Ausgabe 
6.5.1943
 
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Metzener Anzeiger

Donnerstag. 6 MaiM5

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(95. Jahrgang Nr. (04 Erscheint täglich, außer Lonntags und feiertags

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nen Höhepunkt. In den Wäldern und schluchten­reichen Gebirgshängen am Nordrand des Kaukasus hatten die Bolschewisten alle dort verfügbaren In­fanterie- und Panzerkräfte zusammengezogen. Von zahllosen Batterien, Bombern und Schlachtflug­zeugen unterstützt, setzten an^die 80 Panzer, gefolgt von immer neu herangeführten Jnfanteviemassen, zum nachmaligen Durchbruchsversuch an. Trotz aller

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Sozialpolitische Diskussionen in der Schweiz.

Stark für den Dienst am Volke.

Besuch des Gauleiters in Bad Wimpfen.

Hohe Panzerverluste der Sowjets bei den Kämpfen am Kuban-Brückenkopf. Krymskaja planmäßig geräumt. - 36 Britenbomber bei einem Terrorangriff auf westdeutsches Gebiet abgeschoffen.

kämpfende Front zum Schutz und zur Ret­tung der europäischen Kultur und der christlichen Zivilisation gegen die bolschewistische Barbarei einzugliedern. Durch seine Teilnahme an dem Kampf habe das slowakische Volk aber auch Gelegenheit, die Schmach und die Schande des bolschewistischen Sadismus in seiner infernalischen Bestialität kennenzulernen.

Sowjetflieger wollten in Katyn stören.

Budapest, 5. Mai. (Europapreß.) Die S o - w j e t s wollten mit Luftangriffen die Arbeit der Aerztekommifsiou in Katyn stören, weil sie ihnen offenbar sehr unangenehm war, erklärte das ungarische Mitglied der Kommission, Professor Dr. Franz Orsos, der ZeitungEsti Ujsag". Die Sowjetflieger wurden aber von der Flak und den deutschen Jägern vertrieben.

gegenüber. Der Führer sei Garant dafür, daß diese Machenschaften der Feinde zunichte gemacht werden. Er habe dem deutschen Volke die Kraft gegeben, den Kampf um eine neue Welt mit aller Härte zu Ende zu führen. Total sei der Krieg geworden, total stehe Deutschland und mit ihm seine Verbünde­ten in diesem härtesten Kampf, den die Geschichte kenne. Es sei Aufgabe jedes einzelnen, dafür zu sorgen, daß er seinen Körper und seinen Geist stark mache für den Dien st am Volke. Nur so sei die Gewißheit gegeben, die besten Leistungen zu vollbringen und vollwertige Waffen für die Front zu schaffen. Die Heimat wird der Front für ihren heldenhaften Kampf durch restlosen Einsatz ihren Dank abstatten und damit beitragen, einen Frieden zu gestalten, der einem neuen Europa das Gesicht gebe. Wir werden dem Führer folgen bis zur end­gültigen Vernichtung unserer Gegner.

Der lebhafte Beifall zeigte, daß die Ausführungen des Gauleiters auf fruchtbaren Boden fielen.

Von unserem Dr.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Zürich, im Mai 1943.

Der westschweizerische Bolschewistenhäuptling Leon Nicole forderte in einer Petition an den zur Leit tagenden Nationalrat die Aufhebung des Ver­bots der von ihm geleiteten ParteiFederation Socialiste Suisse und der von ihr herausgegebe­nen Zeitungen. Mit 107 gegen 4 Stimmen wurde die Petition abgelehnt. In der Debatte wies Bun­desrat Dr. von Steiger darauf hin, daß sich am kommunistischen Charakter der Partei Nicoles nichts geändert habe, obwohl Nicole aus Gründen der Tarnung nicht Mitglied der kommunistischen Partei sei. Die Bedeutung des Parlamentsbeschlus­ses liegt darin, daß mit der Verwerfung der Pe­tition auch das vor über zwei Jahren erlassene Kommunistenverbot indirekt bestätigt wor­den ist. Bemerkenswert sind ferner die Ausfüh­rungen Dr. Steigers zur Frage der P r e s so k o n - trolle, die durch das Postulat eines welsch- schweizerischen Marxisten erneut eine parlamenta­rische Diskussion auslöste. Ausgehend vom Verbot zweier sozialdemokratischer Blätter im französi­schen Sprachgebiet, ersuchte der sozialdemokratische Nationalrat die Regierung, zu prüfen,ob die gegenwärtig in Kraft stehenden Bestimmungen über die Presseüberwachung nicht revidiert werden sol­len". Der Vertreter des Bundesrats begründete noch einmal die Notwendigkeit der Zeitungsoer­bote: die- gemaßregelten Blätter hätten ständig die Pressekontrollvorschriften verletzt. Eine Lockerung dieser Vorschriften komme nicht in Frage. Damit scheiterte auch dieser Vorstoß der marxistischen Lin­ken, die gerade in den letzten Wochen eine regere Tätigkeit entfaltete.

