Einzelbild herunterladen

I

$rdh6,5 mar$|945

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnumnier bis8'»UhrdesVormittags

Anzeigen-Preife:

Änzeigenteil 7Rvf. ie mm bei 22 mm Zeilenbrelte, Tertterl 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite

Nachlässe:

Wiederholung MalftaffeH AbschlüüeMengenftaffel B Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"'.mehr

|93. Jahrgang Nr. 54

Erscheint täglich, außer sonntags und Feiertags

Beilagen: ' -

Gießener Familienblätter Heimat imBild DieScholle

Bezugspreis: Monatlich... RM.1.80 Zustellgebühr.. ,, -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluh 2251 Drahtanschrift:Anzeige^' Poftscheck1168kMankf. M.

GiehenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberheffen 6ie6en3d>ulftrafie 7-9

LSlk- vef* 60, >vefr 20D

\ id n- en m,

Entkommen

Der deutsche Gegenangriff am Donez

LmopMcheZugm-imgemanischenWehrerKchtiguWlager

Der Front verbunden durch Arbeit und Opfer

Oer MeKrmackibenchl.

DRB. Aus dem Fühterhauptquattiet, 4. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im südlichen Teil der Ostfront haben Regen und Schlamm die Kampfhandlungen stark einge­schränkt.

Der deutsche Gegenangriff macht trotz der schwie­rigen Welter- und Geländeverhältnisse weitere Fort­schritte. Auf einer Frontbreite von 2 5 0 km flehen unsere Angriffsdivifionen am mittleren und oberen Donez. Die Stadt Slowjansk wurde im Sturm genommen.

Lin weit hinter der Front abgeschnittener feind­licher Verband wurde zum Kamvs gestellt und zer­sprengt. Die Maste der Z. sowjetischen Panzerarmee ist im Raum südlich Charkow eng eingeschlos- fen und versucht vergeblich, nach allen Richtungen hin auszubrechen.

Die harten Abwehrkämpfe im Raum nord- w e st l i ch Kursk hielten auch am gestrigen Tage an.

Reue in vielen Wellen hintereinander geführte Angriffe der Sowjets im Raum nordwestlich Orel wurden unter schweren Verlusten zuruckge- schlagen.

Die an der nord tunesisch en Front neu gewonnenen Stellungen griff der Feind während hes ganzen gestrigen Tages vergeblich an. Bei den Kämpfen in der letzten Woche wurden in Rord- tunesien 2110 Gefangene eingebracht. 68 Pan­zer und Panzerspähwagen abgeschossen und 36 Ge­schütze vernichtet.

Einzelne feindliche Stärflugzeuge überflogen am Tage Rorddeutschland. ohne Bomben zu werfen. In der vergangenen Rach» griff die britische Luftwaffe west- und nordwestdeutsches Gebiet an. Vor allem

im Raum von Groß-Hamburg und in Landgemein­den der Umgebung entstanden durch Spreng- und Brandbomben größere Gebäudeschäden. Die Bevöl­kerung hatte Verluste. Rachtjäger. Flakartillerie der Luftwaffe und Marlneflat schossen 14 mehrmotorige Flugzeuge ab. Line weiteres feindliches Flugzeug wurde bei Tage an der norwegischen Küste zum Absturz gebracht.

In der Rocht zum 4. März belegte die deutsche Luftwaffe das Gebiet von Groß-London mit

Flucht vor dem Bolschewismus

Bon Kriegsberichter Günther tzehsing.

Umkreis zerstörte.

Die Landbrücke zwischen Oonez und Onjepr.

Es sind nicht die Sotvjets, die den angestrebten Dniepr in breiter Front erreicht haben, sondern umgekehrt halten unsere Angriffsdimsionen in der Breite von 250 Kilometer den oberen und mittleren Donez! Der schwere Druck aus die Landbrucke zwi­schen Donez und Dniepr ist damit behoben Der Wehr­machtbericht meldet weiter:Die Masse der 3^o-- wjetischen Panzerarmee ist im Raum mdlich Cya^ kow eng eingeschlossen und versucht vergeblich, nach allen Richtungen hin auszubrechen. W'eder ist es eine ganze sowjetische Armee, die h»er eingeschlossen ist. Wieder wie in den Tagen des Ma, 1942, da in demselben Raum die üppigen Offensivhoftnungen Timoschenkos zu Schanden wurden. Damals traten die Sowjetarmeen zum umfassenden 2Ingrm an. Im Verlauf der Schlacht vom 24. bis jumi 29 Mai wurde die sowjetische Angriffsspitze südlich von Charkow eingekestelt und völlig vernichtet. Am

