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Vorstöße und Llmfassungsversuche der Bolschewisten abgewiesen.

die Aufgabe der Präsidenten der Landesarbeits­ämter und der Leiter der Arbeitsämter darin be-

Oer Wehrmachrierichi.

DNB. Aus dem Aührerhauptquarkier, 4. Aebr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m westkaukasus. im Subangebiet und im Gebiet desunlerenDon wurden feind­liche Vorstöße, vereinzelt auch stärkere Angriffe, abgewiesen.

An der Donezfront griffen Panzerverbände eine vorn Gegner gebildete Vrückenkopfstellung an und rieben starke feindliche Kräfte auf. 46 Panzer­kampfwagen und 33 Geschütze wurden vernichtet oder erbeutet.

3n anhaltenden schweren Abwehr- und Be­wegungskämpfen gegen starke feindliche Verbände, denen weitere Verstärkungen zugeführt werden, wiesen die Truppen des Heeres, unterstützt durch starke Verbände der Luftwaffe, zwischen Don und oberem, Donez alle Umfassungsversuche ab.

Die Schlacht am Ladogasee, die nach Einsatz neuer feindlicher Kräfte wieder in voller Schärfe entbrannte, führte zu einem bedeutenden Abwehr­erfolg. Unsere Truppen konnten auf breiter Front mehrere schwere mit starker Artillerie- und Pan­zerunterstützung vorgetragene Angriffe unter hohen Verlusten für den Feind abweisen. Bereitstellungen zu weiteren Angriffen wurden durch zusammenge- fatztes Artilleriefeuer zerschlagen.

3m Monat 3 anuar wurden 832 Sowjet- flugzeuge vernichtet, davon 690 in Luft- kämpfen. 99 durch Flakartillerie der Luftwaffe. 22 durch Verbände des Heeres, die übrigen wurden am Boden zerstört.

3u Tunesien wurden erneute örtliche Angriffe des Feindes blutig abgewiefen. Deutsche Sturz­kampf- und schnelle Kampfflugzeuge setzten die Be­kämpfung der feindlichen Stellungen und Kolonnen fort und griffen Flugplätze des Feindes mit gutem Erfolg an. Bei drei eigenen Verlusten wurden in Luftkämpfen 14 feindliche Flugzeuge abgeschossen und neun weitere am Boden zerstört.

Tagesangriffe gemischter Verbände der britischen Luftwaffe gegen einige Orte des französischen Ka- nalgebieles verursachten zahlreiche Opfer an Toten und Verletzten unter den Bewohnern. Durch diese militärisch wirkungslosen Angriffe und durch Bom­benwürfe in der vergangenen Nacht auf das Stadt­gebiet von Hamburg hatte die Bevölkerung Ver­lusts. Vach den bisher vorliegenden Meldungen wur­den mindestens 28 britische Flugzeuge abgeschossen.

Vach einem Tagesangriff schneller deutscher Kampfflugzeuge gegen kriegswichtige Ziele in S üb­en gland bombardierte die Luftwaffe in der ver­gangenen Vacht Hafenanlagen in O st e n g l a n d.

3n den Abwehrkämpsen zwischen Kaukasus und Don hat sich das 57. Panzerkorps unter Führung des Generals der Panzertruppen Kirch­ner besonders ausgezeichnet.

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Englands Verrat an Europa.

Keine größere Freude, al« ein vollständiger Triumph der Sowjetunion-

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Australiens Gorge.

Schanghai, 4. Febr. (Europapreß.)Austra­lien ist in einen Kampf auf Leben und Tod Der« wickelt. Es ist deshalb ein Trugschluß, von kleinem Nationen wie Australien zu erwarten, daß fm einen Teil ihrer Streitkräfte auf andere Kriegs­schauplätze entsenden." Mit dieser Erklärung wen­det sich der australische Premierminister Curt in» gegen das von den Briten und Nordamerikaner» gerichtete Ansinnen, ihnen durch Entsendung voiß australischen Soldaten zu helfen. Die kleinen Na­tionen wie Australien seien nicht wie die großem Nationen in der Lage, zuerst für die Sicherunß ihres Heimatlandes zu sorgen und außerdem nodj über Streitkräfte für andere Kriegsschauplätze z>» verfügen. Mit einer Aenderung der Lage im Pa»

Zeitschriften.

