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Die Dokumente

Da

Zu Eleoersulzbach im Unterland Hundertunddreizehn Jahr ich stand. Auf dem Kirchturm ein guter Hahn Als ein Zierat und Wetterfahn'.

den Walroßbullen, der schon in früher Morgen­stunde rückenschwimmend und tauchend seine Mei­sterschaft zeigte, freute mich an den daseinsfrohen Wippsprüngen der Hellen, indischen Antilopen und begegnete irgendwo im Auenwald einer roten Reh-

schewisten aus Europa hinausgeworfen hätten, von Moskau in dem Moment selbst zerrissen werden, wo es den Sowjets opportun schiene.

Daß sich die Briten dazu hergaben, durch diesen Vertragsabschluß dem bolschewistischen Verbrecher den Mantel der Legalität für seine Herrschaftsansprüche in Europa umzuhängen, um die europäischen Völker in Sicherheit zu wiegen, stempelt sie zum Komplicen jener internationalen Verbrecher, die den Ver­tragsbruch zum obersten Prinzip des Zusammenlebens unter den Völkern erhoben haben. Daß sich der Jude Kaganowitsch zum Sprecher dieses Prinzipes macht, zeigt aufs neue die enge Verflechtung von Bolschewismus und Judentum.

Nur jüdischer Geist konnte das, was die übrigen Völker unter Treu und Glauben verstehen, mit solcher Virtuosität in ein System des Betrugs und der Treulosigkeit umwände In .

ging mir -auf: das war eine Stätte wie geschaffen für einen Dichter nach der Art Mörikes.

Vom Pfarrherrn ließ ich mir jenen Brief- rikes zeigen, in dem er alle seine Nachfolger bittet, Sorge zu tragen für die Erhaltung des Grabes von Schillers Mutter. Der Lehrer des Dorfes zeigte mir die Schätze seines privaten Museums: ferne Mörike-Kiste". Er hatte darin nicht mir das ganze gedruckte Schrifttum über Märkte, sondern auch Handschriftliches von ihm verwahrt. Ein Idyll für sich aber ist dasMörike-Stübchen" von Frau Se- bold imAdler". Ich habe schöne Sonntagvormit- tagsstunden lang darin gesessen, mich seiner Kost­barkeit freuend. Frau Sebold ist eine Wirtin, an der Mörike, käme er wieder in fein geliebtes Eleoersulzbach, seine Freude haben würde.

Die Sonntagsglocken läuteten in den schwäbischen Dörfern, als ich durch herrliche Buchenwälder von Eleoersulzbach gegen Weinsberg fuhr, in die Stadt der Weibertreu, in die Stadt des Justinus Kerner, der Mörike in guter Freundschaft verbunden war ...

Tierfreund im Paradies.

Von Paul Eipper.

In vielen Wochen eines vergangenen Sommers hatte meine Schlafstube eine recht ungewöhnliche Nachbarschaft: einige tausend Fische und mehrere Menschenäffen. Des Abends schläferte mich das Glickfen, Sprudeln und Plätschern des Wassers ein, und kaum daß der Tag graute, meldeten sich mit hohen, gellenden Rufen die Gibbons: langgezogen und ohne Unterlaß begrüßten dieWaldmännlein" das Licht der Sonne.

den Bolschewismus zufammenzu«- schließen. Europa werde sich neu bilden oder untergehen. Frankreich habe jetzt eine Regierung, die alle Vorteile ausnütze.

Englands Tonnagenot.

Lissabon, 14. Mai. (Europapreß.) Zu Beginn der britisch-nordamerikanischen Landung in Nord­afrika wurden so viele Schiffe benötigt, daß kaum noch ausreichende Tonnage für die A n- fuhrvon Getreide nach Großbritannien übrig blieb, so teilte der Sprecher des englischen Erncih- rungsministers am Donnerstag in einer Ueberficht über die Versorgungslage Großbritanniens mit. Die englischen Zeitungen sehen in dieser Mitteilung aus dem Ernährungsministerium -einen Hinweis darauf, welche Versorgungsschwierigkeiten für England entstehen würden, falls es den Versuch zu einer auf breiter Basis vorgetragenen Inva­sion des Kontinents machen sollte.

