macht Europas den Rücken frei haben Imd fol alles, Mt imperialistischen Ambitionen der USA. zu starken, in der Hoffnung, daß sie sich in erster Lime im Pazifik austoben würden. Es dachte dabei wahrscheinlich an ein Wort Theodore Roosevelts, der einmal gesagt hatte, daß es einst eine mittelmeerische Epoche gegeben habe, dann eine atlantische und die Zukunft werde einer „pazifischen"' ^gehören. Die Gefahr, die dieser Ausspruch aufzeigte, wurde von England nicht erkannt, sie wurde auch von Faktoren ausgelöst, die sowohl in London als in Washington unterschätzt wurden. Auf eine knappe Formel gebracht, lauten sie: Die Stärke der japa- nischen Weltmacht und die Realität des Dreierpaktes als ein wirkungsvolles Koordinatensystem, das den jttngen, auf die Idee des Lebensraumes verschmore- neu Völkern gestattet, weitgehend aus der inneren Linie zu operieren.
Was sich also gegen Deutschland richten sollte, nämlich die Stärkung des nordamerikanischen Imperialismus, die Unterstützung der Vereinigten Staaten in allen heiklen außenpolitischen Problemen, die zwischen Washington und Berlin auftauchten, mußte sich mit eherner Konsequenz gegen England selbst wenden, als die Vereinigten Staaten ihr ganzes, mühsam und mit einem Millionenaufwand errichtetes „pazifisches Gebäude" buchstäblich über Nacht zusammenstürzen sahen, während gleichzeitig durch die Niederlage Frankreichs in dessen Kolonialreich — unterstützt durch Verräterbenerale — ein für England ebenso gefährliches rote für die Vereinigten Staaten lockendes Vakuum entstand, in das Roosevelt nunmehr mit aller Macht eindrinqt. Ers jetzt erkennen die Briten in ihrer maßlosen Torheit, daß der Atlantik nicht nur eine Brücke zwischen „Bundesgenossen" fein kann, sondern daß er auch die Funktion eines neuen Mittelmeeres übernehmen kann, eines Mittelmeeres freilich, das die Vereinigten Staaten mit allen Randgebieten ebenso zu beherrschen entschlossen sind rote einst Rom im „klassischen" Mittelmeer nicht eher ruhte, als bis feine Herrschaft auf alle Küsten- und Hinterländer ausgedehnt war.
Das ist genau die Situation, vor töt sich England
gestellt sieht, und bfe es, wie „New Stafesman and Nation“ beweist, in seinen führenden Schichten mit schmerzlicher Klarheit auch erkannt hat. In diesem Rahmen muß man auch das Tauziehen um Darlan,. Giraud, de Gaulle und die weiteren jetzt auftauchen- den Figuren sehen. England wehrt sich verzwetfelt gegen die Rolle, die der Herrschaftsanspruch des USA.-Imperialismus dem Inselreich an dem neuen „Mittelmeerbecken" zugedacht hat. Daß es sich dabei um keine Utopien handelt, bestätigte erst jüngst der USA.-Generalstabschef Marshall in seinem Interview mit der „Times", in dem er die Vergrößerung des USA.-Heeres mit der Inbesitznahme von Stützpunkten auf dem ganzen Erdball begründete.
Es ist also genau das eingetroffen, was Napoleon I. sagte, als er Louisiana an die USA. abtrat und damit die Grundlage für die künftige Großmacht legte: „Ich habe England einen Rivalen zur See gegeben, der früher oder später seinen Stolz erniedrigen wird." Dieses Wort zeugt von erstaunlichem Weitblick, während Englands Politil seit 1896 nur der Beweis dafür ist, daß seine Staatsmänner schon damals nicht mehr das Format besaßen, um mit unbeirrbarem Instinkt den wahren Gegner erkennen zu können, statt dessen aber wie verhext auf die Gleichgewichtspolitik starrten, und deswegen auch das wahre Potential Frankreichs geradezu grotesk überschätzten. Der erste Weltkrieg war scheinbar die gelungene Probe auf dieses Exempel, aoer es hat auch seit dieser Zeit in England nicht an warnenden Stimmen gefehlt, die mit wachsender Angst auf Entwicklungen hinwiesen, die in diesem Kriege erst zur Reife gelangten. Das Groteske der weltgeschichtlichen Situation ist aber, h- die USA. sich in dem Augenblick anschicken, das Erbe Englands anzutreten, und als imperialistisch" Raubstaat eine Weltrolle zu spielen, da das Rad der Geschichte sich bereits wieder gedreht hat und die Dreierpaktmächte ihre Ordnung, die totalitäre des Lebensraumes, bereits weitgehend verwirkli- haben. England hat feinen großen Irrtum erkannt, aber die USA. begreifen noch nicht, daß auch ihre Konzeption unwiderruflich überholt ift
Zapans strategische Ziele im zweiten kriegsjahr.
