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zifik sei trotz der Tätigkeit der nordamerikanischen Flotte in naher Zukunft kaum zu rechnen

Die australische Presse betont, baß die Insel Kennen, in deren Nähe die letzte Seeschlacht statt- gefunden hat, 125 Meilen südlich von Guadal- canar liegt und trotz ihrer Entfernung von 1000 Meilen von der australischen Küste seit der vorher­gehenden Salomonen-Schlacht bei den Santa-Cruz- Inseln (im November 1942) doch den Krieg 500 Meilen nähergebracht hat. Die Rennell-SchLacht ei eine Antwort an die Kritiker in London und 'Washington, die Premierminister Curtins mach­ende Besorgnis weaen der immer stärker werden- »n japanischen Stellung im Pazifik als unbegrün­det bezeichnet hätten. Die Nennell-Schlacht beweise, daß Japan entschlossen sei, die Kontrolle über das gesamte Gebiet der. Salomonen zu gewinnen, um ouf diese Weiss die Verbindungen und die Nach- chublinie zwischen den Bereinigten Staaten Und lustralien zu unterbinden. Japan beabsichtige nicht tie Initiative an den Feind abzutreten, solange Zriten und Nordamerikaner ihre Kräfte auf an­deren Kriegsschauplätzen außerhalb des Pazifiks ; olyentrierten.

i Mißglückter Lustangriff auf 7!orddeutfchland.

Berlin, 4.gebt. (DNB.) Ein Verband feind- tcher Bomber versuchte in den Mittagsstunden des i. Februar unter Ausnutzung der Wetterlage nord- deutsches Gebiet anzuareifen. Sieben viermotorige Lomber nordamerikanischen Ursprungs wurden ao- leschossen. Mit der Vernichtung weiterer Flugzeuge Vt zu rechnen. Der durch Jagdflieaer und Flak- trtillerie zersprengte Verband wurde.schon beim tlirflug nach Westen zurückaedränat, so daß die Lomber nur zu planlosen" Abwürfen im Küsten­gebiet kamen.

Meine politische Nachrichten.

AnläMch des 10. Jahrestages der Machtergrei- ung kündigt der- Zentralverlaq der NSDAP, die verausgabe eines neuen Werkes an:Adolf Hitler, sammlung der Reden, Erlasse und Derlautbarun- en des Führers".

*

Auf Grund eines Erlasses des-Reichskommissars iir das besetzte niederländische Gebiet wird eine agere Zusammenarbeit zwischen den deutschen und m holländischen Behörden erfolgen.

Das Parlament der südafrikanischen Union immte gegen eine starke Opposition dem Antrag es Ministerpräsidenten Smuts zu, die Derwen- una von Angehörigen der südafrikanischen Wehr- lacht auf Kriegsschauplätzen außerhalb Afrikas zu illigen.

*

Ein Rundfunksprecher aus Kanada wurde aus lern Luftwege zur Casablanca-Konferenz bei der inberechtigten Ueberfliegung Spanisch-Marokkos hrd) einen Granatsvlitter der spanischen Luftab­wehr getötet, ein anderer verwundet.

*

13 französische und 'algerische Staatsangehörige wurden vom anglo-amerikanischen Militärgericht in Konstantine zum Tode verurteilt unter der tntlage, gegen die englisch-amerikanischen Jnter- esen gewirkt zu haben. Ein weiterer Mohammeda- 8er wurde vom nordamerikanischen Militärgericht Algier zum Tode verurteilt. Sämtliche Urteile fnb bereits vollstreckt worden.

Die Lebensmittelausfuhr aus überseeischen Län­dern nach Aegypten ist von England und den USA.

egen Schiffsraummanyels gesperrt worden, da der Dch für Aegypten verfügbare Schiffsraum lediglich chnischen Erzeugnissen, insbesondere Maschinen nb Ersatzteilen dafür, vorbehalten bleiben muh.

- * *

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Der USA.-Brigadegeneral N. F. Twining, Oberst amison und 13 weitere Angehörige der USA.- Wehrmacht stürzten über dem Korallenmeer ab. re konnten erst gerettet werden, nachdem sie sechs ächte und fünf Tage hilflos auf der stürmischen See umhergetrieben waren.

