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nintg für das. was d e Heimat als Aufgabe im totalen Krieges zu erfüllen hat.

Auch hier ist der Kampf total. Er geht nicht nur um den Ausstoß der Fabriken, sondern er geht um die gesamte kriegswirtschaftliche Leistung eines Vol­kes. Er umfaßt die wissenschaftlichen Forschungs- statten und Laboratorien ebenso wie die Konstruk­tionsbüros der Erfinder und Ingenieure. Immer verbesserte und auf höhere Leistung abzielende Fer­tigungsmethoden und Verfahren müssen dann da­für sorgen, daß der erfinderische Gedanke seine schnellste Umsetzung in die praktische Fabrikation findet. Täglich und stündlich wird die Kriegswirt­schaft vor neue Aufgaben gestellt. Ein ungeheure Wendigkeit wird also von der Fertigung verlangt. Es ist unendlich schwierig, hier immer den richtigen Ausgleich zu finden zwischen der Serienfabrikation, die, wenn sie einmal läuft, eine verhältnismäßig große Starrheit aufweist, und der an sich wendige­ren Produktion in kleineren Betrieben.

Aus dem Gesagten, das ja nur eine Skizzierung der gesamten Schwierigkeiten geben kann,, geht jedenfalls das eine hervor, daß im Kampf der Heimat kein einziger Mann, keine einzige Fähig­keit, keine irgendwie geartete, besondere Begabung entbehrt werden kann. Das bedeutet, daß in diesem Kampfe nur das Volk siegen wird, das neben den materiellen Voraussetzungen, wie der ausreichenden Versorgung mit kriegswichtigen Rohstoffen, dem Vorhandensein ausreichender industrieller Kapa­zitäten der Rüstungswirtschaft, über die größte Fülle von Begabungen auf allen Gebieten der Wirt­schaft verfügt. Was das betrifft, können wir wohl beruhigt sein, denn p)ir dürfen mit Recht behaupten, daß Deutschland auf keinem Gebiete wirtschaftlicher Betätigung hinter den Leistungen anderer Völker zurückgebllöben war, daß es aber im Gegenteil auf vielen Gebieten unstreitig an der Spitze marschiert.

Freilich gilt es, den Vorsprung, den wir hier sicherlich hatten, immer wieder von .neuem zu ver- teDigen und zu erobern. Bisher ist das mit gutem Erfolge gelungen. Der deutsche Soldat hat durch die Qualität seiner Ausbildung, durch die Entschlossen­heit und den Mut seines kämpferischen Einsatzes, aber auch durch die Qualität seiner Ausrüstung bis­her noch immer über die bolschewistischen Massen siegen können. Run aber hat der Bolschewismus unter rücksichtsloser Vernachlässigung der Bedürf­nisse der zivilen Bevölkerung noch einmal einen Mafsen'einsatz riesigsten Ausmaßes zustandegebracht Brutal und alle Verluste mißachtend, sind diese Massen von Menschen und Material in den letzten Monaten zum Einsatz gebracht worden, und es ist nur dem unvergleichlichen Heldenmut des deutschen Soldaten zu verdanken, wenn diesem Masseneinsatz der entscheidende Erfolg bisher versagt blieb. In diesen unsagbar harten Kämpfen ist die Leistung des deutschen Soldaten zu einer Höhe emporge­wachsen, wie sie die Weltgeschichte wohl kaum je­mals zuvor erlebt hat. Der Name Stalingrad wird für immer als Maßstab übermenschlichen Helden­tums zu gelten haben.

