um
wir diese Zeugnisse nur zu zitieren brauchen, ihre Methoden deutlich erkennen zu können.
Rom, 5. Mai. (Europapreß.) Unter der Ueber- schrrft „Araber, habt acht" warnt der „Messaggero" alle Araber vor dem von England gemachten Vorschlag eines arabischen Staatenbundes. Nahas Pascha, der alle arabischen Länder ausgefordert hat, Vertreter zu einer in Kairo stattfindenden panarabischen Konferenz zu entsenden, wird in diesem Artikel als England dienender und dem Islam entfremdeter Atheist bezeichnet. Als Zweck dieser von England betriebenen arabischen Union bezeichnet der Artikel, daß die Engländer die Nordamerikaner ausschließen und ein Gegengewicht gegen die nordamerikanische Besetzung in Nord- a f r i k a schaffen wollen. „Das Duell zwischen England und Nordamerika beginnt, und England scheint die Karte der Araber ergriffen zu haben", so heißt es in dem Artikel. Selbstverständlich wollen die Engländer aus diesem arabischen Staatenbund nur Profit schlagen und nicht etwa bie' Araber retten. Dieser Staatenbund hat keinen anderen Zweck, als ein monopolistisches Sprungbrett für den englischen Imperialismus als Gegengewicht zu Nordamerika darzustellen. Je heftiger das Duell zwischen Engländern und Nordamerikanern wird, um so mehr werden die arabischen Länder, die ihre politische und religiöse Freiheit lieben, der größten Unterdrückung wider- stehen müssen.
In Damaskus ist der Berater für wirtschaftliche Angelegenheiten im Mittleren Osten, der Engländer Jackson, eingetroffen. Er beabsichtigt, die Handels- und Jndustrieverhältnisse einer Inspektion zu unterziehen, um festzustellen, wieweit diese Zweige der arabischen Wirtschaft in den Dienst der Besatzungsbehörden gestellt werden können. Die Produktion für den Jnnenbedarf sei
„Duett zwischen England und USA."
Die Rivalität im Nahen Osten.
so weit wie möglich zu drosseln, damit eine Ent-1 Zukunft Südafrikas in Frage, ja, sie könnten sogar lastung der durch Feindeinwittung schwer ge-die Union in ckne wirtschäftlicheSklaverei, t r o f 's e n e n Transportmittel herbeigeführt I bringen.
„Ein jüdisches Imperium, das die Well regiert"
Jüdisches Wettherrschastsstreben nach jüdischen Gelbstzeugnissen.
Von unserer Berliner Schriftleitung.
werden könne. Die maßgebenden syrischen Persönlichkeiten erhielten in längeren Besprechungen die notwendigen Weisungen zur Durchführung dieser Maßnahmen.
lieber die Hintergründe der Anwendung des Pacht- und Leihgesetzes auch auf Saudi- Arabien werden aus Kairo interessante Einzelheiten berichtet, aus denen hervorgeht, unter welchen -Druck die amerikanische Diplomatie den König Ibn Saud setzt, um diesen zur Annahme des Gesetzes zu zwingen. Saudi-Arabien erhielt früher genügend Einfuhren aus Indien und. Australien. Diese Einfuhren wurden englischerseits angesichts der Tonnageknäppheit vermindert. Die USA.- Regierung erklärte sich nun bereit, Lieferungen aufzunehmen, aber unter der Voraussetzung, daß die Getre idee in fuhren nicht auf dem Wege einer normalen Verrechnung, sondern im Rahmen des „Pacht- und L e i h g e s e tz e s" vorgenommen werden. Nach vergeblichen Bemühungen, diese Bedingungen abzuwenden, erklärte sich bid saudi-arabische Regierung angesichts der immer kritischer werdenden Versorgungslage schließlich zur Annahme bereit
Befürchtungen in (Südafrika.
