Ausgabe 
7.5.1943
 
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Von

Japan und die Philippinen.

Besuch -es japanischen Ministerpräsidenten in Manila.

Anekdote vom Zahnziehen.

Als der Dauer Lüder Wichelmann zu Sanddorf es ist lange her im Rasierstühl des Darbiers Ian Sägelken Platz genommen hatte, um seinen leegen Kusen" (für Nichtsprachler verhochdeutscht: kranken Zahn) begutachten zu lassen, sagte Jan Sägelken nach angestrengter Prüfung:

Der Kusen, der muß raus, Lüder, fünften trift du da Trombiose von."

Uguttugutt, Ian", antwortete* Lüder Wichel- mann.

Is dscha noch Zeit, Lüder", sagte Ian Sägelken. Dschetz kriegen wir da wohl noch'n Dreh an. Abers das is man gut, daß du da nich mit nach'r Stadt hingetöffelt düst. Da dschagen se dich bloß das gute Geld aus'er Tasche, und da hast'r nix von wie Pein und Wehtage." Hier holte er aus der Schub­lade eine überlebensgroße Zange hervor, wischte sie an seinem Hosenboden ab und schlängelte sich an sein Opfer heran.Kuck, Lüder, wenn du nach'r Stadt reinkömmst, denn wohnt da gleich linker Hand en Zahnhrecher, das is'n ganz entfamten Schrapenpüster. Der macht das so".

Hier setzte Ian Sägelken die Zange an und machte eine klimmzugartige Bewegung. Es gab ein krachen­des Geräusch.

Ouuuh!" schrie Lüder Wichelmann.

Tschä, Luder, so macht der das", sagte Jan Sägelken und holte tief Atem.Is das nich grasig?' Und da nimmt der swei Mark für. Und swei Stra­ßen weiter, da wohnt einer, der macht das so." Es gab ein Geräusch, wie wenn jemand mit einem Brett durchbricht.

Oouuuuh!" heulte Lüder Wichelmann.

,Fkuck, Lüder, so'n Sleeks is das", sagte Ian Sägelken und wischte sich den Schweiß ab.Un da mußt du drei Mark für bezahlen. Schlimm abers is erst der, der denn um'e Ecke wohnt. Der macht das so." Es gab ein Geräusch, wie wenn ein abgesägter Eichbaum umstürzt.

Ooöuuuuuh!" brüllte Lüder Wichelmann.

Ziehst, Lüder, so machen se das in'r Stadt",

sekretär Karmasin, einen Besuch ab. *

Zur Vertiefung der Freundsck>aftsbeziehungrn zwischen der Slowakei und Rumänien traf eine slowakische Abordnung in Bukarest ein, um an den Verhandlungen für den Abschluß eines rumänisch- slowakischen Kulturoertrages teilzunehmen.

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Starke Sowjetangriffe am Kuban-Brückenkopf abgeschlagen

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Oer Wehrmachtbericht.

DNB. Aus dem Aührerhauptqoartier, 6. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

An der Ostfront des Kuban-Brücken­kopfes griff der Feind gestern den ganzen Tag über mit starken «rasten an. Alle Angriffe wurden abgeschlagen und dabei zahlreiche Panzer vernichtet.

Von der übrigen Ostfront werden bis auf die Abwehr örtlicher Angriffe des Feindes südlich des Ilmensees keine Kampfhandlungen von Be­deutung gemeldet.

3n Tunesien wurden mehrere feindliche An­griffe gegen den nördlichen und mittleren Frontabschnitt abgewiesen. Dabei wurden östlich Mate irr von 24 angreifenden Panzern 13 abgeschossen.

Deutsche und italienische Flieger­verbände vernichteten bei Tiefangriffen eine größere Zahl von Kraftfahrzeugen und mehrere Panzer. Schwere Kampfflugzeuge griffen in der vergangenen Nacht Hafenanlagen an der algeri­schen Küste an.

3n den Morgenstunden des 6. Mai versenk­ten deutsche Küstensicherungssireitkräfle vor der bretonischen Küste ohne eigene Verluste ein britisches Schnellboot und beschädigten drei weitere schwer.

