Au« her Stadt Gieße«.!
Sie Postbotin.
S
Unter»
1 Sltt
toiM
Reoter hat, aber zur selben Zeit anfängt, geht es fttwas langsamer. Aber es geht. Mein alter Freund, mit dem ich Tag für Tag in das Geschäft pilgere,
-erholen. So manche Frau wird in ungewohnte
—ter.
Für unsere Verwundeten.
(Nachdruck verboten.)
fr Fortsetzung.
er er
will auch erst seine häusliche Post lesen, bevor er ieiner beruflichen Arbeit nachgeht. Das hatte einige .-Schwierigkeiten. Aber mit freundlichen Worten und igutem Willen sind sie überwunden worden. Und wenn es einmal nicht klappt, so muß es eben auch zehen.
Was hier in bescheidenstem Umkreis schon lange sorexerziert wird, wird sich in den nächsten Wochen mb Monaten in Hunderttausenden von Fällen rote»
ter nH unedel trtyj
, W ■ er E lies WA E rtv
sn. $ ein JQltur- Mti
Verdunkelungszeit:
8. Februar von 18.19 bis 7.21 Uhr.
AUF MÖNGKEß ER© bt fltet "Teufel los.
ROMAN VON OLAF BOUTERWECK
JBGH • amp, )on uzhSjtt len, u$ Hen jt
man?
itte nit ita duii; : welkt leben de' [iüafiil» i
datzi»!
-eit melt' schränke lafrifoM oben f ch besvö^ । der pH wies 5 fonur^' ihrani' nen W teuer’ :ten ?
* ?
, daß es btnN tderZ ann. »- siege M 1W Siege» tauben.f ren.
n die <- raten tter
en $ör. i dann
gt Bel. der in größri! tet, bei * r» d stati» -en. L Sonti
Sagt man eigentlich mit größerem Recht: „Briefträgerin" oder „Postbotin"? Wir sind nicht von dem Ehrgeiz geplant, einen Dienstrang ganz genau zu umschreiben. Uns interessiert die Arbeit der vielen tausend Frauen, die alltäglich Kriegsarbeit leisten, indem sie bei der so wichtigen Postbestellung helfen. Und aus dem Gesichtswinkel dieser Arbeit allein scheint der Ausdruck „Postbotin" richtiger zu sein als der einer „Briefträgerin". Warum wohl? Mit dem Begriff Brief denken wir immer an etwas
Nm "dzL °neiu
Sicher ist nur eins: Das zarte Persönchen mit frem dicken Postsack ist auch ein flinkes Persönchen. Sie hat sich sehr rasch in die neue Rolle eingewöhnt. QiW Bei ihrer Kollegin, die einige Häuser weiter ihr
„Nun, Otto, ist er's?" fragte Axel lästernd.
Otto fichr mit allen gespreizten Fingern ein paar- rrol heftig durch seine Haare.
„Ich weiß nicht recht..meinte er unschlüssig. Sigrid hob warnend die Hand und deutete mit b-n Augen zur Bibliothek hinüber, deren Dür mcht tottftäribig geschlossen war; dann machte sie eine enladende Bewegung und ging mit schnellen Schrit- dn in den Wintergarten.
Axel und Otto folgten. ,
.„Na, was ist denn nun, Otto?" fragte Axel ner- Ist er’s — oder ist er's nicht?"
. „Ich kann es zwar nicht beschwören, Herr Holm, toer er könnte es wohl gewesen sein! Jedenfalls Itanmt er mir mächtig bekannt vor, und ich weiß Ach genau, daß ich ihn schon einmal irgendwo ge- s'hen habe." „ . ,
. .»Ja, damit können wir nichts anfangen , jagte ^el gereizt. Er fetzte sich auf eine Bank unb ftret» weite gewohnheitsmäßig den Kops des Hundes. .Denn Sie ihn nicht mit aller Bestimmtheit wieder- | "kennen, Otto, können wir leider auch nicht das | Jiringfte gegen ihn unternehymen!"