AUF MÖNCKEBERG

ROMAN VON OLAF BOUTERWECK

(Nachdruck verboten.)

Fortsetzung.

Der Generalstabschef des spanischen Heeres, Ge- nrral Dalino, traf in La Linea, dem spanischen Erenzort vor Gibraltar, ein. Nach einem Empfang » der Militärkommandantur besichtigte er Küsten­befestigungen und die Artilleriestellungen von Sierra Iirbonera und begab sich nach Algeciras.

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Schon kurz nach dreizehn Uhr erschienen Brand d Lertzeck wieder in Schloß Mönckeberg.

Josef Lertzeck war von dieser Fahrt derartig an- iffen, daß er ins Haus getragen werden mußte, otzoem war er in froher und zuversichtlicher mmung; denn seine Befürchtung, daß der Fuß »rochen sei, hatte sich als haltlos erwiesen. Die rzte in der Charite yatten lediglich Verstauchung

leider schmerzhafte Sehnenzerrung fest- Wen können.

Axel und Frank brachten Lertzeck in dessen Zim­mer.

Siehst du, Josef", erklärte Frank, indem er sich in die Brust warf,dein Leibarzt hat also doch die nötige Diagnose gestellt! Wenn du jetzt wirtlich Mi-ine Anordnungen befolgst und dich unbedingt Wg verhältst, dann bist du in spätestens einer ^2che wieder auf dem Posten!"

Sie sind ja sehr schnell wieder zurückgekommen, <*>irr Lertzeck", suchte Axel den Kranken vorsichtig niszuforschen. ,5)at Herr Brand benn in ber für-

Zeit feine sämtlichen Besorgungen in der Stadt ledigen können?" _ ,

Jjm ja, ich glaube wohl", antwortete Lertzeck sternd.Er war ja um halb zwölf Uhr schon wie-

in der Charits und hat mich dort abgeholt, ob- *lhl ich ihn erst für um zwölf Uhr hinbestellt ?crte."

llxel Hatter gern noch weitere Fragen gestellt, ?&t in diesem Augenblick kam der Diener Justus ft* Zimmer und rief ihn ans Telephon.

'Ferngespräch aus Berlin!" erklärte er bedeu- i^gsvoll.

Ans der Siadt Gieße«. Durchführung des allgemeinen Lohnstops

Nur erfüllen! ,

Als der Krieg begann, war es selbstverständlich, daß er die Arbeitslast des einzelnen vergrößertes und man sprach damals gern davon und war stolz, in der Heimat einen verantwortungsvollen Platz auszufüllen, während die Soldaten an den Fron­ten so unvergleichlich'Großes leisteten. Aber wenn sich die Auswirkungen des Krieges zunächst nur im Arbeitsquantum einzelner bemerkbar machten, so verteilte sich die Last der gesteigerten Arbeit bald auf alle Schultern in der Heimat. Heute ist es nun so, daß wohl jeder zusehen muß, wie er seine Angabe schafft.

Wenn man anfangs aus einem begreiflichen Stolz oder dem Gefühl einer starken Verpflichtung unseren Soldaten gegenüber gerne von seiner Ar­beitsfülle sprach, so hat sich dies heute zu einer Art Wettbewerb ausgewachsen, der dem einzelnen in

Zum Opfer auf gerufen!

