich tue hier nur meine Pflicht!" erklärte Rauch- eisen zurechtweisend. „Betrachten Sie diese Angelegenheit doch einmal vom Standpunkt des Staatsanwaltes aus:
Sie fahren also abends gegen zwanzig Uhr aus Ihrem Hause fort. In Ihrer Tasche befindet sich eine Selbstladepistole, Kaliber sieben Komma fünfundsechzig: das heißt allo, eine Waffe derselben Art, nut der Professor Beierfeld einige Stunden später erschossen wird. Sie kommen in dieser Nacht nicht wieder nach Hause, und Sie können ober wollen auch nicht Ihr Alibi für die fragliche Zeit bei- bringen. — Die Mordwaffe haben Sie gewissenhaft beseitigt, und nachdem gegen sechs Uhr morgens Ihr Diener Otto Ihnen telephonisch mitteilt, daß auch mit Ihren Schuhen irgend etwas nicht in Ordnung fei, lassen Sie die Schuhe und sonstigen Kleidungsstücke ebenfalls verschwinden. Nachher erfinden Sie bann das Märchen von dem gestohlenen Koffer!"
„Ist das alles, was Sie mir andichten?" fragte Axel in einer Art Galgenhumor.
„Durchaus nicht!" fuhr Raucheisen in unerschütterlicher Ruhe fort. „Als tatverdächtige Umstände kommen weiter hinzu, daß Sie sich gut hn Hause Ihres Onkels auskamtten, daß Sie sich ohne Schmie- rigtaten einen Nachschlüssel zur Haustür beschaffen konnten, nicht zuletzt auch die Tatsache, daß Sie der alleinige Erbe Professor Beierfelds sind ... Oder mit anderen Worten: daß Sie der einzige Mensch sind, der gewissermaßen Nutzen vom Tode des Professors hat? — Ja, wenn ich es mir recht überlege, wird hier sogar etwas wie ein eigentlicher Grund zur Tat sichtbar ..."
„Dann bin ich aber wirklich gespannt!"
Oie rechtliche Stellung des Kranken im Krankenhaus.
Von Oberlandesgerichtsrat Dr. Schläger.
Nicht immer beruht die Aufnahme in ein Krankenhaus auf einem Vertrag. Vertraasbeziehungen werden z. B. nicht begründet, wenn Personen auf Grund öffentlich-rechtlicher Fürsorge aufgenommen werden. Im Regelfall sichert bei Vertragsabschluß die Anstalt dem Kranken Bereitstellung eines Krankenzimmers und etwaiger sonstiger Aufenthaltsräume zu — insoweit wird ein Mietvertrag ge- scklossen — und erklärt sich zur Verpflegung und Wartung gegen Zahlung des festgesetzten Preises bereit. Ob über die ärztliche Behandlung mit dem Arzt selbst ein besonderer Vertrag geschlossen wird oder die ärztliche Behandlung im festgelegten Preise mit enthalten ist, hängt von den Umständen des Falles ab. Das Letztere wird im Zweifel als vereinbart angesehen werden können. In öffentlichen Krankenhäusern sind die Aerzte in der Regel zur Behandlung aller Insassen verpflichtet, daneben sind sie berechtigt, bei Selbstzahlern der oberen Anstaltsklassen selbständig zu liquidieren. In Privatkrankenhäusern pflegt das allgemeine Liquidationsrecht des Arztes die Regel zu sein. Der die Krankenhaus- behandluna begründende Vertrag wird bei Minderjährigkeit des Kranken mit dem gesetzlichen Vertreter geschlossen. Wenn eine Ehefrau in ein Krankenhaus aufgenommen wird, dann trifft sie Abmachungen im Rahmen ihrer Schlüsselgewalt, durch welche der Ehemann verpflichtet wird. Wenn der Kranke seiner Zahlungspflicht nicht genügt, so steht dem Krankenhaus das Pfandrecht an seinen eingebrachten Sachen zu. Es kann auch die Herausgabe der dem Kranken bei der Aufnahme abgenommenen Sachen bis zur Zahlung verweigern.