-Hch weiß genau, daß ich den Mann schon einmal ^eichwo gesehen habe", beharrte Otto, „selbst seine E'jmme erkenne ich wieder."
I . Sigrid fühlte einen leise stechenden Schmerz tn Herzgegend, als sie Axels tiefe Niedergeschlagen» ^ bemerkte. v .
"Vielleicht liegt es nur an der veränderten Miet» »tag?" meinte sie zaghaft und völlig verwirrt, denn ® gern sie Axel Reifen wollte, seine Unschuld M taeife* so sürcht«riich uxw ih« d-r GÄ-nk«. daß
iteulto
*8 ätx i NlLk \
| 3urü<,j j * inberc
Die NS.-Gemeinschaft „Shraft durch Freude" führte im Laufe der vergangenen Woche im Aufttage des Oberkommandos der Wehrmacht und in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferat „^ruppenbetreuung" m Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda in hiesigen Lazaretten folgende Deranltal- ngen durch: In einem Lazarett gab das KdF.« ..chester ein Konzert. Unter Leitung von Otto Schil- ßnger spielte die Kapelle srohe Weisen aus Opern inb Operetten. Elsa Tietjen (Sopran) und bans Stief (Tenor) fangen Arien aus Opern. 3efonbers gefiel ein Duett aus „Carmen" unter Mitwirkung der Kapelle. — Im Auftrage der Lreisbildstelle zeigte Lehrer Appelmann in zwei Lazaretten den Film „Kampf gegen England", der tas interessante Leben unserer Marine vor Augen fthrte. — Schülerchor und Orchester der Vqlksschule iit Gießen-Klein-Linden veranstalteten unter Leitung ren Lehrer Rau in einem Lazarett ein Konzert. Die Aortragsfolge war abgestimmt auf den Grundgedanken Heimat und Vaterland, Soldatentum, Vieler und Volksweisen, dazwischen Gedichte von Pfaff, »echte! und Bittroch in harmonischer Abwechslung. Siel Beifall fand auch das Ziehharmonika-Orchester. >as Matrosenlied „Heuf an Bord" im Chor mit g'rchesterbegleitung fand starken Beifall. — Im !!aufe der Woche waren Verwundete von der In- rndanz des Theaters der Universitätsstadt Gießen 92 den Vorstellungen eingeladen. — Die Ortsgruppe ter NSDAP, mit ihren Gliederungen in Großen- Siufetf hatte zum Sonntag eine große Zahl Der- vundeter aus hiesigen Lazaretten zu Gast. Am Nach- nittag vereinte eine Kaffeestunde die Verwundeten tad Gastgeber.
. , IZebensverhältnifle kommen. Sie wird bange fragen, WAI :b es geben wird. Aber es wird gehen. Manchmal a« i| itmas leichter, manchmal etwas schwerer. Der gute Ben "A Dille, das freundliche Wort sind gute Helfer.
ie N
lärte bc
daß M ;ngeiwM Ueber> übafrik fcn. W. irb wir!’!
ben, kh j R EnM urä
Der '
Jeden Morgen, wenn ich das zarte Persönchen mit der großen Posttasche sehe und an die mehrstöckigen Häuser mit den vielen Treppen denke, ärgere ich mich über die „Briesträgerin" und plädiere ich für „Postbotin". Aber nur im stillen, denn ich weiß, daß ich mit der sprachkundlichen ** scheidung sehr wenig helfen kann. Das zarte Per» .. i lönchen aber nickt mir schon von weitern freundlich 5$E , bastelt einige Zeitungen und Zeitschriften, viel- ytt leicht auch einen Brief ober eine Feldpostkarte aus W hbrer Tasche und reicht sie mir mit einem lächelnden Morgengruß. Ich sage mein „Danke schön" und wohl auch ein paar Worte, wie sie die täglichen Anlässe eingeben mögen, habe aber durch all die Monate meine sprachkundlerischen Sorgen klug verschwiegen: wohlbewußt, daß sie bei dem Treppauf »her Treppab nur sehr wenig helfen können.
