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(93. Jahrgang Nr. 30 ttn.ajetni a> nutze, Sonntnas und feiertags Seilnnen ?

Gretzener »>amilienblätter Heimat imVild-DieScholle BezunsvreiSr

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General-Anzeiger für Oberhessen S*fei^^9$*iltN»eT9kflee

/y W* d 8rektag, 5. Februar (9^3

Gietzener Anzeiger

Lch will!

Ein Krieg wie Liefer wird von den Völkern in hrer Gesamtheit geführt, und die Gesamtheit un­sres Volkes nicht nur der Soldat und der poli- ische Kämpfer muß deshalb den leidenschaftlichen vnb unbedingten Willen zur äußersten Äampsbe- eitschaft, zur. höchsten Kriegsleistung aufbringen.

Entscheidend dabei ist. Laß sich dein Wollen zur 'at wandelt, daß Lu dir selbst den Weg zum Können öffnest, in dem du alles Nebensächliche zu- ückstellst' und daß du bewußt zum Mitträger des roßen Schicksalskampfes wirst. Denke dabei irn- ler an jenes Wort, das uns allen in dieser Kampf- nd Notzeit aerade im Alltag mahnend vor der Seele stehen soll:

Ich will! Das Wort ist mächtig, Spricht's einer ernst und still. Die Sterne holt's vom Himmel. Dies eine Wort: Ich will!

Laß diesen sternengreifenden Willen auch in dir .bendig werden, und Lu kannst Großes leisten für ie kämpfende Front, für die ringende Heimat, für (les, was dir gut, heilig und lebenswert erscheint. Sag es dir immer wieder und begreife es ganz: ie wollen das deutsche Volk auslöschen, sie mol« -n Europa dem Bolschewismus preisgeben, sie

wollen die Welt in Sklavenmärkfe einteilen, aus denen sie dann unermeßliche Profite pressen kön­nen. Wir aber wollen nur Las eine: den infamen Anschlag dieser Friedensbrecher zunichte machen, damit uns und unseren Kindern eine Zukunft des Friedens, der Arbeit und des Sozialismus ge­sichert bleibt. Wenn jeder von uns mit allen Kräf­ten, mit aller Leidenschaft und Hingabe, mit aller Bereitschaft zum Opfer dem Heldentum der Front nacheifert, wenn jeder sich einreiht in ksie kampfent­schlossene Phalanx aller deutschen Männer und Frauen, die ihr Wollen und Können in der tiefen. Liebe zum eigenen Volk, im erbitterten Haß gegen alle Feinde zusammenschweißt, dann hat unser Volk den Ruf des Schicksals verstanden, wird es der Front wahrhaft Helfer sein und den Sieg gegen alle Widerstände und gegen jede Uebermacht er­ringen.

Der lokale Krieg ist unerbittlich. Er fordert von Alarm und Frau das Aeuherste, er wendet sich nicht nur gegen den Mann, sondern auch gegen die Frau, die ihre Kinder bedroht, ihren Gatten gefähr­det sieht. Sie ist es, die unermeßlich seelische Stärke für die Geschlossenheit des Volkes zu betätigen hat.

Ludendorff:Der totale Krieg.-

Die letzten Kampftage in Stalingrad.

Seneral und Grenadier Schulter an Schulter bis zum Tode getreu, - Oie letzte Meldung General Streckers.

Berlin, 4. Febr. (DNB.) Der heroische Kampf Stalingrad, der nun zum Abschluß gekommen ist, urde in der zweiten Januarhälfte immer schwerer ib erbitterter. Nur kurze Funkmeldungen rbanden noch die Verteidiger mit der Außenwelt, art und klar waren ihre Worte. Es war dfe pradje von Männern mit ehernen Herzen, deren Desmutiger Wille weder monatelanger härtester impf und Entbehrungen noch die Uebermacht des -indes brechen konnten. Auf engstem Raum zu- I mmengedrängt, fünfte die 6. Armee:Hißten die ikenkreuzfahne auf höchstem Haus der inneren adt. Führen unter diesem Zeichen den letzten impf." Von diesem Augenblick wehte das Banner ich über den ragenden Trümmern des GPU.-Ge- udes. Ummettert vom Feuer zahlloser Batterien, ; i'fetzt von den Splittern der einschlagenden Bom- n war sie das Symbol der unsterblichen Helden i n Stalingrad.

