uhbes,
** tmber yhi " ent' l(t'n L d>. E*.
le unb he. bie n eint Mattes» irver. ediglich
Lnt, bis
* K Ah.
nisber W er= ten sich *Wu jden in h eni« ß nitz »
9ean !er"
.Ach" nnien ation, bie Ün« den mH in bem Mb 'm. Dir tten sich Ütze den lus, um menbtn, gosicLi.-
sich bei erstellt, um diese : Reichs- eren Bi> It, einen rfti^unp vielen für Bo« eilen zur n Wehr- betreu- chen. n W fiir diese enschmlii! iäber 3»r gienische' die 6i» Mnistek 1er Weise
«.
!N Einzet- n ©unfi aus bit m zu bur- it W* largeM^ nicht Ss" litte! F iir kriege- 5 bestehe^ : währender w
Üllegor^ steimZ rten, Z • ihn «* Silber-?
5 und ;fes W ntulotie^ K
-r» ?% SpiÄ t de»^
Leiche
ten Ti
K dein y
U
MW
H
anem Amat m chrsr Werbung auf i>ic Grfchirsts- M'°bung hmweist uni) Lobei auch Angaben über eine WiSdereroffnuna nach dem Kriege macht.
Kunst und Wissenschaft.
60. Geburtstag Robert pöverleins
Reichsminister Dr Goebbels hat dem Architekten Ministerialrat a. D. Robert P ö v e r l e i n in Mün, chsn zur Vollendung seines 60. Lebensjahres in £n^nT9 semer Verdienste um das deutsche Kunsthandwerk die herzlichsten Glückwünsche übA-
Eine Kopernikus-Gemeinschaft in Danzig.
H Gleiter und Reichsstatthatter Albert Erster eine Vereinigung zur Erforschung des Reichsgaues Danzig-Westpreußen begründet ime,Äoper.n?fu5^®eba^tni5iQl)r den Namen ^^E-Kopermkus-Gemeinschaft" gegeben bat Ihre Aufgabe ist es, Fachgelehrte und freie Forscher zu gemeinsamem uud nutzbringendem Einsatz zu brin- gen wissen chastliche Einrichtungen, Vereinigungen und Pnoatforscher zu fordern und die abqeschlosse- nen Arbeiten zu veröffentlichen. Die neue Gemein- chast, vom Gauhauptmann geleitet, wird in vorläufig elf Sektionen arbeiten für Naturkunde, Bo. denkunde Landichaftskunde, Rassenkunde, Borge- schickte, Dolkstumskunde, Landesgeschichte Kunstae- chichte, Literatur, Musikgeschichte und Wi^chafts! runde. ' * '
*
Der (Bauleiter gab am Schluß seiner Ansprache bekannt, daß im Rahmen dieser Gemeinschaft ein „Rikolaus-Kopernikus-Preis" Stiftet [ei, mit dem die beste wissenschaftliche Forschungs. arbeit ausgezeichnet werden fall. Es wird von der Entwicklung der Zeit abhängen, welcher Akt dieser Preis sem wird.
Der Pianist Sonrad Hansen la Bulgarien, Auf Einladung der Deutsch-bulgarischen Gesell- scha-ft weilte der deutsche Meisterpiamst Konrad Hansen in Bulgarien. In Sofia gab er einen begeistert aufgenommenen Klavierabend und brachte dann als Gast des Kgl. Bulgarischen Sinfonie-Orchesters unter Leitung seines Dirigenten Sascha Popoo das ck-moli-^Kkcwierkonzert von Brahms vor aus verkauftem Hause zu Gehör. Die weiteren Kla- merabende in Plowdiv, Warna und Russe gestalteten sich gleichfalls-zu einem starken Erfolg für den Künstler und für die deutsche Musik.
Die Dichterin Johanna Wolff f.
