Wenn die Schwalben wiederkommen
Lin Klavierkonzert von Fortner.
Das Ernährungshilfswerk in der Kriegswirtschaft
unsicher hin und
Ruhig und überleben zielen die beiden Aerzte
(Nachdruck verboten.)
4. Fortsetzung.
Während immer neue flammende Speere das Dach des Bugalows durchbohren, wird wieder der dumpfe unheimliche Rhythmus der Trommeln hörbar. Dazwischen knallen die Schüsse der Weitzen.
Drei, vier Büsche sinken um, die anderen Dschun- aelneger ziehen sich in den Urwald zurück. Lewis schickt den Fliehenden noch einen Schutz nach.
Das Bungalow ist bereits voller Qualm. Da legt itd) eine Hand auf Bobs Schulter. „Lassen Sie doch. Es hat keinen Zweck mehr zu schietzen, diesmal müssen wir laufen?" sagt Gomez.
„Wo sollen wir den hin? Zum Fluh? Ich denke, die werden unser Boot —"
„Nicht denken, Bob Lewis, laufen! Wer denk^, wird gefressen oder gebraten, ganz wie Sie wollen! '■
Als Gomez die Tür öffnet, steht das Dach.des Holzhauses bereits in Hellen Flammen, hinter ihm drängen Lewis und die beiden Neger ins Freie. Do zischt schon wieder ein brennender Pfeil durch die Nacht. Der zweite schwarze Diener bricht zusammen. Geistesgegenwärtig wirft Gomez schnell die Tür ins Schloß. „Zu spät!"
„Ach was, wir versuchen es auf der anderen. Seite. Los, Gomez! Ich halte sie hier auf, bis ihr^ drüben seid", meint Lewis besonnen. Er streicht seinem schwarzen Diener das Wollhaar aus der Stirn; der arme Kerl rührt sich nicht mehr.
Während Gomez aus einem kleinen rückwärtigen Fenster springt und Pesam-Billy ihm folgt, öffnet Bob wieder ein wenig die Tür. Schußbereit hält er den Revolver in der anderen Hand.
Die Gestalt eines riesigen Negers wird hinter einem der Mangobäume sichtbar. Er hebt den Speer und läuft, zum Wurf ausholend, auf Lewis zu. Ein Schuß zerreißt die Stille. Der Neger wird getroffen, stürzt aus vollem Lauf einen Salto schlagend zu Boden. Mehrere Schwarze rennen auf das Bungalow zu, um den Gefallenen zu rächen. Da bemerken sie Gomez und Pesam-Billy, die über die Lichtung in die Dschungel zu flüchten versuchen, und in der Meinung, es sei niemand mehr in dem Bungalow, machen sie sich auf die Verfolgung.
Mit Erstaunen sieht Lewis, daß kein Speer mehr geflogen kommt. Der Weg scheint für ihn im Augenblick frei zu sein, schnell entschlossen verläßt er das Holzhaus. Er weiß, im Bungalow ist er auf die Dauer verloren. Die Tropennacht gibt ihm eine Lebenschancs»
stattet. . v ....
Darüber hinaus werden m den nächsten Tagen in Landorten des Kreises Wetterau mei ’ t e r e 2 6 Kindergärten und in Butzbach und Friedberg zwei Kinderhorte von der Kreisamtsleitung der NSV. eingerichtet mcr; den. Am Kinderhort in Butzbach werden etwa 60 bis 80, in Friedberg etwa 150 Kinder Ausnahme finden. Für die Kinder in diesen beihen horten soll auch Mittagessen verabreicht werden.
Dieser Ausbau der sozialen Einrichtungen unserer NSV. im Kreise Wetterau ist dankbar zu begrüßen, denn er wird in wirksamer Weise dazu beitragen, den in der Kriegsarbeit stehenden Mül fern eine bedeutsame Entlastung zu verschaffen und
Gomez und Pesam-Billy haben einen schmalen getretenen Saumpfad gefunden, der sich durch mannshohe Farren zieht. Ihr Atem keucht. Die Verfolger scheinen ihre Spur verloren zu haben.
„Pesam-Billy, ich glaube, wir sind gerettet! meint Dr. Gomez fast ungläubig.
