meisterlich der Reihe nach vsrgetragen: vom poli-f Uhrwerk ablief, beschränkte sich die Plamtng der tischen, vom militärischen, vom wirtschaftlichen und wnischa^
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vom Standpunkt des Volkes selber aus gezogen.
Zu einem Gemeinplatz der Geschichte ist es schon geworden, daß damals der Krieg noch vor dem ersten Schuß bereits politisch verloren war. Jener Alpdruck des alten Bismarck, die Einkreisung Deutschlands, lag als vollendete Tatsache vor. Dem hielt nur ein unvergleichliches Heer — obwohl sich auch an ihm die Innenpolitik versündigt hatte — so glorreich die Waage, daß viereinhalb Jahre da. zu nötig waren, bevor das Reich den nicht mehr gutzumachenden Sünden seiner Außenpolitik endlich
Elternhaus stehen. Lediglich Schüler, die in Jntev naten wohnen, können auch geschlossen im Reichs, gebiet außerhalb des Schulortes eingesetzt werdens Der Einsatz erfolgt auf Grund eines besondere, Heranziehungsbescheides.
Mit Rücksicht darauf, daß die Höheren Schule,, ein besonderes Kontingent an Nach.
HJ.-Führer als Mannschaftsfuhrer zur Seite stehl Mit dem Kriegseinsatz der deutschen Jugend ist ei, weiterer Schritt zur totalen Mobilisierung aller Kräfte des deutschen Volkes getan.
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Auch die Jugend im totalen Kriegseinsatz
Höhere Schüler werden als Lustwaffenhelfer zum Kriegshilfsdienst eingesetzt.
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Berlin, 11. Febr. (DNB.) Es ist eine zu allen Kriegszeiten beobachtete Erscheinung, daß naturge- mäß das Eigentum des krieg führend en Volkes in der Heimat häufiger Angriffen durch landfremde und asozial ei Elemente ausgesetzt ist und damit eine unerwünschte Beunruhigung m die Bevölkerung getragen wird. Nachdem die Ord- nungspolizei bei Beginn des Krieges einen großen Teil ihrer Männer für den Einsatz innerhalb der Wehrmacht fcir Verfügung stellte bei gleichzeitig ständig steigenden Aufgaben in der Heimat, erwies es sich als notwendig, für die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen auf dem flachen Lande eine Hilfspolizeitruppe aufzust eilen.
Zu Beginn des Jahres 1942 erfolgte die Aufstellung der Landmacht durch den Chef der Ordnungspolizei, -k-Oberstgruppenfuhrer und Generaloberst der Polizei D a l u e g e, aus den in der Heimat verbliebenen Männern. Für den Dienst in der Landwacht kommen rüstige Männer jeden Alters und aus allen Berufen in Frage, insbesondere die von der Wehrmacht für die verschiedensten kriegswichtigen Aufgaben UK.-Gest e ll t e n. Der Dienst ist kurzfristiger Notdienst und wird als Ehrendienst am deutschen Volk nicht vergütet. Durch die Zusammenarbeit mit den Kreis- teitern ist die Gewähr gegeben, daß die Landmacht auch in ihrer weltanschaulichen und politischen Aus« richtung in Ordnung ist. ..
Im allgemeinen werden die Landwachtmänner nur zu kurz dauernden Einsätzen herangezogen. Ausnahmen machen lediglich größere Fahndungsmaßnahmen, die jedoch selten vorkommen. Die Männer sind nur durch weiße Armbinden mit dem Aufdruck „Landmacht^ kenntlich. Sie haben die Befugnisse von Hilfspolizisten und weisen sich bei Amtshandlungen mit einem Lichtbildausweis
aus. Die Landmacht untersteht der Gendarmerie uiü wird entweder mit dieser gemeinsam oder einzel, eingesetzt. Als Grundlage für den Aufbau der Land wacht sind Ueberwachungsbereiche gebildet worden, die sich mit den Gemeindebezirken decken. „ Für jeden Ueberwachungsbereich steht ein Land, jugene Wachtposten bereit, eine Einheit vcn einen ,5r* 5 Postenführer und einer verschieden starken Zahl do, Lr pol Landwachtmännern. In jedem Falle ist die Gewähr ining ( für ausreichende Sicherheit gegeben. Telephonische " Erreichung des Landwachtpostenführers, ein Alarm- . it( plan und andere Diensteinrichtungen ermögliche, die Einsatzbereitschaft in kürzester Frist.