Wie aus Locarno-Orsalina gemeldet wird, ist am 5. Mai die in den letzten beiden Jahrzehnten dort wohnende ostpreußische Dichterin Johanna Wolff im Alter von 85 Jahren gestorben. Sie wurde 1858 als Tochter eines Schusters in Tilsit geboren. Nach dem frühen Tode der Eltern wurde die Voll- waise und das Stadtarmenkind Diakonisse. Don Liliencron in die deutsche Dichtung eingeführt, hat sie besonders mit ihren volkstümlichen autobiographischen Büchern „Das Hanneken" und „Hanne, kens große Fahrt" sich durchgesetzt. Ihr ostdeutscher Roman „Andreas Derlaten" schildert ein Heimat- fchicksal im größeren Dolkserleben. In dem Brevier ^Ein bißchen Freude" sammelte sie Sprüche und in /Wanderer Wir" hat sie ihre gedankentiefe Lyrik Mammengefaßt.
Musikalische Aorschungsställen in Kassel.
In Kassel wurde die Errichtung einer Souls» Spohr-Forschungsstätte durchgeführt und die Errichtung einer städtischen Heinrich- Schütz-Fo r schun g s st ä tte in Angriff genommen. Bei der. ersten handelt es sich um eine Gedüchtnisstätte für den großen Geigenvirtuosen und Komponisten, der als. Hofkapellmeister der kurfürstlichen Oper dem Kasseler Musikleben Glanz verliehen hat. Es sollen alle erreichbaren Erinnerungsstücke aus Spohrs Besitz gesammelt werden. Ferner soll die Forschungsstätte den bis jetzt kaum - gesichteten umfangreichen Briefwechsel Spohrs, sämtliche Werke des Komponisten und eine Sammlung des Schrifttums über den Meistex und seine
. Jeitz.erhalten.
Von neuen Filmen.
In diesen Tagen wurden die Aufnahmen zu dem Tobis-Lustspiel „Tolle Nacht" unter der Regie von Theo Lingen beendet. Die Hauptdarsteller sind Marte Harell, Gustav Fröhlich, Theo Lingen und Hansi Arnstadt. — Willy Clever und Ellen Fechner, deren Zusammenarbeit sich bereits bei dem Tobis- Lustspiel „Meine Frau Teresa" bewährte, schrieben auch das Drehbuch zu dem neuen, von Kurt Hoffmann inszenierten Tobis-Film „W i e e r z i e h e ich meinen Mann". — Erich Engel ist der Spielleiter des neuen Bavaria-Films „Man rede mir nicht von Liebe", dessen Aufnahmen in Geiselgasteig gedreht werden. Heidemarie Hatheyer und Mathias Wieman sind die Träger der Hauptrollen.
Aus der Stadt Gießen.
3m Blütenwunder.
Es entspricht dem deutschen Gemüt, daß der mit Kerzen besteckte Weihnachtsbaum im Mittelpunkt des deutschen Weihnachtsfestes steht. Er ist Symbol der Treue, des ewigen Lebens und des neuen Lichtes. Wer heute durch die Städte und Dörfer geht, steht plötzlich einem „Wechnachtswunder" in Gestalt eines nesigen blühenden Kastanienbaumes gegenüber. Die Fülle der Blüten läßt den Kastanienbaum wie von einem weißen, rötlich schimmernden Schleier überworfen erscheinen. Es ist wohl die schönste Zeit des Jahres, wenn die Kastanien chre Blütendowen wie leuchtende Kerzen aufgesteckt haben. Sie er- innem uns in ihrer strahlenden Schönheit an den deutschen Weih na cht sbaum. Die Kastanie in ihrer Blütezeit übt auch die gleiche Wirkung aus wie der Weihnachtsbaum: Sie strahlt Fröhlichkeit, Licht und Hoffnung aus. Auch das hat die Kastanie mit dem Weihnachtsbaum gemeinsam, daß sie sich selbst in den entlegensten Winkeln ihr Festkleid anzieht, gerade als wollte sie Freude und Fröhlichkeit auch lenen bringen, die nicht an den großen Straßen m großen Häusern wohnen.