Stockholm, 6. Mai. (DNB. Funkspruch.) Nach Berichten aus Kapstadt wachsen in den Reihen der südafrikanischen Opposition die Besorgnisse gegen das Kabinett Smuts wegen des immer mehr überhandnehmenden Einströmens n o rd a me r i » kanischen Kapitals. Die für den Herbst in Aussicht "genommene Reife des Premierministers Smuts nach Washington hat diese Befürchtungen verstärkt. Man erklärt, die USA-Pacht- und Leih lie f er u ng en . stellten die wirtschaftliche
Die Hintergründe des Krieges, und die Winkelzüge der Feinde Deutschlands und seiner Verbündeten finb in ihren letzten Motiven nur zu verstehen, wenn man sich" immer wieder die treibende Kraft des W e l t j u d e n t u m s klarmacht. Das Judentum ftrebt nach Weltherrschaft und bedient sich im Hinblick auf dieses Ziel skrupellos aller Methoden, die es für zweckmäßig hält. Auch die Regierungen in London, Washington und Moskau sind nur Mittel zu diesem Zweck. Die Erkenntnis dieser Zusammenhänge mindert nicht etwa die Verantwortung derjenigen, die offiziell an der Spitze der Regierungen stehen, für die Verbrechen, die sie im Dienste des Weltjudenturns begangen haben und noch begehen. Im Gegenteil, Churchill, Roosevelt, Stalin und ihre Helfershelfer wissen genau, was sie tun, unb sie sind daher für ihre Daten in vollem Umfange verantwortlich.
Die Ju-dencliquen um die Machthaber in Moskau, London unb Washington sagen aller Welt deutlich, in wessen Interesse Plutokratie und Bolschewismus ihre Geschäfte betreiben. Daß diese Geschäfte dem Judentum zur Weltherrschaft verhelfen sollen, haben Juden selbst oft genug bezeugt, so daß
liegenden Operationsgebiete der 'sog. Alliierten zu versorgen.
Wie Roosevelt und Churchill auch die Tonnagefrage drehen und wenden mögen, sie gewinnt für die beiden Gangster ein immer mißlicheres und bedrohlicheres Aussehen. Wenn Churchill bereits über den ersten Weltkrieg, wo sich nach Lloyds Register der Gesamttonnageverlust der Engländer auf 13,2 Millionen BRT. belief, in seinem Buch ,L>ie Weltkrise 1916" feststellte: „Das U-Boot untergrub nicht nur äußerst rasch das Leben auf den britischen Inseln, sondern auch die Grundlagen der Kräfte aller Alliierten. Die Gefahr eines Zusammenbruchs im Jahre 1918 stand schwarz und drohend am Horizont", so wird man unschwer die tödliche Gefahr für die Alliierten durch die anhaltenden schweren Tonnagever- luste ermessen können. Mögen auch gelegentliche widrige Umstände die Versenkungszahlen in einigen Monaten etwas herabdrücken, entscheidend , bleibt das Endergebnis eines Jahres — und das ist bisher immer steiler angestiegen. Der Krisenpunkt für die angelsächsische Schiffahrt wird deshalb immer näher rücken, und unsere U-Boote werden nicht eher die Meere verlassen, bis die angelsächsische Piraterie von den Weltmeeren weggefegt ist. Dr. Cp.
liege „um 50 v.H. höher" als die Berechnung berjl Bruttoregistertonnen.
Wenn man bei der Gelegenheit wieder die i Taschenspielertricks Roosevelts und Churchills mit den verschiedenen Tonnenbegriffen zur Kenntnis nimmt, fo bleibt daneben der verdächtige Eifer, mit dem Mr. Knox die Feststellungen des Truman- : Ausschusses zu bagatellisieren versuchte, als Haupt- eindruck bestehen. Der durch keinerlei Marinefach- J kenntnis getrübte Rauhreiteroberst Knox überschlug sich förmlich bei diesem akrobatischen Glanzstück, indem er unter vieldeutigen Redewendungen das kümmerliche Geständnis ablegte, daß nach einer nochmaligen Untersuchung der Feststellungen des Tru- man-Ausschusses der absolute Verlust an Schiffen für das Jahr 1942 auf „etwa über 1 Million BRT." zu beziffern sei. Klugerweise ließ Mr. Knox hinzufügen, daß diese Zahl jedoch nicht die Neukonstruktionen aller alliierten Nationen und alle Verluste einschließe. Nach echter Gangstermanier hob Knox also im gleichen Atemzuge mit der Nennung der angeblich absoluten Verlustzahl diese Behauptung durch ein neues Schwindelmanöver wieder auf. Er bleibt damit nur bei der Blufftaktik seines Herrn und Meisters Roosevelt, der mit echt bollarimperialistischer Angebermiene alle Neubauprogramme nach den höher gelegenen Totgewichtstonnen, alle Verluste aber nach den niedriger gelegenen BRT. anzugeben Pflegt.