In der Hauptsache stehen heute in der Landwack ehemalige Frontsoldaten des ersten Weltkrieges, d noch über ausreichende Waffenerfahrung verfüge und damit die Gewähr für den Einfatzerfolq geben Da die Männer ausschließlich aus der Wirtschaf kommen bzw. in ihr tätig sind, ist von einer Au»i bildung abgesehen worden.
Nur gelegentliche Appelle rufen die Männer zu sammen zu notwendigen Besprechungen über neue Dienstverfügungen und für erforderliche Waffen Unterweisung. Die Männer der Landmacht hab« bewiesen, daß sie mit viel Verständnis, großem In! teresse und einer beispielhaften" Einsatzfreudigkeit ihren Dienst versehen. In jedem Einzelfall sind dir gesuchten Personen, die im Umhertreiben die offen* liebe Ruhe und Sicherheit störten, aufgegriffen uiti einer strengen Bestrafung zugeführt worden. (En* scheidend für den selbstlosen Einsatz der Landwachi- mönner, der im vergangenen Jahre eine Anzahl oe« Toten und Verwundeten gefordert hat, ist, daß btt Soldat an der Front das Gefühl der absolut«
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zu einer allgemeinen Trauerfeier des ganzen Sun* des. Auf allen Bahnhöfen hatten sich Verehrer btt Meisters eingefunden, die ihm chren letzten Gruß darbringen wollten. Ganz Bayreuth war in Xrouer, als der Zug den 17. abends auf dem Bahnhof ent lief. Am Sonntaa, dem 18., erfolgte die Beisetzung Nach einer würdigen Feier war der unter Kränz»« verschwindende Sarg nach der Villa Wahnfried führt, und von dort trugen des Meisters Jüngst, unter ihnen Niemann, Hans Richter, Porges, zfr’ ton Seidel, die Bahre nach der Gruft, die an der Gartenmauer gegenüber dem Arbeitszimmer 2Ög? ners, gegraben war. C. K
werden.
Politisch, militärisch, wirtschafttich und volklich, in jeglicher Hinsicht liegt es heute von Grund aus anders, unvergleichlich besser als damals. Wenn Kleinmut vor diesen verheißungsvollen Abständen die Augen schließen würde, so wäre dies nicht einfach helle, sondern geradezu verbrecherische Unvernunft.
Keine australischen Truppen auf überseeischen Kriegsschauplätzen.
Stockholm, 12. Febr. (DNB.) Das australische Abgeordnetenhaus lehnte mit 56 gegen 13 Stimmen einen Zusatz zum Militärdienstgesetz ab, der einen uneingeschränkten Dienst vorsah. Die angenommene Fassung beschränkt den Militärdienst der australischen Truppen auf das Hei matland und ge-
Berlin, 11. Febr. (DNB.) Der Führer hat m seiner Proklamation zur 10. Wiederkehr der Machtübernahme der harten Entschlossenheit Ausdruck gegeben, alle Kräfte zusammenzufassen, um den uns aufgezwungenen Kampf bis zum siegreichen Ende durchzuführen. Nachdem der Einsatz aller deutschen Männer und Frauen an kriegswichtiger Stelle vor wenigen Tagen durch Gesetz festgelegt wurde, wird nunmehr auchdieJugend nicht zuruckstehen.
Durch eine gemeinsame Anordnung des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe, des Leiters der Parteikanzlei, des Reichsministers des Innern, des Reichsministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung und des Jugendführers des Deutschen Reiches wurde fest- aeleat, daß die höheren Schüler Gelegenheit zum Einsatz als Luftwaffenhelfer erhalten sollen. Der Einsatz wird vor allem tn den luftbedrohten Gebieten erfolgen, wobei die Luftwaffenhelfer im Heimatort und dessen unmittelbarer Nähe verbleiben und somit in laufender Verbindung mit ihrem
nau festgelegte Gebiete im Südwestpazrsik. Der Be- schluß ist eine Folge der schweren Opfer, die Austra- lien in Hongkong, Singapur und Nordafrika bereits für England gebrächt hat. Der frühere australische Kriegsm'mister Spender und der ehemilige Ministerpräsident Menzies waren aus der Leitung ver vereinigten australischen Partei ausgeschieden aus Protest gegen den Entschluß der Partei, dem Antrag der Regierung zuzustimmen.