Der Kastanienblüte ist die Apfelblüte in ihrer überreichen Fülle voraufgegangen. Fast in allen Gebieten des deutschen Vaterlandes war die Apfelblüte von einer Reichhaltigkeit und Schönheit, wie sie sich nicht in jedem Jahr wiederholt. Die Apfelbaumalleen durchzogen und durchziehen zum Teil noch die deutschen Lande wie breite, weiße Tücher. Die Lust ist mit lieblichem Dust erfüllt, und ein tiefes Summen in den Bäumen zeigt an, daß unsere fleißigen Bienenvölker sich bemühen, die reiche Honigfülle rechtzeitig einzubringen. Der Bienen- beflug gerade der Apfelbäume ist bekanntlich Darbe, dingung für die Befruchtung, und je fleißiger die Apfelblüte von den Bienen besucht wird, um so größer ist die Hoffnung auf eine gute Apfelernte.
Um bie herrliche Farbensinfonie des Frühlings ,zu vollenden, hat auch der Flieder seine duftenden Blütendolden entfaltet und damit seinem süßen Duft den Weg ins Freis geöffnet. Und wenn die Kühle des Abends sich herabneigt, dann umfängt uns eine schier betäubende Dusthülle.
Es lüge in weiter Weg vom wirtlichen Weih- nachtsbcDm bis zu feinem Symbol int Mai. Bittere Tage und Wochen liegen hinter uns. Aber mit den sonnendurchfluteten Maientagen wird uns das Herz wieder weit und froh gemacht. Mit der verschönten Natur erwacht in uns neue Lebenslust und Lebenskraft. Es ist schon gut, wenn wir uns die Natur zum Vorbild nehmen, aus ihr lernen und uns zu den- urgewaltiqen Kräften emporziehen lassen, denen wir schicksalhaft verbunden sind.
Kür Tapferkeit vor öem Keinöe.
Der Gefreite Werner Heß aus Gießen, Oberhof wohnhaft, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde bei den Kämpfen im Osten mit dem Eisernen Kreuz H. Klasse ausgezeichnet.
Reichssportabzeichen nur für Deutsche.
Die Reichssportführung sieht sich veranlaßt, darauf hinzuweisen, daß das Reichssportabzeichen gemäß den bestehenden Bestimmungen nur an Deutsche (Reichsdeutsche und Volksdeutsche) verliehen werden kann. Eine Erwerbung des ReichssportabZeichens durch Ausländer ist Nicht möglich.
Auch der Käufer macht sich strafbar.
Die neue Anordnung des Reichsnährstandes über das Verbot des unmittelbaren Obsteinkaufs beim Erzeuger wird von Oberregierungsrat Dr. Recke vom Reichsernährungsministerium im Zeitung s- dienst des Reichsnährstandes erläutert. Er weist darauf hin, 'daß eine gerechte Verteilung von Obst und Gemüse sichergestellt werden müsse. Die Zulassung des freien Einkaufs würde diejenigen ungerechtfertigt bevorzugen, die Zeit unb Geld haben, die Erzeuger aufzusuchen. Die Erfassung sei auch für die «Versorgung der Wehrmacht, wie für die Herstellung von Marmelade und Konserven notwen-' big. Die Anordnung wende sich nicht nur an die Erzeuger, sondern auch an die Verbraucher. Bei einem Verstoß mache sich also auch der Käufer strafbar. Selbstverständlich werde nicht verhindert, daß die Bewohner ländlicher Gemeinden innerhalb ihrer Ortsgemeinde unmittelbar beim Erzeuger ihren Bedarf decken. Klein- und Schrebergärtner sowie Haus- gartenbefitzer können nach wie vor dritte Personen beliefern. Auch auf Pilze und Wildfrüchte findet das Verbot keine Anwendung. Die Gartenbauwirtschaftsoerbände sind ermächtigt, im Bedarfsfall auch für Gemüse in ihren Gebieten entsprechende Verbote auszusprechen.