Der Neger, der vor ihm läuft, wendet sich um, er nickt. In diesem Augenblick gibt der Boden unter seinen Füßen nach, mit einem Aufschrei stürzt er in eine Falle, die mit Blättern und Gras über-
Chirurg und Friedrich Albert Zenker, der Patho- oge. Mustergültig ausgestattete Kliniken sind heute t-m Besitz der medizinischen Fakultät.
Vom Schicksal verweht
Roman von Holla Gutkelch
auf die in den wandelnden Büschen verborgenen Dschungelneger. Da hören sie das splitternde Geräusch sich ins Holz des Daches bohrender Speere. Jetzt fliegen auch einige Brandspeere durch die Fenster in den Raum. „ .
„Deckenbrüber werfen, Pefam-Billy! ruft Gomez.
3U®öme3 Hal N) mzwischen unter das zweite Fenster gekauert. Er reißt das Gewehr hoch, schießt fchräg nach oben. Aus den Zweigen eines Mangobaumes ftürzt ein Dschungelneger zu Boden.
Woher kam denn das?" fragte Lewis maßlos erstaunt. Er hat sich befreit, die Fetzen des Aermels hängen ihm ums Handgelenk.
Gomez Deutet in Richtung des Mangobaumes. Verwundert schüttelt Bob . den Kopf. „Sind da noch mehr?" fragt er. Um den Mund des Kreolen pielt ein fatalistisches Lächeln. „Quien fabe!"
Vorsichtig schleicht Lewis zu Pesam-Billy hinüber, der ihm zuflüstert: „Ich hören!" '
Der junge Arzt lauscht gespannt, dann sieht er Dem Schwarzen verständnislos in die treuen Augen. -Sr vernimmt keinen Laut.
Jetzt unterscheidet Gomez deutlich draußen in der mondhellen Nacht eine Anzahl Büsche, die sich auf das Haus zu bewegen. Ihm ist bekannt, wie die Dfchungelneger ihre Krieger tarnen. Ein Angriff großen Stils! denkt er, und seine Hoffnung, lebend aus dem Bungalow herauszukommen, schwindet.
Und nun sausen plötzlich flammende Pfeile durch die Nacht. Ihre Spitzen sind mit glimmendem Werg umwickelt und entzünden sich durch den Luftdruck des Wurfes. Als Antwort peitschen Schüsse aus dem Bungalow.
ein hauch. , . , . ..
Die Heiden Aerzte svrmgen auf, drangen sich seitlich an die Fenster, sehen, vorsichtig m Deckung bleibend, hinaus. Lewis halt das Gewehr schußbereit im Arm.
„Ich sehe nichts!" flüstert er enttäuscht.
Nir sehen — aber da fein." .
"Ich glaube, du träumft, Pesam-Billy!" Lewis acht wieder zu seinem Feltbett zurück. Als er Den hellen Streifen betritt, den das Mondlicht ins Zimmer malt, zischt ein Pfeil an ihm vorbei
Gellend schreit einer der beiden am Boden hockenden Neger auf. Der Pfeil steckt ihm in der Brust Leblos fällt er nach vorn über. Bob Lewis beugt sich über ihn, will ihm Helsen, aber hier gibt es keine Hilfe mehr. Die Pfeilspitze sitzt im Herzen. ,
Aus Der Schußrichtung, Lewis", warnt Gomez Stimme. Bob springt zur Seite Im gleichen Augenblick schwirrt ein zweiter Pfeil durch Den Raum durchbohrt den Aennel seines Jacketts und nagelt' Bob an Die Wand, ohne auch nur feine haut
NSG. lieber 100 Schweinemästereien des Er- nährungshilfswerkes befinden sich im Gau hessen- Nafsau. Einer Davon, die mit zu Den schönsten, größten und moDernften des Reiches zählt, statteten wir in Der Gauhauptstadt, einen Besuch ab.
Schon von weitem sehen wir inmitten, grünender Felder Die langgestreckten und erst im vergangenen Jahr erstellten Neubauten. Ehe mir die Ställe be- ichtigen, gehen wir zunächst einmal in Die Küche. Sie besteht aus einer geräumigen Halle, in Der gerade Die Abfälle angefahren worDen sind. In acht großen Kesseln werden diese auf 90 Grad erhitzt und dadurch gar und keimfrei. Durch bestimmte zweckmäßige Beimengungen wird das Futter in seinem Nährwert noch wesentlich gesteigerte Ein Ukrainer fährt gerade Die dampfenden Kessel in Die kleine Vorhalle Der Ställe, wo Der Inhalt aus- kühlen muß, um ein paar Stunden später verfüttert zu werden.