Als die Front südlich derZaritza unter dem | üblichen Mafsensturm ins Wanken kam, kämpften

Generale Pfeffer, von Hartmann ilid Stempel mit Oberst Crorne und einer ndvoll beherzter Manner, auf der Dammkrone Hhend, gegen den immex heftiger werdenden An- sljrm der Feiyde. Am 27. Januar stürzen die Bol- Mwisten erneut mit Massen von Panzern und Luppen heran. Aber noch erreichen sie nichts. Nur bi e Verbindung zum Traktorenwerk rsißt ab. Die Munition wird immer knapper. In bl* Nacht lösen frische Massen die zerschlagenen sindlichen Verbände ab, und im Morgengrauen bisinnt abermals der Ansturm der Bolschewisten, «um hat die letzte Kugel ihren Lauf verlassen, sind lion die Männer der Zaritzafront mit der blanken Riffe zwischen dem Feind. Tatkräftige Offiziere n fen die Versprengten zusammen, schließen die ipnt und vernichten im eigenen Vorstoß mehrere Rmzer. -

Die Bolschewisten drucken nach Norden. Die Eiche Kampfgruppe igelt sich ein, schlägt zurück.

Wiederum muß der Feind zu Boden, doch am Mor­gen des 29. Januar bricht er erneut gegen d i e Südgruppe zum Angriff vor. Schulter an Schulter stehen Generale und Grenadiere, Deutsche, Rumänen und Kroaten, Panzermänner, Pioniere, Artilleristen und Flakkanoniere, Schreiber, Fahrer und Bodenpersonal im erbitterten Nahkampf. Das Generalkommando des 14. Panzer­korps wird in vorderster Linie von der Uebermacht zerschlagen. Aber immer noch wird die Front gegen den Ansturm von Westen und Süden mit den letzten Kräften, den letzten Granaten, den letzten Patronen gehalten.

Am folgenden Tag verdoppelt der Feind feine Anstrengungen. Jeder der Verteidiger" kämpft bis zum letzten. Schließlich halten nur noch einige Ar­tilleristen ihren Igel im Umkreis von 30 0 Meter um das GPU.-Gebäude, auf dem das HafenkLeuzbanner immer noch weht, zufom- men mit ihrem Oberbefehlshaber und feinem Stab. Die Gruppe funkt:Hörten im Bunker die Füh­rerproklamation. Erhoben vielleicht zum letzten Male bei den Nationalhymnen die Hand zum Deutschen Gruß." Draußen aber tobt der Kampf weiter. Dem letzten Befehl des Generalfeldmar- fchalls:Alles zerstören!" folgen rasche Explosio­nen, in denen das Hochhaus und mit ihm die Fahne zusammensinken.

Der Feind greift jetzt, im Norden an, bringt vor und wird zurückgeschlagen. Die Verluste sind schwer und die Munition der schweren Waffen ist verschossen. Aber die Männer holten aus. Ihr unbeugsamer Wille hält sie noch am 1. Fe­bruar aufrecht. Ihr letzter Funkspruch am 2.2. enthüllt noch einmal die ganze Größe ihres unvergänglichen Soldatentums:Im schwersten Kampf haben wir bis zum letzten Mann unsere Pflicht getan. Es lebe der Führer, es lebe Deutschland!" Dos ist die letzte Meldung des Generals der Infanterie Strecker und feiner Männer.

Schwere Abwehrkämpse.

Sendboten der Heimat in Lappland.

Von Stellv. Gauleiter Karl Linder.