Das Krankenhaus übernimmt mit der Aufnahme auch die Betreuung des Kranken. Die Anstalt kann zwar nicht schlechthin für jeden Unfall in ihrem Bereich haftbar gemacht werden, doch muß in der Anstalt mit dem Eintritt unvorhergesehener und außerordentlicher Ereignisse gerechnet werden, so daß den möglichen Gefahren mit der nötigen Sorgfalt begegnet werden muß. Die Erfüllungsorgane — Wärter, Schwestern usw. — sind sorgfältig auszuwählen und zu beaufsichtigen. Bei längerer Dauer der Beschäftigung ist es Pflicht der Anstaltsleitung und der zur Aufsichtsführung bestellten Vertreter, sick über die Tätigkeit und die Eignung der Angestellten auf dem Laufenden zu halten. Alle Apparate und Räume müssen so in Ordnung gehalten werden, daß sie den im Krankenhaus sich aufhaltenden und verkehrenden Personen keine Gefahr bringen können. Für Streuen bei Glätte und Hinweise auf gebohnerte Fußböden muß gesorgt werden. Bei
Diebstählen im Krankenhause haftet die Anstalt für den durch eigene Fahrlässigkeit oder Fahrlässigkeit ihrer Angestellten verschuldeten Schaden.
Ohne eine gewisse Dränung und willige Eingliederung aller Beteiligten kann kein Betrieb aufrecht erhalten werden. Die Kranken müssen sich daher allen Anordnungen des Arztes und des Krankenhauspersonals fügen und die Weisungen befolgen, die allgemein in der für sie verbindlichen Hausordnung und im besonderen Einzelfalle gegeben werden. Art und Umfang der Behandlung muß der Arzt entscheiden. Auf Sonderwünsche kann nur in geringem Umfang Rücksicht genommen werden. Der Kranke muß den Aerzten und ihren Hilfskräften das Vertrauen entgegenbringen, daß sie alles tun werden, um ihn rasch der Besserung entgegenzuführen.
Der in einem Krankenhaus aufgenommene Kranke hat keinen Anspruch darauf, stets von demselben Arzt behandelt zu werden. Jeder von der Anstalt zur Verfügung gestellte Arzt, auch der Vertreter, ist Erfüllungsgehilfe der Anstalt. Der Kranke darf eins sorgfältige Untersuchung und Behandlung erwarten. Ist die Diagnose zweifelhaft, dann hat der Arzt sie zur gegebenen Zeit nachzuprüfen. Der Arzt wird bei dem Kranken, der in ein Krankenhaus kommt, annehmen dürfen, daß er sich damit einverstanden erklärt, daß alle zur Heilung der Krankheit notwendigen Behandlungen vorgenommen werden. Der Kranke wird von dem Arzt sachgemäß beraten und hat, soweit es mit Rücksicht auf den Heilungszweck tunlich und ratsam ist, eine sachgemäße Aufklärung, in der auf medizinische Einzelheiten einzugehen sich im allgemeinen im Interesse des Kranken nicht empfiehlt, zu erwarten.
Die den Aerzten obliegende Verschwiegenheitspflicht gilt auch für die Krankenhausärzte, ihr unterliegen ebenfalls die berufsmäßigen Gehilfen des Arztes (Krankenschwestern, Pfleger, Büroangestellte). Liegt das Einverständnis des Kranken über eine Mitteilung vor, dann kommt ein Verschwiegen* heitsbruch nicht in Frage. Auch bei allgemein gehaltenen Auskünften über das Allgemeinbefinden des Kranken, darüber, ob der Fall leicht oder schwer ist, wird, von besonderen Fällen abgesehen, das Einverständnis des Kranken angenommen werden können. Der Ausdruck menschlicher Teilnahme ist mit Recht nicht zu verwehren. Dagegen wird eine Auskunft über die Art der Krankheit meist verboten sein. Die Möglichkeit, Prioatgeheimnisse unbefugt zu erfahren, muß tn Krankenhäusern abgedrosselt fein.
werden ausgehoben, und die überlebenden Bolschewisten treten den Weg in die Gefangenschaft an.