In der letzten Nummer der Zeitschrift »J u np dem Volt" (Verlag Heinrich Hoffmann, findet man einen mit zahlreichen farbigen Wiedergabe» ausgestatteten Beitrag über Moritz von SchwnwS Aschenbrödel-Zyklus, den Albert Frank als eM Blüte der deutschen Romantik eingehend würdigt Schöne Dildbeigaben veranschaulichen Proben aus den Schätzen einer Münchner PrivatsammluM man begegnet hier unter vielem anderen verhalf nismätzig wenig bekannten Arbeiten von Schleich Grützner, Lenbach» Spitzweh Diez, DefteggN W* ßeibL

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sundheit und der Durchhaltekraft der Nation Rech­nung zu tragen und diese Kräfte nach den Ge­setzen der besten Oekonomie einzusetzen. Die Reichstreuhänder und Sondertreuhänder der Arbeit verpflichtete er, zum größten -Nutzen der schaffenden Menschen an ihre Aufgaben heranzu­gehen. Im Mittelpunkt aller Maßnahmen müsse eine L e i st u n g s st ei g e r u n g höchsten Aus­maßes stehen, die gerade im jetzigen Stadium des Krieges mit ausschlaggebend sei, den Sieg zu erringen.

Arbeiten für -en Sieg!

Beaverbrook die Frage vorlegen müssen, was an der heutigen politischen Führungsschicht Großbritan. niens verwerflicher ist: die dekadente Instinktlosig­keit, mit der die Lords und ihre plutokratischen Spießgesellen vor der drohenden Gefahr der bol­schewistischen Beltrevolution ihre Augen verschlie­ßen, oder die verbrecherische Verantwortungslosig­keit, mit der Churchill und sein Regierungsklüngel Europa dem Gewaltregiment der Moskauer GPU.- Anarchisten ausliefern zu können glaubt. Man irrt in London, wenn man hofft, ein Triuph der Sow­jetunion würde den Zerfall des britischen Impe­riums, wie er sich heute immer deutlicher abzeich­net, aufzuhalten vermögen. Niemand bezweifelt heute noch, daß ein Sieg des Bolschewismus an der Küste des Atlantik nicht Haltmachen würde. Mit Beaoerbrooks Erklärung hat sich England jeden Rechtes begeben, jemals wieder eine führende Rolle in einem neugeordneten und vom Alpdruck des Bolschewismus befreiten Europa zu spielen. Die -Völker des Abendlandes sind stärk genug, um ihr Schicksal aus eigener Kraft zu meistern. Sitz werden England, das nun Seite an Seite mit den USA. Europa den Schergen Stalins ausliefern möchte, die Antwort nicht schuldig bleiben.

Bei allen diesen Anordnungen geht es nicht allein darum, Arbeitskräfte in erweitertem Um­fange so schnell wie möglich bereitzustellen, sondern auch Einsparungen an Rohstoffen und Materialien ebenso wie an Räumlich­keiten und Gebäuden vorzunehmen. Es ge­nügt nicht, daß wir die Arbeitskräfte, die bisher noch nicht in einer kriegswichtigen Beschäftigung stehen, zum Einsatz bringen, sonder wir müssen, um einen noch nachhaltigeren und schnelleren kriegswirtschaftlichen Erfolg zu erreichen, auch ganze Betriebe und ganze Betriebs­zweige stillegen, soweit diese nicht kriegswirt- ichaftlichen Aufgaben dienen. Davon werden in er­ster Linie der Handel, insbesondere der Einzel­handel, das Handwerk, die Gaststättenbetriebe, aber auch die ganze Werbe- und Reisetätig­keit in der Wirtschaft betroffen werden. Jeder Betrieb beansprucht, wenn er ofsengehalten wird, zumeist in größerem Maße auch andere Dienstleistungen, so z. B. auf dem Gebiete des Post- und Speditionsverkehrs, der Raumreinigung, dem Verpackungsmaterial, dem Verbrauch an Kohle und Energie. Wenn demnach diese Betriebe geschlossen werden, so wirkt sich diese Maßnahme für die Kriegswirtschaft patentiert aus.