Der Besuch 'bei Den borstigen Kostgängern dieser Küche kann nun beginnen. Peinlich saubere, blütenweiß gekalkte Duchten mit frischer Streu bieten sich in Den Ställen Dem Auge Dar. Darin befinden sich die Tiere und machen Durchweg den Eindruck restlosen Behagens und gepflegter Sauberkeit. Zum Teil stehen sie noch schmatzend am Trog, während Die anderen bereits friedlich aneinandergefchmiegt und wohlig fchnarchend schlafen. „Gute Ruh' ist halbe Mast", sagt eine alte Bauernregel, Die sich auch hier bewahrheitet, weswegen nach abgeschlossener Fütterung niemanD mehr die Ställe betreten Darf, um Die Tiere nicht aufzuscheuchen.
1500 Schweine faßt diese Mästerei. Ein Tierarzt führt ständige Aufsicht, über' Den Buchten befinden sich genaue Tafeln, Die pro Tier und Tag über Gewicht und Zunahme gewissenhaft Auskunft geben. Auch eine Waage ist in jedem Stall vorhanden. Das Durchschnittsgewicht Der Schweine liegt bei Drei Zentnern, meist jedoch wesentlich Darüber. Für die Mast wird in erster Linie das veredelle deutsche Landschrbein verwendet, das sich bestens bewährt.
deckt war.
Gomez steht am Rande der Grube, er kann Den Anblick nicht fassen, der sich ihm bietet: Pesarn- Billys Körper am Boden Der Falle liegend von unzähligen Pfeilspitzen durchbohrt. .
Wie erstarrt vor Schreck sieht er, daß Drei, vier Neger hinter einem Farnbusch hervorspringen und sich auf ihn stürzen. Er versucht nicht einmal mehr, feine Pistole aus hem Gürtel zu ziehen.
Währenddessen ist Lewis zum Flußufer gelangt. Für den Fall einer Flucht hatte er sich mit Gomez an der Stelle verabredet, wo ihr kleines Boot mit dem Außenbordmotor verankert liegt. Sanft schaukelt das Boot, der Mond glitzert über den Wellen. Niemand ist zu sehen. „Gomez, Gomez —", ruft er halblaut. Als keine Antwort kommt, durchfährt den jungen Arzt heißer Schreck. Vielleicht ist Der KaineraD noch in Gefahr. In GeDanken tastet er nach seiner Patronentasche, überlegt, welchen Weg Der Kreole unD Pesam-Billy eingeschlagen haben könnten.'Ob sie noch leben? Sein waches Ohr hört ein leises Rascheln, er sieht in einiger Entfernung Neger aus her Dschungel treten. Entferntes Trom mein, immer derselbe Dumpf an- und ab schwellende Ton. Schnelle Flucht ist Die einzige Rettung.
Schnell ist er im Boot, reißt Den Motor an und schießt mit-Dem Revolver hie Ankerleine hurch. Die Strömung des Flusses ist stark, Dgs kleine Schiff treibt rasch havon. Jetzt hat eine Schar Wilder das Ufer erreicht. Rechts und links von Lewis klatschen Speere ins Wasser. Er wirst sich hin, steuert rm Liegen. Immer seltener werden die Speere, kaum noch hörbar ist das Trommeln.
Hinter her großen Biegung des Flusses wagt Bob Lewis, sich aufrecht zu setzen. Die Morgendämmerung hebt hie schwarzen Schleier her Nachr von her Dschungel, an einem rötlich angehauchten Himmel steht blaß her letzte Stern. „Virgin", sagt Bob erschüttert, unb zärtlich streicht Bob über Den glatten Bootsrand. Der Name löst in ihm eine unbändige Freude am Leben aus, aber zugleich auch eine schmerzliche Gewißheit, Daß Die meisten Men schon ihr Glück teuer bezahlen müssen. UnD nut selbstquälerischer Ironie erinnert er sich. Daß er ihm sogar schon einmal Vorschuß gegeben hat.
. (Fortsetzung folgt.)
Heue Kindertagesstätten der ASV. in Gießen
26 weitere Kindergärten im Kreise Wetterau.