Tokio, 4. Ian. (Europapreß.) In „Mmluri Hochi" erläutert der Sprecher der japanischen Armeepressestelle, Oberst Äahagi, die strategischen Ziele der japanischen Kriegführung im zweiten Jahre des Großostasienkrieges. Als erstes Ziel bezeichnete Oberst Yahagi die Notwendigkeit, bas Tschungkina-Regimezu stürzen, um dadurch die Lage auf dem Kontinent zu stabilisieren. Es müsse in erster Linie erreicht werden, daß Japans rückwärtige Basen einwandfrei gesickert wären. Auch gegenüber Indien müsse Japan, falls dieses Land weiterhin als Basis für brittsch-nordamerikanische Angriffsversuche zu bienen bereit sei, offensive Aktionen unternehmen, um die Lage in Burma sicher- zustellen. Oberst Vahagi fagte ferner Angriffe gegen Australien voraus, die der Einnahme der Salomon-Inseln und Neuguinea folgen mühten. Sie wurden so lange fortgesetzt, bis Australien sich politisch von England und Nordamerika lossagen und einen Waffenstillstand mit Japan schließen werde. Es sei ferner klar, daß Japan die Bedrohung i m Pazifik, die sich aus der Existenz von Hawaii, Mvdway und anderen pazifischen Feindbasen ergeben, unbedingt berichtigen werde. Oberst Pahagi
berührte schließlich die defensive wie offensive Bedeutung Mandschukuos, wo die japanischen Truppen einen wichtigen Faktor für die Erhaltung des Friedens angesichts der nordamerikanischen Umtriebe bei der Sowjetunion darstellten. Es fei ein großer Fehler anzunehmen, daß die militärischen Aktionen bereits abgeschlossen seien. Die USA. wollten offenbar in diesem Jahr eine Entscheidungsschlacht erzielen. Japan solle daran gehindert werden, seine wirtschaftliche Rüsrstng, basiert auf die Rohstoffschätze der Südgebiete, zu vervollkommnen, während das Rüstungspotential der USA. im Jahre 1943 aufs höchste angespannt werden solle. Jedoch würde man im kommenden Jahr ein Absinken der nordamerikanischen Produktion sehen, sowohl aus Mangel an Rohstoffen, die jetzt noch in ausreichenden Vorräten bereit stünden, als auch aus Mangel an genügenden Arbeitskräften. Nordamerika müsse daher' seine Offensive durchführen, solange noch ausreichender Schiffsraum vorhanden sei. Erste Anzeichen dieses nordamerikanischen Offensivplans seien die immer wiederholten Angriffe im südwestlichen Pazifik sowie die Landung in Nordafrika.
Schwere Abwehrkämpfe im Oongebiet.
