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Montag, 8. Hebruar 1945

Gietzener Anzeiger

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General-Anzeiger für Oberheffen

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195. Jahrgang Nr. 32 toictjeini . üßi. tt) außer Sonntags und feiertags ZeUaneu

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Wirf dein Herz hinüber!

Es wäre widersinnig, wollte man in Abrede stel­len, daß der Opfergang der Helden von Stalingrad nicht die Seele des deutschen Menschen tief erschüt­tert hätte. Es liegt im Wesen des deutschen Volkes, mit dem Herzen zu empfinden. Denn wir Deutschen sind dem Schöpfer sei es gedankt weder von einer so kaltherzigen, rechnerischen Art wie unsere englisch-amerikanischen Gegner, noch von einem so tierhaften, brutalen und stumpfsinnigen Fatalismus wie unsere bolschewistischen Feinde. Wir fühlen in tiefster Seele, daß wir in Stalingrad treue Söhne und Brüder verloren haben und verlieren mußten, weil das Gesetz des Vaterlandes es so befahl. Des­halb verheimlichen wir auch nicht dieses Opfer, das gebracht werden mußte. Wir bekennen uns zu ihm, weil es Größe ist. Wir sagen es nicht nur unserem Volke, sondern der Welt, weil wir die Wahrheit lie­fen. Unsere Feinde haben bisher Niederlage auf Niederlage einstecken müssen, aber haben nie die Wahrheit gesagt. Sie fälschten Niederlagen in Siege ihn oder sie verschwiegen sie. Das zeugt nicht von Mut. Wer Mut hat, scheut die Wahrheit nicht.

Wir wissen, daß m einem so gewaltigen Ringen nicht nur von Sieg zu Sieg geschritten werden kann. Jedes Kriegsgeschehen ist wechselvoll. Auch ein Friedrich der Große hat Rückschläge ertragen müssen und ertragen. Gerade darauf aber kommt <5 an! Man muß auch einen Mißerfolg ertragen rönnen, ohne an dem Enderfolg zu zweifeln. Mit Neckst hat Reichsminister Dr. Goebbels in einer Rede vor Rüstungsarbeitern diesen Satz so formuliert: ,,3n Zeiten, die Triumphe über Triumphe bringen, glaubt auch der Schwächling an den Sieg. Wenn aber einmal ein Rückschlag hingenommen werden muß, ist es Sache der starken und festen Menschen, tuf ihn zu vertrauen.

Gerade das aber unterscheidet uns himmelweit von unseren Feinden. Das deutsche Volk ist eifen­hart. Es hat im Laufe seiner Geschichte so manchen Rückschlag hinnehmen müssen. Immer aber hat es rus solchen Stunden neue Kraft geschöpft und einen neuen Antrieb erhalten zu größerem Heldentum. Auch diesmal heißt uns der Opfergang von Stalin­grad nicht klagen. Wohl trauert ein Volk um feine Helden, das ist fein Recht, gerade weil wir deutsche

Menschen find und um den Verlust unserer Besten Schmerz empfanden. Aber wir jammern und klagen nicht, weil wir den Opfergang der 6. Armee nicht als einen Rückschlag empfinden. Der Opfergang hatte einen Sinn. Das ist das Entscheidende. Um den Kameraden Zeit und Möglichkeit zu geben, den Wall gegen die Barbarenflut aus den Steppen des Ostens zu festigen, übernahmen es die Männer von Stalingrad, sich selbst zu opfern. Das ist der Sieg des heldischen Menschen über fein eigenes Ich zum Wohle der Gesamtheit.

