DNS. Aus dem Führerhaupkquartler, 13. Zitat. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: J H
Der Helden kam pf der deutschen und italienischen Afrika-Verbände hat heute sein ehrenvolles Ende gefunden.
Die letzten in der Umgebung von Tunis fech- lenden Widerfkandsgruppen. feit Tagen ohne Wasser und Verpflegung, mutzten nach Verschutz ihrer gesamten Munition den Kampf einstellen.
Sie sind schlletzlich dem Mangel an Nachschub erlegen, nicht dem Ansturm des Feindes, der die lleberlegenheit unserer Waffen auch auf diesem Kriegsschauplatz oft genug Hal anerkennen müssen.
Die Afrikakämpfer Deutschlands und Italiens haben trotzdem die ihnen gestellte Aufgabe in vollem Umfang erfüllt. Durch ihren Widerstand, der dem Feind in monatelangem, erbittertem Ringen jeden Futzbreit Boden streitig machte, fesselten sie in Rordafrika stärkste Kräfte des Gegners und brachten ihm schwerste Menschen- und Materialverluste bei. Die damit erreichte Entlastung an anderen Fronten und die gewonnene Zeit kamen der Füh- rung der Achsenmächte in höchstem Matze zugute.
Der Führer hat dem Generaloberst von Arnim. der die deutsch-italienischen Truppen in Rordafrika seit einiger Zeit befehligte, am 10.5. folgenden Funkspruch gesandt:
„Ihnen und Ihren heldenmütig kämpfenden Truppen, die in treuer Waffenbrüderschaft mit den italienischen Kameraden jeden Futzbreit des afrikanischen Bodens verteidigen, spreche ich Dank und Höch ste Anerkennung aus.
Mit Bewunderung verfolgt mit mir das ganze deutsche Volk den Heldenkampf seiner Soldaten in Tunesien. Für den Gesamterfolg des Krieges is! er von höchstem Wert gewesen.
Der letzte Einsatz und die Haltung Ihrer Truppen werden ein Vorbild für die gesamte Wehrmacht des Grohdeutschen Reiches sein und als ein besonderes Ruhmesblatt der deutschen Kriegsgeschichte gelten.
(gez.) Adolf Hitler."
Ferner sandle der Duce am 11.5. Generaloberst von Arnim folgendes Funktelegramm:
„Ich verfolge mit Bewunderung und Stolz, was die Truppen der Heeresgruppe Afrika mit fester Entschlossenheit und ungebeugter Tapferkeit gegen die zahlenmäßige Aebermacht des Feindes vollbringen. Die Geschichte wird diesen heroischen Taten ihre Anerkennung zollen. Ich begrüße in den Führern und Soldaten der Heeresgruppe Afrika den schönsten Tapferkeitsausdruck der Achsenvülker.
(gez.) Mussolini."
Das fast 2Vz Iahre andauernde heldische Ringen vnserer Afrika-Streikkräfte, deren Gesamtleistung einer besonderen Würdigung vorbehalten bleibt, wird stets eines der stolzesten und ruhmreich st en Kapitel in der soldatischen Geschichte des deutschen Volkes fein.
Der Wehrmachibericht.
DRV. Aus dem Führerhauptquartier, >3. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im tunesischen Brückenkopf kämpften die deutfch-italienischen Truppen auch gestern mit äußerster Erbitterung gegen den in überlegener Starke von Front und Rücken angreifenden Gegner. Rach Erschöpfung der letzten Munition und Vernich- •ung des gesamten Kriegsgeräts wurde auch an größten Abschnitten der Südfront der Widerstand eingestellt. Dagegen setzten im tunesischen Küstengebirge einzelne Kampfgruppen, soweit sie noch über Munirn verfügen, in vorbildlicher soldatischer Pflichter- föttung ihren Widerstand fort.
An der Ostfront wurden feindliche Angriffe am iuban-Brückenkopf und nördlich Lisfi- 1 |(f)anfF abgewiesen.
Die Luftwaffe griff vor der Front und im rückwärtigen Gebiet des Feindes zahlreiche Trup- ^nziele und wichtige Eisenbahnverbindungen an. mRordmeer versenkten deutsche Iäger ein Frachtschiff von 3000 BRT. und schossen ein feind- . Mies Schnellboot in Brand.