Nicht minder eindrucksvoll sind Aufnahmen von der K a u f a f u s f r o n t, wo ein Pionierstoßtrupp einen im Schmuck glitzernden Rauhreifs stehenden Wald von bolschewistischen Widerstandsnestern säubert.
Nach der A t l a n t i k k ü st e wendet sich bann der Blick. Gewaltige neue U-Boot-Bunker sind hier im Entstehen, Kolosse aus Stahl und Eisenbeton, in denen bald neu in Dienst gestellte U-Boot-Flottillen Unterkunft finden werden.
Aufnahmen von der iuneskschen Front folgen. Weithin schweift das Auge über die Stadt Tunis, mit ihren 250 000 Einwohnern eine der größten Städte auf afrikanischem Boden, und sehr interessant ist es zu sehen, welchen freundlichen Empfang die arabische Bevölkerung unseren Soldaten überall bereitet.
Bilder von der Besetzung der Insel Korsika und aus der Donaustadt U t m mit ihrem hochragenden Münster vervollständigen die neue Wochenschau, die sich wieder als ein Bildstreifen von dokumentarischer Bedeutung darstellt. K. F.
Letzte Röntgenreihenuntersuchungen.
Den noch nicht geröntgten Volksgenossen in Gießen wird letztmalig Gelegenheit gegeben, sich am kommenden Sonntag, 17. Janu ar 1943, in der Zeit von 8.30 bis 10 Uhr, in der alten Pestalozzischule (Turnhalle) röntgen zu lassen. Auch diejenigen Volksgenossen, die bis jetzt noch nicht erfaßt sind, können ebenfalls um die genannte Zeit dort erscheinen. Die Bezahlung und Ausstellung der Karteikarte wird dort vorgenommen.
In dem bereits ergangenen Dienstplan treten folgende Aenderungen ein: 17. 1.: Alte Pestalozzi- schule, 8 bis 8.30 Uhr, Polizei: 8.30 bis 10 Uhr,
Raucheifen dachte einen Augenblick nach und fuhr dann langsamer, beinahe bedächtig fort:
„Die Tatsache, daß Sie entgegen Ihrer früheren Gewohnheit Ihren Onkel in den letzten Monaten nicht mehr besuchten — mit einer einzigen Ausnahme in der vergangenen Woche — beweist hinreichend, daß zwischen Ihnen irgendwelche Zwistigkeiten entstanden waren. Sie geben das ja auch selbst zu.
Nehmen wir nun einmal an, daß sich diese Streitigkeiten allmählich derart verschärft hätten, daß Ihr Onkel Ihnen mit Enterbung drohte. Daß er Sie am letzten Samstag zu sich rief, konnte ja zum Beispiel lediglich aus dem Grunde geschehen fein, um Ihnen diese Mitteilung zu machen! Sie befürchteten, daß er feine Drohung wahrmachen konnte, und des- halb gingen Sie hin und erschossen ihn, bevor er in der Lage war, fein Testament zu ändern!--
Nun, was sagen Sie dazu, Herr Holm?"
Axel war während dieser langen Rede Rauch- eisens sehr nachdenklich geworden. Er hatte den Kopf schwer auf die Hand gestützt und starrte unbeweglich auf die Tischplatte. Bei Raucheisens Anrede sprang er nun auf und lief erregt im Zimmer hin und her.
„Das Ganze ist doch vollständiger Unsinn?" rief er nervös. „Ein ausgeklügeltes Gedankengebäude, das sich zwar bei flüchtiger Betrachtung anscheinend mit den Tatsachen deckt ober damit zumindest nicht in sofort erkennbarem Widerspruch steht: aber bei genauer Untersuchung der Geschichte wird der Irrtum sich sofort Herausstellen!"
„Wieso?" fragte Raucheisen.
„Na, weil ich einfach nicht der Täter bin!" schrie Axel in wieder ausbrechendem Zorn.
Raucheisen machte eine beruhigende Handbe- megung.
„Herr Holm, Sie sind zu klug, um nicht zu wissen, daß das keine Beweisführung ist! Der einzige, der Sie entlasten könnte, nämlich Ihr Onkel, ist tot!
Ortsgruppennachzügler: 10 bis 10.30 Uhr, Polizei: 10.30 bis 12 Uhr, Ortsgruppennachzügler.