Und nut)? Was nun? Genügt es .uns, alles das zu durchdenken und mit schönen Redensarten aus­zusprechen? Nein, wiederum ist es deutsche Art, z u handeln. Jeder Deutsche richtet an sich selbst die Frage, auf die es ankommt: Was hast du bis­her getan, daß du würdig wärest, einen solchen ge­wollten Opfergang deiner Brüder und Söhne piit ruhigem Gewissen hinznuehmen? Hast du dein ganzes Selbst, deine äußerste Kraft eingesetzt im Dienste deines Vaterlandes?Erkenne dich selbst", so forderte ein Weiser des griechischen Altertums. Ja,' auch wir Deutschen, wir alle müssen in uns schauen, müssen uns fragen, ob unser Handeln und Leben unserem Volke gedient hat, nur ihm, nicht uns selbst. Dann finden wir die Antwort. Mit ver­bissenem Trotz gegen ein migriges Schicksal brau­chen wir nicht an unsere Arbeit zu gehen. Mit freu­digem Stolz, daß wir alle in der Heimat wert sind unserer HeU)en, die sich für uns opferten, mit un­gebrochenem Siegesmute, zu dem uns der Opfer- gang von Stalingrad bas Recht gibt, mit hie er­lahmenden Kräften tritt ein Volk an fein Werk. Keinen gibt es, der sich ausschlösse. Nur eins be­seelt jeden von uns, ein fanatischer Glaube an den Sieg. Wir kennen keine bange FrageWas nun?" Wir kennen nur das eine, das Unvergängliche, das Deutsche Reich und Volk. Und kommen Hindernisse, mache es wie bft Reiter: Wirf dein Herz hinüber! ________________________________gg-

Große Seif ist immer nur, wenn's beinahe schief gehl, wenn man jeden Augenblick fürchten muß: Jetzt ist alles vorbei. Da zeigt slch's. Courage ist gut, aber Ausdauer ist besser. Ausdauer, das ist die Hauptsache. Theodor Fontane.

3« vorderster Linie neben ihren Grenadieren gefallen.

die hundert Gefangene übrig. Westlich des Oskol er­kauften die immer wieder stürmenden Sowjets un, wesentliche Geländegewinne im Abschnitt zweier In­fanteriedivisionen bei zweitägigen Kämpfen mit etwa 3000 Toten. Auch hinter der Kampffront find die Verluste des Feindes durch die Angriffe unserer Sturzkampf- und Zerftörerflugzeuge schwer, da die schmalen im tiefen Schnee ausgeschaufelten Stra­ßen, mit ihren oft mehrere Meter hohen Seiten­wänden, den dichtaufgeschlossen marschierenden Kolonnen dem Feinde keine Möglichkeit geben, sich auseinanderzuziehen.

Das Eichenlaub für einen gefallenen Nachtjäger.

Berlin, 7.Febr. (DKB.) Der Führer hat dem gefallenen Hauptmann Reinhold Knacke, Staffel­kapitän in einer Rachtjagdslaffel, als 190. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Rit­terkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Haupt­mann Knacke wurde 1919 zu Strelih geboren und hat in der Rächt zuin 31.5. 1942 allein drei feind­liche Bomber zum Absturz bringen können. Am 5.6.1942 meldete er feinen 30. Rachtjagdsteg und wurde mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Einige Wochen spater gelang es ihm abermals, innerhalb, einer halben Stunde drei britische Bomber abzu- schiehen. In den letzten Stunden des Jahres 1942 errang er über Westdeutschland feinen 40. Racht- jagdsieg. Wit den bei seinem letzten Luftkamps ver­nichteten zwei britischen Bombern hat Hauptmann Knacke insgesamt 44 Feindflugzeuge zum Absturz gebracht.

Das Ritterkreuz für einen Frankfurter.

Berlin, 6. Febr. (DNB.) Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Leutnant d. R. Fritz B r u t sch e r, Kompanieführer in einem Panzer-Pionier-Bataillon. Er ist 1915 als Sohn eines Werkmeisters -in Frankfurt am Main geboren. Beim Sturm auf ein wichtiges Dorf südöstlich Toropez, durchbrach er die feindliche Verteidi- gung und drang trotz einer Verwundung als erster in das Dorf ein, wo er persönlich mehrere Feldstel­lungen und einen Bunker außer Gefecht setzte. Brut- scher, der seit 1928 der HI. angehört, ist hauptamt­licher Führer der HI. Nach dem Besuch der Mittel­schule war er als Praktikant in mehreren landwirt­schaftlichen Betrieben. 1936 trat er als Freiwilliger in das Pionier-Bataillon 46 ein.

Totaler Krieg.