Britische Bomber führten in der Rächt zum ; & Zitat einen schweren Angriff auf westdeutsches Ge- । tief. Die Bevölkerung hatte Verluste. An einzelnen i brfen, besonders im Stadtgebiet von Duisburg, Nlstanden erhebliche Schäden durch Spreng- und Brandbomben. Rach bisher vorliegenden Meldun- i len wurden 33 der angreifenden Flugzeuge, vor- ! legend viermotorige Bomber, durch Rachhager wd Flakartillerie der Luftwaffe abgeschossen. ,
Starke Verbände schneller deutscher Kampfflug- , ^ge stießen am gestrigen Tage zweimal zur Oll - lüste Englands vor und bombardierten An- ( kgen der Stadt Lowestoft und Vorpostenboote i
cor der Küste. Alle Flugzeuge kehrten zu ihren Stutzpunkten zurück.
Der italienische Bericht.
Hom, 13. Mai. (DRV.) Im italienischen Wehrmachtbericht vom Donnerstag heißt es:
Die 1. italienische Armee hat heute morgen auf Befehl des Duce den Kampf eingestellt.
Gestern noch halte die 1. italienische Armee unter den konzentrischen und ununterbrochenen Angriffen aller anglo-amerikanischen Erd- und Luftstreitkräfte nach Erschöpfung der Munitionsbestände und jeden Rachschubs beraubt allein durch die Tapferkeit ihrer Infanterie den feindlichen Vorstoß aufgehalten.
In den letzten Kämpfen, mit denen alle unsere Abteilungen und Schulter an Schulter mit ihnen die deutschen Abteilungen sich in erhabenem Geiste kameradschaftlichen Wettstreits schlugen, bewies die Artillerie aller Arten sowie die Panzeraufklärungsgruppe des Kavallerie- Regiments „Lodi" wie stets ihre glänzende Tüchtigkeit.
Hohe Auszeichnungen für Kämpfer in Tlordafrika.
Berlin, 13. Mai. (DNB.) Für hervorragende Tapferkeit verlieh der Führer das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalmajor Willibald B o r o w i e tz , Kommandeur einer Panzerdivision, als 235. Soldaten, und an Hauptmann Hans-Günther Stetten, Abtei- lungskammandeur in einem Panzerregiment, als 236. Soldaten der deutschen Wehrmacht.
Ferner verlieh der Führer das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Generalmajor Kurt Freiherr von Liebenstein, Führer einer leichten Division; Major Friedrich B u s ch h a u s e r, Ba-
Italiens geballte Kraft.
Oie Kriegsereigniffe in Tunesien verstärken die italienischen Energien.
Von unserem B.S.-Korrespondenlen.
,93. Jahrgang Nr. u.
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Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz für den Mitschöpfer des Atlantiktvalls.
Berlin, 13. Mai. (DNB.) Der Führer verlieh aus Vorschlag des Chefs der Organisation Todt, Reichsminister Speer, das Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern dem Leiter der OT.-Zentrale, Ministerialdirektor Dors ch.
Anläßlich einer Kundgebung, zu der sich Frontarbeiter und Ingenieure am Atlantikwall vereinten, überreichte Reichsminister Speer mit herzlichen Worten der Anerkennung seinem verdienstvollen Mitarbeiter diese hohe Auszeichnung. Durch sie werden die persönliche Leistung Dorschs und die Arbeit der ganzen OT.-Einsatzgruppe West bei der Errichtung des Atlantikwalls nachdrücklich geehrt.
Ministerialdirektor Dorsch ist ein alter Mitarbeiter Dr. Todts. Er hat bei der Grürchung der
OT. und bei deren späteren Leistungen entscheidend mitgewirkt. Das kameradschaftliche Vertrauensverhältnis, das Dr. Todt mit Dorsch verband, hat sich auch auf die Zusammenarbeit zwischen Reichsminister Speer als Chef der Organisation Todt und dem Leiter der OT.-Zentrale übertragen. In der Persönlichkeit Ministerialdirektor Dorschs ist das Idealbild des deutschen Bauingenieurs beispielhaft ausgeprägt. Zn ihm verbindet sich der Fanatismus des nationalsozialistischen Kämpfers mit hohem technischen Können und einer hervorragenden Kunst der Menschenführung.
34 britische Terrorbomber abgeschossen.