‘Ä
WuÄ V.
4»
1 4
bieL ganz Leichtes, weil die meisten Briefe im Rahmen des 20-Gtamm-Gewichts liegen, wenn auch „Briefe" bis zu einem Gewicht von einem Kilo zugelassen sind. Aber die Normalbriefe oder gar die Postkarten machen die Ledertasche der Postbottn gar nicht dick und prall. Das sind zu allererst die Päckchen, die Warenproben, Geschäftspapiere oder Mischsendun- >gen, auch wohl die Drucksachen, die sehr empfind- lick „zu Buche" oder — wie wir hier richtiger sagen sollten — zu Gewicht schlagen können.
Oer totale Einsatz der Arbeitskräste.
Ausruf durch die Arbeitsämter bis 31. März abgeschlossen.
In diesen Tagen wird es in vielen Familien lebhafte Unterhaltungen über den Aufruf jeder abkömmlichen Arbeitskraft für die Reichsoerleidigung geben, wie er durch die Verordnung über die Meldepflicht von Männern und Frauen vollzogen wurde. Die amtlichen Verlautbarungen haben bereits keinen Zweifel darüber gelassen, daß es deutscher Art nicht entspricht, die Methoden der Sowjetunion cmzu- wMden, wo rücksichtslos und mit brutaler Gewalt bi? gesamte Bevölkerung mit Kindern, Greisen und Gebrechlichen zur Axbeit gepreßt wird, gleichgültig, ob der einzelne der verlangten Leistung gewachsen ist oder daran zugrunde geht. Die maßgebenden deutschen Stellen haben vielmehr jede Vorsorge getroffen zur Rücksichtnahme auf die besonderen persönlichen und sachlichen Verhältnisse des einzelnen, und zwar weitgehender, als dies etwa bei der Einberufung zum Wehrdienst möglich ist. Das somit verlangte Minimum aber werden die abkömmlichen Arbeitskräfte gern geben, nicht nur aus Anstandspflicht gegenüber unseren Soldaten und hart schaffenden Rüstungsarbeitern, sondern als ihren persönlichen aktiven Beitrag zum Siege.
Der Aufruf der meldepflichtigen Männer und Frauen durch die Arbeitsämter, der in den nächsten Tagen überall im Reich in den Tageszeitungen oder durch öffentlichen Anschlag erfolgen wird, soll
bis zum 31. März 1943 abgeschlossen sein.
Die Erfassung kann, je nach der bezirklichen Lage, gruppenweise erfolgen, etwa nach den Anfangsbuchstaben der Zunamen oder nach dem Alter ober nach beruflichen Gesichtspunkten. Wer durch die Betriebs- sttllegungs-Anordnungen betroffen ist, wird zunächst nicht aufgerufen. Die in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis stehenden Männer und Frauen find zwar von der Meldung befreit; es haben sich aber, unter ben sonstigen Doraussetzungen, Ruhestandsbeamte zu melden. Zu den selbständigen Berufstätigen, die der Meldepflicht unterliegen, rechnet alle im Handwerk, in der Industrie oder in der sonstigen Wirtschaft oder in ben freien Berufen selbständig tätigen Personen, die keine ober nicht mehr als fünf Gefolgschaftsmitglieder am Stichtag beschäftigten. Es werden nur solche Gesolgschaf tsmitglieder berücksichtigt, die mindestens 48 Stunden wöchentlich tätig waren. Ausgenommen von der Meldepflicht sind die selbständigen Bauern und Landwirte, die in der Landwirtschaft voll tätig sind. Da von der Meldepflicht im Gesundheitswesen nur die Männer und Frauen befreit sind, die hier hauptberuflich selbständig wirken, müssen sich unter ben sonstigen Voraussetzungen auch Männer und Frauen melden, die im Gesundheitswesen einen unselbständigen Berpf ausüben, z. B. die Sprechstundenhelferin eines Arztes, die am Stichtag nur halbwöchentlich bei ihm beschäftigt war. Bei den Schülern bezieht sich die Befreiung von der Meldepflicht nur auf Schüler und Schülerinnen, die eine öffentliche ober anerkannte private allgemein-bildende Schule (Mittel- ober Höhere Schule) besuchen. Demnach sind die Schuler und
Schülerinnen von Fachschulen, z.B. von Handelsschulen oder Baugewerkschulen und auch die Studierenden an Universitäten oder sonstigen Hochschulen, meldepflichtig.
