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der einen recht befriedigenden Stand aufwies. Der größte Teil des Kassenbestandes soll wieder für eine Feldpostsendung Verwendung finden. Die Versammlung wurde mit dem Grüß an den Führer geschlossen.
He.matbund für Hessen und Nassau.
LPD. Unter dem Vorsitz des Bundesleiters Ministerialrat Dr. Leip tagte in Darmstadt der Kleine Beirat des Heimatbundes für Hessen und Nassau. Die verschiedenen Referenten der Fachämter erstatteten Bericht über die bisher geleistete Arbeit und ihren Fortgang und gaben eine Vorschau auf die nächsten Bestrebungen. Dem ^ier- und Naturschutz, Landschaftsschutz, Volkstum und Brauchtum, der Volksnahrung, Denkmals- und Baupflege waren aufschlußreiche Betrachtungen der Referenten
„Jugendfreund" seine Jahreshauptversammlung ab. Für den einberufenen Vereinssührer leitete Vorstandsmitglied Schneidmüller die Versammlung. Er begrüßte besonders die auf Urlaub weilenden Mitglieder im Soldatenrock, gedachte der zur Zeit vom Vereine im Felde stehenden 60 Soldaten und Arbeitsdienstmänner und ehrte die im verflossenen Geschäftsjahr gefallenen vier jungen Mitglieder. Ferner gedachte er des verstorbenen Gründers und Ehrenmitgliedes Georg Jakob Harnisch (Klein-Linden) sowie der im vergangenen Jahr verstorbenen Ehrenmitglieder Georg M a n d - l e r (Rödgen) und Karl Häuser X. (Watzenborn- Steinberg). Der stellv. Vereinsführer Otto Häuser erstattete den Geschäftsbericht für das abgelaufene Jahr. Kassierer Lecke erläuterte den Kassenbericht,
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Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Verlobung danken wir herzlich
Erna Hofmann Heinrich Rinn
Heuchelheim, Gießen im Januar 1943
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5. Januar von 17.22 bis 8.02 Uhr.
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ür die vielen Beweise herzlicher lehne und die zahlreichen Kranzspenden dem Heimgang unserer lieben Mutter Großmutter
i Friederike Launspach, geb. Heck
ten wir herzlichst.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Ella Launspach.
len (Alicenstr. 34), den 4. Januar 1948.
057
Am Sonntag früh verschied sanft nach längerem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Schwägerin
Elise Lückei, geb. Becker
Trägerin des Ehrenkreuzes der deutschen Mutter in Gold
im Alter von 76 Jahren.
Die trauernden Hinterbliebenen.
I. d. N.: Wilhelm Lückei.
Rödgen, Heuchelheim, Kassel, Gießen, Alten- Buseck, Gießen -Wieseck, Stuttgart - Deger
loch, den 4. Januar 1943.
Die Beerdigung findet am Mittwoch, 6. Jan., nachmittags v/2 Uhr statt.
064
Barbara
In dankbarer Freude zeigen wir die glückliche Geburt einer Tochter an
Else Pflngfelder, geb. Lalchinger
Willi Pflngfelder
Amtsgerichtsr^t, z.Z.beider Wehrmacht
*» Die steuerliche Behandlung der Personen n i ch t d e u t s ch e r Volkszugehörigkeit aus dem Reichskommissariat Ostland, mit Ausnahme von Weißruthenien, aus dem Bezirk Bialystok und aus dem Generalgouvernement betrifft eine Bekanntmachung der Finanzämter im heutigen Anzeigenteil.
** Stadtbücherei Gießen. Im Monat Dezember wurden 1552 Bände verliehen. Davon kommen auf Romane 964, Jugendschriften 256, Reisebeschreibungen 105, Kriegsgeschichte 45, Lebensbeschreibungen 98, Kunst 11, Technik 45, Politik 17, Gesammelte^ Werke 10 Bände.
Landkreis Gießen.