Roosevelt, der prinzipiell jeden größeren Schiffsverlust zunächst einmal abstreitet, um ihn bann Monate oder auch Jahre spater in kleinen Raten zuzugeben, hat seine Gigantomanie selbst als systematische Blusfpropaganda gekennzeichnet, als er am 25. September vorigen Jahres die Erklärung Nelsons, daß die amerikanische Industrie die angestrebten Spitzenleistungen nicht erreicht habe, feststellte: „Als ich die Anweisung gab, daß zunächst 12 Millionen, sodann 18 Millionen Brutto- registertvnnen und schließlich 22 Millionen BRT. von den amerikanischen Werften in den Jahren 1942 und 1943 gebaut werden sollten, habe ich damit die Schiftsbauindustrie und die Schiffahrtbehörde herausgefordert."
Der tatsächliche Verlauf der Schlacht auf den Meeren und die wirkliche Leistungskapazität der USA.-Werften beweist die Brüchigkeit des Roose- oeltschen Phantasiegebäudes. Allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres betrug das Gesamtergebnis der Schiffsverluste 1,8 Millionen BRT. gegenüber 1,4 Millionen BRT. im gleichen Zeitraum des vorigen Jahres. Hinzu kommen die im April versenkten 423 000 BRT. Roosevelt hat nun gefordert, daß die USA.-Werften die Bauleistungen von 1942, die mit rund 5,5 Millionen BRT. angegeben werden, um 130 v.H. bis Ende Dezember d.J. gesteigert werden sollen. Diesen zunächst einmal auf dem Papier stehenden, großsprecherischen Programmpunkten stehen neben den hartnäckigen Verfolgungsjagden unserer U-Boot-Waffe erhebliche Schwierigkeiten im Produktion spro- zeß der Achsengegner gegenüber. Erst vor wenigen Tagen wurde durch den stellvertretenden Vorsitzenden der amerikanischen Schiffahrtskommission fest- gestellt, daß 70 000 Arbeitsplätze auf amerikanischen Werften unausgenutzt sind und daß man die außergewöhnliche Lage der Schiffsbauer nur durch sofortige Zurverfügungstellung der fehlenden Werftarbeiter beheben könne. Es dürste aber auch im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten keim Geheimnis fein, daß gerade die Werftarbeiter spezielle Dor- kenntnisse und sorgfältige Ausbildung haben müssen, so daß die USA. vor der Notwendigkeit stehen, die fehlenden Werftarbeiter erst in sorgfältiger Schulung heranzubilden.
Gleich drückend liegt die Sorge um die nach der Feststellung des „Wallstreet-JourNal" fehlenden 80 0 00 Seeleute auf den für das Schiffsbauprogramm verantwortlichen Männern. Hinzu kommt, daß für die in den letzten zwei Jahren aus dem Boden geschossenen amerikanischen Werften nicht genügend Stahlmengen zur Verfügung stehen, so daß man jetzt bereits angesichts des Maschinen- mangels für die sogenannten Liberty-Schiffe dazu übergehen mußte, sogenannte Rückstoßmaschinen vom Modell 1890 statt der üblichen modernen' Schiffsmaschinen einzubauen. Aus englischen Zeitungsberichten geht hervor, daß als Ergebnis dieser organisatorischen Pleite die auf diese neuen Schiffstypen gesetzten Hoffnungen weit geschwunden sind, denn mit Schiffsmaschinen vom Modell 1890 wird man schwerlich Schiffe konstruieren können, die an Manövrierfähigkeit unseren U-Booten gewachsen, sind. Es ist also nicht verwunderlich, wenn neuer» biiigs die großtönenden Programme Roosevelts immer mit den bescheidenen Redewendungen verbunden sind, vorausgesetzt, daß die dazu notwendigen Rohstoffe und Stahlmengen beschafft werden können".