Bereits nach 1918 wußte man, daß der nächste Krieg ein totaler Krieg werden würde. In Deutsch­land gehörte General Ludendorff zu den ersten Männern, die dieser Erkenntnis Bahn zu brechen suchten und jene Bereitschaft des ganzen Volkes für den Kriegseinsatz schaffen wollten, die erforderlich ist, wenn ein Volk überhaupt Aussicht haben soll, sich in einem solchen Kriege durchzufetzen. Es sind dann in der Folge in allen Ländern zahlreiche Bücher über dieses Thema geschrieben worden, aber kaum eines kommt mit feiner Darstellung der Wirklichkeit auch nur annähernd gleich. Gewisse Befürchtungen, die aus der Wirkung der Luftwaffe erwuchsen, haben sich nicht in vollem Umfange bewahrheitet, denn einmal zeigte sich die Disziplin der Bevölkerung als ein allgemei­nes ausreichendes Mittel zur Vermeidung von Pa­niken, und andererseits entwickelte die Luftwaffe selbst auch Abwehrmittel bis zu einem Grade der Vollkommenheit, die oftmals Wirkung und Risiko eines Luftangriffes auseinanderklaffen lassen. In anderer Hinsicht aber hat sich die Beanspruchung des Volkes als eine viel höhere erwiesen, als man vor­ausgesehen hatte. Denn das ist ja das Wesen des totalen Krieges, daß er nicht mehr nur von der be­waffneten Macht geführt wird, sondern daß die Hei­mat selbst zum Mitkämpfer wird. Die Menge und Vielgestaltigkeit, die immer mehr verfeinerte Tech­nik der modernen Kriegswaffen erfordert eine Pro­duktionsleistung der Wirtschaft, die an sich schon ge­waltig ist.

Es ist nun aber nicht so, daß etwa ein Land sich einen Kriegsschatz moderner Waffen im Frieden anlegen könnte, so wie die Staaten früher einen Kriegsschatz in Gold ansammelten. Das vermag dem betreffenden Staate vielleicht anfänglich ein Heber« gewicht zu geben, aber solange ine Wirtschaft des Gegners noch intakt bleibt, hat dieser die Möglich­keit, durch vermehrte Anstrengung seinen Nachteil auszugleichen, wobei er dann oftmals in der Lage fein wird, auf Grund der inzwischen gemachten Er­fahrungen bessere Waffen herauszubringen. Der Kamps der Fabriken, der eine neue Erscheinung in das Bild des Krieges gebracht hat, ist also nicht nur ein Kampf um die größere Menge des Kriegs­materials, sondern vielleicht in noch höherem Grade ein Kampf um die bessere Qualität. Die bessere Waffe vermag einen großen Teil des gegnerischen Kriegsmaterials zu entwerten, so daß es, wenn überhaupt, nur noch an weniger entscheidenden Stellen eingesetzt werden kann. Der Kampf der Fa­briken ist also eine nicht ganz zutreffende Bezeich-

uhm errang sie bei den Angriffskämpfen auf italingrad. Am 8.10.42 verlieh der Führer dem

Trotz schlechtesten Wellers neue bedeutende

Erfolge unterer Ll-Voote aus asten Meeren.

Schwere Abwehrkämpfe im Süden der Ostfront

Totaler Krieg höchster Einsatz aller

DRB. Berlin, 7.Februar. (RSK.) Am 5. und 6. Februar fand eine Tagung der Reichs­leiter, Gaulei terundverbändeführer der Partei statt, die im Zeichen der Zusammen­fassung aller Kräfte der Ration für die totale Krieg­führung stand. Die Zusammenkunft der Parteifüh­rermannschaft, auf der alle notwendigen Maßnahmen erörtert wurden, gestaltete sich zu einer Kundgebung des fanatischen willens der gesamten Partei, alles einzusehen, um die vollständige W o b i l i s i e -

Zusammenfassung aller Kräfte sür die totale Kriegführung.

Eine Reichs- und Gauleitertagung der NSDAP.

rung der Heimat durchzuführen und damit der kämpfenden Front die Kräfte und Wittel zur Er­ringung des Sieges zu geben.