Die Sowjets brechen grundsätzlich alle Verträge

Enthüllungen aus französischen Dokumenten. England als Helfershelfer des Kreml.

der beiden vertragschließenden Parteien. Allein das provisorische Interesse der Arbeiter hak uns gezwungen und zwingt uns noch. Ab- machungen mit den kapitalistischen Staaten zu unterzeichnen.

Es gibt Länder, mit denen wir schon dreimal, ja viermal verhandelt haben, aber wir haben unsere Verpflichtungen immer ge­brochen, wenn die Kündigung oder die Ver­letzung des Verttages zu unseren Gunsten und zum Schaden des Gegenzeichners geschehen konnte.

Indessen haben wir immer Sorge getragen, so vorzugehen, daß bei den kapitalistischen Staaten ein lebhaftes Interesse erhalten blieb, mit uns neue Verträge abzuschließen.

Der ftanzösisch-fowjetische Pakt stellt keine Aus­nahme unserer allgemeinen Methoden dar. Wir sind immer bereit, eine Abmachung zu brechen, ganz gleichgültig, wie viele Unterschriften und Siegel an ihr angebracht sind.

Es ist leicht zu verstehen, daß sich Europa ohne ein siegreiches Frankreich viel bequemer in eine Reche von Sowjetrepubliken verwandeln könnte. Obgleich Großbritannien zu den Sieger­staaten gehört, beginnt es doch schon selbst, sich von seiner Niederlage Rechenschaft zu geben. Schon im Jahre 1933 mitb es vielleicht seiner besten Kolo­nien beraubt sein und erleben müssen, daß seine politische Bedeutung bettächtlich zurückgeht."

Außerdem erklärte sie, daß ihre Regierung einen Nichtangriffspakt mit Polen vor allem in der Hoffnung unterzeichnet hatte, einen ähnlichen mit Frankreich abzuschließen. ,/Für den Augenblick, fügte sie hinzu,ist es wichtig, die militärische Macht in Rechnung zu stellen, die Polen repräsen­tiert, eine Macht, die der deutschen sehr überlegen

Dann kam Mme. Kollontay auf die baltischen Staaten zu sprechen und unterstrich 'den großen Erfolg, den die Sowjetdiplomatie hat buchen kön­nen, indem sie alle Bemühungen, einen antiruffi* schen Block zu bilden, zunichte machte.

Zuletzt hat die Vortragende auf das nachdrück-

B e rl i n, 13. Mai. (DNB.) Unter den Beute­akten des Quai d'Orsay wurden kürzlich Dokumente aufgefunden, die zu den bedeutsamsten aus den Archiven des französischen Außenministeriums ge­hören. Es handelt sich um zwei Berichte des ehe­maligen französischen Gesandten in Stockholm, Gaussen, aus dem Januar und März des Jah­res 1933. Sie behandeln Reden, die der stellver­tretende Sekretär der Kommunistischen Partei, der Jude Kaganowitsch, und die Gesandtin der Sowjetunion in Stockholm, Frau Kollontay, vor einem kleinen Kreis von Vertrauten über Ziele und Taktik der sowjetischen Außenpolitik gehalten haben. Beiden Red­nern war die Aufgabe gestellt, bei ihren Hörern die Zweifel darüber auszuräumen, ob es mit der bol- scheVistiscben Doktrin vereinbar sei, mit bürgerlichen Staaten Verträge abzuschließen. Die Ausführungen wurden zu einer Darstellung der Grundprinzipien der sowjckischen Außenpolitik. Sie haben daher auch heute noch volle Geltung, zumal die seitherige Praxis sich genau mit dem deckt, was damals theo- retifd) ausgeführt wurde.