Betreuung der werdenden Mutter.
Zwischen dem Hauptamt für Volkswohlfahrt und der Reichshebammenschaft ist eine Vereinbarung getroffen worden, wonach die Hebamme jede werdende Mutter dem Beratungsarzt mit einem Be« richt über die häuslichen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Verhältnisse und gegebenenfalls einem Vorschlag von Betreuungsmaßnahmen meldet. Wo eine Betreuung durch die NSV. angezeigt ist, werden Maßnahmen unverzüglich veranlaßt. Für jede werdende Mutter wird gleichzeitig von der Hebamme der Gesundheitsbogen angelegt. Die Hebamme besucht die ihr von der NSV. zugeteilten Säuglinge nach Abwicklung ihrer eigentlichen Hebammenarbeit in den ersten sechs Wochen 14tägig und später mindestens einmal monatlich, um die Mutter anzuleiten. Der Gesundheitsbogen für Säuglings- und Kleinkinder ist dabei weiterzuführen. Erst mit Erreichung des ersten Lebensjahres endet die Fürsorgearbeit der Hebamme, die dann von der Fachkraft der NSV. übernommen wird.
Erholungsuchende und Beherbergungsraum.
Die Ueberwachung des Fremdenverkehrs ist vom 1. Januar an den Polizeibehörden übertragen worden, die Wirt und Gast bei Zuwiderhandlungen bestrafen können. Im Zusammenhang damit setzt eine neue Anordnung des Staatssekretärs für den Fremdenverkehr frühere Anordnungen außer Kraft und bringt einige neue Bestimmungen. Neben Fronturlaubern, Angehörigen der kriegswichtigen Betriebe, Schwerkriegsbeschädigten und Angehörigen von Gefallenen gehören fetzt auch kinderreiche Mütter (mit mindestens vier Kindern) sowie Erholung-
Und sonst haben Sie keinen Zeugen ... Oder habe» Sie einen?"
„Finden Sie doch den wirklichen Täter, bann erledigt sich alles andere von selbst? Ich habe mit de« Sache überhaupt nichts zu tun!"
„Ich wüßte nicht, wo ich sonst noch nach dem Täter suchen sollte!" erklärte Raucheisen achselzuckend. „Em Einbruch liegt nicht vor, denn es ist nicht das geringste entwendet worden. Ein Einbrecher hätte doch wohl zumindest die schwere goldene Uhr mitgenommen, die gut sichtbar auf dem Schreibtisch lag. — Ein Racheakt scheidet ebenfalls aus, denn Ihr Onkel hatte keine Feinde. Er verkehrte ja überhaupt mit keinem Menschen. — Aus demselben Grunde kommt eins Eifersuchtstat erst recht nicht in Frage: ganz abgesehen davon, daß gegen eine solche Annahme auch noch viele andere Gründe sprechen. Und damit sind alle etwaigen! Möglichkeiten erschöpft. Oder können Sie mir vielleicht noch eine nennen?"
„Nein, das kann ich nicht!" antwortete Axel gereizt. „Aber wenn Sie Ihrer Sache so sicher sind, warum nehmen Sie mich da nicht einfach fest und beantragen einen Haftbefehl?"
„Nun, ich muß gestehen, daß ich diesen Gedanken bereits erwogen habe, Herr Holm."
„So —? Und warum führen Sie diesen vortrefflichen Gedanken nicht aus?" fragte Axel trotzig.
Raucheisen räusperte sich. Er erhob sich, trat dicht vor Axel hin und sah ihn ernst an.
„Herr Holm, ich will ehrlich gegen Sie sein: Ich verlasse mich in zweifelhaften Fällen stets auf mein Fingerspitzengefühl oder — wenn Sie es so nennen wollen — auf meinen Instinkt. Mein Instinkt sagt mir aber, daß Sie eines gemeinen, wohlüberlegten Mordes nicht fähig sind. Demnach käme hier nur eine Tat in höchster Erregung in Frage: aber eine solche Annahme ist wiederum nicht recht mit den vorliegenden Tatsachen in Einklang zu bringen »•«
(Fortsetzung folgt.)


