4
*- ■ i- 'i, <
WU
A:- ; ' ,' '-
■
§rektag. 15. Januar 19^3
Gießener Anzeiger
193. Jahrgang Nr. 12 jto.ctjenn . n. a, auner Sonmaae imh feiertags
Beil an en
GieKener »tarmhenblatter Hermai im‘B»ld'DieScholle
Bezugspreis:
SRonatltrb.RM.1.80
SuftPUgebübr . . „ -.25 auch be Wimt er* ehernen von einzelnen Nummern intnlae höhere^ (ßemalt KernivrechamchloK 2251 Drabttmichnft ,^meiner" TnWfhnrf 11ß*c ftrTrtnff /M
Annavme uun aiuei en fih die Mittagenummer biS H*/, Ubr de«BornuttagS <lm**inenr4*rrifp
ffir die Dhlhmeter-.‘teile von 22 dJhllimeter Brette: 7zHdi tih .tamiUennn- teinen und orware Geleaenbettsan<e,oen
14Müi. i. Werbeanzeigen und qelchristliche (^e'egenbe't^anzemen
Plavvm'chi'N (üorberige Vereinbarung) 25°/. mehr
Brö)I1dte UntDcrfttätetnulerti 8. toy General-Anzeiger für Oberheffen
Marschall Antonescu beim Führer
7,83
421
435
272
USA. England Norwegen
Die Vernichtung des Tanker-Geleits ist nicht nur für den nordasrikanischen Kriegsschauplatz ein Politikum ersten Ranges, sondern auch wirtschaftlich von größter Tragweite. Tanker sind Spezialschiffe, die besonders wertvoll sind und nicht unbeschränkt zur Verfügung stehen. Die Welttankerslotte umfaßte im Herbst 1939 einen Schiffsraum von 11,4 Millionen BRT. Zu ihr gehörten auch die Tankerflotten Deutschlands, Italiens und Japans, ferner der kleineren Mächte, die Schiffahrtsinteressen haben, wie die Sowjetunion. Die Tankerflotten der Vereinigten Staaten, Englands und Norwegens hatten im
teilung vom 12. Januar beläuft sich die Zahl der versenkten Tanker auf insgesamt über 700 mit rund 5,1 Millionen BRT. Der Seekrieg der Dreierpaktmächte hat also bereits zur Versenkung der Hälfte der Welttonnage an Tankerschiffsraum nach dem Stand von 1939 und zur Versenkung von gut fünf Achteln der unmittelbar feindlichen Tankertonnage geführt.
Dabei ist zu beachten, daß ein großer Teil der USA -Tanker für den Nahverkehr gebaut ist: für die Öltransporte in der Küstenschiffahrt von der amerikanischen Westküste zur Ostküste, von Mexiko und Venezuela in die verhältnismäßig nahen atlatt- tijchen Häfen der Vereinigten Staaten. Bezeichnend
Rom, 14. Jan. (DNB.) Nach amerikanischen Berechnungen müssen für jeden amerikanischen Soldaten 18 amerikanische Arbeiter in der Heimat tätig sein. Für die Beschaffung der Ausrüstung, Bewaffnung und Munition des 7-Millionen-Heeres, das Roosevelt innerhalb eines Jahres aufgestellt haben will, müßten daher mehr als die gesamte männliche und weibliche Bevölkerung aller Altersklassen der USA. eingesetzt werden, stellt der Mefsagero fest. Zu dieser Schwierigkeit tritt das Problem der Beförderung dieses Riesenheeres nach Europa. Im letzten Weltkrieg benötigten die Amerikaner zur Aufstellung eines Heeres von zwei Mlllionen Mann 17 Monate. Die Beförderung erfolgte zu 49 v. H. auf englischen, zu 45 v. H. auf amerikanischen, zu 3 v. H. auf italienischen, zu 2 v. H. auf französischen und zu 1 v. H. auf anderen Schiffen. Für das 2-Millionen-Heer der Jahre 1917/18 waren st ä n - d i g 800 000 Tonnen Schiffsraum beansprucht. Das Rooseveltsche 7-Millionen-Heer würde also den ständigen Einsatz von rund 3 Millio.