Militärkonferenz auch in Tschungking.
Stockholm, 11. Febr. (Europapreß.) In den letzten Tagen haben bvitisch-nordameritanisch-chine- sische Generalstabsbesprechungen in Tschungking und Indien stattgefunden. Der britische Feldmarschall Sir John Dill und der Oberbefehlshaber der nord- amerikanischen Luftstreitkräfte General Arnold waren von Casablanca aus nach Indien und, China gereift, um General Wavell und Marschall Tschiangkaischek über die Ergebnisse der Casablanca-Konferenz zu unterrichten. Als Vertreter des nordamerikanischen Generalstabschefs Marshall war General Wiedemayr beteiligt. Außerdem wurden zu den Besprechungen zugezogen der nord-
doch erlag. 1
Dagegen ist in den heutigen Krieg, politisch 1 triumphal, schon das fertige Groß deutsch- ! land eingetreten; statt als nachträgliche Feinde, stehen uns heute Italien, Japan und Rumänien als treue Bundesgenossen zur Seite.
Daran schließt sich ungezwungen der Vergleich zwischen der militärischen Lage damals und jener von heute. Unbeirrt doch im Einfrontenkrieg konnten wir nacheinander Polen überrennen, Frankreich und seine Helfer niederwerfen, im Süd- osten reinen Tisch machen. England wurde vom Kontinent verdrängt und ein so starker atlantischer Wall vor ihm gezogen, daß auf Dünkirchen eben nur Dieppe folgen tonnte. Hingegen waren damals seine anschwellenden Heeresmassen förmlich daheim in Frankreich. Auch die Amerikaner konnten gleich Dergnügungsreisenden in den französischen Häfen landen. Heute dagegen sehen wir sie bisher blaß in die nordafrikanische Mausefalle geschlüpft, ganz wie im Fernen Osten auf den Salomonen. Und erst bei einer Kriegslage, die für uns so unvergleich- lich günstiger ausgereift war, find wir, weltgeschichtlich rechtzeitig, der furchtbaren Gefahr im Osten entgegen getreten; während sich damals die russische „Dampfwalze" doch gleich anfänglich so unheilvoll auch im Westen auswirkte. 1
In der Tat, wieso hätten wir uns zu Tode „gesiegt"? Das stimmt ja gar nicht. Da vergißt man doch auf das militärische Unglück, das nach dem ersten kurzen Siegeslauf gleich zu Anfang des Krieges hereinbrach: die so voreilig verloren gegebene Marneschlacht! Aus ihrem Schatten ist der Krieg hernach nie mehr herausgetreten. Wäs steht aber diesem folgenschweren Einbruch in unseren damaligen Kriegsplan heute gegenüber? Drei Jahre unerhörter Siege! Damit ist für den glücklichen Enderfolg ein Fundament gelegt worden, das keinerlei noch so schwerer Rückschlag zu erschüttern vermag. Ein so sieagestähltes Heer und Volk nimmt es „fri- derizianisch" mit Tod und Teufel auf.
Von der politischen und militärischen Lage hängt aber gleich auch die wirtschaftliche ab, namentlich, soweit es den Verkehr über die Grenzen hinweg betrifft Eingekreist war eben Deutschland d a - mals auch wirtschaftlich, nimmt man den Druck auf die Neutralen hinzu, den England auszuüben vermochte. Dies traf zu, weil feine Sekherrschaft noch ungebrochen war, wodurch gleichzeitig wir selber richttg „blockiert" blieben. Im gleichen Maß dagegen ist es heute um uns besser, steht es um England schlimmer. Nicht nur wirken unsere U-Boote lähmend auf alle'militärischen Bewegungen unserer Gegner, auch soweit diese den östlichen zu unterstützen suchen; das Geflecht chrer todbringenden Fahrten legt sich immer würgender um England herum, das so überwiegend von der Zufuhr über See lebt. Dazu kommt noch die ungeheure Einbuße, die unsere Gegner im pazifischen Raum durch das kriegsgewaltige Japan erlitten haben. Jenen damaligen Vorteil endlich, daß wir Frankreich wenigstens von seinem industriellen Norden und von Belgien abgeschnitten hielten, wiegt es doch weithin auf, daß uns heute fast das ganze nichtbolschewiftische Europa dabei hilft, den Krieg wahrhaft „total" zu fuhren. Dies leitet aber schon zur wirtschaftlichen Lage im Innern über. Da erst recht stellt sich der Abstand zwi chen damals und heute zu unseren Gunsten aus.