Berlin, 13. Mai. (DNB.) Die britische Luftwaffe erlitt bei ihrem Angriff auf westdeutsches Gebiet in der Nacht zum 13.5. wieder äußerst schwere Verluste. Während unsere Nachtjäger den feindlichen Bomberverband schon an den Küste stellten und ihn dann laufend weiter an- grisfen, erfaßten die Flakbatterien den Feind beim Durchflug durch ihre Schutzräume. Nach bisher vorliegenden Meldungen wurden mit Sicherheit 34 britische Flugzeuge, meist viermotorige Bomber, abgeschossen. Damit haben die Briten neben dem Verlust kostbaren Flugzeugmaterials über 2 0 0 Mann fliegender Besatzungen verloren. Nur ein geringer Teil der britischen Flieger konnte sich mit dem Fallschirm retten.
Neben erheblichen Schäden in Wohnvierteln des westdeutschen Gebiets wurden eine Kirche und eine Schule völlig zerstört. Sechs weitere Schulen und zwei Krankenhäuser, darunter das Kaiser- Wilhelm-Krankenhaus in Duisburg,i erlitten schwere Beschädigungen. -----
Rom, 11. Mat 1943.
Die Kriegsereignisse in Tunesien, so schmerzlich sie auch empfunden werden, haben weder den imperialen Willen des italienischen Volkes, den Glauben an seine koloniale Sendung in der Zukunft, noch seine zielbewußte Widerstandskraft erschüttert oder gar gebrochen. Die Agitation und die Kriegspolitik unserer Gegner bauen vergebens darauf. Sie werden auch diese hochgespannten Erwartungen wie alle früheren als Fehlspekulationen erkennen müssen.
Es ist nicht das erstemal in der Geschichte des italienischen Volkes, daß es schwere und selbst verhängnisvoll scheinende Rückschläge und Krisen mit eiserner Entschlossenheit beantwortet, in der es alle moralischen und materiellen Energien zusammenballt und über sich selb st hinauswäch st zu neuer Größe und Machtsteigerung. In einer solchen Phase, die geschichtlich zu werden bestimmt ist, befindet sich Italien auch heute. Es ist aber nicht nur das geschichtliche Beispiel, auf das sich heute das italienische Volk besinnt und in dessen Zeichen es unbeirrt an seinen guten Stern und an den sicheren Endsieg glaubt. Mitbestimmend für seine Haltung ist in erster Linie das stolze Wissen um den Mannesmut und dss Heldentum seiner Söhne, die zu Lande, zu Wasser und in der Luft in dem bald dreijährigen Ringen um die nordafrikanische Küste gegen einen numerisch und materiell überlegenen Gegner sich in der Offensive wie in der Defensive immer mit neuem, unsterblichem Ruhm bedeckten. Gerade deshalb ist das Vertrauen des italienischen Volkes in seine Wehrmacht unerschüttert, so hart auch dieser neue Rückschlag empfunden wird. Es ist zutiefst davon durchdrungen daß die tausendfältig bewährten neuen Werte und Qualitäten, die seine Wehrmacht an der Seite der deutschen Waffenverbündeten gerade in Nordafrika offenbarte, der absolut sichere Garant des Endsieges und der Rückkehr Italiens nach Afrika, ja der Wiedererstehung seines Imperiums in erweiterten Grenzen ist.
Mitbestimmend für diese entschlossene und unerschütterliche Haltung des italienischen Volkes ist ferner das Wissen um die in Afrika gewachsene und bereits ins Legendäre gesteigerte deutsch-italienische Waffenbrüderschaft und um die unerschöpften militärischen Möglichkeiten der Dreierpaktmächte und ihrer Verbündeten. Denn, so argumentiert man auch in italienischen militärischen Kreisen, die bewiesene Schlagkraft der gemeinsamen Kriegführung der Dreierpaktmächte bleibt auch bei der neuen militärischen Lage im Mittelmeer bestehen, so daß die Abzweigung der dringend erforderlichen neuen englisch-nordamerikanischen Streitkräfte nach diesem Raum — ganz abgesehen vom U-Boot-Krieg und seiner weiteren Verschärfung — ein außerordentlich schwieriges und zeitraubendes Problem ist. Ohne seine Lösung können aber unsere Gegner eine Aufnahme ihrer militärischen Pläne an irgendeiner Stelle der südeuropäischen Flanke um so weniger versuchen, als inzwischen auch an dieser Front die Achsenmächte einen uneinnehmbaren Schutzwall errichten, der sich nunmehr aus das strategische Dreieck
Ewiges Heldentum.