Im Mittelpunkt der Dokumente stehen, wie die Derttsche diplomatische Korrespondenz" hierzu schreibt, die Themen Vertragstreue in der auswärtigen Politik der Sowjetunion und Metho- den und Ziele der bolschewistischen Weltrevolution. Mtt einer Offenheit und Brutalität, wie sie bisher aus amtlichen Dokumenten noch nicht hervorgegangen ist, werden hier zwei Prinzipien entwickelt.

1. Das Prinzip, daß die Sowjetunion mit bürger­lichen Staaten jeden Vertrag abschließen könne, weil sie entschlossen sei, ihn in dem Augenblick zu bre. ch e n, wo es für die Sowjetunion nützlich und für den Vertragspartner schädlich ist. Damit ist die Frage, ob die Sowjetunion vertragsfähig ist und ob man ihrer Unterschrift glauben könne, negativ beantwortet.

2. Das Prinzip, sich zur Erreichung des Zieles der Zersetzung der Staaten und Völker zur Herbeiführung der Weltrevolution ohne Skru­pel in ihre inneren Verhältnisse einzu­mischen und sich dabei jeder Gruppe zu bedienen, die benutzt werden kann, um die Revolution herbeizuführen. Das Dokument Kagano­witsch ist geradezu ein Leitfaden und ein Exerzier­reglement für die Weltreoolution bolschewistischer Stoßtrupps. Fast jedes Land der Erde wird darin auf den Stand der Entwicklung der bolschewistischen Revolutionierung hin untersucht und einige der Re­gierungen, die heute noch den Kopf in den Sand stecken, werden in der Rede des Juden Kaganowitsch interessante Aufschlüsse finden.

Auf die Rolle der II. Internationale, die Tätigkeit bolschewistischer Zellen, in legaler, halb legaler und illegaler Aufmachung, fällt ein ebenso bezeichnendes Licht wie auf die Rolle der sowjetischen Diplomatie und ihre Steuerung durch die Komintern. Während die K o l l o n t a y in Formulierunaen, die Machia- velli zur Ehre gereichen wurden, das Prinzip des Vertragsbruches entwickelt, wird in der Rede Kaganowitsch' die Rolle seines jüdischen Rasse­genossen Litwinow, des jetzigen Sowietbotschaf- ters in Washington, als des unerreichbaren Mei­sters der Taktik der sowjetischen Außenpolitik in der Vernebelung und Einschläferung der Derttags- partner besonders heroorgehoben.

Im Zusammenhang mit der neuesten Phase der bolschewistischen Vertragspraxis sind beide Doku­mente von allerhöchster Aktualität, denn nach dem

I. Auszug aus dem Bericht des ftanzösischen Gesandten in Stockholm, M. Gaussen, vom 21. Januar 19 33 über eine Rede der sowjetrussischen Gesandtin, Frau Kol­lontay.

Am vergangenen 30. Dezember hielt Madame Ko l l o n t a y, die Gesandtin der UdSSR., in der Sowjetgesandtschaft einen Vortrag über die Außen­politik ihrer Regierung, und zwar speziell über den Nichtangriffspakt mit Frankreich. Die Art der Zu­sammenkunft war so geheim wie möglich: nur 19 sorgfältig ausgewählte Mitarbeiter der Gesandt­schaft, die der Komunistischen Partei angehören, nahmen an ihr teil. Einer meiner Informatoren befand sich unter den Zuhörern. Uebrigens ist ihm nicht bekannt, daß seine Auskünfte für die franzö­sische Gesandtschaft bestimmt sind.

Ich gebe im folgenden eine kurze Zusammen­fassung der hauptsächlichsten, von Madame Kol­lontay entwickelten Ideen:Wir haben Verträge unterzeichnet, und wir werden solche weiterhin ab­schließen, nicht um uns den Siegerstaaten, mit venen wir niemals gemeinsame Interessen haben können, anzunähern, sondern ausschließlich, um die Wachsamkeit dieser Staaten einzuschläfern, wenn die Notwendigkeit einer derartigen Politik sich zum Nutze der Arbeiter ergibt. Den Pakt, den wir einst­weilig ( titre providoire') mit Frankreich unter­zeichnet haben, kommt nach unserer Auffassung aus folgenden Gründen eine große Bedeutung zu:

1. Er wird uns ermöglichen, zweimal mehr Kre­dite in Deutschland zu erhalten und wird uns oben­drein den Versuch erleichtern, in den Vereinigten Staaten, in England und wahrscheinlich auch in Frankreich Kredite zu finden.