Dieses Heldentum hat aber nur dann einen ge­schichtlichen Sinn gehabt, wenn es dos ganze Volk aufrüttelt und zum letzten Einsatz aller seiner Kräfte veranlaßt. Wehrmacht und Führung tun das Men- schenmögliche, um den schweren Kampf zu einem Siege zu gestalten. Sie können es aber nur, wenn hinter ihnen eine Heimat steht, die sie nicht im Stiche laßt, sondern die entschlossen ist, auch ihrer- seits Opfer u*b Entbehrungen auf sich zu nehmen, nur von dem Willen beseelt, der Front noch mehr Männer, noch mehr und noch besiere Waffen in kür­zester Zett zur' Verfügung zu stellen. Das ist es, was der Name Stalingrad von uns fordert. Keiner in der Heimat hat das Recht, sich davon auszuschlie­ßen. Die Männer, die die Front braucht, müssen ihr gegeben werden, auch wenn dadurch Arbeits­stellen in der Rüstungswirtschaft frei werden. Diese Arbeitsstellen müssen von anderen auf gefüllt werden. Noch gibt es ja in den besetzten Ländern Reserven an Arbeitskraft, die nicht für kriegswichtige Zwecke eingesetzt sind. Noch gibt es Menschen in Deutsch­land, die in nicht kriegswichtigen Betrieben beschäf­tigt sinh, sei es nun in gewissen Ladengeschäften und Handwerkszweigen, in Gaststätten, im Verwaltungs­dienst der Wirtschaft und der Behörden, oder wo sonst immer. Es geht jetzt nicht um die Weiterexi­stenz einzelner Betriebe, sondern, es geht um die Existenz des gesamten Volkes, um die Rettung Deutschlands und Europas vor der Lebensbedro­hung durch den Bolschewismus. Die letzten Verord­nungen über die Arbeitsdienstpflicht noch nicht voll beschäftigter Männer und Frauen für Aufgaben der Reichsverteidigung und über Betriebsstillegungen im Gebiet des Handels, des Handwerks und Gast-

Oie Wehrmachtberichte.

Der Wehrmachtbericht vom Sonntag.

DRV. Aus dem Führerhauptquariier, 7. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt.

Die Masse des im Raum von Noworos­sijsk gelandeten Feindes ist vernichtet. Schwache Restteile wurden aus engstem Raum zusammenge­drängt. 3m Westkaukasus wurden erneute feindliche Angriffe blutig abgewlesen und dabei am 5. und 6. Februar 21 Panzer abgefchossen. Während im Donez-Bo gen östlich Schachty nur örtliche Kämpfe stattfanden, hält die Abwehrschlacht lm Mündungsgebiet des Don, am mitt­leren Donez und westlich des Oskol-Ab- schniltes in unverminderter Stärke an. Die Sowjets erlitten bei ihren ohne Rücksicht auf den Einsatz von Menschen geführten Angriffe schwerste blutige Verluste. Ein feindliches Regiment wurde in unübersichtlichem Waldgelände gestellt und restlos vernichtet. An den übrigen Fronten verlief der Tag im allgemeinen ruhig. Starke Verbände der Luft­waffe bekämpften während des ganzen Tages Marschkolonne« des Feindes.

An der tunesischen Front beiderseitige leb­hafte Spählrupptäligkeit. 3m Seegebiel nordost­wärts Oran griffen deutsche Kampfflugzeuge in der vergangenen Rächt ein feindliches Geleit an und beschädigten nach bisher vorliegenden Meldungen drei Transportschiffe mit zusammen 18 000 BRT. schwer. Eines der Schiffe geriet in Brand.

Bei nächtlichen Störflügen über Westdeutschland verursachten feindliche Flugzeuge durch vereinzelte Bombenwürfe geringe Verluste unter der Bevölke­rung. Drei feindliche Flugzeuge wurden zum Ab­sturz gebracht.

Wie durch Sondermeldung bekannlgegeben, v e r - senkten Unterseeboote in zähen harten Kämpsen aus Geleitzügen, die nach England fuhren und für die afrikanische und sowjetrussische Front bestimmt waren, 1b vollbeladene Trans­portdampfer und Tankschiffe mit zusam­men 102 500 BRT. sowie vier Transportsegler.

Drei weitere Schiffe wurden dvrch Torpedotreffer beschädigt. Ein weiteres deutsches Unterseeboot ver­senkte im östlichen Mittelmeer einen Kreuzer der Dido-Klasse.

Oer Wehrmachtbericht vom Samstag.

DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 6. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Die bei R o w o r o s s i j s k gelandeten sowjetischen verbände wurden trotz zähen Widerstandes weiter zusammengedrängt und sechs an Land gebrachte feindliche Panzer abgeschoffen. Erneute Landungs­unternehmen scheiterten. 3m Mündungsgebiet des Don, am Donez- und Oskol-Ab- schnitt setzte der Feind seine Angriffe fort. Am unteren Donez und im Abschnitt Liwny scheiterten sie unter schwersten Verlusten für den Gegner. Am mittleren Donez und west­lich des Oskol-Abschnittes find gruppen­weise Kämpfe im Gange, bei denen feindliche An­griffe mit eigenen Gegenangriffen wechseln. Erneute heftige Angriffe der Sowjets südlich des La­dogasees wurden blutig abgewiesen, Vereitstel- lungen durch Artillerirfeuer zerschlagen.

3n den Gewässern des hohen Rordeys ver­senkten schnelle deutsche Kampfflugzeuge ein feind­liches Handelsschiff von 5000 BRT. und warfen einen Frachter von 6000 BRT. in Brand. Bei einem Angriff auf das Hafen- und Stadtgebiet von Mur­mansk riefen Bombentreffer Zerstörungen hervor.

3n Tunesien nahmen deutsch-italienische Kampfgruppen, wirksam von der Luftwaffe unter­stützt, eine beherrschende Höhenstellung und hielten sie gegen feindliche Gegenangriffe.

Schnelle deutsche Kampfflugzeuge verursachten bei einem Tagesvorstoß über den Kanal durch Bombentreffer schweren Kalibers erhebNche Schäden in einem Küstenort.

3n den schweren Abwehrkämpfen im Donezgebiel hoben sich die 294.3nfanteriedivision und die 7. Pan­zerdivision besonders ausgezeichnet.

ftättengewerbes zeigen den Weg zur totalen Mobil­machung aller Kräfte.

Der Bolschewismus versagt das Recht auf Nah­rungsmitteln allen, die nicht unmittelbar als Sol­daten oder Rüstungsarbeiter eingesetzt sind, alle anderen müssen selbst sehen, wie sie sich am Leben erhalten. Wer HeizuiM haben will, muß selbst kilo­meterweit aus den Städten hinausziehen, um sich Holz zu schlagen, Kohle gibt es nur für die- stungsindustrie. Selbst bei der kämpfenden Truppe sind bereits Frauen eingereiht. Rücksichtslos pressen die bolschewistischen Machthaber das ganze Volk bis zum letzten aus, um mit der rohen Masse von Menschen und Material das Heldentum des deut­schen Soldaten und seiner Verbündeten doch endlich niederzuwalzen.

Und da sollte einer in der Heimat sich weigern, weitere Einschränkungen auf sich zu nehmen und auch seine Kraft bis zum letzten einzusetzen? Wir sind gewiß, daß auch die deutsche Frau in dieser Situation begreifen wird, daß sie ihre Kraft nun­mehr ebenfalls in verstärktem Maße einsetzen muß. Heute sind in der deutschen Wirtschaft weniger Frauen erwerbsmäßig tätig als zu Beginn des Krieges, während sich im Weltkriege die Zahl der weiblichen Arbeitskräfte nahezu verdoppelt hatte. Hier liegt also noch eine beachtliche Leistungsreserve. Das deutsche Volk, auch die deutsche Frau, hat bis­her noch immer Verständnis gezeigt, wenn ein Ap­pel der Führung an seinen Leistungswillen und an seinen Opfersinn erfolgte. Das wird auch diesmal nicht anders sein.

Stalingrad ist das Signal, das uns alle aufruft, uns zu erheben und dem Ansturm des Bolschewis­mus die feste zum Siege entschlossene Front der deutschen Volksgemeinschaft entgegenzusetzen. Hin- ter der kämpfenden Front steht die kämpfende Hei­mat, beseelt von dem Willen, sich des Heldentums der Front würdig zu erweisen und in einem Sturm

der Arbeit, alle Anschläge des Bolschewismus zu- Nichte zu machen, bis am Ende der Sieg errungen ist- ______________

Oie Kabinettsumbildung in Italien.