Nach dem Bericht des Oberkommandos der Wehr« macht vom Donnerstag war kein Zweifel mehr dar« über möglich, daß der Widerstand der deutschen und italienischen Truppen in Tunesien seinem Ende ent« gegenging. Nur im Küstengebirge setzten einzelne Kmapfgruppen, soweit sie noch über Munition oer« fügten, den Kampf gegen die um das Vielfache über« legenen anglo-amerikanischen Streitkräfte fort. Irft übrigen wurde auch an der Südfront der Widerstand eingestellt. Die Südfront hatte gegen die 8. englische Armee zu kämpfen, die unter dem General Montgomery von Osten her gegen Tunesien voraedrungen mar. Die Front war völlig unerschüttert geblieben, solange die deutschen und italienischen Truppen über Munition verfügten, um die immer wieder Dorgetragenen feindlichen Angriffe verlustreich für fren Gegner abzuschlvgen. Dieses hervorragende Ergebnis einer überlegenen Kampfführung, die dem Feind die schwersten blutigen und materiellen Verluste beigebracht hat, konnte erzielt werden, obwohl die deutschen und italienischen Truppen gegenüber den Massen des Gegners immer stark unterlegen waren. Bei den deutschen Truppen hat es sich im wesentlichen um drei Panzerdivisionen und eine leufyte Division, dazu Teile der Division Hermann
ring" gehandelt. Im Vergleich zu den gewal- tigen Truppenmassen, die die Engländer und Nordamerikaner von zwei Seiten gegen den deUtfch-ita« lienischeu Brückenkopf Tunesien haben aufmarschie- ren lassen, war es eine winzige Zahl. Aber auf ihrer Seite war die lleberlegenheit der Kampffüh. rung, die es immer wieder ermöglicht hat, die Achsentruppen aus den gefährlichen Situationen des Wustenkrieges herauszuführen und Katastrophen zu verhindern, wie sie die Engländer in dem wechsel- vollen Ablauf dieser Feldzüge wiederholt erlebt haben, und das Heldentum aller deutschen und italienischen Soldaten.
Es ist heute noch nicht der Zeitpunkt gekommen, diesen heldenhaften Einsatz unserer deutschen Soldaten und unserer italienischen Verbündeten abschließend zu würdigen. Nur einige kurze Gesichtspunkte seien in dieser Stunde hier hervorgehoben. Während auf dem nordafrikanischen Kriegsschauplatz unsere Soldaten mit ihren italienischen Kameraden in treuer Waffenbrüderschaft unter der Glut der afrikanischen Sonne, dem Wüten der Sandstürme und unter der übrigen Unbill der wechsel- vollen Witterungserscheinungen den Kampf führten, wurde dort während mehr als zwei Jahren der größte Teil der militärischen Kräfte Englands und der-USA. gebunden. Unter dem Schutze unserer Front wurde zugleich der Ausbau aller Verteidigungslinien an den Südküsten Europas durchgeführt, die nunmehr einen ehernen Wall gegen den Feind darstellen und ebenso wie der Atlantikwall den Anglo-Amerikanern noch viel Kopfzerbrechen! und zahlreiche schwere Stunden bereiten werden. Die von der Feindseite viel erörterte „Zweite Front" ist durch den Heldenhalten Kampf der deutsch-italienischen Afrikatruppen weiterhin auf lange Zeit in Frage gestellt worden, und dem Feind dürfte es wohl außerordentlich schwer werden, wenn nicht gar unmöglich sein, den Zeitgewinn der Achsenmächte aufzuholen. Wenn nun auch der Kampf unserer Soldaten in Tunesien feinen Ab- ichtaß gefunden hat — nicht durch die kriegerische lleberlegenheit und größere Kampfmoral der Feindtruppen, sondern einzig und allein, weil den zahlenmäßig weit unterlegenen deutsch-italienischen Verbänden der erforderliche Nachschub an Munition, Verpflegung und fonftigen Kriegserfordernissen nicht mehr zugeführt werden konnte — so dürfen unsere Feinde sich aber nicht einbilden, daß ihnen jetzt im Mittelmeerraum freie Hand und ungehinderte Bewegungsmöglichkeit gegeben sei. Die Feinde werden auch weiterhin damit zu rechnen haben, daß ihre Schifffahrt im Mittelmeer unter den Augen der deutschen und der italienischen Luftwaffe und der Marine- einheiten der Achse sich bewegen kann und dabei sicherlich vielen und nachdrücklichen Angriffen ausgesetzt fein wird. Dadurch werden die operativen Absichten und Maßnahmen des Feindes auch künftighin stark unter dem Druck unserer Kämpfer stehen. Neben diesen Auswirkungen im Bereich Europas hat das unvergleichliche Kämpfertum der deutsch-italienischen Afrikadivisionen aber auch eine
Ehrenvolles Ende des Heldenkampfes der deutschen und italienischen Afrikaverbände. Kn"«asa-«>^,??^»""^°"'^l°b-rstvonAmim:„B-sond-resRuhm-sbIa«d-rd-ussch-n -Telegramm 6e80u«:„e<6önfler$apferfeito<iU86ru<fi>.rai<6felieölkr».