Wie sieht nun die tatsächliche Lage in der Tonnageschlacht für den Gegner aus? Nach den bisher sehr gewissenhaft getroffenen Feststellungen sind von den einschließlich aller Beschlagnahmungen und Bau
leistungen 56,57 Millionen britisch-amerikanischen Schiffsraumes 2 9,80 Millionen BRT. v er- e n 11 worben, wobei wohlgemerkt die letzten ita- ienischen und deutschen Erfolge nicht berücksichtigt ind. Damit würde theoretisch noch ein Restbestand von 26,37 Millionen BRT. bleiben. Diese auf den 31. März 1943 berechneten Zahlen geben ein eindrucksvolles Bild von dem zunehmenden Tonnage- chwund unserer Gegner. Zu berücksichtigen wären ■labei noch die 423 000 BRT. Verluste im April.
Es fällt dabei besonders ins Gewicht, baß bei den 26,37 Millionen BRT. diejenigen Schifte außer Betracht fallen, die zu Reparaturzwecken abgezogen sind oder teilweise direkt zu Kriegsschiffen umgebaut wurden. Nach englischen Angaben sind gerade die zeitweiligen Ausfälle durch laufende Reparaturen verhältnismäßig hoch. So weiß man aus britischen Berichten, daß die Hälfte aller britischen Werftarbeiter ausschließlich mit Reparaturen beschäftigt ist, und daß seit Kriegsbeginn fast jedes Schiff der britischen Flotte mehr als einmal grünb= lich überholt wurde. Für den eigentlichen Transportdienst stellt sich also die tatsächlich vorhandene Tonnagezahl noch erheblich geringer. Dieser Restbestand reicht zur Zeit gerade aus, um neben dem Lebensbedarf der Insel die weit auseinander-
Schon vor fast 100 Jahren, im Juni 1859, schrieb der Jude Ferdinand Lassalle an den Juden Karl Marx in einem Brief: „Was in unserem Interesse liegt, ist offenbar folgendes: 1. daß Krieg gemacht wird; 2. daß er schlecht geführt wird; 3. daß das Volk der Ueberzeugung fei, der Krieg werde gegen sein Interesse unternommen. Allein wir können dies besorgen, und dies zu besorgen ist daher unsere Pflicht."
Die Methode der Juden, ganze Völker für jüdische Interessen in den Krieg zu, hetzen, stammt also nach jüdischen Selbstzeugnissen nicht erst von gestern und heute.
Aber auch bas Ziel dieser Methode ist in einem Briefe an Karl Marx dokumentarisch belegt. Der Verfasser dieses Briefes ist Baruch Levy, dem wir folgendes Geständnis verdanken: „Die Herrschaft des jüdischen Volkes über die Welt wird erreicht werden durch die Vereinigung der übrigen menschlichen Rassen und durch die Errichtung einer Weltrepublik, die überall den Juden die Bürgerrechte zubilligen wird. In dieser neuen Organisation
der Menschheit werden die Söhne Israels, die aus der ganzen Oberfläche der Erde verstreut sind, überall das führende Element sein, ohne auf Widerstand zu stoßen, besonders, wenn es ihnen gelingt, b'.e Arbeitermassen unter die feste Leitung eines der ihrigen zu bringen. Die »Regierungen der Völker, die bie Weltrepublik bilden, werden mit Hilfe des Sieges des Proletariats ohne Anstren- gung alle in jüdische Hände geraten. Das Privat' eigentum wird bann durch die Regierenden jüdischer Rasse unterdrückt werden können, die überall das Staats vermögen verwalten werden."
Wie gut versteht man die unweigerlich jüdische Vorherrschaft in der Plutokratie sowohl als auch im Bolschewismus, wenn man sich an dieses ge» radezu klassische jüdische Zeugnis erinnert! -
Der unaufhaltsam wachsende, mehr oder minder unterirdische jüdische Einfluß in fast allen Staaten der Welt schien den hebräischen Imperialisten recht zu geben, so daß H. P. Chajes im jüdischen Nationalkalender 1921/22" frohlockend ausruf en konnte: „Der jüdische Imperialismus ist der einzige, der ungestraft Jahrtausende in die Schranken fordern darf und unbeirrt und unbesiegbar in mählichem, aber ftetigerfi Fortschreiten seinem Ziele zustrebt."
