Ausgabe 
12.4.1943
 
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193. Jahrgang Nr. 86

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Oer kategorische Imperativ der Stunde.

Die Rede, die Reichsminister Dr. G o e b b e l s am Freitag in Essen hielt, wird zweifellos in allen luft­gefährdeten Gauen Großdeutschlands ein starkes Echo finden. Der Lustkrieg hat den alten Front- degrifs längst über den Haufen geworfen und weite Gebiete des Reiches bis in fein Herz hinein der Front einverleibt. Dies ist uns gerdae in den letzten Wochen erneut zum Bewußtsein gekommen. Des­halb ist die Entschlossenheit und Härte, mit der die deutsche Bolksgemeinschaft in der Heimat den bri­tischen und amerikanischen Luftpiraten im Nord­westen und Westen des Reiches antwortet, dieselbe, wie die unserer Soldaten an der Ostfront, in Afrika und auf allen Weltmeeren.

Für jeden Deutschen gilt er in diesen Stunden dec^Geführ, in solidarischer Verbundenheit mit allen Volksgenossen durch persönlichen Einsatz seinen Mann zu stehen. Immer wieder erleben wir, was die Künder des deutschen Idealismus seit vier Menschenaltern unserem Volke lehrten und was die nationalsozialistische Bewegung während der letzten zehn Jahre an Manneszucht und Pflichterfüllung allen Volksschichten anerzog. Der kategorische Im­perativ erlebt heute wie nie seine Bewährung: Handele so, daß die Maxime deines Handelns gleichzeitig als Grundsatz einer allgemeinen Gesetz­gebung gelten kann." Ohne Unterschied des Alters, des Geschlechts und des Standes setzt sich jeder für die Volksgemeinschaft ein.

Die Feinde sollen es wissen und erfahren: Wie es für uns nur einen totalen Krieg gibt, so gibt es nur eine unteilbare Front. Das Wesen des Luft­kriegs bringt es mit sich, daß durch ihn bald diese und bald jene Ortschaft, bald diese und jene Stadt, bald das Küstengebiet oder ein Jndustrierevier, bald das flache Land und bald unsere Großstädte heim­gesucht werden. Jeder von uns weiß längst, was die Feinde damit bezwecken. Sie wollen die Heimatfront erschüttern. Sie täuschen sich und «irren gründlich.

Die Gefühle, die von den anglo»amerikanischen Mordtaten gegen die Zivilbevölkerung ausgelöst werden, sind ganz anderer Art, als sich die Eng­länder und Nordamerikaner träumen. Nirgends herrscht Kleinmut, Schwäche, Verzagtheit, Hoffnungs« losigkeit oder gar Verzweiflung, aber überall Em­pörung, Verachtung und Haß, Hartnäckigkeit, Zähig­keit, Entschlossenheit. Seit vielen Jahren sind uns die britischen Kriegsmethoden gegen die Buren­frauen Südafrikas bekannt, und nie ist vergessen worden, daß die anglo-amerikanischen Plutokraten mit ihrer ÄushungerungspoMk 1918 uns einmal mürbe machten. Wir haben diese Rechnung mit ihnen noch zu begleichen. Ebenso frisch steht in un­serer Erinnerung, wie die Briten die Inder in den Nordwestprovinzen dadurch auf die Knie zu zwingen suchten, daß sie erbarmungslos ihre Dörfer und Siedlungen bombardierten, ihre Frauen und Kinder mordeten, ihren Viehbestand und ihre Aecker ver­wüsteten. Jetzt versuchen sie dieselbe Methode gegen uns. Das kann in ganz Großdeutschland nur einen Entschluß «mslösen: Ausharren bis der Tag der Vergeltung kommt!

3m IW einer größeren deutschen Zukunst.

Standfestigkeit und Charakterstärke gegen den britisch-amerikanifchenLustterror.

Essen, 10. April. (DNB.) In seiner Rede vor dem Führerkorps der ^Partei sagte Reichsminister Dr. Goebbels, daß uns allen das Herz blute, wenn wir vernähmen, daß in den Luftkriegsge- bieten Heimstätten, Kulturzentten. und wertvolle Kunstdenkmäler, die in der ganzen Welt berühmt feien, unter dem Terror britischer Bomber verloren gingen. Aber noch wichtiger sei es, daß das deutsche Volk die von unseren Feinden aufgeworfene Frage beantworte, ob es in dieser Zeit d i e innere moralische Haltung aufbringe, solche Schläge im Interesse des Gesamtkriegsgeschehens und zur Erringung des endgültigen und totalen Sieges hinzunehmen. Selbstverständlich bedeute der Luft­krieg für das deutsche Volk nicht nur eine mate­rielle, sondern auch eine psychologische Belastung, aber die moralische Haltung der Bevölkerung sei jeden Lobes wert. Was er hier in der Ruhr- metropole erleben konnte, habe ihn auf das Tiefste bewegt. An der inneren Standfestigkeit und mora­lischen Charakterstärke dieser Stadt und dieses Ge­bietes fei überhaupt kein Zweifel erlaubt.