Wieder alle Vorstöße gescheitert.

Berlin, 6. Mai. (DNB.) An der Ostfront des Kuban-Brückenkopfes nahmen die Bol­schewisten am 5. Mai nach der kurzen, vortägigen Kampfpause mit schnell herangebrachten Truppen ihre Angriffe gegen unsere Verteidigungsstellungen hart westlich Krymskaja von neuem auf. Die von zahlreichen Panzern und starken Flieger- verbänden unterstützten Vorstöße massierter femd- lächer Kräfte scheiterten jedoch nach schweren Kämpfen. Von Granaten und Bomben getroffen oder von Sprengladungen zerissen lagen am Abend dieses heißen Kampftages die qualmenden Wracks von 23 vernichteten Sowjetpanzern vor unfeen Stellungen. Zahlreiche weitere schwer beschädigte Panzer versuchten die Bolschewisten bei

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Zchanfi und Hvnan operieren, fetzten khr^ Verfolgung gegen die dortige chinesische 24. Ar­meegruppe fort. Am 6. Mat wurde die 18. komff munistische Division, die aus etwa 13 OOO Mann besteht, eingeschlossen. Ähre Vernich- hing hat begonnen.

To k i-o>, 6.Mai. (Europapreß.) Der japanische Ministerpräsident Tojo traf am Mittwoch über­raschend im Flugzeug in der philippinischen Haupt- stadt Manila ein. Der Besuch Tojos anläßlich des ersten Jahrestages der Befreiung Manilas von der nordamerikanischen Herrschaft unterstreicht erneut die in Tokio immer wieder her­vorgehobene These: Japans Kriegführung und Auf- baupläne gehen Hand in Hand.

Nach dem Kommunique, das anläßlich der Reife Tojos ausgegeben wurde, verfolgt der Aufenthalt des Premierministers auf den Philippinen im be­sonderen den Zweck, sich in freimütigem Gedanken­austausch mit Ioerge Vargas, dem Chef der Zi­vi elv er waltung der Philippinen, und feinen Mit­arbeitern auszusprechen. In etwa einstündiger Kon­ferenz, die diesem Zwecke 'diente und in der die Fachabteilungsleiter über die Aufbauarbeit auf den Inseln referierten, präzisierte Tojo nochmals die Richtlinien, die nunmehr, nach Tojos Worten, aus der Phase des Amerikanismus in die Phase des selbständigen Aufbaues getreten seien.

Am Donnerstag wurde eine Dankeskundgebung zum Jahrestag der Befreiung von den Nordameri­kanern abgehalten, an der 400 000 Bewohner Ma­nilas teilnahmen. In einer Ansprache unterstrich Tojo ausdrücklich die Bereitwilligkeit Japans,.den Philippinen die Unabhängigkeit zu geben.Die Eindrücke, die ich hier von den ener­gischen Anstrengungen für die Errichtung eines neuen philippinischen Staates und von eurer be­geisterten Zusammenarbeit mit Japan erhalten habe", so führte der Miüisterpräsident aus,ver­anlassen mich, die Worte zu wiederholen, die ich zu Beginn im japanischen Reichstag aussprach, näm­lich, daß Japan den Filipinos die Verwirklichung

Von der Vorliebe der Zeit für die Allegorien« Malerei hat sich Anton von Werner nicht freimachen können. Seine Bilder, die dorthin tendierten, wird man vergessen müssen angesichts der für ihn rech' eigentlich bezeichnenden dokumentarischen Bilder: es sei erinnert an die Begegnung Bismarcks und Na­poleons III., an die Ucbergabe des Briefes Napo­leons ah König Wilhelm und an die Kapitulation^« Derhandlunq vom Sedan.