23 eHin, 4.Ian. (DNB.) Unsre Truppen standen im Dongebiet weiter in schweren Kämpfen. Die Bolschewisten griffen die deutsche Front an verschiedenen Stellen mit starken Kräften an, doch trafen sie auf hartnäckigen Widerstand und hatten bereits bei diesen Abwehrkämpfen sehr schwere Ausfälle. Nock erheblicher waren ihre Verluste bei örtlichen Vorstößen unserer Panzerverbände. Die Angriffe richteten sich vor allem gegen Ortschaften, in denen sich feindliche Truppen zu weiteren Angriffen bereitstellten. Als unsere Panzerabteilungen gegen eine Truppenansammlung, die etwa 200 Kraftfährzeuge mit sich führte, vordrangen, traf der Stoß die Sowjets so wirksam, daß mehrere Ortschaften genommen und die Kolonnen zersprengt wurden. Schwer waren die Verluste der Bolschewisten auch an anderer Stelle dieses Kampfraumes, als unsere Panzerabteilungen den Feind aus meh
reren Dörfern herausschlugen. Die Luftwaffe unterstützte trotz der ungünstigen Wetterlage die (Erb» truppen. Starker Bodennebel zwang Kampfflieger, vielfach zu Tiefangriffen überzugehen. In geringer Höhe flogen sie in geschloffenen Verbänden über die feindlichen Stellungen. Schon beim Anflug erkannte Panzerstellungen und Flakbatterien wurden mit Bomben ein gedeckt. Die nach oben offenen geschanzten Feldstellungen boten den Sowjets keinerlei Schutz gegen das Dordwaffenfeuer. Schlacht- und Kampfflugzeuge hatten schon am Tage vorher einen von Panzern unterstützten, in Regimentsstärke durchgeführten Infanterieangriff der Sowjets noch vor Erreichen der deutschen Stellungen zerschlagen. Flakartillerie hielt ihre Stellungen gegen bolschewistische Angriffe, die mit überlegenen Kräften geführt wurden. Ein in breiter Front vorgetragener Durchbruchsversuch bolschewistischer Panzer und In-
Die Schönheit des kahlen Baumes.
Von Camillo Schneider.
Meine Iügendjahre verbrachte ich auf dem Lande. Beim Umherstreifen durch Feld und Flur erwachte schon in dem Kinde die Liebe zur Natur. Ich lernte, mit offenen Augen die Umwelt zu betrachten. War es auch zunächst die Tierwelt, die mich am lebhaftesten anzog, so führte mich doch die Tätigkeit im elterlichen Garten, zu der ich früh angehalten wurde, sehr bald auch der Pflanzenwelt zu. Vom ersten Schneeglöckchen über das immer stärker einsetzende Blühen und von Frucht zu Frucht trieb cs mich in den Reichtum des Herbstes, bis im hohlen Rascheln des letzten fallenden Laubes der Schauer der großen W'mterruhe eintrat.
Dann aber offenbarte die schlafende feiernde Natur eine neue Schönheit. Wie ganz anders standen Baum und Strauch jetzt da. trotzig reckten sich die grobschlächtigen Eichenäste, die bisher bas Laub verhüllte. Die glatten grauen Buchenstämme wuchsen doppelt sehnig empor. Die .zierlichen Birkenzweige spielten mutwilliger trenn je mit dem Winde, getragen vom schlanken Schaft, dessen Rinde mit der Weiße des Schnees wetteiferte.
Eiche, Buche, Dirke, Rüster, Linde, Erle, Pappel, Weide, Roßkastanie und Hainbuche, all diese Baum- typen, denen ich um mein Elternhaus täglich begegnete, prägten sich mir jetzt im Winter fast schärfer ein als im Laubgewand. Schon von weitem lernte ich jeden Typ an feiner Tracht erkennen, und als einst ein Stückchen Wald niedergeschlagen wurde, fiel mir die Verschiedenheit der Borke der nebeneinander aufgestapelten Stammstucke ganz besonders auf. Diese Eindrücke der ersten Jugend blieben in mir haften durch mehr denn ein Jahrzehnt, während ich auf der Schule nur selten Gelegenheit fand, die Natur in ihrer freien Schönheit zu erleben. Erst der Eintritt in den Gärtnerberuf brachte mich wieder in enge Fühlung mit all dem, was mich als Knabe unwiderstehlich gelockt hatte.
Für die meisten ist es ein fast fremdes neues Gebiet, das sich hier offenbart Sie sind gewohnt, ihr Auge an dem Wechsel der grünen Töne des Laubes zu erfreuen» sie entzücken sich am Farben-
spiel und der Formenmannigfalttg^eit der Blüten. Doch nur wenige wissen, welche Reize nach der kahle Baum offenbart
Aber ebenso selten wie wir einem wirklich vollkommen schönen gesunden Menschen begegnen, erblicken wir einen in voller Formenschöne erwachsenen Baum. Wie der Mensch in der Großstadtmenge und Dumpfheit krankt und kümmert, so der Baum im Massendickicht des Waldes. Auch er sehnt sich nach Freiheit, nach ungebundener Entfaltung. Heraus aus der Halbheit des Zusammendrängens der Arten auf engem Raume. Auf weitem Wiesenplane will er seine Krone breiten und wölben.