ist, daß Washington die Tanker, die es in den ersten Kriegsjahren an England ausgeliehen hat, inzwischen zurückforderte. Ihre genaue Zahl ist nicht bekannt: die Angaben schwanken zwischen 50 und 70 USA.-Tankern. Unsere Feinde haben den Bau von Tankern mit höchstem Eifer betrieben, jedoch ist die Bauzeit viel länger als bei normalen Frachtern. Nach Mitteilung von Admiral Land, dem Vorsitzenden der USA.-Schiffahrtskommission, sind 1942 auf amerikanischen Werften nur 42 Tanker von Stapel gelaufen. Wenn jetzt also erneut 15 Tanker auf einen Hieb ausgefallen sind, dann ist das ein Verlust, der nicht nur schmerzlich, sondern geradezu unersetzlich ist. Die U-Boote zehren an dem Lebensnerv unserer Gegner, was auch Roosevelt indirekt damit bestätigte, daß er an den Kongreß die dringende Forderung richtete, weitere vier Milliarden für den Bau von Handelsschiffen zur Verfügung zu stellen.
Aber abgesehen von der Tonnage wirken sich die Versenkungen auch ständig mehr in allen Lebensbereichen aus. Fast 200 0Ö0 Tonnen Treibstoff flössen in den Atlantik, während man drüben die Benzinrationierung weiter verschärfen mußte. Koh- lenmangel ist auch drüben in diesem Winter schon zu einem Begriff geworden, und selbst mit den Lebensrnitteln klappt nicht mehr alles so. Die „Times" sprechen sogar schon von Verwirrung und Panik, die an verschiedenen Stellen der USA. durch fehlende Lebensrnittel entstanden seien, und „Magazine" äußert Bestürzung darüber, daß sogar in Krankenhäusern Fleisch fehle Die Erzeugung von Konsumgütern soll im neuen Jahr um 2Ö v. H. eingeschränkt werden. Geradezu verzweifelt nennt man die Lage auf dem Kautschukgebiet. Aber soviel ist gewiß, daß das erst der Anfang ist, und daß unsere Kriegführung den Herren Roosevelt und Churchill noch här« tere Nüsse zu knacken geben wird.
Roosevelt braucht 3 Millionen BRT.
Weit schlechtere Einsahbedingungen für ein LlSA.-Ekpeditionsheer als im ersten Weltkrieg.
nen Tonnen Schiffsraum beanspruchen. Im letz« ten Weltkrieg verfügten die Nordamerikaner über die gut eingerichteten Ausladehäfen Tarent, Le Havre, St. Malo, Brest, Bordeaux und St. Na- ziere sowie über 35 Quartiergebiete, in denen die USA.-Soldaten von der Ueberfahrt sich erholen und weitere Ausbildung erhalten konnten. Trotz dieser zweifellos guten Bedingungen erfüllte das USA- Heer kein es fall die auf die amerikanischen Soldaten gesetzten Hoffnungen. Hierfür wurde, wie aus dem Schriftwechsel zwischen Fach und Clemenceau hervorgeht, der Mangel an Führerpersönlichkeiten und an Stäben verantwortlich gemacht. Das römische Blatt stellt fest, daß die Einsatzbedingungen für die Amerikaner im gegenwärtigen Krieg b e i weitem schlechter sind, so daß man sich fragen müsse, was Roosevelt zu der Hoffnung berechtigt habe, in diesem Jahre auf den Wegen, die nach Berlin, Rom und Tokio führen, vorwärts zu kommen.
Mill. BRT.
2,8
2,92
2,11 w
Jahr 1939 folgenden Stand:
Zahl der Schiffe
Der Stand der Tanker-Schlacht
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Die große Lehre von Lippe.
Von Gauleiter Dr. Alfred Meyer, Münster in Westfalen.
NSK. Der Wahlsieg der NSDAP, am 15. Januar 1933, dessen zehnjährigen Jahrestag wir in diesen Tagen begehen, ist als ein Meilenstein auf dem Webe des Kampfes um die Macht in die Geschichte eingegangen. Der für die «politische Entwicklung im Reich zunächst unbedeutend erscheinende Wahlsieg von Lippe ist deshalb zu einem Siegesfanal für die NSDAP, geworden, weil ihm vierzehn Tage später die Machtübernahme im Reich folgte.
Wie was das möglich, und weshalb rückte der Wahlkampf um Lippe in das Rampenlicht der Weltöffentlichkeit? Diese Frage zu beantworten, heißt zugleich, Parallelen zu ziehen zu der heutigen Zeit; denn damals wie heute find die Kampffronten und die Gegner die gleichen. Gegen uns, gegen das deutsche Volk stand damals und steht heute das internationale Judentum, vereint mit Plutvkratie und Bolschewismus. Doch nicht nur das, auch d i e Methoden der Gegner sind dieselben geblieben: Lügen, Verleumdungen und Greuelmärchen sind ihre Hauptwaffen.