2. Dank diesem Pakt ist es uns möglich, unsere wahren Absichten auf dem Gebiet der Außenpolitik zu verschleiern.

Die Sorojefregierung, das darf man nie ver­gessen, hat Dokumente, die internationale Ver­pflichtungen enthalten, niemals als wirklich gültig anerkannt, denn derartige Bindungen geraten schließlich immer in einen Gegensatz zu den ständigen Interessen des Proletariats

Ein Frühlingstag auf Mörikes Spuren.

Von Emil Baader.

Es war schon Abend, da ich an jungbe la übten Wäldern entlang gen Eleoersulzbach wanderte. Ich hatte mich in Neuenstadt am Kocher länger aufge­halten als geplant war. Neuenstadt ist, wenn auch Mörike selbst nie längere Zeit dort gelebt hat, doch eine rechte Mörike-Stätte. Nach Neuenstadt war im Jahre 1694 der junge Apotheker Bartholomäus Mörike aus Havelburg in der Mark eingewändert, hatte sich dort im Jahre 1707 mit der verwitweten Frau Hof- und Stadtapotheker Auguste Marie Vischerin verheiratet und war damit Stammvater aller süddeutschen Mörike geworden. Sein Sohn wurde Bürgermeister des Städtchens. Ein anderer Nachkomme, der Apotheker Dr. Karl Mörike, ist Be­gründer des Mörike-Frauenstiftes. Klara, des Dich­ters Schwester, hat in diesem Stift die letzten Jahre ihres Lebens verbracht. Mörikes Tochter Fanny aber und das war die große und freudige Ueberrafchung für mich lebte noch in körperlicher und geistiger Rüstigkeit im Neuenstädter Stift. Ich bin -mit ihr durch den alten Stifts park gewandert herrliche Ahornbäume und wunderbare Rot­buchen stehen darin und habe mir dort von Mörike, dem gütigen und feinen Menschen, dem innigsten deutschen Dichter erzählen lassen.

Da erkannte ich gar bald: in Frau Fanny Hilde- brand-Mörike ragte ein Stück echter Mörike* Natur in unsere Zeit hinein. Frau Fannys Zimmer erschien mir als ein wundervolles Heiligtum. Un­möglich aufzuzählen, was ich hier an kostbaren- rike-Erinerungen zu sehen bekam: an Büchern, Brie­fen, Bildern, Scherenschnitten und Andenken aller Art. Mit besonderem Stolz zeigte mir Frau Hilde­brand eine Töpferei aus Mörikes Hand, tn der Lorcher Zeit eigens für dieliebe Fanny" geschaf­fen: eine Schale mit der Inschrift;

sehr bedeutsame Fernwirkung ausgelöst, denn durch die lange und weitgehende Bindung großer Teile der britischen und amerikanischen Streitkräfte blieb Japan unbehindert in feiner operativen Freiheit im Pazifik und konnte den gemeinsamen Gegnern der Dreierpaktmächte viele schwere Schläge versetzen.

Durch die unvergleichlichen Erfolge der deutsch- italienischen Kämpfer im Vorfeld Europas, die in treuer Waffenkameradschaft gegen eine gewaltige Uebermacht des Feindes errungen wurden, hat der Ruhm der deutschen und italienischen Waffen, der schon aus den Kämpfen gegen die Steppe des Ostens hell in alle Welt hinausstrahlte, eine weitere starke Steigerung erfahren. Der Kampf in Afrika war für die deutschen und italienischen Soldaten ein unver­gängliches Heldenlied, das bis in die fernsten Zeiten der deutsch-italienischen Geschichte erklingen wird. Mit heißem Dank und mit größtem Stolz grüßt das ganze deutsche Volk seine Afrikakämpfer und ihre italienischen Kameraden, die allezeit dem Her­zen aller Deutschen besonders nahestehen werden.