Ein Park wie Muskau ist so recht der Ort, sich in die Formen fülle der winterlichen Baumschönheit zu verlieren. Gerade weil hier nur wenige ausländische Typen hervortreten, prägt sich uns sofort die große Verschiedenheit der Baumtypen der engeren Heimat ein. Wie trotzig-stämmig, für die Ewigkeit gebaut, wächst die 6reite Eiche empor, die so viele Generationen von uns erlebt hat. Sie weckt in uns das Gefühl des Beständigen, Dauernden. Auch die Buche trägt so viel Sehniges, Kraftvolles in sich. Sie spricht aber als Einzelbaum anders zu uns. Wir sind gewöhnt, die Buchenschönheit im Dom des geschlossenen Hochwaldes zu genießen. Eiche und Buche vermitteln uns ernste, aber leben» bejahende Stimmungen. Wir sagen uns sofort, wo sie stehen, ist gut sein; der Boden ist reich und fruchtbar-, ihr Holz ist wertvoll und brauchbar. Nicht lo die Erie. In ihrer krausen Schönheit liegt etwas Düsteres, Tückisches. Sie bewohnt gern sumpfige, trügerische Gründe. Unter ihr geisterts im Nebel, und an schwülen Sommerabenden spielen Irrlichter um s ie.
Selbst für ein wenig geübtes Auge sind die einzelnen Daumarten leicht in ihren Schattenrissen aegen den Himmel kenntlich Die Art der feineren Verzweigung, das Linienspiel der auslaufenden Zweige ist sehr charakteristisch^ Der Auflösungs- rhythmus ist ein anderer bei jedem Baumtyp. Hier spielt auch die Form der Knospen und ihre Stellung am Trieb eine große Rolle. Im großen und ganzen ist für den Baumbeobachter im Winter zunächst die Gesamtsilhouette der Krone entscheidend. Diese ist bei älteren, fruchtenden Stücken oft eine wesentlich andere als bei jungen wüchsigen Pflanzen. So zeigt die jugendliche Daumhasel eine ziemlich straff kegelförmige, sich zuspitzend« Äronc, an die der unaari-
Furtwängler inszeniert
Zwei Momente gaben der Neuinszenierung von Richard Wagners .^Tristan" an der Wiener Staatsoper das besondere Gepräge: die Zusammenfassung der musikalischen und regiemäßigen Leitung in der Hand Wilhelm Furtwänglers und die Erneuerung des Bühnenbildes nach den Entwürfen Alfred Rollers aus dem Jahre 1903. Wilhelm Furtwängler interpretierte in der Mimik, der Geste, den Bewegungen der Darsteller auf der Bühne, was sich in der Musik in dem oielverzweigten Aderwerk der Partttur durch Vermittlung des Ohres ausspricht, und schuf dadurch dos ergänzende Korrela- lioum für das Auge. Die Verbindung von Orchesterraum und Bühne wurde inniger denn je. Das Instrumentale schien sich noch zwangloser mit dem Vokalen zu einer Einheit zu verschmelzen. Rollers Bühnenbilder sind so stark aus dem Geiste der Musik geboren, daß sie wie diese nicht an eine knappe Zeitepoche und ihre Mode gebunden erscheinen. Daher brauchte man nur das Material zu erneuern und die Vervollkommnung der technischen Mittet zu nützen, um des Künstlers Absichten voll zu verwirklichen. Eine glänzende Besetzung gab der Aufführung außergewöhnliche Qualität. Der strahlende Tenor von Max Lorenz Derb and sich mit dem samtig weichen Sopran Anny Konetznis zu einem Duett von unvergleichlicher Ausdruckskraft. Ein wesentliches Posilivium des Abends war die Brangäne Margarete Kloses. Paul Schoeff-
„Tristan und Isolde", ler (Äurroenal) und Alfen (Marke) ergänzten das Quintett der wichtigeren Partien.