Verdunkelungszeit:
7. Mai von 21.57 bis 5.09 Uhr.
Oreiundzwanzig neue Gaudiplome.
Nhein-mainische Betriebe durch den Gauleiter ausgezeichnet.
NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Spreu- aer überreichte in einer von der Arbeitskammer Hessen-Nassau veranstalteten Feierstunde im Adolf- Hitler-Haus zu Frankfurt a. M. zum Abschluß des Leistungskampfes der deutschen Betriebe 23 Betrieben des Gaues Hessen-Nassau das ihnen von ihm verliehene Gaudiplom für hervorragende Leistungen.
Der Gauobmann der Deutschen Arbeitsftont, Oberbereichsleiter E ck, meldete dem Gauleiter die vier Kriegsmusterbetriebe des Gaues und die Betriebe, die für das Gaudiplom vorgesehen sind. Nach, dem der Gauobmann Ausführungen über den Sinn des Leistungskampfes gemacht hatte, ergriff der Gauleiter das Wort.
Gauleiter Sprenger
brachte feine Freude darüber zum Ausdruck, den Betriebsführern und Betriebsobmännern einer größeren Anzahl Betriebe die hohe Auszeichnung des Gaudiploms für hervorragende Leistungen über» reichen zu können. Es fei ihm Beweis, daß der ßeiftungstampf im Sinne nationalsozialistischer An- schauung zur Durchführung gelangt fei. Trotz der durch den Krieg bedingten Schwierigkeiten haben sich
die Betriebe die Aufgabe gestellt, ihre Leistungen zu steigern und diese Aufgabe auch erfüllt. Man möge jedoch nicht den Fehler begehen, durch sklavische Anspannung der Kräfte Höchstleistungen zu er, zielen. Nur durch ebn gutes Vorbild kann allen schaß senden Kräften der Weg gezeigt werden, der zu einer Steigerung des Leistungswillens führt, und so die erhöhten Anforderungen an die Betriebe erfüllt werden. Eine Einheit von Front und Heimat kämpft und arbeitet für den Sieg. Je härter der Kampf wird, um so größer wird die Arbeit, um so näher wird aber auch der Sieg sein. Der Gauleiter richtete die Mahnung an die Betriebsführer, alles auszu- rickten auf ein Vorbild, auf den ersten Arbeiter und ersten Soldaten des Reiches, unseren Führer Adolf Hitler.
Zum Abschluß der Feierstunde verlieh der Gauleiter die Gaudiplome an 23 Betriebe, die sich aus je einem Betrieb der Fachgruppen Nahrung und Genuß, Bekleidung und Leder und Bau, je zwei an Chemie- und Freie Berufe, Wald- und Holzbetriebe, drei Banken und Versicherungen, fünf Eisen- und Metallbetriebe und sechs Betriebe der Energie und Derkehrsverwaltung zusammensetzen.
Steuerruudschau für Mai 1943.
- Von Dr. jur. et rer. pol. K. Wuth, Steuerberater, Berkin.
Erste Vorauszahlung auf bie neu geregelte Gewerbesteuer am 10. Mai.
Die Gewerbesteuer wird für die Zeit seit dem 1. 4, 1943 auf Grund der Verordnung vom 31. 3. dieses Jahres von den Finanzämtern in vereinfachter Form festgesetzt und erhoben» Sie ist künftig für das Kalenderjahr (nicht mehr das Rechnungsjahr) zu zahlen und richtet sich nach dem Gewerbeertrag des laufenden Jahres, nicht des Vorjahres. Für die Gewerbesteuer des Kalenderjahres 1943 wird also der Gewerbeertrag des Jahres 1943 zugrunde' gelegt: der Gewerbeertrag des Jahres 1942 fällt als Besteuerungsgrundlage aus. Das Finanzamt veranlagt die Gewerbesteuer wie bie Einkommensteuer nach Ablauf des Kalenderjahres nach dem Hebesatz der hebeberechtigten Gemeinde unter Zugrundelegung des zunächst festgesetzten einheitlichen Gewerbesteuermeßbetrages. Die Gewerbesteuer für die Zeit vom 1. 4. bis 31. 12. 1943 bemißt sich nach °/i2 des einheitlichen Gewekbesteuermeßbetraqes für das Kalenderjahr 1943.