Nach drei Monaten Winterschlacht

Bon besonderer Seite.

ten unsere Soldaten stellenweise bereits bis zu den Hüften im Wasser stehend. Trotz des tief verschlamm­ten Geländes und des anhallend starken Regens ver­folgten sie die an den beiden Vortagen zuruckge­triebenen Bolschewisten bis in die. Lagunen des Asowschen Meeres. Die Abschwächung der feindlichen Angriftstätigkeit an der Mius-Front dagegen Liegt in den hohen Verlusten des Feindes bei seinen erfolglosen Angriffen in den letzten Februartagen begründet. Mit weiteren Angriffen der Bolschewisten in'diesem Abschnitt ist jedoch zu rechnen. Beim Ge­genangriff unserer Truppen am m i t t l e renn n d oberen Donez wurden neue breite Abschnitte des südlichen Donezufers mit zahlreichen Ortschaften, darunter die Stadt S l a w j a n s k, genonmien, der Feind wurde nach Norden zurückgeworsen. Weit hin- ter der Front geht das Kesseltreiben gegen abge­schnittene, teilweise starke feindliche Kampfgruppen weiter. Der Ring südlich Charkow um die Masse der 3. sowjetischen Panzer-Armee zieht sich immer mehr zusammen. Weiter südöstlich wurde ebenfalls tief rm Hintergelände der Front eine abgeschnittene femd- lick>e Gruppe zum Kampf gestellt und aufgerieben.

Nordwestlich von Kursk wurde ein Vor­stoß von etwa 70 Sowjetpanzern zum Stehen ge­bracht und abgeriegelt. Im Raum von r e ( verlo­ren die Bolschewisten seit Beginn der Kämpfe An­fang Februar über 350 Panzer. Bei oergebstchen Durchbruchsoersuchen nördlich Drei verlor der Feind zahlreiche schwere Waffen. .

Südlich d e s Ilmensees entwickelten sich nur noch örtliche Kämpfe Heeresartillerie beschoß außer Kasernen und Munitionsfabriken in Kron­stadt vor allem den feindlichen Eisenbahnverkehr im Bereich von Schlüsselburg und die dortige Elsen- bahnbrücke. Sie traf dabei einen Munittonszug, des­sen Explosion zugleich die Bahnstrecke m größerem

den zum Verhängnis geworden. Nach wechselvollen hinhaltenden Kämpfen zwischen Don und Do­nez waren als zweite Absetzbewegung zur Begra­digung der Front im Süden des Hauptschlachtfeldes R o st o w und die Industriestadt Woroschilow-- grad dem Feind überlassen worden, nicht ohne daß vorher alle wehrwichtigen Anlagen, soweit sie über­haupt noch bestanden, gründlich zerstört wurden.

An der neu errichteten Mius-Front bran­deten die Frontalstürme der Sowjets an. Die ver­logene feindliche Agitation posaunte bereits den Sieg der Stoßarmeen hinaus, um bei ihren Gene­ralen die voreilige Auffassung zu erwecken, die Schlacht sei zur Verfolgung gediehen. Der Sowjet-- general D a n st i s ch i n bezahlte seinen Irrglauben mit der Vernichtung des IV. Mot. Gardekorps, das hinter der Mius-Front eingeschlossen war. General Borrisow aber, der mit dem 7 Garde-Käval» leriekorps über den zugefrorenen mittleren Donez gekommen war und im Stoß auf Stalino den un> verlierbaren Sieg sah, rannte in die Gasse des Verderbens, aus der es für seine Truppen kein

------------ gab.

Damit ist aber die Reihe der sowjetischen Ver­bände nicht erschöpft, die sich in dieser durch alle Charakteristika de§- Bewegungskrieges gekennzeich­neten Winterschlacht in der Rolle des siegreichen Verfolgers wähnten, pis sie zu ihrer peinlichen Ueberraschung feststeklen mußten, statt Jäger ge­stelltes Wild zu sein. Zur erfolgreichen Kesselschlacht mag eine Portion Glück notwendig sein, immer jedoch setzt sie die feldherrlichss Begabung voraus, nicht nur die eigenen Chancen zu wägen, sondern auch die gegnerischen Bewegungen in Rechnung zu stellen und aus ihr die siegreiche Lösung zu ziehen.

