(95. Jahrgang Nr. (08 Erscheint täglich, aufeet Sonntags und feiertags
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GiehenerAnzeiger
vrühlsch« UniversttSUdnickttti 8. fangt General-Anzeiger für Oberhessen Sieben, Lchlllftratze 7-9
- Opfert für unsere Soldaten!
Aufruf de- Führers für das Deutsche Kote Kreuz.
Kote 3u? Dietfcn «rieg-hils-werk für das Deulsche
Kote «reuz erlich der Führer nachstehenden Ausruf an das deutsche Volk:
Deutsches Dolf!
..nnTXTruV! »" Öinl“ "ergangen, der unseren Soldalen schwerste Kämpfe Belastungen auserlegle. Und wieder ist es das Verdienst dieser Männer lm O'len, dah eine Krise erfolgreich überwunden wurde, an der jede andere wehr- macht der Welt zerbrochen wäre.
wie groß die Anforderungen körperlicher und seelischer Art an sie gewesen ist, kann die Heimat nicht ermessen. So ist es allein ihrem Heroismus zu verdanken, wenn am Ende der Ansturm des Feindes nicht nur aufgehatten, sondern in härtesten Gegenangriffen zuruckgeworsen werden konnte.
Auch von der deutschen Heimat wird im Arbeitseinsatz und an Opserbereitschast Schweres gefordert. Allem alle ihre Opfer verblassen dennoch gegenüber den Entbehrungen und Leiden, d»e unsere Soldaten nun zum zweitenmal im Osten zu ertragen hakten. 1 3
solche Leistungen sind aber nur denkbar durch die Liebe zum eigenen Volk, das gerettet, und zum eigenen Land, das vor den Schrecken des Krieges bewahrt werden soll. Denn: es ist das deutsche Volk, es sind seine Frauen und Kinder, für die unsere Vlanner immer wieder an allen Fronten des gewaltigen Ringens ihr Leben einsehen.
Allein auch die deutsche Heimat ist tapfer geworden. Auch in ihre Städte, Märkte und Dörfer wird der Krieg getragen. Dennoch sind all ihre Entbehrungen und Opfer nicht zu vergleichen mit den übermenschlichen Härten, unter denen unsere Soldaten an den verschiedenen Fronten, besonders aber im Osten zu kämpfen haben. Es ist daher als Ehrenschuld die Pflicht der Heimat, ihnen zu zeigen, dah sie bei all dem Schweren, was sie selbst erduldet, in keiner Sekunde ihre Soldaten an der Front vergißt, dah sie vor allem nichts unterlassen wird, was geeignet ist, die Wunden ihrer Kämpfer zu heilen, um durch die Betätigung eines gemeinsamer. Opfergeistes die nationalsozialistische deutsche Volksgemeinschast auch praktisch zu erhärten.
Ich rufe daher das deutsche Volk zum vierten Kale auf, im Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz seinen gemeinsamen Bund der Opferbereitschaft zu erneuern und damit an unsere Soldaten jenen Dank abzustatten, den sie in so überreichlichem Maße verdienen.
So wie aber der deutsche Soldat in diesem Winker noch über sich hinausgewachsen ist, so erwarte ich, dah sich auch die Heimat im neuen Kriegshilsswerk des Roten Kreuzes selbst übertreffen wird.
Führerhauptquartier, den 10.5.1943. Adolf Hitler.
Freude am Helfen.
Zum vierten Kriegshilfswerk für das Deutsche Kote Kreuz.
Einen Appell von zwingender Kraft an jeden einzelnen von uns, mehr als die Pflicht zu tun, wenn es gilt, der kämpfenden Front den Dank der Heimat abzustatten, stellt der Aufruf unseres Führers zum vierten Kriegshilsswerk für das Deutsche Rote Kreuz dar, den er zum viertenmal in diesem Kriege an das deutsche Volk ergehen ließ. Die Heimat muß und wird über sich hinauswachsen, sich in ihren Leistungen, so gewaltig sie im Ablauf der letzten drei Kriegsjcchre waren, noch übertreffen — diese Erwartung des Führers und der Front werden wir nicht enttäuschen, weil jedem von uns klar ist, was wir denen -schulden, die in den bitter harten und schweren Kämpfen gegen die Koalition unserer Feinde ihre Gesundheit und ihre geraden Glieder eingesetzt haben.