Wie ist die deutsche Wirtschaft in den heuttaen Krieg eingetreten? Im überlegenen Geiste des Vieriahresplanes als eine von echter Politik einheitlich gelenkte Wirtschaft. Dadurch bot sie nicht nur dem so gefährlich plötzlichen liebergang m den Kriegszustand die Sttrne, sie blieb dauernd den riesigen Anforderungen des Krieges gewachsen und dabei auch wendig genug, um sich den rastlos wechselnden Kriegslagen immer wieder anzupassen. Im krassen Gegensatz dazu fehlten d a m a l s vorerst alle Voraussetzungen dafür. Ein „kapitalistische , also „im freien Spiel der Kräfte" sich selber überlassene Wirtschaft „taumelte" -damals förmlich m den Krieg. Denn wahrend die militärische Mobilmachung, im Geiste Moltkes geplant, exakt wie ein
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wuchs für die gerade im Weltkrieg wichtiger rf2 «Berufe, wie '».B Aerzte, Wissenschaftler, 3n. jP'! qenieure, Techniker stellen, wird besonders WechM^ darauf gelegt, daß der Unterricht in möglich- ÜE» großem Umfange weiter erteilt werden kann l5eu Die Schüler werden daher klassenweise zu- sammen eingesetzt, und der Unterricht wir) JV*’ durch die bisherigen Lehrer w e i t e r g e s ü h r t 2) Die Betreuung erfolgt, solange sich die Luftwaffen- ^[ia, Helfer nicht unmittelbar im militärischen Dienit befinden, durch einen Betreuungslehrer, dem eii ^tej
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dende Umordnungen im Geldwesen. Infolgedessen wuchtete sich der Ausbruch des Krieges als jener „Kriegsstoß" aus, der zunächst das ganze Wirtschaftsleben lähmte. Aktiv gebärdete sich bloß das Gezücht der Juden und Schieber. In diesen schrecklichen Wirrwarr, bei dem der i^nheirnlich anschwellende Kriegsbedarf steigend ungedeckt blieb, versuchten zunächst die „Mieasgesellschaften" Ordnung hineinzubrlngen; ein Versuch wirtschaftlicher Selbstverwaltung, um Rohstoffe kriegsmäßig zu „bewirtschaften", jedoch selber wieder von unheilvoll „kapitalistischem" Gepräge. Erst das großgedachte, aber längst zu spät sich auswirkende Hindenburg-Pro- aramm errang noch zu Ende des Krieges eine erstaunliche Leistungssteigerung. Inzwischen aber hatte nicht nur eine schiefe Finanzpolitik, auch eine unglückliche Lohnpolittk das deutsche Wirtschaftsleben -auszuhöhlen begonnen, so daß es unaufhaltsam dem Siechtum Der Inflation zutrieb; überhaupt vermorschten Wirtschaftskraft und Kampfstärke des Reiches von innen heraus, weil allem Heldentum der Front zum Hohn allmählich das Volk, von Volks fremden zerfetzt, in feiner Haltung versagte. Da recht eigentlich saß der Wurm.
Soweit es auf das Vo 1 k se 1 ber ankam, war es ursprünglich zwar Mann für Mann mit einer hingebenden Begeisterung in den Krieg eingetreten; als ein Volk aber, dem echte politische Fichrung seit zwanzig Jahren versagt blieb. Politik lief damals hinaus auf ein Tauziehen zwischen den Parteien und den Cliquen und Jnteressentengruppen hinter diesen; ein Tauziehen um den Besitz der höchsten, letztentscheidenden Macht im Gemeinwesen. Die Regierung lavierte bloß dazwischen. So fehlte es zugleich an Stetigkeit und an Einheit der politischen Führung; nicht umsonst also wurde in jeglicher Hinsicht „schlechte" Politik getrieben. Die Figuren jenes Tauziehens, die „Politiker", waren nur vorübergehend vor der Woge der Begeisterung zuruck- gewichen. , , ,rz .