Die Schläge, die wir jetzt empfingen, seien nur im Rahmen des Gesamtkriegsgejchehens zu ver­stehen und richtig einzuschätzen. Man dürfe dabei nicht vergessen, daß, was die Bevölkerung heute in dieser oder jener Stadt oder in diesem oder jenem Fall zu erleiden habe, bald schon nach dem Kriege vergessen sein werde. Aus Ruinen würden sich neue Straßen und neu^ Stadtbilder erheben. Unver­gessen aber würde die innere Haltung bleiben, die die Bevölkerung diesen Prüfungen entgegensetzte. Man müsse in einer so gigantischen kriegerischen Auseinandersetzung, aus der der Luftkrieg einen Teilabschnitt darstelle, den Kopf hoch behal­ten und sich nicht nur vergegenwärtigen, was wir dabei verlieren, sondern auch, was der Gegner dabei an Einbußen erleidet.

Die Engländer seien in keiner Weise materiell, sondern nur vorübergehend psychologisch in einer besseren Situation als wir. Sie könnten uns selbst­verständlich durch den Luftkrieg beachtlichen, aber nicht kriegsentscheidenden Schaden zufügen. Unser U-Boot-Krieg jedoch halte sie an der Kehle. Hier könnten sie tödlich getroffen werden. Er -schlage die Engländer schwerer als uns der Luft­krieg, trotz aller durch ihn angerichteten Schäden an Gut und Blut, treffen könne. Allerdings feien «die durch den U-Boot-Krieg im englischen Kriegs­potential angerichteten Verheerungen v'cht unmit­telbar sichtbar und deshalb für den Augenblick auch nicht so schmerzhaft, wenngleich sie auf die Dauer peinigender seien als die Wunden, die uns der Luft­

krieg schlage. In einem gewissen Zeitraum werde auch der durch den U-Boot-Krieg den Engländern zugefügte Schaden sich materiell nachhaltiger aus­wirken, vorausgesetzt, daß unser Volk dem englischen Luftkrieg die moralische Haltung entgegenfetze, die die gegenwärtige Situation erfordere. Das zu ge­währleisten, sei unsere politische Führungsaufgabe, sei andererseits aber auch die nattonalpolitische Pflicht des ganzen deutschen Volkes. In diesem Zu­sammenhang würdigte Dr. Goebbels eingehend die umfassende Arbeit und Fürsorge der Partei, vor allem in der zivilen Lustkriegführung, die dabei ihre hohen Volksführungseigenschaften wieder einmal auf das sichtbarste unter Beweis stelle.

Zur gegenwärtigen Lage übergehend, führte Dr. Goebbels aus, daß die Probleme, um die es sich bei Beginn dieses Krieges gehandelt habe, nämlich um die Frage, daß die deutsche Stadt Danzig wieder in den Verband des Reiches zurückkehre und ein Korridor durch den sogenannten polnischen Korri­dor gelegt werde, zwergenhaft winzig erscheinen gegenüber den Problemen, die dieser über kontinen­tale Krieg mittlerweile aufgeworfen habe. Niemand von uns habe imSeptember 1939 auch nur in sei­nen kühnsten Träumen zu hoffen gewagt, daß es unserer heldenhaften Wehrmacht jemals möglich sein würde, die deutschen Verteidigungslinien so weit in den feindlichen Raum vorzutreiben, wie das in der Tat geschehen sei. Damit hielten wir eine einmalige Chance in unserer. Hand. Wir hätten deshalb als Volk die gefchichttiche Pflicht, die Leiden, die uns diese Zeit auch neben den gro­ßen Aufgabenstellungen beschere, imLichte einer größeren deutschen Zukunft zu sehen. Niemals dürften wir deshalb den Blick über die Ge­genwart hinaus in die kommende Zeit des deutschen Volkes verlieren. Die nationalsozialistische Bewe­gung habe sich ja immer auf das rühmlichste da­durch hervorgetan, daß sie nicht nur die Gegen­wart aus der Vergangenheit folgere, sondern auch die Zukunst aus der Gegenwart heraus bestimme.

