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Theater der Llniversitätsstadt Gießen.

Hermann Bahr: »Das Konzert".

Die letzte Neueinstudierung des LustspielsDas Konzert", die hier vor neun Jahren zum 70. Ge­burtstage Hermann Bahrs geplant war, wurde unversehens zur Totenfeier. Heute kann man mit Vergnügen feststellen, mit welcher Frische das Werk den Meister überdauert hat: niemand wird zwar verkennen, was ihm, nach so langer Zeit, an Vor­aussetzungen zur Aktualität abgeht, was wir not- wend^erweise als historisch empfanden müssen. Aber man ^wird auch billigerwoise zugeben, daß über alles heitere Geplauder und alle lustspiel- hafte Situation hinaus der dramatische Kern und Antrieb des Stückes einer ganz menschlichen Ge­fühlsspannung entspringt, und das menschliche Ge­fühl ist ja gottlob noch immer nicht veraltet und und aus der Mode gekommen.

Was Frank Wedekind in seinerMusik" so schreck­lich und traurig ernst nahm, sah Bahr von der heiteren Seite, minder pathetisch, aber darum nicht minder eindringlich. Er war gescheit und geschickt und seiner Sache sicher genug, die Pointe seines Lustspiels gleich zu Anfang zu verschenken, und es ist eine sehr einfache Pointe: das Konzert ist gar kein Konzert, sondern ein kleines Abenteuer neben der Ehe; es war ihm weder um die schwankhafte Ausbeutung der Situation noch um gewisse Frivo­litäten zu tun, die sich andere Autoren an dem gleichen Einfall bestimmt nicht hätten entgehen lassen. Bei Bahr endet der Ausflug genau da,, von wo er ausging, und was unterwegs geschieht (und nicht geschieht), was getan und gesagt und zur lustspielhaften Lösung beigetragen wird,, ist so drollig wie nachdenklich, so offenherzig wie lehr­reich, und die leise Ironie, die über allen Vor­gängen und Gesprächen schwebt, ist gespeist aus der weisen Einsicht in die offenbaren Schwächen und die geheimen Regungen des männlichen wie des weiblichen Herzens.

Daß dieser Eindruck, ohne den lustspielhaften Charakter des Stückes irgendwie zu beschweren, die Aufführung bestimmte, war das schone Ver­dienst des Regisseurs Herrn Zeppenfeld. Er gab auch zugleich den berühmten Pianisten: um­schwärmt und verehrt, nervös und in komischer Ekstase, beladen mit der Bürde seines Ruhmes, un­geschickt und naiv wie ein Kind ein großer Junge an der Schwelle des Alters. Er braucht die Bewunderung, die Schwärmerei der Schülerinnen wie die Luft zum Leben ... und er wäre ver­loren ohne die eine, seine Frau, die ihn wirklich liebt und ganz versteht: Renate F r e i h e n spielte sie scharmant, mit leisem Humor, fraulicher Wärme und menschlicher Ueberlegenheit. Herr Funke war der Dr. Jura, die liebenswürdigste Figur, die Her­mann Bahr erfunden hat, die drolligste Gestalt dieses Abends, von bezwingenden Gefühlsausbrü­chen, ungewöhnliche Dinge mit jener schönen Selbst-, Verständlichkeit sagend, die noch nie ihre Wirkung verfehlt hat. Gaby A m e r s b a ch als Delfine hatte es vor der Rolle aus schwerer, einem wandelbaren Temperament die Natürlichkeit zu wahren, die hier überzeugend wäre. Friedl G o l l m a n n brachte mit Hingabe und sichtlichem Genuß die schwärme­risch überhitzten Tiraden der Eva Gerndl. Herr V o l ck, vor langen Jahren Dr. Jura, war heute ein Pollinger von alpenländischer Biederkeit, mit Humor und Herz gesegnet, Hella Henzky die grantige und lebenserfahren^ Pollingerm. Auch der Schwarm der Anbeterinnen, aufgeregt, begeistert, zerknirscht, war gut beieinander. Herr Löff­ler hatte den städtischen und den ländlichen Schau­platz sachkundig hergerichtet.

*

Das Haus war dicht besetzt, das Publikum unter­hielt sich höchst angeregt, und der Erfolg wurde mit vielem Beifall und vielen Blumen besiegelt.

Hans Thyriot.