Als unsere Führung als dritte Phase die Absetzung der Front im Raume Charkow be­fahl, war die Verdichtung unserer Verteidigung so­weit gediehen, daß sie in sich die Kraft zu erfolg­reichen Offensivstößen barg. Der Gegner sah in un­serer Rückwärtsbewegung nach Westen wohl schon die Lähmung, wenn nicht gar Auflösung unserer Kampfkraft und glaubte den Moment zur opera­tiven Ausnutzung seiner Bodengewinne gekommen. Der Vorstoß der sowjetischen Panzerarmee Po- p o f f führte im Raum südlich Charkow zwischen Donez und Dnjepr zu einer Bewegungs- schlacht großen Stils, in der die deutschen Divisio­nen sehr bald die Rolle des Angreifers übernah­men. Popoff wollte in einer weit von Nordwesten her ausholenden Umfassung die Verbindung unserer Mittelfront zum Donezgebiet abschneiden; sein Plan scheiterte aber an dem in breiter Front geführten Gegenangrift unserer Verbände, wobei sich die

Wehrertüchtigungslager der germanischen Jugend mit Jungen am Sandkasten. Anläßlich eines Be­suches, der mit einer eingehenden Ueberprüfung der Leistungen der Jungen verbunden war, sprach Reichsjugendführer Axmann vom soldatischen Einsatz der deutschen Jugendführer, die an allen Fronten das beste Beispiel kämpferischen Einsätze, geben. Eine neue Zeit könne aber niemals mit Menschen gestaltet werden, die noch in den Vor­urteilen der Vergangenheit befangen seien. Die neue Zeit liege in der Jugend, denn sie habe den sicher-. sten Instinkt für das, was in der Zukunft ersteht. Diese Ueberzeugung umfasse auch die germanische Jugend. Anschließend überreichte der Reichsjuaend- führer mehreren Norwegern, Niederländern, Wgl- lenen und Flamen das in diesen vier Wochen er­worbene HJ.-Leistungsabzeichen in Silber sowie da, Schießabzeichen der Hitler-Jugend. (Scherl-Bilder- drenst-M. jFritz Emde«j)

DNB. ... 4. März. (PK.) Bei der durch die mili­tärische Lage notwendigen Räumung Kaukasiens und des Don-Gebietes hat der deutsche Soldat eine Flüchtlingsbewegung erlebt, die ein bezeichnendes Licht auf die Zustände in der Sowjetunion wirft, weil die Bevölkerung vor den Truppen des eigenen Landes floh, vor allem die Kau­kasier,, ganz gleich, ob es Russen, Ukrainer, Kosaken, Tataren oder Bergvölker sind. Alle bedankten sich für dieBefreiung" durch die Bolschewisten und vertrauten ihr Schicksal lieber den Deutschen an. Die Angst vor den Sowjettruppen war so groß, daß die Bevölkerung selbst im härtesten Winter lieber ihr Heim und einen großen Teil der Habe opferte, nur um die Freiheit und das nackte Leben zu retten.

So fand eine ablehnende Meinungsäußerung der Völker der Sowjetunion gegen den Bolschewismus statt, wie sie eindringlicher keine Wahl mit Hilfe von Stimmzetteln ergeben würde, denn kein einziger der Kolchosniki, der Steppenbauern, Hirten, Fabrik­arbeiter, Eisenbahner und Handwerker, die mit ihren Familien den deutschen Truppen folgten, sind von diesen dazu gezwungen worden. Im Gegenteil, die deutsche Truppenführung hegte schwer st e Be­denken gegen diese Flüchtlingsbewegung mitten im härtesten Winter, weil weder eine Versorgung der fluchtigen Me^ischenmassen noch eine Unterbrin­gung gewährleistet werden konnte. Es bestand auch die große Möglichkeit, daß der Flüchtlingsstrom die Straßen verstopfte, und dadurch der Ablauf der militärischen Operationen empfindlich gestoppt wurde.

Sprengbomben schweren Kalibers und Tausenden von Brandbomben.

^-Standarte »Theodor (5*de".

Berlin, 4. März. (DNB.) Der Führer verlieh in Würdigung der hohen und einmaligen Verdienste des vor dem Feind gefallenen Eichenlaubträgers ^-Obergruppenführers und Generals der Waffen- Theodor Eicke der dritten Standarte der ^-Panzer- Grenadier-DivisionTotenkopf" den NamenTheo­dor Eicke".