Für die Meldung ist ein Fragebogen auszufüllen, der nach dem Aufruf bei allen Arbeitsämtern oder ihren Nebenstellen, auf dem Lande evtl, auch beim Bürgermeister oder einer sonstigen örtlichen Dienststelle erhältlich ist. Außer den Mitteilungen zur Person sind auf dem Meldebogen im wesentlichen anzugeben: Zahl und Alter der im Haushalt lebenden Kinder, Zahl der Hausgehilfin- nen, ob zur Zeit berufstätig, als was und bei wem, Dauer der Arbeit täglich ober wöchentlich, ob früher berufstätig gewesen, als was, bei wem und in welcher Zeit, warum die letzte Berufstätigkeit aufgegeben wurde, ob im Besitz eines Arbeitsbuchs, ob zur Zeit in Berufsausbildung und für welchen Beruf, ob frühere Berufsausbildung vorliegt, sowie Art der Schulbildung. Auch die ehrenamtliche Mitarbeit im öffentlichen Leben wird nach Art und Dauer ermittelt, z. B. die Mitarbeit im Roten Kreuz, beim Reichsluftschutzbund ober bei der NSDAP., ihren Gliederungen und angeschlossenen Verbänden sowie in anderen sozialen Organisationen. Bei aller Rücksichtnahme auf diese ehrenamtliche Tätigkeit ist £s wohl selbstverständlich, daß auch diese Kräfte dem Kriegsarbeitseinsatz zusätzlich zur Verfügung stehen, soweit sie nicht wirklich bereits voll in Anspruch genommen sind. Am Schluß des Fragebogens stehen bann
für jeden Aleldepflichttgen drei Grunderklärungen. Aur Wahl: 1. Ich stelle mich dem Arbeitsamt für Den Arbeitseinsatz in der Kriegswirtschaft zur Verfügung. 2. Ich stelle mich dem Arbeitsamt für den Arbeitseinsatz in der Kriegswirtschaft unter folgenden Voraussetzungen zur Verfügung (z. B. Halbtagsbeschäftigung, gewünschte Art des Einsatzes, Betreuung der Kinder). 3. Meinem Arbeitseinsatz in der Kriegswirtschaft stehen folgende Gründe entgegen, wofür die folgenden Belege beigefügt sind.
Es ist ausdrücklich hervorzuheben, daß zunächst nur derAufruf und die Abgabe der Fragebogen erfolgt. Damit ist noch nicht enffchieden, ob und wann der einzelne Meldepflichtige tatsächlich herangezogen wird. Die Arbeitsämter find ermächtigt, berechtigten Wünschen über die Art des Einsatzes soweit wie möglich Rechnung zu trägen und zu prüfen, wie weit die persönlichen Verhältnisse ober Vorbehalte berücksichtigt werden können. Bei Angabe von Krankheiten oder Leiden erfolgt erforderlichenfalls eine Untersuchung durch den Arzt des Arbeitsamts.
Die Arbeitseinsatzverwaltung verfügt im übrigen über die erprobten und erfahrenen Kräfte, die zusammen mit den ihnen beigegebenen Beratern die Gewähr dafür bieten, daß auch dieser große Ausruf für die Reichsverteidigung frei von bürokrati» scher Engstirnigkeit im Geiste der deutschen Volksgemeinschaft vollzogen werben wird.