Unb noch 1937 schrieb Adolf Danziger, wie die „Christian Free Preß" in Los Angeles in der Nummer VI dieses Jahrganges zu berichten wußte: „Das Judentum überstand alles, denn die Juden durften die. Hoffnung nicht verlieren, daß letzten Endes ein jüdisches Imperium entstehen wirb, ba§ die Welt regiert."
Mit diesen Worten fiel die letzte Hülle von dem Streben der Juden nach Weltherrschaft. Wohl fyabeft sie sich ganze Staaten untertan gemacht, auch einen neuen Weltkrieg haben sie inszeniert, und doch sind sie von ihrem Ziel heute weiter entfernt denn je. Starke, freiheitliebende Völker haben Plutokratie und Bolschewismus als bas erkannt, was sie sind, nämlich als Methoden der Juden, andere Raffen zu versklaven, und in dieser Erkenntnis die Kraft gefunden, sich selbst von jedem jüdischen Einfluß zu befreien und dem Weltjudentum, dem Todfeind aller nationalen Bestrebungen und menschlichen Kultur, den Kampf anzusagen. Je offener der Kampf ge« führt wird, desto schneller verliert ihn bas Welt- judentum.
Zeder fünfte Reuyorker ein Jude.
Wachsender Antisemitismus in USA.
Stockholm, 5. Mai. (DNB.) Die schwedische Zeitung „Folkets Dagbladet" bringt einen aus Washington datierten Artikel über den zunehmenden Antisemitismus in Amerika. Nach einer in „New Dort World Telegram" veröffentlichten amtlichen »Statistik soll seit Kriegsausbruch die Zahl der Judenin Neuyork von 1 760 000 auf 2 206 000 an gestiegen sein. Dies bedeute, baß heute jeder fünfte Neuyorket ein Jude fei. Diese Zahlen schlössen nicht die große Anzahl von Juden ein, die aus irgendeinem Grunde in andere Glaubensbekenntnisse übergetreten seien oder nicht den Synagogen angehörten. Nach „New Dork World Telegram" ist die Ursache der großen Anzahl Juden in Neuyork sowohl die starke Einwanderung aus Europa wie aus den amerikanischen Landgebieten. *
In Neuyork beginne sich ein starker Antisemitismus bemerkbar zu machen, berichtet „Folkets Dagbladet". Geheimorganisationen verbreiteten antisemitische Flugblätter. In einem dieser Flugblätter wurde das nordamerikanische Volk bar« rauf aufmerksam gemacht, daß das nordamerikanische Neuyork sich in ein jüdisches Neuyork verwandele. Von Zeit zu Zett würden Personell' wegen antijüdischer Agitation verhaftet, aber im großen und ganzen stünden die Bchörden dem wachsenden Antisemitismus machtlos gegenüber.
USA.-Marine gegen Martinique?
Lissabon, 6. Mai. (Europapreß.) Die Nach- richteuagentur United Preß meldet aus angeblich wohlunterrichteter, der USA.-Marine nahestehender Quelle, daß sich in der Angelegenheit Martinique eine „plötzliche Wendung" vollzogen habe. Eine Intervention der nordamerikanischen Marine sei jetzt so gut wie unvermeidlich. Aus der Hauptstadt von Martinique, Fort de France,würden — so behauptet die Agentur — Unruhen unter der Bevölkerung gemeldet. Demonstrationen fanden gegen (den bekanntlich unentwegt vichytreuen) Admircü Robert statt, mit dem sich die Bevölkerung stündlich unzufriedener zeige (?). Die innere Lage auf Martinique fei sehr gespannt und kritisch. Man müsse damit rechnen, daß die nordamerikanische Marine „zur Sicherung von Ruhe und Ordnung her- b ei gerufen * werd e. -
Der nordamerikanische Außenminister Cordell Hüll antwortete Admiral Robert, dem franko«
Die Entstehung der ältesten Landpftanzen.