Rom, 7. Febr. (Europapreß.) Die Umbildung des italienischen Kabinetts wird in Rom als eine Verstärkung der Regierung durch neue Männer, die frische Arbeitskraft mitbringen, gewertet und zu­gleich als eine Erweiterung der direkten Leitung der Regierungsgeschäfte durch den Duce mit der Ueber- nahme des Außenministeriums. Daher betrachtet die Oeffentlichkeit diesen Wechsel als einen Beweis des wachsenden Widerstandswillens Italiens in einem Augenblick, da der Krieg neue Anstrengungen er­fordert. Die Uebernahme des Außenministeriums durch den Duce versinnbiDlicht in den Augen des Volkes die Zentralisierung aller die Politik und den Krieg direkt leitenden Kommandostellen in seiner Hand. Der neue Unterstaatssekretär im Außenministerium Bastianini genießt den Ruf eines erprobten und allgemein geachteten Politikers und fähigen Diplo­maten. Den Charakter einer verschärften Kriegsauf­gabe erhält das neue Kabinett ferner inird) die Er­nennung des bisherigen Unterstaatssekretärs für die Kriegsrüstungen, General Pavagroffa, zum Minister, zugleich mit der Erhebung feines Amtes zu einem selbständigen Ministerium, und die Be­setzung des Verkehrsministeriums mit einem erfah­renen Organisator, wie es der Großindustrielle Dit- toriv (Eini ist. Schließlich mißt man der Ernen­nung Umberto A l b i n i s zum Innenminister große Bedeutung bei.

Der bisherige Außenminister Graf (Siano ist nach einer soeben erfolgten u.ittlichen Bekanntma-

Tut eure Pflicht!"

Die Stimme des Siebenjährigen Krieges.

Das Jahr 1760 begann unter den schwersten Vor­zeichen für Friedrich den Großen. Die im Laufe eines schon vierjährigen Völkerringens erlittenen Rückschläge mit Opfern und Kriegsleiden wirkten sich in bedrohlicher Weise für Preußen aus. Bei Kolin war der sieggewohnte Preußenkönig geschla- gen und mußte unter erheblichen Verlusten Böhmen wieder raumen. Nach der unglücklichen Schlacht bei Hastenbeck waren die am Rhein aufmarschierten Franzosen mit ihren Verbündeten bis nach Thü­ringen vorgedrungen. Der greise Feldmarschall Le- watd war von der russischen Uebermacht bei Groh- jägerndorf geschlagen, und Königsberg mit der ge­samten Provinz Ostpreußen fielen in die Hand der Russen.

In Pommern waren die Schweden emge- drungen, und sogar die Landeshauptstadt Berlin war ernstlich vom Feinde bedroht. Bei Hochkirch (Sachsen) hatte der habsburgische Feldmarschall Daun nachts das Lager der Preußen überfallen, nachdem vorher bei Domstädtl der aroße preußische Transport in feindliche Hände gefallen war. Die schwerste Niederlage seines Lebens sollte aber König Friedrich der Große in der Schlacht bei Kuner s- d o r [ erleiden, während fast gleichzeittg die von Preußen besetzte Festung Dresden zur Uebergabe gezwungen wurde.

Den -tragischen Abschluß des vierten Krieasjahres bildete die schmähliche Kapitulation des Generals Fink bei Maxen (21. November 1759). Zum ersten Male hatte dort ein preußisches Heer auf offenem Felde vor dem Feinde die Waffen gestreckt. Zu all dem Unglück hatte noch die Hauptstadt Schlesiens, die starke Festung Breslau, widerstandslos dem Feinde die Tore geöffnet. Die Provinz Schlesien, zu deren Schuh Friedrich der Große zu den Waffen gegriffen hattet schien verloren zu sein.

Der durch Kriegsstrapazen, Rheuma und Gicht geschwächte König befand sich bei grimmig kaltem Winter mit einem kleinen Heere in seinem Haupt­quartier bei Freiberg (Sachsen), als ihn dort eine neue Hiobsbotschaft erreichte. Die zur Verstärkung vom König angeforderten Truppen des Generals

von Dierecke waren vom Treibeis der Elbe am Uebergang des Stromes verhindert und nach bluti­gem Gefecht in feindliche Kriegsgefangenschaft ge­raten. Diese beiden Niederlagen der preußischen Generale Fink und Dierecke, die fast gleichzeitig und in nächster Nähe des Hauptquartiers des Königs erfolgten, hatten die abgekämpften preußischen Trup­pen völlig niedergeschlagen.