Kommandeur des Landwehr-Inf.-Rgts. 118 ins Feld. In den Kämpfen bei Vitry an der Marne ini| September 1914 wurde er schwer verwundet. Noch nicht ganz.wiederhergestellt, meldete er sich schon wieder zur Dienstleistung und wurde Kom­mandant der mobilen Etappe in Mülhausen (Elsaß). Infolge seiner schweren Kriegsbeschädigung war er, mittlerweile zum Oberst befördert, nicht mehr frontoerwendungsfähig, und er fand nunmehr dienstliche Verwendung als Kommandeur des gro­ßen Landwehrbezirks Kiel. Dort wurde der ver­diente Offizier zum Generalmajor befördert. Nach dem Kriege war er als Leiter des Versorgungs- omtes in Bernburg tätig, von dort kam er an das Versorgungsamt Gießen und damit in feine engere oberhessische Heimat zurück. Hier trat Generalmajor Gros in den Ruhestand, den der in langjähriger Friedens- und Kriegsdienstzeit bewährte Offizier in Gießen verlebt. In weiten Bevölkerungskreisen unserer Stadt wird ihm große Wertschätzung ent­gegengebracht.

SA.-Reiterschein-prüfung in Gießen.

Am Sonntagoormittag fand im Reitstall der SA.° Reiterst and arte 147 in Gießen eine Prüfung zur Erlangung des Reiterscheines für Angehörige der Hitler-Jugend statt. Sämtliche Bewerber, etwa 40 Hitlerjungen, bestanden die Prüfung. Am Schlüsse richtete der SA.-Reiterführer, Sturmbannführer B i e r h a u s , eine kurze Ansprache an die Hitler- jungen und an ihre Ausbilder, in der er zunächst den Ausbildern Dank und Anerkennung für ihre Mühewaltung aussprach und den Jungen die gute Ermahnung mit auf den Weg gab, weiterhin da­nach zu streben, daß ihre Leistungen als Reiter sich immer den Anforderungen gewachsen zeigen sollten, um stets ihre.Pflicht als SA.-Reiter in vollem Um­fange erfüllen zu können. Mit dem Gruß an den Führer und unsere Wehrmacht schloß der Prüfungs- tag- /

Verhängnisvolles Spiel mit Brandbomben.

Bier Jungen aus Lollar, im Alter von 9 bis 12 Jahren, beschäftigten sich gestern abend mit einer Anzahl Brandbomben, die sie auf Aeckern gefunden und mitgeschleppt hatten. Mit diesen ge­fährlichen Gegenständen spielten sie im Garten des Elternhauses eines der Jungen. Dabei entzündeten sich die Brandbomben, und von den plötzlich her­vorbrechenden Stichflammen wurden die Jungen ,getroffen. Drei der Buben erlitten an Kopf und Händen so schwere Verbrennungen, daß sie in Gie­ßen in die Klinik ausgenommen werden mußten.

Der bedauerliche Vorfall möge allen Eltern eine erneute und sehr ernste Mahnung sein, ihre Kinder strengstens vor dem Berühren oder Hantieren mit solchen gefährlichen Gegenständen zu warnen. Brandbomben oder dergleichen sind von Kindern und Erwachsenen unter allen Umständen unberührt liegenzulassen, ihr Fundort muß schnellstens der zuständigen Polizei- oder Gendarmeriedienststelle gemeldet werden, damit diese die Unschädlichmachung des gefährlichen Fundes durch sachverständige Per­sonen veranlassen kann. Die Fundstelle oder deren

Umgebung darf auch nicht von Neugierigen auf­gesucht werden, vielmehr sind derartige Stellen unbedingt zu meiden.

Deutscher Alpenverein Zweig Gießen-Oberheffen.

In der gut besuchten Jahreshauptversammlung des Zweiges Gießen-Oberhessen gedachte nach dem Treuegruß an den Führer der Zweigoereinsführer Direktor Wred'e unserer heldenhaften Armee, der Opfer an den Frönten und in der Heimat, des ver­storbenen ersten Reichssportführers von Tschammer und Osten und des auf dem Felde der Ehre ge­fallenen Zweigvereinsmitgliedes Studienassessor Dr. Vaubel. Dann konnte der Zweigverein zum ersten Male seit seinem Bestehen das goldene Edelweiß für 50jährige Mitgliedschaft im Alpenverein ver­leihen, und zwar an Baurat Hans Meyer, Gie­

ßen, der sich durch feine Mitarbeit an dem Bau der Gießener Hütte im Kärntner Land für den Zweigverein besonders verdient gemacht hat. Er wurde in herzlichen Worten zu dem seltenen Jubi­läum beglückwünscht, und Direktor W r e d e über­reichte ihm außerdem als äußeres Zeichen der engen Verbundenheit noch ein besonderes Geschenk. Baurat Meyer dankte für die Ehrung und er­innerte sich hierbei all der schönen Zeiten, der frohen Erlebnisse und unvergleichlichen Eindrücke, die ihm die Hochgebirgswelt vermittelt hat.