Professor Wehlands Funde aus dem Devon.
Schon seit etwa 200 Jahren ist die formenreiche Pflanzenwelt der Steinkohlenzeit gut bekannt. Aber über die Vorläufer der riesigen ausaestorbenen Saumfarne, der Schachtelhalme unb Bärlappge- wächse wußten wir so gut wie nichts. Nur ganz vereinzelt finden sich ältere Angaben über die Pflanzenwelt des Devons, jener erdgeschichtlichen Formation, die der Steinkohlenzeit vorausging und die in Deutschland vor allem fast das ganze rheinische Schiefergebirge aufbaute. Erst in neuester Zeit ist diese Lücke in der Stammesgeschichte der Pflanzen ausgefüllt worden. Bahnbrechend auf diesem Gebiete war der Kölner Botaniker Professor Dr.Hermann Weyland. Er berichtete in der Medizinisch-Naturwissenschaftlichen Gesellschaft zu Jena über seine Funde und deren Deutung in einem Vortrag über „Die Pflanzenwelt des Devons unb ihre stammesgefchichtliche Bedeutung."
Von welcher Art die Gewächse sein mußten, aus denen die hochentwickelten Gefäß-Kryptogamen der Steinkohlenwälber hervorgegangen sind, bas ließ sich mit ziemlicher Sicherheit konstruieren. Die große Ueberraschung war nun, daß sick diese Gewächse tatsächlich sanden, daß in verkohlten oder versteinten Resten gefunden wurde, was man sonst hätte er - finden müssen. Die ersten Nachrichten stammten von Dawson in Kanada, der um 1870 einige besser erhaltene Reste beschrieb unb der ganzen Pflanzengruppe den Namen „Psi 1 ophyte n", also „Kahlgewächse" gab. Die wichtigsten Funde stammen aber erst aus den letzten 25 Jahren, unb zwar aus Schottland (seit 1917) und vor allem aus dem Devon des Rheinischen Schiefergebirges (seit 1922), die
wir der systematischen Forschungsarbeit Professor Weylands verdanken.
Wie sahen diese ältesten Landpflanzen vor 300 bis 350 Millionen Jahren aus? Bei den einfachsten handelte es sich um krautartige Gewächse mit blattlosen Sproßachsen unb spitzenständigen Sporenbe- bältem — diese ältesten Vertreter, von denen alle späteren abgeleitet werben können, sind noch nicht in Arten differenziert, aber auch hier finden sich schon Gefäßzellen, es handelt sich also um ausgesprochene Gefäß-Kryptogamen. Bei den Funden aus dem Mttteldevon lassen sich bereUs mit aller Deutlichkeit die Vorläufer der Farne von denen der Schachtelhalme ober der Bärlappgewächse unter« fdyeiben, die sich dann weiterhin so reich entfalteten. An einer wichtigen Stelle ist damit der Zusammenhang in der Entwicklung der Pflanzen aufgedeckt worben.
An einer anderen Stelle bleibt freilich noch immer eine Lücke: wir wissen nicht, wie diese „Kahl- pflanzen" sich aus früheren Gewächsen, aus Algen ober möglicherweise auch aus Lebermoosen, entwickelt haben. Dazu fehlt uns vor allem eine wesentliche Voraussetzung, nämlich die Kenntnis der geschlechtlichen Generation der Psilophyten, von denen uns ja immer nur die ungeschlechtliche, der Sporophyt, vorliegt. Von den heutigen Gesäß- Kryptogamen aus können wir vermuten, daß jene anders gestaltet mar; wir würden also auch, selbst wenn uns ein glücklicher Zufall Funde davon in die Hände spielen sollte, die Zusammengehörigkeit nie erkennen können.
Hingegen ist eine wichtige Frage durch diese Funde noch mit aller Sicherheit geklärt worden: die der Enfttehung des Blattes. Es kann danach keine Rede mehr davon sein, daß das Blatt von vornherein als besonderes Organ angelegt war, vielmehr hat es sich ganz allmählich aus Achsenteilen entwickelt, unb zwar auf verschiedenen Wegen. Diese Achsenteile ordneten sich mehr unb mehr in einer
Fläche, behielten aber die innere Achsenstruktur noch weit in das fo entstehende „Blatt" hinein bei, so daß sie sich an den ausgezeichnet erhaltenen Resten noch heute auf mikroskopischem Wege nachweisen läßt.