Die Lage Friedrichs des Großen und Preußens war am Ende dieses Jahres bitterernst, schien ge­radezu verzweifelt -r- hoffnungslos. Darüber gab sich der klar blickende Preußenkönig keiner Täu­schung hin. lieber vier Fahre hatte der Krieg ge­dauert. Vierzehn große Schlachten hatte König Friedrich gegen eine gewaltige feindliche Uebermacht mit wechselndem Glück geschlagen. Strome Blutes waren geflossen. Seine besten Generale, wie Schwe­rin und Winterfeldt waren gefallen, viele, wie Ziethen und Seydlitz, schwer verwundet oder in feindliche Gefangenschaft geraten, mit ihnen der größte Teil seiner Kerntruppen. Blühende Städte und Dörfer waren zerstört, Fluren und Felder ver- wüstet. Die Staatskassen leer, die Bevölkerung ver­armt und von Hungersgefahr bedroht.

Dagegen warfen die durch die letzten Waffen­erfolge übermütig gewordenen Feinde immer mehr Truppenmassen den kleinen, abgekämpften preußi­schen Heeren entgegen. Der Mangel an' Geschützen und Kriegsmaterial machte sich neben der unzurei­chenden Verpflegung immer fühlbarer. Der Ersatz durch angeworbene Söldner wurde immer spärlicher und minderwertiger. Angesichts der hoffnungslosen Kriegslage wurde der König von seiner nächsten Umgebung bestürmt, mit feinen Feinden unter Preisgabe Schlesiens, Ostpreußens und der preußi­schen Rheinlande einenglimpflichen Frieden" zu schließen.

Diese Friedensgerüchte hatten sich wie ein Lauf­feuer im Lager der preußischen Truppen bei Frei­berg verbreitet. Der Winter 1759/60 war außer­gewöhnlich streng. Die Lagerzelte waren einge­froren, und Wacht- und Kochfeuer waren ein spär­licher Artikel geworden. Sauerkraut mit Kommiß­brot, mit etwas Pferdefleisch und Branntwein war die gewöhnliche Lagerverpflegung. Es fehlte in den engen Massenquartieren der Dörfer und im Zelt­lager nicht an Miesmachern und landfremden Söld­nern, die die abgekämpften Krieger gegen ihren

König und Feldherm aufzuwiegeln versuchten. Mit ihrer Parole:Sofort Frieden um jeden Preis" ge­wannen sie unter den ermatteten Truppen die Ober­hand, und in Hellen Scharen zogen die Mannschaften vor das armselige Bauernhaus, das Friedrich dem Großen als Quartier diente.

Niederlagen und Schicksalsschläge hatten den König nicht gebrochen. Nie zeigte sich Friedrich der Große größer als im Unglück. Auch in den trübften Tagen und in den schwersten Lagen hatte er nie gedacht, den Frieden durch Unterwerfung ober durch Abtre­tung von Land und Leuten zu erkaufen. Alle seine Landeskinder hatten das gleiche Recht auf feinen Schutz, und kein Stück des preußischen Staates sollte unter Fremdherrschaft geraten. Und jetzt wollten ihn aufgewiegelte Leute seiner eigenen Armee zwin­gen, vor dem Feind die Waffen zu ftreden!

Entschlossen trat der König seinen Soldaten ent­gegen und musterte sie mit scharfem Blick seiner zornsprühevden blauen Augen:

$>abt ihr denn schon unsere Siege und eure ge­fallenen Kameraden vergessen? Hohenfriedberg, Prag, Roßbach, Leuthen?"

Beschämt schlugen die Soldaten die Augen nieder und nahmen sofort wieder militärische Haltung an.

Schimpft, Kerls, aber tut morgen eure Pflicht! Morgen gilt's! Kehrt, marsch!"

Die Stimmung der Soldaten mar sofort umgesckla- gen. Dort stand ihr großer König und Feldherr, Den kein Ungemach beugen und kein Sturm schrecken konnte! Er allein war ihr berufener Führer und nicht jene Maulhelden, Drückeberger und Miesmacher! Vivat Fridericus!"