Beispiel:
Gewerbeertrag 1943 : 8000 RM., Steuer-
meßbetrag nach dem Gewerdeertrage: 220 RM. Gewerbekapital am 1. 1. 1943 : 30 000
RM., Steuermeßbetrag nach dem Gewerbekapital: ' 60 RM.,
Einheitlicher Gewerbesteuermeßbetrag
1943 280 RM.
9Ii2 für die Zeit vom 1. 4. bis 13. 12.
1943 210 RM.
Hiervon errechnet sich die Gewerbesteuer für bie Zeit vom 1. 4. bis 31. 12. 1943 nach dem bisherigen Hebesatz.
Aus die Jahresgewerbesteuer sind im Laufe des Kalenderjahres Vorauszahlungen zu entrichten, die erste Vorauszahlung auf Grund der neuen Verordnung am 10. 5. 1943 in Höhe von Vt der zuletzt festgesetzten Gewerbesteuer (regelmäßig für 1942).
Abwicklung der bisherigen Gewerbesteuer und sonstige Aenderungen.
Die Abwicklung der bisherigen Gewerbesteuer für die Zeit bis zum 31. 3. 1943 erfolgt noch seitens der Gemeindebehörde, wenn entweder der einheitliche Steuermeßbetrag erstmalig festgesetzt oder bereits vor dem 1. 4. 1943 vom Finanzamt geändert worden ist. Die Gemeindebehörde hat im letzteren Falle den neuen Gewerbesteuerbescheid, der der Aenderung' entspricht, spätestens am 15. 5. 1943 bm Steuerschuldner bekanntzugeben. Auch die Zahlung hat in diesen Fällen noch an die Gemeinde- bezw. Stadtsteuerkasse zu erfolgen. Ist die Aenderung des einheitlichen Meßbetrages bei der Gewerbesteuer für die Zeit bis zum 31. 3. 1943 erst nach diesem Zeitpunkt erfolgt, so wird die Gewerbesteuer nicht neu festgesetzt. Der Unterschiedsbetrag der sich durch die Aenderung des Steuermeßbetrages hinsichtlich der Höhe der Gewerbesteuer ergibt, wird vielmehr bei einer Erhöhung der Gewerbesteuer durch einen Zuschlag zu dem einheitlichen Steuermeßbetrag für das Kalenderjahr 1943,
bei einer Herabsetzung durch einen Abzug hiervon berücksichtigt.
Die Lohnsummenfteuer ist ab 1.4.1943 für jedes Kalenderoierteljahr spätestens am 15. nach Ablauf, erstmalig also am 15.7. für das 2. Kalendervierteljahr 1943, unter gleichzeitiger Abgabe einer Erklärung über die Berechnungsgrundlage an die Gemeinde- bzw. Stadtfteuer^Kasse abzuführen. Die Befreiung von an Lehrlinge, Schwerbeschädigte und über 60 Jahre alte Arbeitnehmer gezahlten Lohnbeträgen von der Lohnsummensteuer ist fortgefallen, ebenso die bisherige Steuerfreiheit von Abgangs- und Auf- gabenentj chadigunge n.