In der gemüse- und kartoffelreichen Jahreszeit ist sogar eine gewisse Fufteroorratswirtschaft möglich. Stein- und ErDfilos fassen Den Ueberschuß und öffnen sich wieder bei Mangelzeiten. Als besonders hygienisch haben sich hie getrennten Ab- unb Zu- fahrtswege für Frisch- und Rauhfutter sowie für Den Mist erwiesen, eine Maßnahme, die ein Einschleppen oDer Verschleppen von Seuchen unmöglich macht. , ...
Zwischen Den sechs großen Stallen Dehnen sich Kartoffeläcker und Auslaufflächen für Jungschweine. Gefolgschystsräume für Die Arbeiter vervollständigen die großzügig gebaute Anlage, lieber ihr wacht ein Schweinemeister, Der über gründliche Ausbildung mit abgelegtem Examen verfügt und mit viel Lust
hing Durchgeschnitten?" fragt Bob gereizt. Er trinkt sein Glas mit einem Zuge leer , .
Gomez zuckt wieder Die Achseln. Da hebt Lewis seine mißhandelte Zigarette auf und zündet sie an. Der Schein her kleinen Flamme beleuchtet fein schweißnasses Gesicht.
„Sein da'" wispert Pesam-Billys Stimme wie
und Liebe über seinen dankbar gedeihenden Pfleglingen wacht.
Der Fleischzuschuß, der aus den Mästereien an- das Verbrauchskontingent von Heimat und Truppe gestellt wird, erweist sich als recht wesentlich. Er stellt eine außerordentliche Entlastung her Versor gungswirtschaft dar. Einen wesentlichen Faktor in her Durchführung und Erhaltung der Schweinemast teilen die Hausfrauen, indem sie sorgsam jeden Küchenabfall dieser nützlichen Einrichtung Zugang lich machen. > E- K.
Das 6HW. in Gießen.
Die Schweinemästerei des Ernährungshilfswerks Der NSV.-Kreisamtsleitung Wetterau in Gießen tei stet mit ihren Betrieben in Gießen, Friedberg unD Butzbach ebenfalls einen bedeutsamen Beitrag zu unserer Fleischversorgung. In der Mästerei in Gießen stehen monatlich rund 500, in Friedberg rund 250 und in Butzbach rund 70 Schweine zur Masi. Von diesem Gesamtbestand von rund 800 Schwei neu werden monatlich etwa 200 zur Versorgung der Bevölkerung mit Schweinefleisch abgeliefert. Die Ablieferung her Küchenabfälle aus unseren Haushaltungen spielt bei Der Fütterung her Tiere eine große Rolle. Bisher sind diese Futterbeittäge aus Den Haushaltungen immer sehr erfreulich und regelmäßig erfolgt, und man darf hoffen unb wünschen, daß auch weiterhin die Abgabe dieser Abfälle au| hem Wege über die EHW.-Eimer regelmäßig verläuft, damit die Mast her Schweine ungestört fort geführt werden kann. Allerdings, Rasierklingen, ober andere gefährliche Gegenstände dürfen in Die Futtereimer nicht mit hinein geworfen werden!
Generalmajor a. D. Ernst Gros.
Am heutigen 14. April 1943 jährt sich zum 60. Male her Tag, an dem her Generalmajor a. D- Ernst Gros in Gießen in die alte deutsche Wehrmacht eintrat. Geboren am 10. Februar 1864 auf hem. Hofgut Kolnhausen bei Lich, besuchte Ernst Gros das Gymnasium in Gießen. Dann trat er in bas Kabettenkorps in Bensberg ein, von dort kam er in die Hauptkadettenanstalt Lichterfelde. Zuerst biente er aktiv als Fähnrich und später Sekonbe- leutnant im Füsilier-Regiment Karl Anton von Hohenzollern 40 in Köhn. Unter Beförderung zum Oberleutnant wurde er bann zum Rheinischen Jnf.-- ; Rgt. 65 in Köln versetzt. Hierauf wurde er Haupt- mann und Kompaniechef in dem neugegründeten , Jns.-Rgt. 160 in Dietz a. d. Lahn. Mit mehrjähriger . Vorpatentierung wurde er von dort in das Jnf.- . Rgt. 57 in Wesel versetzt, wo er Bataillonskomman : Deur wurde. Als Major unb später Oberstleutnant i diente er dann im Inf.-Rgt. 87 in Mainz. Von dort i rückte er bei Ausbruch des ersten Weltkrieges als
Kindergärtnerinnen und Helferinnen stehen und unter deren Betreuung schöne Stunden verleben. Die Kinbertagesstätten sind mit ganz neuen Modeln l kl einen Stühlchen, Tischen, Bänken usw.) ausge-
Ein großer apfelfinenfarbener Mond schüttet sein ftiedliiAs Licht über die Malaria-Station mitten im Urwald. Die große Stille wird nur manchmal durch das verschlafene Krächzen «wes Papageis oder den Schrei eines durch Pantherfchrltte g - ängstigten Affen gestört. Der schwere Duft der Ml- mofen zieht durch Die Tropennacht.