Nicht nur die Parlamentswahlen im Herbst d. I., die die Sozialdemokraten schon jetzt veranlassen,. ihre Position im Wahlkampf auszu­bauen, in der Ansicht, insbesondere Stimmen aus kommunistischen Kreisen ihren Listen zuzuführen, sondern auch die häufigen Erörterungen üb er sozial­politische Reformpläne sind die wichtigsten Ursachen dieser vermehrten Aktivität. DerLandesring der Unabhängigen" unter der Führung des Migros- Direktors Gottlieb D u t t w e i l e r, eine weltan­schaulich farblose, wegen ihrer Opposition gegen- den Bundesrat, die Regierungsparteien und Marxisten stark umkümpfte Gruppe, tritt in einer Initiative zur Abänderung der Bundesverfassung für das Recht auf Arbeit" ein: Bei existenzsichernder Ent-> söhnung soll der Bund die dauernde Vollbeschäfti­gung der nationalen Arbeitskraft sicherstellen.

Für die Nachkriegsordnung einerneuen Schweiz" bieten die Sozialdemokraten eine Reihe von Rezepten an, die sie in einer parteioffiziellen Erklä­rung zusamlnensassen. Gewisse Kreise interessieren sich für die Möglichkeit, eine Art B'everidge- Plan auch in der Schweiz durchzuführen. Doch hat gerade die Agitation für dieses fragwürdige Erzeug­nis der englischen Mutokratie gezeigt, daß viele Eid­genossen mit Erstaunen feststellen, wie r ückstä n- d i g die britischeSozialpolitik" sein muß, wenn ein socher Plan mit viel Reklame angepriesen wird. Im Nationalrat wurde dieser Tage darauf hinge- wiesen, daßder oft zitierte Beveridgeplan bei uns schon lange von sozalpolitischen Maßnahmen Über­boten worden ist." Ein Land, das in der Ausge­staltung seiner sozialen Einrichtungen vielfach das deutsche Vorbild nachahmte, braucht den Blick nicht nach England zu richten. Alljährlich gibt die Schweiz an sozialen Aufwendungen rund 1012 Millionen Franken aus, 237 Franken pro Kopf der Bevölke­rung oder 787 Franken für jede beschäftigte Person. Die Aufwendungen für die Alters- und Hinterblie­benenfürsorge und -Versicherung betragen jährlich allein über 406 Millionen Franken.

Der gegenwärtige Krieg führte zu einer beträcht­lichen Erhöhung der Ausgaben für sozialpolitische Zwecke, insbesondere durch den größeren Kreis unterstützungsbedürftiger Personen, die als Ange­hörige einberufener Wehrmänner oder als Opfer der Teuerung auf fremde Hilfe angewiesen sind. Handelt es sich hier vielfach um Notmaßnahmen, die mit der Beendigung der Feindseligkeiten früher oder später wieder verschwinden, so hat der Krieg doch auch -neue Probleme aufgeworfen, die nur im Rahmen einer grundlegenden Sozial- und Wirtschaftsreform gelöst werden können. Es fehlt in der Schweiz nicht an Vorschlägen für eine Neu­gestaltung der Beziehungen zwischen Staat und Wirtschaft, Kapital und Arbeit, zur Verhütung von Krisen und Arbeitslosigkeit usw. Aber diese Plane finden doch wenig Widerhall im Volke. Erst müsie der Krieg beendet sein und sein Ergebnis endgültig feststehen, so hört man immer wieder Stimmen, dann lasse sich über Reformen reden, deren Charakter doch vom Ausgang des Krieges wesentlich bestimmt würde. Der inner-politische Kampf gegen die bolschewistischen Staatsfeinde und die Auseinandersetzung mit den Sozialdemokraten lassen allerdings darauf schließen, daß die Volks­mehrheit jetzt schon marxistische Experimente m jeder Form ablehnt. Für den Kapitalismus anglo­amerikanischer Prägung ist die Zeit endgültig vor­über. Die Suche nach einem dritten Weg zur Her­stellung einer neuen wirtschaftlichen und fokalen Ordnung überläßt das Volk vorläufig den Partei­politikern und den sogenannten Fachnrännern.