NSG. Dichter und lichter Urwald mit Kiefern, Fichten und Tannen, Oede mit Gestrüpp und Moos, Sumpf, Moor und Fels, das ist das immer gleich- bleibende Bild der norLfinnischen Landschaft, die mit Schnee und Eis Überdeckt, sich dem Auge des Beschauers bietet. Je mehr man sich der Front in Lappland nähert, um so dünner werden die mensch­lichen Ansiedlungen. An der sowjetischen Grenze und in dem Gebiet, das im sowjetisch-finnischen Winterkrieg von den Bolschewisten besetzt wurde, gibt es gar nichts mehr. Zerstörte und verbrannte Reste von Häusern, von denen da und hier der hochaufgerichtete Schornstein erzählt, zeugen von den damaligen harten Kämpfen um diesen Boden. Die wenigen Bewohner sind entweder rechtzeitig geflohen ober von den Bolschewisten ermordet wor­den. So entstand ein viele Kilometer tiefer Ge­ländestreifen, der kein menschliches Lebewesen mehr kannte. Ab und zu erblickt das Auge eine Anzahl Renntiere, während die Jagd auf Äuer- und Birk­hähne lohnend wäre. Vereinzelt wechselt der stolze Elch, und im Gehölz findet man die Spuren eines Bären. Obwohl Flachland, ist das Gelände durch bewaldete Erhebungen sowie Baum- und Busch- gnippen völlig unübersichtlich und im Urwald vor allem unwegsam. Ohne Schneeschuhe ist jede Be­wegung fast unmöglich.

Es ist auf Grund dieser uns so fremden Verhält­nisse und Schwierigkeiten einleuchtend, daß hier ein Krieg ganz anderer Art geführt wer­den muß als an anderen Fronten. Große Operatio­nen konnten nur an den wenigen OstWest-Straßen entlang zur Entwicklung kommen. Hier herrscht der Krieg der kleinen Gruppen. Einsam und ganz auf sich selbst angewiesen, ohne die Hoff­nung, schnelle Hilfe erwarten zu können, liegen die einzelnen Stellungen und Stützpunkte, zwischen denen sich unübersichllich weite Streifen dehnen, einige Kilometer auseinandergezogen. In diesen Zwischenräumen und Flanken unserer Stellungen spielen sich die Spähtruppunternehmungen ab. Die Bolschewisten versuchten stets aufs neue, unsere Stel­lungen zu umgehen, in das rückwärtige Gebiet durchzustoßen und die Nachschubwege zu zerstören. -Wo sie auch anrennen, erhalten sie jedoch blutige Köpfe. Aber man vermag sich nur schwer vorzu- stellen, welche Entschlußkraft und welcher Mut von dem Führer einer so verlassen daliegenden Feld­wache und feinen Männern aufgebracht werden müssen, um diese Versuche der Sowjets zu vereiteln. Schwere Waffen können meist nicht herangebracht werden. Da geht es oft hart auf hart. Und doch ist es gelungen, nicht nur das gesamte finnische Gebiet .zu befreien, sondern weit über die sowjetischen Grenzen hinaus vorzustoßen. Und nun find d i e festen Stellungen bezogen. Sie werden gehalten, darüber besteht kein Zweifel.

In Liefen, an jeden 'einzelnen Mann körperliche und geistige Anforderungen stellenden Kämpfen eines richtigen Kleinkrieges zeigt sich die Ueberle- genheit des deutfchen Soldaten in unerhörtem Maße. Es ist keine Phrase, von einem Heldenmut unserer tapferen Kameraden, der geradezu bei­spiellos ist, zu sprechen. So bürgt der deutsche Lapplandsoldat an der Seite feiner finnischen Kameraden dafür, daß der Norden Europas von dem bolschewistischen Ansturm bewahrt bleibt.

2000 Kilometer von der Heimat entfernt, steht nun Monate und Jahre der deutsche Soldat an

dieser Front, abgeschnitten von allem, was das Le­ben an Schönheiten bieten könnte, und feierte da auch feine Weihnachten. Ihm die Heimat näher zu bringen, ist eine Ehrenpflicht. Was auf dem Ge­biet der geistigen und materiellen Truppenbetreu- ung technisch nur möglich ist, geschieht in größtem Umfange. \Um aber auch eine unmittelbare Ver­bindung zur Heimat einzuschalten, sind auf Ver­anlassung von Reichskommissar Terbooen eine Anzahl Politische Leiter aus dem Reich-in die vorgeschobenen Stellungen Norwe­gens und der finnischen Front entsandt worden, die die Aufgabe haben, a t s Sendboten der Heimat deren Grüße zu überbringen und Wünsche und Sorgen unserer Frontkameraden ent­gegenzunehmen, die in der Heimat erfüllt ober ab­gestellt werden können. Es ist fast rührend, mit welch wahrer, aufrichtiger Freude wir, die wir die­sen Ehrenauftrag von der Partei erhielten, Auf­nahme gefunden haben, und wie schnell es gelang, im Gespräch mit dem einzelnen Mann im Erd­bunker den Kontakt zwischen Front und Heimat herzustellen. Die braune Uniform war es, die diese Brücke schlug.