Die Tagung wurde geleitet vom Leiter der Partei- kavzlei, Reichsleiter Bormann. Es sprachen Reichsleiter Dr. Goebbels, Reichsministee Speer, Staatssekretär Gauzenmüller, Gau­leiter Sauckel, Reichsminister Funk, Staats­sekretär Backe, General vonUnruh und Reichs­leiter Dr. Ley.

orrageni) aus. Jrn Kampf gegen die Sowjetunion ihrte er eine Infanteriedivision, die im Mai 1942 i den Verbänden gehörte, die den Stoß der Vol- hewisten auf Charkow abwehrten. Besonderen

linie liegenblieben. Panzervernichtungsttupps mach­ten sich an diese noch immer kämpfenden Stahlriesen heran, trieben feindliche Sicherungen zurück und rissen mit ihren Minen die Panzerungen der rollen­den Festungen auf. Damit verlor der Feind auf diesem einen Kampffeld von den 25 bis 30 Panzern, mit denen er den Angriff begann, allein 21.

Im Mündungsgebiet des Don sowie am mittleren Donez und im Dsfolab- schnitt gingen unsere Truppen, obwohl der Feind feinen Druck mit starken Kräften aufrecht hielt, mehrfach zu Gegenstößen über. Besonders unsere weiträumig, schnell und energisch operierenden Pan­zerverbände machten den Sowjets schwer $u schaf­fen. Ihre Vorstöße trafen die Flanken bolschewisti­scher Marschkolonnen, zerschlugen die Massen ge­schlossener Angriffsverbände und trieben starke Vor­huten des Feindes zurück. Sie stellten im unüber­sichtlichen Waldgelände ein sowjetisches Regiment und rieben es restlos auf. Dabei verlor der Feind vier Panzer, 20 Geschütze und zahlreiche Lastkraft­wagen. Von dem ganzen Regiment blieben nur an

^neral das Ritterkreuz. Am 1.9.42 zum General- iutnant und am 1.1. 43 zum General der Jnfan- trie befördert, nahm er mit seinen Truppen an em schweren Ringen der letzten Wochen in Stalin- rad teil. Die schon sein einziger Sohn 1941 als ^anzerleutnant, so fiel auch er als General in vor­erster Linie. General von Hartmclnn entstammte

Verfolgung mit Wasserbomben einfetzte, konnte be­obachtet werden, daß die Besatzung den sinkenden Kreuzer verließ. Kurze Zeit später konnten die typi­schen Sinkgeräusche, wie Schottenbrechen u. a. m. an Bord des ablausenden H-Bootes deutlich gehört werden. Die Kreuzer derDido"-Klasse wurden in den Jahren 1940/41 sertighestellt. Sie haben eine Wasserverdrängung von 5450 Tonnen und eine Ge­schwindigkeit von über 32 Seemeilen. Ihre Bewaff­nung besteht aus zehn 13,3-cm-Geschützen und sechs Torpedorohren. Außerdem befindet sich ein Flugzeug an Bord.

Aus den für b t e sowjetische Front be­stimmten Geleitzügen konnten in den See­gebieten um die Südspitze Grönlands, bei Jan Mayen und in der Nähe der Bäreninsel ein Tanker mit 7000, ein Transporter mit 8000 BRT. sowie ein weiterer mit über 12 500 Tonnen Treibstoff beladener Tanker versenkt werden. Ein anderes Boot versenkte aus einem von Korvetten und Flugzeugen stark gesicherten Nachschubgeleit einen bis über die Ladeluken mit Kriegsmaterial und Lebensrnitteln beladenen Dampfer von 7500 BRT. ImAtlantik fiel ein vermutlich von einem Geleitzug ckögesplitter­ter 5000 BRT. großer Dampfer den Torpedos eines H-Bootes zum Opfer. Im gleichen Seegebiet wurde ein vollbeladenes 12 000 BRT. großes Tankschiff getroffen, dessen über 18 000 Tonnen große Treib­stoffladung im Augenblick der Torpedodetonation unter riesigen Rauch- und Feuererscheinungen explo­dierte. Nordöstlich der Kleinen Antillen wurde ein mit 14 Seemeilen Geschwindigkeit laufen­der Dampfer torpediert und versenkt. Es handelt sich um das der britischen Reederei A. Holt & Co. in Liverpool gehörende 7957 BRT. große Schiff Rhexensr", das mit einer fast 9000 Tonnen schweren Ladung Kakaobohnen auf dem Marsch von Free­town nach St. Johns war. Aus einem kleinen, aus vier Dampfern und vier Bewachern bestehenden Ge­leitzug im Mittelmeer wurden nordöstlich Tobruk ein Dampfer von 4000 BRT. und ein weiterer von 3000 BRT. versenkt. Einen Tanker erellte oorDernasein Schicksal.