Auf dem Stegskopf im Westerwald wurde das erste germanische Wehrertüchtigungslager eröffnet Aus Grund freiwilliger Meldungen haben sich dort Jugendliche aus den Niederlanden, Belgien, Dänemark und Norwegen zu einer vierwöchigen vormilitärischen Ausbildung zusammenaefunden. Die Ausbiwung soll den Jugendlichen, die als Freiwillige im Schicksalskampf Europas gegen den Bolschewis­mus im Osten mitantreten wollen, die Kenntnisse und Fähigkeiten vermitteln, die sich heute jeder 17jährige deuftche Junge in den Wehrertüchtigungs­lagern ' der Hiller-Jugend erwirbt. Unser Bild zeigt den Inspekteur der Wehrertüchtigungslager Eichenlaubträger Oberbannführer Gerd Hein un

Die große Angriffs- und Abwehrschlacht im Osten hat trotz ihrer Dauer von mehr als drei Monaten in der Verbissenheit und Zähigkeit des anrennenden Gegners keine Verminderung erfahren, ebensowe­nig auch in der Härte und im Heroismus des Aus- harrens unserer schützend vor Europa tretenden Di­visionen. Als die Winterkämpfe ihren Anfang nah­men, hatten die Fronten Ausmaße und Lagerungen, wie sie sich aus den vielfach noch nicht zu Ende ge­führten großen strategischen Operationen ergaben. Der wettgespannte Donbogen, das Zwischenge­biet der Kalmücken st eppe und der Urstock des Kaukasus banden aufgelockerte Kräfte in einer Stärke, deren Konzentrierung sich durch die Massen- angriffe der Sowjets als notwendig erwies. Es war ein Gebot der Klugheit, schwer umkämpsten Boden und selbst die darin steckenden kriegswirtschaftlichen Werte vorübergehend aufzugeben, bevor der feind­liche Druck die Gesetze des Handelns beftimmt hätte. Der Gegner versuchte wohl, unser Absetzen vom Don und Terek durch ständige Angrifte zu stören, doch wurde die Marschbewegung, die von den Truppen ein Höchstmaß physischer und moralischer Kraft for­derte, nach den Befehlen der Führung vollendet.

Die Kaukasus-Front verkleinerte sich damit bis auf den Brückenkopf am unteren Kuban, der, im Süden gestützt auf die Seefestung Nowo­rossijsk, nun bereits seit Wochen gegen die schwersten Anstürme der Bolschewisten seine Aufgabe erfüllt, Im zweiten Drittel des Februar ließ hier die bei Tau weiter durch häufigen Wechsel fron Regen und Schnee eingetretene Verschlammung des Ge­ländes nur eine beschränkte Kampftätigkeit <zu, doch suchte der Feind zu Beginn der vergangenen Woche durch Verstärkung seiner Vorstöße noch vor dem Eintritt der völligen Grundlosigkeit des Bodens sein Kampfziel zu erreichen. Sowohl bei Noworossijsk wie an der Ost- und Nordfront griffen die Bolsche­wisten nach stärkster Artillerievorbereitung mit zahl­reichen Panzern an, alle ihre Durchbruchs- und Um= fassungs versuche scheiterten am Widerstand der deutsch-rumänischen Truppen, die von den einge­setzten Sowjetmassen in wenigen Tagen etwa zwei Divisionen vernichteten.

Die elastische Kampfführung von deutscher Seite, di« unter Verzicht auf starre Linien die Abwehr auf einzelne Stützpunkte konzentriert und aus ihnen her­aus zu gegebener Zeit zu Gegenstößen ansetzt, hat dem Gegner immer wieder sein operatives Konzept verdorben. Ein Vorprellen auch mit stärkeren Kräf­ten durch die offenen Gossen an den verteidigten Abschnitten vorbei bis ins Hintergelände hinein, um bann durch eine Frontschwenkung zum Umfassungs­manöver anzusetzen, ist mehrfach den Sowjetverban-

Daher wurde auf vielen Kommandanturen den Bewohnern der Städte und Dörfer im Kaukasus angeraten, 3U Hause zu bleiben und das Kommende ruhig abzuwarten. Aber das kaukasische Volk wan­derte lieber in ein unbekanntes Schicksal als in den sicheren Tod oder die Sklaverei, die die heranrücken- den Bolschewisten brachten.