Mit Wirkung seit dem 1. 1. 1943 unterliegen Wandergewerbebetriebe, d. h. gewerbliche Unternehmen, die nach der Gewerbeordnung eines Wandergewerbescheines bedürfen, nicht mehr der gleich- zeitig aufgehobenen Wandergewerbesteuer, sondern der allgemeinen Gewerbesteuer nach dem Gewerbeertrag und dem Gewerbekapital. Der Hebesatz für die Gewerbesteuer der Wandergewerbebetriebe beträgt allgemein 240 v. H. des einheitlichen ©teuer= meßbetrages, während fönst — auch bei nur teilweise stehendem Gewerbebetrieb — die Hebsfätzc der Gemeinden gelten. Zuständig sind allgemein die Finanzämter. Zunächst werden Vorauszahlungen auf Grund der voraussichtlichen Gewerbesteuer für 1943 erhoben.
Erste vermögenssteuerrale für 1943/44 am 10. Mai.
Am 10. 5. ist die erste Vierteljahresrate auf die Vermögenssteuer für das Rechnungsjahr 1943/44 fällig. Die Wertgrenzen für Neuveranlagungen des Vermögens auf den 1. 1. 1943 bei Aenderungen gegenüber dem bisher veranlagten Vermögen sind durch die Verordnung vom 4. 4. d. I. geändert. Eine Neuveranlagung zur Vermögenssteuer findet nur noch statt, wenn sich der Wert des Vermögens (Gesamtvermögens) gegenüber der letzten Veranlagung — regelmäßig der Hauptveranlagung auf den 1. 1. 1940 — entweder, wie bisher um mehr als Vs oder mehr als 200 000 RM. (bisher 100 000 RM.) geändert hat. Unter dieser Voraussetzung finden Neuveranlagungen zur Vermögenssteuer auf den 1.1. der Jahre 1943 und 1944 statt: die nächste allgemeine Hauptoeranlagung ist für den 1.1.1945 vorgesehen. Der Einheitswert eines Grundstücks — auch Betriebsgrundstücks oder landwitschastlichen Betriebes — wird auf den 1. 1. der angegebenen Jahre neu festgestellt (Wertfortschreibung), wenn sich der Wert gegenüber dem zuletzt festgesetzten Ein- heitswert — regelmäßig auf den 1. 1. 1935 — um mehr als Vs, mindestens um 500 RM. (bisher 100 RM ), oder aber um mehr als 200 000 RM. (bisher 100 000 RM.) geändert hat. Für die Neufestsetzung des Einheitswerts eines gewerblichen Betriebs muß die Aenderung mehr als Vs, min°
• <
Privaigeepräche am Fernsprecher unterlassen!
Vom Schicksal verweht
Roman von Holla Gutkelch
(Schluß.)
-Mit Anstrengung richtet sich Lewis auf. „Major Seegrave!"
Seegrave steckt die Karten in ein rotes Leder- futteral, es konzentriert sich ja doch niemand auf das Spiel. „Was ist denn, Doktor?"
Lewis deutet auf den Stuhl neben seinem Bett, lagt erregt: „Haben Sie Papier und Bleistift, Major?"
„Ja, aber was soll ich denn jetzt schreiben, Dok- 'or? Die verfluchten Nigger..."
Lewis unterbricht ihn erregt: „Schreiben Sie: ich, Robert Lewis, bekenne hiermit, im Mordprozeh Uscher als Zeuge wissentlich eine falsche Aussage gemacht zu haben. Es ist unwahr, daß ich mich m Heinern Ordinationszimmer aufhielt, als B^iepor }reeman von Peter Fischer getötet wurde. Wahr st vielmehr, daß ich hinzukam, als beide in einen Streit gerieten ..." Erschöpft sinkt Lewis auss Bett zurück.'
Seegrave, der, sein Notizbuch auf den Änien bah -enb, mitgeschrieben hat, hebt betratfen den Kopf. Mann Gottes, wissen Sie, was Sie da reden. Dann haben Sie La damals einen Meineid gemistet —?"