Beim Morgengrauen griff der Feind an, um dem Preußenkönig den letzten Gnadenstoß zu geben. Aber schon rückten die Preußen unter Führung ihres Königs gegen die Höhen bei Wilsdruff vor. Der Feind, der habsburgische Feldmarschall Daun, mußte mit seinen überlegenen Kräften das Feld räumen, ehe er seinen Angriff entwickeln konnte. Sachsen mit Ausnahme der Festung Dresden war wieder im Besitz der Preußen, und nun eilte Friedrich der Große zu neuen Kämpfen und Sie- gen nach Schlesien. Bei Torgau errang Friedrich der Große mit General von Ziethen einen seiner glorreichsten Siege, die den Grundstein zu jenem ehrenvollen Frieden legten, der zwei Jahre später in Hubertusburg abgeschlossen wurde.

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Genf, 7. Febr. (DNB.) Der konservative Unter» hausabgeördnete Captain Gammans, der von einer längeren Rundreise aus Amerika nach England zu- rückkehrte, berichtet imDaily Telegraph', in Den USA. gebe es nach wie vor keine geschlossene ö ff ent» liehe Meinung, denn noch immer lebten dort große unverdaute" Volksgruppen, die sich in ihren An­sichten über internationale Anlegenheiten wesentlich voneinander unterschieden. Die gebildeteren Kreise

Rom, 7. Febr. (DNB.) Bei den Verhandlungen des südafrikanischen Parlaments über den von Smuts eingebrachten Antrag, südafrikanffche Trup­pen auch außerhalb Afrikas einzusetzen, erklärte der Abgeordnete General Kemp: ,Hch hoffe, daß die Kinder der Burennation, falls das Gesetz angenom-

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Der Siebenjährige Krieg lehrt eindringlich wie kaum ein anderes Beispiel der Geschichte, daß all« Kriegsnot durch den eisernen Willen eines berufe­nen Führers und die harte Entschlossenheit der Na­tion überwunden und gemeistert werden kann. Sein MahnwortHabt chr denn schon unsere Siege ver­gessen?" hat ewige Gültigkeit. Die Heimat hatte im Entscheidungsjahr 1918 die ruhmvollen Siege des vorigen Wettkrieges vergessen und den Glauben er. den Endsieg der deutschen Waffen verloren. Diese

rikaner mit sich bringe. Das gelte ganz besonders vom Seekrieg und den starken Schiffsverlusten. Die Isolationisten träten mit aller Schärfe dafür ein. daß amerikanisches Blut nicht für die Erhaltung des brittschen Imperialismus vergossen werden dürfe. Im übrigen stelle man in der USA.-Oeffent- lichkeit eine merkwürdig pessimistische Haltung dem japanischen Krieg gegenüber. Nicht selten höre man die Frage: Wenn wir bereits sechs Monate dazu brauchen, um die Hälfte von Guadalccmar zurück- zuerdbern, wie viele Jahre wird es dann währen, bis wir die pazifischen Inseln eine nach der andere« wieder in unseren Besitz bringen werden?

südafrikanischen Luftwaffe na4 I p & geschickt und in Südafrika durch 1P* tischen Luftwaffe ersetzt weiten

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men werden sollte, sich weigern werden, in Uebersee zu kämpfen. Es ist eine Unehre für die südaftika- , _ , nische Union, für ihre Beherrscher zu kämpfen. 2Bie I ;®23 auch der Krieg ausgehen möge, England wird wirb f»aiwa schastlich erschöpft aus dem Kriege hervorgehen, was IQ"0 zur Loslösung der Dominions führen wird. England |Wier wird Südafrika mit Sicherheit verlieren." Der Ab- > W geordnete Erasmus stellte die Frage, Mannschaften der südafrikanischen Luftwo

Südafrika und das Empire.

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dem Nahen Osten geschickt

Angehörige der britischen Luftwaffe ersetzt-------

Er erklärte: Auf diese Weise wird das Leben der englischen Flieger geschont, während die fübafrito nischen Flieger in den Tod geschickt werden.