Wenn ich dann in der Unterkunft oder im Erd­loch des vordersten Grabens bei spärlichem Carbid-- oder Kerzenlicht mitten unter den Soldaten saß, da stürzten die Fragen hur so auf mich ein. Im­mer wieder wollten sie von der Heimat, der so roeit entfernten, hören. Da erzählte ich von der un­ermüdlichen Arbeit des deutschen Bauern und vor allem der nun alleinstehenden Bäuerin, denen in erster Linie die Sicherung unserer Ernährung zu Lanken fei, erzählte von dem deutschen Arbeiter, der in hartem Schaffen fein anderes Ziel kenne, als der Front das zu geben, was diese zur Erreichung des Sieges brauche, erzählte von der Aufgabe der Partei, mit unendlicher Geduld und Mühe die deut­schen Menschen immer enger zu einer großen Ge­meinschaft zusammenzuschließen. Ich.sprach von der ^Betreuung der Frauen und Mütter, der Sorge um die Kinder und nicht zuletzt von der vorbildlichen Haltung der Bevölkerung in den luftgefährdeten Gebieten, die sich der kämpfenden Front wahrlich würdig erweist.

Und während der enge Kreis um mich herum meinen Worten lauschte, da vergaßen diese durch den Krieg hart gewordenen Gesichter für wenige Minuten die trostlose Finsternis, die draußen den schneebedeckten Wald überschattete, da vergaßen sie die Härte des Kampfes, den sie vielleicht in der nächsten Stunde wieder bestehen mußten und ver­standen in solchem Gedenken an die Heimat den Sinp des Schicksals, das den Soldaten berufen hat, für diese Heimat und das deutsche Volk seine ganze Kraft und fein junges Leben einzufetzen. Das herr­lichste Erleben war die unbegrenzte Zu- v erficht, die aus allen Herzen sichtbar strahlte und sich mit, fester Gewißheit zu einem unerschütter­lichen Glauben an den Führer und1 unseren Sieg verband. Generaloberst Dietl hat wahrhaft tref­fende Worte gefunden, als er mir bei meinem Be­such in herzerfrischender Begeisterung sagte:Meine Soldaten sind einfach prima!" Die Heimat kann mit Stolz auf ihre Söhne schauen. Kein Opfer darf ihr zu groß sein, um unseren tapferen Soldaten den Dank dafür abzustatten, daß die Grausamkeit des Krieges weitab von den deutschen Grenzen geblie­ben ist.

Hur noch kriegswichtige Betriebe in Handel und Handwerk.

^Berlin, 4. Febr. (DNB.) Im Westkaukafus PM im Küstengebiet verstärkten die Bolfche- '! taten ihren Druck gegen die deutschen Linien. Sie Irrten an den beiden letzten Tagen zahlreiche ' fyjere Angriffe in Bataillons- bis Regimentsftärke, : w aber meist schon im Sperrfeuer der schweren Rcffen liegenblieben. Besonders hart wurde an den Hergängen mehrerer vereister Wasserläufe im V. b e n und Osten von Krasnodar ge- \ faipft, ohne daß sich der Feind, der feine Stoß- - twpen mit Panzern und Schlachtflugzeugen unter- We, gegen den hartnäckigen Widerstand unserer tappen durchsetzen konnte. Geringe Geländevor- tii;, die den Bolschewisten sehr schwere Verluste - Lastet hatten, konnte der Feind vor unseren Ge- Lrntößen nicht hallen, sondern mußte wieder zurück. \ ^uch zwischen Kaukasus und Don haben ^re Truppen, fortgesetzt gegen überlegenen Feind jlnpfenö, alle Schwierigkeiten des verschlammten vereisten Geländes überwunden. Bei Nachhut- Ksichten zersprengten leichte Flakabteilungen zwei IpDJ elische Kavalleriedivisionen und sicherten da- *i) die Bewegungen der Heeresoerbände.