* Watzenborn-Steinberg, 5. Jan. Am vergangenen Samstag hielt der Gesangverein
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M7, Im Kampf für die Ztfkunft unseres HStij Volkes fiel am 28. November 1942 im
Osten bei Rschew kurz vor seinem 29. Lebensjahr mein innigstgeliebter, unvergeßlicher Gatte, der treusorgende Vati seines einzigen, nur. einmal gesehenen Kindes, unser tapferer, lebensfroher Sohn, Bruder, Schwiegersohn und Schwager
Ernst Tröster
Oberleutnant und Kompanieführer in einem Luft affen- Feldreglmen . aus ezd nnet mit d. Krieftsverdienstkreuz mit Schwertern und dem E. K. 2.
In tiefem Schmerz: Hedwig Tröster, geb. Malter und Töchterchen Monika; Familie Emil Tröster; Familie Gustav Malter.
Gießen (Wilhelmstraße 49), Oberlind, Sonneberg (Thüringen).
Von Beileidsbesuchen bitte ich abzusehen.
045
Lerne zu Hause
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Mein lieber Lebenskamerad und treu- besorgter Vater unserer 3 Buben, unser guter Sohn und Schwiegersohn
Dipl.-Landwirt Pg. Fritz Schumacher
Uffz. u. Off.-Anw. in einer Panz.-Jäg.-Abt. Inhaber des E. K. 2. Kl.
starb bei den schweren Abwehrkämpfen im Osten am 6. Dezember 1942 den Heldentod.
In tiefer Trauer:
Dagmar Schumacher, geb. Hollmann, mit Kindern Fritz, Hans und Dieter; Bezirksnotar Eduard Schumacher und Frau Emma, geb. Böhringer; Direktor Wilhelm Hollmann und Frau Dagmar, geb. Ostermann.
Gießen (Bismarckstraße 40), Echterdingen (Württ.), den 2. Januar 1943.
Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu
Für die uns erwiesenen Glückwünsche u. Aufmerksamkeiten anläßlich unserer silbernen Hochzeit danken wir allen recht herzlichst
Wilhelm Arnold und Frau Gertrud, geb. Geis
Gießen, im Dezember 1942
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der Universitätsstadt Gießen Dienstag, den 5. Januar 18.30 bis 21.30 Uhr
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Bekanntmachung.
Steuerliche Behandlung der Personen nichtdeutscher Volkszuge. Hörigkeit aus dem Reichskommissariat Ostland, mit Ausnahme von Weitzruthenieu, aus dem Bezirk Bialystok und aus dem Generalgouvernement.
Die Personen nichtdeutscher und nichtpolntscher Volkszugehörigkeit aus dem Gebiet des jetzigen Generalgouvernements einschließlich des Distrikts Galizien und aus dem Bezirk Bialystok unterlagen bisher zusätzlich der Sozialausgleichsabgabe. Ebenso unterlagen die Personen nichtdeutscher und nichtpolnischer Volkszugehörigkeit aus dem Gebiet des Skeichskommissariats Oftlonb, mit Ausnahme von Weißruthenien, zusätzlich der Lohnausgleichsabgabe. Der Reichsminister der Finanzen hat im Benehmen mit dem Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz, dem Reichsminister des Snnern und dem Reichsrninister für die besetzten Ostgebiete, durch Verordnung vom 10. Dezember 1942, ans Gründen des Arbeitseinsatzes angeordnet, daß die Sozialausgleichsabgabe und die Lchnausgleichs- abgabe der bezeichneten Personen mit Wirkung vom 1. Januar 1943 ausgehoben wird. Die bezeichneten Personen sind ab 1. Ian. 1943 nur noch nach den allgemeinen, auch für die reichsdeutschen Arbeitnehmer geltenden Vorschriften eirrkommensteuerslohnsteuer-) pflichtig. (. s gelten für sie keine steuerlichen Sonderbestimmungen mehr. Sowen die Lohnsteuerkarten 1942, die grundsätzlich für das Kalenderjahr 1943 weitergelten, Eintragungen über die Sozialausgleichsabgabepflicht enthalten, müssen die in Betracht kommenden Arbeitnehmer die Ergänzung der Lohnsteuerkarte bei der Gemeindebehörde chres Wohnsitzes (gewöhnlichen Aufenthalts) beantragen.
Die einkommensteuerliche (lohnsteuerlichel Sonderbehandlung der Polen, Juden, Zigeuner und Ostarbeiter (mit dem Kennzeichen „Ost") bleibt durch die vorstehende Maßnahme unberührt. 39D Zugleich für die Finanzämter Alsfeld, Büdingen, Fried- verg (Hessen), Grünberg (Hessen), Hungen, Lauterbach, Ridda unb Schotten.