Da — ein monotones Geräusch, naher und naher kommend, stärker werdend: Trommeln! Dann Stille. Und nach menigen mxe^L^nt
Dumpfen Töne, mit Denen sich die Eingeborenen stumme untereinander verständigen.
„Diese Trommeln machen «inen verrückt! Warum geschieht denn nichts" murmelt Bob Lewis Der Kaum des Bungalows ist nur vom M°>^ beleuchtet, die Fenster find geöffnet. Em" Gewehrließt quer über Lewis Schoß, auf einer Kiste neben ihm -in großkalibriger Revolver und eine Schachtel mit Patronen. In dem Holzhaus herrscht -me Ruye, die keine ist, die an den Nerven zerrt, chltze treM den Schweiß aus allen Poren. Lewis will em Tuch aus der nasche ziehen, plötzlich halt er: iri btt Be wegung inne und dreht den Kops sauschend zu Seit«, wo das F-nster ist - aber nichts,gescheht.
Gomez, der in der Nähe des Zeiten Mllcken auf seinem Feldbett sitzt, halt sein Gewehr zwgchen den Knien. Er gießt sich Misky m em Wasser glas, trinkt, setzt das Glas ab und laufchfi
Wie eine Skulptur wirkt fßefam-BiUqs noaier Körper, der in absoluter Ruhe an einem F-vst-r- kreuz lehnt. Aber auch der Neger horcht gespannt '"Die S schwarzen Diener die zur Nation gehören, hocken ängstlich wie aufgescheuchte Hühner, Die enhlich ihre Stange gefunden haben, auf Dem
Lewis muß einen Augenblick über
leben Anblick lächeln, Dann steht er aus, gern 3 Gomez und läßt sich schwer neben ü) J Feldbett fallen. Er nimmt aus "Ner Schachtel, ihm her Kollege reicht, eine Agarette, f t den MunD, vLgißt aber w
Gomez zieht bie Schultern hocst ^Whisky antwortet er ruhig und g'eßt em Glas ^msry für ben Kollegen ein. , g>levhonlei-
„Warum haben sie denn sonst Die ^uprjon
Die Schwalben, hie anmutigen, leicht beschwingten Boten bes Frühlings, ziehen wieher in Schwärmen über Das Lanh, suchen ihre alten Heimstätten : auf, unb balh entfaltet sich in Den kleinen runhen , . .______ rv' c I Restern an Den DachränDern wieher Das ftöhliche ,
Vertreter der innerem Msd-zm, Sari Thiersch, der z^chern der lustigen Sommergäste, di-, von lan- ; uni» Friedrich Albert 3-nker, der Potho- fler Reise zuröckgekehrt, ihr kleines cheim mstand- l |e(,en und von den Spuren des überwundenen ;
Winters säubern. Mitte April mag wohl als Das Durchschnittliche Datum angesehen werben, an Dem Ein musikalisches Ereignis war hie Uraufführung die gefieberten Segler Der Lüfte wieher in Europa 33S Klavierkonzertes von Wolfgang Fortner im eintreffen, aber, es fehlt nicht an Beispielen m eftten Siftfoniekonzert HeiDelbergs. Fortner schließt Denen auch schon EnDe März Die heimkehrenhen ßich an den klassischen Konzerttypus an, weitet ihn Schwalbenzüge bei uns gesehen würben. Sie haben illber zur sinfonischen Viersätzigkeit aus, wobei an es auf her Reise zum Narben nicht allzu eilig unb stelle her psychologischen Entwicklung her tefto- entfalten auf Dem Zuge keineswegs hie gewaltigen mische Aufbau tritt. Das Werk ist in feiner melo- Geschwinbigketten, bie sie zurücklegen können. Ueber Lisch, rhythmisch unb harmonisch fesselnben Form Die Schnelligkeit Des Schwalbenfluges finb viele Er- u)on musikalischer Ausgewogenheit unD von einem örterungen angestellt worben, bis her Italiener klaren, sestgeschloffenen Gefüge. Sein großer Reiz Spallanzani Durch ein interessantes Experiment [befiehl vor allem in Der bewußten thematischen zeigte, baß Die Schwalben tatsächlich 140 Milo* Gegenüberstellung von Rhythmik unb Melobik, Die Meter m einer Stunde zurucklegen können; er ibesonDers Die beihen Ecksätze kennzeichnet. Zwischen brachte zwei Schwalben von Pavia nach ÜJtailonh ihnen stehen ein außerorbenttich klangschöner lang- und bie Tiere flogen von Mailand nach ihrem Rest lamer Ätz und ein sprühendes Scherzo. Im letzten nach Pavia in 13 Minuten.