Damit fei es ihr in einem gigantischen Erzie­hungsprozeß gelungen, das deutsche Volk zu einer politischen Nation zu machen. Nur aus solcher inne­ren Einstellung heraus besitze es die Kraft, dem Be­fehl des Führers gehorchend den Auftrag, den die Geschichte ihm stelle, zu erfüllen. Wann die große Stunde des Sieges kommen werde, das vermöge im Augenblick niemand zu sagen. Man müsse sich nur darauf vorbereiten. Heute wie morgen und'für die fernere Zukunft gelte deshalb für die ganze deutsche Nation- mehr denn je das Wort: In Bereitschaft sein ist alles.

3m vordersten Graben der Heimatfront.

Das Echo der Essener Goebbels-Rede.

Berlin, 11. Aprll. (DNB.) Der Besuch des Meichsmi'nisters Dr. Goebbels in Essen hat ein leb­haftes Echo gefunden. Das beweisen vor allem ^Pressestimmen aus den luftgefährdeten Gebieten. Wer, so schreibt dieNationalzertung tn »Essen, Gelegenheit hatte, Zeuge der mannigfa­chen svontanen Begrüßung zu sein, die Relchsmmi- fffer Dr. Goebbels' durch die Bevölkerung der so schwer heimgesuchten Gauhauptstadt Essen zutest wurde und wer die Ausführungen des Ministers mit oanhören konnte, muß davon überzeugt fein, daß Molk und Führung des Reiches auch m dieser Zeit schwerster Opfer miteinander ernig Zehen und sich gegenseitig mit einem Vertrauen gegenüberstehen, das einzigartig ist. Wir sind be­reit, das, was der Krieg uns auferlegt, auch weiter* Zin in der Haltung zu tragen, die der Wurde un­sres Volkes entspricht. DieEssener Allgemeine Zeitung" versichert, daß Reichsminister Dr Goeb­bels sich zum Dolmetsch der Empfindungen der Ge- meinschaft aller Männer und Frauen machte, die Mer im vordersten Graben der Helmatfrvnt ihre Stellung halten. Das gleiche soldatische Pküchtgefuh «ei ihnen eine Selbstverständlichkeit und hohe Auf­gabe, wie es unsere Kämpfer an den Fronten be­seelt. Sie fühlen sich mit ihnen eins. Auch wir Yier 'Kämpfen um ein größeres und freieres '

Vas uns für alle Zukunft Lebensraum und Lebens­

inhalt bieten und verbürgen soll. Zu diesem Ziele setzten wir die gan'.ze starke Haltung ein, deren wir als Volk an der Ruhr, das immer schon die Härte des Lebenskampfes hat spüren müssen, fähig sind. Dabei dürfen wir das stolze Bewußtsein haben, daß sich die gesamte Nation mit unserem schweren Ab­wehrkampfe in dankbarer Verbundenheit solidarisch fühlt und auch an den materiellen Sorgen unserer Bevölkerung Anteil zu nehmen bereit ist.

DieRheinisch-Westfälische Zeitung" stellt fest: Jeder in Essen weiß, daß er in der nächsten Nacht auf die äußerste Probe gestellt werden kann. Er ist sicher, daß er sie bestehen wird, wie andere vor.ihm sie bestanden haben. Genährt aus Erfahrungen und Beispielen, weiß er, daß er auf den Nachbarn vertrauen darf. Der Einzelne wäre leicht verloren, mit anderen gleichen Geistes und Willens wie er, weiß _er, daß aus ihren Kräften eine Macht erwächst, die auf der Waagschale des Unheils ein nicht geringes Gegengewicht einzu­setzen hat. Die Seele ist fest, der Geist kennt keinen Ueberschwang, Jie sehen die Dinge mit der Nüch­ternheit, wie sie der Soldat anzuwenden pflegt, und sie tun das Notwendige mit Eifer und Zähig­keit. Leuchtende Tapferkeit zählt zu den Alltäglich­keiten, die in dieser Stadt Allgemeingut geworden sind. Das Kleinliche ist von ihnen gefallen. D i e Tat ist an den Anfang des Handelns geteilt.

Zusammenkunft Führer und Duce.

In umfassender Besprechung über alle Fragen der gemeinsamen Kriegführung wurde völlige stebereinstimmung über alle Maßnahmen zum totalen Einsatz aller Kräfte bis zum endgültigen Siege erzielt.