Neuer Außenminister Kroatiens.

Berlin, 13. Mai. (DNB.) Der zum Außen­minister des unabhängigen Staates Kro­atien ernannte bisherige Gesandte in Berlin, Dr. Mi le Budak, verließ heute die Reichshaupt­stadt, um sich nach Agram zu begeben. Zu seiner Verabschiedung hatte sich im Auftrag des Reichs­ministers des Auswärtigen von Ribbenttov Staats­sekretär von Steengracht eingefunden, der 5em schei­denden Gesandten die Abschiedsgrüße des Reichs­außenministers überbrachte.

Frankreich und das neue Europa.

Vichy, 13. Mai. (DNB.) Der Generalsekretär für Propaganda, Creyssel, hielt in Montauban eine Ansprache. Er erläuterte das zukünftige Eu­ropa und betonte, die Regierung arbeite an einer Verständigung, ohne die die alten europäischen Na­tionen vergehen müßten. Deutschland und Frankreich seien dazu bestimmt, sich gegen

Wenn die Amseln wieder fingen Und zum Neste fliegt der Storch, Trinkt den Kaffee man zu sechsen Dort im Klosterwald zu Lorch.

Voll Andacht aber nahm ich jenes alte Gesang­buchDie Gottes-Harfe" zur Hand, auf dessen letzte Seite der Dichter die Urschrift seines'Gebetes" nie­derschrieb:

Herr, schicke, was du willl,

Ein Liebes oder Leides, Ich bin vergnügt, daß beides Aus deinen Händen quillt.

Der Besuch bei Frau Hildebrand-Mörike war die denkbar beste Einstimmung für meine Wanderung nach Eleoersulzbach All das in Neuenstadt Gehörte und Geschaute ging mir durch den Sinn und Verse Mörikes waren in mir lebendig, da plötzlich aus einem Wald blühender Obstbäume der Turm der Cleversulzbacher Dorfkirche vor mir aufragte, jener Turm, der Mörikes geliebten Turmhahn so lang trug:

Rezept der Kollontay und des Kaganowitsch wurde von den Bolschewisten der Friede mit Finnland 1939 gebrochen, 1940 wieder geschlossen und 1941 wieder gebrochen. Nach dem gleichen Rezept wurden dieBeistandspakte" mit den baltischen Staaten an­gewendet und mit der polnischen Emigrantenregie­rung durchexerziert. Der Schwerpunkt beider Doku­mente liegt aber dort, wo sich im inneren Zusam­menhang mit dem englisch-sowjetiichen Bündnisvertrag vorn Mai 1942 stehen. In diesem Vertrag wurde bekanntlich Europa zu- gemutet, sein Schicksal auf 20 Jahre hinaus auf das Vertrauen zu Stalin aufzubauen, daß er diesen Vertrag halten und weder territoriale Eroberungen anstreben noch sich in die inneren Verhältnisse der anderen Völker einmischen werde. Durch die treiben Dokumente ist auch für die wenigen, die der Unter­schrift Stalins Glauben schenkten, dieser Vertrag moralisch aus den Angeln gehoben. Er ist genau so wie alle anderen auf dem Prinzip des bol­schewistischen Vertragsbruches aufge- baut, und er würde, wenn nicht die Armeen Deutsch­lands und der Verbündeten die Engländer und Bob

lichste die Vorteile des türkischen Bünd­nisses erwähnt.Unsere Abmachungen mit An­kara", erklärte sie,sind die wertvollsten Verträge, die wir unterzeichnet haben: Sie öffnen uns das Tor nach dem Orient. Der Weg nach Indien fühtt durch die Türkei!"

Abschließend erteilte Mme. Kollontay dem Ge- noff en Litwinow ein großes Lob, dessenVer­nebelungspolitik" der Dritten Internationale un­schätzbare Dienste geleistet habe.