Finanzamt Gießen. Schmidt.
lensport aufzuweisen hat, hierher zu verpflichten. Außer dem im vergangenen Jahr bereits hier gestarteten Deutschen Meisterpaar im Zweier-Kunstfahren, Hilbig-Seiffert (Hamburg), welche auch in diesem Jahre wieder überlegen ihre Meisterschaft gewinnen konnten, sind der zweimalige Deutsche Meister im Einer-Kunstfahren, H einte (Neu-Eibau) sowie der Zweite der Deutschen Meisterschaft und mehrmaliger Europameister Frey (Chemnitz) hierher verpflichtet. Im Sechser-Kunst- reigen kommt wieder der mehrmalige Meister Mainz- Bischofsheim. Das Sechser-Gruppenfahren der Frauen wird mit ihrer Meistermannschaft durch die Bonner Radfahrer-Vereinigung mit einem eleganten und flüssigen Meisterreigen den Gießener Sportfreunden etwas ganz Besonderes bieten. Das Einer-Kunstfahren der Frauen wird die Siegerin Erna Weber (Darmstadt) sowie die Zweite der Meisterschaft, Frl. N o b i s (Oberbruch bei Aachen), am Start sehen. Das Zweier-Kunstfahren der Frauen bestreiten die beiden ersten Paare, die Meisterinnen Braun- Peters (Frankfurt), Nobis-Zeppenfeld (Oberbruch). Auch das Radpolospiel der Frauen sieht die vier ersten Mannschaften der Meisterschaft am Start: es dürfte hier zu einer Wiederholung der Deutschen Meisterschaft kommen. Es sind am Start: hie Siegerinnen Geschwister Kuckelberg (Bonn), Geschwister Weber (Darmstadt), Braun-Peters (Frankfurt) sowie die beiden Schwägerinnen Poths aus Wiesbaden. Für das Radballspiel der Männer sind bis jetzt Mannschaften aus Straßburg und Auheim, welche den Gießenern keine Unbekannte mehr.sind, verpflichtet. Das Programm wird außerdem umrahmt durch die Einer-Kunstfahrer Schön- b e r g e r und E n g e l (Wetzlar). Außerdem werden die Gießener Turnerinnen durch eine Einlage ihre Sportfreunde zu erfreuen wissen. Wie im vergangenen Jahre werden auch die Rollsporller wieder würdig vertreten sein.
flurje Sportnotiren.
Die Turnerinnen von Hessen-Nassau gewannen am Sonntag im Frankfurter Schumann- Theater einen Gerätwettkampf gegen die Niederrhein-Riege mit 471:445 Punkten. Hessen-Nassau stellte mit seiner Gaumeisterin Martha Thiem (Tgd. Eintracht Frankfurt), die auf 76 Punkte kam, auch die beste Einzelturnerin vor Kläre Kleine (Wuppertal) mit 74,5 Punkten.
wie sie zur Zeit in keinem anderen Lande der Welt besteht, ist wieder ein Schritt weiter auf dem Wege zu einer vorbildlichen Betreuung der Bergmanns- famllie getan worden. Um den Famllien deutscher Bergleute bei Notständen infolge Ueberlaltung oder Ausfall der Mutter in der Versorgung des Haus- Halls und Betreuung der Kinder zu helfen, stellen, wie uns mitgetellt wird, auf Grund eines Ueberein- kommens des Präsidenten der Reichsknappschast mit der Reichsfrauenfuhrung und dem Hauptamt für Volkswohlfahrt das Deutsche Frauenwerk Nachbarschaftshelferinnen und die NS.-Volkswohlfahrt Haushaltshelferinnen zur Verfügung. Die Haus- haUsbetreuung wird bei zum Teil erheblicher Kostenbeteiligung der Reichsknappschaft unter der Voraussetzung gewährt daß die Familie sich selbst eine Hilfe nicht beschaffen kann, Verwandtenhllfe nicht vorhanden ist oder nicht ausreicht. Entsprechende Anträge sind bei den Knappschaftsältesten zu stellen, die auch über Einzelheiten der Vereinbarung Auskunft erteilen. Im sinnvollen Dienste der bergmännischen Familienwirtschaft vereinigen sich damit Reichsfrauenführung, NS.-Volkswohlfahrt und Reichsknappschaft in dem Bestreben, dem deutschen Bergmann in Notfällen der geschilderten Art die Sorge um sein eigenes Wohl und das seiner rf* zahlreichen Familie abzunehmen.