AieVerwertungvonWarengeschloffenerdetnebe
Die (im Reichsanzeiger vom 1.2.1943 veröffentlichte) Anordnung> des Reichsroirkschaftsministers über die Verwertung von Waren geschloffener Betriebe vom 23.1.1943 eröffnet die Möglichkeit, alle Warenlager geschlossener Betriebe zu verwerten, ohne Rücksicht darauf, ob es sich um bezugsbeschränkte oder nicht bezugsbeschränkte Waren handelt.
Wie von der Drganifation des Einzelhandels hierzu bemerkt wird, gilt die Anordnung außerdem nicht nur für Betriebe, die erst in Zukunft schließen wer- den, sondern auch für solche, die bereits geschlossen haben. Die bereits geschlossenen Betriebe haben die Meldung und bas Warenverzeichnis innerhalb eines Monats' nach Inkrafttretung der Anordnung, also bis zum 1. März 1943, zu erstatten. Sie können hiervon absehen, wenn Warenvorräte nicht mehr vorhanden sind.
Entsprechend dem Zweck der Verordnung werden nicht unterschiedslos sämtliche Warenlager bereits geschlossener oder in Zukunft zur Schließung kommender Bettiebe verwertet werden, sondern nur diejenigen, deren Verwertung für eine geordnete Der- braucheroerforgung notwendig ist. Ist die Verwertung im Interesse der Verbraucheroersorgung notwendig, so wird auch dann, entsprechend der bisher schon verfolgten Praxis, soweit als möglich dem Inhaber Freiheit gelassen werden, sich selbst mit Be- ttieben in Verbindung zu setzen, die für die lieber» nähme in Bettacht kommen und mit ihnen die notwendigen Verhandlungen zu führen.
Wie bisher schon m den Erlassen des Reichswirt- fchaftsministers betont wurde, ist auch in Zukunft darauf zu achten, daß die Ware eines geschlossenen Betriebes möglichst innerhalb des gleichen Versor- gun^Sbezirks verbleibt. Eine Steuerung ist ohne weiteres möglich, da das Landeswirttchaftsamt feine Zustimmung zur Übertragung an einen Interessenten, der seinen Sitz außerhalb des Versorgungsbezirks hat, verweigern kann. Den Verhandlungen zwischen dem Uebernehmer und dem Inhaber des geschlossenen Betriebes bleibt es auch überlassen, zu welchen Preisen die Waren übernommen werden. Der zulässige Verbraucherpreis darf selbstverständlich nicht Überschritten werden, so daß also die Handelsspanne zwischen den Beteiligten in angemessener Weise aufgeteilt werden muß. Hierfür werden sich schematische Richtlinien nicht aufstellen lassen, da die Verhältnisse fachlich ganz verschieden liegen und es ja auch wesentlich darauf ankommt, welche Aufwendungen der Inhaber des geschlossenen Betriebes bereits gemacht hat, in welchem Zustand sich die Ware befindet usw. Eine Halbierung der Spanne wird im allgemeinen gerecht sein.
Auch bei der Ueberfragung von Kontingenten geschlossener Bettiebe wird darauf zu achten fein, daß sie möglichst innerhalb des DersorguNgsbezirks verbleiben. Dort, wo feste Lieferkontingente bestehen, läßt sich dies auch verhältnismäßig leicht durchführen. Schwieriger wird es bann fein, wenn es sich nicht um Kontingente oder Bezugsberechtigungen im eigentlichen Sinne handelt, sondern um ein von den
Lieferanten selbst durchgeführtes Zuteilungsverfays ren gegenüber ihren Abnehmern nach Maßgabe dek Umsätze früherer Jahre. Hier wird in vielen Fällen die Anknüpfung neuer Lieferbeziehungen notwendig fein, um dem Versorgungsbezirk die bisher in feinen Bereich gelieferten Waren zu erhalten.
Bilder aus der neuen Wochenschau.
Die neue Wochenschau gibt einen Ausschnitt aus den Kundgebungen zum 3 0. Januar. Man erlebt im Bild die Tagung der Reichsarbeitskammer, die Ansprache des Reichsmarschalls an die Wehrmacht und die Sportpalast-Kundgebung, auf der Reichs- Minister Dr. Goebbels die Proklamatton des Führers verlas.