Werner machte zu seinen Bildern ausführlichste Milieu-, Porträt- und Kostüm-Studren. Er gestand seiner Phantasie kaum eine Freiheit zu. Eine Reihe Wernerscher Bilder aber können für den unbefange­nen Betrachetr einen Genuß bedeuten: so das (Etappenquartier von Paris", ein Zeugnis für Werners Humor. Dann Einblicke in das Schicksal des Krieges wie derSturm auf die Spicherer Höhen". Oesters hat sich Werner unter den Ein» druck des Todes gestellt, er. hielt das schlicht ergrei­fende Soldaten-Begräbnis auf dem Kirchhof von? Versailles fest, er malte die Ehrung des Fevres.-' Kronprinz Friedrich Wilhelm an der Leiche des französischen Generals Douai", er sammelte die- ganze Schärfe der Physiognomie des toten Moltke, er bannte die Besinnungsstunde Wilhelms I. ane Sarkophag der Königin Luise in eines feiner still-« sten Werke, und was -Gruppierung, Farbe, Beleuch­tung und den seelischen Gehalt angeht, gelang ihnt am schönstenKaiser Wilhelm I. auf dem Totem bett".

Als Vorsitzender des Vereins Berliner Künstle/' bemühte er sich willenskräftig und treu um Aul­schwung, Ansehen und Einfluß dieser Organisation. Als Direktor der Berliner Kunst-Akademie war ev der eigentliche Nachfolger Schadows. Aufsehen er-3 regten seine auch heute noch lesenswerten Reden am die Studierenden. In ihnen wies er darauf hin, d<M durch sorgfältiges Studiumdie Individualität un> Originalität der Lernenden nicht etwa vernichten werde, denn", sagte er,wer dadurch seine Originali­tät verliert, hat überhaupt keine zu verlieren ge­habt." Dr. Johannes Günther.

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ihrer Unabhängigkeit ermöglichen wird." Tajo er­innerte daran, daß Japan und die Philippinen vor Jahrhunderten bereits auf wirtschaftlichem Gebiet eng zusammenarbeitetem Beide Völker gehör­ten der osta statisch en Familie an. Japan habe im Verlaufe dieses Krieges große Erfolge er­zielt und sei bereit, den Feind bis zur Ver­nichtung zu schlagen. Immer enger gestalte sich die Zusammenarbeit zwischen den Völkern Ost- asiens einerseits und zwischen Japan und seinen Verbündeten in Europa anderseits. Japan sei, wie Tojo mit Nachdruck betonte, entschlossen, ein für allemal durch diesen Krieg den Einfluß der Amerikaner und Engländer in Ost- asien zu beseitigen und zum Wohle der Völker dieses Gebietes einen dauernden Frieden zu begründen. In diesem Sinne appelliere er an alle Filipinos zur Zusammenarbeit mit Japan.

Die Rede Tojos zeigt, daß Japan, wahrend es sich militärisch auf neue große Aufgaben vorbereitet, sich gleichzeitig mit aller Energie der Verwirklichung seiner politischen Ziele inf großasiatischen Raum wid­met. Ioerge Vargas faßte in einem Schlußkom­munique das Ergebnis des Besuches Tojos seiner­seits in die Worte, zusammen:Ich glaube, daß Ministerpräsident Tojo sich während feines Aufent­haltes von der festen Entschlossenheit unseres Volkes überzeugt haben wird, die Kräfte für die groß- ostafiatifchen Ziele Japans einzusetzen." Fortschreiten der japanischen Offensive

gegen Tschnngking.

T o k i o, 7. Mai. (DNB. Funkspruch.) Das Kaiser- liche Hauptquartier gab bekannt: Japanische Streit­kräfte, die im Grenzgebiet der chinesischen Provinz

sagte Ian Sägelken, nachdem er gerastet hatte. Ün beim letzten, da köst'-t das sogar fünf Mark. Nix wie Leuteschinnen un Geld aus'r Tasche. Aber's was i ch bün, ich mach das so."

Damit nahm er den nunmehr nur noch an einem Faden hängenden Zahn elegant und mühelos und legte ihn mit zierlicher Handbewegung auf die imitierte Marmorplatte.Da -ist das Beest. Du hast'r nix von gemerkt, un nu is das Elend vorbei, un Trombiose trist du nu ai^h nich. Ich nehm da bloß eine Mark für. Is das nich reineweg ge- funnen un geschenkt?"