Roland Ten schert e
In einem Gespräch mit dem Wiener Generalkulturreferenten Walter Thomas erklärte Wilhelm F u r t w ä n g l e r, daß er sich schon als Operndirek- tor in Mannheim mit Regiefragen befaßt habe, daß jedoch im allgemeinen eine Personalunion zwischen Kapellmeister und Regisseur nicht empfehlenswert sei Wenn er selbst jetzt auch die szenische Emstudie- runq von „Tristan und Isolde" übernommen habe, so bleibe er auch dabei in erster Linie Musiker. Denn bei den Werken Wagners binaen hie und Bewegungen der Sänger so eng mit der Musik zusammen, daß Musik und Darstellung kaum zu trennen seien. Das gelte in gesteigertem Maße vom 1 „Tristan", wo der Regisseur vor allem die Aufgabe habe, der Musik zu ihrem Rechte zu verhelfen Die Wagnerschen Werke feien von einem Manne als Ganzes geschaut und geschaffen worden, so daß es natürlich erscheinen möge, daß sie auch von einem Manne als Ganzes wiedergegeben würden. Diese theorettsche Forderung hätten Siegfried Wagner und neuerdings Heinz Tietjen in Bayreuth verwirklicht. An Repertoiretheatern, wo die Probenzeit viel enger bemessen fei, laste sich dieser Grundsatz freilich kaum durchführen.
Wehrmacht gibt
Zeitschriften.
von Stalin- der Fortsetzung
4. Jan. Das Oberkommando der bekannt:
An verschiedenen Abschnitten D o n - G e b i e t und im Raum grab erlitten die Sowjets bei ihrer Angriffe hohe Verluste.
schen Silberlinde gemahnend, während am allen Baume sich das Symmetrische fast ganz verliert und einer malerischen Unregelmäßigkeit Platz macht. Aehnliches läßt sich bei den Roßkastanien beobachten, die mit ihren derben dickknospigen Endoerzwei- gungen ein ganz anderes Bild ergeben als unsere übrigen Bäume. Unter diesen sind besonders auffällige Typen, vor allem die Birke, die Weiß- oder Hängebirke. Niemand kann sie verkennen mit ihren schlanken weißrindigen Stämmen und den hohen schmalen Kronen, deren dünne Zweiglein. zierlich
Bei blührerftn Pflanzen, wie Grien,, Eschen und Akazien sind im Winter auch die bleibenden Frucht, stände oder die schon im Herbst entwickelten Anlagen der künftigen Blütenstande bestimmend für das Ge- samtbild. Neben den normalen Typen treten noch eine ganze Reihe besonderer Formen hervor, die gerade im blattlosen Zustand einen eigenen, oft bizarren Reiz besitzen, die Pyramiden- oder Säulenformen, wie sie bei den Pappeln am verbreitetsten sind, die Kugel- und Schirmformen, und am überraschendsten die Hängeformen, von denen alte große Hängebuchen wie ein über Felsen schäumen- der Wasserfall wirken.
Aus dem Reich.
Kinderheilkunde Hauptfach.
Eine Aenderung der Bestallungsordnung für Aerzte soll eine Beschleunigung der Aus
3n einem Schwarzmeer-Hafen an der Kaukasusküste wurde ein Handelsschiff mittlerer Größe durch Bombentreffer beschädigt.
Eigene Stoßtrupps führten im mittleren Frontabschnitt erfolgreiche Unternehmen durch. Feindliche Vorstöße wurden abgewehrt. 3m rückwärtigen Gebiet einer Armee wurden sowjetische Banden umstellt und über 1400 Banditen vernichtet, 65 Lager und eine große Anzahl Unterstände zerstört, zahlreiche Waffen sowie umfangreiche Bestände an Bhinition und sonstigen Versorgungsgütern erbeutet.
Die zähen örtlichen Kampfe südöstlich des Ilmensees halten an.
Vor der Fischerhalblnsel versenktest schnelle deutsche Kampfflugzeuge ein Handelsschiff von 5000 BRT^ ein zweites wurde schwer getroffen.