Als die Haltung des Volkes von jenem Hochstand absank — eben weil ihr keine echte Politik eine Stütze bot — da wagten sich diese Karikaturen eines wahren Führertums wieder hervor und trieben immer weitere Schichten des Volkes aesinnungs- mäßig in die Irre. Statt daß der Krieg damals einer großen Idee folgte, stritt man dann in Parlament und Presse um feine „Ziele". Tückische Em- flüfterungen des Gegners fanden ein roiUia Gehör, Von da aus lähmten ttügerische Wunschbilder vom Frieden den Wehrwillen der Massen. Für alle diese Einimpfungen bereitete die steigende Not im Lande den Nährboden, lieber einem schier selbstmörderischen Zerfall des Volkes, bis in extremste Parteien, ging schließlich seine wehrhäfte Haltung völlig zu Bruch. Nicht also jenem bösen Sprüchlein gemäß „zu Tode gesiegt", sondern selber verraten hat sich damals das deutsche Volk.
Kann'man blind dafür bleiben, wie radikal anders auch in dieser Hinsicht heute die Voraussetzungen eines glücklichen Ausganges tes Krieges beschaffen sind? Leuchtet doch diesem Krieg aller Kriege für unser Teil eine große Idee voraus. Es geht nicht bloß für unser Volk und alle europäischen Völker um Leben und Tod, zu retten gilt es menschenwürdiges Dasein und eine Kultur, als köstliche Frucht von Jahrtausenden. In diesem weltgeschichtlichen Kampfe ist aber just das deutsche Volk im unschätzbaren Besitz einer echten politischen Führung. Sie ist in langen Jahren herangerei'ft und kann soeben auf zehn Jahre der Erprobung auf praktischen Erfolg stolz zurückblicken. Damit ist der Haltung des Volkes selber noch em fester Halt geboten, und dieses fähig, selbst der schwersten Lagen des Krieges mutig Herr zu
Auf der Sonnenhöhe seines Ruhmes sehen wir Wagner wieder in Venedig, und die aus Traum und Licht, aus starrer Pracht und heißem Leben wunderbar gewobene Atmosphäre, in der einst der Mann den zweiten Akt des Tristan geschaffen, sie umgibt auch den Greis in jenen weihevollen Stunden, da sein Gestirn im strahlenden Untergänge sich der Ewigkeit und Unsterblichkeit zuneigt. In einem viel herrlicheren Palaste als das erste Mal, dem berühmten Palazzo Dendramin, war Wagner eingezogen; wie ein Fürst erschien er, wie der mäch- bige Beherrscher eines unbekannten Reiches, dessen Größe die Venezianer wohl ahnten, wenn sie einander zuflüsterten: „Er soll mehr sein als ein König."
Jene Einsamkeit, die Um vor 24 Jahren so qualvoll befallen, sie war ihm nun erwünschter Genuß zur Stärkung für neue Pläne und Entwürfe. Nur wenig Besuch kam in seinen Palast mit Ausnahme der kleinen Zahl der Intimen, die wie Liszt ihn zu neuer Schaffenskraft anregten. Schon vor sechs Uhr stand der Meister regelmäßig auf und schrieb einige Stunden; auf dem Schreibtisch stand gewöhnlich ein Glas Wein oder Kognak. An kühlen Tagen vertauschte er den Atlasschlafrock mit einem Pelzmantel, denn die italienischen Paläste heizen sich nicht leicht. Vormittags konnte man bann Wagner des öfteren mit seinem Sohn Siegfried in dem am Kanal liegenden ©arten spazierengehen sehen. Am Nachmittag ward bei gutem Wetter eine Gondelfahrt unternommen, wobei der Meister gewöhnlich selbst die Witterung prüfte und dabei mit eigentümlicher Geste die Hande emporhob und hin und her bewegte, wie um die Beschaffenheit der Luft zu ergründen. Man konnte den großen Komponisten des Vormittags in der Dreherfchen Bierhalle erblicken, wo er wohl trotz des Verbots feines Arztes ein Stück Schweizerkäse aß, ober beim Friseur, wo er sich das noch immer jugendlich sprossende Haar schneiden ließ. Die Musik auf dem Markusplatze schien ihm keinen schr angenehmen Eindruck zu hinterlassen, und als er einmal etwas aus dem „Lohengrin" hörte, hielt er sich die Ohren zu und eilte in einen Laden. In dem bunten Treiben der venezianischen Gassen war der berühmte „Tedesco“, der den Armen reichlich spendete und stets freundlich und gütig war, in feinem großen grauen Hut und dem braunen Ueberrock bald eine populäre Persön-
Aus Richard Wagners letzten Tagen.