Am morgigen Samstag und am kommenden Sonntag wird die 5. Reichsstraßenfammlung für bas Kriegs-Dinlerhilfswerk 1942/43 von Beamten und Handwerkern durchgeführt. Die vorgesehenen Abzeichen gelangen nicht zum verkauf. Die bisher schon immer bei diesen Sammlungen, so wird auch morgen und übermorgen unsere Volksgemeinschaft gern bereit fein, erneut ihren Betrag für das Kriegs-DHD. zu leisten. Jedermann wird sich ge­rade in diesen Tagen besonders der unvergleich­lichen Heldentaten unserer Kampfer an der Front erinnern und einen kleinen Teil des Dankes, den die von unserer Wehrmacht beschützte Heimat allen Frontkämpfern schuldig ist, dadurch zum Ausdruck bringen, daß nicht nur gespendet, sondern int besten Sinne des Dörtes ein Opfer gebracht wird, das, auch wenn es persönlich sehr fühlbar ist, im Verhältnis zu den Leistungen unserer Soldaten doch immer nur eine kleine und bescheidene Tat bleibt. Aber auch diese wollen wir alle miteinan­der gern auf uns nehmen und dadurch zugleich unseren unbeugsamen Siegeswillen bekunden. Darum füllt die von unseren Beamten und Handwerkern ge­reichten Sammelbüchsen reichlich! Die Front soll wißen, daß die Heimat zn ihren Soldaten steht. Daher gilt auch hier die Parote:

Der totale Krieg ist der kürzestet" Nicht geben, sondern opfern!

vielen Fällen gerade nur dazu dient, die Wichtig­keit seiner Persönlichkeit herauszustellen. Da hat der eine zwei und drei Arbeitskameraden zu vertreten, er erzählt nur noch von der Arbeit und nochmal von Arbeit, vonErschöpfungszuständen" undAb­spannung", von dringendemErholungsbedürfnis" und der Unerbittlichkeit der Zeit. Und der andere übertrumpft womöglich noch, und auch ein dritter weih noch allerlei dieser Art.

Unsere Soldaten reden selten von ihren Taten, wenn sie von der Front kommen, sie stehen in den meisten Fällen ganz hinter den Erlebnissen, die sie erzählen, und lassen ihre Bedeutung ganz unbe­wußt an Kleinigkeiten deutlich werden, vor denen wir schon beschämt verstummen müssen. Was sie leisten, was sie aushalten das ist fast nur zu erraten, kaum jemals aber wird man von einem Soldaten das - Worterholungsbedürftig" oberab­gespannt" hörsn, kaum eine Klage, daß ihm bie Freuden und Annehmlichkeiten des gesicherten Le­bens fehlen.

Kommt es da bei uns auf ein paar Stunden mehr an, auf ein wenig Hetze und Anstrengungen mehr? Nein, gewiß nicht! Wir sollten von unserer geringen Leistung angesichts ihres Hekdsntums nicht jo große Worte machen. Wir sollten schweigen und Arbeiten und uns nicht genug tun können an Ar­beit und Opfer für bie Heimat. Wir wollen ver­suchen, nicht mehr so viel von derArbeit" zu sprechen, wir wollen sie nur noch erfüllen! Sey . Gebt alte Kupfer- und Nickelmünzen

dem WSW.

Gebt alle Kupfer- und TNckelmünzen dem WhV.

Viele haben es seinerzeit übersehen, die außer Kurs gesetzten Kupfer- und Nickelmünzen vor Ab­lauf der Einlösungsfrist auszugeben ober gegen kursfähiges Gelb umzutauschen. In allen möglichen Behältern, Schublaben und sogar in Geldbörsen find immer noch derartige Münzen zu finden. Der ein­zelne kann damit nichts anfangen; in der Masse

NSG. Der Reichstreuhander der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen gibt folgendes bekannt:

Das deutsche Volk steht im vierten Kriegsjahr. Während die Front täglich und stündlich im härte­sten Einsatz kämpft, kann Die Heimat bank der Lei­stungen der Front ihrer täglichen Arbeit unbehindert nachgehen. Keiyer in der Heimat kann bie Ein­schränkungen, die der Krieg von ihm verlangt, mit dem vergleichen, was die Front an Opfern fordert. Vielmehr muß sich jeder einzelne in der Heimat durch bie Leistungen der Front zu immer neu ge­tigertem persönlichen Einsatz und zu selbst ver- tänblichem Verzicht auf persönliche Wünsche an ge­paart fühlen.