Dor zehn Jahren fand der Wahlkampf im Lipper Land in einer Zeit statt, in der die Gegner der NSDAP, triumphierend verkündeten, daß der Zerfall der Bewegung nicht mehr aufzuhalten sei, daß der Führer seine große Chance verpaßt habe und daß nunmehr der Untergang der NSDAP, nur noch eine Frage der Zeit sei. Sie schöpften ihre Meinung aus der Tatsache, daß die Bewegung, die von Wahlsieg zu Wahlsieg geschritten war, am 6. November 1932 bei der Reichstagswahl einen kleinen Rückschlag erlitten hatte. Sie sahen nicht d i e K r a f L der Bewegung oder wollten sie nicht sehen, sondern sie gebärdeten sich so, als ob das Ende der Partei jetzt besiegelt sei. Sie gaben dadurch der Wahl von Lippe ungewollt eine entscheidende Bedeutung.
Zweifellos verfolgten die Gegner mit ihrem Agitationsrummel einen doppelten Zweck einmal wollten sie in die Reihen der Bewegung Mißtrauen säen und zum anderen ihre eigene Schwäche verdecken. Allein der Umstand, daß einige Parteigenossen, denen der Kampf zu lange dauerte, ihre Nerven verloren hatten, weil ihnen der letzte Glaube an die Kraft der Idee fehlte, veranlaßte die Gegner, alle Register ihrer Lügenkünste zu ziehen.
Der Führer war es, der in dieser Lage die Entscheidungen, traf, die allein richtig waren. Er
(Mifferter Steppenkneg am Don
Von Kriegsberichter Kurt
Berlin, 14. Jan. (DNB.) Deutsche Jagdflieger schossen am 14. Januar über dem nördlichen und ailtleren Abschnitt der Ostfront 59 Flugzeuge ab. Allein 47 wurden von den Jagdverbänden des Ritterkreuzträgers Major T r a u t l o f f südlich des Ladogasees abgeschossen, während nicht ein einziges deutsches Jagdflugzeug im Osten verloren ging. Auch über dem nordafrikanischen Kampfraum konnten Jagdflieger bei der Abwehr eines unter starkem Aufaebot von Jägern angreifenden Bomberver bcndes 18 Flugzeuge, darunter mehrere Bomber, üfschießen.
Öer Webrmachtbericht.
DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 11 Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt Mannt:
Rach den am Vortage erlittenen schweren Verlusten führte der Feind im Westkaukasus nur vkreinzelte und zusammenhanglose Angriffe, die abgewiesen wurden.
Zwischen Kaukasus und Don und Im Don- gcbirt scheiterten die fortgesetzten Angriffe der Sorojets unter Verlust von 26 Panzerkampfwagen.
3m Raum von Stalingrad wehrten die deutschen Truppen starke Infanterie- und panieret griffe in heldenhaften schweren Kämpfen ab. Die Luftwaffe griff an den Schwerpunkten der Kampf- । Handlungen auf der Erde ein.
Feindliche Angriffe südlich Woronesch gegen ' die Stellungen deutscher und ungarischer Truppen 1 brachen zusammen.
1 Die Kämpfe südöstlich des Ilmensees und ' Mich des Ladogasees dauern an.
I 3n Libyen schossen deutsche und italienische ( Lgdflieger bei zwei deutschen Verlusten elf, Flak- । «tillerie drei feindliche Flugzeuge ab. wiederholte
Vorstöße feindlicher Kräfte in Tunesien wurden abgewiefen. Deutsche und italienische Luflwaffen- vtrbände zersprengten Nachschubkolonnen und Z^uppenansammtungen des Feindes. Auf Flugstüh- ppnklen wurden beträchtliche Zerstörungen hervor- gerufen.