Von Handwerksbetrieben kommen bei weitem nicht sooiele in Frage wie beim Handel, da die Handwerksbetriebe zum großen Teil schon in die direkte Rüstungsproduktion eingeschaltet waren. Der Rationalisierungsprozeß, insbesondere i m Bankgewerbe, wird jetzt mit erhöhtem Tempo durchgesührt werden. Beim Dersicherungs- g e w e rb e kommen ihnere Rationalisierungsmaß- namen in Frage, aber auch eine Freisetzung von Arbeitskräften, namentlich bei den hauptberuflichen Versicherungsvertretern, bei den nebenberuflichen werden durch Werbebeschränkung Und andere Maß­nahmen weitere Kräfte frei. Bei Danken wie Ver­sicherungen wird aber berücksichtigt werden, daß . deren Arbeitsumfang während des Krieges erheb­lich gestiegen ist.

nun ist Erde darin. Ein paar Hände voll Erde aus den heimatlichen Garten. Der Sohn des Obersten, ein siebzehnjähriger Kriegsfreiwilliger, Halle die­sen Garten geliebt und gepflegt. Und dann ging er ins Feld. Am zwölften Tage seines Einsatzes muß er zum Nachbarbataillon eine Meldung brin­gen, eine wichtige, sehr wichtige Meldung. Auf dem Wege dorthin wird er schwer verwundet, abeij er läuft und kriecht und zieht und windet sich weiter. Dor dem Bataillonskommandeur steht er noch ein­mal auf, steht stramm, will die Meldung machen, bricht aber zusammen. Im Arme des Komman­deurs flüstert er ihm noch die wichtige Meldung zu. Mit dem letzten Tropfen seines Blutes. Und Dann ist er tot. Aber diese Meldung entschied den Sieg des Regiments.

Kühnheit macht sich immer belohnt!", sagt der Oberst. In Lemberg habe er fünf Stunden Aufent­halt, da wolle er dann auf den Heldenftiedhof gehen, wo sein Junge liege. Da will er die drei Hände Heimaterde über das Grab schütten und sie aus- einanderbreiten wie ein Decke, unter der sich's warm liegt. Vorläufig hat er die Erde noch in dem Kasten, wo tatsächlich das Schachspiel drin war. Der Junge habe so gern mit der Mutter Schach gespielt, habe den kleinen Kasten so oft in der Hand gehalten und die Figuren herausgenommen. Die Muller habe darauf bestanden, daß er die Erde in diesem Kästchen mitnehme. Ein Geschenk für einen tapferen Jungen. Niemals wird er alt* niemals wird er grau. Er bleibt eben immer jung.

Und dann sagt der Oberst nichts mehr. Er lächelt verlegen« indem er sich die Haare aus der Stirn streicht, vor sich hinsieht und dann, müde tuend, die Augen schließt.

Ich habe die Empfindung, als ob er sich schämt, daß er sich so tief hat in sein Herz hineinschauen lassen.

vor.

Ein unbequemes Interesse.

Stockholm, 5. Febr. (DNB.Funkspruch.) Die zahlreichen amerikanischen Kommissioi- n e n, die in den einzelnen Teilen des Empire aufr tauchen und das wachsende Interesse maßgebendek' USA.-Kreise an den Fragen des britischen Empires geben den Engländern immer mehr zu denken. Be« zeichnend ist eine Aeußerung Duff Coopers, er erklärte:Warum richten die Amerikaner ihre Aufmerksamkeit so ausschließlich auf das- britische Empire? Es gibt doch noch andere Kolonialreiche wie z. B. das belgische, das hollän­dische und das französische. Vielleicht könnten die Amerikaner ihr Interesse etwas weiter ausdehnen.. Ich war jedenfalls überrascht und entsetzt, als ich vor kurzem in einer Wochenschrift lesen mußte, dcu britische Empire gehöre bereits der Vergangenhe» an."

gar der Schnabel zu einem laut tremulierend« Klappern.