..2 m Don und unteren Donez fanden nur che Kämpfe statt. AnderNordfrontdes l^nezbogens griff dagegen der Feind mehrfach pt erheblichen Kräften an. In energischen Gegen- aT"iffen wiesen unsere Truppen alle Vorstöße ab R warfen die Bolschewisien aus zwei Ortschaften BtJer hinaus. Weitere Gegenstöße richteten sich M v einen Höhenzug, aus dem die Sowjets durch Waffung der Flanke herausgedrückt und schließlich ®pjd)tet wurden. Der Feind hatte empfindliche Rtafäüe, besonders an schweren Waffen. Eine im «rgebiet ^eingesetzte Panzerdivision hat seit dem iWrzember bisher allein über 700 sowjetische Pan- "y Zernichtet.

jHtei Angriffen der Luftwaffe zur Enllastung der .lMresverbande vernichteten Kampf- und Sturz- ktznIfflugzeuge rund 250 Fahrzeuge und rieben sichrere Marschkolonnen mit Bomben und Bord­eten auf. Der aus Lollar stammende Mltter- puiträger Oberleutnant Nordmann flog dabei

feinen 700. Stukaangriff. Jagdstaffeln brachten im Süden der Ostfront 31 Flugzeuge zum Absturz.

Ein mahnender Appell.

Oslo, 4. Febr. (Europapreß.)Fritt Folk" er­klärt:Stalingrad ist auch für das norwegische Volk ein mahnender Appell. Den Einfatz, der jetzt von uns verlangt wird, schulden wir denen, die für uns gelitten und für uns Blut und Leben geopfert haben."Astonposten" stellt fest:Geht Europa zugrunde, so gehen wir mit unter. Das Schicksal Europas ist auch unser Schicksal. Wie Europas junge Soldaten den Helm fester binden, zusam- mengeschweißt zu einer unzerreißbaren Einheit voll fanatischen Siegeswillens, rft es nun an der Zeit, daß wir Norweger aufhören, zu schwätzen und erkennen, daß ber, Kampf Europas unser Kampf ist und unser Kampf der Europas."

Europa neigt sich in Dankbarkeit.

Paris, 5. Febr. (Europapreß.)Alle ehema­ligen Frontkämpfer, welcher Nation und welcher Partei sie auch angehören mögen, werden sich vor diesem geschichtlich gewordenen Opfer verneigen", lagt das Pariser BlotfNouveaux Temps" zu dem Kampf der deutschen und verbündeten Soldaten in Stalingrad.Diesen Helden schuldet Europa seine Anerkennung und seine Bewunderung." Der Petit Parisien" schreibt:Diese militärische Hel­dentat, die sich den schönsten Waffentaten aus der Zeit der Antike würdig an die Seite stellt, verpflich­tet sowohl Frankreich wie Europa zu ernstem Nachdenken. Alle die, die heute im Frieden leben, geschützt vor den Schrecken des Bolschewismus, müssen sich in Dankbarkeit vor diesen Helden ver­neigen." DerMatin" schreibt:Europa muß de­nen dankbar fein, die feinen Schutz mit dem Tod besiegelt haben."