Der Geschäftsbericht des Zweigvereinsführers umfaßft die Zeit vom 1. April 1942 bis 31. März 1943. Aus ihm ging hervor, daß sich der Zweig- oerein in der Berichtszeit gut entwickelt hat und daß die Veranstaltungen zur Pflege des alpinen Gedankens und der guten Kameradschaft wie farbige Lichtbildervorträge, gemeinsame Tages- und Halbtageswanderungen und regelmäßige Zusam­

menkünfte großen Anklang fanden und rege Teil« nähme zeigten. Die Gießener Hütte im Gebiete der Hochalmspitze ist nach wie vor ein Schmuck­kästchen und befindet sich im besten Zustande. Die finanzielle Lage des Zweigvereins mit seinem Hüttenfonds kann als gut bezeichnet werden. Die umfangreiche Bücherei umfaßt alle einschlägige Fach- und schöngeistige Literatur. Mit den im Felde stehenden Mitgliedern wurde die Verbindung weiterhin aufrechterhalten. Die als Liebesgaben zum Weihnachtsfeste gesandten Bücher fanden, wie die Dankschreiben bezeugten, gute Aufnahme. Im Verlauf des Geschäftsjahres wurde ein besonderes Ehrenzeichen für 40jährige Mitgliedschaft einge­führt und an 17 Mitglieder verliehen. An der ersten Straßensammlung des 4. Kriegswinterhilfs­werkes beteiligte sich der Zweigverein stark und konnte dank der großen Opferfreudigkeit der Mit­glieder ein sehr gutes Ergebnis melden.

Gießener Scklachtviehmartt.

^Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Di eh versteige­rungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 42 bis 45 Rpf., Bullen 35 bis 50, Kühe 19 bis 44, Färsen 34 bis 50, Kälber 25 bis 57, Hammel 33 bis 48 Rpf. je 1ls kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,45 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,43, t>2 (120 bis 134,5 kg) 1,41, c (100 bis 119,5 kg) 1,37, d (80 bis 99,5 kg) 1,31, e bis f (unter 80 kg) 1,25, gl (fette Specksauen) 1,45, i (Altschneider) 1,41, g2 (andere Sauen) 1,31, h (Eber) 1,31 RM. Marktverkauf: alles zugeteilt.

Gießener Dochenmarktpreise.

* Gießen, 14. April. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Kartoffeln, 5 kg 56 Rpf., gelbe Rüben, V2 kg 14, rote Rüben 10, Spinat 25, Unter« kohlraöi 8, Meerrettich 75, Feldsalat, Vio 10, Lauch, das Stück 5 bis 15 Rpf.

Verdunkelungszeit:

14. April von 21.17 bis 5.57 Uhr. *

** Grüße aus dem Feld.Drei Gießener Buwe", nämlich Oberleutnant Mohr, Ober­leutnant Jtze Goetz und Hauptstuf. Hermann Freund, haben sich am 1. April im Osten ge­troffen und übermitteln durch uns allen Gießenern frohe Grüße. Das herzliche Gedenken dieserbrei Gießener Buwe" findet in der Heimat freund­lichen Widerhall und wird mit gleichen herzlichen Grüßen und ebensolchen Wünschen für eine gesunde und siegreiche Heimkehr der drei erwidert.

** Reichszuschüsse zur Vermehrung und Verbesserung von Wohnräumen können nach Maßgabe besttmmter Richtlinien ge- währt werden. Darüber wird in einer Bekanntma­chung im heutigen Anzeigenteil näheres mitgeteilt.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschriftletters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot: für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschetn.

Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K.G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann, z. Z. Wehrmacht. Llnzeigenletter: Hans Beck. Anzeigen Preisliste Nr. ß.

Hart und schwer traf uns die unfaßbare Nachricht, daß unser lieber, herzens- guter, hoffnungsvoller, stets hilfsberei­ter Sohn, mein guter, unvergeßlicher, lebens­froher Bruder, mein innigstgeliebter Bräu­tigam und kurzes Glück, unser lieber Enkel, Pate und Neffe

Erwin Schmitt

Strm. und Gruppenführer der Waffen ff bei den schweren Kämpfen im Osten im blü­henden Alter von 22 Jahren für Führer und Vaterland den Heldentod fand. Er ruht nun fern der Heipiat auf einem Heldenfriedhof.

In tiefem Schmerz:

Ludwig Schmitt V. und Frau, nebst allen Verwandten Elisabeth Meister, Braut. f

Saasen, Reinhardshain, Lehrte bei Hann., im April 1943.

02403

Unsere liebe, gute Mutter, Großmutter, Ur­großmutter, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante

Frau Elise Wetter, geb. Möser

ist heute sanft entschlafen.