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Bremische Anekdoten.

Von Karl Lerbs.

Kap Horn.

Mal", sagte Ääpfn Bruns, als die Landratten am Tische keine Ruhe gaben und darauf bestanden, daß ihnen das Garn immer dicker gesponnen wurde, mal, wie ich noch als Erster auf'rAdelheid Lüders" fuhr, da hatten wir denn dscha bei Kap Hornne Brise, wo es gar keine Nummer für gibt. Sturm ist dscha ümmer, das wissen sogar die Land­ratten, die Salzwasser bloß vorn Gurgeln kennen, und deshalb gehen die da auch nich hin. Damalen abers tonnte man da dscha woll reinweg das Schud­dern bei kriegen. Topp un Klüverbaum waren ratze­kahl weg. Fock un Besan waren über Bord, von'r Decklast war keine Faser un kein Span mehr da, und wir krichten so viel Wasser über, daß wir manchmal nich wußten, ob wir noch auf'rAdel­heid Lüders" oder viel weiter unten waren. Der Himmel, der war so gnätterschwarz, und die Bäl­gen, wo die LandrattenWellen" zu sagen, die waren so grob, daß mir nicht hätten ausmachen können, ob es Tag oder Nacht war. linnen im Raum, da hätten en Walfisch mit seine ganze Fami­lie en Wettschwimmen machen können. Der Alte tonnte nicht mal mehr fluchen.Carsten", sagte er un wollte mir seinen Buddel geben, was en ganz ernstes Zeichen war, und wie daß er grabeCar­sten" gesagt hat, kommt 'ne See über, un wie ich wieder so sichtens kucken kann, sitz ich achtern anner Reling, und der Alte, der is all 'ne halbe Meile achteraus, und der Buddel war Flaschenpost ge­worden. No, un da"

da sind sie alle ertrunken", sagte eine bos­hafte Stimme am unteren Ende des Tisches.

Käpt'n Bruns stopfte gelassen mit dem breiten Daumen die Asche in seiner Pfeife fest.Ich nicht", sagte er,ich hatt'r genug von. Ich bün aus» gestiegen un mitr Eisenbahn weitergefahren."

Nacht aus dem Feuerbereich unserer Waffen her­auszuschaffen.

An einer Stelle war es feindlichen Kräften ge­lungen, sich so wett vorzuschieben, daß sie unsere Stellungen unausgesetzt mit Wurfgranaten unter Feuer halten konnten. Um Verluste zu verhindern, entschloß sich eine aus den Unteroffizieren Jppich und Krüger und dem Grenadier Rieger be­stehende MG.-Bedienung von der 12. Kompanie des hier eingesetzten Grenadier-Regiments, die bolsche­wistischen Granatwerferbatterien auszuheben. Ohne einen Befehl abzuwarten, stürmten die drei vor­wärts und drangen in die feindlichen Stellungen ein. Mit Handgranaten und Feuerstößen ihrer Maschinenpistolen vernichteten sie 20 Bolschewisten, nahmen weitere 41 gefangen und zerstörten oder­erbeuteten die Granatwerfer. Noch auf dem Kampf­feld beförderte der Divisionskommandeur den Uitter- chfizier Jppich wegen Tapferkeit vor dem Feinde zum Feldwebel.

Gleichzeitig mit dem Hauptangriff scheiterten auch die bolschewistischen Fesselungsoorstöße an der S ü d- und Nord flank e. An der Landekovffront süd­lich Noworossijsk zerschlugen Artillerie und Luftwaffe erneute feindliche Bereitstellungen und hinderten die Bolschewisten daran, über See Ver­stärkungen heranzubringen. In der Nacht zum 6. Mai versuchte der Femd wiederum, nach starkem Artilleriefeuer mit 18 Booten den Kuban zu über­queren. Die Masse der Kampfgruppe wurde jedoch durch das Abwehrfeuer schon auf dem Fluß zur Umkehr gezwungen. Nur geringe Reste erreichten das Süduser und wurden dort im Nahkampf ver­nichtet.