Zur Rettung Europas.

Eine Ansprache

des slowakischen Staatspräsidenten.

P r e b u r g, 5. Mal. - (DNB.) Im Rahmen einer eindrucksvollen Feier, der die Mitglieder der Regierung, der Führer der deutschen Volksgruppe, der deutsche General beim slowakischen Lerterdi- gungsministerium, die slowakische Generalität und Zahlreiche Ehrengäste beiwohnten, fand am Mitt­woch in Preßburg die Ausmusterung des dritten

S.-Berichterstatter.

Jahrganges der slowakischen Militärakademie statt.

Staatspräsident Dr. T i s o hielt düdei in feiner Eigenschaft als oberster Befehlshaber der slowaki­schen Wehrmacht eine Rede, in der er einleitend feststellte, daß die slowakische Armee durch ihre Teilnahme am gegenwärtigen Kampf für Volk und Staat einen Dien ft von wahrhaft ge­schichtlicher Bedeutung leiste. Die bolsche­wistischen Pläne einer Hegemonie über Europa hätten jedem Slowaken die Aussichten seines Volkes klargemacht. In diesem Kampf gehe es daher um das Le den des slowakischen Volkes. Eingereiht als selbständiger Staat unter die übrigen europäischen Völker, habe es seine Ehre als gleich­berechtigter Faktor erfordert, sich in die

NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Spren­ge r stattete am Dienstagnachmittag dem hessischen 1 Bad Wimpfen einen Besuch ab. Im Rothaus sprach der Gauleiter nach herzlicher Begrüßung durch den Bürgermeister zu den Angestellten und Arbeitern der staatlichen und städtischen Ver- waltung.

Der Gauleiter gab einen umfassenden Ueberblick über die allgemeine politische Loge und legte den Versammelten die Absicht unserer Gegner dar, die auf nichts anderes als auf die völlige Vernich­tung des deutschen Volkes hinzielen. Ueberall, wo man hinsehe, zeige sich die Fratze des Juden, als dem eigentlichen Drahtzieher oller politischen Verwicklungen. Sieg oder Niederlage, eine andere Parole gebe es nicht. Jeder Deutsche, vom Pimpfen bis zum Greis, wisse heute, daß er sich einzusetzen habe zum Wohle des Volksgonzen. Eine verschworene Gemeinschaft stehe dem brutalen Ver- nichtungswillen der jüdisch-demokratischen Mächte

Der Wehrmachtbericht.

DNB. Aus demFührerhaupkquarkier, 5.2tlai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

An der O st front des Kuban-Brücken- k o p f e s ließen die schweren Angriffe der Sowjets gestern vorübergehend nach. Bei den Kämpfen am 3. und 4. Mai wurden allein im Abschnitt einer deutschen Division 28 feindliche Panzer vernichtet. In den frühen Morgenstunden des 4. Mai wurden unsere im vorspringenden Frontbogen von Krym - ff a ja stehenden Truppen auf eine seit langem vor­bereitete und ausgebaute Verteidigungsstellung hart westlich des Ortes zurückgenommen. Krymskaja selbst wurde nach Zerstörung aller wichtigen Ein­richtungen geräumt.

Südlich des Ilmensees wurden mehrere, von starkem Artillerie- und Salvengefchühfeuer unterstützte Angriffe abgewiesen.

Die Luftwaffe setzte, ihre Angriffe gegen den feindlichen Nachschub bei Tage und bei Nacht fort und schoß am 3. und 4. Mai 75 Sowjetflug­zeuge ab.

3tn mittleren Abschnitt der tunesi­schen Front griff der Feind mit panzerunler- stühung die deutsch-italienischen Stellungen an. Er wurde nach kleineren Einbrüchen im Gegenstoß zurückgeworfen.

3n den übrigen Frontabschnitten nur geringe ört­liche Kampftätigkeit.

Bei militärisch wirkungslosen Tagesangriffen britischer und nordamerikanischer Fliegerkräfte auf zwei Orte im französischen und belgischen Küsten­gebiet wurden fünf feindliche Flugzeuge ohne eigene Verluste abgeschoffen. Zwei weitere britische 3er- störerflugzeuge wurden vor der norwegischen Küste im Luftkampf vernichtet.