DAV. Aus dem Führerhauplquartier, 11. April. Der Führer und der Duce hatten vom 7. bis 10.April 1943 eine Zusammenkunft. Der Duce war begleitet von dem Ches des italienischen Generalstabes, Armeegeneral Am­brosio, dem Staatssekretär für auswärtige Angelegenheiten, V a st i a n i n i. sowie von Beamten des italienischen Außenministeriums und Offizieren des italie­nischen Oberkommandos. Mit dem Führer waren zu der Zusammenkunft erschienen: der Reichsmarschall Hermann Göring, der Reichsauhenminister von Ribben­trop, der Ches des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral D ö n i h, und der Chef des Generalstabes des Heeres, General Z e i h l e r. Der deutsche Votschaster in Rom, von Mackensen, und der italienische Botschafter in Berlin, Dino Alfieri, nahmen gleichfalls an der Zusammenkunft teil.

3n den umfassenden Besprechungen wurden sowohl die allgemeine poli­tisch e O a g e als auch alleFragendergemeinsamenKriegführung behandelt. Ueber die auf allen Gebieten zu treffenden Maßnahmen wurde völlige Uebereinstimmung erzielt.

Der Führer und der Duce gaben ihrer und ihrer Völker harten Entschlossenheit erneut Ausdruck, den Krieg durch den totalen Einsatz aller Kräfte bis zum endgültigen Sieg und bis zur völligen Beseitigung jeder zukünftigen Gefahr, die dem europäischen-asrikanischen Raum von Westen und Osten droht, zu führen.

Die gemeinsamen Ziele, die die Achsenmächte zur Verteidigung der europäischen Zivilisation und für die Rechte der Rationen auf freie Entwicklung und Zusammenarbeit verfolgen, wurden aufs neue be­kräftigt. Der Sieg der im Dreierpakt verbündeten Rationen soll Europa einen Frieden sichern, der die Zusammenarbeit aller Völker auf der Grundlage ihrer gemeinsamen Interessen gewährleistet und eine gerechte Verteilung der wirtschaftlichen Güter der Welt herbeiführt.

Die Besprechungen zwischen dem Führer und dem Duce und die Unterredungen ihrer Mitarbeiter verliefen im Geiste großer Herzlichkeit.

Die allgemeine deutsch-italienische Politik ist zwingend festgelegt. Eine Problematik gibt es nicht. Der Unterschied ist durch die sehr einfache, aber ebenjo fundamentale Tatsache bedingt, daß Deutsch­land als Land der festländischen Mitte die Berufung des Kontinents verkörpert, und Italien als Halb­insel der Mitte seinen natürlichen Schwerpunkt im Mittelmeer hat. Die Mittellage sowohl nördlich wie südlich der Alpen entscheidet sowohl den inneren Zusammenhang zwischen Italien und Deutschland, wie er sich in dem Achsenbegriff darstellt, als auch die gemeinsame Abwehr raumfremder Eingriffe, wie sie auf der einen Seite von dem Bolschewis­mus der Steppe, auf der anderen Seite von dem vom europäischen Kontinent abgewandt zum Atlan­tik blickenden Großbritannien und den ganz europa­fremden Bereinigten Staaten so eindeutig ver­treten werden.

Der jetzigen Begegnung von Adolf Hitler und Benito Mussolini gingen die Besuche des bulgari­schen Königs in Deutschland, des ungarischen Mi­nisterpräsidenten Kallay in Rom, insbesondere aber der Besuch Ribbentrops vom 24. bis 28. Februar voraus. Die Zusammensetzung der deutschen Ab­ordnung, die dachals unter Ribbentrops Führung in Rom weilte, wies auf Besprechungen aller Fra­gen auf militärischem, allgemein politischem und wirtschaftlichem Gehiet hin. Es wurde damals schon ausdrücklich bervorgehoben, daß in den Besprechun­gen Ribbentrops mit dem Duce an den vier Tagen vom 25. bis zum 28. Februar aüe/ Fragen der europäischen Politik und der gemeinsamen Kriegfüh­

rung der Dreierpaktmächte erschöpfend behandelt wurden.

Nun ist dieser ganze Fragenkomplex bei einer persönlichen Begegnung zwischen 'Führer und Duce ih mehrtägigen Besprechungen vertieft und erwei­tert worden. Das darüber ausgegebene amtliche Kommunique fetzt an die Spitze den entschlos­senen Willen zum kompromißlosen Kamps beider Achsenmächte bis zum totalen Siege. Dom ersten Tage des uns heimtückisch auf­gezwungenen Krieges an kennen wir kein anderes Ziel als die Vernichtung unserer Feinde, die uns vernichten wollen und alles daran fetzen, die jun­gen aufstrebenden Völker des europäischen Konti­nents an der freien Entwicklung ihres nationalen Lebens zu"hindern. Die Mächte, die sich mit der Anzettelung dieses Krieges wiederum in den Dienst des internationalen Judentums gestellt haben und in feinen) Auftrage den europäischen Kontinent, der im Begriff ist, eine Neuordnung seines natürlichen Lebensraumes vorzunehmen, in den Arm zu fallen, werden nach wie vor in Deutschland und Italien ihre kompromißlosen Gegner sehen.