„Schreiben Sie ..." fährt Lewis leise fort. „An . t<m Abend des Tages, an dem sich Fischer nm
Larsen verlobt hatte, wurde ich auf den Won- -^echsel, der im Laboratorium Zwischen Profesior irreeman und Peter Fischer ftattfan-b, ausmerkstm. ' ch trat auf den Flur. Die Tür des Laboratoriums * Qhb halb offen ..."
Lewis zögert, seine Augen streifen mit einem um Verzeihung bittenden Ausdruck Virglma „Momenl
ich möchte die Szene rekonstruieren, damit S ;hnen, Herr Major, plastisch roirü. Also, die Tur lond halb offen. Ich trat dahinter und horte Peter
Fischer wütend sagen: „Sie haben meine Arbeiten unter Ihrem Namen veröffentlicht. Das lasse ich mir nicht gefallen, das ist Betrug!"
Freeman antwortete heftigi „Was fällt Ihnen ein, Fischerl Wie reden Sie mit mir? Ich tue, was ich will, und wenn Sie gehen wollen — bitte."
Fischer griff nach seinen vor Freeman liegenden Heften. „Jawohl, ich gehe, aber die Ergebnisse meiner neuen Untersuchungen, die gehören mir, die nehme ich mit. Sie werden unter meinem Namen erscheinen, Herr Professor!"
„Was fällt Ihnen ein?" brüllte Freeman Fischer an. „Ihre Arbeiten gehören selbstverständlich der Klinik, von der Sie für Ihre Dienste bezahlt worden sind. Geben Sie die Hefte augenblicklich zurück.
„Bedaure, Herr Professor", widersprach Fischer eisig. „Diese Untersuchungen haben nichts mit meiner Arbeit in der Klinik zu tun, sie gehören mir!"
Lewis, der leise und stockend berichtet hat, schweigt. Alle Anwesenden sind nahe an fein Bett gekommen, nur Virginia ist wie versteinert auf ihrem Stuhl an der gegenüberliegenden Wand sitzen geblieben.
Der Kranke hat sich wieder ein wenig erholt. „Ich beugte mich vor und sah, von den Streitenden unbeachtet, wie Freeman sich im Jähzorn auf Fischer stürzte, um ihm die Hefte zu entreißen. „Sie geben mir augenblicklich die Hefte!"
Fischer stieß ihn hart zurück. „Ich denke nicht daran. Lassen Sie mich los, Professor!"
Da nahm Freeman, besinnungslos vor Wut, aus seiner Schublade einen Revolver, richtete ihn auf Fischer. „Das wollen wir doch sehen. Legen Sie sofort die Hefte zurück, Fischer!"
Fischer packte Freeman beim Arm und versuchte, ihm die Waffe wegzunehmen. Der Professor wehrte sich. „Loslassen! Oder ..."
Fischer riß Freemans Arm mit der auf ihn gerichteten Waffe herum, der Revolver ging los und Freeman brach zusammen. Betroffen beugte sich Fischer über den neben dem Untersuchungstisch Liegenden.
Mein erster Gedanke war, mich Fischer als Zeugen anzubieten, aber dann dachte ich an Virginia
und bin so leise wie möglich in mein Ordinationszimmer zurückgegangen."
Lewis beendet sein Geständnis. „Ich habe geschwiegen, weil ich Virginia liebte und Fischer vernichten wollte. Ich habe damals falsch ausgesagt. Ich kann beschwören, daß Fischer in Notwehr gehandelt hat."
Plötzlich setzen die Trommeln aus. Es herrscht völlige Stille im Raum.
Erschrocken fährt Lewis auf.. „Die Trommeln haben aufgehört. Jetzt greifen sie an — das war immer so. Nun ist es zu spät, Fischer freizulassen!"
Major Seegrave faßt sich zuerst. „Exzellenz, darf ich Zu Fischer gehen?"
„Sie kommen nicht mehr durch", rät Lewis ab. „Es ist zu spät!"
Der Gouverneur sieht eine letzte Chance für sich und seine Leute. „Versuchen Sie es, Major!"