Die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Wetter; Dr. n^ed. Edmund Wetter, Stabsarzt Klotilde Dinslage, geb. Wetter; Irene Günther Liny Wetter, geb. Textor; Emmy Wetter, geb. Ringel Ernst Dinslage; 5 Enkelkinder, 2 Urenkelkinder.

Gießen (Goethestraße 28), Bad Salzschlirf, am 12. April 1943.

Die Beerdigiing findet Donnerstag, 15. April, 14% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.

Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen.

02439

Gestern abend nahm Gott der Herr nach einem arbeitsreichen Leben unsere liebe, treu- besorgte Mutter, Schwiegermutter, Groß­mutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Frau Justine Brück, geb. Schäfer

Förster-Witwe

im 90. Lebensjahre zu sich.

Die trauernden Hinterbliebenen

im Namen aller Angehörigen:

Karl Brück, Rev.-Förster, und Frau.

Rödgen, Weipoldshausen, Berlin, Düdelsheim, den 13. April 1943.

Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 15. April, nachmittags 2 Uhr, in Rödgen satt.

'____________________ 02442

Nach schwerer Krankheit entschlief am 13. April unser lieberVater, Schwiegervater. Groß­vater, Bruder, Schwager, Onkel und Pate

Samuel Adam Amend

im Alter von 73 Jahren.

In tiefer Trauer:

Adam Flitsch und Familie Georg Amend und Familie Alfred Anhalt und Familie Jtarl Dern und Familie Karl Loh und Familie Karl Schepp und Familie Grüningen, Watzenborn, Münchholzhausen, Büblingshausen, Garbenteich, 14. April 1913. Die Beerdigung findet Donnerstag, 15. April, 13% Uhr, statt.

- ' 02443

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Bekanntmachung.

Auf die nachstehende Bekanntmachung des Herrn Reichsstatthalters in Hessen vom 8. 4.1943 wird besonders hingewiesen.

Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. I. B.: Dr. Hill.

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73. Jahresbericht über das Geschäftsjahr 1942 ist erschienen und steht jetzt bei allen unseren Geschäfts­stellen zurVerfügung der Interessenten

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Bekanntmachung

betreffend: Wohnraumlenkung, Vermehrung und Verbesserung des Wohnraumee int vorhandenen Gebäudebestand; hier: Förderung durch Reichsmittel (Reichstieihilfeerlaß), vom 8. 4. 1943.

Zur Durchführung der obigen Maßnahmen können Reichszuschüsse nach folgenden Richtlinien gewährt werden:

a) Für die Teilung von Wohnungen unb den Umbau von Ge­bäuden zum Zwecke der Wohnraumgewinnung,

b) für.Ausbauten zur Verbesserung der Wohnverhältnisse von Familien mit mindestens drei Kindern,

c) für Jnstandsetzungs- und Ergänzungsarbeiten bei der Rück­gewinnung zweckentfremdeten Wohnraumes,

d) für Jnstandsetzungs- und Ergänzungsarbeiten zur Verhinderung der Unbewohnbarkeit von Räumen.

Der Reichszuschuß beträgt im allgemeinen 50 v. H., in besonderen Ausnahmefällen kann dieser Satz bis 75 v. H. und mit Ausnahme der Ziffer d auf 100 v. H. erhöht werden.

Es können weiter gewährt werden:

1. Umzugskostenbeihilfen zur Förderung der Abwanderung Mts Orten, die zu Brennpunkten des Wohnungsbedarfs erklärt worden sind, sowie zur Freimachung von Großwohnungen. Die Beihilfe beträgt in der Regel 50 v. H., in besonderen Ausnahmefällek kann sie bis zu 100 v. H. erhöht werden;

2. Mietbeihilfen für die unter 1. genannten Voraussetzungen;

3. Entschädigung für Mietausfälle.

Bei der Gewinnung neuer Wohnungen durch Teilung, Umbau oder Ausbau können für die Aufbringung der Kosten, soweit sie nicht durch Reichszuschüsse getreckt werden, Darlehen nach besonderen Grund­sätzen gewährt werden.

Die baulichen Arbeiten oder der Umzug dürfen erst nach der Erteilung des Vorbescheides begonnen bzw. durchgeführt tverden. Anträge auf Mietbeihilfe oder Umzugskostenbeihilfe fiub vor Aufgabe der bisherigen Wohnung zu stellen.

Anträge sind in den Städten bei den Oberbürgermeistern, -n den Landgemeinden .bei den zuständigen Hessischen Hochbauämtern einzu- retchen, wo noch alle näheren Bestimmungen zu erfahren sind. .

Darmstadt, den 8. April 1943. 1 1208C

Der Reichsstatthalter in Hessen Landesregierung.

In Vertretung: gez. Reiner.

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