So haben diese Funde ein Bild der reichen Pflanzenwelt des Devons ergeben, sie haben aber darüber hinaus auch den Entwicklungsgedanken weiter bestätigt und gesichert: auch hier zeigt sich an einer Fülle von Belegen, daß alle späteren Lebewesen sich aus einfacheren Formen entwickelt haben. Das gilt für alle heute lebenden Organismen genau so wie für die Gewächse der Steinkohlenzeit, deren Vorläufer wir nun aus den Funden des Devons als die ältesten Landpflanzen der Erde kennen. H.
Im Kriege geschrieben.
Von Richard Gerlach.
Das fertige Buch liegt nun vor mir. Auf dem Einband ist ein Kiebitz gezeichnet, der zwischen zwei Reihern steht, und in einem Medaillon unter dem Titel erscheint ein Stück Himmel mit zwei gefiederten Fliegern.
Es ist also ein Buch, das mit dem Kriege nichts zu tun zu haben scheint, es versucht, eine Galerie quicker Vögel zu zeichnen, sonst nichts. Man könnte sagen, daß ich es nur zufällig gerade als Soldat niedergeschrieben habe.
Jeder Soldat hat nun aber einige Dinge, an denen fein Herz hängt, unb. bas waren bei mir die Gefiederten, zu depen ich schon als Kind die Blicke erhoben hatte, mit denen ich mich später als Zoologe befaßte, unb dellen Schönheit unb poetischer Zauber mich in vielen Jahren erfreut unb über manches hinweggetröstet hat. Und ich dachte mir, daß ich vielleicht diesem und jenem den Weg zeigen könnte, den ich selbst so gerne ging.
Manches hatte ich schon rrn Frieden aufgezeichnet, anderes skizzert, wie ich es nach dem Dienst beob
achtet hatte, in einem Urlaub brachte ich das Manuskript ein gutes Stück weiter, und dann gab sich noch oft eine Stunde am Abend. Das Kämmerchen einer Bäracke, das ich mit einem Kameraden teilte, sah mich schließlich acht Wochen lang die letzten Korrekturen machen, und dann packte ich die Bogen ein und schickte sie dem Verlag.
Es dauerte eine Weile, bis der Verlag mir schrieb, daß er das Buch gern herausbringen wolle, daß es aber nicht von ihm allein abhänge, wann dies möglich fei. Aber die Schwierigkeiten mit dem Papier, mit dem Drucken, mit dem Binden wurden schließlich überwunden, und fo eilig hatte ich er ja nicht.
Wahrscheinlich wird man meinem- Buch nicht ohne weiteres ansehen, daß cs im Kriege geschrieben ist; denn die Vögel, von denen darin die Rede ist bleiben sich gleich, und so mußte ich auch ihre Porträts in den zeitlosen Raum malen, um sie, die aus leichterem Stoff sind, nicht zu unserer Erden- schwere herabzuziehen. Meine Vorarbeiten waren langwierig und gründlich gewesen. Aber das brauchte der Leser nicht auf den ersten Blick zu mep ken. Er sollte ruhig meinen, daß da ein Genießer nichts als sein Vergnügen am Spazierengehen, am Betrachten und Belauschen gehabt habe. Wenn er bann Spaß dran fände, es auch einmal zu probieren, um so besser. Die Anmut der Vögel, ihre Leichtigkeit unb wunderbare Schönheit hatte mich begeistert, und ich erzählte von den Sängern, deren Lieder mich begleiten, unb von den Baumeistern, die ihre Nester in den Wipfeln bauen.
Ich widme dieses Buch* allen Freunden der Natur, besonders aber den Soldaten, die nachts Kl- den Sternen aufsehen, und an deren Ohr auch im Feindesland die raschen, unbekümmerten Melodieir der Gefiederten tönen.
* Wir haben es vor einiger Zett tm bteftt Stelle besprochen^