Aus dem Lohngebiet lautet das Gebot der Stunde: Straff st e Durchführung des allgemei­nen Lohnstops. Während erfreulicherweise immer mehr Betriebsführer auch in ihren Hand­lungen sich zu einem vernünftigen Lohn- und Ge­haltsgebaren bekennen, verraten auf der anderen Seite leider noch immer Anträge auf Lohn- und Gehaltserhöhungen den Standpunkt mancher Be­triebsführer, daß die Einhaltung des Lohnstops ausschließlich Sache des Rerchstreuhänbers der Ar­beit fei. Solche Anträge lassen das erforderliche 93er- anttvortungsbewuhtsein gegenüber den Forderungen des Krieges vermissen.

Ungerechtfertigte Anträge auf Ausnahmen vom Lohnstop sind, in doppelter Hinsicht abzulehnen. Während jie zunächst bei den Gefolgschaftsmitglie­dern fälsche Hoffnungen erwecken, um bann nach erfolgter Ablehnung Enttäuschung hervorzurufen, belasten sie außerdem meine Dienststelle und bie Dienststellen meiner Beauftragten, deren personelle Besetzung bereits jetzt auf das äußerste angespannt

gewinnen diese Münzen aber an Bedeutung und können nützlicheren Zwecken zugeführt werben.

Das Kriegswinterhilfswerk 1942/43 gibt Gelegen­heit, uns dieser außer Kurs gesetzten Münzen auf bequeme Art zu entledigen, indem wir sie bei der Reichsstraßensammlung am kommenden Samstag und Sonntag neben unserer übrigen Spende in die Sammelbüchsen der ehrenamtlichen Helfer steckdn. Wir geben damit diesen für uns wertlosen Münzen eine neue Bestimmung und stellen sie in den Dienst jener Kraft, bie uns den Endsieg sichert.

Oer unheilvolle Augenblick.

Der Tod durch Verbrühen gehört leider zu den Unglücksfällen, die trotz aller Warnungen fast mit einer grausamen Regelmäßigkeit wieberkehren. Ent­weder stürzen die Kinder in einen auf dem Fuß­boden stehenden Kübel mit heißem Wasser ober sie werfen Gefäße um, die auf primitiven Gestellen ungesichert ihren Standort haben, und verbrühen sich tödlich. Die Reichsarbeitsgemeinschaft Schaben­verhütung richtet daher an alle Mütter nochmals bie bringende Mahnung: Laßt eure Kinder in der Küche ober Waschküche nicht ohne A.u f s i ch t! I)enkt weiter daran, daß der unheilvolle Augenblick" schon vielen deutschen Kin­dern das Leben gekostet hat! Es ist ratsam, vor­her zu überlegen und vorsichtig zu fein, als sich Zeit des Lebens schwere Vorwürfe machen zu müssen, den Tob seines Kinbes durch eigene Schuld herbeigeführt zu haben. Schlitzt eure Kinder vor dem Verbrühungstod!

Keine Rentenkürzung bei Mehrarbeit und Mehrverdienst. Wenn es jetzt darum geht, durch Einsatz aller Arbeitskräfte eine möglichst hohe Gesamtleistung für den Krieg zu erzielen, sollen auch bie Empfänger von Rente aus der Reichsunfallversicherung, bie durch Arbeitsunfälle ober Berufskrankheiten erheb­liche Schädigungen erlitten haben, ohne Renten- Mrzung bie Möglichkeit zu Mehrarbeit und Mehr- verbi en ft haben. Der Reichsverbanb der geweb­lichen Berufsgenossenschaften weist deshalb darauf hin, daß grundsätzlich eine Verringerung der Ren­ten nicht in Betracht kommt, wenn es dem Verletz­ten gelingt, durch größte Anspannung seiner Fähig­keiten einen Arbeitsplatz auszufüllen, der ihm ein höheres Einkommen sichert, als er es vor dem Un­fall hatte. Wer ttotz feines Schadens und bank feiner (Energie und feiner Kenntnisse seine Lei­stungsfähigkeit aus der Zeit vor dem Unfall mjeder erreicht ober noch steigert,^ verdient besondere An­erkennung. Seine Einsatzfähigkeit bleibt trotzdem durch bie Folgen des Unfalls in dem von dem Versicherungsträger festgestellten -Umfang beein- ttächtigt, so byß eine Kürzung her Rente wegen des Aufstiegs nichf gerechtfertigt ist. Eine praktisch aller­dings selten vorkommenbe Ausnahme kann nur bann gelten, wenn durch die Berufsgenossenschaft

ist, in einem nicht zu verantwortenden Ausmaß, Andere kriegswichtige Arbeiten geraten dadurch m Gefahr, verzögert zu werben. Um einen geregelten Ablauf meiner kriegswichtigen Arbeiten sicherzu­stellen und um bie Entscheidung der mir bereits vorliegenden Anträge auf Ausnahme vom Lohnstop äu ermöglichen, weise ich auf folgende Regelung hin:

1. Anträge auf Lohn- und Gehaltserhöhungen werden in der Zeit vom 1. Februar 1943 bis 31. März 1943 nicht zur Bearbeitung angenommen. Betriebe, bie von mir eine allgemeine Ermächti­gung erhalten haben, auf Grunb deren sie in einem vorgegebenen Rahmen Lohn- und Gehaltserhöhun­gen selbständig durchführen können, dürfen während dieser Zeit von der Ermächtigung keinen Gebrauch machen. Von der Antragssperre ausgenommen sind Anträge auf Erteilung von Ausnahmegenehmigun­gen bei Neueinstellungen.

2. Für das Jahr 1943 werden Anträge auf Lohn- und Gehaltserhöhungen von Betrieben mit mehr als 20 Gefolgschaftsmitgkiebern grundsätzlich nur zum 1. April, 1. Juli und 1. August in Form vpn Sam» melanträgen entgegengenommen. Aus Einzelanträge, bie zu anderen Terminen ^gestellt werben, werbe ich nur in begründeten, ganz befonbers gelagerten Ausnahmefällen entscheiben.

Ich spreche schon heute bie Erwartung aus, baß nach Ablauf der Antragssperre alle Betriebsführer die an sie herangetragenen Forderungen und An­regungen auf Lohn- und Gehaltserhöhungen ge^ nauestens auf ihre Berechtigung prüfen und mich sa bei der schwierigen, aber kriegswichtigen und unver­meidlichen Aufgabe der Durchführung des Lohn­stops mjt allen Kräften unterstützen.

im Wege der Berufsfürsorge dem Verletzten eine Ausbildung ganz besonderer Art gewährt wurde, durch die ihm Einsatzmöglichkeiten eröffnet wurden, die er sonst nicht gehabt hätte, Die Herabsetzung von Unfallrenten kommt im übrigen nur in Betracht, wenn sich die durch den Unfall ober bie Berufs­krankheit H6rbeigeführte Minbevuna der Erwerbs­fähigkeit verringert. Folgen eines Unfalles werden sich fast immer in der ersten Zeit schwerer auswir- ken, als später. Solcke Rentenherabsetzungen er­folgen bann aber aus oen erwähnten Gründen und nicht deshalb, weil der Verletzte durch Fleiß und Fähigkeiten sich beruflich eine bessere Stellung \er* arbeitete.

Oie Werte in unseren Wohnungen.

Im Einvernehmen mit dem Reichskommissar für die Preisbildung und dem Reichsinnenminister hat der Reichsminister der Justiz bie Gerichtsvollzieher ermächtigt, Schätzungen von beweglichen Sachen aus Anlaß befürchteter ober eingetretenet Kriegs- schäben ober einer Umstellung vorzunehmen. Dabei sollen sich in der Regel auf die Schätzung von Hausrat und sonstigen Gegenständen des täglichen Bedarfs beschränken. Die Schätzung von Hausrat

Dach Deine Stromentnahme Nein, schränk Deine Deckenleuchten ein!

darf der Gerichtsvollzieher auch dann übernehmen, wenn sich darunter Äunftgegenftänbe oder antike Gegenstände befinden, deren Schätzung eine beson­dere Sachkunde erfordert. Dagegen muß der Ge­richtsvollzieher Aufträge, deren Ausführung in ihrem ganzen Umfang besondere Sachkunde voraus­setzt, z. B. von Sammlungen von Kunstgegenstän- oen, Münzen, Briefmarken usw. ablehnen. Die Schätzung muß so beschaffen sein, daß sie eine ge­eignete Grundlage für die Festsetzung einer Ent­schädigung bilden kann. Hierfür können z. B. wesentt lich sein bei Zimmereinrichtungen die Zahl unb Maße der Stücke, die Holzart, ungefähre Zeit her Herstellung, Erwerbspreis, bei Kleidungsstücken bas Material und der Verwendungszweck, ebenso bei Wäschestücken, bei antiken Gegenständen der Stil, das ungefähre Alter unb der Erwerbspreis, bei Kunstgegenständen der Name des Künstlers usw.