Wenn die Sonne scheint, stolziert Abu Markub auf der weiten Sandinsel zwischen Flamingos unh Kranichen umher, steifbeinig wie ein Storch in» Salat, aber bald steht er wieder in gewöhntet Starre. Aus dieser Ruhe stößt plötzlich der Schna­bel vor, zischt in den Fullereimer, und schon ist ehe Fisch gepackt. Ein zweiter Ruck, durch schüttelnde Kopfbewegung wird das Wasser links und rechts an den Schnabeltanten herausgeschlerckrert, das dis große Schöpfkelle mitgegriffen hat, während dec spitze Hornzapfen an der oberen Schnabelhälfte de» Fisch wie aufgespießt seschält. Dritter Ruck, Kori hoch, Schluckbewegung, neue Ruhe, die so plötzliH einsetzt, daß der Schnabel gar nicht mehr geschlossen wird, sondern klaffend offenbleibt. Im Seitenlichlt der Morgensonne leuchtet die rote Gaumenhöhle purpurn auf, und das Horngebilde erschien durch« aus transparent. Um den Eindruck des Absonder­lichen noch zu verstärken, spreizte sich der linke Flü« gel gleich einem Fächer schräg abwärts; und seit­dem vermute ich, daß mir unsere zukünftigen De« gegnungen noch manche neue Ueberrafchuna bringen können.

beiten, die für die Kriegswirtschaft nicht notwendig sind, oder die nicht dem lebenswichtigen Bedarf der Bevölkerung, vor allem bei Reparaturen, dienen, werden eingestellt (z. B. Juweliere, Gold- und Sil­berschmiede, Plisseebrenner, Schneiderateliers mit besonders hohem Aufwand). Gegebenenfalls wird nur der nicht kriegswichtige Teil eines Handwerks­betriebes stillgelegt. Es können auch mehrere Be­triebe zusammengelegt werden. Für die stillgelegten Betriebe gelten die für solche Fälle bereits bestehen­den Anordnungen, vor allem über die Gemeinschafts- Hilfe. Die gewerblichen Berechtigungen werden durch die Stillegung nicht beeinträchtigt. In der Hand­werksrolle u. a. wird nur das Ruhen des Betriebes vermerkt.

3. Alle Betriebe des Gaststätten - und Beherbergungsgewerbes, die für die Kriegswirtschaft oder die Versorgung der Bevölke­rung nicht unbedingt erforderlich sind, werden still­gelegt. So. werden u. a. geschlossen: alle Vergnü­gungs-Nachtlokale und Bars und Gaststätten mit be­sonders hohem Aufwand usw. Bei allen übrigen Gaststätten wird eine Ueberprüfung vorgenommen, aber dafür gesorgt, daß der für die kriegsnotwen­dige Versorgung notwendige Töil erhalten bleibt. Auch Beherbergungsbetriebe sowie mit ihnen ver­bundene Gaststätten kommen für die Schließung grundsätzlich nicht in Betracht, da sie vor allem für krie«wichtige Reisen, Aufgaben der Wehnmacht, Kinderlandverschickung usw. zur Verfügung stehen müssen. Den Inhabern der geschlossenen Betriebe bleibt die Berechtigung zur Ausübung des Gewerbes für die Zeit nach dem Kriege erhalten. EnLschadi- gungen werden von der Reichsgruppe Fremdenver­kehr festgesetzt.