England stellt sich auf den Standpunkt, daß die Union ihren Goldbergbau noch wett mehr zugunsten der Rüstungsproduktion einschränken Müsse und tadelt besonders, daß die Südafrikaner ihr Gold zum Erwerb von Sterling-Guthaben per* wenden, mit denen sie dann die in England befind lichen Südafrika-Werte zurückkaufen. Doch der füb* afrikanische Finanzminister Hofmeyer wies im Parlament darauf hin, daß die Union im kommen­den Jahre mit kriegs bedingten Mehraus- -'Äslnb gaben von 150 Millionen Pfund zu rechnen Habs, die wenigstens zum Teil aus den Steuern der Goldbergwerksgefellfchaften gfr

Lissabon, 6. Febr. (Europapreß.) Die Sich lung Eires in diesem Krieg wird in letzter Zeck in britisch-nordamerikanischen Kreisen wieder leb­haft erörtert. Anlaß sind die mit größter Intensität^ geführten Ueberlegungen, wie bife U-Boot-Gefahr bekämpft werben könne. England und die USA. haben den Wunsch, die früheren Forderungen nach Flugzeug- und U-Boot-Bekämp«. fungsstützpunkten zu erneuern. Die von den zivilen Clipper-Flugbooten benutzten Flughafen möchte man unter militärische Kontrolle stellen, um sie für den atlantischenFährdienst" benutzen zu können. Die Frage, ob die USA. im Zusammen­hang mit der in Casablanca eingeleiteten diplomatü , scheu Offensive gegen die Neutralen auch einen Vor- i sarlal stoß gegen Eire unternehmen werden, hängt davon jlpit bem ab, wie weit di e Opposition irischer ' Äauch Kreise in Nordamerika s

kann. In England macht das Aufflammen der .. scheu Freiheitsbewegung in Ulster wieder größere Sorge. Mit Mißfallen wird auch beobachtet, daß Mitglieder der irisch-republikanischen Armee Füh. lung mit Irisch-gebürtigen der in Nordirland statio­nierten USA.-Truppen aufgenommen haben. 3n London und Belfast bezeichnet man diesen Kontakt als sehr unwillkommen.

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liiö A Gdein M $2 oergegenwärtigten*' sich' 'heute die Aiismaße dieser !^e Krieges und die Gefahren, die er auch für die Arne, i w

Untreue gegen das Vaterland und gegen die auf dem Felde der Ehre gefallenen Kameraden ho sich im Schandvertrag von Versailles bitter geiru® gerächt. ,

Heute wissen wir, daß das Reich in einer nie ge­kannten Stärke, inneren Einheit und unerhörtes Kraftentfaltung dem Ansturm der Feinde trotzt uni Erfolge errungen hat, für die es keinen Dergleil in der Geschichte der Nation gibt. Keiner zweiseü am Sieg, und jeder ist bereit, für ihn alles einzU' setzen. Denoch aber hören wir auf die Lehrer um ferer Geschichte. Sie lassen uns unsere Kraft unk Macht empfinden und die Forderung der Stunt« begreifen: Hart zu sein und unbeugsam! H.M-

Büchertisch.

D e r G r e i f*. Ein Jahrweiser des guten Buches. Dritter Jahrgang. 190 Seiten, mit vieler Bildern. Preis drosch. 2,80 RM. Verlag Poeschel und Trepte, Leipzig. Das schöne und nützlich« Jahrbuch ist, wie man mit Vergnügen feftfteilen darf, auch für 1943 wieder erschienen und wirt allen Freunden des guten Buches ein willkommener Begleiter durch die kommenden zwölf Monate feto noch immer so sorgfältig gedruckt und ausgestatto wie zu Beginn, macht es Lust zum Schmökern, zurr Bilderbetrachten, zum ernsthaften, selbstvergessener Lesen. Hier wird allen Freunden der Dichtung, bei Dichter und des schönen und guten Buches eiw Fülle von Anregungen dermittelt, die gerade heu» wo der Zugang zum Buch nickt mehr so breit um einladend bequem ist wie früher, dankbar begrüß werden dürften. Es ist anzunehmen, daß bei Greif" sich in der kurzen Zeit seines Bestehe^ bereits eine Menge treuer Freunde gewonnen h»

Hans Hynrto*

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