Bei Schätzungen vor Eintritt des Schabens wird der Zeitwert unb soweit angängig, der Wieberbe-i schaffungswert zur Zeit der Schätzung angegeben; Vielfach wirb sich auch die Angabe Der Voraussicht lichen Rsstlebensbauer empfehlen, z. B.:1 Sttaßeck- anzua, Zeitwert 50 RM., Wieberbeschaffungswert 150 RM., noch etwa ein Jahr tragbar." Bei Schät­zungen nach Eintritt des Schabens ist der Zeitwert bei Eintritt des Schadens, der unter Berücksichti­gung der Wertminderung verbliebene Wert unb der Wieberbeschaffungswert zur Zeit der Schätzung, möglichst auch noch die normale Lebensdauer, falls

,Dann ist es bestimmt Dr. Raucheisen!' dachte Axel ärgerlich, ,Wer weiß, was er wieder von mir will!' Aber sein Unmut verflog sofort, als er Ottos Stimme erkannte.

Nun, Otto, was gibt's denn Neues?"

Eine sehr merkwürdige Geschichte, Herr Holm: Heute kurz nach zehn Uhr erschien hier in der Villa ein Mann, der angeblich die Telephon­leitung prüfen wollte. Später, als er schon wieder fort war, entdeckte ich, daß er aus der Bibliothek Ihres Onkels ein Buch gestohlen hat! Unb das, ob­wohl ich chn kaum aus den Augen lieh!"

Das ist ja sehr sonderbar", murmelte Axel, während fein Hirn fieberhaft zu arbeiten begann.

3a, bas dachte ich auch, Herr Holm, und des» halb rief ich Sie an! Es hanbelt sich um ein in edjroeinsleber gebundenes Buch von Raimundus Lullus, bas den Titel trägt: ,Ars magna Lull? Da Telephonprüfer sich im allgemeinen nicht für derartige Bücher begeistern, muß wohl irgend etwas Besonderes dahinterstecken!"

Wie sah der Mann aus?" fragte Axel schnell.

Der Mann hatte ungefähr meine Große unb war etwa fünfunbzwanzig bis achtundzwanzig Jahre alt. Er trug einen blauen Monteuranzug unb eine blaue Schirmmütze, unb außerdem hatte er eine bunfle Hornbrille auf. Er war glattrasiert, unb ich glaube, daß er brünette Haare hatte."

Axel nickte ein paarmal vor sich hin; es schien fast, als ob sein Verdacht gegen Brand sich bewahrheiten solle, denn diese Beschreibung paßte ausgezeichnet auf ihn.

,^Haben Sie vielleicht zufällig gesehen, Otto, ob der Mann an der Stirn eine Beule hatte?"

Das kann ich nicht sagen, Herr Holm!" antwor­tete Otto zogebnd;er trug eine Schirmmütze, die er leider nicht einen Augenblick abgenommen hat."

5)5ren Sie, Otto, rufen Sie boch sofort Doktor Raucheisen an unb sagen Sie ihm ..."

Der Kommissar weiß es schon, Herr Holm, denn kurz nach dem Fortgang des angeblichen Telefon­arbeiters erschien der Kommissar hier bei mir. Na­

türlich hab' ich ihm die sonderbare Geschichte sofort erzählt."

Na, unb?" fragte Axel.Was sagte er?"

Hm eigentlich hat er überhaupt nichts darauf gejagt! Er machte sich nur einige Aufzeichnungen, unb nach wenigen Minuten ging er schon wieder."

Sagen Sie, Otto, würden Sie den Mann wie- berertennen?" fragte Axel in einem plötzlichen Ein­fall.