Eine Ausnahme von allen diesen Bestimmungen gibt es grundsätzlich überhaupt nicht. Denkbar wäre sie nur bann, wenn in einem besonderen Einzelfall dem Ziel der Aktion, Arbeitskräfte, Energie und Material für kriegswichtige Aufgaben frei zu machen, weder unmittelbar noch mittelbar gedient würde. Soweit es die Erreichung des entscheidenden Zieles gestattet, werden die Interessen der Soldaten der Front besonders berücksichtigt. Die angeordneten Maßnahmen werden mit großer Beschleunigung durch geführt, so daß die ganze Aktion bereits am 15. Märzabgeschlosfen fein wird. Bei dem Bank- und V e r s i ch e r un g s g e w e r b e werden die bereits vor längerer Zeit in Angriff genommenen Rationalisierungsmaßnahmen gemäß einer Anordnung des Reichswirtschaftsministers nunmehr verschärft durchgefuhrt, um auch auf diesem Wirtschaftssektor beschleunigt zur Freistellung von Arbeitskräften und zur Einsparung von Geschäftsräume» und Material zu kommen.

Wichtige Erläuterungen.

Besuch bei Abu Markub.

Von Paul Erpper.

Geradezu vorsintflutlich sieht jener Reiherstorch aus, den Alfred Brehm als einen der absonder­lichsten Vögel Afrikas und einen der eigenartigsten des ganzen Erdballs bezeichnet. Doch es besteht alücklicherweise noch keine Gefahr, daß sein Ge­schlecht ausstirbt auf dieser Welt; Arthur Berger, der verdienstvolle deutsche Afrikaforscher, meint, man könne bei uns zu Land auf einer Sommer­reise wahrscheinlich wenigerKlapperstörche" sehen, als er Schuhschnäbel auf seinen Nilfahrten zu Ge­sicht bekommen habe.

Von der Wissenschaft verhältnismäßig spät 1849 entdeckt und als Balaeniceps, derWal­köpfige", bezeichnet, wurde dieser Vogel durch Bengt Bergs Buch und Film unter seinem arabischen Namen Abu Markub (Vater des Schuhes) uns allen wohlbekannt. Nun beherbergt der Berliner Zoo einen lebendigen Schuhschnabel. Er hatte zuerst noch einen bräunlichen Ton auf seinem Gefieder, ver­färbte sich aber zu schönem Graublau, während der hornige Schnabel bunte Marmorflecke aufweist. Vom Hinterschädel ragt keck und witzig eine Art Harsckopf empor, lustiger Kontrast zu den starren, schwefelgelb lodernden Augen, über die rhythmisch eine weiße Nickhaut huscht.

Flüchtige Beobachter könnten meinen, solche Vö­gel seien langweilige Gesellen. Aber man muß sich eben Zeit lassen, um in die Eigenart von Tieren emzudringen, es lohnt sich auch beim Abu Markub. Er steht zwar noch immer reglos auf feinen hohen Beinen; doch fein Kopf dreht sich in kleinen Rucken nach links und rechts; plötzlich wird das Schnabel­monstrum schier senkrecht aufgerichtet, damit die Augen jene Fliege weiter verfolgen können, die an der Wand emporläuft. Wenn schon solch eine starke Bewegung gemacht worden ist, entschließt sich

Oer Baier.

Von Max Jungmckel.

Auf der Fahrt nach dem Osten treffe ich einen Obersten, der, nachkurzem Urlaub, wieder zu seinem Regiment fährt. Man sieht es dem Gesichte dieses Soldaten an, daß große, schwere Erlebnisse in ihm Bild geworden sind. Es ist hart und grau. Gelb- ' liche dünne Lider, von zahllosen blauen Aederchen überspannen, scheinen die blauflammenden Augen zu begraben. Die Runzeln auf der Stirn wie ge­hacktes Eisen. Der Krieg sitzt ihm im Blute, hat ihn gemeißelt, während er ihn meisterte. Das Rit­terkreuz an seinem Halse schimmert kühl. Da, auf dem ledernen Kinnriemen am Stahlhelm zeigen sich Spuren, wie hineingebissen. Das war vor vier Wochen, als er vor Rschew, in einem verschlammten Erdloch lag und wartete, überdonnert von bolsche­wistischen Granaten. Während dieses Wartens lag er im Schatten des Todes, hatte den Stahlhelm ins Genick geschoben und kaute auf dem Kinnriemen herum. Ein Mensch, im heißen Feuer vieler Schlack), ten geschmiedet, ist dieser Oberst. Ein Jmmergewapp, neter, der manchmal kurz auflacht, und von dem man glaubt, daß er fein Herz eingeschreint hat.