Den ganzen Tag über griffen Luftwaffenverbände zur Unterstützung der Heeresttuppen in die Ab­wehrkämpfe ein. Nachdem starke Jagdgeschwader den Luftraum von feindlichen Flugzeugen gefäubjert hatten, bombardierten unsere Kampf- und Sturz­kampfflugzeuge vo^gehende und bereitgestellte Jn- fanterie sowie die sie begleitenden Panzer und Fahrzeuge. Durch gutliegende Bombenreihen zer­sprengten sie die bolscheiBstischen Formationen, zer­trümmerten die als Fliegerschutz in Stellung ge­gangenen Flakgeschütze und brachten mehrere Muni­tionslager zur Explosion. Schnelle Kampfflugzeuge hatten wieder die Ueberwachung der Gewässer von Temrjuk Übernommen. Sie entdeckten eine An­zahl Landungsfahrzeuge und versenkten oder zer­störten im Tiefangriff 17 Boote. In heftigen Luft» kämpfen gegen feindliche Nah kämpf- und Jagdstaf­feln schossen unsere Jäger über dem Kuban-Brücken- köpf 17 feindliche Flugzeuge ab.

Anton von Werner.

Zum 100» Geburtstag des Historienmalers.

Wer sich dem möglichst noch unmittelbaren Per- sönlichteitszauber Bismarcks, Moltkes, Kaiser Wil­helms I., Kaiser Friedrichs aussetzen will, der kommt um Anton von Werners preußisch-schlichte, unge­künstelte, sozusagen dokumentarische Bilder nicht herum.' Anton von Werner wurde 1843 in Frank­furt a. ö. O. geboren. Die dortige Gertraudten- Kirche besitzt übrigens von seiner Hand ein Altar- Bild. Dieses Werk, vom Jahre 1897, ist auffällig, weil religiöse Kunst Anton von Werners sonst kaum bekannt ist. Sein Name ist mit der Historienmalerei verknüpft. Die Zeit 1870/71 weckte seine eigentliche Kraft.

SeineKaiserproklamation in Ver­sailles" gibt es in zwei Formungen: einmal in der Bildergalerie des Berliner Schlosses und zwei­tens als Wandgemälde in ter Herrscher-Halle des Zeughauses: dieses, mehrere Jahre später gemalte Bild ist spürbar konzentrierter. DieKaiserprokla­mation" weist bei aller Sachlichkeit und Reserve, die Werner stets wahrte, doch einen Lebensstrom auf, den er in späteren berühmten Kompositionen, z. B. demBerliner Kongreß" (in dem Festsaal des Berliner Rachauses) und derReichstagserösfnung 1888" nicht erreichte.

die Führer Bulgariens bedroht und das bulgarische Volk zu Unruhen aufgeforbert worden waren. Die Methoden des Foreign pffice hätten sich nicht geändert, schreibtViatza". England nütze den Fanatismus der kommunistischen Elemente aus, um -in Bulgarien die gleichen Methoden anzuwendw, die seinerzeit zum Zusammenbruch des jugoslaM-- schen Staates geführt hätten.

Aus dem Reich.

Oie Betreuung der Wehrmachtreisenden.

Trotz der vorbildlichen Betreuung, der sich der Wehrmachtreiseveriehr im Reiche bereits erfreut, werden immer neue Maßnahmen getroffen, um diese Betreuung noch intensiver zu gestalten. Der Reichs­innenminister hat.an die Gemeinden, in deren Be­reich sich ein lebhafter Reiseverkehr abspielt, einen Erlaß gerichtet, um sie zur tatkräftigen Unterstützung dieser Betreuungsarbeit anzuhalten. In vielen Fällen werden die Gemeinden Grundstücke für Ba­racken oder andere Räume für Betreuungsstellen zur Verfügung stellen können. Sie können den Wehr- machtdienftstellen bei der Einrichtung der Betreu­ungsstellen mit Rat und Tat zur Hand gehen. Die Gemeinden können weiterhin aus ihren Volks­büchereien entbehrliche Büchereibestände für diese Betreuung überlassen, sie können Pflanzenschmuck für die Betreuungsheime liefern, ihre Bäder zur Verfügung stellen usw. Auch bei der hygienischen Betreuung des Wehrmachtreiseverkehrs ist die Ein­schaltung der Gemeinden erwünscht. Der Minister erwartet, daß sich die Gemeinden in jeder Weise aktiv an diesem Werk beteiligen.