Zu seinem Todestage am 13. Februar.
,Ln schlafloser Nacht trat ich einst auf den Balkon meines Fensters am großen Kanal in Venedig: wie ein tiefer Traum lag die märchenhafte Lagunenstadt im Schatten vor mir ausgedehnt. Aus dem lautlosesten Schweigen erhob sich Der mächtige rauhe Klageruf eines soeben auf seiner Barke erwachenden Gondoliers, mit welchem dieser in wiederholten Absätzen in die Nacht hineinrief, bis aus weitester Ferne der gleiche Ruf den nächtlichen Kanal entlang antwortete: ich erkannte die uralte schwermütige melodische Phrase, welcher seiner Zeit auch die bekannten Verse Tassos untergelegt worden, die aber an sich gewiß so alt ist, als Venedigs Kanäle mit ihrer Bevölkerung. Nach feierlichen Pausen belebte sich endlich der weithin tönende Djalog und schien sich im Einklang zu verschmelzen, bis aus der Nähe wie aus der Ferne sanft das Tönen wieder im neugewonnenen Schlummer erlosch. Was konnte mir das von der Sonne bestrahlte, bunt durchwimmelte Venedig des Tages von sich sagen, das jener tönende Nachttraum mir nicht unendlich tiefer um mittelbar zum Bewußtsein gebracht gehabt hätte?"
Diese Stimmung, aus der tiefsten Versenkung in Tristan und Isoldes Sehnsuchtswelt geboren, hatte Wagne r/bei seinem ersten Aufenthalt in Venedig mit magischem Zauber umfangen. Damals war er im schweren Ringen mit den Widrigkeiten der Welt und den Dämonen seines Schaffens zu kurzer Rast in diese Stadt eingekehrt, während die schwermuttg lockende Melodie eines großen Liebesdramas in ihm erwuchs; den Armen, Abgehetzten hatte der ehr- , würdig altertümliche Prachtbau des Palazzo Giusti- niani wie ein kurz verfliegendes Märchenbild umfangen, bann waren wieder die schweren Geldsorgen, die ihm seit Jahren wie eine böse Meute nicht von den Fersen weichen wollten, über ihn hereingebrochen, auf Betreiben der sächsischen Regierung hatten ihn die venezianischen Behörden ausweisen wollen, und er war weiter gezogen auf seinem Leidensweg, der zu spätem Triumph und Sieg führen sollte.
Die Vogelberingung macht es möglich, die 2* bensgeschichte manches Vogels iw ihrem ganzen lauf gut zu verfolgen, so daß wir eine bessere kenntnis des Vogellebens gewinnen. Das bewrft der Lebenslauf einer Lachmöwe, den der Leiter b« Vogelwarte Rossitten, Dr. E. Schütz, feftgefteöt h» und» der nach seinem Bericht in Der Frankfurts Wochenschrift „Die Umschau" kurz bargefteöt w«» Es handelt sich um eine Lachmöwe, die am 16.9^ 1934 im Möwenbruch Rossitten beringt und mH/ anderen Vögeln zusammen nach Tatenhausen w Kreise Halle in Westfalen gesandt wurde. W wurde sie am 28. August 1934 freigelaffen. An 2. September zog die Lachmöwe bereits von __ H ( tenhausen weg, sie wurde am 13. November 19 ■* am Neuerwall in Hamburg beobachtet, und zM Wochen später, am 27. Januar 1936 hielt sie sich der Oderbaumbrücke in Berlin-Ost, einem beocr- äugten Tagesstandplatz von Wintermöwen, ors Im folgenden Winter war die Möwe wieder $ Hamburg. Aach im Winter 1937/38 konnte sie bcfl| festgestellt werden. Am 15. Juni 1941 wurde durch einen Schuß getötet, in Steide bei Salzberx» an der Ems in Hannover, nur 75 Kilometer dem Auflassungsort Tatenhaufen entfernt, mOk funden. Die Möwe war durch ihre Verschickung ov> Iungvogel offenbar ganz von ihrer eigentWJj Heimat losgelöst und nahm ihren <5ommeraufetr halt im weiteren Umkreis ihres Auflaffungsottiö^ Man kann daraus schließen, daß NeuansiedlunM durch Verschickung von Iungvögeln durchaus aussichtslos sind»
lichkeit. Abends war die Beletage des Palastes in glänzender Weise erleuchtet, denn Wagner liebte Licht und Helle.