Beide Achsenmächte sind entschlossen, alle Kräfte für diesen Kampf zu moblifieren und sich durch keine Maßnahmen der Feinde daran hindern zu lassen, alle nationalen Kraftreserven einzusetzen, um in einem Kampf Sieger zu bleiben, der um Sein oder Nichtsein Europas geht. Es bedarf nur eines Blickes auf die in Deutschland und Italien und dar­über hinaus auf dem im europäischen Kontinent noch vorhandenen militärischen und wirtschafttichen

Schwere Abwehrkämpfe in Tunesien.

Oer Wehrmachtbericht vom Gamstag.

DRV. Aus dem Führerhauplquarrier, 10. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

An der O st f r o n t fanden gestern keine Kampf­handlungen von Bedeutung statt.

An der tunesischen Front hält die schwere Abwehrschlacht gegen den mit immer neuen Kräf­ten angreifenden Feind an. Zahlreiche Angriffe wurden von unseren unerschütterlich kämpfenden Truppen abgewiesen, mehrere Einbrüche abge­riegelt. An der Südfront gehen die planmäßigen Ausweichbewegungen weiter. Deutsch-italienische Kampfgruppen slelllen sich immer wieder zum Kampf und wichen erst nach harten und erbitter­ten Gefechten dem Druck des weit überlegenen Feindes. Die Luftwaffe unterstützte in unermüd­lichem Einsatz die schwer kämpfenden Verbände des Heeres.

Nachdem einzelne feindliche Flugzeuge in den späten Abendstunden des gestrigen Tages einen Störangriff auf we st deutsches Gebiet durch­geführt hatten, griffen britische Bomber in der Rächt erneut den Westen des Reichs an. 3n meh­reren Orten entstanden Verluste unter der Be­völkerung und Gebäudeschäden. Rach bisher vor­liegenden Meldungen wurden mindestens acht mehr­motorige Bomber abgeschossen.

Vor der norwegischen Küste griffen sechs feindliche Torpedoflugzeuge einen deutschen Geleit­zug ohne Erfolg an. Sicherungsfahrzeuge schossen zwei der angreifenden Flugzeuge ab.

Schnelle deutsche Kampfflugzeuge erzielten gestern bei einem Tiefangriff erhebliche Zerstörun­gen in einer südenglischen Kästenstadt,

Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag.

DRB.Aus dem Führerhauptquarkier, 11. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

An der Ostfront verlief der Tag bis auf er­folgreiche Säuberungskämpfe im Raum nord­westlich 3 sjum ruhig. Die Luftwaffe griff in verschiedenen Abschnitten mit starken Kräften sowje­tische Stellungen an und bekämpfte den feindlichen Rachschub sowie 3ndustrieziele im rückwärtigen Ge­biet des Feindes.

3n schweren wechsetvollen Kämpfen wurden s ü d- westlich Tunis und westlich Kairouan mit überlegenen Kräften geführte und durch starke Fliegerverbände unterstützte feindliche Durchbruchs­angriffe abgeschlagen. Dem Feind wurden zum Teil im Gegenstoß schwere Verluste zugefügt und sech­zig Panzer abgeschossen. 3m S ü d a b s ch n i t t ge­lang es unseren Truppen, sich vom Feind zu lösen und ihre Bewegungen in neue Stellungen plan­mäßig fortzusehen.

Feindliche Flugzeuge warfen in der vergangenen Rächt in Südwest- und Rordo st deutsch- land planlos Spreng- und Brandbomben vor­wiegend auf offene Landgemeinden. Bei diesen An­griffen und bei Tagesvorstößen schwacher britischer Fliegerkräfie in den Küstenraum der besetzten Dest- gebiete verlor der Feind 13 Flugzeuge.

3m Kanal kam es in den frühen Morgenstunden des 10. April zu einem kurzen Gefecht zwischen deutschen Vorpostenbooten und drei britischen Ka­nonenbooten, von denen zwei schwer beschädigt wurden. Die deutschen Schiffe hatten weder Scha­den noch Verluste.