3n Süd-Tunesien schlugen deutsch-italienische Truppen französische Kräfte nach Westen zu- rück. Die Luftwaffe griff mit starker Wirkung den Transportverkehr des Feindes auf Bahnen und Straßen an. 3n einem feindlichen Flugstühpunkt entstanden Brande durch Bombenvolltreffer. Begleitende 3äger schossen fünf feindliche -Flugzeuge ab. Lin deutsches Unterseeboot versenkte nordöstlich Oran aus einem stark gesicherten Geleitzug einen Dampfer von 5000 BRT.
Nach einem Taaesvorstoß eines britischen Flugzeugverbandes gegen das westf ran zöslsche Küstengebiet wurden 16 mehrmotorige Flugzeuge ohne eigene Verluste abgeschos- sen.
3n den spaten Abendstunden führten brillsche Flugzeuge einen Slörangrisf ans westdeutsches Gebiet durch. Die Bevölkerung halte Verluste. Zwei Flugzeuge wurden zum Absturz gebracht.
Nach erfolgreichen Tagesangriffen schneller deutscher Kampfflugzeuge gegen die englische Süd- k ü st e bombardierten deutsche Kampfflugzeuge bei Nacht, in mehreren Wellen angreifend, die Hafenstadt hüll, in der ausgedehnte Brände entstanden.
fanferie rourfre von den Geschützen im Vorgelände der eigenen Stellungen vollständig zerschlagen.
Der Wehrmachtbericht.
DNB. Aus dem Führerhauptquartier,
schöne Heft, dazu als weihnachtliches Stimmungsbild: Europäische Metropolen im Winterkleid.
— Unter den Werken des Berliner Bildhauers Richard Scheibe findet Fritz Hellwag Anhaltspunkte zur Erläuterung feines Themas „Gemütsbewegung und Körpersprache", mit dem er das Dezember-Heft der Monatsschrift „Die Kun st" (Verlag F. Bruck- mann, München) einleitet. Henri Nannen bespricht Werke aus der Ausstellung „Malerei in Danzig", die in München gezeigt wird. Am Abend ihres Lebens haben Poufsin und Claude Lorrain einen Znklus von Jahres- und Tageszeiten gemalt, der beide Künstler auf der Höhe ihrer künstlerischen Selbsterfüllung zeigt. Diese Iabres- und Tageszeiten find wohl ein Zeugnis derselben barocken Auffassung, aber in ihrer gleichen Richtung trennt sie auch die Scheide zweier Zeitalter, wie Ulrich Christoffel ausfübrt JDem Heft ist eine farbige Reproduktion des Gemäldes „Die Flucht nach Aegypten" von Claude Lorrain vorangestellt. Don Frauen- bildnissen zeigt Franz Ottmann Wiener Werke von
Josef Dobrowsky, Robert Streit und Sergius Pauser. Einfache und zugleich schöne Möbel in Serien- Herstellung sind nach Entwürfen von A. G. Sckneck, Stuttgart, im zweiten Teil des Heftes abgebnbet Adolf Ott, Dortmund, ist mit zwei schönen Einfamilienhäusern vertreten. An Hand von Arbeiten der Meisterschule für Porzellan in Selb gibt Rudolf Lunghard einen Ueberblick über dir Aufgaben dieser
— Künstlerporträts aus fünf Jahrhunderten (unter i dem Titel „Persönlichkeit, Zeit und Volk") bringt ’ eine Veröffentlichung in dem reichen Weihnachts- Heft der „n e u e n l i n i e" (Verlag Otto Bayer, Leipzig, Berlin). Dieser Titel steht gewissermaßen als Leitsatz über dem ganzen Heft: dem Bllderaufsatz, der Männer des ersten und zweiten Weltkrieges zeigt, die jetzt im gemeinsamen Kampfe stehen und der für die „neue linie" traditionellen „geistigen
sechsmonatigen Tätigkett als Famulus. Der K r a n" kenpflegedienft wird durch die neue Verordnung auf vier Monate beschränkt. Er muß auch nicht mehr vor Beginn des Studiums abgeleistet werden. Es können auch b:e Ferien dazu verwendet werden. Der Fabrik- und Landdienst muß nicht in den Fabriken oder auf dem Lande abgeleistet werden, sondern es sind baflu künftig auch Einrichtugen und Betriebe zugelassen, die dem Gesundheitswesen unmittelbar oder mittelbar dienen. Schließlich brinat die Verordnuna ein" Aenderung der Bewertungsbestimmunge.n bei der Prüfung. Zu den drei Hauptfächern Innere Medizin, C h i r u r g i e und Frauenheilkunde, die besonders hoch bewertet werden, tritt jetzt auch die Kinderheilkunde als Hauptfach
Das Gemüseanbauprogramm.