Keine Erinnerungswerbung.

Die im Zuge der Stillegung geschlossenen Einzel« Handelsgeschäfte haben verschiedentlich den Wunsch geäußert, in einer Erinnerungswerbung auf die Wiedereröffnung nach dem Kriege Hinweisen zu dür­fen. Der Werberat der deutschen Wirtschaft hat bei allem Verständnis für diesen Wunsch klargestelli, daß eine solche reine Erinerungswerbung nicht ge­billigt werden kann, Auch die Werbemittel sind Mangelware und müssen in erster Linie für krttgs- wichtige Aufgaben eingesetzt werden. Es bestehe» aber feine Bedenken, wenn eine Firma während einer gewissen Uebergangszeit von in der Regel

die für die Macht und VerLeidlgung des europärschen Kontinents notwendig ist, die Italiener und ihre Arbeit braucht. Der Duce sprach von einer festen Haltung im Kriege, zu der die Ehre für die Kämp­fer, Zchammenfassung aller produkttven Kräfte und Anspannung aller nationalen Willenskräfte gehören. Dieser Wille des Duce, so betont Gayda abschlie­ßend, ist der Wille des italienischen Volkes. Er ist oberstes Gesetz des Krieges und der nationalen Zukunft. ,

Sowjets verloren gestern 109 Flugzeuge..

Berlin, 6. Mai. (DNB.) Die sowjetischen Lust- , strsitkräste erlitten am 6. Mai im mittleren und südlichen Abschnitt der Mront besonders schwere Verluste. Bisher liegen Meldungen über den Ab­schuß von 109 Bolschewisten-Flug- zeugen vor, von denen 93 in Luftkämpfen und 16 durch Flakartillerie der Luftwaffe abgeschossen wurden.

Die Mehrzahl der Sowjetflugzeuge wurde un Raum von Drei vernichtet. Hier hatten die Bol­schewisten einen Flugplatz anzugreifen versucht. Jäger und Flakartillerie bereiteten dem feindlicheü Verband eine vernichtende Niederlage. Der Verband wurde im Verlaufe einer kurzen, aber heftigen Lust- sckstacht versprengt und die Hälfte der in dem Raum von Drei vorgestoßenen feindlichen Flugzeuge ab­geschossen.

38 Flugzeuge in einer Nacht.

Berlin, 6.Mai. (DNB.) Die Verluste der Bri­ten bei ihrem Terrorangriff auf Dortmund in der Nacht zum 5. Mai haben sich durch nachttäglich gemeldete Abschüsse der Marineflak um weitere zwei viermotorige ^Bomber erhöht. Damit sind bei diesem Angriff insgesamt 38 mehrmotorige feind­liche Bombenflugzeuge von der deutschen Wwehr vernichtet worden.

Italiener schossen9 USA.-Flugzeugeab

Rom, 7. Mai. (DNB. Funkspruch.) Am 5. Mai traf ein unter dem Befehl von Oberleutnant Guidi stehender Verband italienischer Jäger, der einen Luftgeleitzug begleitete, um 8.30 Uhr auf einen starken Verband schwerer amerikanrscker ?-38-Iäger. Im Nahtampf wurden neun feindliche Flug­zeuge ins Meer ab geschossen, fünf wei­tere Flugzeuge verließen schwer beschädigt den Kampfplatz.

Freiheit" in England.

Den Polnischen Emigranten sott der Mund verboten werden.