Die Worte des Führers, mit denen er feinen Appell an das deutsche Volk beginnt und die so schlicht und knapp gehalten sind, zeigen die namenlose Schwere der Winterkämpfe in diesem Jahre auf. Dem Heroismus jedes einzelnen unserer Männer, die eifern standhielten, obwohl die übermächtigen Feindheere und die entfesselte Wildheit der winterlichen Elemente auf sie eindrangen, ist es zu danken, daß heute nicht Schrecken und Auflösung, von den roten Banden diktiert, nicht henkerswut und Todesgrauen im heimatlichen Land und darüber hinaus in ganz Europa rasen. Der zäh verbissenen Kraft, mit der unsere Männer auch in Afrika dem oft zehnfach überlegenen Feinde stand- halt-en, so alle seine Berechnungen über den Haufen werfend, dem todesmutigen Angriffsgeist unserer U-Boot-Männer, die auf sich allein gestellt in den Weiten der Weltmeere dem Feinde Schlag um Schlag versetzen, der Bravour und einzigartigen Einsatzfreudigkeit unserer Flieger, unserer Panzermänner, der Pioniere ufw. verdankt die Heimat, verdanken olle deutschen Menschen, daß sie, abgesehen von den englisch-amerikanischen Terrorangriffen,'im
Schutze der deutschen Grenzen unbehelligt vom Feinde leben können. Unmenschlich viel haben unsere Kämpfer ertragen, Schwerstes auf sich genommen, alle die, denen unsere Fürsorge, unsere Hilfsbereitschaft und Liebe, unsere Anstrengungen, sie zu heilen oder, wo dies nichts möglich ist, ihrem Leben einen neuen Inhalt zu geben, gelten.
Wir wollen nicht bei den bisherigen Summen, bei dem bisher bewiesenen Maß von Fürsorge und Sorgfalt unseren Verwundeten gegenüber steh en- bleiben. Wir wollen der Welt beweisen, daß unsere Opferwilligkeit, unser Einstehen für die, denen wir Dank schulden, einer noch größeren Steigerung und Anspannung fähig ist, so wie wir es in diesem Jahre der Welt bewiesen haben, daß der Kraftstrom, über den unser Volk verfügt, nicht am SchwächenverDen, ja am Versiegen ist, sondern daß er im Gegenteil durch Heranziehung alles dessen, was ihn stärken konnte, einen gewaltigen Kraftzuwachs erfahren hat.
Es liegt eine hinreißende Freude im Geben und helfen, es wiegt die Befriedigung, sein Bestes für d i e getan zu haben, die ihr Kostbarstes, ihr Leben oder ihre gesunden Glieder, für uns eingesetzt, jede, aber aud) jede Einschränkung der persönlichen Bedürfnisse, jedes Opfer, wenn man es so nennen darf, auf. Es ist ein stolzes und beglückendes Gefühl, zu wissen, daß man zu denen gehört, die namhaft dazu beitragen, die Wunden, die im Dienste des Vaterlandes empfangen wurden, zu heilen, daß man zu denen gehört, die helfen, jetzt hilflose zu vollwertigen Menschen wieder zu machen, neues Leben auf- zübauen und neuen Lebensinhalt zu neben. Das mache sich jeder klar, und ganz von selbst wird sich bei ihm die Bereitschaft ergeben, weit mehr noch als bisher zu tun im Dienste derer, die uns und unsere Kinder durch ihre Leiber vor einem grauenhaften Los schützten!
Lleber 357 Millionen im Jahre 1942.
Oie Verwendung der Spenden für das Deutsche Kote Kreuz.
Berlin, 10. Mai. (DNB.) Zu Beginn des Kriegshilfswerks für das Deutsche Rote Kreuz 1943 gab Oberbefehlsleiter Hilgen seidt vor den Vertretern der deutschen Presse in Berlin einen umfassenden Rechenschaftsbericht über die Spendenaufkommen und die Leistungen dieses segensreichen Hilfswerkes im vergangenen Jahr.,
Die Sammlungen und Spenden für das Kriegshilfswerk des Deutschen Roten Kreuzes erbrachten im Jahre 1942 den stattlichen Betrag von insgesamt 3 5 7412945,84 R M., ein beredter Beweis für die Opferwilligkeit und das Vertrauen des deutschen Volkes. Für den Geist, aus dem heraus das deutsche Volk seine Gaben darbrachte, spricht nicht zuletzt die Tatsache, daß gerade nach Abschluß t»es Heldenkampfes von Stalingrad em ungewöhnlich großes Sammelergebnis festzustellen war. Neben bem Dank, der all den opferwilligen Spendern gebührt, gilt der besondere Dank auch den vielen Sammlern und Sammlerinnen, die sich keme Muhe verdrießen ließen und durch ihren unermüdlichen Einsatz das stolze Ergebnis ermöglichten.