Wie angewurzelt bleibt Seegrave, der mit dem Revolver in der Hand aus dem Bungalow gestürzt ist, stehen. Die ganze Lichtung ist von den in dichten Reihen aufmarschierten Negern im Kriegsschmuck besetzt. Die Wachen vor Dos Pässos Zelt liegen wie Bündel mit Stricken gefesselt an der Erde. Je-crois-en-Dieu tritt gerade aus dem Zelt des Gefangenen, er zieht Dos Passos hinter sich her. „Du fei frei — komm!" erklärt er strahlend.
„Um Gotteswillen, Je-crois-en-Dieu, was ist mit den anderen?" fragt der Arzt besorgt.
Drr Neger zeigt lachend sein Raubtiergebiß. „Nix sein. Ich ihnen nur Angst gemacht, nix fein geschehen, nur viel Angst. Komm!"
Hinter dem Rücken der beiden schwillt Stimmengewirr bedrohlich an. Die Schwarzen haben den Gouverneur, Rubber, Virginia und Tommy, die Seegrave nachgedrängt sind, umringt. Sie schwingen ihre Pfeile.
„N gomba ko!" befiehlt Je-crois-en-Dieu gebieterisch, und augenblicklich lassen die Neger ihre Waffen sinken. Feierlich wendet er sich bann an den Gouverneur. „Je-crois-en-Dieu Euch lassen den Kopf. Je-crois-en-Dieu nur nehmen Freund!"
Parker reicht Dos Passos die Hand. „Sie sind auch ohne Ihren Märchenkönig frei» FiMU"
Im Bungalow fällt ein Schuß. Dos Passos läuft in das Holzhaus, Forster folgt ihm. Sie sehen noch, wie Lewis' Hand schlaff über den Bettrand sinkt. Der Revolver, mit dem er sich erschossen hot, poltert zu Boden. „Kopfschuß!" Forster stellt den sofort eingetretenen Tod fest.
Langsam geht Fischer zur Tür. Dort steht Virginia. Sie zittert. „Schlecht war er nicht, Peter", sagt sie, als müsse sie den Toten entschuldigen. „Nur so furchtbar haltlos."
* i
Trotz de» ereignisreich verlaufenen Nacht marschiert Je-crois-en-Dieu schon wieder in aller Frühe mit seinen Impflingen zum Sanitätszelt. Der dicke Bursche kann gar nicht genug Silberpesos bekommen. Die ältesten Männlein und Weiblein lotst er aus ihren Schllfhütten.
Auf der Lichtung zählt er seine Neger ab. „Zehn mal zehn und zwölf, zehn mal zehn und dreizehn, zehn mal zehn und fünfzehn." Ob es stimmt, kommt ihm nicht so sehr darauf an, Hauptsache, er darf abends viele Silberpesos nach Hause schleppen.
Aber auch die Dschungel scheint chre Richter zu haben, denn plötzlich fliegt dem Herrn des Urwaldes eine Kokosnuß an den harten Schädel. Mit lautem Gezeter versteckt sich ein Aeffchen in der Krone einer am Dschungelrand stehenden Palme.
Je-crois-en-Dieu reibt sich den Kopf, und, als bekomme er plötzlich Gewissensbisse, verbessert er sich mit einem wütenden Blick nach oben: ,Zehn mal zehn und vierzehn!"
Im Sanitätszett sind die ersten Neger zum Impfen angetreten. Peter Fischer untersucht gerade Paulus, den ältesten Sprößltng seines schwarzen Freundes. Er schlägt ihm wohlwollend auf die Schulter. „Tausenddrei — ebenfalls Vorbeugungsampulle!" sagt er zu Virginia, die die Eintragungen macht.
Virgin nimmt aus der Desinfektionsschale eine Spritze und reicht sie ihm. Dabei treffen sich für einen Augenblick ihre Hände. „Peter", flüstert sie leise, „vielleicht konnten wir doch das kleine Hans tautet