Dick vermummt, in Decken und Pelzmäntel ge­hüllt, wanderten die Männer und Frauen durch die tief verschneite Unendlichkeit, während die Kin­der und Alten auf den Ochsen- oder Kamelgefährten zwischen Betten, Kisten, Säcken und Heuballen lauerten. Pie Fahrzeugkolonnen waren von Be­rittenen umgeben, die, oft mit Waffen von den Deutschen ausgerüstet, den Schutz der Flüchtlmye übernahmen, die Wegstrecken bestimmten, den- ,ben und Erschlafften weiter halsen, die Viehherden trieben und bei Anflug bolschewistischer Flugzeuge rechtzeitig Alarm schlugen. Es waren Bilder, wie man sie sich aus der Zeit der großen Völkerwande­rung vorstcllen muß. Auch in den deutschen Kolon­nen marschierten ganze Berg- und Steppenstämme mit. Sie hängten sich Hunderte übte Kilometern weit hinter die abrückenden Kompanien.

Das Erlebnis dieses fliehenden Volkes, das nun seit 25 Jahren unter dem sowjetischen Regiment lebte, verdeutlicht erst richtig, welche Geißel der I Menschheit dieses System bedeutet. Wohl niemals ist bisher einVolk" vor seinen eigenenSoldaten" geflohen und hat sich freiwillig dem Rückzug des IFeindes" angeschlosfen.

Oie wahre Bewährung.

Der totale Krieg prägt allem Tun und Lassen feinen Stempel auf. Unsere Soldaten draußen sind durch feine Schule gegangen, die härteste, furcht­barste, unerbittliche Schule. Der totale Krieg fordert von jedem, bereit zu sein zu jeder Stunde, zu jeder Minute. Er fordert bewußtes Handeln, das weit über das Maß aller Pflichterfüllung hinausgreift, das nicht danach fragt, was bekomme ich dafür, wie weit bin ich dafür zuständig, warum tut das nicht ein anderer. Er fordert das Aufgebot aller körper­lichen und seelischen Kräfte des einzelnen wie der Gesamtheit, er fordert alle Begeisterung und Ent­schlossenheit harter Herzen allen unbändigen Haß gegen die Feinde unseres Volkes, verdichtet zu einer ungeheuren Kraftanstrengung der gesamten Heimat.

Jeder kleinliche persönliche Wunsch hat davor seine Gültigkeit verloren; jede Ichsucht muß vor dem Krieg versinken, und vor jedem muß täglich die Frage aufs neue stehen: Hast du dich so verhalten,

daß du vor den Soldaten der Front, vor den Ge-l falknen dieses Krieges in Ehren bestehen kannst? | Erst dann, wenn wir alle so denken und handeln, können wir meinen, uns hier in der Heimat im Geiste der Front, im Sinne des totalen Krieges^ wirklich zu bewähren. Mahnend steht dabei vor uns allen das Beispiel der Helden von Stalingrad. Sie tragen gls Kämpfer für Deutschland, als Kämpfer für dich und für mich und für unsere Kinder, als Kämpfer für eine bessere Zukunft eine unsichtbare Krone. Sie und ihr Heldentum können wir niemals er­reichen, aber ihnen nachzustreben in der leidenschaft­lichen auf alles Persönliche verzichtenden Bereit- schaft'zum Einsatz alles dessen, was wir an Gut und Blut besitzen, das ist die zwingende Pflicht einetz jeden Deutschen. Nur der, der immer bereit ist, auch das Letzte einzusetzen, damit Deutschland alles ge­winnt, hat den Ruf der Zeit verstanden. K. M.

Debet Einzelne muß sich jetzt sagen: Rut frei hat das Leben Wett!" Fichte.

Berlin, 4. März. (DNB.) Im ganzen Süden 128. Februar wurde die Wiederersturmung von der Ostftont herrscht Tauwetter. Im Sumpfyebiet Losowara gemeDet Das ist^em Anhaltspunkt, nördlich des Kuban-Brückenkopfes kämpf- um das jetzige -schlachftew nördlich von dieser a -------~;xa hi» >»011 Stadt auf dem welligen Hochplateau zwischen Kras-

nograb und Jsjum mit seinen Erhebungen bis zu 220 Meter zu suchen. Von unwesentlichen Einzel­heiten abgesehen, ist es dasselbe Kampffeld, auf dem Ende Mai 1942 die große Einkesselungsschlacht süd­lich Charkow tobte. Die bewegliche deutsche Kampf­führung hat einen Erfolg davongetragen. Wir ver­gessen nicht, daß sich dieser Erfolg im Rahmen einer Abwehrschlacht hält. Aber den Sowjets ist der ent­scheidende Erfolg des angestrebten Durchbruchs zum Dnjepr über die strategisch wichtige Landbrücke zwischen Donez und Dnzepr aus den Händen ge­schlagen worden.