Britifche Bomber griffen in der vergangenen Nacht westdeutsches Gebiet an und warfen zahl­reiche Spreng- und Brandbomben, hauptsächlich aus Wohnviertel der Stadt Dortmund. Die Bevölke­rung hatte Verluste. 3n der Stadt entstanden größere Gebäudeschäden. Nachtjäger und Flak­artillerie der Luftwaffe schossen nach bisher vor- liegenden Meldungen 36 der angreifenden vor­wiegend viermotorigen Bomber ab.

Lin starker Verband schwerer deutscher Kampf­flugzeuge belegte in der Nacht zum 5. Mai Ziele in Südostengland mit zahlreichen Spreng­ung Brandbomben.

Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, oer* senkten deutsche Unterseeboote in mehrtägigen schweren Kämpfen in der Mitte des Nordatlantik aus einem vollbeladenen Ame­rikaEngland-Geleit und einem nach Amerika zu­rückfahrenden Geleitzug 16 Schiffe mit zusam­men 102 000 BRT. Vier weitere erhielten Torpedo­treffer.

Feindliche Durchbruchsversuche gescheitert.

Berlin 5. Mai. (DNB.) An der Ostfront* des Kuban-Brük- k e n k o p fe s entstand am 4. Moi durch die Umgruppierung unserer Truppen eine kurze Kampfpause. Das fortgesetzte, nunmehr feit einer Woche anhaltende vergebliche Anrennen der Bolschewisten gegen den vorsprin­genden Frontbogen bei Krymskaja hat den Feind schwere Verluste gekostet. Obwohl sich fast pausenlos die Wellen der sowjetischen Infanterie heranwälzten und .die feindliche Artillerie die Stellungen unserer Truppen mit riesigem Muni­tionsaufwand zerhämmerte, brachen die Angriffe Tag für Tag am zähen Widerstand der an den Brennpunkten stehenden bayerischen Jäger unt> württembergisch- hessischen Gre­nadiere zusammen. Ununterbro­chen tobte der Kampf. Wenn bei Nacht auch für Stunden die Jnfanterieangriffe nachließen, so verstummte doch nie das Artillerie­feuer und das Krachen der Fliegerbomben. Vor unseren Stellungen häuften sich die gefallenen Bol­schewisten zu Tausenden.

Dennoch erhöhte der feindliche Druck sich noch mehr besonders südlich von Krymskaja und erreichte in den Nachmittagsstunden des 3. Mai sei-

Tonnen und Tod.

Dem Zahlenjongleur und Schiffszauberer Roose* oelt sind in dem letzten Monat nach den weiteren Schlägen unserer U-Boote der Untergang des USA.-FlugzeugträgersRanger" war ein besonders bitterer Verlust einige Regiefehler unterlaufen, die bie' ganze Schwere der auf den Achsengegnern lastenden ' Tonnagenot aufschlußreich beleuchten. Roosevelts Zahlenakrobatik wurde durch die Fest­stellungen des Truman-Ausschusses, daß sich die bri- ttsch-amerikanischen Schiffsverluste im Jahre 1942 auf 12 Millionen Tonnen belaufen, erheblich erschüttert. Der Verlust an Schiffsraum, so wurde durch den Ausschuß weiter bekanntgegeben, sei da­mit größer gewesen, als die durch Neübauten ge­wonnene Tonnage.

Roosevelt und sein Marineminister Knox gerieten nach dieser sensationellen Feststellung ebenso aus dem Häuschen wie Churchill und seinMarine- adjutant" Alexander. Man wußte keinen anderen Ausweg, als das aus dem ersten Weltkrieg bereits bekannte Schwindelrezept Churchills der beliebigen Verwendung von Nettoregister- und Bruttoregiister- tonnen anzuwenden, indem man erklärte, daß es sich bei den 12 Millionen Tonnen des Truman- Ausschufses offenbar nicht um Bruttoregistertonnen., sondern um sogenannteTotgewichtstonnen" (Dead- Weight-Tons), nach denen die Amerikaner zu rech­nen pflegten, handelte. Die Angabe der Tonnage nach Totgewichtstonnen, so äußerte sich 'Reuter,