^atz wirb bie thematische Gegenüberstellung' Durch Ueber Die Zugstrahen Der Schwalben sind wir die Einbeziehung Des alten Geusenliehes „Berg op heute ziemlich genau unterrichtet, aber m früheren 3oom" unb bes alten Liebesliebes an5 dem Lo- Seiten machte man sich von ihren Herfen bie wun-
chamer Liederbuch „All mein Gedanken" noch ein- Derlichften Lorstellungen. So wurde noch im achtmal mtterfttichen. E^ war für Fortner eine be- zehnten Jahrhunhert das Verfchwinden der
jonbere Anerkennung, daß fein Werk durch Die Schwalbe im Herbst mit einer Auswanderung -
Irohe Pianistin Frieda Kwast-Hohapp aus Zum Monde erklärt. Das Volk glaubte Daß Die der Taufe gehoben wurde. DoZu gesellte sich die Schwalben die kalten Wlntermonate über die Gast- lebendige Ausbeutung bes Orchestssrparts burch lichkeit des Mondes in Anspruch nehmen, um Dann «ernharb EoNZ unb das prachtvoll spielende wieder mit ben ersten Lenzestagen Zur E^e unb Städtische Orchester. Werner Schmidt. zu Den Menschen hennzukehren. Die Ge ehrten un-
terstützten zolchen Volksglauben durch allerlei mun- (Jin seltener Puccini in Darms abt Derliche Beobachtungen. So erzählt der Reisende Setten gefpiett, in Deutschland kaum ben Namen Regnard in seiner '„Reise in Lappland", baß hie iiad) bekannt, hatte es Puccinis lyrische Komödie Schwalben den Winter tief unter der Eisdecke der „Die Schwalbe' von Anfang an schwer, neben den Flüsse im Wasser verbrächten: er habe es zwar nicht populären Werken Platz zu finden. Die anspruchs- selbst gesehen, aber bie Lappländer hätten ihm erlöse Handlung bewegt sich zwischen Travi ata-Edel- zählt, daß sie oft ganze Scharen von Schwalben mut unb pariserischer Bohöme-Leichtlebigkeit Der völlig erstarrt unter dem Eise hervorzögen. Ein Salon her Halbweltdame, ein Vergnügungslokal anderer erzählte, daß die Schwalben sich im Herbst mit Studenten, und Midinetten, sowie ein länd- ins Wasser versenken, um in her Tiefe ihren Win- liches Gasthaus bei Paris sind die Schauplätze der terfchlaf zu halten: „Sie vereinigen sich fliegend Drei Akte. In leichter gefälliger Puccini-Weife, im w einem großen Kreis, her sich immer dichter zu- Tausch von Parlando, kleinen Lyrismen und Jllu- sammendrängt und sich plötzlich ins Wasser stürzt, ftration plätschert bie Musik dahin. Die Bekannt- roo &ann die S^valben im Flußbett schlafen gehen." schäft mit dieser zwischen Operette und Singspiel Wjx wissen heute, daß die Schwalben im Herbst unsicher hin und her flatternden „Schwalbe" bietet noch Asien und hauptsächlich nach Aftika ziehen unb zu einer großen Ehrenrettung keinen Anlaß. Aber jm Frühjahr nach Europa zurückkehren, wo sie dann Der Abend ist nicht verloren, wenn eine regsame bis hinauf nach Lappland streifen.