Was geschieht mit dem Gelbe? Zunächst wird alles, was das Rote Kreuz an Mitteln für feine Drganifation braucht, aus diesen Mitteln aufgebracht. Mit Lob, Anerkennung und Dank sei hier der unermüdlichen und opferbereiten Arbeit und der unvergleichlichen Leistungen all der Schwestern, Aerzte und sonstigen Helfer gedacht, die oft unter den schwierigsten Verhältnissen, unter Verzicht vielfach auf Urlaub und Erholung, in den Lazaretten der Frontgebiete und der Heimat ihren ebenso harten und opservollen wie segensreichen Dienst tun.
Der größte Teil der Mittel des Kriegshilfswerkes für das Rote Kreuz kommt aber unmittelbar der Wehrmacht zugute. So wurden allein W die Verwundetenbetreuung in Lazaretten und auf Transporten sowie für die Betreuung der Soldaten in Genesendeneinheiten 146 989 204,72 RM. aufgewandt. Dabei handelt es sich um die Lazarett- be'treuung der Soldaten in der Heimat und in den Ostgebieten bis in die Overationsgebiete hinein, um die Betreuung in den Derwundetenzügen irfm. Ueberaü, wo es Verwundete gibt, werben sie be
treut. Auch zur Vermittlung der vielen kleinen Freuden und Annehmlichkeiten des Lebens, die den Verwundeten ^bereitet werden können, dienen diese Mittel. Oftmals ist' es so, daß der Verwundete, wenn er vom Verbandsplatz kommt, weder Brotbeutel noch Seife, weder Zahnbürste noch Rasierzeug noch Taschenmesser hat, und es ist wichtig, daß er diese Dinge so bald wie möglich wieder erhält. Auch dafür sorgt das Hilfswerk. 26 168 502,79 RM. wurden für Liebesgaben, für die Winter- betreuung der Soldaten und für die Sol- datenheime verwandt, die heute ebenfalls aus den Mitteln des Kriegshllfswerks für das Deutsche Rote Kreuz finanziert werden.
Rund 37 Millionen RM. flössen der Feldpost Päckchen- Aktion zu. hier sei besonders auch an die letzte große Aktion vom 30. Januar erinnert, wo die Truppen des Ostens, bie in besonderen Kampfabschniten lagen, in großem Umfang zusätzlich betreut wurde. Auch das ist aus den Mitteln des Kriegshilfswerks geschehen.
Für die ideelle Betreuung der Soldaten und Angehörigen von SoQaten durch Feldpostzeitungen, Heimatbriefe. Sonderveranstaltungen usw. wurden 24 300 000 RM. aufgewandt. Dieser Betrag wird sich für das kommende Jahr noch wesentlich erhöhen dadurch, daß z. B. in den Lazaretten und in den Genesungseinheiten noch mehr Kino- und Theaterkarten ausgegeben und in noch größerem Umfang kostenlose kameradschaftliche Veranstaltungen für Kriegerwitwen und Soldatenfrauen veranstaltet werden.
Schließlich wurden für die Erholungsbetreuung genesender SoDaten 33 164 065 RM. und für sonstige Betreuung, u. a. für die Unterstützung Schwerstverwundeter, für die Beschaffung von Büchern und Broschüren usw. 928 350 RM. zur Verfügung gestellt. Zur Unterstützung Schwerstverwundeter gehören u. a. puch gelegentliche Beihilfen bei der Gründung einer Familie und eines eigenen Hausstandes.
Aus all dem ergibt sich, daß der größte Teil der für das Kriegchilfswerk des Deutschen Roten Kreuzes aufkommend en Mittel mittelbar der Truppe, dem deutschen Soldaten, zufließt und daß auch alle übrigen Mittel über das Rote Kreuz und seine Einrichtungen unmittelbar den deutschen SoDctten zugute kommen.
Was ist erreicht?