Die meisten Gemüsearten hatten in diesem Jahre eme gute Ernte. De Bestände sind deshalb, wie der Vorsitzende der Hauptvereinigung der deutschen Gartenbauwirtschaft mitteilt, sowohl an den Hauptverbraucherplätzen wie auch in den Erzeugerbetrie- ben recht beacktlich, so daß uns für die nächsten Mo» nate wohl alles ausreichend zur Verfügung stehen wird. Für das Anbaujahr 1943 werben Gemuse- faatgut und Gemüsepflanzen ausreichend zur Verfügung stehen. Wo es die Betriebsverhältniffe zulassen, soll vor allem bei den Freilandfrühgemuse- arten der Anbau ausgeweitet werden. Es soll in diesem Jahr gelingen, um 14 Tage bis drei Wochen früher mit der Ernte zu beginnen.
Aus aller Welt.
SA.-Gruppenführer Marxer gefallen.
Am 12. Dezember ist in den harten Kämpfen bei Rschew Hauptmann d. R. Otto Marxer, Obergruppenführer z. V. der Obersten SA.-Fuhrung, gefallen. Er hatte bereits am ersten Weltkrieg als Kriegsfreiwilliger teilgenommen und das E. K. I erworben. Auch im gegenwärtigen Feldzug bewies er außerordentliche Tapferkeit und vorbildliche Führer- Eigenschaften, die in der Verleihung der Spangen zu den beiden Eisernen Kreuzen ihre Anerkennung fanden.
Zugunglück bei Hannover.
In der Nacht zum 4. Januar 1943 fuhr in den frühen Morgenstunden zwischen Hannover und Wunstorf ein Schnellzug auf einen anderen vor einem Dlocksignal hallenden Schnellzug auf. Durch den Aufprall wurden Wagen beider
bildung bringen. Die praktische Ausbildung besteht nach den bisherigen Best rnmunaen aus einem der Front im sechsmonatigen Krankenpflegedienst, einem sechswöchigen Fabrik- oder Landdienst und einer
herabhängen. Ihre luftige Anmut spricht uns an, ®rnte > in der Dichter und Schriftsteller ihre stärk- sie zeigt in ihrem Gedeihen in mageren leichten | ften Bucheindrücke des Jahres nieberlegen. Ferner Böden eine große Bedürfnislosigkett. Ein Gegenstück 1 auch über mancherlei lebendigen Veröffentlichungen, zu ihr ist die Weide. Die nicht hängenden Formen ' wie der vom Eislauf, demonstriert von Maxi Baier, stecken ihr feines Gezweig besenariig gegen den der Spielzeugfeite der HI., dem Essay über das Himmel und bilden in großen, frei erwachsenen Tischgespräch, und besonders den Soldatengedichten, Stücken in Flußauen sofort erkenntliche Typen von deren sich die „neue linie" immer wieder mit großer großem Reiz. Befonders bei den hängenden Formen $^&e annimmt. Viele Farbtafeln begleiten das spielt außer der Tracht meist auch die braun- aber dottergelbe Färbung der Zweige eine große Rolle und macht sie zu ausfallenden Erschrinungen in Der Landschaft. Zumal gegen das Frühjahr hin, wenn die Zweigfärbung sich verstärkt und die kahlen Bäume beinahe zu blühen scheinen. Auenlandschaf- ten mit Bruchweiden, Silber-, Grau- und Schwarzpappeln, zu denen sich Erlen und Rüstern gesellen, können auch im Winter sehr farbig erscheinen.
Die Rüster aber Ulme ist ein weiterer heimischer Typ, der durch seine fächerförmige feine steife Verzweigung auf fällt.
Infolge der gegenständigen Knospen und Zweige entsteht bei den Eschen und Ahornen eine neue Formentracht. Der heimische Dergahorn zahll zu unseren ansehnlichsten Parkbäumen.