Miner alten märkischen Soldatenfamilie. Im thürin- V scheu Infanterie-Regiment 94 nahm er am ersten Weltkrieg teil, bis er nach feiner dritten Derwun- bing im Kriegsministerium Verwendung fand. Spä­ter war er Kompaniechef im Infanterie-Regiment 17 »ad vor Kriegsausbruch Kommandeur des Jnfan- Krie-Regiments 37 in Osnabrück.

Auch Generalleutnant Stempel war immer tei feinen Soldaten in vorderster Linie. Dort riß er dirch Entschlossenheit und Tapferkeit immer wieder feine Männer in ungestümem Angriffsgeist vor­wärts. Er war der Sohn eines Kaufmanns aus khemnitz. 1910 trat er als Fahnenjunker in das In- sinterie-Legiment 104 ein. Als Regimentsadjutant

Die gegenwärtigen Kämpfe gegen den feindlichen Nachschub verkehr über See werden außerordentlich erschwert durch eine ungewöhnlich lang anhaltende Schlechtwetterperiode, deren Auswirkun­gen die Erfolge der U-Boote beeinflussen und selbst bei den Handelsschiffen festzustellen sind. Kaum ein Schift, das in den letzten 'Wochen den Atlanttk über­querte oder auf den Routen des Nordmeeres fuhr, ist, wie viele ausländische Meldungen betonen, un­beschädigt durch Wind und Wetter in seinem Be­stimmungshafen eingelaufen. Das an sich schon stark beschränkte Gesichtsfeld des H-Bootes wird in dem milden ozeanischen Winter dieses Jahres durch eine nur kurzfristig unterbrochene- Reche schwerer Regen­böen und dichter Schnee- und Hagelschauer noch weiter eingeengt. Unter diesen Umständen reißt oft­mals eine nach zähem Nachstoßen kurzfristig gewon­nene Fühlung wieder ab. Wenn es unseren Booten trotz dieser ungünstigen Angriffsbedingungen immer wieder gelingt, in unermüdlichem Suchen den ver­lorenen Gegner wieder zu finden, zu stellen und zu versenken, und wenn dabei von Erfolgen gegen Handels- und Kriegsschiffe berichtet wird, dann ist das als eine ganz besondere Leistung zu werten. So besagte eine Sondermeldung, daß Unter­seeboote in zähen harten Kämpfen aus Geleitzügen, die nach England fuhren und für die afrikanische und sowjetrussische Front bestimmt waren, 16 ooll- belabene Transportdampfer und Tankschiffe mit zusammen 10 2 500 BRT. sowie vier Trans­portsegler versenkten und drei weitere Schiffe durch Torpedotreffer beschädigten. Ein weiteres deutsches Unterseeboot versenkte tm östlichen Mittelmeer einen Kreuzer der Dido-Klasse.

DieVersenkungdesKreuzersimMit- t e l m e e r erfolgte nordwestlich der Sollum-Bucht trotz Anwesenheit mehrerer Zerstörer. Das Schiff wurde von zwei Torpedos getroffen, fenterte wenige Augenblicke später und sank rasch. Noch bevor die

Berlin, 7. Febr. (DNB.) Die erbitterten Ab- 'Mehrkämpfe im ganzen Süden der Ostfront und irr Raum westlich des Oskol dauerten weiterhin an. i dagegen flaute die feindliche Angriffstätigkeit füd- lig des Ladogasees, dem bisherigen Schwerpunkt dir Kämpfe im nördlichen Frontabschnitt, bis auf oirgebliche örtliche Vorstöße ab.