Stockholm, 7.Mai. (DNB. Funkspruch.) Im Zusammenhang mtt dem Abbruch der Beziehungen der Sowjetregierung mit dem polnischen Emigran- ltenklüngel Sikorskis in London und dem deutlichen Abrücken der Briten von den Wünschen und Bestre­bungen der polnischen Emigration ist eine Stimme des LondonerNews Chronicle" besonders bemer­kenswert.Die brittsche Regierung muß", so fordert das Blatt kategorisch,eine notwendige Maßnahme treffen; sie besteht darin, den Mund gewisser un­verantwortlicher polnischer Rettungen, die in Groß­britannien veröffentlicht werden, zu "fto p f e n. Wenn die veranttoorilchen polnischen Kreise keine derartige Maßnahme ergreifen wollen oder können, so muß die britische Regierung es tun. Viele dieser Zeitungen sind im höchsten Maße schädlich, und sie bedeuten eine Verletzung der Interessen Englands, der USA. und der Sowjet­union." (!)

Kleine politische Nachrichten.

Reichsführer ff Himmler traf zu einem Be­such in der kroatischen Hauptstadt ein. Während sei­nes Aufenthaltes wurde der Reichsführer vorn Staatsführer des unabhängigen Kroatien, Dr. Ante P a v e l i c, empfangen.

*

Auf Einladung des Oberbürgermeisters der slo­wakischen Hauptstadt, Dr. Kooacz, weilt der Korps­führer des NSKK. Kraus zu einem Besuch in Preß- burg, um mtt den führenden Persönlichkeiten der befreundeten slowakischen Krastsahrt gemeinsam interessierende Fragen zu besprechen. Korps'führer Kraus wurde vom Ministerpräsidenten Tuka emp­fangen und stattete dem deutschen Gesandten Ludin sowie dem deutschen Volksgruppenführer, Staats-

Cin Schweizer über dieIuden

Bern, 6. Mai. (Europapreß.) Das Schweizer VolksfrontblattDie Natton" widmet ihren Leit« arttkel überraschenderweise Ausführungen des Schweizer Nattonalrates Emil Sonderegger über die I u d e n f r a g e. Sorwereyger, ehemaliger Generalstabschef und Oberstdivisionär des Bundes, Heeres, äußerte nach Besichtigung einiger Flücht­lingslager u. a.:Wer die aus den verfchiedenften Ländern stammenden Männer, Frauen und Kinder, die in den Lagern untergebracht sind, aufmerksam bettachtet, der konnte sich dem Eindruck nicht ent­ziehen, daß wir durchaus andersgearteten Menschen gegenüberstehen, d. h. Menschen, die uns nach ihrer körperlichen und geistigen Erschei­nung fremd sind." Der Schweizer Ofsizier schil­dert dann den Besuch in einer jüdischen Schule und meint, es sei nicht nur die hebräische Sprache, die das Andersgeartete unterstreiche.Man kann eine einzige Ausgabe des .Israelitischen Wochenblattes' lesen, um denselben Eindruck zu erhalten. Wir ver­binden damit kein Werturteil, wir machen lediglich eine Fesfftellung." Gerade weil diese Feststellung mißdeutet würde, sei es gut, sich auf das Zeugnis der Juden selbst berufen zu können. In einer jüngst er­schienenen Schrift,11m die jüdische Zukunft« hätten sich weltbekannte Zionistenführer wie Chaim Weizman und Ben Gorion über die Ansiedlung der Juden in Palästin'a geäußert. Sonderegger schneßt:Die ent­scheidende Voraussetzung des Zionismus wird nicht ausdrücklich erwähnt, spricht aber aus jeder Zeile: das Bewußtsein des Juden selbst, andersgear» tet zu sein als die europäischen Völker."

England« Methode.

Bukarest, 6. Mai. (Europapreß.) In den A11 e n t a t e n, die sich in der letzten Zeit in Softä gehäuft haben, sieht die rumänische ZeitungViatza^ eine direkte Folge der von Großbritannien geschürten kommunistischen Agitation. Das Blatt weist auf die Tatsache hin, daß die Un­ruheerscheinungen in Bulgarien zusammenfallen mit einem Leitartikel der LondonerTimes", in dem