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100 RM. die sofortige Verfügung über ihr Sparguthaben zu ermöglichen, hat der Reichspostminister die telegraphische Rückzahlung von Postspareinlagen zugelassen. Die telegraphische Rückzahlung ist nur bei Beträgen von mehr als 100 RM. möglich. Die telegraphische Kündigung muß bei einer Amtsstelle des Postsparkassendienstes unter Vorlegung des Postsparbuches und eines Kündigunasscheins beantragt werden. Daraufhin fertigt der Annohmebeamte ein Kündigungstelegramm aus. Vom Eingang des Rückzablungstelegramms beim Amt ist der Sparer unverzüglich zu benachrichtigen, wobei darauf hin- zuweisen ist, daß der gekündigte Betrag gegen Vorlage des Postsparbuchs und der entsprechenden Ausweise zurückgezahlt wird. Beträge, die der Sparer durch Uebersendung eines Kündigungsscheins an das Postsparkassenamt gekündiat hat, werden auf Antrag ebenfalls telegraphisch zur Rückzahlung ange-
Am 29. 12. 1942 KWErMchen gefunden zwilch. 17 und 18 Uhr [056 im Seltersweg. Abzuholen geg. Anzeigengebühr Seltersweg 20, III. St., rechts.
Verloren!
Sonntag, 23.30, von U.-C.-Anlage bis „Krokodil" ein Fuchs verloren. Find, wird gebet., ibn auf dem (062 Fundbüro geg. Belohnung abzugeben.
Lerhfchler werdens usgegeben.
NSG. In beschränktem Umfang kann in diesem Jahr wieder Schi gelaufen werden, da die Wehrmacht die für sie nicht oerwendungsfähigen Bretter zur Benutzung freigegeben hat. In den Gegenden, die sich für das Schiläufen eignen, werden gegen geringe Gebühren Leihschier ausgegeben, die vor allem Wehrmachturlaubern, Rüstungsarbeitern und anderen Schaffenden zur Verfügung stehen sollen.
Für die Wehrtüchliakeit der Heranwachsenden Jugend ist die Beherrschung der Grundschule des Schilaufens von größter Bedeutung. Auch das Wissen um seinen hervorragenden gesundheitlichen Wert war bei dieser Maßnahme entscheidend. Die Beförderungssperre für Schier bei der Reichsbahn bleibt jedoch nach wie vor bestehen. Eine Ausnahme bllden lediglich bescheinigte Lehrgänge der Wehrmacht und der Hitler-Jugend.
Reichssieaer
im Sportarpell der Betriebe 1942.
NSG. Der Sportappell der Betriebe ist eine Aktion, welche die schaffenden Volksgenossen vom Frühjahr bis zum Herbst sportlich erfaßt. Nach Feststellung der Gausreger wurden die ersten drei aller Klassen an das Reichssportamt nach Berlin gemeldet. Entsprechend den erzielten Punkten wurden die zehn Besten des ganzen Reiches in jeder Bstriebs- klasse bei den Männern und Frauen als Reichssieger ermittelt. Bei der Verteilung der Reichssieger auf die 42 Gaue sicht Hessen-Nassau mit fünf Siegern an 7. S'elle im Reich.
Das- genaue Ergebnis lautet: Männer: Betriebsklasse I Birkholz & Co., Heppenheim (Bergstraße), Betriebsklasse V Alfred Tewes KG., Frankfurt am Main. — Frauen: Betriebsklasfe II Elektr. AG. norm. Lahmeyer & Co., Frankfurt a. M., Betriebs- klasse III Erbacher Tuchfabrik, Odenwald, Betriebs- klasse IV Alfred Tewes KG., Frankfurt a. M.