Tapferkeit und Zähigkeit konnten es unsere, durch die vorausgegangenen tagelangen Kämpfe bereits hart mitgenommenen Grenadiere nicht verhindern, daß die Bolschewisten an einigen Stellen mit Pan­zern und Infanterie in unsere Kampflinie ein­brachen. Reserven griffen ein, um die Einbruchs­stelle abzuriegeln, doch auch die Sowjets zogen immer neue Verstärkungen heran. Die Lage wurde so verworren, daß Freund und Feind nicht mehr zu unterscheiden waren. Dennoch überwanden unsere Grenadiere die anfangs drohende Krise. Stützpunkte schlossen sich zu Riegel­stellungen zusammen, die den feindlichen Ansturm ausfingen. Panzer aus Panzer und Bataillon auf Bataillon der Bolschewisten wurden zusammenge- schossen und zurückgeschlagen. Der Feind setzte bei diesem wechselvollen Ringen auch ein vollzähliges Frauenb ataillon ein. Er teilte dos Schicksal der zahlreichen anderen in den letzten Kampftagen zerschlagenen Sowjetverbände. Noch bis in die Nacht ging der Kampf weiter. So wie es sich aus der Gefechtslage ergab, oder wo sich ein Vorteil bot, führten unsere Soldaten aus ihren Stützpunkten und Riegelstellungen heraus Vorstöße gegen ein­gebrochene und sich verschanzende Bolschewisten. Schließlich waren die eigenen und feindlichen Stel­lungen so ineinander verkrampft, daß eine einheitliche Kampfführung kaum noch möglich war» Um sich die Bewegungsfrech eit zum erfolgreichen Fortsetzen des Widerstandes zu verschaffen und un­nötige eigene Verluste zn vermeiden, nahm daher die deutsche Führung im Schutze der Nacht ihre Verbände auf die seit langem ausgebaute- befestigte Verteidigungslinie h a r t w e st l i ch Krymskaja zurück.

Als der Feind in den frühen Morgenstunden des 4. Mai erneut mit starker Artillerie- und Flieger­unterstützung die alte Linie angriff, wichen hie zu- rückgelassenen Nachtrpppen kämpfend auf die neuen Stellungen aus. Durch das ungehinderte Besetzen dieser Kampflinie ist die Absicht der Bolschewisten, um jeden Preis die Ostfront des Kubanbrücken-- kopfes zu durchbrechen, wiederum zum Scheitern gekommen.

Gegen die neue Hauptkampflinie erfolgten bis auf Aufklärungsoorftöße in den späten Abendstun­den noch keine größeren Angriffe, obwohl die So­wjets schnell nachrückten und bereits Artillerie und zahlreiche Panzer bereitgestellt haben. Die den auf- gegebenen Gelänhestreifen durchstoßenden feindlichen Kräfte wurden von unserer Artillerie an verschiede­nen Stellen wirksam unter Feuer genommen und zersprengt.

An den übrigen Fronten des Kuban-Brücken­kopfes führten die Bolschewisten kleinere örtliche Vorstöße, die glatt abgewiesen wurden, während rumänische Stoßtrupps an der Landekopffront südlich Noworossijsk in die feindlichen Stellungen eindrangen und Gefangene einbrachten.

Unsere Luftwaffe unterstützte die Kämpfe der Heerestruppen durch Angriffe starker Kampf- und Sturzkampfflugzeuge gegen bolschewistische Feld­stellungen dicht vor den deutschen Linien und gegen Bereitstellungen hinter den feindlichen Fronten. Schnelle Kampfflugzeuge überwachten die Be­wegungen der Bolschewisten und vernichteten dabei in überraschendem Tiefangriff 11 bolschewi­stische Landungsfahrzeuge in den Ge­wässern nördlich von Temrjuk. Die Sowjets versuchten die harten Schläge unserer Flieger durch Einsatz zahlreicher Jagdfliegerstaffeln abzuschwächen. Unsere Jäger stellten, jedoch die feindlichen Geschwa­der zum Kampf und schossen bet nur einem eigenen Verlust 16 b o l s ch e w i st i s ch e Flugzeuge ab. Drei weitere feindliche Flugzeuge brachte die Flak­artillerie zum Absturz.

300. Nachtjagdsieg einer Nachtjägergruppe.

Die Nachtjagdgruppe des Eichenlaubträgers Ma­jor Lent, die erst vor kurzem chren 250. Nacht» jagdsieg melden konnte, errang bei den Luftkämpferi über Westdeutschland den 300. Nachtjagdsieg. Major Lent selbst, der erfolgreichste deutsche Nacht­jäger, schoß zwei Gegner ab und erhöhte damit die Zahl seiner Nachtjagdsiege auf 58. Aber auch die jungen Besatzungen unserer Nachtjäger zeigten her­vorragenden Schneid und großes fliegerisches Kön­nen. Mehrere von ihnen, die bisher noch keinen Luftsieg errungen hatten, schossen beim ersten Zu« sammentressen mit den feindlichen Bombern jeweils zwei oder drei von ihnen ab.