Aber da spricht er von einem Artilleristen, der aus der Protzenstellung heraus in ein Kleefeld ritt, hoch zu Roß, mit geschulterter Sense, die im Lichte aufblitzte. Aus dem Munde heraus baumelte ihm eine Kleeblüte. Die Hemdsärmel hatte er hochge­strichen. Wie einer, der aus der Apokalypse heraus­galoppiert, so habe der Mann ausgesehen. Und das alles im Antlitz des Todes. Als das der Oberst er­zählt, da ist's, als ob aus den glühenden Donner- farben des Krieges eine Lerche aufsteigt und singt.

Auf sein Gepäck hat er einen kleinen Kasten ge­bunden. Offenbar ist ein Schachspiel darin. Ja, es hat wirklich einmal Schachfiguren beherbergt, aber,

unerbittlichen Entschluß abbrinsen, Sen BoNK-wI,, MUS und das Judentum zu vernichten Dafür gibt es nur eines: Arbeiten und wieder arbeiten, schäften und denken für den Sieg. Keine Stunde darf ver- säumt werden. Die Pflicht ist heute alles. In diesem Jahre werden die Kämpfenden gewogen; siegen wird, wer den stärksten und rucksicht^osesten Ein^ aufbringt. Das wird uns allen Richtschnur tut unsere Haltung fein."

Weitere Intensivierung der kriegswirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Rumänien.

Berlin, 4. Februar. (DNB.) In Berlin hat eine gemeinsame Tagung des deutschen und des rumänischen Regierungsausschusses für die deutsch- rumänischen Wirtschaftsbeziehungen stattgefunden, während der in Durchführung der anläßlich des letzten Besuches des Marschalls Antynescu und des stellvertretenden rumänischen Ministerpräsident ten Mihai Antonescu im Führerhauptguar- tier getroffenen grundsätzlichen Abmachungen das Programm für den Waren- und Zahlungsverkehr zwischen Deuftchland und Rumänien bis zum 30. September 1943 festgelegt worden ist. In diesem Programm ist eine weitere Intensivie­rung der kriegswirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern vorgesehen. Die ge­troffenen Vereinbarungen wurden gestern vom Ge­sandten Clodius für Deutschland und vom Vor­sitzenden des rumänischen Regierungsckusschusses Razmirita für Rumänien unterzeichnet.

Oie LIGA, wollen -en afrikanischen Naub behalten»

Den Franzosen gehen die Augen auf.

Vichy, 4. Febr. (Europavreß.) In einem Kom» tnuniquS der französischen Regierung wird die ge< meinsams Erklärung des Präsidenten Roosevelt und des brasilianischen Staatspräsidenten Dargat über ihre Begegnung in Natal scharf verurteilt. Sie befinde sich im Widerspruch zu alleft Versicherungen, die bisher in Washington hinsichtlich der nordamerikanischen Absichten gegen* über Französisch-Afrika abgegeben worden feien. Roosevelt und Vargas hatten erklärt:In Zukunft und für immer dürfe die Westküste Afrikas mit Dakar niemals mehr eine Gefahr bes Blockade ober der Invasion für die beiden AmerL fas bilden" Die beiden Präsidenten hatten außer­dem erklärt, daß ihnen die Begegnung in Nato! Gelegenheit gegeben habe, die künftige Sicherheit der beiden amerikanischen Kontinente vorzubereiten. In dem ftanzösischen Kommunique wird betont, eine solche Feststellung schließe tatsächlich den Willen der Nordamerikaner ein, sich dauernd in dey französischen Besitzungen an der Westküste Afrikas : einzunisten. Der Verrat der Franzosen, die sich in ' Französisch-Nord- und Westafrika den nordameri» 1 konischen Behörden zur Verfügung gestellt hätten, erscheine im Bewußtsein einer derartigen nord» ; amerikanischen Erklärung schamloser als jemals zu»

Höchste Leistungssteigerung.