Inmitten dieses prächttgen, von reicher Geistesarbeit erfüllten Seins überfiel Wagner, der feit Jahren an Herzbeklemmungen und Magenbeschwerden litt, plötzlich der Tod. Wohl hatte er zu Weihnachten 1882, als er im Kreise der Seinen seine Jugendsinfonie dirigiert hatte, in trüber Ahnung ausgerufen: „Ich habe zum letzten Mal dirigiert', aber er hatte doch auch gehofft^ noch 90 Jahre alt zu werden. Am 13. Februar ergriff ihn plötzlich ein Anfall seines Herzleidens, und als seine Frau herbeieilte, sand sie ihn bereits tot auf dem Sofa aUsgestreckt, mit bent heruntergeglittenen Pelz nur noch halb bedeckt, die Füße auf einem Stuhl, die Züge furchtbar verzerrt. Ein schwüler, heißer Tag lastete auf Venedig, niederstürzender Regen fang dem Meister der Töne das düstere Sterbelied, unter Donner und Blitz entfloh feine Seele zu anberen Sphären ... '
5000 Telegramme verkündeten die Schreckensnachricht durch die Lande, überall den tiefsten Schmerz hervorrufend. Noch im Laufe des 15. Februar trafen 236 Kondolenztelegramme ein; König Ludwig von Bayern schickte einen Abgesandten, der die Leiche auf deutschen Boden geleiten sollte. Am 16. Februar, einem strahlend lichten, sonnenerfüllten Tag, trugen acht der Getreuen den Sarg die Treppe des Palastes, hinab in die schwarze Gondel. Fernher erklang Glockengeläut, und so glitt der schweigende Zug hin durch den Kanal, wo in Hunderten von Gondeln die Venezianer ehrfürchtig zusahen, bis zum Bahnhof, wo die offiziellen Abgesandten der Stadt Venedig dem großen Toten die letzte Ehre erwiesen.
In München, wo die Leiche am 17. Februar an- langte, war eine großartige Trauerfeier veranstaltet worden. Sämtliche Künstler- und Sängervereine batten sich auf dem Bahnhof oerfamirtelt. Münchens Maler bildeten, brennende Wachsfackeln tragend, auf dem Bahnsteig Spalier. Als der Zug einlief, erklang Beethovens Trauermarfch, die schwarz umflorten Fahnen und die lodernden Fackeln senkten sich, und der ganz mit Kränzen und Blumen geschmückte Leichenwagen wurde mit neuen Spenden der Pietät und Verehrung überhäuft.
Die weitere Fahrt des Leichenzuges gestaltet« sich
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amerikanische General Stillwell und der Kriegs« Minister und Generalstabschef der Tschungking-M« gierung. Es werden noch Besprechungen zwischen General W ave 11 und General Mac Arthur stattsinden.
Englands Gorge um den Luftverkehr.
In Erigland bestehen die lebhaftesten Sorgen über die künftige Gestaltung des Luftverkehrs. Die Bs« ürchtungen gehen dahin, daß die A m e r i f a n e f» ne noch Zioilflugzeuge bauen, sich die DordarL ichern und die Engländer künftig schlecht abschne' len werden. Beflügelt werden diese düsteren Ei- danken dadurch, daß der Luftverkehr mit Afrika, mit dem Vorderen Orient und Indien in USA.-HäM übergegangen ist, ganz zu schweigen von den beide« Amerikas selbst. ~ . J
Die Wichtigkeit des Luftverkehrs für die ZukuM braucht nicht unterstrichen zu werden. Für (Englari aber kommen noch weitere Gründe zu dieser!eo‘| haften Besorgnis hinzu. Die englische Machtstettunz beruhte nicht zuletzt auf der Schiffahrt. Die Del'
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