Ich füge noch hinzu, daß mein Informator er­klärt, er habe den EiiDruck gehabt, der von Mme. Kollontay gehaltene Vortrag müsse auf einen Rundbefehl der Moskauer Regierung zurückgehen, der daran lag, die Mitglieder der Kommunistischen Partei über die in der letzten Zeit mitBourgois-Staaten" abgeschlossenen Verträge zu beruhigen. Gaussen.

II. Auszug aus dem Bericht des französischen Gesandten in Stockholm, M. Gaussen, vom 14. März 1935 über ein der Frau Gesandtin Kollontay zugestelltes Referat des Stellvertretenden Sekretärs der Kommunistin schon Partei, Kaganowitsch (erstattet vor den Mitgliedern des Politbüros des Zen­tralkomitees der K. P. und des Exekutiv-

Komitees der Dritten Internationale).

Es ist", so rief er aus,ebenso verbrecherisch wie lächerlich, zu erklären, daß die Sowjetregierung gewissen fremden Mächten Vertrauen geschenkt, daß sie Versprechungen oder Garantien für bare Münze nimmt.

Genossen, glaubt doch nicht, daß wir Papier- fetzen, Abmachungen, Vertragen, Verpflichtun­gen irgendeine Bedeutung zuerkennen. Solch leichtgläubige und sentimentale Personen gibt es weder im Politbüro noch im Zentralkomitee. Es handelt sich einerseits darum, die Versuche zu solidarischem Handeln auf kapitalistischer

geiß, die ihre beiden Kitze ganz verdutzt an mir vorüberführte. Ich erwiderte den Schnurrlaut dec sibirischen Tiger, kam an Gemsen, grauen Wald» Wildpferden vorbei, an Auerochsen und zottigen Wisenten, machte immer wieder Wildkaninchen am Wege hoch, um nach manchen anderen Tierbegeg­nungen meine zoologische Runde bei den Fische» zu beenden.

Und nun bin ich am Grunde der Meere unb Flüsse: im Kellergeschoß jenes Hauses, das zwei Stockwerke höher auch mein Bett enthält. Ich sehe einen Schwarm winziger, bärtiger Welse clk» Ame­rika formschön an mir vorüberschwimmen. Nur drei Schritte, dann beobachtet mich aus dicken Kugel­augen ein fetter, dicker Spiegelkarpfen. Ein gewal­tiger Hummer steigt nebenan über eine prächtige Karettschildkröte hinweg, und zwei bronzeglänzende Haie bewegen sich mit unwahrscheinlicher Eleganz durch ihr nasses Element.

Steige ich aber aus dem unterirdischen Tunnel hoch zur luftatmenden Oberwelt und öffne mji meinem Steckschlüssel die nächste Türe und die darauf folgende, dann begrüßt mich mit durch­dringendem Schreien mein" Freund Nigger, dec schwarzgesichttge Schimpanse aus Zentral-Afrika. Ich bin an der Stätte meiner eigentlichen Tätigkeit an gelangt.

Es wird wohl Zeit, den geographischen Ort dieses schönen Paradieses aüfzuzeiaen. Wir befinden uns in .Hellabrunn bet München, im landschaftlich wundervollen Tierpark der Isar-Auen. Hier ent­stand das neueste deutsche Schau-Aquarium, und außerdem gibt es in Hellabrunn seit sieben Jahrep die größte und vollkommenste Menschenaffen-Statioa der Welf, die gleichermaßen den Tierfremck be­glückt wie sie den Gelehrten bislang uwflÄn»

ich durch das Dorf wanderte, sah ich bald, daß sich Eleoersulzbach keineswegs vor irgend einem anderen deutschen Dorf auszeichnet. Als ich im Abendschimmer den Weg zum Dorffriedhof einschlug mächtige Kastanienbäume wölben sich über 6em Friedhofstor, da ich voll Ehrfurcht am Grabe der beiden schwäbischen Dichtermütter stand, über das eine Linde friedvoll und feierlich ihre Aeste breitet, da ich in später Stunde durch den herrlichen Pfarrgarten schritt und unter jener Rotbuche weilte, in die einst Mörike den geliebten Namen Hölty ein­grub, da ich durch diemusizierende Gartentür" aus dem alten Garten hinausschrill in weite abend­liche Landschaft, und Pfarrhof, Pfarrkirche und Pfarrdorf daliegen sah, im Frieden des Frühlings­abends, umsungen von Amseln und Nachtigallen, du

Abschied »en einem großen Soldaten.