Die Aufgaben der ArbeitsverwaLtung.

Weimar, 4. Febr. (DNB.) Der Generalbe- vollmächtigte für den Arbeitseinsatz, Gauleiter Sauckel, hatte die Präsidenten der Landesar­beitsämter zu einer Besprechung über aktuelle Probleme des Arbeitseinsatzes eingeladen. Mini­ster iaRürigent Dr. Timm behandelte die Durch­führung der Meldevflicht für Männer und Frauen für die Aufgaben Der Reichs Verteidigung^ Ministe­rialrat Dr. Letsch sprach über die meiere Akti­vierung des Ostarbeitereinsatzes und gab Richt­linien für den Arbeitseinsatz im Bergbau, in ber Bauwirtschaft, im Verkehr und sonstigen w-ichttgen Zweigen der gewerblichen Wirtschaft. Ministerialrat Dr. Hildebrandt erläuterte den Arbeitseinsatz und die Möglichkeiten zur Leistungssteigerung in der Rüstungswirtschaft, insbesondere den verstärkten Einsatz von Arbettskräften aus den besetzten West­gebieten. Oberregierungsrat Kästner behandelte die Versorgung der Landwirtschaft mit Arbeitskräf­ten. Gauleiter Sauckel unterstrich sehr stark, daß

Stockholm, 4. Febr. (DNB.) Nachdem gerade eben erst der bekannte amerikaniscbe Journalist Constantine Brown in der USA.-ZeitungWa­shington Star" unter Bezugnahme auf Äußerun­gen maßgebender Washingtoner Kreise die These vertreten hat, daß eine Sowjetherrschaft über Europa alsdie beste Nachkriegslösung" der euro- päischen Probleme bezeichnet werden müsse, stellt Lord Beaverbrook, der ehemalige britische Versorgungsminister, fest, daß es in England nur einige wenige Narren gäbe, die glaubten, daß ein Sieg der Bolschewisten eine Gefahr für das britische Weltreich bedeuten könnte. Das englische Impe­rium sei von einer solchen Gefahr weit entfernt. Wir könnten uns", so erklärt Beaverbrook,keinen Sieg vorstellen, der uns mehr Glück, größere Freude und einen besseren Trost bringen würde, als ein vollständiger Triumph der Sowjet­union in Europa, und zwar sobald als mtzHlich."

*

Wer die Geschichte des Bolschewismus kennt und wie die meisten europäischen Völker seinen bluti­gen Terror in seinem eigenen Lande miterlebte, wird sich im Hinblick auf die Hoffnungen eines englischen Politikers vom Schlage des Herrn

Braunschweig, 4. Febr. (DNB^) Reichsorga­nisationsleiter Dr. Ley sprach im Gau Süd-Han- nover-Braunschweig, wahrend 'die Meldung über das Ende des Heldenkampfes in Stalingrad bekannt- gegeben wurde, in einem Betrieb mit besonders wichtiger Waffenfertigung. Die Gefolgschaft stellte dem Reichsorganisationsleiter unter dem Eindruck der Nachricht einen bedeutenden Geldbetrag von der Wochenlcchnsumme für die Wehrmacht zur Ver­fügung. Andere Betriebsgemeinschaften beschlossen, trotz der bisher schon außerordentlichen Leistungen ihre Arbeitszeit weiter zu verlängern und weitere

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stehe, unserer gesamten Kriegswirtschaft, die geeig- Sonntagsschichten einzuleaen.Der menschliche neten Arbeitskräfte in größtem Ausmaß zuzufüh-, Wille ist größer als das Schicksal", sagte Dr. Ley. ren, alle Reserven hierfür total auszuschöpfen, da-Wenn das Schicksal uns schlägt, schlagen wir dop- bei ober auch den Gesetzen des Krieges, der Ge-I pelt und dreifach zurück. Nichts kann uns von dem

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