»Tag der deusschen Meister" in Gießen
Am 30. Januar veranstaltet die Gießener Radfahrer-Vereinigung wieder, wie im vergangenen Jahre, in den Räumen des Gesellschaftsvereins den Tag der Deutschen Rad- s p 0 r t m e i st e r. Es ist dem Verein bereits gelungen, die besten Kräfte, welche der deutsche Hal
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gewidmet. Besondere Aufmerksamkeit fanden die Ausführungen der Referenten über Ortspfleße und Dorfkultur sowie der Vortrag von Dr. -Heinrich Winter (Heppenheim) über die Heimatmuseen.
E n verdienter Schulmann gestorben.
LPD Friedberg, 4. Jan. Im Alter von 83 Jahren ist in Darmstadt, seinem Ruhesitz, Seminar- lehret Adolf Muth gestorben. Much war zunächst als Oberlehrer an der Stadtschule in Butzbach tätig und kam 1902 an das Lehrerseminar in Friedberg, an dem er bis zu seiner Ruhestandsversetzung als Biologielehrer wirkte. Much hat sich um die bota- nisch-floristische Forschung Hessens verdient gemacht.
Zwei Ferkel schwa-zgeschlachtet.
LPD Der Landwirt Dtto B. aus Nieder- Bessingen (Kreis Gießen) schlachtete zwei Ferkel und verkaufte sie an einen Bekannten aus Garbenteich für 44 RM. Eine Schlachtgenehmigung log nicht vor, die vorgeschriebene Fleischbeschau unterblieb, und Käufer und Verkäufer waren sich darüber einig, daß das Geschäft ohne Verrechnung auf Fleischmarken oder sonstige Bezugsberechtigungen abgewickelt wurde. Das Glück des verbotenen Besitzes dauerte nicht lange, denn die Schwarzschlachtung wurde schon auf der nächtlichen Heimfahrt des Käufers entdeckt. Das Vergehen gegen die Verbrauchsregelungsstrafverordnung wurde jetzt durch das Amtsgericht Gießen mit neun Monaten Gefängnis und 100 RM. Geldstrafe gegen den Landwirt aus Nieder-Bessingen und mit vier Monaten Gefängnis gegen den Erwerber aus Garbenteich gesühnt.
Weif aus dem Tauschhan»el nichts wurde, lieferte er nickts.
LPD. Darmstadt, 4.Januar. In Vertretung seines Sohnes beschäftigte sich der 60jährige Wühelm M. aus Pfungstadt mit dem Verkauf von Dosen und Dosendeckeln, die von Landwirten für die Zubereitung von Wurstkonserven benötigt werden. Einer Käuferin gegenüber versuchte M. die Lieferung solcher Dosendeckel von einem Gegengeschäft in Gerste abhängig zu machen. Seine Dreistigkeit ging so weit, daß er nach Ablehnung seiner ungesetzlichen Zumutung wahrheitswidrig erklärte, dgnn habe er auch keine Dosendeckel. Da die Straftat vor dem Inkrafttreten der Ergänzungen zur Kriegswirtschaftsverordnung begangen wurde, konnte das kriegswirtschaftlich außerordentlich verwerfliche Verhalten des Händlers nicht nach den neuen Strafvor- schriften gegen den verbotenen Tauschhan- d e l geahndet werden. Das Amtsgericht Darmstadt verurteilte den Angeklagten jedoch wegen Vergehens nach der Verbrauchsregelungsstrafverordnung zu vier Monaten Gefängnis, weil er unter erschwerenden Umständen den Verkauf einer Mangelware von der Gegenlieferung bezugsbeschränkter landwirtschaftlicher Erzeugnisse abhängig zu machen versuchte. Bei der Strafzumessung betonte das Gericht, daß nur mit erheblichen Freiheitsstrafen der zunehmenden Unsitte solcher Geschäftsmechoden begegnet werden könne.
Haupnchnivener: Dr. Zrlevricb Wilhelm Vonge Lkeuoerirewl oe« hauvl'chrtitieüers: Dr Hans Thnr.ot. Serantworti'ch tür 'L<dittf und Silber Dr Ät.-IS Lange; ,ür oas ,Feuilleton: Dr Han» Ttwrio,: tüt Stabi G'epen. hrovm;, Wirtichatz u. Lvorl' Ern» Blumlchem beuti.), .v. Dr.Hanr Tlrvnot. „
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