Berlin, 13. Mai. (DNB.) Im Zeughaus, der Ruhmeshalle preußisch-deutscher Geschichte, fand am Donnnerstagmittag der feierliche Staatsakt für den am 9. Mai verstorbenen General der In­fanterie Graf Brockdorff-Ahlefeldt statt.

Im Namen des Führers, der diesen in Krieg und Frieden hoch bewährten Offizier durch ein Staatsbegräbnis ehrte, sprach Generalfeldmarschall Busch, der in seiner Ansprache u. a. betonte; Wenn die Geschichte dieses Krieges geschrieben wird, denn werden Seiten dieses Buches den Stem­pel des hohen kämpferischen Soldatentums des Ge­nerals Graf Brockborff-Ahlefeldt tragen. Er gab fein Bestes für seinen Führer, für feine Soldaten, sein Volk. Höchste persönliche Tapferkeit laßt chn stets an gefährlichster und entscheidender Stelle sei­nen Soldaten immer wieder ein Vorbild sein. Im­mer wieder kennzeichnen Kühnheit, Schnelligkeit im Handeln, Sicherheit im Entschluß und wahre Liebe zu seinen Soldaten diesen heldenmütigen Offizier." Nachdem Generalfeldmarschall Busch den Lebens­lauf und die früheren militärischen Verdienste des Verstorbenen geschildert hatte, fuhr er fort:Mit Ihnen, Gräfin Brockdorfs, und Ihren Kindern trauern diese größere Familie von 100 000 Sol­daten. Sie, Gräfin Brockdorff, und Ihre Kinder ver- loren Mann und Vater, der Führer verlor einen seiner besten Generale. Deutschland verlor einen Soldaten, der einen unsterblichen Namen in das Buch der Geschichte geschrieben hot: Demjansk! Dem­jansk gehört zu jenen Festungen, die niemals fallen, selbst bann, als eine höhere Notwendigkeit sie zwang, den Kampfraum südostwärts des Ilmensees zu räu­men, wurde das, woran alle Angriffe des Gegners gescheitert waren, nicht auf gegeben. Nicht ein Wall von Beton und Eisen hatte 14 Monate gehallen, sondern eine Mauer von Soldaten. Die Seele des Widerstandes aber war der General. Er war jedem Soldaten gleich nah. Die Festung wurde in die neue Hauptkampflinie mitgetragen. General Graf Brock- dorff-Ahlefeldt wird die Seele seiner Soldaten auch in der neuen Hauptkampflinie fein."

Zahlreiche hohe Vertreter von Wehrmacht, Stack und Partei, Abordnungen der Armee und des Ar­meekorps, denen der Verstorbene angehört hatte, und eine aus drei Offizieren und 30 Mann bestehende Gruppe von Demjansk-Kämpfern sowie Vertreter der verbündeten und befreunbeten Nationen wohn­ten dem Staatsakt bei und unterstrichen durch ihre Anwesenheit die letzte Ehrung der Nation für einen großen, von hohem kämpferischen Geist erfüllten Sonaten.

Im Anschluß an die Trau er feier erfolgte dis Ueberführung des Dahingefchiedenen nach Holstein, wo er in dem Erbbegräbnis feiner Familie zur letz­ten Ruhe gebettet werden wird.

Solcher Tagesanbruch blieb richtunggebend für den Ablauf der nun folgenden Stunden. Zunächst wanderte ich während einer kurzen, erholsamen Morgenstunde durch die Tierwelt aller Zonen, schaute auf eine fünfzehnköpfige Elefantenherde. n____

die eben bas marms Nachtlager verließ, begrüßte tLorlchungsMglichke^!