Im hohen Norden empfängt Leutnant von Eis ne m, der sich als vorgeschobener Artilleriebeobachter ausgezeichnet hat, aus der Hand des Generals Reifenberger das Ritterkreuz. Im Raum von Leningrad rollt der Nachschub. Ein mächtiges Eisenbahngeschütz nimmt Fernziele am ßaboga* s e e unter Feuer. Am mittleren Frontabschnitt eröffnen sowjetische Schlachtflieger einen Angriff der Bolschewisten. Sowjet-Panzer rollen heran. Auch dieser Angriff zerschellt an der Entschlossenheit unserer Grenadiere. Unsere Panzerkampfwagen brechen zum Gegenstoß vor. Die deutschen Grenadiere stürmen mit der blanken Waffe gegen den Feind.
Deutsche U-Boote im Südatlantik. Cm Boot, das seit zwei Monaten im Einsatz ist und sämtliche Torpedos verschossen hat, übernimmt auf hoher See von einem anderen U-Boot neue Aale. Die Wochenschau zeigt zum erstenmal ein derartiges Manöver. Es folgen Bilder von der Begegnung mit einem neutralen Frachter. Eine amerikanische Luxus-Jacht kommt in Sicht. Es handelt sich um eines der vielen kleinen Fahrzeuge, die mit verborgenen Funkgeräten den Standort unserer U-Boote melden sollen. Die Besatzung muß den Segler verlassen; er wird auf den Meeresgrund geschickt.
Anschließend sehen wir unsere Soldaten in einem Stützpunkt im Süden Tunesiens. Wir stehen in den vordersten Linien. Die deutschen Verbände nehmen Fühlung mit dem Feind auf. Em amerikanischer Stoßtrupp wird abgeschnitten und gefangen- genommen. Feindliche Bomber, die einen deutschen Feldflugplatz angreifen, werden von unseren 2ä* gern gestellt. Ein Brite stürzt ab und zerschellt am Boden. Brennende Flugzeugwracks liegen weit verstreut in der Wüste. U.
Die Jagd im Februar.
Ein Blick in den Kalender des Jagdscheines zeigt, daß die „stille Zeit" für den Iäaer kommt. Mit Ausnahme der Sauen hätte alles Schalenwild Schonzeit, wenn nicht ausnahmsweise die Schußzeit für weibliches Rotwild und Kälber bis zum Monatsende verlängert worden wäre. Ringeltauben, Waldschnepfen und Bekassinen sowie Wildgänse kommen unter unseren heimischen Verhältnissen entweder praktisch überhaupt nicht in Frage oder spielen nur eine untergeordnete Rolle.
So bleibt dem Weidmann nur die Jagd auf das Raubwild übrig, von dem Dachs und Marder auch in Wegfall gekommen sind. Dagegen ist der Fuchs noch gut, wenn auch der Bala gegen Ende der Rollzeit meist etwas gelitten hat. Und schon die Rücksicht auf die dringend förderungsbedürftige Niederjagd sollte Veranlassung sein, Den roten Freibeuter weiterhin kurzzuhalten. Sicherlich ist der Fuchs nicht die Hauptursache für den Rückgang an Hasen, Hühnern und Fasanen. Ebenso sicher ist aber, daß sie alle auch ihren Tribut zahlen müssen.
Nach dem günstigen Winterverlauf hofft der Heger, der sich auch im Abschuß beschränkte, wieder auf einen Aufstieg. Um so mehr hat er allen Grund, vor und während der demnächstiaen Satz» und Brutzeit jede Möglichkeit zu ergreifen, fein Jungwild zu erhalten. Dazu gehört aber das Kurzhalten des Raubwildes und vor allem des Raubzeugs in Gestalt von Hunden, Katzen, Wieseln, Krähen und Elstern ohne Rücksicht und bei jeder Gelegenheit.