Die ganze Welt blickt auf die Kämpfe in Tunesien, wo eine kleine Schar deutscher und italienischer Soldaten einem weit überlegenen Feind zähesten Widerstand entgegensetzt. Wie gewaltig die feindliche Uebermacht ist, beweist die Tatsache, daß in Tunesien von Feindseite aufmarschiert finb die 8. (ägyptische) und 1. englische Armee, die 5. amerikanische! Armee und die von (Biraub zum Kriegsdienst gegen die Achsenmächte gezwungenen Franzosen.
Mit gleicher Zähigkeit wehren deutsche und rus mänische Soldaten im Kuban-Brückenkopf die immer erneut in Massen angreifenben Bolschewisten ab. Auch im Kampfraum von Drei sind die Kämpfe an der Ostfront in den letzten Tagen wieder aufgeflammt, wenn sie auch nicht das Ausmaß der letzten Winterschlacht angenommen haben.
Diese Kampfplätze in Tunesien und an der Ost« front, die rund 2500 Kilometer in der Luftlinie voneinander entfernt sind, stellen zusammen mit der 'Weite des Atlantiks zur Zeit die Brennpunkte des Krieges bar. Sie sinb, abgesehen von der Atlantik-- schlacht, die sich nach anderen Gesichtspunkten und anderen Kriegserfordernissen laufend entwickelt, räumlich eng begrenzt und nehmen nur einen geringen Teil der aus dem europäischen Kriegsschauplatz eingesetzten Truppen in Anspruch. Der oberflächliche Beurteiler könnte zu der Annahme kommen, daß sich der Krieg festgefahren hätte. Der Schein trügt, hinter der scheinbaren Ruhe an den einzelnen Kampffronten steht die geballte Kraft einer gigantischen Rüstung des zum Entscheibungs- kampf gegen Bolschewismus und jüdischen Welt- Machtanspruch entschlossenen neuen Europa. In dieser Tatsache liegt bereits ein Teil der Antwort auf die Frage: „Was ist erreicht?"
Die Bedeutung dieser Feststellung wird klar, wenn wir uns die außenpolitische Lage in die Erinnerung zurückrufen, wie sie im Jahre 1939 war. Deutschland war durch die nationalsozialistische Revolution frei geworden von dem zersetzenden Geist einer jüdisch-demokratischen Weltauffassung, hatte sich zur sozialen und nationalen Weltanschauung zusammengefunden, hatte durch die Kraft seiner Einigung die Versailler Fesseln gesprengt und war auf dem Wege, sich die Weltmachtstellung zurückzu-
Erneut hestige Durchbruchsversuche der Sowjets am Kubau-Vrüüenkopf abgewiesen.
Oer Wehrmachtbericht.
DRV. Aus demFührer Hauptquartier, 10. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Am Kuban-Vrückenkopf scheiterten auch gestern mit starken Kräften unter heftiger Artillerievorbereitung sowie mit starker Panzer- und Flieger- Unterstützung unternommene Durchbruchsversuche der Sowjets unter schweren Verlusten.
An der übrigen O st f r o n t nur vereinzelte Kampfhandlungen von örtlicher Bedeutung.
Kampfverbände der Luftwaffe griffen laufend in die Abwehrkämpfe des Heeres am K u - ban-Brückenkopf ein und vernichteten in den Gewässern von Temrjuk eine große Anzahl von Landungsb.ooten des Feindes. An anderen Frontabschnitten richteten sich schwere Luftangriffe gegen Rachschubstühpunkte, Truppenziele und Eisenbahntransporte. In den Gewässern des hohen Rordeus versenkten schnelle deutsche
Kampfflugzeuge ein feindliches Handelsschiff mittlerer Größe. In Luftkämpfen und durch Flakabwehr wurden gestern 41 sowjetische Flugzeuge abgeschos. sen, vier eigene Flugzeuge werden vermißt.
3tn Raum südlich Biz erta setzte der Feind neue weit überlegene Panzerkräfte, unterstützt durch starke Luftwaffenverbande, gegen unsere dort bis zur letzten Patrone kämpfenden Truppen ein. Rach Verschuß der letzten Munition kam der heldenhafte Widerstand unserer tapferen Soldaten zum Erliegen.
3m Raum südöstlich Tunis und am Sub» abschnikt der Front gehen die erbitterten Abwehrkämpfe weiter. Wiederholte schwere Angriffe des Feindes wurden verlustreich abgewiesen.
Ein Rachlangriff schwerer deutscher Kampfflugzeuge auf das hafenqebiet von B o n e oerurfarbfe große Brände in Lagerhallen und auf Schiffen. Bei Vorstößen feindlicher Fliegerkräfke nach Sizilien vernichteten deutsche und italienische Jager und Flakartillerie 20 brilifch-nordamerikanische Flugzeuge. In Luftkämpfen gingen drei eigene Jagdflugzeuge verloren.