Vühne wie Das Hessische Landestheater in Darm- Im Zusammenhang mit her Ansicht, daß bic ftdbt sich des Merkchens so liebevoll annimmt. Schwaben in großer Kälte überwintern können, Werner Bitter fand als Dirigent die graziöse Note, hat man allerlei Versuche angestellt. Buffon sperrte Elli unb Reinhard Lehmann sorgten in Bühnen-- mehrere Schwalben in einen Eiskeller ein und wun- bifoern, Kostümen unb Regie für bie Atmosphäre berte sich sehr, daß sie starben. Immerhin ist auch der Renoir- unb Makartzeit. A. Schroth. von späteren Beobachtern hie unb da behauptet
4 . zz . „ .n worden, die Schwalbe könne unter gewissen Um-
AUS dlltr ständen in Winterschlaf verfallen. Immer wieder
Gläserne Musikinstrumente. kommt es vor, daß einzelne Schwalben sich im
über em gläsernes Bla-orchesttr in Dänemark wirb U kleinen Tiere im November matter und
uns aus dem Leserkreise geschrieben, daß es schon I ni,fer Ufib . vermutlich durch Mangel an hn Jahre 1935 m einer ^.en^ey Nahrung zugrunde. ' Der französische Gelehrte
fernes Blasorchester mit mmdestens acht Blasirsttru- y 8'^i U6r|päfcete Dachschwalbe beobachtet,
menten gegeben hat; auch die Geresheimer Glas» r Stall eines Gutes .zurückblieb und hier bis hätte bei Düsseldorf hat sich, wie wir Dorenarub^r Sie fand im Stall an
foon mit Derartig komplizierten Glasbläsereien be- ynb Insekten ausreichende Nahrung, fing
schäftigt. an schönen Tagen aus, kehrte aber immer bald
Ein Halsband der Marie Antoinette. wieder zu ihrem Nest zurück. B-
Mehrere historische Erinnerungsstücke kommen Sprechstunde des Kreisleiters.
öMÄSM Die Sprechstunde dea Kreta,et.era findet °m Fmnkr'^ fitz^ Könfiim während ihrer chast m. Dvnneraiag, 15. ’
Temple qrtragen hat. An her Kette hängt em Me- in Gießen, Attcenstraße 10, statt.
daillon mit Haarsttähnen ihres Sohnes und ihres £)o$ KriegSVerdtenstkreUZ.
Mannes sowie ihrer Mutter Mana Theresia. Wei- -in-aesekten Werkführer Jakob
ÄSsBBtssÄfeÄ
Haarsttähnen von Napoleon I. angeboten. verliehen. __________________
Um den Müttern, die sich zum Kriegseinsatz in Betrieben zur Verfügung gestellt haben, die Sorge um ihre Kinder tagsüber abzunehmen unb die Kleinen unter sorgfältiger Betreuung zu halten, eröffnet die Kreisamtsleitung Wetterau Der NS.-Bolkswohl- fahrt vom morgigen Donnerstag ab in Gießen Drei neue Kindertagesstätten, deren Räume sie sich durch Miete gesichert hat. Eine Kindertagesstätte ist in Dem bisherigen Cafe Hai - b ad) an her Ecke Ebelftraße/Rieaelpfah eingerichtet, in der etwa 30 bis 35 Kinder ausgenommen werden können Eine andere Kindertagesstätte befindet sich in hem früheren W i n g o l f h a u s in der Wilhelm- straße 40 und bietet etwa 25 Kindern Aufenthaltsraum. Die dritte dieser Stätten wird in her Marburger Straße 25, in Der früheren Gastwirtschaft von Beppler sein und etwa 40 bis 50 Kinher auf- nehmen. Die Kleinen werden morgens entweder von
in «» gute Obhut zu gebracht ober von den Müttern abgeholt. Tagsüber bringen.
werden die Kinder unter der Aufsicht von NSV,.-!
^^Hn Erlangen hie Synthese bes Anttpyrins; | Aus -er Stadt Gießen 2ttv Fischer stellte das erste Fiebermittel synthetisch ier. Unter den Mebizinern seien hervorgehoben Äholf Kußmaul, der Erfinder her Magensonde, Anon Wintrich, her ben nach ihm benannten „Schall- yechsel" gefunden hat, Karl von Schröder, her Vater Der Gynäkologie, Adolf von Strümpel un> Fr. Ponzoldt, Vater bes Dichters Ernst Penzolbt, als