Hubertus.
Neueiniragung beim Schuhmacher.
Die Gemeinschaft Schuhe als neue wirtschaftlicke Zusammenfassung ihres Bereichs hat eine Anordnung zur Schuhausbesferung erlassen. Danach haben Schuhausbesserungswerkstätten jeder Art in der Zeit vom 1. März^bis 30. April 1943 neue Kundenlisten anzulegen. Mit dem 1. Mai 1943 werden frühere Kundenlisten ungültig. Die Eintragung in die neue Kundenliste erfolgt gegen Vorlage der vierten Reichskleiderkarte. Die Eintragung ist durch Vermerk des Namens oder der Firma der Werkstatt auf dem Stammabschnitt der vierten Kleiderkarte unter Beifügung der Eintragungsnummer der Kundenliste zu oescheinigen. Von der Reichskleiderkarte ist der Abschnitt 3 abzutrennen. Ein Verbraucher darf sich nur in die Kundenliste einer Schuhaus»
Brand mit dem Mörder Professor Beierfelds gemeinsame Sache gemacht haben könnte.
„Ja, das ist möglich, Sigrid", sagte Axel mutlos, „aber wir können Brand doch nicht zwingen, eine blaue Monteurjacke anzuziehen und eine Schirin- mütze aufzusetzen. Und außerdem wäre dann immer noch zweifelhaft, ob Otto in ihm den angeblichen Telephonarbetter wiederkennen würde."
„Der Telephonarbeiter hatte ein mächtig braunes Gesicht", warf Otto ein. „Vielleicht hatte er sich heute morgen geschminkt. Von meinem früheren Beruf her weiß ich, wie sehr Schminke ein Gesicht verändern kann!"
Sigrid setzte sich neben Axel auf die Bank.
„Vielleicht ist es am besten, Axel, wenn Sie sich doch mit dem Doktor Raucheisen in Verbindung setzen und ihm Ihren Verdacht mitteilen!"
Axel machte ein wegwerfende Handbewegung.
,Zch fürchte, daß das leinen Sinn hat, Sigrid; denn wir haben ja nicht einen einzigen Beweis gegen Brand! Und auf meine bloßen Vermutungen hin wird Raucheifen auch nichts unternehmen!"
„Vielleicht doch, Axel!" widersprach Sigrid. „Brand wird nachweisen müssen, wo er sich heute vormittag zwischen zehn und elf Uhr in Berlin auf» gehalten hat!"
Axel schüttelte den Kopf.
,Zch glaube nicht, daß wir auf diese Weise auch nur einen Schritt roeitertommen; denn wenn Brand heute morgen wirklich mit der Absicht nach Berlin fuhr, in einer Verkleidung in die Villa Beierfeld einzudringen, dann hat er für die fragliche Zeit auch bestimmt ein Alibi ober zumindest irgendeine glaubhafte Ausrede."
Otto räusperte sich, und als Axri ihn fragend an» sah, stieß er aufgeregt hervor:
„Da fällt mir plötzlich etwas ein: Der angebliche Telephonarbeiter wird heute morgen in der Bibliothek doch bestimmt Fingerabdrücke zuruckgelassen haben!"
„Ausgezeichnet!^ rief Sigrid; aber Axel blieb zweifelrw Und niedergeschlagen.
wer-
(Fottsetzung folgt)
„Wir müffen ihn eben zu täuschen versuchen, Herr Holm! Ich tue so, als ob ich jetzt sofort wieder nach Berlin zurückkehren müsse. Ich stelle dann den Wagen im nächsten Dorf unter, und bet Anbruch der Dunkelheit komme ich zu Fuß hierher zurück.