Sardinien —Sizilien —Kreta stützt. Dieses Dreieck bietet den Achsenmächten jederzeit nicht nur alle defensiven Vorteile, sondern auch die Möglichkeit starker offensiver Vorstöße zu Lande, zu Wasser und m der Luft zur systematischen Störung aller Vorbereitungen des Gegners, dessen Streitkräfte nach dem furchtbaren Ausfall an Menschen und Material zum größten Teil neu aufgestellt und neu ausgerüstet werden müssen.
Dabei ist die südeuropäische Front der Achsenmächte um so schlagkräftiger, als ihr Nachschub fast ausschließlich auf dem Landwege bewerkstelligt werden kann. Wenn England — so schrieb denn auch in Anbetracht dieser Lage ein angesehenes römisches Blatt am Sonntag — nach feiner Vertreibung vom europäischen Äontinent den Krieg an seinen übrigen wett verzweigten Grenzen fortzusetzen vermochte, so ist nicht einzusehen, warum Italien nach der Aufgabe des afrikanischen Bodens, aber m voller militärischer u nd moralischer Schlag- kraft auf dem stark geschützten nationalen europäischen Boden stehend in dem europäischen Krieg als geschwächt zu betrachten wäre. In Wirklichkeit wird Italien in der neuen Kriegsphase an verkürzter Front und daher mit enger gestrafften und organisierten Kräften den Ärieg fortsetzen und damit Vorteile auswerten können, die ihm auf dem afrikanischen Boden niemals zu Gebote standen.
Man darf sicher fein, daß für die entschlossene und entscheidende Auswertung dieser Vorteile auch das italienische Volk unter Verwirklichung des tot a- litären Kriegseinsatzes alles aufbieten wird. Dafür spricht nicht nur das in der letzten Woche vom ganzen italienischen Volk erneuerte und bekräftigte Treuebekenntnis zum Duce, sondern auch vor allem der hohe sittliche Ernst und die große politische und menschliche Reife, mit denen der neue Parteisekretär Scorza seit feiner Berufung, und Zwar unter Zustimmung weitester, auch außerhalb der Partei stehender Kreise die Partei zu organisieren und das Volk zu erfassen verstand.
taillonskommandeur in einem Panzergrenadierregiment; Hauptmann d. R. Erich Haut, Bataillonskommandeur in einem Pairzergrenadierregiment; Hauptmann Hermann Albers, Abteilungskommandeur in - einem Artillerieregiment; Hauptmann Detlev L i e n a u, Kommandeur einer Ponzer- aufklärungsabteilung; Leutnant d. R. Zeche le, Schwadronsführer in einer Panzeraufklärungsabteilung.
General Messe zum Marschall Italiens ernannt.
R o m, 13. Mai. (Europapreß.) Der Kommandeur der 1. italienischen Armee, General Messe, ist am Donerstag, dem letzten Tag des Widerstandes der Achse in Afrika, zum Marschall Italiens befördert worden.
Juden lassen ihrem Haß freien Lauf.
Paris, 14. Mai. (DNB. Funkspruch.) Ueber eme Verfolgungswelle gegen Patrioten und Muselmanen durch das den AnKo-Amerikanern auf dem Fuße folgende Judentum in Tunesien berichtet der „Cvi du Peuple". Dem Blatt zufolge wurden zwölf muselmanische Patrioten nach einem inszenierten Gerichtsverfahren zum Tode verurteilt und erschossen. In Sfax und Sousse seien einige hundert Eingeborene verhaftet und in ein Konzentrationslager in eine der ungesündesten Gegenden in Tunesien gebracht worden. Zahlreiche weitere Patrioten seien in tunesischen Städten verhaftet worden. „Wo die Engländer und Amerikaner landen", so schreibt das Blatt hierzu, „kommen auch die Juden mit ihrem Haß, mit ihren talrnudischen Rachegelüsten gegen diejenigen, die ihrem Vaterland, ihrer Fahne und ihrer Rasse treu blieben."
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