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Berlin, 4. Febr. (DNB.) Die Forderungen des totalen Krieges stellen das deutsche Volk vor Aus­gaben, von deren Meisterung die Herbeiführung eines baldigen siegreichen Kriegsendes erheblich be­einflußt wird. Je entschlossener und härter diese Aufgaben angxpackt werden, um so rascher und ge­wisser wird das Ziel erreicht. Die Kraft, die im deutschen Volke steckt, ist unwiderstehlich, wenn sie kompromißlos nur noch diesem einen großen Ziel dienstbar gemacht wird. Mit der Verordnung über die Kriegsdien st pflicht für Män­ner und Frauen ist die totale Mobilisierung unserer Volkskraft eingeleitet worden. Sie reicht aber noch nicht aus, um restlos alle Hände frei zu machen für die Erringung des Sieges. Es gibt im Bereich unseres wirtschaftlichen Lebens noch B e - triebe und Funktionen, deren'Bestehen im Frieden selbstverständlich, heute aber nicht mehr zu verantworten ist, weil sie nicht ausschließlich der Führung des totalen Krieges dienen. Nur dieses Merkmal ist heute noch ausschlaggebend für die Frage, ob Arbeitskräfte, Material und Energie ein­gesetzt werden dürfen. Was nicht unmittelbar dem Kampf an der Front, der Rüstung und der kriegs- notroenbigen Versorgung dient, hat solange keine Daseinsberechtigung mehr, bis der Sieg errungen ist. Daher hat der Reichswirtschaftsminister drei Anordnungen erlassen, die aus dem Gebiet des Handels, des Handwerks und des Gaststättengewerbes den um­fassenden Einsatz von Arbeitskräften für die Auf­gaben der Kriegführung ermöglichen sollen. Die vorgesehenen Maßnahmen sind für die Betroffenen in vielen Fällen hart. Niemand wird bestreiten, daß hiermit große persönliche Opfer verlangt werden niemand aber auch vergessen, daß diese Opfer und Härten noch immer nicht verglichen werden können mit dem, was täglich an Hingabe und Selbst­aufopferung von Millionen deutscher Frontsyldaten erreicht werden soll: die Erzwingung eines baldigen siegreichen Friedens! Die. Anordnungen haben im wesentlichen folgenden Inhalt:

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ir müssen härter sein als die Zeit.

1. Alle Betriebe des Handels, die für bie Versorgung der Bevölkerung nicht unbedingt erforderlich sind, werden geschlossen. Bei der Durchs führung wird unbedingt darauf geachtet, daß die kriegsnotwendige Versorgung der Bevölkerung und Belieferung der Wirtschaft nicht gefährdet wird. Der Lebensmittelhandel, der Kohlenhandel und der Handel mit Saatgut, Dünge- unö Futtermitteln sowie der Landmaschinenhandel sind daher von der Stillegung ausgenommen. Andererseits ist es nicht zu verantworten, wenn z. B. Verkaufsstellen für besonders teures Por­zellan, Juwelen, Gold- und Silberwaren, Brief­marken oder auch Süßwarengeschäfte u. a. weiter geöffnet bleiben. Die in diesen Betrieben beschäf­tigten Arbeitskräfte sind schon längst nicht mehr voll eingesetzt. Andere Handelszweige haben zwar auch heute noch eine gewisse Bedeutung, sind aber nicht in vollem Umfange notwendig. Hierzu gehört der Handel mit Möbeln, Antiquitäten, Büchern, Tabak- und Spielwaren u. a. In diesen Zweiaen soll nur eine beschränkte Anzahl von Be­trieben-geöffnet bleiben.'Bei den Betrieben, die sich neben dem Handel auch mit Reparatur be- fajfen, wird auf Erhaltung der Reparaturmöglich-- teiten Rücksicht genommen.

Die vorgesehenen Maßnahmen erstrecken sich auf alle Zweige des Handels. Die betroffenen Be­triebsinhaber behalten die Berechtigung ,zur Aus­übung des Handels und bedürfen bei späterer Wie­dereröffnung keiner neuen Genehmigung. Sie er­halten auf Antrag einen M i e t a u s g l e i ch. Die­jenigen Bettiebsangehörigen, die durch ihren an­derweitigen Arbeitseinsatz eine Minderung ihres bisherigen Einkommens erfahren, erhalten als Härteausgleich eine D i e n st p fl i ch t u n t er­st ü tz u n g. Außerdem wird in den Fällen, in denen der betrieb geschlossen wird, ohne daß der Inhaber einen anderweitigen Arbeitseinsatz fin­det, von der Reichsgrupe Handel ein besonderes, sofort wirksames Unter st ützungsverfah. ren durchgeführt.

2. Auch alle Handwerksbetriebe wer­det! überprüft. (Für die Handwerksbetriebe der Er- nahrungswirtschaft Bäcker, Fleischer, Müller etfolgt eine besondere Regelung.) Handwerkliche 2ta