Der Hewenkampf in Tunesien.
Berlin, 10. Mai. (DNB.) In Tunesien führten die Briten am 9. Mai ihre Hauptangriffe südöstlich Tunis im Raum Hamman-Li f. Nachdem dort am Vortag der Nachstoß gegen unsere aus der Stadt Tunis zurückgezogenen Kräfte gescheitert war, letzte der Feind nochmals starke Infanterie- und Panzerverbände ein, um sich die zur Halbinsel Bon führenden Sttaßen zu öffnen. Er holte sich aber eine blutige Schlappe.
Immer wieder versuchten die Briten durch Verlegen des Angriffspunktes, das Gebirgstor aufzubrechen. Pausenlos stürmten die feindlichen Flieger heran und warfen ihre Bomben auf die von Granateinschlägen erschütterten Bergflanken, aber die Riegel st ellung wider st and dem gegnerisch en Druck. Von den das schmale Sttaßental beherrschenden hängen schlug den Angreifern heftiges Feuer entgegen und vernichtete mehrere Panzer. Wenn sich britische Infanterie zusammenballte, stürmten unsere Soldaten zum Nahkampf vor und trieben den Feind zurück. Schließlich brach der Gegner seinen mißglückten Angriff ab.
Bei diesen erbitterten Kämpfen vernichtete eine Flakeinheit der Luftwaffe, deren Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften in den letzten 48 Stunden ununterbrochen hinter ihren Geschützen standen, am 8. und 9. Mai allein 51 feindliche Panzerkampfwagen und schaffen bei der Abwehr seinblicher Fliegerftaneln, die mit ihren Bomben die Geschütze außer Gefecht zu setzen versuchten, noch neun Flugzeuge ab.
Südlich Bizerta ist das Ringen zum Abschluß gekommen. Von allen Seiten angegriffen, ünb die in diesem Raum bisher noch kämpfenden Gruppen einer gewaltigen Uebermacht erlegen. Bis zuletzt leisteten sie härtesten Widerstand. Sie legten ihre Waffen erst nieder, als sie sich völlig verschossen hatten und weitere Gegenwehr unmöglich wurde.
Wettere Angriffe, tührte der Gegner gegen den mittleren Abschnitt unserer Verteidigungslinie. Auch
dort versuchte er den Eintritt in das Gebirge, Degen Randhöhen fest in der Hand der deutsch-italienischen Truppen sind, zu erzwingen. Trotz erheblicher Kräfte aller Waffengattungen scheiterten die Vorstöße am zähen Widerstand der Verteidiger. Am südlichen Abschnitt blieb es dagegen bis auf Stoßtruppkämpfe ruhig.
Hohe Auszeichnung für verdienten Wirtschastsführer.
Berlin, 10. Mai. (DNB.) Der Führer hat dem Staatsrat Paul P l e i g e r auf gemeinsamen Vorschlag von Reichsmarschall Göring und Reichsminister Speer als erstem deutschen Wirt« schastsführer das Ritterkreuz zum Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern verliehen.
Paul Pleiger, der Generaldirektor der Reichswerke ,,5)ermann Göring", der im 43. Lebensjahr steht, hat sich bereits im Frieden bei der Durchführung des Vierjahresplanes besondere Verdienste um die neuzeitliche Entwicklung des Bergbaues und den Ausbau der deuffchen Eisenindustrie erworben. Diese wehrwirtschaftlsch entscheidend wichtige Grundstofferzeugung hat er im Kriege mit hervorragendes Sachkunde und größter Energie weitergeführt und zu außerordentlicher Leistungsfähigkeit entwickelt. Seiner kraftvollen Persönlichkeit finb darüber hinaus in den letzten Jahren noch neue große Aufgaben verantwortlich übertragen worden, namentlich auf dem Gebiete der Kohle.
In angespanntester Arbeit und mit starker Willenskraft hat Paul Pleiger in seinem gesamten Tätigkeitsbereich größte Schwierigkeiten überwunden und in der Erfüllung seiner Pflicht auch keine Gefahren gescheut. So hat er als besonders erfolgreicher Wirtschaftsführer wesentlichen Anteil an des gewaltigen Leistungskraft der deutschen Kriegs« unt( Rüstungswirtschaft.