DNB. ..., 14. Jan. In den weiten Steppen am toteren Don regiert seit Wochen das harte Gesetz des zweiten Kriegswinters im Osten, auf den die Aolschewisten offenbar noch einmal ihre Hoffnungen ze'etzt haben. Mit großen Massen von Panzern und tofgefrischten Schützen- und Kavallerieverbänden versucht der Feind den Durchbruch zu erzwingen. Ns Ziel schwebte ihm R o st o w , der Hafen an der donmündung am Asowschen Meer vor. Zur Durch- iüi)rung dieses Unternehmens haben die Moskauer Machthaber den ehemaligen zaristischen General Zchuschenko aus der Versenkung herausgeholt, der in diesem Auftrag offenbar eine Art Bewah- wngsprobe sieht, so daß er nun Welle auf Welle ohne Rücksicht auf die schweren Verluste gegen die deutschen Stellungen vorträgt. Dadurch ist der Don Mn heißumkämpften Abschnitt an der Ostfront ge- horben und für die hier unablässig zurückschlagen- den deutschen Truppen zu einem Begriff der Harte unb Abwehrbereitschaft. . .
Die Steppen des Don sind nur durch einige Rollbahnen verkehrsmäßig erschlossen. Wer sie de'itzt, kann seine Panzer und Angriffsspitzen wett cortragen, denn es fällt schwer, sie dann wieder }ttm Stoppen zu bringen. Dabei sind diese Roll- dahnen keine festen Straßen wie im Norden oder । in der Mitte der Front, sondern einfache verbreiterte Steppenwege, die sich wie Men in der Wüste durch das fahle Steppengras Ichlängeln. Bei Frost find sie befahrbar wie Asphalt ober auch nur bei Tage, denn in der Dunkelheit gerügt eine kleine Schwenkung zur Sette, und fd)on ftzt das Fahrzeug in einem Graben fest oder stürzt über eine steile Böschung in die Tiefe.
zusammen 1128
Norwegens Tankerflotte, die großenteils auf deutschen Werften erbaut war, aber in englischen Diensten fuhr, umfaßte vor allem große Schiffe, wie aus der Gegenüberstellung der entsprechenden Zahlen in unserer Statistik hervorgeht. Nach der Mit-
Wie Fangarme umschließen die wenigen Rollbahnen das weite, öde Gebiet, und zwischen den Polypenzangen dehnen sich die zahlreichen Pan- zerfriedhöste. Ganze Monatsproduktionen der bolschewistischen Rüstungsindustrie sind hier zerstampft worden. Aber noch immer schickt der Befehlshaber der Sowset-Don-Front, General Rogan o w s k i, weitere Mengen von Panzern vor.
Beim wechselvollen Ringen blieb cs nicht aus, deutsche Jnfanteriekräfte mitunter wochenlang von den rückwärtigen Teilen abgeschnitten waren, und daß vorgeschobene Kräftegruppen ganz auf sich gestellt, schwerste Angriffe des Feindes abwehren mußten. So haben Grenadiere und Artilleristen wochenlang eitlen wichtigen Brückenkopf abgeschirmt und verteidigt, obwohl der Feind nördlich und südlich davon einbrach und den Schlauch, der dabei gebildet wurde, auch nach Westen hin zu schließen versuchte. Die Gefahr der Abschnürung war groß. Trotzdem gab die Kampfgruppe nicht nach, obwohl kaum noch Munition durch die Bresche nach vorn geschleust werden konnte. Die täglichen Brotrationen wurden immer kärglicher, Kaffee und Suppe waren gefroren in dem tosenden Eissturm, bevor sie von der Feldküche in die vordersten Stellungen gelangten. Fünf Tage und fünf Nächte kampierten die vorgeschobenen Posten ohne Ablösung in der freien Steppe. Und trotzdem, als vor einigen Tagen eine Panzereinheit bis zur Kampfgruppe vorstieß und sie entsetzte, verlangten die Grenadiere zuerst nach Munition, dann erst fragten sie nach Proviant.
Der Steppenkrieg am Don hat den Grenadier in eine noch engere Gemeinschaft zum Panzer ge
bracht, er ist sein „großer Bruder", in dessen Geleit auch die Scharen von Sowjetpanzern keine allzu ernste Gefahr mehr sind. Trotzdem muß der Grenadier immer wieder oorsühlen und die Steppe abtasten, Auge und Ohr der schlagbereiten Panzer sein. Und dabei haben selbst geschulte Infanteristen, die geborenen Pürschgänger, einen schweren Stand. Bei der fahlen Eintönigkeit der baumlosen Laud- chast und dem verzahnten, ständig wechselnden Getriebe der Front sitzt man leicht im Sack. Wer hier einmal Späh- oder Stoßtrupp ging, zumal während des fast periodisch auftretenden Tauwetters, weiß Bescheid. Man watet im Schlamm, der über dem gefrorenen Untergrund lastet, tapst wie trunken herum auf dem Glatteis, stürzt in Trichter und Gräben und liegt alle Augenblicke auf der Nase. Wie oft haben wir uns geschworen, keinen Schritt mehr zu tun und trotzdem, es muß immer wieder gesagt werden, nur durch eiserne Härte können wir den Feind am Don bezwingen.