Da ja heute abend hier ein Gartenfest gefeiert ben soll, wie Sie vorhin sagten, ist es für mich öffnete«
„Das ist kaum anzunehmen", meinte er, ,Henn das ganze Vorgehen des Mannes beweist uns doch, daß er feinen Plan vorher genau überlegt hat; und eben deshalb wird er auch peinlich darauf bedacht gewesen sein, auf seinen „Arbeitsplätzen" keinerlei Spuren zu hinterlassen!" —
Eine Viertelstunde lang besprach man die Angelegenheit nach allen Richtungen hin und erwog alle Möglichkeiten, aber eine Lösung wurde nicht gefunden.
,^ch habe noch einen Neuen Vorschlag, Herr Holm!" sagte Otto endlich nach einer langen Pause. Axel und Sigrid sahen ihn zugleich fragenb und ohne große Hoffnung an.
„Wie roär’s, wenn ich mich heute abend hier im Keller auf die Lauer legen würde!? Vielleicht erwische ich das sogenannte Gespenst, und bann werden wir ja sehen, ob es mit diesem Herrn Brand personengleich ist!"
„Ich bewundere Ihren Mut, Herr Otto!" sagte Sigrid. „Wollen Sie wirklich ganz allein —?"
„Ach, wenn es weiter nichts ist!" Otto lächelte, aber infolge seiner entstellenden Narben sah es wie ein schiefes und starres Grinsen aus. ,^)err Holm und ich haben in Kladow jahrelang zusammen I7u- Jitsu getrieben! Ich glaube nicht, daß Gespenster sich in dieser Richtung sportlich betätigen, und daher wird es mir ein leichtes fein ...!"
,Zhr Vorschlag kommt zu spät, Otto!" unterbrach ihn Axel in bedauerndem Tonfall. „Brand hat Sie ja bereits hier gesehen! Und wenn er wirklich jener .Klopfgeist' selber ist oder auch nur mit ihm in Verbindung steht, wird er Sie natürlich sofort vermissen und den Zusammenhang ahnen."
Der laue, freundliche Sommerabend war eigens für das Gartenfest wie geschaffen.
Gusttow hatte einige ihm bekannte Familien aus der Nachbarschaft eingeladen, und da alle kamen und sehr viel Humor, tüchtigen Hunger und noch mehr Dürft mitbrachten, stellte sich bald ganz von selbst eine fröhliche und ausgelassene Stimmung ein, die ihren Höhepunkt erreichte, als Jutta gegen Zehn Uhr den Lautsprecher einschaltete und mit Axel auf dem fliesenbelegten Platz hinter dem Hause — der von zahlreichen bunten Laternen, die an Schnüren hingen, erhellt war — den Tanz er-
um so leichter, unbemerkt in den Keller zu schleichen und mich dort zu verstecken!"
Axel sprang jetzt temperamentvoll auf und drückte dem ehemaligen Schauspieler die Hand:
„Mensch! Otto! Sie sind doch ein wahrer Teufels« keri! Wenn ich Sie nicht hätte ...!"
Zehn Minuten später, nachdem alle Einzelhetten des Planes ausführlich besprochen waren, öffnete Axel die Tür zur Bibliothek und räusperte sich.
Brand, der am Schreibtisch saß, hob fragend den Kopf: „Bitte, Herr Holm! ...?"
„Entschuldigen Sie die Störung, Herr Brand", Axel lächelte liebenswürdig. ,^)ch wollte Sie nur darauf aufmerksam machen, daß mein Diener jetzt zurückfährt. Falls er in Berlin irgend etwas für Sie besorgen kann ..."
Brand erhob sich und kam langsam näher.
„So eilig?"
„Ja, er hat mir nur meinen Fox hergebracht.« Axel streichelte wieder den Kopf des Hundes. „Das brave Tier ist so an-mich gewöhnt, daß es in den letzten beiden Tagen sogar die Nahrungsaufnahme verweigert hat. — Also: falls Sie zufällig irgendeinen Aufttag haben, Herr Brand ...?"
„Nein, vielen Dank! Ich war ja erst heute vormittag selbst in Berlin." Er beugte sich etwas vor und nickte Otto, der im Hintergrund stand, flüchtig zu: ,Lch wünsche Ihnen eine angenehme Fahrt?"