Bei Noworossijsk lieferten unsere Tnippen bert gelandeten bolschewistischen Bataillonen yeftlge ®>fed)te, die zur Vernichtung der Masse der Lan- bingstruppen führten. Reste leisteten in den zer- üfteten Steilhängen des Küstengebietes verzwei- eiten Widerstand und versuchten mehrere Male die Umklammerung zu sprengen. Eng zusammengepreßt Ichen sie der Vernichtung entgegen, da der Druck otn der Landseite her immer mehr wächst und ufere Küstenbatterien jeden Versuch des Feindes, °cn der Seeseite her Hilfe zu bringen, unterbinden. Ün Kubangebiet ließ die Kampftättgkett bis örtliche Gefechte nach. Die schweren Verluste, bie der Feind hier bei seinem vergeblichen Groß- 1''griff des Vortages erlitt, haben sich am Samstag uch weiter erhöht. Außer den am ersten Kampftag geschossenen 18 Panzern hatten unsere Arttlle- rtfcen noch drei weitere Panzerkampfwagen ge= 3:0 ff en, die bewegungsunfähig vor der Hauptkampf-

Berlin, 7. Febr. (DNB.) Bei den schweren I Kämpfen am Stadtrand von Stalingrad verteidigte ttne kleine Gruppe von Offizieren, Unteroffizieren inb Mannschaften eine Bahn dämm st eil ung legen die anstürmenden feindlichen Massen. Sie trieben die Bolschewisten durch das Feuer ihrer Gewehre und Handgranaten in erbitterten Nah- limpfen zurück. Kurz darauf eröffnete der Feind mit Granatwerfern, mehreren Batterien und Scharf- shützen schweres Feuer auf die kleine Kampfgruppe, hierbei fielen am 26.1., wie bereits gemeldet, die Oenerale von Hartmann und Stempel.

General der Infanterie Alexander von iartmann zeichnete sich bereits im Westfeldzug ils Kommandeur eines Grenadier-Regiments her-

unb Ordonnanzoffizier firn Stabe einer Infanterie- Division nahm er am Weltkrieg teil. 1922 wurde er zum 12. Reiterregiment versetzt. 1937 erhielt er als Kommandeur das Infanterie-Regiment 10. 1941 übernahm er eine Infanterie-Division, die sich unter seiner hervorragenden Mihrung im Ostfeldzug in zahllosen Schlachten bewährte und in dem Kampf um Stalingrad unauslöschlichen Ruhm an ihre Fah­nen heftete.

Flak in Stalingrad.

Mit den letzten Geschützen 21 Panzer abgeschossen.

Berlin, 6. Febr. (DNB.)Batterien der Flak- dioision haben mit ihren letzten Geschützen am 22., 23. und 24. Januar 21 Panzer abgeschossen. Soldaten der Division stehen in unwandelbarer Treue zum Führer und sind bereit, ihre letzte Pflicht zu erfüllen." Mit diesem Funkspruch meldete die Flakdivision aus Stalingrad ihre Erfolge aus den letzten Kampftagen ihrem Äommanbterenben Gene­ral. Sie weiß, daß es eine ihrer letzten Meldungen fein wird, wenn nicht überhaupt die letzte. Noch ist das Funkgerät unversehrt. Wer vermag aber zu sagen, ob es noch in einer Stunde, ob es noch in der nächsten Minute brauchbar sein wird?

Draußen, vor dem Keller, der als Gefechtsstand dient, tobt die Schlacht. Die Bolschewisten trommeln schon seit Tagen ununterbrochen auf die deutschen Widerstandsnester. Sie haben Artillerie aller Ka­liber, Infanteriegeschütze, Granatwerfer, Pak, Bom­bengeschwader eingesetzt. Bei den Eingeschlossenen aber geht die Zahl der Granaten zur Neige, sie müssen sorgfältig aufgespart werden. Jede Granate, die noch vorhanden ist, muß in direktem Beschuß ihr sicheres, lohnendes Ziel finden. Ist die letzte Granate verschossen, dann machen Sprengladungen die Kanonen unbrauchbar, und die Flaksoldaten greifen nach den Karabinern und Maschinenpistolen und stehen als Infanteristen neben ihren Kameraden vom Heer.