Italien verzichtet auf alte Konzessionen in China.
Rom, 14. Jan. (DNB.) Die italienische Regierung hat der nationalchinesischen Regierung die Mitteilung zukommen lassen, daß sie beschlossen hat, auf alle Konzessionen und exterritorialen Rechte der italienischen Staatsangehörigen in China zu verzichten. Sie ist überzeugt, daß dieser Entschluß die Beziehungen zwischen Italien und Nationalchina zum gegenseitigen Vorteil im Geist der freundschaftlichen Solidarität stärken wird. Sie begrüßt es besonders, daß ihre Initiative mit dem Tag zusammenfällt, an dem das nationale China unter Führung des Präsidenten Wangtschingwei sich an die Seite des japanischen Reiches und der Achsenmächte in den Kampf gegen den gemeinsamen Feind stellt.
Oie Kämpfe bei den Salomonen.
Tokio, 14. Jan. (DNB.) Die Kämpfe im Gebiet der Salomonen-Inseln und Neuguineas nehmen täglich an Heftigkeit zu, meldet „Tokio Asahi Schim- bun". Die Positionen der sich dort gegenüberliegenden beiderseitigen Streitkräfte seien etwa gleichwertig. Der Gegner stütze sich auf zahlenmäßig überlegene Luftstreitkräfte und versuche die japanischen Basen und Transporte zu zerstören. Bei den Gegenangriffen auf vorgeschobene Stützpunkte des Feindes und feine Versorgungsbasen habe die japanische Luftwaffe jedoch immer wieder große Erfolge erzielen können.
Bei Tagesangriffen britischer Flugzeugverbände gegen die befehlen Westgebiete wurden fünf, im Nordfeebereich zwei feindliche Flugzeuge abge- schossen.
In den späten Abendstunden griffen britische Flugzeuge westdeutsches Gebiet, vor ollem die Stadt Essen an. Die Bevölkerung hatte Verluste. Ls entstanden vorwiegend Gebäudefchäden. Nachtjäger und Flakartillerie der Luftwaffe brachten fünf Flug zeuge zum Absturz.
Deutsche Kampfflugzeuge griffen bei Tage Anlagen der englischen S ü d o st k ü st e, in der Nacht das Stadtgebiet und die Werften von Sunderland au. Ausgedehnte Brände wurden beobachtet.
Major Graf sprach im Sportpalast.
Berlin, 14. Jan. (DNB.) Zu einem eindrucks- vollen Erlebnis gestaltete sich die Kundgebung der Gruppe IV des NS.-Fliegerkorps im Sportpalast, auf der Major Graf, Träger des Eichenlaubs mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, als Sieger in 202 Luftkämpfen eine packende Schilderung aus feinem Fronterleben gab. Er schilderte zunächst, wie er noch vor wenigen Jahren als Angehöriger des NSFK. am Segelfliegerhang vor Den Toren seines schwäbischen Hei- matstädtchens Engen am Hohentwiel fleißig übte. Es war für Graf ein Freudentag, als er endlich den Befehl zum Fronteinsatz bekam. Der erste Abschuß sollte in einem verwegenen Luftkampf mit zwei Sowjets glücken. Mit 20 Abschüssen ging es zur Krim. Im Raum von Charkow fiel der 107. Feind, im „Verfranzen" der 108., und erst dann ging es ins Führerhauptquartier zur Verleihung des Eichenlaubs mit Schwertern. Im Gebiet vor Stalingrad war es, wo er an einem einzigen Tage elf Feinde auf den Erdboden schickte. Eine Parallele zu dem rastlosen Schaffen der Kameraden vom Bodenpersonal ziehend, richtete Graf den Appell an die Schaffenden der Heimat, der Front in der Hergabe der letzten und äußersten Kraft nachzueifern. An die Jugend richtete Graf den Ruf, hart zu werden.
$er Führer empfing — wie schon gemeldet — in seinem Hauptquartier den Staätsführer Rumäniens, Narfchall Antonescu. Rechts der Reichsminister des Auswärtigen v. Ribbentrop und Generalfeldmarschall Keitel. — (Heinrich Hoffmann-Scherl-M.)
Deutscher Lustsieg im Osten.
a 16
Z.