,Za, beftimmt, Herr Holm!"

Dann setzen Sie sich in meinen Wagen unb kom­men Sie sofort hierher nach Schloß Mönckeberg!" Axel beschrieb ihm ganz ausführlich, wie er fahren mußte.

Wann können Sie dort ab fahren, Otto?"

Der andere überlegte einen Augenblick.

Na, vielleicht in einer halben Stunde... Uebri- gens wie ist bas, Herr Holm: kann ich Fox mit­bringen? Das arme Tier hat solche Sehnsucht nach Ihnen, baß es bereits ausgesprochen melancholisch geworben ist und..."

Ausgezeichnet!" rief Axel, dem plötzlich wieder dasGespenst" ein fiel.Vielleicht ^ann Fox uns hier sogar sehr gute Dienste leisten! Bringen Sie ihn nur mit. Also in zwei Stunden erwarte ich Sie, Otto!"

*

Güstrow unb seine Tochter Jutta hatten beschlos­sen, an diesem Abenb es war ein Samstag zu Ehren ihrer Gäste ein kleines Gartenfest zu ver­anstalten: unb aus diesem Grunde sichren Jutta unb Dicherstädt nach dem Mittagessen hinüber nach Pots­dam, um einige Einkäufe zu machen.

Unterdessen hielt Güstrow sein Mittagsschläfchen, unb da Brand bie Arbeit in ber Bibliothek wieder aufgenommen hatte, waren Sigrid und Axel sich selbst überlassen. Sie waren nicht traurig darüber.

Sigrib schlug einen Spaziergang durch den Park vor, unb Axel, ber ohnehin oerjchiebenes mit Sigrib besprechen wollte, stimmte diesem Vorschlag mit großer Begeffterung zu.

Es war ein sehr warmer, sonniger Tag. Sigrid

trug ein helles, ärmelloses Sommerkleid, dessen Schlichtheit ihre jugendliche Anmut noch mehr yer- vorhob. ,

Während sie eine Weile schweigend auf dem Hauptweg des Parkes entlang schritten, stellte Axel heimliche Beobachtungen an; unb er fand, daß Si­grid nie so schon gewesen war wie gerade in diesem Augenblick, da sie mit glücklich glänzenden Augen uncherblickte unb in ihrer Wiederjehensfteube jedem einzelnen der alten Bäume vertraulich zuzunicken schien.

In einem Gefühl tiefer Rührung unb überströ­mender Zärtlichkeit blieb Axel plötzlich stehen und ergriff ihre Hand. Seine Blicke suchten die chren.

Sigrid, ich hätte eine Ditte!"

Ja?"

Wären Sie wohl bereit, Sigrid, mir eine

ja, eine kräftige Ohrfeige zu geben?"

Sie lachte laut und herzlich.

(Sins Ohrfeige ...? Herzlich gern, Axel, wenn Ihnen damit gedient ist! Aber bevor ich Ihnen der­art schlagende Beweise gebe, müßte ich doch erst einmal wissen, was denn überhaupt damit bewiesen werden soll!"

Axel räusperte sich.

Ich habe Ihnen ein großes Unrecht zugefüA Sigrid! Schon feit einigen Tagen lastet es mir schwer auf der Seele, daß ich bei meinem ersten Zusammentreffen mit dem Kommissar Raucheisen eine hm eine unschöne Bemerkung über Sie gemacht habe! Das war an jenem Morgen nach dem Tode meines Onkels, kurz bevor mir beide in ber Villa Beierfeld nach so langer Zeit wieder zu» fammentrafen."

Aber da kannten Sie mich boch kaum, Axel!^ sagte Sigrid erstaunt. Sie besaß eine seltene Groß­zügigkeit unb ausgesprochenes Gerechtigkeitsgefühl.

Ja, bas ist auch die einzige Entschulbigung, die' ich habe!" rief er erleichtert.Wenn ich Sie damals schon so gekannt hätte, wie ich Sie jetzt kenne, Si- grib, bann hätte ich auch niemals gewagt, eine solch« Bemerkung zu machen Fortsetzung folgtj